Vier Fäuste für ein Hallelujah… Oktober 22, 2008<!-- by Etienne Leue --> ·
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Mit Boca, River, Estudiantes und Argentinos Juniors stehen diesesJahr vier argentinische Mannschaften im Viertelfinale der Copa NissanSudamericana. Nachdem Estudiantes gestern zuhause mit 2:0 gegenBotafogo gewinnen konnte, wollen heute die restlichen Teams nachziehen.
River Plate - Chivas 23 Uhr (MEZ)
Nach der peinlichen Superclásico Niederlage gegen zehn Mann imeigenen Stadion und dem geteilten letzten Platz in der Meisterschaft,setzen Fans, Mannschaft und Trainer nun alle Hoffnungen in die CopaSudamericana.
Nach dem Spiel gegen Boca, hatte Simeone angekündigt die erste Elfgehörig umzukrempeln: „Es spielen die, die die Situation verstehen”,meinte
El Cholo nach dem Spiel. Schließlich sind es dann dochnur zwei Wechsel: der Uruguayo Sebastian Abreu (nur für die Spiele derSudamericana von Beitar Jerusalem ausgeliehen) kommt für Salcedo insSpiel und Ponzio ersetzt Ahumada. Ansonsten alles wie gehabt, mit einem4-3-1-2 wird man versuchen gegen Chivas den wichtigen Heimsieg zuholen. Zu hoffen bleibt für River, dass die Schlüsselspieler Buonanotteund Falcao endlich wieder zu alter Form finden. Spielen die Beiden inNormalform, hat River eine der stärksten Offensiven in Argentinien,doch davon ist man derzeit weit entfernt.
Chivas kommt mit einem 3-5-2 System ins
Monumental. Derpopulärste Club Mexikos ist ein Team das durch schnelle Kurzpässeversucht zum Erfolg zu kommen. Der Star des Teams ist sein KapitänRamón Morales: der 33jährige Linksfuß ist zwar nur 1,68 m groß, abermit einem starken linken Fuß ausgestattet und ausgesprochendribbelstark.
Inter - Boca Juniors 2 Uhr (MEZ)
Mit einer vermeintlichen B-Elf geht Boca heute gegen den SportingClub Internacional aus Porto Alegre, ins Spiel. Außer Torhüter JavierGarcía steht kein einziger Spieler der Startelf aus dem
Superclásico gegenInter auf dem Spielfeld. Carlos Ischia lässt sein Team in einemdefensiven 5-3-1-1 auflaufen, in dem Gracián Riquelme hinter denSpitzen ersetzt. Im Sturm kommt Luciano Figueroa zu seinem Debüt. Derehemalige Nationalspieler kam vor eineinhalb Wochen auf Leihbasis vonGenoa zu den Boca Juniors und streift sich heute zum ersten Mal dasblau-gelbe Trikot über. Das die zweite Garde Bocas nicht zuunterschätzen ist, haben die jungen Wilden im Duell mit Quito gezeigt:zuerst bezwang man den Sieger der Copa Libertadores in der Bomboneramit 4:0 und konnte anschließend in der Höhe von Quito ein 1:1 erreichen.
Bei Inter treffen die Boca Juniors heute auf einen alten Bekannten:
El Cabezón AndrésD`Alessandro war vor der Saison von San Lorenzo nach Porto Alegregewechselt. Im 4-3-1-2 System von Trainer Tite, spielt D`Alessandrohinter den Spitzen Nilmar und Alex. Auch den Namen Nilmar kennt man inEuropa noch: der 24jährige war 2004 für 5,75 Millionen Euro vonInternacional nach Lyon gewechselt. Mit vier Toren in neun Spielen inder Champions League, hatte der Brasilianer zwar einen guten Start inFrankreich, konnte sich aber nie richtig durchsetzen und wechseltekehrte schließlich 2005 zu Corinthians, wo er in 55 Spielen 33 Mal trafund mit Corinthians den Titel holte. 2007 wechselte Nilmar zurück zumSporting Club Internacional.
Palmeiras - Argentinos Juniors (2 Uhr MEZ)
Das vierte argentinische Vertreter ist die ÜberraschungsmannschaftArgentinos Juniors. Das kleine Team aus der Paternal in Buenos Aires,konnte sich in der letzten Runde gegen San Luis aus Mexiko durchsetzen.Gegen Palmeiras geht das Team von Gorosito trotzdem als klarerAußenseiter ins Spiel. Trotzdem wird
El Bicho sich inBrasilien nicht verstecken: verhältnismäßig offensiv, spielt man miteinem 3-4-1-2. Das Prunkstück der Mannschaft ist dann auch sein Sturmmit den beiden Jungstars Gabriel Hauche und Nicolás Pavlovich. In derLiga konnte Argentinos Juniors am Wochenende einen 2:0 Sieg überHuracán feiern, damit gab man die rote Laterne an River Plate undRosario Central ab. In der Paternal ist man zuversichtlich für dasSpiel gegen Palmeiras: „Wir sind super drauf, der Sieg gegen Huracánhat uns viel Druck genommen und bereit für das Spiel gegen Palmeiras”,so Mittelfeldspieler Franco Quiroga.