MMA Wetten 2022

UFC Fight Night 04.06.2022

Gesamt:
3/10 Evloev + Mozharov vs Menifield under 1.5 Rounds 1.8q @ Pin
3/10 Munoz Jr 2q @ Pin
1/10 Munos Jr by Submission 3.43q @ Pin
1.5/10 Michailidis vs Falhretdinov unter 1.5 Runden 2.16q @ Pin
1/10 Alex Da Silva 2.41q @ Pin
1/10 Stolze 2.37q @ Pin
1/10 Rozenstruik by KO/TKO 2.94q @ Pin
1/10 Botelho 2.09q @ Pin

Also da macht man sich echt Arbeit und freut sich auf die Card und am Ende sieht es so aus als ob ich extra falsche Tipps anbiete. Wobei, würde ich bewusst falsche Tipps anbieten, wäre es wohl nicht so erfolgreich gewesen. Rozenstruik, Botelho, Stolze, Munoz war alles absoluter Schrott. Bei Da Silva wird man noch von diesen geisteskranken Judges/ Refs betrogen. Bei Rozenstruik und Munoz wird viel zu früh abgebrochen, verloren hätten die dann aber wohl trotzdem. Bei Stolze war es fast lachhaft, viel mehr anklingeln kann man den Gegner zu Beginn eines Kampfes nicht und dann macht der daraus genau nichts. Als Trainer würde ich Stolze schützen und nicht mehr in solchen Orgas kämpfen lassen. Lieber drei Klassen tiefer bei We Love MMA oder sowas.

Glorreiche -7.4 was einen wirklich zweifeln lassen. Naja, ich probiere es nächste Woche noch mal bei der Singapur Card, ansonsten gibts ne lange Pause. Sorry für den Blödsinn.
 
Joselyne Edwards vs Ramona Pascual

Pascual (6-3), aus Hong Kong und damit quasi ein Heimspiel, trainiert bei Syndicate, ist sehr kräftig und macht gute Arbeit im Clinch. Ihr Double Leg Takedown ist auch sehr stark. Sie kann durch Ihre physischen Vorteile die Gegnerinnen eigentlich gut am Cage oder auf der Matte dominieren. Gegen Nunes sich aber gut verprügeln lassen, jedoch dort Herz gezeigt.

Edwards (10-4), trainiert bei Kings MMA, hat gutes Striking, ist hier aber zum ersten Mal eine Gewichtsklasse höher am Start. In der leichteren Gewichtsklasse aber zuletzt 2x komplett dominiert worden. Gegen Karol Rosa noch ok, aber gegen Clark ist dann schon alarmierend. Ihr einziger Sieg in der UFC war gegen Wu, welche nichts in der UFC zu suchen hat. Ihre anderen Siege waren bis auf Brenda Gonzales gegen Rookies oder Minus Bilanzen.

Edwards wurde bisher von jeder Gegnerin am Cage kontrolliert, sie hat nur eine 47% Takedown Defense (Clark alleine 5x). Edwards gibt dazu Ihren Rücken oft dem Gegner. Dementsprechend ist Sie irgendwie immer in der Defense.

Im Striking sehe ich Edwards vorne, aber Pascual hat hier definitiv gute Chancen durch Controll Time Runden zu gewinnen. Edwards sah bisher in der UFC nicht besonders gut aus, hat keinen Sieg gegen gute Gegnerinnen und dürfte hier eigentlich keine so eindeutige Favoritin sein. Pascual ist auch kein Megatalent, aber ein paar Homegrown Winner will man doch wohl auf einer Card haben. Pascual könnte diese sein, evtl. wurde Sie so auch gematched.

Beide sahen vernünftig beim Weigh In aus. Pascual hat schon riesige Oberschenkel im Vergleich zu Edwards. Ich denke der Kräftevorteil könnte einen knappen Sieg by Decision stehlen.

Silvana Gomez Juarez vs Na Liang

Für mich eine etwas ähnliche Ausgangslage wie bei Edwards vs Pascual. Na Liang (19-5) ist eine der wenigen Frauen welche eine Do or Die Taktik an den Tag legt und unfassbar viele KO wins hat. Mit viel Erfahrung, auch gegen gute Gegner wie Velasquez, Agapova oder zuletzt Carnelossi. Na Liang ist auch erst 25 Jahre alt und hat daher viel Erfahrung und noch Zeit sich zu entwickeln. Gegen Carnelossi ist Sie all in gegangen, hat in der 1. Runde fast durch KO gewonnen, aber Carnelossi auf Stoff ist einfach auf Zombie Mode durch die Schläge gerannt.

Bei der Gegnerin fragt man sich schon was das soll. Silvana Gomez Juarez kommt hier als 37-Jährige mit einer 10-4 Bilanz und 2 Erstrunden Niederlagen in Folge. Gegen eine Demopoulos die niedrigstes UFC Level ist und eine Lupita Godinez. Auch gegen Lipski hat Sie vor 4 Jahren in KSW eindeutig verloren. Kein einziger Sieg gegen eine vernünftige Gegnerin und eigentlich steht Sie hier auch am Ende der Karriere.

Na Liang ist groß und hat eine weite Range. Sehr kräftig für die Division, lässt sich leicht treffen, verteilt aber auch viele Bomben. Sehr guter Prelim Fight wo man eigentlich nur eines für die „Heimkämpferin“ erwarten sollte... viel Action und ein vorzeitiger Sieg.

Gomez Juarez ist im BJJ in etwa so gut wie ich, hat wirklich eine grauenhafte Submission Defense, selbst wenn Sie eigentlich in der offensiven Position. Im striking ist sie akzeptabel, aber eben auch ein schwaches Level. Na Liang ist eigentlich eine talentierte Kämpferin, von der sich die UFC was verspricht. Bei Carnelossi ging das Do or Die schief, hier erwarte ich aber nach etwas Pause eine steigende Lernkurve. Gomez Juarez ist am Ende der Karriere, hat vorher aber auch nichts draufgehabt und ich sehe hier einen vorzeitigen Sieg bei Na Liang.

Einzige Chance für Gomez Suarez ist ein Sieg in Rd. 3, falls Na Liang wieder komplett an Kondition einbüßt und dann paar Schläge sitzen. Für mich fast sogar ein Set Up Fight. Daher ist die Quote kaum nachvollziehbar. Aber es ist immer noch Damen MMA…

Keine Auffälligkeiten beim Weigh-In oder Face Off. Langsam scheint das Geld auf Na Liang zu gehen. Ich haue meins auch drauf.


Kyung Ho Kang vs Danaa Batgerel

Von Danaa (12-3) bin ich ein kleiner Fan. Hier in einem Asiatischen Duell ohne Heimvorteil, aber er ist in der UFC schon bekannt. 5 Kämpfe und steht 3-2. Gute Gegner mit Natividad oder Gutierrez gehabt. Auch einer der in der 1. Runde komplett reinhaut. Harte Bomben, viel Output und zuletzt gegen Gutierrez eigentlich schon gewonnen. Dann wie auch immer in Runde 2 plötzlich komplett eingebrochen. Ich denke er hat davon gelernt, ich fahre den Danaa Train weiter.

Ho Kang (17-9) ist schon lange in der UFC, aber relativ unauffällig. Mit 10 UFC Fights 6-1-3 schon gut Erfahrung. Zuletzt aber überschaubare Leistungen gegen allesamt überschaubare Gegner. Zweimal Split Decision Wins gegen Leute die nicht mehr in der UFC sind und gegen einen Yahya komplett untergegangen. Insgesamt auch in den letzten 3 Jahren genau 1x gekämpft und sehr schlecht ausgesehen. Normalerweise nutzt Ho Kang sein Wrestling und grinded zum Sieg, gegen Yahya, welcher keine Kondition hat, war er aber selbst in der 3. Runde chancenlos.

Bei Danaa sehe ich einfach einen sehr starken Kämpfer, welcher den Gegner schon in der 1. Runde anklingelt. Ich hoffe er hat aus dem letzten Kampf gelernt und teilt sich die Kraft etwas ein. Ho Kang geht normalerweise nicht KO, aber kämpft auch immer sehr knapp. In der 1. Runde sehe ich Danaa klar vorne, mit bisschen mehr Management auch die 2. Runde. Auf dem Niveau von Gutierrez ist Ho Kang auf keinem Fall, im Striking sollte er komplett unterlegen sein und im Grappling sehe ich Ho Kang auch nicht stark genug. Danaas schlechte Takedown Defense stammt alles von seinem 1. Fight vs Alateng. Seitdem hatte er mit Wrestling keine Probleme mehr.

Auch hier kann man nichts aus dem Weigh-In oder Face Off lesen. Viel Geld ist langsam auf den Koreaner, zu der Odd spiele ich Danaa gerne. Vorher war ich am überlegen, ob die Odd nicht zu gering sei, aber nun bei fast even Odds steige ich gerne ein.


Andre Fialho vs Jake Matthews

Fialho ist der momentan wohl fleißigste UFC Kämpfer. In weniger als 6 Monaten wird er nun seinen 4. Kampf haben. Vor 1 Monat erst VanCamp besiegt. Fialho hat nach seiner ersten Niederlage vs Pereira nach vielen Fights gefragt, die hat er nun bekommen. Mit Pereira und auch Baeza zwei gute gekämpft, insbesondere Pereira war als 1. UFC Fight durchaus sportlich. Van Camp war natürlich Schrott, das darf man gar nicht werten.

Fialho hat sehr starke Fäuste, guten Volume und sehr starke Takedown Defense. Wobei er bisher auch nicht gegen tolle Wrestler kämpfen musste. Er ist jemand der den Kampf schnell beenden kann, allerdings ist er auch jemand der viel kassiert. Insgesamt 6.75 Strikes Absorbed per Min. Das ist in der Gewichtsklasse schon enorm, verwunderlich, dass er bisher nicht KO gegangen ist. Er wurde aber immer wieder angeklingelt. Fialho ist also sehr hittable.
Mit Matthews kommt nun sein stärkster Gegner seit Perreira. Sehr erfahrener UFC Kämpfer, obwohl erst 27 Jahre alt. Seit 2014 in der UFC, also mit 19 Jahren schon. Viele gute Leute wie Vick, Kevin Lee, Jingliang Li und Brady gekämpft. Overall in der UFC eine Bilanz von 10-5, aber wie gesagt auch teilweise wirklich gute Gegner gehabt. Gegen Brady hat er zuletzt verloren, aber Brady ist aus meiner Sicht jemand der auf dem Weg in die Top 5 ist. Matthews hat auch gut Fäuste, ich traue Ihm zu hier im Striking mithalten zu können. Dazu hat er eine viel bessere Defense im Striking. Er bekommt wenig Schläge, ist elusive, schnelle Bewegungen und einfach unbequem zu kämpfen. Er hat gutes Grappling, gute Submission Offense. Probleme bekommt er gegen bessere Grappler. Kevin Lee (in seiner Prime), Anthony Martin, Vick, Brady. alles in etwa gleich abgelaufen. Fialho hat aber in dem Fall gar nicht das Skillset um so zu grapplen. In dem Fall wird Matthews klare Vorteile haben.

