Limit für profitable Spieler

Wenn das alles so wie es ist "fair" und richtig ist, warum kommunizieren es die Buchmacher dann nicht.


Transparenz schadet dem Geschäft. Frag mal bei der Textil, Auto, Fleisch oder XY-Industrie nach warum Sie nicht offen mit ihren Geschäftspraktiken hausieren gehen.

Ich sage übrigens nirgends das alles fair und richtig sei. Ich habe dir eigentlich nur den status quo und die Tatsache das es verschiedene Ansichten dazu gibt dargelegt. So wie versucht dir anhand des Geschäftsmodells "Eurobookie" darzulegen warum diese Methoden in gewisser Weise wirtschaftlich notwendig sind. Es steht dir doch völlig frei zB.: nur bei pinnacle zu wetten oder gar nicht zu wetten. Es steht dir auch frei dich politisch gegen diese Art von Geschäftsmodell einzusetzen.

Ich persönlich bin ein großer Freund von Eigenverantwortung soweit das möglich ist. Oder anders formuliert zum Lügen gehören immer zwei, einer der lügt und einer der es glaubt. Für mich ist es gegeben das Industriekomplexe wie die Wettentertainmentbranche versuchen zu täuschen um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, die fehlende Transparenz von bet365 überrascht mich nicht mehr oder weniger als die von Tönnies Wurstfabrik/Zara whatever.

Moralisch finde ich das übrigens auch nicht. Aber zumindest im Fall der Wettbranche habe ich mich damit arrangiert, weil ich einfach zu gerne wette.

Die könnten doch in AGBs schreiben, wenn man "das und das" macht, dann wird man limitiert. Dann wäre es fair.

Ich hab jetzt nicht extra geschaut, aber ich meine mich zu erinnern schon öfter sinngemäß den Passus gelesen zu haben, dass Sie sich vorbehalten und mit wem Sie einen Vertrag schließen wollen und mit wem nicht. In sofern weisen Sie ja durchaus darauf hin, dass Sie kein allgemeines öffentliches Gut zur Verfügung stellen sondern eher so etwas wie ein Nachtclub sind, der hält reinlässt wenn er für attraktive Kundschaft hält.

Und auch wenn man limitiert wurde und nachfragt warum, dann bekommt man keine Antwort. Ist das Transparent?
Eines der Ziele des Glückspielstaatvertrags ist doch Transparenz, oder hab ich das falsch verstanden?

Es ist nicht transparent. Aber du weißt es ja mittlerweile trotzdem oder. Es ist weil du Wetten abschließt die dem Buchmacher nicht passen.
Ich denke das hast du falsch verstanden, der Glücksspielstaatsvertrag wurde nicht gemacht damit der Kunde einen besseren Einblick in das Risikomanagemt der Buchmacher erhält. Musst aber nachfragen bei denen die den Glücksspielstaatsvertrag aufgesetzt haben. Die haben wohl vor lauter Kompromissfindung selber vergessen was ihre Ziele sind.

Jedem dem ich erzählt habe das die Buchmacher dich einfach limitieren und sperren, wenn Ihnen danach ist, wusste nicht, dass das so ist.
Ganz im Gegenteil, die meisten glauben einem das gar nicht.

Das kann ich so aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber in den meisten Bereichen in denen sich Menschen nicht auskennen, haben Sie oft auch keine Ahnung. Ich weiß also nicht so genau was du damit sagen willst.

Ich glaube wenn das jeder wüsste, dann wurden viele gar keinen Account erstellen.
Wer würde sich den bei einem Buchmacher anmelden, der dir sagt:
Sobald wir den Verdacht haben das Sie nicht verlieren, dann werden Sie auf ein paar Cent limitiert oder gesperrt.

Vielleicht, ich habe aber Zweifel das so ein Hinweis eine besonders Wirkung hätte.
Es stimmt wie du es jetzt formuliert hast aber auch nicht, man darf und kann ja durchaus gewinnen. Man wird limitiert wenn der Verdacht besteht, dass man systematisch gewinnt. Die meisten Leute die ich wiederum kenne, sind auch nicht in der Lage systematisch zu gewinnen - ihr Wettvergnügen ist also nicht beeinträchtigt. Wer am Buli WE sein ganzes Geld auf Bayern setzt und gewinnt wird ziemlich sicher nicht limitiert.


Ganz allgemein noch. Ich kann mich glaube schon gut in dein Verständnis von Fairness hier reinversetzen und teile das im Prinzip sogar. Die Realität ist eben einfach eine andere. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.
 
