Offene Corona-Diskussion

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Der Kernpunkt ist halt der und das wird jetzt ja in der Palmer-Diskussion deutlich, dass wir halt gerade mit dem Shutdown zwar ein paar Menschenleben retten und unter Umständen ein paar Monate verlängern zum Preis, dass wir eine Weltwirtschaftskrise riskieren bzw. schon eingeläutet haben, an deren Folgen weitaus mehr, vermutlich exorbitant mehr, zugrunde gehen werden. Es werden also über kurz oder lang Menschenleben geopfert um andere Menschenleben retten zu können. Das hört sich alles sehr brutal an aber genau so ist doch leider die Sachlage nüchtern betrachtet. Dass jetzt über Palmer hergezogen wird, wie menschenverachtend er sei usw. geht voll an der Sache vorbei.

Wozu gibt es in Ethik das Experiment mit dem Kommunitarismus. Wenn Du drei, fünf, zwölf Menschen retten könntest und musst dabei einen einzigen anderen opfern (das bekannte Zugbeispiel mit der Schiene), würde jeder gesunde Menschenverstand sagen: Na klar wir retten die Gruppe auch wenn wir dafür einen einzelnen opfern müssen. Diese Überlegungen werden sogar benutzt in psychologischen Tests, um zu überprüfen, ob jemand geistig gesund ist, denn nur ein Psychopath würde entscheiden, dass er den einzelnen rettet und die Gruppe dafür opfert.

Wendet man dieses Beispiel auf den Shutdown an, kann man es drehen und wenden wie man will. Wir haben dermaßen Angst, dass wir versuchen die Angst zu kontrollieren und in Wirklichkeit laufen wir nur weg von der Angst. Das sagte schon Demokrit im alten Griechenland: Wer vor der Angst flieht, den verfolgt die Angst. Ich hoffe es wird verstanden um welchen Punkt es mir geht: Um die grundsätzliche Einstellung zum Leben. Wer Angst vor dem Tod als oberste Maxime seines geistigen Daseins macht, ist bereits tot. So ist das Leben ganz bestimmt nicht gedacht. Was mussten Generationen vor uns opfern, damit es anderen besser ging. In den Kriegen starben GIs damit wir heute Coca Cola saufen können.

Ich schreibe das alles völlig ohne große Emotion, es ist aber eine absolut berechtigte Perspektive sich zu fragen, was dieser Shutdown über unser Lebensverständnis aussagt.
 
Bei allem Respekt, aber lies dir deine anderen Beiträge in diesem Thema durch und dann reden wir nochmal drüber, ob das der Punkt ist, worum es dir bis gestern ging.

Ja, gut erkannt, das ist ja genau der Punkt, dass ich immer klarer erkenne, dass es bei der ganzen Diskussion ja gar nicht um die ganzen Meinungen usw. geht sondern was wir aus der Situation als Ganzes machen, vlt. sogar lernen. Kritik, die differenzieren kann, ist sicherlich auch bei mir untergegangen hier und da - aber letztlich geht es vlt. sogar nicht einmal darum. Denn, wenn ich mich, egal ob ich blind den Maßnahmen, der Politik oder den Verantwortlichen traue oder ob ich VTs konstruiere - beides mal bringe ich mich in eine Position der Schwäche bzw. der Ohnmacht und vermeide beides mal genau die Selbstverantwortung, um die es eigentlich geht - die ohne Angst auskommt und ohne Panik, ohne dass sie dafür einen Grund braucht (Zustimmung oder Ablehnung des Soseins). Das wird zumindest bei mir hier immer klarer und das ist ein gutes Gefühl. Jeder Krise ist Entwicklung und Katalysator.
Juhu, ich habe meinen Philosophischen, das sind die besten Tage
 
Ist ja gut, da postet man Fakten und der Beitrag "verschwindet" wieder einmal, und das obwohl da nix strafbares drinstand.