Ji Liang ist ein ähnlicher Kämpfer wie Fialho. Harte Bomben, gutes Boxen, kann sich einigermaßen gegen schwächere Grappler verteidigen. Gegen Ji Liang hat Matthews aber gezeigt, dass er mit solchen Leuten gut umgehen kann.

Was mich zu Matthews bewegt ist die Menge an Fights in so kurzer Zeit inkl. neuer Umgebung, inkl. Step Up in Competition. Jeden Monat ein Weight-Cut in der Gewichtsklasse ist an für sich schonmal fragwürdig, dazu kaum Vorbereitung auf den Gegner klappt gegen einen VanCamp, aber nicht gegen einen Matthews. Dazu sah Fialho gegen Baeza und auch VanCamp nicht so stark aus. Klar, spektakulärer KO, aber davor war das eher Durchschnitt mit Treffern der Gegner. Nicht zu unterschätzen ist auch der Austragungsort. Dauernd hin und her reisen, inkl. Zeitunterschied. Mal Portugal, mal Las Vegas, mal New York, mal Singapur. Ich denke hier übertreibt Fialho mit der Menge an Kämpfen in so kurzer Zeit.

Immer mehr Geld scheint auf Matthews zu gehen. Da bin ich wirklich sehr gespannt. Beim Weigh-In sahen beide vernünftig aus.


Jiri Prochazka vs Glover Teixeira

Prochazka ist der neue Liebling im LHW. Seien KOs sind spektakulär, er sieht interessant aus und das LHW ist eh etwas am Schlafen. Daher hat er nun relativ schnell den Title Fight bekommen. Prochazka sagt von sich selbst, dass er den Druck spürt und der Aufstieg schneller kam als gedacht. Zum ersten Mal ist er wirklich haushoher Favorit, dazu noch als Main Fight auf einer nummerierten UFC Card um den Titel. Gegen einen der erfahrensten Kämpfer und MMA Legende. Im Striking ist er natürlich unfassbar gefährlich und auch vor der UFC schon in ordentlichen Organisationen geliefert. Eine 96.4% Finish Rate 27/28, dazu unfassbare 7.19 Strikes Per Minute im LHW. Das ist schon Wahnsinn. Insbesondere der Style der KOs in der UFC hat wohl viele beeindruckt. 6.8 absorded Strikes per Minute ist aber auch gefährlich im LHW und sollte man beachten. Auf dem Boden wurde er bisher nicht gefordert, wobei er mit Reyes eigentlich einen guten Wrestler als Gegner hatte. Prochazka wurde aber schon mehrmals angeklingelt, ist bisher aber durch die Schläge durchgelaufen. Irgendwann geht sowas in der Gewichtsklasse aber schief.

Glover ist der älteste neue Champion aller Zeiten. Momentan mit einer 6 Fight Win Streak. Als Underdog mit eine 68% ROI…. Glover ist zwar 42 und das muss man auch beachten, aber Glover sieht so Fit aus wie in früheren Stoffer Zeiten. Glover kommt einem maximal fokussiert vor, er macht keine Experimente mehr, sondern nur noch das wo er weiß, dass er Vorteile hat. Er nimmt die Leute runter und spielt da clever seine Vorteile aus. Viel größere Erfahrung als Glover kann man eh nicht haben. Sein Chin könnte natürlich problematisch werden, insbesondere mit den Schlägen von Prochazka, aber das gleiche hat man vor dem Blachowicz Fight gesagt. Wenn er die ersten Minuten übersteht, gebe ich Ihm gute Chancen den Takedown zu schaffen und den Fight in seine Richtung zu drehen. Auf der Matte ist er haushoch überlegen, gefährliche Submission Offensive und er weiß ganz genau sein Gewicht einzusetzen.
Für mich ist es auch ein wichtiges Zeichen eine schlechte Phase zu überkommen und dann wieder Topleute zu besiegen. Das hat Glover geschafft.



Gesamt:

3/10 Jake Matthews 2.12q @ Pin
1/10 Ramona Pascual 2.43q @ Pin
1/10 Na Liang 2q @ Pin
1/10 Danaa Batgerel 1.82q @ Pin
1/10 Glover Teixeira 2.7q @ Pin
 
Joselyne Edwards vs Ramona Pascual



Gesamt:

3/10 Jake Matthews 2.12q @ Pin
1/10 Ramona Pascual 2.43q @ Pin
1/10 Na Liang 2q @ Pin
1/10 Danaa Batgerel 1.82q @ Pin
1/10 Glover Teixeira 2.7q @ Pin

Mal wieder sehr frustrierend. Glover liegt haushoch vorne und wird zum ersten mal in seiner Karriere 30 Sekunden vor Schluss submissed. Da fällt man dann auch vom Glauben ab. Na Liang kann man aus der UFC nehmen. Pascual wird von der Mehrheit der Medien vorne gesehen, in der UFC sehen Judges Edwards 30-27 vorne!? Also langsam kann man dann wirklich nur noch TKO/Submission tippen. Matthews liefert, aber mal wieder zu wenig insgesamt. Sehr sehr frustrierend.

-0.64
 
UFC Fight Night – Austin

Endlich mal wieder eine Fight Night außerhalb des langweiligen Apex. Das Event findet in Austin statt und hat für eine Fight Night durchaus Prominente Kämpfe. Der Mainfight haut jetzt nicht so um, alles andere davor ist aber sehr ordentlich.

Kyle Daukaus vs Roman Dolidze

Bekannte Namen für den Start der Prelims. Dolidze ist einer der Georgian Warrirors. Sehr kräftiger Kämpfer mit einer einzigen Waffe. Grappling. Im Grappling wurde er Welt und Asienmeister und gewinnt so bisher auch seine Kämpfe. Er grindet zum Sieg. In der UFC steht er zwar 3-1, aber bisher war jeder Gegner Fallobst. Dazu zweimal fragwürdige Decision Wins. Sein letzter Sieg vs Staropoli war quasi ein Boykott. Da gab es auch massig Pfiffe und Ärger in der Community. Dolidze hat für die 1. Runde gutes Grappling, danach geht’s rapide bergab. Sein Gas Tank ist sowas von hinüber und er hat nunmal keine andere Waffe als Grappling. Was man auch wissen muss, nachdem Dolidze im USADA Pool war wurde er schon 2x gesperrt. Wenn man seine Körperstatur sieht, weiß man auch, dass da wohl früher etwas mehr an Muskeln war. Sein Gastank in der UFC sagt auch einiges zu dem Thema. Des Weiteren hat er einfach unfassbar viele Kämpfe die abgesagt worden sind. Zweimal wegen Covid, einmal sogar wegen den Spätfolgen von Covid. Und das ist auch erst 6 Monate her.
Kyle Daukaus hat sich wie sein Bruder wirklich gemacht. Black Belt in BJJ und Purple Belt in Muay Thai. In der UFC bisher 2-2-1. Er schlägt die schlechten (Stolzfus, Pickett) klar, hat dann gegen die guten wie Allen oder Hawes Probleme. Allerdings wird er von der UFC echt auch teilweise hart gematched: Holland, Hawes, Allen. Man merkt aber, die UFC traut Ihm was zu. Er ist definitiv kein KO-Schläger wie sein Bruder, aber er ist brandgefährlich bei Submissions. 9/11 seiner Siege waren Submission wins.
Für mich ist Dolidze hier von der UFC zum Abschuss freigegeben. Wenn die UFC eines nicht abkann, sind das Kämpfer die langweilig zum Sieg grinden wollen. Daukaus hat meilenweit mehr Kondition, kann viel mehr Gefahr auf dem Boden anstellen, hat mehr Output und ist bei Takedowns auf demselben Niveau wie Dolidze. Bei den Judges in den letzten Wochen hat man auch gemerkt, dass das Positionswrestling/grappling kaum noch positiv gewertet wird. Control Time ist quasi irrelevant geworden. Die Zuschauer vor Ort, werden bei Doldizes Kampfstil auch kaum begeistert sein. Hier gehe ich voll auf Daukaus.
Daukaus sah austrainierter aus als sonst, Dolidze sieht seitdem er im Mittelgewicht antritt etwas weniger kräftig aus. Evtl. liegts auch einfach daran, dass er nicht mehr Dopen kann.

Phil Hawes vs Deron Winn

Hier mache ich es kurz. Das ist für mich einfach ein ganz krankes Missmatch. Hawes ist 15cm größer und hat 19 cm längere Reach. Hawes hat mit Daukaus, Imavov und Malkoun wirklich solide Leute geschlagen. Vorher bei Brave CF und Bellator auch schon auf ordentlichen Niveau gekämpft. Zuletzt allerdings gegen Chris Curtis zuletzt dann auch in einen Konter gelaufen und KO gegangen. Wie gut Curtis ist, hat man zuletzt erst gegen Brendan Allen gesehen, sehr erfahrener Mann.
Ich denke man will Hawes hier wieder etwas aufbauen. Winn ist wie gesagt viel kleiner. Sehr guter Powerwrestler mit viel Output. Guter Kickboxer auch. Aber Hawes ist jemand mit 100% Takedown Defense und einfach viel mehr Power. Unterschätzt wird auch Hawes Wrestling. Er war im Junior College State Champion, weiß also was er macht.
Winn hat auch immer wieder Probleme mit Gewicht und Weight-Cut. Auch heute wieder nur mit 7 Minuten Restzeit es geschafft das Gewicht Last-Minute zu machen. Er sah beim Weight-Cut nicht fit aus, beim Face-Off aber wieder fit.


Gloria de Paula vs Maria Oliveira

Schrecklicher Kampf, zwischen zwei Kämpferinnen aus dem ganz unteren UFC Level. Ganz kurz. Für mich darf es hier keinen großen Favoriten geben. Der Kampf wird wahrscheinlich über die Distanz gehen und bei solch einer Qualität von beiden kann alles passieren. Egal wen man hier tippt, man wird dann nach 15 Min zittern müssen was die Judges machen. Bei Münzwurf nehme ich doch gerne die 3.1q.

Jeremiah Wells vs Court McGee

McGee ist einer der wohl mit dem härtesten Run der UFC Geschichte hatte. Zwischen 2013 – 2020 eine 3-7 Bilanz. Allerdings auch teilweise wirklich gute Gegner wie Pinzinibbio, Strickland, Brady dabeigehabt. Alle dachten eigentlich der Cut ist vorprogrammiert, doch zuletzt hat McGee zwei Siege geholt. Gegen keine Topgegner, aber in etwa welche auf Wells Niveau.
McGee hat eine heftige Kondition, ist jemand der trotz vieler Niederlagen so gut wie nie KO geht. Einmal gegen Ponzinibbio, ansonsten alles über Decision. Submissions hat er noch nie kassiert. Und das trotz 31 Fights und davon die meisten auf UFC Niveau. Einer der nie aufgibt,
Wells kam relativ spät in MMA, hat gutes Grappling, gutes Wrestling, solides BJJ. Seine Gegner waren bisher aber alle Schrott. Alves ist nichts und Blood Diamond gehört gar nicht in eine Profi MMA Organisation… der war in der UFC nur wegen dem Namen. Wells hat natürlich gute KO Power und könnte hier einen alten McGee durchaus gefährlich werden. Insbesondere in den ersten 2 Runden sehe ich eine Gefahr.
Geht der Kampf in die Decision, dann gewinnt McGee. Eine Submission sehe ich von Wells nicht, aber ich kann mir einen frühen KO vorstellen. Daher versuche ich mal was anderes. Distance pro McGee, Rd 1-2 pro Wells.