  • Like
Reaktionen: Halvar und JW0815
guter Kommentar von scholldart. Das ist leider Tatsache. Rechtlich wohl schwer zu halten, aber wegen ein paar 100 Euro oder einer Limitierung in Malta (meist) klagen? Oder nun ggf. in Deutschland, aber wie oben schon geschrieben, hält der neue Vertrag/Gesetz auch bei weitem nicht das was wohl ursprünglich geplant war.
Es herrscht aber immer noch das Gesetz der Marktwirtschaft: wenn ein Anbieter Mucken macht, einfach woanders wetten.......
 
Ganz allgemein noch. Ich kann mich glaube schon gut in dein Verständnis von Fairness hier reinversetzen und teile das im Prinzip sogar. Die Realität ist eben einfach eine andere. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.

du hast einiges sehr schön erklärt.
Es sind halt Gegenteilige Interessen zwischen Prof-Spielern, die Gewinne erwirtschaften wollen und Euro-Buchmacher, die mit einem Quoten-Feed den Otto-Normalverbraucher bedienen wollen. Das kann nicht funktionieren und oder sich finanziell ausgehen.

Fairness liegt wohl hier im Auge des Betrachters und wenn wir ehrlich sind, dann sind wenige Branchen fair.
Nur fällt es uns als Konsumente sonst nicht so auf und oder wir nehmen es hin.

Oder anders gefragt ist es Fair das jemand, der besser informiert ist die Schwäche des Standard-Quoten-Feeds ausnutzt und Profite daraus erzielt?
Alles eine Frage der Perspektive.

Ich stimme im übrigen völlig überein, dass in Deutschland der Gesetzgeber vor lauter Kompromissen, Lobbying das Ziel des Glückspielstaatsvertrages aus den Augen verloren hat bzw. sich eben auf einen möglichen Kompromiss geeinigt hat, um das Gesetz endlich zu beschliessen, dabei wäre es fast noch gekippt worden mit einer Klage.
Der Grund für den Glücksspielstaatsvertrag sind Steuereinnahmen für den Staat, anschließend die Kanalsierung es Angebots, Reglementierung, Kontrolle, Organisation und gerne und lange ausführlich erklärt der Spielerschutz.
Fairness kommt dabei in keinem Punkt vor. ;-)
(und es ist auch davon auszugehen, dass ein Großteil der Personen, die mit dem Gesetz befasst waren, noch nie gewettet haben bzw. mit der Materie wirklich vertraut waren).
 
Robär und TOMK2010 jetzt hab ich es rausgesucht.

Die Wettgebühr in Österreich beträgt 2%. (2 von Hundert)
Gerne kannst es selber nachlesen.
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10003882

Bevor es die Wettgebühr gab, war eine Gewinn-Gebühr oder Gewinnstgebühr vorhanden.

Früher vor gut ca. 35 Jahren haben die Buchmacher auch eine Einsatzgebühr an den Kundenbei der Wettabgabe verrechnet.
Daran werden sich aber die wenigsten noch erinnern.
Wenn ich mich recht erinnere war Wettpunkt in Wien, die erste Firma, die diese dann gestrichten hat. Die anderen Anbieter sind dann gefolgt mit der Streichung der Einsatzgebühr.
 
Es steht dir doch völlig frei zB.: nur bei pinnacle zu wetten oder gar nicht zu wetten.

Ist das so? Ich habe gedacht, dass jetzt nur noch die lizenzierten legal sind. Sind die Asiaten immer noch Grau-Zone?
Mich ärgert eigentlich auch gar nicht so das die Buchmacher limitieren. Hab alle Accounts aufgelöst deswegen. Die verdienen an mir nichts.
Mich ärgert das die das jetzt mit Genehmigung und Kontrolle vom Staat machen.


Ich stimme im übrigen völlig überein, dass in Deutschland der Gesetzgeber vor lauter Kompromissen, Lobbying das Ziel des Glückspielstaatsvertrages aus den Augen verloren hat bzw. sich eben auf einen möglichen Kompromiss geeinigt hat, um das Gesetz endlich zu beschliessen, dabei wäre es fast noch gekippt worden mit einer Klage.

(und es ist auch davon auszugehen, dass ein Großteil der Personen, die mit dem Gesetz befasst waren, noch nie gewettet haben bzw. mit der Materie wirklich vertraut waren).

Richtig, da macht man wieder irgendein unsinnigen Dreck. Und hat keine Ahnung davon. Wie bei so vielen Gesetzen...

Der Grund für den Glücksspielstaatsvertrag sind Steuereinnahmen für den Staat, anschließend die Kanalsierung es Angebots, Reglementierung, Kontrolle, Organisation und gerne und lange ausführlich erklärt der Spielerschutz.
Fairness kommt dabei in keinem Punkt vor. ;-)
(und es ist auch davon auszugehen, dass ein Großteil der Personen, die mit dem Gesetz befasst waren, noch nie gewettet haben bzw. mit der Materie wirklich vertraut waren).


