SUI - SuperLeague
FC Zürich - FC St. Gallen (Fr 10.08.2007 19:45)
Der FC Zürich ist derzeit die beste Mannschaft in der Schweiz. Obwohl Zürich nur auf Platz 3 steht, stellt Challandes das beste Team der Liga. In der Schweiz findet man in keiner Mannschaft bessere Offensivkräfte. Rafael, Cesar, Alphonse, Chikhaoui und auch Abdi nehmen den Gegner auf eine technisch elegante und ebenso effektive Art auseinander, wie es nur brasilianische Strandfussballer können. Die halbe Mannschaft besteht aus Spielern, welche nur das gegnerische Tor vor Augen haben. Dazu kommen Fussballer wie Stahel und Aegerter, welche dem Team eine bedingungslose Kampfkraft zur Verfügung stellen und das Spiel aus der Deffensive aufbauen können. Vorallem Stahel steht auf der Aussenbahn immer frei und kann so, einmal angespielt, schnelle Angriffe einleiten und mit seinen Flanken, die entweder nicht ankommen oder eine riesen Torchance ergeben, dem FCZ die Zugkraft von hinten bringen. Und Tihinen steht als Abwehrchef eiskalt vor dem Tor, in welchem Leoni, welcher immer stärker wurde hütet.
Der FC St. Gallen zeigt eine jämmerliche Saison bisher. In den ersten vier Spielen schoss der Vorjahresfünfte erst ein Tor gegenüber acht Gegentoren. Und dieses resultierte auch nur durch einen Penalty. Seit Alex Tachie-Mensah verletzungsbedingt fehlt, ist St. Gallen offensiv nicht anwesend. Das Problem in St. Gallen fing in der Sommerpause an, als man es verpasste, neue Spieler einzukaufen. Der einzige Spieler in St. Gallens Reihen, welcher neben Alex fähig wäre Tore zu schiessen, ist Aguirre. Doch für die gegnerische Mannschaft, ist es ein Leichtes, einen einzigen Spieler auszuschalten. Als am Samstag Luzern zu Besuch war (war ebenfalls vor Ort), spielten die Luzerner fast die ganze Halbzeit ohne Stammtorhüter Zibung (Luzern hatte zu dem Zeitpunkt noch zwei Wechsel). Doch den St. Gallern gelang es kaum, den FCL offensiv zu beeindrucken. Wäre das nicht genug und wäre die Verteidigung wenigstens ein Bollwerk, könnte St. Gallen wenigstens auf Unentschieden spekulieren... Doch ausser Koubsky steht da hinten keiner mehr, der die Deffensive koordiniert und die wichtigen Zweikämpfe gewinnt. Denn St. Gallens Zellweger dürfte bald in Rente gehen und Garat und der neue Fernando werden vom Sturmlauf des Gegners oftmals überlaufen und können zu einfach ausgespielt werden. Derzeit fehlt in St. Gallens Abwehrreihen ausserdem Bernt Haas, der Neu- bzw. Fehleinkauf. Das Budget wurde für die falschen Spieler ausgegeben.
Zugegeben: In St. Gallen fehlt es zum Teil auch am nötigen Glück. Jedoch muss man, wie man so schön sagt „das Glück auch erzwingen“. Sie versuchen es zwar oft auf Biegen und Brechen, jedoch so unkoordiniert, dass jeder Angriff oft schon in der eigenen Hälfte abgefangen wird. Dass sich in St. Gallen vermehrt die Hoffnungslosigkeit macht, zeigte Vorgestern auch der eingewechselte Mendez, der sich kurz vor Schluss noch die verdiente rote Karte (Ellbogenschlag) abholen musste.
Mein Tip: 10/10 auf Heimsieg für 1.45@BetChance