Ab dem 14. Oktober findet in Bonn derSchachweltmeisterschaftskampf zwischen Viswanathan Anand und Vladimir Kramnikstatt. Der Modus sieht 12 Matchpartien vor und einen 4 Spiele langen Tiebreak im Schnellschach, sollte es nach diesen 12 Spielen 6:6 unentschieden stehen.
Die Spieler:
Viswanathan Anand (Indien) – Hat sich durch seinen Sieg beim Weltmeisterschaftsturnier 2007 in Mexiko den Weltmeistertitel gesichert und verteidigt ihn nun. Seine größten Erfolge sind ansonsten zahlreiche Turniersiege v.a. in Monaco und Corus aber auch in Dortmund und Linares war er bereits siegreich. Er gilt als hervorragender Turnierspieler und zudem als wohl weltbester Schnellschachspieler.
Vladimir Kramnik (Russland) – Bekommt über Umwege aufgrund seines Sieges beim Vereinigungsmatch gegen Topalov 2006 eine Rematchchance. Sein größter Erfolg war die Enttrohnung von Garry Kasparov durch seinen 8,5:6,5 Sieg im Jahr 2000. Diesen Weltmeistertitel verteidigte er bisher in 2 weiteren Matches, 2004 gegen Leko und 2006 gegen Topalov, ehe er ihn 2007 in besagtem Turnier an Anand verlor. Er gilt eher als zäher, schwer zu schlagenderSpieler, dessen Stärken in Matches am Besten zu tragen kommen.
Spielstärke:
In der aktuellen Weltrangliste liegt Anand mit einer ELO-Zahl von 2783 auf Platz 5, direkt gefolgt von Kramnik mit einer Zahl von 2772. Die bisher beste Zahl Anands war 2803 vor 2 Jahren, Kramnik hatte sogarmal 2811 erreicht, allerdings schon im Jahre 2001. Kramniks Zahl war vor 2 Jahren auf einem historischen Tiefpunkt (evtl. bedingt durch eine bei ihm damals diagnostizierte seltsame Form von Athritis), doch sowohl Krankheit als auch Tief hat er überwunden ist wieder auf altem Niveau. => evtl. leichter Vorteil Anand
Form:
In den vergangenen 12 Monaten spielte Anand 3 Turniere und hatte noch vereinzelte Einsätze in der Bundesliga und dem European Club Cup. Insgsamt erreichte er einen Score von 23 aus 42 gegen ein Gegnerniveau von 2733, was einer ELO-Performance von 2783 entspricht.
Kramnik trat bei 4 Turnieren an, erspielte insgesamt 21 Punkte aus 38 Partien gegen einen Schnitt von 2727, womit seine Performance bei 2777 lag.=> ausgeglichen
Head-to-head:
In Partien mit klassischer Bedenkzeit trafen beide 51 mal aufeinander. Kramnik führt hier mit 6:4 bei 41 Remis.
Im Schnellschach liegt Anand klar vorne 10-34-2, in Blindpartien und advanced chess wiederum Kramnik 4-6-3 bzw. 1-7-0. => Vorteil Kramnik
Erfahrung:
Beide schon sehr lange in der Weltspitze, kennen sich auch in und auswendig. Anand ist jedoch noch relativ unerfahren in langen Matches, da er Turniere präferiert. Kramnik hat durch seinen Sensationssieg gegen Kasparov, seine haarscharfe Titelverteidigung gegen Leko (Kramnik musste die letzte Partie gewinnen und tat dies) und das Skandalmatch gegen Topalov (Toiletgate) bereits einiges erlebt. => Vorteil Kramnik
Psychologie:
Gerade bei Matches, die sich über Wochen hinziehen, spielt die psychologische Komponente eine nicht unwichtige Rolle, oft werden so einige Spielchen gespielt. Während ich dem zurückhaltenden, stets höflichen Anand hier wenig zutraue, ist Kramnik da mit allen Wassern gewaschen und hat bereits vor Wochen in einem Interview die ersten Sticheleien begonnen. Könnte eine schwierige Situation für Anand werden. => leichter Vorteil Kramnik
Körperlicher Zustand:
Auch kräftemäßig verlangt einem so ein Match einiges ab. Heutzutage haben auch Schachspieler Fitnesstrainer und beide sollten körperlich topfit sein, zumal es hier keinen Unterschied zu einem größeren Turnier geben sollte. Kramniks Krankheit ist überwunden, dennoch verbleibt dahinter vielleicht ein kleines Fragezeichen. => leichter Vorteil Anand
Sekundantenteam:
Große Weltmeisterschaftskämpfe werden oft auch durch das Team hinter den Spielern entschieden, die eigene Eröffnungswaffen vorbereiten und die des Gegners entschärfen sollen. Es ist unmöglich hier einen Vorteil auszumachen, da schon um die Besetzung der Teams ein Geheimnis gemacht wird (Carlsen in Anands Team?) aber man muss berücksichtigen, dass hier eine Unbekannte mit reinspielt, was generell für den Außenseiter spricht. => unklar
Fazit:
Zwei ungefähr gleich starke Spieler treffen aufeinander. Während die größere Konstanz in den letzten Jahren für Anand spricht, sollte das Kramnik durch seine größere Erfahrung in Matches, die seine Spezialität sind, mindestens ausgleichen können. Ein Vorteil für Anand ist die Tatsache, dass ihm ein Unentschieden nach 12 Partien reichen sollte, da er in einem Schnellschach-Tiebreak klarer Favorit wäre.