Das der wahre (und ich denke leider auch der einzige) Grund nur die Steuereinnahmen sind, ist mir auch klar.
Aber offiziell gibt es halt auch noch die anderen Gründe, die du aufgezählt hast.
Und von Transparenz ist übrigens auch die Rede im Glückspielstaatsvertrag.
Und ich bin da immer noch der Meinung, dass wenn ich keine Chance habe gewinn zu machen und mir dann nicht mal gesagt wird was ich "falsch" gemacht habe, dann hat das wenig mit Transparenz oder Spielerschutz zu tun.
Will mich aber jetzt auch nicht im Kreis drehen.

Also ich denke ich kann aus der Diskussion mitnehmen, das es halt ein sinnloses Gesetz mehr in Deutschland gibt.
Aber ist ja egal, bezahlt ja der Steuerzahler...

Ich glaube ich Frage da mal beim Regierungspräsidium Darmstadt nach, was Ihre Meinung zu dem Thema ist.
Irgendwo habe ich aber gelesen, dass die erst nächstes Jahr Ihre Arbeit richtig aufnehmen. Stimmt das?
 
Ist das so? Ich habe gedacht, dass jetzt nur noch die lizenzierten legal sind. Sind die Asiaten immer noch Grau-Zone?
Mich ärgert eigentlich auch gar nicht so das die Buchmacher limitieren. Hab alle Accounts aufgelöst deswegen. Die verdienen an mir nichts.
Mich ärgert das die das jetzt mit Genehmigung und Kontrolle vom Staat machen.
Ob ein Anbieter für dich als Endverbraucher legal oder nicht legal ist kann dir im Grunde genommen doch egal sein?
Eine Sicherheit, dass ein Lizensierter Anbieter, besser oder sicherer ist man nicht.
betago ist ja ein Beispiel dafür, dass die Lizenz aus Spielersicht nichts wert ist.
Zahlreiche User berichteten seit Monaten von Problem, von Verzögerungen bis Ausfällen.... :( :(
Also ich sehe keinen Vorteil für einen User aus Deutschland bei einem Lizenzierten Anbieter zu wetten.
Eher sind da noch die Nachteile, der Einzahlungs-Limits, der Informations-Austausch mit OASIS und ein mögliches Tracking durch den deutschen Staat, sowie die Schufa-Abfragen der Anbieter, die bei den Spielern in Deutschland in der Schufa-Datenbank stehen.

Richtig, da macht man wieder irgendein unsinnigen Dreck. Und hat keine Ahnung davon. Wie bei so vielen Gesetzen...
Ja leider, aber diese Problematik besteht bei vielen Gesetzen, nachdem alle Lobbyisten, Interessen-Gemeinschaften und Konsorten reingepfuscht haben kommt genau sowas raus.
Das der wahre (und ich denke leider auch der einzige) Grund nur die Steuereinnahmen sind, ist mir auch klar.
Aber offiziell gibt es halt auch noch die anderen Gründe, die du aufgezählt hast.
Ja die Steuereinnahmen sind der einzig wahre Grund, ansonsten landet das ganze Geld in Malta, Gibraltar, Zypern oder sonstigen Off-Shore-Postkasten-Firmen.
Vorgeschoben wird natürlich immer der Spielerschutz, die Reglementierung des Angebots, Lenkung, Kanalisierung etc....

Und von Transparenz ist übrigens auch die Rede im Glückspielstaatsvertrag.
Ja Transparenz schon, aber hinsichtlich der Lizenz, der Auflagen, der Abwicklung, den Prozessen, der Anbindung an Datenbanken.
Es ist nirgends etwas von Transparenz gegenüber Spielern zu lesen.
Wenn ich darüber nachdenke, dann fallen mir zig Branchen ein wo es zwar viele Regeln, Auflagen gibt, aber keine echte Transparenz.
Das ist einfach Wunschdenken von dir oder vielen Kunden, die genervt sind, dass Sie als zu schlau, zu gefährlich oder was auch immer eingestuft wurden und nicht Geld beim Wettanbieter abholen können wie Sie möchten.
Transparenz:
in meiner Jugend als ich ausging, gut gekleidet, gepflegt.. kamen wir immer wieder in Clubs nicht rein (Fair oder Transparten war das nicht)
ich schaue online mit meinem iphone, mit dem samsung von der Firma oder meinem PC auf buchungsplattformen und erhalte jedes mal andere Preise (Fair oder Transparent ist das nicht)
im Urlaub sitze ich mit Leuten zusammen, die ganz unterschiedliche Preise für den gleichen Urlaub zahlen...
in zig Branchen wegen Stammkunden in ein Premium-System geschoben und andere unliebsame nicht...
(waren jetzt nur ein paar Beispiele von mir)

