Ich habe Heute 200€ von einem Rubbellos gewonnen, doch ist es eigentlich Helal was ich da gemacht habe oder Haram?
Ich wünsche mir ein Jeep, deswegen brauche ich schnell Geld und werde voraussichtlich im Juni wieder für 500€ spielen.
In deutschen Spielhallen und Wettbüros trifft man vor allem junge Männer, viele von ihnen sind Muslime. Dabei ist Glücksspiel im Islam eigentlich verboten. Trotzdem betreibt auch die Türkei eine staatliche Lotterie, und in Saudi-Arabien wird bei Kamelrennen gewettet. Wie passt das zusammen?
„Ich habe mein Leben ruiniert. Heute lebe ich in Armut, und ich fühle mich jeden Tag schlecht. Wenn man so viel bereut, kann man auch nicht mehr glücklich werden. Ich habe früher regelmäßig die Kontrolle verloren, wenn wir in türkischen Cafés Karten in der Männerrunde gespielt haben oder ich wieder mit meinem letzten Geld an einem Automaten stand. Die Münzen sind eine nach der anderen verschwunden. Es ist mir dann eiskalt den Rücken runter gelaufen, als ich nichts mehr zum Spielen hatte. Erst dann habe ich mich an meine Verantwortungen erinnert. An meine Frau und Kinder. Man schämt sich und will im Erdboden versinken.“
Glücksspiel ist „haram“, also religiös verboten. Das bestätigt auch Mathias Rohe, Experte für islamisches Recht:
„Zeitverschwendung“
Eine entsprechende Stelle im Koran ist Sure 2, Vers 219:
„Man fragt dich nach dem Wein und dem Losspiel. Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde. Und dabei sind sie für die Menschen (auch manchmal) von Nutzen. Die Sünde, die in ihnen liegt, ist aber größer als ihr Nutzen.“
Trotzdem werden zahlreiche Sportwettbüros oder Casinos in Deutschland von muslimischen Männern betrieben. Die Integrationsexpertin und Muslimin Serap Güler hat dazu eine klare Meinung:
„Ich glaube nicht, dass das islamisch legitim ist, dass Muslime diese Wettbüros führen, betreiben oder noch schlimmer oder genauso schlimm, ihre Zeit dort verschwenden.“