Damir Ismagulov vs Guram Kutateladze

Bomben Fight eigentlich, natürlich von den Namen für die Casuals noch nicht so bekannt. Ismagulov hat eine 18 Win Streak! 23-1 Overall 4 Siege in der UFC, dazu gegen gute Leute wie Thiago Moises oder Joel Alvarez. Vorher M1 Champion und dort über Jahre abgeliefert.
Kutateladze mit weniger Erfahrung 12-2, aber auch 8 Win Streak, dazu als late replacement einen Gamrot per Split Decision gewonnen. Vorher bei Brave auch gute Leute geschlagen.
Ismagulov ist ein sehr cleverer Kämpfer, weiß seine Reach einzusetzen, sehr kontrollierter Käpfer der genau das macht um zu gewinnen bzw. seinen Gegner richtig zu stellen. Master of Sports in Combat, kann jeden MMA Stil eigentlich kämpfen. Er gewinnt jeden Kampf eindeutig per Decision. Hat unfassbare Cardio und ist mit 31 auch im besten Alter für MMA. Im letzten Kampf hat er das erste Mal zum Ende hin Probleme gehabt. Ich denke das war aber ein guter Wake Up Moment, dass in der UFC nun langsam stärkere Gegner kommen.
Ismagulov hat mehr Strikes landed per Min, weniger strikes absorbed , bessere Defense, besser im Grappling, 100% Takedown Defense. Was will man mehr? Die Quote überrascht mich sogar. Kutateladze hat noch nie so einen Kämpfer wie Ismagulov gegen sich gehabt. Er hat viel weniger Erfahrung und auch das viel kleinere Skillset. Ich gehe schon davon aus, dass Guram gut mitkämpft, aber Ismagulov ist eine andere Liga. Wahrscheinlich wird es ein Schachmatch in MMA und da bin ich klar pro Ismagulov.

Tim Means vs Kevin Holland

Means hat eine unfassbare 32-12-1 Bilanz. Seit 2012 in der UFC, vorher lange KOTC. Einer der wirklich alles gekämpft hat was mal in die Top 10 Rankings möchte. Überraschenderweise eine 3 -Wins Streak. Darunter aber einen Perry der durch war und Staropoli der nicht in die UFC gehört. Ansonsten ging es gegen jeden besseren Gegner verloren. Daniel Rodriguez, Price, Moraes, Belal, Alex Oliveira, Magny, Matt Brown, Masvidal. Also gegen jeden besseren war nichts drin, wobei er gegen Belal sogar mal eine Split Decision geholt.
Also Means ist ein absoluter MMA Warrior, einer der sich für nichts zu schade ist und genau deshalb wird er nun gegen Holland gematched. Holland ist jemand den die UFC pushen will. Er kämpft nun endlich in der richtigen Gewichtsklasse, wo er zuletzt gegen Oliveira schon gezeigt hat, wohin es mit ihm gehen kann. Sein Grappling scheint stark verbessert zu sein, dazu Black Belt in BJJ, und Black Belt in Kung Fu. In der Theorie hat Means die Möglichkeiten nun Holland im Grappling zu testen, aber Means ist jemand der selten sein Grappling über 15 Minuten einsetzt.
Holland wird hier gegen einen bekannteren Namen und Fan Favorite gematched, damit er wieder in den Fokus der Öffentlichkeit kommt. Einer der gute Show macht, gut reden kann, gute KO Wins inkl. Highlight Reels. Hier ist er um einiges jünger, trotzdem mit großer Erfahrung auf Top Level. Des Weiteren einen 15cm Reach Vorteil… Means wird hier sich auch nicht plötzlich einen 15 Minuten Grappling Sieg holen, dafür ist er einfach nicht der Typ. Dazu denke ich, dass Hollands Grappling in der richtigen Gewichtsklasse auch besser geworden ist. Holland dazu noch aus Texas und daher ein Heimspiel…


Joaquin Buckley vs Albert Duraev

Auch ein klasse Fight. Duraev ist wohl einer der besten Contender Series Kämpfer der letzten Jahre. War dementsprechend auch im 1. Fight haushoher Favorit, hat es auch eindeutig gewonnen. Vorher schon bei ACB alles aufgeräumt. Top ausgebildet, überall gefährlich. Insbesondere seine Submission und Grappling Skills sind gefürchtet, er kann aber auch gut im Striking mithalten. Er sollte aus meiner Sicht überall ein besser sein als Buckley. Buckley ist einer fürs Publikum, daher ist er auch auf der Main Card. Sein Jump Spinning Back Kick gegen Impa wird ein Highlight Reel für die Ewigkeit sein, auch der KO gegen Jordan Wright oder Arroyo war stark. Aber er macht auch oft unsinnige Sachen. Gegen Di Chirico null konzentriert und auch gegen Alhassan sah er zuletzt nicht gut aus. Am Ende komplett die Luft ausgegangen und das sehe ich dann gegen einen Duraev als schwierig an.
Dazu waren beide Trainingpartner, wo ich bei der Fluktuation der Gyms von Buckley, eher den Vorteil bei Duraev sehe. Buckley hat immer wieder Probleme in Gyms und fliegt da raus bzw. gibt freiwillig auf.
Buckley gewinnt, wenn er frühzeitig den KO holt, bei Holland gingen in Runde 3 die Lichter aus, bei 2 Decisions hat er einmal verloren und gegen Alhassan umstritten per Split gewonnen. Duraev ist ein ganz zäher Typ, welcher dazu clever kämpft. Der geht nicht früh KO und wird Buckley von der ersten Sekunde an Kraft kosten. Für mich ein Duraev win by Decision oder späte Sub.


Gesamt:
4/10 Ismagulov 1.6q @ Pin
4/10 Daukaus + Hawes 1.95q @ Pin
4/10 Holland + Duraev 1.92q @ Pin
0.5/10 Maria Oliveira 3.1q @ Pin
1.5/10 McGee by Decision 2.45q @ Pin
0.7/10 Wells Wins by KO/TKO 5.4q @ Pin
0.3/10 Mc Gee Wins in Round 3 20.6q @ Pin
 
UFC Fight Night – Austin



Gesamt:
4/10 Ismagulov 1.6q @ Pin
4/10 Daukaus + Hawes 1.95q @ Pin
4/10 Holland + Duraev 1.92q @ Pin
0.5/10 Maria Oliveira 3.1q @ Pin
1.5/10 McGee by Decision 2.45q @ Pin
0.7/10 Wells Wins by KO/TKO 5.4q @ Pin
0.3/10 Mc Gee Wins in Round 3 20.6q @ Pin


Daukaus und Duraev waren dramatisch... rest eigentlich gut, trotzdem riesiges Minus. Schlimm.

-3.27
 
|| Nur Pinnacle-Odds ||

UFC Fight Night Apex #57

Umar Nurmagomedov - Nate Maness
Nurmagomedov to win inside the distance @1,71 4/10
Nurmagomedov to win via KO/TKO @5,07 1/10

Cody Durden - JP Buys
JP Buys to win @1,92 1/10
Buys to win via Submission @4,6 1/10

Brian Kelleher - Mario Bautista
Kelleher to win @2,59 1/10

Josh Parisian - Alan Baudot
Baudot to win @2,02 1/10

Carlos Ulberg - Tafon Nchukwi
Ulberg to win @2,24 1/10

Neil Magny - Shavkat Rakhmonov
Rakhmonov to win via Submission @4 1/10


___

Hab mir für diese Karte etwas mehr Arbeit gemacht als sonst. Versuche jeden Pick so gut wie möglich zu erklären.

- Mit den ML odds wird man bei Umar nicht mehr reich, dafür ist er einfach zu gut in Allem. Maness gefällt mir ebenfalls sehr gut, aber mehr auf einer weltlichen Ebene. In seinen letzten 2 Fights hat er sehr viele Strikes zum Kopf kassiert und irgendwie doch noch den Sieg geholt, starken Siegeswillen bewiesen. Zuvor bei seiner bislang einzigen Niederlage von ex-UFC Fighter Lapilus sehr ordentlich mit Bodykicks bearbeitet worden, ehe ein Sidekick auf die Leber den Fight endete. Und hier trifft er auf einen der besten Kicker der UFC, der zudem noch einer der besten Grappler der Division ist. Sehe hier kein gutes Ende für Maness.

- JP Buys bekommt hier noch einmal die Chance, nach ernüchternden Leistungen und Visa-Problemen. Und ich finde, viel dankbarere Aufgaben als Durden kann es für ihn eigentlich nicht geben. Zum Einen ist Durden nicht der Explosivste. Er ist kompakt gebaut, hat nen satten Punch und ordentliches Grappling, doch er überwältigt seine Gegner nicht unbedingt. Zum Anderen ist er anfällig gegen Subs. Und da könnte durchaus was gehen für einen wie JP, der quasi pausenlos nach Chokes fischt. Auch wenn die Quoten sich langsam gegen ihn entwickeln, ich find er hat ne gute Chance heut.

- Ich find Bautista sehr aufregend. Ständiges in-and-out, viele flashy moves, macht immer spaß, dem zuzuschauen. Doch Kelleher hat sie inzwischen schon alle gesehen. Er hat genug in seinem Arsenal, um Bautista zu neutralisieren, kann mir durchaus einen fatalen Counterpunch vorstellen. Finde ihn hier etwas zu Unrecht Dog, was die Skills overall angeht.

- Ganz ehrlich, halte weder von Parisian, noch von Baudot besonders viel. Doch es gibt einen direkten Vergleich, und dieser heißt Parker Porter. Dieser hat beide besiegt, hatte allerdings deutlich mehr Schwierigkeiten mit Baudot. Mit der Hoffnung, dass er ein paar TD's abwehren kann, gehe ich hier klein auf Baudot.

- Zwischendurch wollte ich höher auf Ulberg, da ich ihn für den besseren Striker halte. Kommt von Kickboxen, kann so ziemlich alles auf den Beinen. Trotzdem bleibt seine Kondition ein großes Fragezeichen. Und wenn Tafon gute Entries findet, kann er ihm mit viel Grappling die letzte Luft rauben. Komplizierter Kampf, hoffe auf frühe, satte Treffer von Ulberg.