Vielen Dank an Flo für eine jederzeit faire und niemals diskrininierende Diskussion

Hier noch einmal hunterttausende kritische Kommentare gegenüber dem "Philanthropen" und Bevölkerungsreduzierer Bill Gates:

https://www.instagram.com/p/B-moNMAAK49/

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht."

Das ganze gibts übrigens auch auf Deutsch, 700k Aufrufe, die Kommentare sprechen Bände:

https://www.youtube.com/watch?v=LfbbikCPoHk&feature=emb_logo
 
Zuletzt bearbeitet:
Einer der sich nicht blenden lassen tut.

https://youtu.be/Jx27kmGnd7s
Unabhängig davon, wie sehr die Worte inhaltlich überzeugen oder nicht, was für mich wieder unangenehm heraus sticht ist die Sichtweise auf Entscheidungsträger in Politik und Wissenschaft.
Diese werden praktisch allesamt als inkompetent, dumm, korrupt, amoralisch dargestellt.

Sicher habe ich nur sehr sehr wenig Erfahrung diesbezüglich (Schul- & Unigremien, wenige persönliche Kontakte), aber meine Begegnungen mit 'Leuten in Positionen' waren da anders.
Meist Gespräche geprägt von Offenheit, Interesse & Abwägung mit Menschen, die mir idR sehr intelligent, empathisch und verantwortungsvoll wirkten.

Deswegen verstehe ich so ein negatives Welt- & Menschenbild nicht, wie es mir bei den schärfsten Kritikern des bisherigen Maßnahmenverlaufs vorherrschend zu sein scheint.
 
Einer der sich nicht blenden lassen tut.

https://youtu.be/Jx27kmGnd7s

Das Video wurde gelöscht. Ich glaube du meintest das von gestern auf ServusTV, oder? -> https://www.servustv.com/videos/aa-23ud73pbh1w12/

Unabhängig davon, wie sehr die Worte inhaltlich überzeugen oder nicht, was für mich wieder unangenehm heraus sticht ist die Sichtweise auf Entscheidungsträger in Politik und Wissenschaft.
Diese werden praktisch allesamt als inkompetent, dumm, korrupt, amoralisch dargestellt.

Sicher habe ich nur sehr sehr wenig Erfahrung diesbezüglich (Schul- & Unigremien, wenige persönliche Kontakte), aber meine Begegnungen mit 'Leuten in Positionen' waren da anders.
Meist Gespräche geprägt von Offenheit, Interesse & Abwägung mit Menschen, die mir idR sehr intelligent, empathisch und verantwortungsvoll wirkten.

Deswegen verstehe ich so ein negatives Welt- & Menschenbild nicht, wie es mir bei den schärfsten Kritikern des bisherigen Maßnahmenverlaufs vorherrschend zu sein scheint.

Die Wortwahl ist teilweise leider recht untergriffig, von beiden Seiten. Experten die der Regierung widersprechen werden auch gerne als Verschwörungstheoretiker abgetan, unser Kanzler Kurz hat alle als "dumm" bezeichnet die Covid mit der Grippe vergleichen. Jene Experten die anderer Meinung sind, sind teilweise Uni-Professoren, Ärzte mit zig Jahren Erfahrung die sich mit Viren besser auskennen als der Kanzler. Da kann es schon mal auf lil-Niveau hin und her gehen. [[grin]]

Was anderes hapax, du als Zahlen-Jongleur: Was hältst du von dieser Theorie, dass die Ausbreitung des Virus auf einem statistischen Trugschluss beruht?
Uni Regensburg: https://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/1064701.html
Heise: https://www.heise.de/tp/features/Di...s-der-Coronavirus-Neuinfektionen-4709977.html
 
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Was anderes hapax, du als Zahlen-Jongleur: Was hältst du von dieser Theorie, dass die Ausbreitung des Virus auf einem statistischen Trugschluss beruht?
Uni Regensburg: https://www.uni-regensburg.de/presse...g/1064701.html
Heise: https://www.heise.de/tp/features/Die...n-4709977.html
Soweit ich es mitbekommen habe, waren die Zusammenhänge & mögliche Fehlinterpretationen bei der steigenden Testanzahl bekannt und dies wurde in den von mir gelesenen/gehörten Artikeln/Äußerungen auch meistens adressiert.

