BOCHUM –
Statt sich auf dem Trainingsplatz auf das Nachholspiel am Mittwoch in Auerbach vorzubereiten, sitzt Björn Brunnemann am Dienstag im Saal C 147 des Bochumer Landgerichts. Dort holt den BFC-Kapitän eine alte Geschichte aus seiner Zeit beim FC St. Pauli ein.
Sein damaliger Kumpel und Teamkollege René Schnitzler soll von einem Wettpaten Geld angenommen haben, um im Jahr 2008 Spiele zu manipulieren. Die Manipulation streitet Schnitzler allerdings ab, hat aber in früheren Aussagen auch Brunne mit in diese Sache reingezogen. Der soll sich deshalb jetzt für Beihilfe zum Betrug eines Betrügers verantworten.
Bitter für Brunne, dass sein Fall jetzt öffentlichkeitswirksam zusammen mit den Anschuldigungen gegen Schnitzler und den Wettpaten (seit Januar in Bochum in U-Haft) verhandelt wird. Brunne fährt aber ohne schlechtes Gewissen ins Ruhrgebiet.
BFC-Coach Thomas Stratos: „Er hat uns über den Prozess und den Sachverhalt informiert. Das soll er jetzt alles erst mal in Ruhe klären. Wir stehen zu ihm.“ Ob Brunne am Mittwoch spielen kann, ist aber fraglich. Denn für Mittwoch ist der zweite Verhandlungstag anberaumt.