- Magny ist definitiv Rakhmonov bester Gegner bislang. Und Alex Oliveira hatte schon gezeigt, dass man den Kasachen gegen den Zaun durchaus kontrollieren kann. Ob Magny das simulieren kann, halte ich für sehr fragwürdig. Trotzdem ein sehr ordentlicher Veteran des Sports, der Rakhmonov fordern wird, wie wohl keiner zuvor. Von daher halte ich mich fern vom ML, ich muss noch etwas mehr von Rakhmonov sehen. Doch die Sub-Quote find ich absurd hoch für einen, der so schnell Leute finishen kann.
 
|| Nur Pinnacle-Odds ||


UFC Fight Night Apex #57

Umar Nurmagomedov - Nate Maness
Nurmagomedov to win inside the distance @1,71 4/10 -4
Nurmagomedov to win via KO/TKO @5,07 1/10 -1

Cody Durden - JP Buys
JP Buys to win @1,92 1/10 -1
Buys to win via Submission @4,6 1/10 -1

Brian Kelleher - Mario Bautista
Kelleher to win @2,59 1/10 -1

Josh Parisian - Alan Baudot
Baudot to win @2,02 1/10 -1

Carlos Ulberg - Tafon Nchukwi
Ulberg to win @2,24 1/10 +1,24

Neil Magny - Shavkat Rakhmonov
Rakhmonov to win via Submission @4 1/10 +3
Maness wollte wirklich nur überleben und das wurd mir zum Verhängnis. Weder oben noch unten Aktiv, nur geklammert von bottom, da ging nicht viel. Kelleher und Buys wurden gefinisht, bevor sie in den Fight reinfinden konnten. Und Baudot hatte fast den Finish und wird dann selbst gestoppt.

Rakhmonov macht die Sache zumindest etwas erträglicher. Bis nächste Woche.

-4,76
 
UFC 276

International Fight Week und wirklich eine mega Card. Tolle Namen schon in den Prelims, zwei Title Fights, Veteranen, neue Top-Guns, man kann kaum mehr verlangen. Viele Matchups die aus meiner Sicht absichtlich von der UFC so gelegt worden sind um junge Leute zum Star aufzubauen.
Den Kampf Strickland vs Pereira finde ich sehr interessant, normalerweise gewinnt Strickland das problemlos, wenn er wrestled, aber Strickland ist ein gestörter Mann, am Ende will er nur Stricking und da verliert er definitiv. Die UFC möchte mit Sicherheit Pereira vs Adesanya, da Pereira als Profi Kickboxer der Einzige ist der Adesanya mal KO gehauen hat.

Eye wurde eigentlich auch gematched um gegen Barber zu verlieren, aber zu der Quote auf Barber… nein danke. Cerrone vs Miller ist natürlich auch sehr interessant, verliert Cerrone, war es das wohl. Der Gewinner der beiden ist auf jeden Fall auf Platz 1 der meisten UFC Siege in History.


Uriah Hall vs Andre Muniz

Zwei solcher Namen auf den Early Prelims ist schon überraschend. Uriah Hall (17-10) zuletzt von Strickland verprügelt worden, davor Weidman „geschlagen“, aber den Fight darf man normalerweise nicht zählen. Der Sieg vs Anderson Silva darf man normalerweise auch nicht zählen. Davor dann gegen einen durchschnittlichen Carlos Junior in Split Decision gewonnen. Allgemein finde ich Hall schwer zu fassen. Schon lange in der UFC, gute Namen gekämpft, aber auch nie es richtig nach oben geschafft. Mittlerweile auch schon 37 Jahre alt. Hall hat mit Problemen in der Verteidigung, er friert quasi ein und frisst dann unendlich Schläge. Sobald er im Rückwärtsgang ist, kommt kaum noch etwas von Ihm. Allgemein hat er gutes striking und auch die Tools erfolgreich zu sein, aus meiner Sicht ist seine Zeit aber abgelaufen. Hall hat eine gute Submission Defense und 65% Takedowndefense.

Muniz 22-4 mit einer 7 win streak. In der Ufc steht er 4-0, darunter ordentliche Leute geschlagen. 3 seiner Niederlagen sind von Beginn seiner Karriere vor 2013. Die Armbar gegen Souza war ja fast sensationell, aber Souza war eben auch schon drüber. Er hat nun 3x hintereinander durch eine Armbar gewonnen. Unfassbar gefährlich auf der Matte. Mit 32 sollte er eigentlich jetzt in seiner Peak sein. Muniz hat unfassbar gutes BJJ, super Bodylock, bekommt seine Gegner immer irgendwie auf die Matte. Im BJJ war er sogar Weltmeister und ist daher erst etwas später ins MMA eingestiegen. Muniz hat 3.6 Takedowns pro 15 min mit 40% accuracy, dazu 2.9 Submission per 15 Min. Im Vergleich: Hall mit 0.58 Takedowns, 38 % Accuracy und 0.2% Submissions. Beim Grappling kann man Hall also als quasi nicht existent ansehen. Wobei seine Submission Defense bisher stark ist.

Im Striking hat Hall wohlmöglich Vorteile, aber auch Muniz hat 2.18 Strikes per Min und sogar eine bessere Striking Accuracy. Wo es dann schwierig wird ist Strikes Absorbed per Min. Da steh Hall bei 4.07 und Muniz nur 1.82. Das ist es, wo ich meinte Hall friert ein. Er lässt es über sich ergehen und kassiert dann mehrere Schläge. In dem Alter, nach der langen Karriere und nach der Tracht Prügel vs. Strickland habe ich da Sorgen um Hall. Interessant ist auch, dass Hall von der Erfahrung her kaum Punkten kann. Er ist zwar seit 10 Jahren in der UFC, aber kaum mehr Profikämpfe als Muniz. Bei der Größe/Reach sind beide sehr ausgeglichen, da sehe ich Hall auch nicht im Vorteil.

Selbst wenn Muniz hier nicht die Submission holt, denke ich er gewinnt eindeutig per Decision. Hall hatte zuletzt Glück mit den Gegnern, sonst wäre er schon längst raus aus der UFC. Die UFC matched hier bewusst Muniz mit Hall, da er im Grappling/ BJJ haushoch überlegen ist und im Standing mitkämpfen kann. Für Muniz ein gutes Match auf einer großen UFC Card, wo er einen bekannten Namen in seinen Record stehen hat. Für Hall geht die Karriere langsam zu Ende, da ist kein Long-Term Ziel mehr zu erkennen.


Brad Tavares vs Dricus Du Plessis

Interessant, dass man einen bekannten Gatekeeper wie Tavares und einen guten Prospect mit hohen KO-Finish Skills so früh terminiert.

Tavares (19-6) 34 Jahre alt und trainiert in Xtreme Couture. Jemand der schon 2010 Ultimate Fighter gewonnen hat und 2011 seinen ersten UFC Fight. Dafür hat er eigentlch relativ wenig gekämpft. Zwischendurch dachte man mal, dass er was Großes werden könnte, gegen jeden besseren Gegner hat er aber eindeutig verloren. Immerhin aber Top Leute wie Romero, Whittaker, Adesanya gekämpft. Sein größter Sieg war wohl gegen Akhmedov zuletzt via Split Decision. An für sich ein solider Kämpfer, aber niemand von dem man nun noch größere Sprünge Richtung Top 10 erwarten kann. Er ist der perfekte Gatekeeper Richtung Rankings. Er ist überall solide, gutes Wrestling Defense, Get-Up Game ist sehr gut, gutes Striking Defense. Ein guter Mann der weiß was er zu tun hat um schlecht vorbereitete Kämpfer über die Distanz zu besiegen. Nahezu alle seine Siege sind über Distanz, 4/6 seiner Niederlagen sind vorzeitig.

Dricus Du Plessis (16-2) ist erst seit 2 Kämpfen in der UFC, hat vorher aber bei KSW und EFC schon gegen super starke Leute abgeliefert. In KSW sogar Double Champ Soldic geschlagen, welcher mit Sicherheit bald in die UFC kommt und Top 5 Potential hat. Auch einen Lutterbach in KSW besiegt. In seiner Gewichtsklasse mit der beste aus Afrika. Mit 28 auch noch entwicklungsfähig. In der UFC bisher einen Markus Perez überraschend deutlich im Debut besiegt und dann einen soliden Trevin Giles KO geschlagen. Er war nun eigentlich mehrmals gegen andere große Namen wie Andre Muniz, Anthony Hernandez oder Gastelum gematched, aus unterschiedlichen Gründen aber abgesagt. Bei Gastelum gibt es hartnäckig das Gerücht, dass ganz bewusst ohne Verletzung/ Corona abgesagt wurde.

Du Plessis ist niemals über die volle Kampfzeit gegangen, bedeutet 16 vorzeitige Siege. Gegen Soldic hat er verloren, welcher wohl mit der beste KSW Kämpfer aller Zeiten ist und gegen McLellan vor 8 Jahren in Südafrika. Er ist ein sehr aggressiver Kämpfer, geht immer sofort nach vorne, sehr viel Kraft, sehr schwierig zu treffen durch sein seltsames Standing. Seine Takedowns sind technisch fragwürdig, aber er bekommt die Gegner durch pure Kraft auf den Boden. Du Plessis ist durchgehend am Attackieren, egal welche Position. Er hat viele Submissions, er hat viel Power in den Armen.

Tavares ist trotz seiner 2 Siege in Folge irgendwie auf dem absteigenden Ast. Dricuss ist auf dem aufsteigenden. Allerdings hat er auf Top UFC Niveau noch nicht viel Erfahrung. Wenn Du Plessis etwas mehr Erfahrung auf UFC Ebene hätte, würde ich hier höher auf Ihn gehen. So ist es nur eine kleinere Bet. Für mich gewinnt hier Du Plessis aber wenn inside the distance, über die Punkte könnte ich mir Tavares als Sieger vorstellen. Da nehme ich dann lieber die angeölte Odd.



Ian Garry vs Gabe Green


Hier ist einer dieser Matchups, wo man einen klaren Plan sieht. Ian Garry (9-0) soll eines der neuen Gesichter der UFC werden. Jung, aufregender Kampfstil, Ire, kann gut reden und sich promoten, ist auf der Insel schon ein Star und hat bisher in beiden seiner UFC Fights abgeliefert. Seine Gegner wurden Schritt für Schritt besser. Bei Cage Warriors zu Beginn viel Schrott, dann langsam Leute mit besseren Record, am Ende dann ein wirklich solider Jack Grant. In der UFC dann langsam gestartet mit schrottigen Williams, gegen einen etwas besseren Weeks und nun gegen einen wieder stärkeren Gabe Green.

Gabe Green (11-3) ist auch erst seit 3 Fights in der UFC, davon 2 gewonnen. Gegen Philip Rowe gewonnen ist schon ordentlich, zuletzt Lainesse braucht man nicht werten. Gegen Daniel Rodriguez sah er überfordert aus. Vorher durch verschiedene Orgas getingelt. In Bellator mal gegen Jalin Turnes früh KO gegangen, den Bruder von Shahbazyan besiegt, oder bei Combate gekämpft. Ein guter Soldat, der durchaus Berechtigung im UFC Roster hat. Aber er ist auch nichts Besonderes. Er hat viel volume, sehr gute Kondition, einer der nicht aufgibt und alles im Kampf lässt. Mittlerweile auch BJJ Brown Belt.
Von Garry erhofft man sich, dass er etwas Besonderes ist. Er hat es bisher auch bestätigt und entwickelt sich Fight zu Fight weiter. Durch seinen Umzug in die USA und Training bei Sanford MMA verbessert er sich immer mehr. Garry hat sehr gutes striking, gute Head und Calfkicks, er weiß seine Reach einzusetzen, gute Bewegungen, super Head Movement.