Die bessere Abschätzung des tatsächlichen Infektionszeitpunktes kam (auch) für mich vor 1-2 Wochen neu dazu.
Die Einschätzung & Diskussion bzgl. der Wirkung einzelner Maßnahmen scheint mir dadurch etwas weniger auf Spekulation angewiesen zu sein.
 
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Experten die der Regierung widersprechen werden auch gerne als Verschwörungstheoretiker abgetan, unser Kanzler Kurz hat alle als "dumm" bezeichnet die Covid mit der Grippe vergleichen. Jene Experten die anderer Meinung sind, sind teilweise Uni-Professoren, Ärzte mit zig Jahren Erfahrung die sich mit Viren besser auskennen als der Kanzler. Da kann es schon mal auf lil-Niveau hin und her gehen. [[grin]]

Die Ärzte die der Regierung widersprechen, denen droht ja ein Entzug der Zulassung. Die Kleine Zeitung Steiermark hat vor ein paar Tagen darüber berichtet.

Kanzler Kurz sagt am 6. März in der ZiB (als das ganze mehr oder weniger los ging) das er nicht verstehe warum die Menschen haufenweise Schutzmasken kaufen, weil diese ja e nichts helfen. Warum sollen wir dann plötzlich alle damit rumlaufen? In einem der beiden Fälle hat er entweder gelogen, oder hat selber keine Ahnung.
Ganz zu schweigen davon, das die Regierung ja völlig gezielt Angst verbreitet hat. Da frag ich mich dann halt schon: Lassen sich mit der Wahrheit, die ganzen Maßnahmen nicht aufrecht erhalten? Warum macht die Regierung das?

Das Politiker generell ehrlich sind, und es immer alle nur gut meinen mit uns, glaub ich persönlich nicht. Wird sicher viele geben, vielleicht sogar der Großteil, aber letzten Endes interessieren die sich doch auch nur für die Dicke ihrer Geldtasche. Man sehe sich nur die Verstrickungen eines Karl Heinz Grassers an. Was ist mit dem BUWOG Skandal? Lucona, mit dem ehemaligen Pensionistenvertrer Karl Blecha, der hier Tote in Kauf nahm? Die Eurofighter Causa? Ist zwar alles "nur" in Österreich, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es in den Deutschland sehr viel besser ist.

Und dieses ganze Impfgerede erfüllt mich persönlich auch nicht gerade mit Freude. Ich bin kein Gegner von Impfen generell. Allerdings bin ich dagegen mich mit einem Wirkstoff impfen zu lassen, der Bestenfalls ein Jahr oder anderthalb erprobt ist. Wer kann dir da etwas zu Langzeitfolgen/ Schäden sagen? Immerhin dauert die Entwicklung bis zur Marktreife im Schnitt 11 Jahre, bis ein Impfstoff tatsächlich zugelassen wird. Und das sollen wir jetzt alle rein spritzen? Ich meine wer will und das für notwendig hält, bitte schön. Soll jeder machen wie er glaubt. Ich find das nicht so prickelnd.
Denn auch wenn ich Grouchos Ansicht nicht teile, was ist wenn er mit Bill Gates und dieser ganzen "Impfagenda" recht hat???? Denn zu 100% ausschließen kann ich es leider nicht.
Und ganz ehrlich wenn ich da darüber nachdenke, dann bekomm ich es mit der Angst zu tun. Ihr könnt mich jetzt gerne Angsthase, Schisser, Verschwörungstheoretiker, Volltrottel oder sonst was bezeichnen (wenn euch kreative Beleidigungen einfallen, dann bitte in die Kommentare damit :) lieber wärs mir, wenn mir jemand meine Fragen ernsthaft beantworten kann.
 
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