Bundesliga fördert Rasenheizungen
Die Frühjahrs-Saison hat noch nicht einmal richtig begonnen und wir haben bereits die ersten Verschiebungen in der t-Mobile Bundesliga. Die damit drohende Terminnot im Spielplan, vor allem in der T-Mobile Bundesliga, wo es erfahrungsgemäß schwerer ist, Ersatztermine zu finden, möchte ich zum Anlass nehmen, das Thema der Rasenheizungen in unseren Stadien wieder einmal aufzurollen.
Diskussionen über den Einbau bei neuen Stadien oder die Nachrüstung in bestehenden Stadien kommen jedes Jahr wieder. Spätestens nach den ersten wetterbedingten Verschiebungen in den oberen Spielklassen, wird alljährlich bewusst, dass in unseren Breiten - vor allem im Frühjahr – die Durchführung des Spielbetriebes sehr schwierig sein kann. Um die angesprochene Terminnot abzuwenden, wäre es für alle Vereine empfehlenswert, die Stadien mit Rasenheizungen auszustatten.
Die Kosten für den Einbau einer Rasenheizung werden fälschlicher weise oft extrem hoch beziffert, liegen aber mit einem Investitionsbetrag ab rund € 200.000,- in einer tatsächlich durchaus leistbaren Höhe. Nachrüstungen mit einfach verlegbaren Heizstäben, bei denen das Stadion nach rund zwei Wochen wieder normal bespielbar wäre, stellen üblicherweise die günstigste Variante dar.
Diese Investition kann sich bereits innerhalb weniger Jahre bezahlt machen, weil neben der Reduktion des durch Spielverschiebungen verursachten wirtschaftlichen Schadens auch durch bessere Auftrocknung Spiele bei „tiefem“ Boden und die daraus notwendigen Platzreparaturen seltener werden.
Wünschenswert wäre überall eine Situation wie im Grazer Stadion. Unabhängig von der Tageszeit gut bespielbare Plätze, weniger Kosten für Platzreparaturen und was das wichtigste ist, eine wesentlich geringere Verletzungsgefahr für die Spieler.
Bundesliga fördert Rasenheizungen
Die Bundesliga hat bereits vor einigen Jahren Rasenheizungen in ihr Förderprogramm aufgenommen. Aufgrund des genau zu kalkulierenden Budgets der Bundesliga können natürlich nicht allen Vereinen gleichzeitig die Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.
Mit einem vernünftigen Zeitplan wäre aber das große Ziel, alle Stadien mit einer Heizung auszustatten, in relativ kurzer Zeit erreichbar. Voraussetzung ist natürlich die Bereitschaft der Vereine, auch ihren Teil dazu beizutragen. Gespräche in diese Richtung werden von der Bundesliga in nächster Zeit initiiert werden.
Derzeit sind Rasenheizungen im Lizenzierungsverfahren der Bundesliga als Kriterium C angeführt. Die Bundesliga gibt damit an alle Vereine eine starke Empfehlung ab, in ihren Arenen Rasenheizungen einzubauen. Zwingend vorgeschrieben sind sie aber nur bei Neubauten bzw. Generalsanierung des Spielfeldes.
Bei Spielverschiebungen aufgrund nicht bespielbarer Rasenplätze könnte die Bundesliga gemäß diesen Bestimmungen die Vereine mit finanziellen Sanktionen belegen. Dies wird aber derzeit nicht so gehandhabt, da es nicht sinnvoll erscheint, einem Verein zum durch Absagen entstandenen wirtschaftlichen Schaden noch zusätzlich zu belasten.