Ich denke das wird ein purer Stand-Up Fight, Green hat viel Output, aber Garry kämpft sehr clever und sollte bei den Größenvorteilen einige Vorteile im Striking haben. Allgemein ist Garry für mich ein sehr talentierter Striker. Wie schon so oft, matched die UFC einen Garry auf einer UFC PPV Card nicht umsonst. Hier geht die UFC und das Garry Management von einem Sieg aus.
Garry ist ganze 13cm größer und 3cm längere reach.


Brad Ridell vs Jalin Turner

Der nächste Bombenfight auf der Card. Ridell (10-2) ist ein tougher Kerl, super Boxer, tolle Siege vs andere unangenehme Gegner wie Dober, Mustafaev und Mullarkey. Allerdings zuletzt auch einen wilden KO gegen Fiziev kassiert. Ridell hat 4.76 Strikes landed per min, 53% accuracy und 1.87 Takedowns pro 15 min mit 39% Accuracy. Mit City Kickboxing und Tiger Muay Thai zwei sehr gute Gyms für Striker.

Was für mich interessant ist, Ridell hat nun das 1. Mal richtig auf die Mappe bekommen. Wie geht er damit nun um? Insbesondere gegen so einen schwierigen und großen Gegner wie Turner. Ridell ist stark, wenn er in die Pocket geht und dort den Gegner bearbeiten kann. Dazu kann er durch Takedowns einige Runden über die Zeit bringen. Allerdings kassiert er immer wieder einiges an Schlägen. Das Fiziev Ding mal ausgenommen, trotzdem vorher viele harte Dinger kassiert.

Jailin Turner (12-5) ist vom Körperbau her einfach unfair. Wie der Mann es ins Leichtgewicht schafft, weiß wohl kaum jemand. Er ist einfach 191cm groß und hat eine Reach von 192cm. Damit ganze 21cm größer als Ridell und 11 cm mehr reach. Turner ist auch erst 27 und ist mit seiner 4 win streak nun voll im Rennen die Rankings anzugreifen. Turner hat 80% Takedown Defense, 1.7 Submission per 15 Min und unfassbare 6.51 Strikes landed per Min. mit einer dazu 47% Accuracy. Er trifft also über 3x pro Minute den Gegner mit einem harten Schlag. Er hat lange und harte Schläge, guter Jab und gleichzeitig gefährliches BJJ. Allerdings wird er relativ oft getroffen und ist eben auch schon 3x KO gegangen.

Er hat zwar schon 5 Niederlagen, 3 davon aber zu Beginn der Karriere. Er hat durchgehend eigentlich gute Leute gekämpft, selbst vor der UFC bspw. einen Gabe Green KO geschlagen. In der UFC als Rookie Fight Vicente Luque bekommen… sehr undankbar und dort auch verloren. Dazu später nochmals vs Frevola per Decision verloren. Seitdem sich aber gefunden und vor allem seine Siege vs Medic und Mullarkey sind hervorzuheben. Mullarkey ist für mich ähnlich wie Ridell, mit schlechteren Striking.
Über die Distanz sehe ich den Fight eigentlich nicht. Ich glaube kaum, dass Ridell viele Takedowns durchbekommt, Turner wird dazu versuchen seine Reach im Striking auszunutzen. Ridell hat in der Vergangenheit gut kassiert, der Fiziev KO ist erst ein halbes Jahr her, wie kommt er zurück nach so einem KO? Vorher einen Krieg vs Mustafaev und Da Silva, dann gegen Fiziev noch böse kassiert.

Turner hat definitiv die Waffen und mit seinem Körperbau einfach eine unfaire Advantage. Er ist erst 27 und hat dafür schon viel Erfahrung, scheint sich auch von Kampf zu Kampf weiterzuentwickeln. Ridell gewinnt hier, wenn er Takedowns einmischen kann, ich glaube aber nicht, dass das bei der bisherigen Takedown Defense von Turner klappt. Dazu hat Turner auch ein gutes Get Up Game. Turner wurde gegen Frevola zur Niederlage gewrestled. Das kann Ridell auf dem Niveau aber nicht. Beim Striking sehe ich beide auf dem gleichen Niveau, wobei Turner eben unfassbaren Vorteil durch seine Größe hat.

Das wird ein top Fight, mit viel Striking und aus meiner Sicht ein KO Win für Turner:



Sean O´Malley vs Pedro Munhoz

Das erste Mal hat O´Malley einen aus den Top 10, wobei Vera im Nachhinein wohl der weitaus stärkste Gegner bisher war. Mit Munhoz hat sich die UFC und O´Malley Team genau den aus der Top 10 ausgesucht, der weder wrestled noch zuletzt gut peformed hat. Munhoz steht 1-4 aus den letzten 5 Fights. Allerdings hat Munhoz vorher gut aufgeräumt, seit 2013 in der UFC und alles gekämpft was es gibt. Munhoz hat aber auch irgendwie immer gechocked wenn es um etwas ging und ist nun auch schon 35. Gegen die drei anderen Oldies Edgar, Aldo und Cruz zuletzt verloren.

Munhoz ist jemand der dir einen Striking Fight bietet, jemand der noch nie KO gegangen ist. Im Gegensatz dazu ist O´Malley jemand der pur auf KO geht. O´Malley hat sich schon ohne gegen gute Leute zu kämpfen, eine Marke aufgebaut. Er baut seine Karriere Schritt für Schritt auf, macht viel Promo, hat seine eigene Marke und mehrere Show Off KOs. O´Malley wird aus gutem Grund auf fast jeder der letzten UFC PPVs gematched und meist sogar in der Main Card. Die UFC sieht hier ähnlich wie in Pimblett oder Garry einen der viel Aufmerksamkeit bringt, auch außerhalb der UFC Bubble. Allerdings ist O´Malley viel weiter in seinen Skills als die andere beiden. Unfassbar gutes und schnelles Striking, mit 8.26 Strikes Landed per Min, 62% Accuracy und dazu auch eine 66% Defense.

Das Matchup passt perfekt für O´Malley. Bei Munhoz braucht er keine Angst vmehr or Takedowns zu haben, Munhoz ist einer der den Striking Fight will, auch gute 5.5 Strikes Landed per Min, aber auch 6.09 Strikes Absorbed per Min. An für sich hat Munhoz mit Black Belt in BJJ und Brown Belt in Judo natürlich die Fähigkeiten O´Malley auf die Matte zu bekommen und dort für Probleme zu sorgen. O´Malleys Takedown Defense ist allerdings gut und in den letzten Jahren kam kaum noch was von Munhoz auf der Matte. Dazu hat O´Malley auch gutes BJJ (Brown Belt) und Grappling, aber striked eben gerne gegen unterlegene Gegner.

Irgendwann wird Munhoz auch mal KO gehen, ob gegen O´Malley weiß ich nicht, aber O´Malley ist für 15 Min vorbereitet. Er selbst scheint es seriös anzugehen, geht von voller Distanz aus und kann im Striking O´Malley easy auspunkten. Bei den Kicks haben viele Leute Angst, jeder sagt O´Malleys dünne Storchenbeine gehen irgendwann kaputt, aber bis auf die Fußverletzung gegen Vera ist bisher nichts passiert.

Hier ist die Alte Story, aufstrebender Kämpfer vs. Veteran der am abbauen ist. Allerdings spielt bei O´Malley die UFC mit. Man will definitiv O´Malley als Sieger und mit einem Sieg hier könnte er sich auch endlich sportlich richtig beweisen. Für Munhoz ist in der UFC nichts mehr zu holen, der Zug ist abgelaufen, O´Malley ist die Zukunft, ja sogar die Gegenwart.


Alexander Volkanovski vs Max Holloway

Ich bin Fan von Holloway und habe Ihn glaube ich 2x gegen Volkanovski getippt. Mittlerweile sehe ich Volkanovski aber als den besten Featherweight ever. Er steht 24-1 und die eine Niederlage kommt vom 4. Fight seiner Karriere. Also 21 Fights in Folge gewonnen. Darunte r2x Holloway, Korean Zombie, Ortega, Aldo, Mendes. Der Mann wurde von Kampf zu Kampf besser und ist dazu unmöglich zu submitten.

Holloway ist Bombe, sehr unterhaltsamer Kämpfer, aber zuletzt auch mit 3 Niederlagen seit 2019. Einmal in einer Gewichtsklasse wo er nicht hingehört vs Poirier, dann zweimal vs Volkanovski, wo es knapp war. Aber auch gegen Rodriguez zuletzt hat er gut kassiert. Einzig wirklich überlegener Kampf seit 2019 war gegen Kattar. Holloway ist zuletzt dann auch immer wieder mal verletzt, hat wie gesagt auch schon viel in seiner Karriere kassiert. Ich sehe Ihn sich nicht weiterentwickeln. Er bleibt auf seinem Niveau, er ist ein Bomben Striker, unfassbar an Output, aber taktisch teilweise fragwürdig.

Volkanovski ist bis auf seine Größe, die er nicht ändern kann, ein absolut kompletter Fighter und unfassbar dominant. Ich denke hier wird er ein für alle Mal das Holloway Kapitel abschließen und danach entweder Cejudo kämpfen oder eine Klasse hochgehen. Die Featherweight Divison wurde dann aufgeräumt von Volkanovski.

Über die Distanz sehe ich Holloway nicht gewinnen, er muss Ihn also finishen. Bei Volkanovski kann ich mir vorstellen, dass er die Story durch einen vorzeitigen Sieg für immer ad acta legen will.