Die Spieler:
Viswanathan Anand (Indien) – Hat sich durch seinen Sieg beim Weltmeisterschaftsturnier 2007 in Mexiko den Weltmeistertitel gesichert und verteidigt ihn nun. Seine größten Erfolge sind ansonsten zahlreiche Turniersiege v.a. in Monaco und Corus aber auch in Dortmund und Linares war er bereits siegreich. Er gilt als hervorragender Turnierspieler und zudem als wohl weltbester Schnellschachspieler.
Vladimir Kramnik (Russland) – Bekommt über Umwege aufgrund seines Sieges beim Vereinigungsmatch gegen Topalov 2006 eine Rematchchance. Sein größter Erfolg war die Enttrohnung von Garry Kasparov durch seinen 8,5:6,5 Sieg im Jahr 2000. Diesen Weltmeistertitel verteidigte er bisher in 2 weiteren Matches, 2004 gegen Leko und 2006 gegen Topalov, ehe er ihn 2007 in besagtem Turnier an Anand verlor. Er gilt eher als zäher, schwer zu schlagenderSpieler, dessen Stärken in Matches am Besten zu tragen kommen.
Spielstärke:
In der aktuellen Weltrangliste liegt Anand mit einer ELO-Zahl von 2783 auf Platz 5, direkt gefolgt von Kramnik mit einer Zahl von 2772. Die bisher beste Zahl Anands war 2803 vor 2 Jahren, Kramnik hatte sogarmal 2811 erreicht, allerdings schon im Jahre 2001. Kramniks Zahl war vor 2 Jahren auf einem historischen Tiefpunkt (evtl. bedingt durch eine bei ihm damals diagnostizierte seltsame Form von Athritis), doch sowohl Krankheit als auch Tief hat er überwunden ist wieder auf altem Niveau. => evtl. leichter Vorteil Anand
Form:
In den vergangenen 12 Monaten spielte Anand 3 Turniere und hatte noch vereinzelte Einsätze in der Bundesliga und dem European Club Cup. Insgsamt erreichte er einen Score von 23 aus 42 gegen ein Gegnerniveau von 2733, was einer ELO-Performance von 2783 entspricht.
Kramnik trat bei 4 Turnieren an, erspielte insgesamt 21 Punkte aus 38 Partien gegen einen Schnitt von 2727, womit seine Performance bei 2777 lag.=> ausgeglichen
Head-to-head:
In Partien mit klassischer Bedenkzeit trafen beide 51 mal aufeinander. Kramnik führt hier mit 6:4 bei 41 Remis.
Im Schnellschach liegt Anand klar vorne 10-34-2, in Blindpartien und advanced chess wiederum Kramnik 4-6-3 bzw. 1-7-0. => Vorteil Kramnik
Erfahrung:
Beide schon sehr lange in der Weltspitze, kennen sich auch in und auswendig. Anand ist jedoch noch relativ unerfahren in langen Matches, da er Turniere präferiert. Kramnik hat durch seinen Sensationssieg gegen Kasparov, seine haarscharfe Titelverteidigung gegen Leko (Kramnik musste die letzte Partie gewinnen und tat dies) und das Skandalmatch gegen Topalov (Toiletgate) bereits einiges erlebt. => Vorteil Kramnik
Psychologie:
Gerade bei Matches, die sich über Wochen hinziehen, spielt die psychologische Komponente eine nicht unwichtige Rolle, oft werden so einige Spielchen gespielt. Während ich dem zurückhaltenden, stets höflichen Anand hier wenig zutraue, ist Kramnik da mit allen Wassern gewaschen und hat bereits vor Wochen in einem Interview die ersten Sticheleien begonnen. Könnte eine schwierige Situation für Anand werden. => leichter Vorteil Kramnik
Körperlicher Zustand:
Auch kräftemäßig verlangt einem so ein Match einiges ab. Heutzutage haben auch Schachspieler Fitnesstrainer und beide sollten körperlich topfit sein, zumal es hier keinen Unterschied zu einem größeren Turnier geben sollte. Kramniks Krankheit ist überwunden, dennoch verbleibt dahinter vielleicht ein kleines Fragezeichen. => leichter Vorteil Anand
Sekundantenteam:
Große Weltmeisterschaftskämpfe werden oft auch durch das Team hinter den Spielern entschieden, die eigene Eröffnungswaffen vorbereiten und die des Gegners entschärfen sollen. Es ist unmöglich hier einen Vorteil auszumachen, da schon um die Besetzung der Teams ein Geheimnis gemacht wird (Carlsen in Anands Team?) aber man muss berücksichtigen, dass hier eine Unbekannte mit reinspielt, was generell für den Außenseiter spricht. => unklar
Fazit:
Zwei ungefähr gleich starke Spieler treffen aufeinander. Während die größere Konstanz in den letzten Jahren für Anand spricht, sollte das Kramnik durch seine größere Erfahrung in Matches, die seine Spezialität sind, mindestens ausgleichen können. Ein Vorteil für Anand ist die Tatsache, dass ihm ein Unentschieden nach 12 Partien reichen sollte, da er in einem Schnellschach-Tiebreak klarer Favorit wäre.