Aus der Schweizer Presse (gestern)
Vizemeister Basel will sich am Pfingstmontag (15 Uhr live auf SF2) mit einem Erfolg im Cupfinal gegen den FC Luzern über das knapp verlorene Titelrennen hinwegtrösten.
Die Aussichten der Basler stehen gut. Finalgegner Luzern hat seit dem sensationellen Halbfinal-Sieg gegen den FC Zürich kein Spiel mehr gewonnen. In sieben Partien der Super League setzte es für die Innerschweizer zwei Remis und fünf Niederlagen ab. Die Hoffnung, an die sich der Aussenseiter klammert: Zu Saisonbeginn gewann der zweifache Cupsieger zuhause mit 2:0. Die nächsten drei Begegnungen gingen dann aber mit einem Gesamtskore von 0:7 verloren.
Nachdem der Klassenerhalt bewerkstelligt war, konzentrierten sich die Mannschaft von Jungtrainer Ciriaco Sforza auf das Rendezvous in Bern, liess in der Meisterschaft die Zügel schleifen. Dennoch gibt sich Sforza selbstbewusst: «Wir sind eine junge Mannschaft, die sich in dieser Saison prächtig entwickelt hat. Natürlich wollen wir gewinnen. Wir haben keine Angst, denn wir haben in dieser Saison alle Grossen geschlagen.»
Für die Bebbi startete die Vorbereitung auf den letzten Ernstkampf der Saison unmittelbar nach der verpassten Meisterschaft. FCB-General gab für seine Mannschaft die Losung aus: «Für Frust bleibt keine Zeit. Jeder muss die Meisterschaft verarbeiten können. Es ist schön, dass wir die Saison noch mit einem Titel abschliessen können.»
Wie ernst Gross die Aufgabe nimmt, zeigt sich auch daran, dass er das Team am Samstag und am Sonntag in Magglingen auf Kunstrasen trainieren liess, um es auf die Verhältnisse im Wankdorf vorzubereiten: «Das Anforderungsprofil auf Kunstrasen ist anders. Der Ball nimmt viel Fahrt auf, deshalb müssen wir sehr präzise spielen.»
Den letzten von insgesamt sieben Cupsiegen realisierte der FCB 2003 mit einem diskussionslosen 6:0 gegen Neuchâtel Xamax. Mit von der Partie waren damals im Basler St.-Jakob-Park aus dem jetzigen Team Boris Smiljanic und Scott Chipperfield sowie Ivan Ergic, der in der Partie allerdings nicht eingesetzt worden war.
Möglicherweise können die Basler am Montag wieder auf Mladen Petric zählen. Der Kroate konnte am Freitag mit dem Ball trainieren. Ein Einsatz von Beginn weg ist aber eher unwahrscheinlich. Auch Ivan Rakitic, der am Donnerstag wegen Zahnbeschwerden nur zu einem Teileinsatz kam, wird wohl nur als Joker zum Einsatz kommen. Hinter dem Einsatz von Eduardo steht wegen einer Muskelverhärtung ein Fragezeichen.
Bei Aussenseiter Luzern wird neben dem Langzeit-Verletzten Gerardo Seoane eventuell auch der Brasilianer Makanaki wegen einer in Sion zugezogenen leichten Hirnerschütterung fehlen. Mauro Lustrinelli ist dank intensiver Therapie auf gutem Weg, spielen zu können. Auch die angeschlagen gewesenen Fabian Lustenberger, Lucien Mettomo und Tchouga sind wieder fit.
Habe selber das Spiel in einigen Kombis drin, das sollte eine klare Sache für Basel werden! Ich hab von Basel die letzten beiden Spiele im TV gesehen, sehr sehr stark, wenn die nur nicht am Anfang der Saison so schlecht gestartet wären... Anyway, der Cup heute ist die Entschädigung für die entgangene Meisterschaft und den wird man auch holen!
GL
Lach