Gesamt:
4/10 Jalin Turner = 1.7q @ Pin
3/10 Volkanovski + O´Malley = 2.01q @ Pin
2/10 Muniz + Garry = 2.03q @ Pin
1/10 Du Plessis wins Inside the Distance = 2.4q @ Bet365 (morgen auch Pin)
1/10 Volkanovski vs Holloway unter 4.5 Runden = 2.85q @ Pin
 
UFC 276: Adesanya vs. Cannonier

André Muniz vs. Uriah Hall
=> Uriah Hall ML 3.76 Pinnacle 2.5/10

Absolut unfassbare Quoten hier. Muniz ist ein reiner Submission Grappler. Man merkt ihm seinen Gi Grappling Hintergrund an, macht viele Sachen wie die Old School Brasilianer aus den early 00s und dadrin ist er sehr gut. Er hatte aber auch nettes Matchmaking in den letzten Jahren:
- Taylor Johnson: Wrestler, der auf den Takedown geht und direkt gesub'd wird
- Antonio Arroyo: low volume, fragwürdiges Cardio und noch fragwürdigere Takedown Defense
- Bartosz Fabinski: Grappler aus dem Lehrbuch, super wild und gefühlt 1000x gesubd worden in seiner Karriere - so auch gegen Muniz wo er selber den Takedown initiiert hat
- Jacare Souza: Grappler, hat Muniz komplett unterschätzt im Grappling und war dort einfach zu arrogant, weil er sich selber für einen der besten Grappler der Welt hält (übrigens ähnlich arrogant war er gegen Kevin Holland...Ende kennen wir)
- Eryk Anders: einer der schwächsten Kämpfer im UFC Roster, Siege fast nur über die absoluten bums und dazu fragwürdige fight iq

Muniz ist ein exzellenter Grappler und es wäre jetzt keine Überraschung, wenn er Hall hier via Submission schlägt, aber wenn du hier die 1.30 auf Muniz spielst, dann musst du schon sehr auf Schmerzen stehen. Für mich gibt es drei ganz klare Punkte, die Munzi hier unspielbar machen:
1. Muniz' Wresting ist okay, aber nichts besonderes. Sein bester Takedown ist der klassische blast double leg und den kann er gut, ansonsten hast du aber wenig Variation dort. Uriah Hall hat exzellente initial Takedown Defense bedeutet der erste Sprawl von ihm ist sehr, sehr stark. Er bekommt meistens dann Probleme, wenn der Gegner ein Cage Grinder/Wrestler ist und dann dort konstant weiterarbeitet. Muniz ist das nicht so wirklich.
2. Muniz hat absolut NO Striking. Seine Hände sind lachhaft. Sollte der Kampf hier auch nur annähernd für längere Zeit im Stand sein, dann wird Muniz keinerlei Land sehen.
3. Der für mich vielleicht wichtigste Punkt: Muniz hat fragwürdiges Cardio. Wenn er hier in der ersten Runde nicht die Submission findet, dann wird es sehr, sehr schwierig für ihn. Gegen Arroyo war er absolut gassed nach 1,5 Runden und das zieht sich durch seine Kampfbilanz mit fast ausschließlich R1 Finishes. Ich gebe Hall hier klare Vorteile beim Cardio. Hall hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er in der Lage ist spät in Kämpfen zurückzukommen (gegen Bevon Lewis zB., wo er die ersten beiden Runden verloren hat und in Runde 3 gegen einen müden Gegner das Finish holte).

Alles in allem für mich einer der einfachsten spots auf der gesamten Card. Dog or pass, für mich glasklarer Fall von "Dog". Hall ist natürlich schon etwas älter, aber wenn man sich anschaut gegen wen er so alles verloren hat, dann stehen da Namen wie Strickland, Costa, Mousasi, Whittaker oder Brunson - also sehr, sehr gute Gegner. Hall hatte zuletzt mit Shoeface bereits einen Kampf gegen einen absoluten Weltklasse Grappler, der auf dem Level von Muniz ist und den Kampf konnte er mit der klassischen sprawl & brawl Taktik knapp gewinnen. Mich würde es nicht schockieren, wenn er das hier wiederholt oder gar noch deutlicher macht. Quoten sind super schmackhaft.
 
UFC 276


Gesamt:
4/10 Jalin Turner = 1.7q @ Pin
3/10 Volkanovski + O´Malley = 2.01q @ Pin
2/10 Muniz + Garry = 2.03q @ Pin
1/10 Du Plessis wins Inside the Distance = 2.4q @ Bet365 (morgen auch Pin)
1/10 Volkanovski vs Holloway unter 4.5 Runden = 2.85q @ Pin

Irgendwie hat die Main Card mich schwer enttäuscht. Volkanovski war pure Dominanz, da war von der 1. Runde an keine Spannung. Keine Ahnung wieso man bei dem Cut den Kampf nicht abbricht. Adesanya vs Cannonier war ein kompletter Sleeper. Mit Adesanya werde ich auch nicht warm. Am besten war noch Lawler vs Barbarena. O´Malley keine Ahnung was der Abbruch sollte. Sah für mich fast nach ein bisschen Schauspiel von Munhoz aus, da er paar gute Anfang Runde 2 bekommen hat.

Cerrone und Eye beenden die Karriere, wahrscheinlich 2-3 Kämpfe zu spät. Strickland geht ins pure Striking gegen einen der besten Kickboxer der Welt. Clever... Vielleicht kommt ja nun der Fight gegen Adesanya. Falls es da nur ins Striking geht, könnte Adesanya echt Probleme bekommen.
Turner war ja mal ganz easy, ich glaube der kann richtig durch die Decke gehen. Muniz und Garry gewinnen auch ganz klar über Punkte. Du Plessis gewinnt, aber nach Punkten. Kein Plan wie diese Kracher nicht zum KO geführt haben.

Gesamt: +4,44
 
UFC Fight Night London

Die UFC kehrt nach nur ein paar Monaten zurück nach Europa. Wieder einige Lokalmatadoren am Start und nach der letzten phänomenalen Card in London hat man ein ähnliches Lineup aufgebaut. Dazu wieder viele sehr kalkulierte Machups um Fanlieblinge zu pushen.

Muhammad Mokaev vs Charles Johnson

Mokaev (7-0) ist Lokalmatador, erst 21 Jahre alt, aber einer der größten Talente in MMA. Er hat zwar erst 7 Profikämpfe, dafür aber 22 Amateurkämpfe und alle gewonnen. Vor seinem ersten UFC Fight in Brace CF 4x gewonnen, also auch eine in Europa/Asien angesehene Organisation. Vorher auch mehrfacher Britischer Jugendchamp im Wrestling und Amateurweltmeister MMA.
Mokaev hat Skills in allen Ebenen. Sehr schnell, gutes Boxen, Dagestani Style Wrestling, trainiert in einem guten Gym und in seinem Rookie Fight vor 4 Monaten bewiesen, dass das auch auf UFC Ebene klappt. Und zwar beeindruckend. Mittlerweile ist er von UK in die USA zur Vorbereitung gezogen. Hat 2 Monate bei ATT trainiert, was seiner Entwicklung nur weiterhelfen sollte.
Mokaev hat alle Waffen, alles Talent und alle Voraussetzungen um zügig aufzusteigen. Dementsprechend hat die UFC Ihm als 2. Kampf durchaus einen Brocken gegeben. Johnson (11-2) ist 31 Jahre alt, trainiert für Tiger Muay Thai. Starker Kickboxer und LFA Champion. Also in eienr guten Organisation echt was bewiesen. Die Gegner in LFA waren bis auf Royval aber auch nichts Besonderes. Auf jeden Fall niemand mit UFC Level. Gegen Royval hat er auch eindeutig verloren, allerdings ist Royval natürlich noch mal ein ganz schönes Level besser. Gegen einen Santella hat er auch verloren, welcher den regionalen Ebenen auch ein guter Kämpfer ist. Als Amateur mal gegen Carlos Hernandez verloren, welcher mittlerweile in der UFC verweilt.
Johnson hat für mich im Striking sogar Vorteile, ich denke er könnte sich in der UFC auch behaupten und Kaderkämpfer werden, mit ab und an einem Highlight KO, Mokaev ist aber einer von dem man ganz andere Sachen sich verspricht. Ein zukünftiger Titelkämpfer, welcher jetzt schon viel Erfahrung gesammelt hat, in seinen Altersklassen mehrfacher Champion und ein viel größeres Allroundtalent ist. Sobald es zum Levelchange kommt, sollte Johnson chancenlos sein. Im Striking sollte Johnson Vorteile haben, wobei ich selbst da nicht 100% sicher bin, da Mokaev viel zu clever sich bewegt.
Die Quote ist Schrott, aber für mich ein bewusstes Matchup um Mokaev wie in der letzten London Fight Night zu pushen und aufzubauen.

Paul Craig vs Volkan Özdemir

Paul Craig (16-4-1) hat sich mittlerweile eine starke Sterak aufgebaut. Seit 6 Kämpfen ungeschlagen, einmal Draw. Darunter Rua, zweimal, Jamahal Hill, Antigulov und Krylov geschlagen. Also alles gute Namen. Nach der Menifield Niederlage war er eigentlich schon raus, mittlerweile wieder mitten drin. Es bleibt aber dabei, Craig gewinnt, wenn durch Submission. 9/9 UFC siegen sind nach Submission. Die meisten davon früh.
Özdemir (17-6) hat eine eher harte letzte Zeit. Schwer gegen Prochazka KO gegangen, gegen Ankalaev verloren. Vorher gegen Rakic zwar auf dem Papier gewonnen, in der Realität eher verloren. Davor gegen Reyes, Smith und Cormier verloren. An für sich immer Topgegner, aber auf dem Papier eben auch 2-5 Bilanz in den letzten 4 Jahren. Dazu viele Verletzungen, Covid, Absagen etc. Ich glaube Özdemir hat es immer noch drauf und sollte, wenn er clever kämpft, Craig problemlos ausboxen, evtl. in Rd 3 sogar KO hauen.
Özdemirs Takedown Defense mit 80% ist auch sehr stark und das alles gegen super Gegner.
Im Endeffekt sieht es so aus. Craig bekommt in Rd 1 bis Mitte Rd 2 irgendwie ein Takedown hin und submitted Özdemir oder Özdemir gewinnt. So einfach ist es. Daher gibt es hierzu eine kleine Bet. Craig via Submission. Interessante Stats. Craig steht 3-0 bei Fight Nights in London alle 3 Siege by Triangle Sub :D


Molly McCann vs Hannah Goldy

McCann (12-4) kämpft hier auch als Lokalmatadorin und best buddy von UFC Liebling Paddy Pimblett. Gerade nach der letzten Card sind beide zu Publikumslieblingen aufgestiegen. McCann hat aus dem nichts den KO-Sieg geholt und die UFC scheint wieder Interesse an Ihr zu haben. Immerhin nun 2 Siege in Folge, lass noch 2 weitere Folgen und Sie bekommt einen Title Fight, welcher sich natürlich gut verkaufen lassen würde. Gerade bei den Damen ja immer recht schwierig.
McCann ist eine kräftige Kämpferin, schwer zu fassen, schwer kaputt zu kriegen. Gutes Wrestling, sehr aggressiver Kampfstil, harte Schläge. In der UFC auch schon gut Erfahrung und Leute wie Lipski, Belbita, Taila Santos, Robertson oder Luana Carolina gekämpft. Eine Belbita klar geschlagen, wo Goldy klar verloren hat…
Hannah Goldy ist auch sehr kräftig, sieht fast bisschen wie eine Body Builderin aus. Im Endeffekt hat Sie aber wie viele Body Builder, zwar viele Muskeln, aber keine Kraft. Ihre Schläge und Kicks haben einen Effekt wie Kissen. Es bringt keine KOs, es bringt keine Cuts, keine roten Abdrücke. Nichts. In der UFC steht Sie 1-2. Ihre letzte Gegnerin Whitmire ist maximaler Schrott und zurecht aus der UFC rausgeflogen. Und selbst da war Goldy am Verlieren, bis Sie die Armbar gezogen hat. Dazu gegen Granger und Belbita klar verloren. Goldy ist noch in der UFC, weil Sie Only Fans hat. Und wer die UFC Only Fans Girls verfolgt weiß, das quasi jede, jeden Kampf verliert.
Ich sehe keinen Weg wie Goldy hier gewinnen sollte. McCann ist schneller, hat härtere Schläge, ist aggressiver, sie hat besseres Wrestling, bessere Kondition und einen Heimvorteil. Goldy ist augenscheinlich kräftig, aber kann damit nichts anstellen. Für mich ein klarer Set Up Fight um die Stimmung in der Arena zu pushen, McCann zu pushen und eine einigermaßen interessante Kämpferin mit win streak aufzubauen.
Normalerweise bei Frauen so eine Quote nicht spielbar, gerade bei dem überschaubaren Niveau. Aber Goldy ist hier nur um den (wohl) letzten Kampf in der UFC Karriere zu verlieren.



