Herren Riesenslalom Schladming Night Race 28.01 17:45/20:45 Uhr
Siegvorsprung 0,31 oder mehr Sekunden @ 2,2 Leovegas 2/10
Sehe ich als sehr realistisch, selbst wenn Odermatt auslässt. Der Hang ist recht lang, der Steilhang ist auch nicht ohne – auch wenn es vom Schnee her recht griffig sein wird. Sie werden salzen. Das Wetter ist morgen nicht gut, ein Mix aus Schnee und Regen.
Meillard Top 3 @ 4,0 1. Run hpybet 1/10
Meillard - Kristoffersen 1 @ 2,1 bwin 2/10
Meillard hat hier bereits gewonnen und war in allen vier Läufen der letzten zwei Jahre schneller als der Norweger. Die Quote ist meiner Meinung nach okay. Kristoffersen hat hier im Vergleich keine so guten Ergebnisse. Was ihm außerdem nicht entgegenkommt, ist der breite Hang mit großem Torabstand.
McGrath - De Aliprandini 1 @ 1,862 Pinnacle 2/10
Dieser Tipp geht in die gleiche Richtung. Der Italiener ist sehr agil und rutscht viele Tore an. Bei großem Abstand und weitem Radius ist das nicht immer die schnellste Linie. McGrath wird im Riesenslalom immer besser, seine Tendenz steigt von Saison zu Saison. Zwar war er hier noch nicht wirklich top, aber er fährt normalerweise die bessere Technik auf der Kante.
Dieses Jahr hat er bereits drei einstellige Ergebnisse in fünf Rennen erzielt (in Adelboden wäre er mit einer Top-4-Zeit durchgekommen). Letzte Saison hatte er insgesamt vier Top-10-Ergebnisse. Das bedeutet, dass der Norweger – bis auf ein Rennen – immer mindestens auf Augenhöhe oder besser als der Italiener war.
Verdu - Schwarz 1 @ 2,09 Pinnacle 2/10
Verdu ist für mich immer ein Geheimfavorit auf ein Podest, aber ich lasse es, sonst läuft es wie so oft in der Saison. Grundsätzlich ist Schwarz noch nicht lange wieder dabei, mit Höhen und Tiefen. Zuletzt dreimal in den Top 10, davon einmal im Riesenslalom auf Platz 8 – da war Verdu aber auch einen Platz vor ihm.
Morgen wird das Wetter schwierig, und Schwarz hat in den letzten zwei Wochen bereits sechs Rennen in den Beinen. Der Riesenslalom hier gehört zu den längeren Strecken. Verdu war im Ziel in den letzten sieben Rennen – bis auf einmal – nie schlechter als Platz 8. Er fällt zwar immer mal wieder aus, aber das Risiko ist hier aufgrund des großen Torabstands und der breiten Piste eher gering. Neun bzw. sieben Ausfälle in den letzten zwei Jahren im Weltcup sind auf diesem Niveau extrem wenig, wo jeder am Limit fährt.
Aerni - Favrot 2 @ 2,2 interwetten 2/10
Hier sehe ich Favrot vorne. Er fährt immer um die Top 10 mit und war letztes Jahr solider Zwölfter. Bei Aerni sehe ich eher Probleme. Die Strecke ist nicht so eng wie in Adelboden, dort hat er den siebten Platz im Steilhang gesichert. In Schladming ist der Kurs viel breiter und weiter zu fahren – das entspricht nicht seinem bevorzugten Schwung.
Sein vierter Platz in Val d’Isère war stark vom Wetter beeinflusst: Er fuhr von Platz 30 auf Platz 4 nach vorne. Ich habe selten ein Rennen gesehen, in dem sich die Bedingungen so stark verändert haben. Luca ist bei Sonne gefahren, während die letzten 10–12 Starter bei Schnee und Nebel unterwegs waren – das muss man dick ankreiden. Insgesamt ist Aerni im Riesenslalom zwar besser geworden, aber vor der Saison hatte er nur dreimal überhaupt Weltcup-Punkte geholt.
Vinatzer - Radamus 2 @ 1,961 Pinnacle 2/10
Auch hier geht der Tipp gegen den Slalom-Spezialisten. Vinatzer hat sich im Riesenslalom verbessert und immer wieder Top-Ergebnisse eingefahren, aber ich sehe den Amerikaner hier vorne.
Letztes Jahr lag Radamus nach dem ersten Lauf eine Sekunde vorne. Damals war die Strecke noch hart und eisig. Im zweiten Lauf hat die Piste dann etwas nachgegeben, Radamus fuhr mit Startnummer 23, während Vinatzer als Fünfter eine Top-Piste hatte. Das kann passieren. In Adelboden war Radamus ebenfalls knapp eine Sekunde schneller.
Spaß-Kombi: Steen Olsen - Tumler 1 @ 1,65 / Braathen - Feller 1 @ 1,5 / Anguenot - Feurstein 1 @ 1,65
Kombi @ 4,08 Leovegas 1/10
Anguenot Top 3 @ 15,0 admiral 0,5/10
Hier sage ich nicht viel dazu – wer es zum Mitfiebern braucht, kann es versuchen. Die Quoten sind einzeln nicht lohnenswert. Wer will, kann Steen Olsen rauslassen – da würde ich am ehesten sagen, dass er mit seinem Knie vielleicht Probleme bekommt. Im Riesenslalom hat er sich aber meist durch Fehler geschlagen, seine Sektorzeiten waren oft gut. Letztes Jahr wurde er hier Vierter, obwohl er in einer Tiefphase war. Der Kurs kommt ihm entgegen: weite Radien, viel Platz zwischen den Toren – da ist er normalerweise schneller als Tumler.
Braathen sollte hier ebenfalls gut fahren und seine Technik ausspielen. Feller war zwar letztes Jahr Zweiter, aber in dieser Saison war nicht viel dabei, was wirklich stark war. In Val d’Isère oder Adelboden war er vorher gut, aber diese Saison nicht. Ich denke, sein Fokus liegt eher auf dem Slalom, weil es dort für ihn deutlich mehr brennt als in den zwei Jahren zuvor.
Anguenot ist ein kleiner Geheimfavorit. In Adelboden hatte er eine Top-5-Zeit, davor wurde er in Alta Badia sensationell Zweiter. Er fährt eine richtig gute Technik. Aus Spaß lasse ich ihn für das Podest mitlaufen. Wenn er fehlerfrei runterkommt, hat Feurstein normalerweise keine Chance.