Und ich bin da immer noch der Meinung, dass wenn ich keine Chance habe gewinn zu machen und mir dann nicht mal gesagt wird was ich "falsch" gemacht habe, dann hat das wenig mit Transparenz oder Spielerschutz zu tun.
da ist meiner Meinung nach deine Annahme einfach falsch. Buchmacher betreiben ein Geschäft, dass darin besteht das die Mehrheit der Kunden verlieren. Natürlich gibt es auch Kunden die gewinnen und die Gewinne einfahren, aber Kunden, die besser sind als der Buchmacher oder nennen wir es einfach wie es ist, Kunden die mit dem 0815-Quoten-Feed, die Fehler erkennen, die schwäche des Systems ausnutzen, die kann kein Buchmacher sich langfristig leisten, da Sie geschäftsschädigend sind.

Was du willst ist eine ehrliche Antwort. :-) :-)

Keine Firma würde zugeben, dass der Quoten-Feed von betradar zu schwach ist für 2.Liga in Bolivien, oder ITF Spiele manchmal um 4 Sekunden zu langsam sind oder die Over/Under in Italien Serie C zu standardisiert erstellt werden etc... Keine Firma gibt schwächen im Feed zu.
Da müsste der Buchmacher sagen: Hey du bist besser als unsere Buchmacher, daher bist du limitiert.
Hast du jemals einen Politiker sagen hören, oh das war mist oder das war falsch. ......

Wenn Kunden limitiert oder ausgeschlossen werden hat es nichts mit Spielerschutz zu tun.
Der Spielerschutz ist ja für etwas ganz anderes gedacht. Für jene, die wirklich Probleme mit Wetten haben. Inwiefern der Spielerschutz irgendwie die helfen soll wüsste ich nicht.

Will mich aber jetzt auch nicht im Kreis drehen.
Ich denke am besten ist man nimmt es zur Kenntnis und fertig.

Ich glaube ich Frage da mal beim Regierungspräsidium Darmstadt nach, was Ihre Meinung zu dem Thema ist.
Das ist Lebenszeitverschwendung. ;-) ;-)
 
  • Like
Reaktionen: Halvar
Ich glaube ich Frage da mal beim Regierungspräsidium Darmstadt nach, was Ihre Meinung zu dem Thema ist.
Irgendwo habe ich aber gelesen, dass die erst nächstes Jahr Ihre Arbeit richtig aufnehmen. Stimmt das?

https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-...che-uebergangsaufgaben-nach-27p-gluestv-2021/ die sind zuständig aber wie du schon erwähnt hast sind die wohl erst 2023 in der Lage was zu machen. Darmstadt wird wohl keine Hilfe sein, warum sollten die sich noch nen Kopf machen. Den solltest Du dir auch nicht machen, hilft nix Geflecht von Provinzfürsten und Industrie zu eng und bei fixen Steuereinnahmen werden die dich evtl. anhören aber am Ende innerlich auslachen.
 
  • Like
Reaktionen: Loerre
Ob ein Anbieter für dich als Endverbraucher legal oder nicht legal ist kann dir im Grunde genommen doch egal sein?

Da bin ich mir nicht sicher. Mache ich mich damit jetzt nicht strafbar?
Also der (nicht lizenzierte) Anbieter macht sich jetzt strafbar!!!
Was ist mit dem Kunde?

evtl. anhören aber am Ende innerlich auslachen.

Das ist mir egal. Hier im Forum lachen auch alle.
Aber man darf doch nachfragen und sagen wenn einem was nicht passt.
 
Wo steht eigentlich, dass nur profitable Spieler limitiert werden? Ich wurde vor kurzem bei 22Bet limitiert, obwohl ich dort weder ausgezahlt noch Hohe Summen noch Surebets gespielt habe. War auch nicht in Randligen etc unterwegs. Was, wäre, wenn alles reine Zeitverschwendung, wenns passiert, passierts halt. Kannst eh nichts machen.
 
Die Anzahl der Fußball-Ligen, die Angeboten werden dürfen ist ja geradezu lächerlich, damit Reduziert man das Angebot ja geradezu auf Oddset-Niveau. Da kann man sich sicher sein, dass das unter der Hand in den Shops Wettseite, Dummy-Seiten und illegale Anbieter sich schön ausbreiten werden. Ist ja bereits jetzt so, dass Premium-Spieler eigene "Webseiten" in Wettshops erhalten, um damit Anonym wetten zu können.

Cashout... uiuiui krass