Nikita Krylov vs Alexander Gustafsson

Interessanter Kampf. Bei Gustafsson (18-7) dachte man nach dem Smith Fight er wurde für immer aus dem MMA Sport genommen. Im Endeffekt hat er seit 3 Jahren nicht mehr richtig gekämpft. Sein sinnloser Ausflug ins Heavyweight um dort gegen Opa Werdum nach 2.30 Min Submissed zu werden war vorhersehbar. Dann hat er sich wieder etwas rausgenommen, inkl. Absagen. Er sieht fit aus, ist wieder im LHW, hat durchgehend mit Topleuten trainiert. Mit 35 für die Gewichtsklasse auch definitiv noch fähig was zu reißen. Aber das muss nun passieren. Er war mal fast ganz oben, er ist tief gefallen. Viel tiefer geht es kaum noch.
Krylov (27-9) ist so jemand der im Roster ist, die ganz schlechten besiegt, aber auch nicht mehr. Seine letzten 2 Kämpfe vs Craig und Ankalaev verloren. Vorher gegen den Absteiger der letzten Jahre (Johnny Walker) unspektakulär gewonnen. Er hat solide Skills, gutes Wrestling, aber wenn er den Takedown nicht schafft, dann grinded er am Zaun und macht an für sich nichts Besonderes. Krylov ist purer Durchschnitt.
Gustafsson hat irgendwo in sich drin top skills. Super Striking, 83% Takedown Defense, gegen die besten LHW aller Zeiten gekämpft (Jones, Cormier). Wenn Gustafsson irgendwo noch mal sein Feuer von früher findet, dann würde er Krylov auseinandernehmen. Die Frage ist, hat er das Feuer? Ist er körperlich noch fähig?
Es kann in beide Richtungen gehen, Gustafsson geht nach 3 Minuten KO und beendet die Karriere oder Gus findet in sich seine alten Skills und schlägt Krylov eindeutig.
Seine Rückkehr ins LHW, auf einer Europa Card mit vielen seiner Teammitgliedern… da probiere ich mal Rot anstatt Schwarz und gehe mit der hohen Quote auf Gustafsson.

Paddy Pimblett vs Jordan Leavitt

Die ganze Welt sucht den Zeitpunkt um die neue Cashcow und Publikumsliebling Paddy (18-3) zu layen, viele versuchen es jetzt, ich sage es ist zu früh.
Wie schon vorher. Die UFC und auch Paddys Management wissen genau was zu tun ist. Paddy weiter aufbauen, leichter Levelanstieg der Gegner, aber die Cash Cow immer weiter melken. Paddy hat zuletzt 2x in der UFC geliefert, immerhin auch mit 4 Siegen overall in Folge. Keine Topgegner, aber bei Cage Warriors waren es ordentliche Gegner, Vendramini finde ich auch solide für den Start nur Vargas war kompletter Schrott. Viel Erfahrung in Cage Warriors, dort auch einen Julian Erosa geschlagen und er hat neben der UFC auch Barstool im Hintergrund. Paddy ist für mich, wie auch für viele Medienleute der Main Fighter auf der London Card. Er war es sogar bei der letzten Fight Card.
Wird Paddy irgendwann Champ? Ich denke nicht, wenn er es in die Top 10 schafft ist das schon mehr als zu erwarten. Aber er begeistert die Leute, er sorgt für Klicks und er kämpft ordentlich.
Leavitt (10-1) ist in Ordnung, zuletzt 2 Siege in Folge, beides low level. Wichtig ist hier aber der Kampfstil. Leavitt ist im Striking 0,0 gefährlich. Leavitt hat vernünftiges BJJ und solides Wrestling. Genau dort ist Paddy aber stark. Paddy ist kein Striker, er ist besser als Leavitt, aber sein Kampfstil ist pur Grappling und Submissions. Paddy hatte bisher die Probleme, öfter mal sehr offen fürs Striking zu sein, diese Gefahr geht hier überhaupt nicht aus. Im Grappling sollte Pimblett klar stärker sein, im BJJ könnte es ausgeglichen sein, wobei ich da auch Paddy vorne sehe. Viele wissen gar nicht, dass er Black Belt BJJ ist.
Leavitt ist wie gesagt ok, hat viel aus den wenigen Skills gemacht. Hat einen guten Rekord, allesamt aber gegen low Level Gegner. Paddy ist erfahrener, hat mehr Skills und eine ganze Halle + Organisation hinter sich. Für mich ein Kampf wo Paddy kaum Gefahr läuft zu verlieren, außer er verläuft sich komplett unglücklich in eine Submission.

Jack Hermansson vs Chris Curtis

Wohl die Public Bet der Woche. Curtis kommt als late replacement für Darren Till zum Einsatz. Chris Curtis (29-8) mit einem 8 Win Run. Vor 4 Wochen erst gegen Rodolfo Viera gekämpft. Chris Curtis liefert momentan extrem. Vorher einen starken Phil Hawes und Brendan Allen überraschend KO besiegt. Mit Viera nun eine BJJ Koryphäe erledigt. Trotzdem wird Curtis bzw. wurde Curtis etwas unterschätzt, da er mal eine ganz böse PFL Saison hatte mit 1-4 Niederlagen. Davon aber mittlerweile mehr als erholt.
Hermansson (22-7) ist ein solider Kaderkämpfer in der UFC. Kämpft eigentlich alles was ihm vorgelegt wird und gewinnt auch gegen jeden schwächeren Gegner Problemlos. Sobald es eine Step Up gibt, geht es aber verloren. Thiago Santos, Cannonier, Vettori, Strickland... alles Top Namen, aber überall hat er verloren. Seine „größten“ Siege sind gegen einen Gastelum der am Ende war, einen Shabazyan, wo mittlerweile jeder weiß, dass der overhyped wurde und Ronaldo Souza, der am Ende seiner Karriere stand und jeden Kampf verloren hat.
Hermanssons größte Waffe ist da Wrestling, das macht er sehr gut, aber auch nur bis zu einem gewissen Level. Schaut euch mal den Wrestling Kampf gegen Chimaev an. Da wird Jack komplett zerstört. Kommt Hermansson aber normalerweise ins Grappling/Wrestling rein, dann hat er gute Chancen.
Nur steht Curtis bei einer Takedown Defense von 100% und das gegen Phil Hawes der national Champion und Division I im College Wrestling war und einen Rodrigo Viera der nur vom BJJ und damit Takedowns lebt. Auch Brendan Allen ist ein solider Wrestler. Ob Hermansson ein besserer Wrestler ist als Hawes und Viera? Ich bezweifle es, selbst wenn er etwas besser ist, seine 30% Takedown Accuracy ist auch nichts Besonderes.
Curtis hat mit 7.23 Strikes Landed per Minute und 65% Accuracy mega Werte im Striking. Jack hat im Vergleich mit 4.97 und 44% viel weniger. Natürlich hat Jack höhere Kaliber bisher gekämpft.
Sorgen macht mir bei Curtis nur, dass er vor 4 Wochen erst gekämpft hat, ansonsten halte ich Hermansson für schwer überschätzt. Im Striking wirkt er oft verloren, er rettet oft Runden durchs Wrestling, aber da sehe ich ihn mit Problemen vs Curtis. Bei Height und Reach hat er jeweils mit 6cm Vorteile gegenüber Curtis, das könnte im Striking evtl. zu ein paar Problemen führen.
Interessant ist auch, dass Curtis beim letzten Kampf Hermansson vs Strickland im Corner von Strickland war und Ansagen zum Kampf gegeben hat. Er weiß also ganz genau was gegen Hermansson zu tun ist.
Ich gehe aber mit der Public Bet und fahre weiter mit dem Curtis Train, welcher interessanterweise noch kaum Hype hat.

Curtis Blaydes vs Tom Aspinall

Die nächste Public Bet wozu ich mich entschieden haben zu folgen. Hier habe ich lange überlegt, gehe aber mit dem Narrativ und wette auf Aspinall. Aspinall (12-2) hat im Sturm die UFC erobert. 5 Kämpfe, 5 Siege, 5x unter 1.5Rd. und 4x Performance oft he Night. Gegen einen unbequemen Top Judoka Spivak gar keine Probleme gehabt, gegen einen erfahrenen Arlovski keine Probleme und dann auf der letzten Card eindrucksvoll Volkov besiegt. Das war aus meiner Sicht die Feuertaufe. Ich habe da schon auf Aspinall gesetzt, aber eher, weil ich dachte Volkov sei am Ende. Mittlerweile weiß man, dass Volkov nicht am Ende ist oder war, er hat gegen Rozenstruik gezeigt, dass man weiterhin mit Volkov in den Top 5 rechnen darf.
Aspinall ist sehr explosiv, harte Schläge, gute Bewegungen im Striking und dazu solides Wrestling mit einem Black Belt in BJJ. Als Jugendlicher hat er mehrere Britische Meisterschaften im BJJ gewonnen und gleichfalls im Amateurboxen unterwegs gewesen. Ein Allrounder, dem ich zu Beginn auch nicht getraut habe, mittlerweile aber sehr überzeugt bin. Er geht nicht auf die puren Highlight KOs sondern kämpft clever, setzt zur Sub an wenn nötig.
Mit Blaydes kommt natürlich der wohl beste Gegner, wenn man von Wrestling spricht. Blaydes wird allerdings wohl immer die Nr. 2 – 3 in der Gewichtsklasse bleiben. Immer wenn er kurz vorm Title Fight stand, hat er verloren. Dabei dreimal heftig gegen Ngannou/Lewis KO Gegangen: Alles was ab Top 4 abwärts kommt, besiegt er durch sein Wrestling. Gegen Daukaus zuletzt sogar im Striking überzeugt, allerdings ist Daukaus auch kein Top 10 Mann.
Blaydes wie gesagt wohl der beste Wrestler in der Division. War im College All American Wrestler und National Champ, most takedowns in a fight UFC HW Division und wirklich alles gekämpft was die HW zu bieten hat. Sehr erfahren, sehr klare Taktik und mittlerweile auch verbessertes Striking.
Der Weg zum Sieg für Blaydes ist aber klar, Wrestling. Allerdings hat Aspinall eine sensationelle 100% Takedown Defense. Gegen Volkov und Aspinall nicht schwer, aber gegen einen Spivak finde ich das schon stark. Dazu birgt Aspinall selbst eine Takedown Gefahr mit 4.07 Takedowns pro 15 Min inkl. 100% Accuracy und 2 Submissions pro 15 Minuten. Bei Submissions wäre Blaydes nämlich schwer unter Gefahr mit seinem Blue Belt in BJJ. Blaydes muss, wenn, dann sehr klare Takedowns ansetzen, so dass er sich nicht in die Gefahr einer Submission bringt. Seine eigene Takedowndefense ist mit 33% auch schwach. Im Endeffekt sieht es auf dem Papier im Wrestling also nicht mal so eindeutig aus, wobei Blaydes sich natürlich klar aufs Wrestling konzentrieren sollten. Aus seiner Sicht am besten über 25 Minuten Wrestling.
Falls sich Blaydes wie zuletzt mehr aufs Striking einlässt, sollte er Chancenlos gegen Aspinall sein. Die Explosivität und Schlaghärte bei Aspinall sind eine ganz andere.
Zusammengefasst: Ein knapper Fight, das Narrativ sagt Aspinall, die Erfahrung sagt Blaydes. Die Skills sehe ich für die ersten 2 Runden pro Aspinall, danach sollte Blaydes vorne sein.
Blaydes hat immer „versagt“ wenn er kurz vor dem Sprung nach oben war, hier hat er wieder die Chance Richtung Title Shot, kämpft aber „Auswärts“ und die UFC will wohl lieber einen Aspinall gewinnen sehen, als den relativ langweiligen Wrestler Blaydes.

Bellator 283 (Freitag 22.07)

Usman Nurmagomedov vs Chris Gonzalez

Hier ganz kurz. Einfacher pusher. Nurmagomedov, der Name sagts schon, kann hier kaum verlieren. Er steht 14-0, trainiert von Khabib, erst 24 Jahre alt aber räumt alles auf. In Bellator 3-0, vorher schon bei UAE Warriors alles aufgeräumt, was im arabischen Raum eine sehr gute Organisation ist.
Chris Gonzalez (7-1) ist nichts Tolles. Hat zwei Split Siege gegen Schrott Gegner, gegen einen Yamauchi, welcher sein erster guter Gegner war, schwer KO gegangen. Ich habe Ihn schon gegen Awad gelayed, da hat er geliefert, aber wohl eher weil Awad drüber ist. Gegen Usman ist er nur zum Abschuss freigegeben. Bellator hätte zu gerne einen Nurmagomedov vorne mitkämpfen, daher das Matchup um Ihm einen etwas besseren Gegner zu geben, aber ohne jegliche Gefahr zu verlieren. Gonzalez sollte im Grappling/Wrestling 0,0 Chance haben.

Gesamt:
3/10 Mokaev + Pimblett + McCann = 2.05q @ Pin
1/10 Aspinall + U. Nurmagomedov = 1.9q @ Pin
1/10 Gustafsson = 2.7q @ Pin
1/10 Curtis + U. Nurmagomedov = 2.1q @ Pin
1/10 P. Craig by Submission = 3q @ Betway (morgen bei Pin)
 
UFC Fight Night London


Gesamt:
3/10 Mokaev + Pimblett + McCann = 2.05q @ Pin
1/10 Aspinall + U. Nurmagomedov = 1.9q @ Pin
1/10 Gustafsson = 2.7q @ Pin
1/10 Curtis + U. Nurmagomedov = 2.1q @ Pin
1/10 P. Craig by Submission = 3q @ Betway (morgen bei Pin)

Gustafsson sollte die Karriere beenden oder sich eine kleinere Orga in Europa suchen. Das endet ansonsten böse. Curtis leider chancenlos, gegen den besten Hermansson den ich je gesehen habe. Craig versucht Subs, aber Özdemir kämpft clever. Aspinall reißt sich nach 15 Sekunden das Kreuzband... traurig für alle irgendwie.

Die Hauptkombi geht problemlos durch. Pimblett fand ich wirklich stark, da er Leavitt nicht im Striking besiegt hat sondern da wo Leavitt stark ist, im BJJ. Vielleicht wird Pimblett tatsächlich etwas unterschätzt. Er scheint sich langsam aber sicher zu verbessern. Die Show drumherum ist eh brillant. Mokaev zwar ohne KO, dafür aber haushoch überlegen. Und das gegen einen wirklich starken Gegner. McCann wieder mit Spinning Elbow. Noch ein Sieg und die bekommt einen Title Shot.

Leider Minus, Curtis und Gustafsson Wette war schlecht, Aspinall war aber einfach nur Pech.

-0.85
 
UFC 277

Pena vs Nunes 2

Der 1. Fight war wahrscheinlich der größte Upset der UFC Geschichte nach Serra vs GSP. Ich persönlich glaube das lag eher daran, dass Nunes einen schlechten Tag hatte, ihre Gegnerin unterschätzt wurde und sie einfach nicht 100% bei der Sache war, sowohl im Kampf als auch im Training. Als das Pena jetzt die neue "GOAT" wird. Auch wenn ich ihr natürlich nix, von ihrer unglaublichen Performance an diesen Abend abreden möchte. Dennoch erwartet höchstwahrscheinlich jeder hier die "alte" Nunes zurück.
Trotzdem habe ich mich für erstmal für eine Nicht-Ausgangsspezifische Wette entschieden, und zwar: "Wird der Sieger per Punkte entschieden?" Nein @1,42 CBet Ist jetzt nicht die Mega Value Quote, aber gut für ne Kombi. Sehe auch bei besten Willen nicht den Fight über 25min gehen [[nixweiss]] (wahrscheinlich jetzt schon Dec. win Safe, wenn ich sowas schreibe ^^) Dennoch traue ich natürlich auch Pena ein weiteren Stoppage win zu. Ich hoffe mal die 2 Mädels nehmen sich kein Beispiel an Adesanya, wie man Title Fights kämpft ^^

Klein anspielen werde ich auch noch. Nunes in R1 @3 & Nunes in R2 @4.7 Cbet
Auch wenn es wieder ein typisches Klischee ist, dass der Ex-Champion nach einer überraschenden Niederlage, dominant zurück kommt.
Muss ich einfach an die "Löwin" in Nunes appellieren, sich den Gürtel zurück zu holen.
Wäre übrigens gar nicht so überrascht, wenn sie nach einem möglichen Sieg, die Handschuhe an den Nagel hängt. Mit 34 & ne kleinen Tochter zu Hause, während sie noch gesund ist. Goat ist sie eh schon, finanziell sollte sie auch ausgesorgt haben, kann man ja nur noch verlieren ^^ aber egal, muss sie wissen.


Kombi Material: Pantoja vs Perez /// Sieg Pantoja @1.53 Sehe Pantoja Overall einfach als besseren Kämpfer, er ist erfahrener & hat die besseren Gegner gekämpft. Er sollte auch bei weiten gefährlicher am Boden sein. Was er beeindruckend bei seinem letzten Fight gegen Royval unter Beweis gestellt hat. Hab von Perez zwar auch noch nicht soviel gesehen, aber seine 2min gegen Figueiredo haben mich jetzt nicht so beeindruckt.

Dober vs Alves /// Sieg Dober @1.55 Was soll ich sagen? Nach Dober´s Unglaublichen Comeback gegen McKinney muss ich ihn einfach picken ^^ Sein Gegner ein Brasilianer mit einem recht unbeeindruckenden 20-10 Rekord. Davon 1-1 in der UFC.
Dober hingegen mit seinem 19! UFC Auftritt, teilweise gegen richtig gute Leute gekämpft. Wenn er jetzt noch auf seine Deckung in den ersten paar Minuten achtet, sollte er hier keine Probleme haben.

Moreno vs KKF: Für mich persönlich der am schwersten zu Vorherzusehende Fight auf der Card. KKF richtig gut unterwegs, 3 Siege am Stück. Besonders der Dec. Win gegen Askarov war beeindruckend, wie er den eigentlich auf den Papier überlegenen Grappler dominieren konnte, war schon überraschend. Moreno aber nicht minder schlecht unterwegs. Gibt nicht wenige die ihn noch als Champ sehen & in einem anderen Universum würde jetzt Figueiredo vs KKF um den IC-Gürtel kämpfen. Beides sehr guter Striker, mit leichten Props für den Mexikaner, Moreno auf den Papier der bessere Grappler, aber nach KKF letzten Fight wär ich mir da auch nicht mehr so sicher. Eher Unentschieden. Man merkt das der Neuseeländer an sich gearbeitet hat und von Fight zu Fight besser wird. Hat auch sehr gute Leute um sich u.a 2 amtierende Champs. Da kann man ja nur besser werden ^^ Auch hier denke ich, dass der Fight nicht über die volle Distanz gehen wird. Auch wenn bei den 125 LBS etwas die KO-Power fehlt. Erwarte ich einen heißen Ritt, mit 2 hochmotivierten Kämpfern.
"Wird der Sieger per Punkte entschieden?" Nein @2,23 Cbet
und weil mir KKF zur Zeit so gut gefällt noch Sieg KKF @2.75 was eigentlich zu den Risk Tipps gehört.


Risiko: Lewis vs. Pavlovich /// Sieg Lewis @2,18 Cbet
Muss man nicht viel zu sagen, wenn Mr "One Punch Man" Lewis eine ordentliche landet dann macht er das Ding. Ansonsten wird es wohl ein Dec win für den Russen ^^ Aber ich bin optimistisch, wenn Overeem ihn ausknocken konnte, dann kann das ein Lewis auch. Der Russe 15-1 Rekord klingt ganz nice, hat aber auch nur "Fallobst" gekämpft, wenn ich das mit Lewis seinen Gegnern die letzten Jahre vergleiche.

Moreno vs. Semelsberger /// Sieg Moreno @2,31 Cbet
Diese Quotierung verstehe ich persönlich nicht ganz? Für mich ist hier Moreno der leichte Favorit. Er ist definitiv der erfahrene Kämpfer. Striking sollte recht ausgeglichen sein, sehe aber Moreno im Clinch und am Boden vorne. Semelsberger schon etwas größer, mit längere Reichweite. Ich erwarte von Moreno, dass er versuchen wird die Distanz zu verkürzen, den Gegner zu shooten und ihm dann am Boden zu kontrollieren. Aber da die meisten UFC-Kämpfer eh kein Gameplan vorweisen können^^ lassen wir uns einfach mal überraschen.

Mayes vs. Abdelwahab /// Sieg Abdelwahab @2,55 Cbet
Last but not Least gibt es noch ein Tipp der sich nur auf die Quote richtet. Schon alleine weil es sich um ein Heavyweight Fight handelt, lohnt es sich auf den Dog zu gehen. Ich denke auch die Quote ist deshalb so hoch, weil Abdelwahab für Tafa kurzfristig einspringt. Er wird damit der 1. Ägypter sein, der in der UFC Antritt. Abdelwahab kommt soweit ich weiß, aus dem Wrestling. Wo er u.a. 2016 für Ägypten bei den Olympischen Spielen antrat. Dennoch hat er alle seine 5 Kämpfe durch KO gewonnen. Über Mayes kann ich nicht viel sagen, aber ich denke er ist hauptsächlich als Striker bekannt.
Wie gesagt ich probiere den Ägypter nur Aufgrund der Quotierung aus. Beide Fighter könnten auch in irgendwelchen Hinterhöfen kämpfen und ich wäre nicht ansatzweise überrascht darüber ^^ Ich erwarte hier kein großes Taktik Geplänkel von beiden Seiten, auch Technik-Fetischisten sollten Lieber auf Moreno vs KKF warten ;) Just for Fun!

Viel Glück[[yo]]