Landis gedopt ???

doch was gefunden:
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AMSTERDAM, 27.07.06 (rsn) - Toursieger Floyd Landis ist am gestrigen Mittwoch überhastet aus den Niederlanden abgereist, wo er am Abend beim berühmten Tourkriterium in Chaam starten wollte.

Landis hat angeblich auf Anraten seiner Ärzte das Kriterium abgesagt. Der Amerikaner habe plötzlich Schmerzen an der Hüfte bekommen, an der er demnächt operiert werden muss, sagte sein Phonak-Teamkollege Robert Hunter der Tageszeitung De Telegraaf In Chaam sollte Landis der Star des Abends sein. Er reiste ohne eine nähere Erklärung gegenüber den Organisatoren ab.

"Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir haben keine offizielle Entschuldigung. Wir haben den ganzen Abend versucht, Landis und Phonak-Manager John Lelangue zu kontaktieren, aber keinen erreicht", sagte John van den Akker, der Organisator von Chaam, verärgert. Man habe viel Geld gezahlt für Landis Start und erwarte eine Erklärung. Van den Akker fügte hinzu, dass beim "netten" Landis solch rüdes gänzlich unerwartet sei und dass der Toursieger am Morgen im Hotel beim Frühstück noch sehr munter gewirkt habe.


Landis "plötzliche Abreise aus Brabant" (Telegraaf) fällt zusammen mit der Bekanntgabe der UCI, dass es bei der Tour de France einen positiven Dopingfall gab. Nun wird natürlich spekuliert, die beiden Ereignisse könnten zusammenhängen.

Am Dienstagabend fuhr Landis beim Kriterium in Stiphout und machte dort einen sehr guten Eindruck. Er gewann die Veranstaltung im übrigen. Am Donnerstag wird der Toursieger bei einem Kriterium in Dänemark erwartet.
 
Es ist schon eine Unverschämtheit hoch x, wenn der Typ so dramatisch einbricht, dann seine Mittelchen nimmt, allen davonfährt als wäre nix gewesen und sich noch über den Toursieg freut! Ich mein, weiß der Depp net, daß das dort überall Kameras sind, hat er geglaubt das merkt keiner. In meinen Augen ist das ein MEGAA....LOCH, mehr noch als der Hodenkrebskasperl!

Sorry Mods, starker Tobak solange noch nichts konkret bewiesen ist, aber musste mal raus
 
Quelle http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2006/07/27/vermischtes/43267

Floyd Landis positiv getestet
Floyd Landis, der Sieger der diesjährigen Tour de France, steht unter Dopingverdacht. Beim Phonak-Captain wurde beim Dopingtest nach der 17. Etappe ein ungewöhnlicher Testosteron/Epitestosteron-Wert festgestellt.
Das Phonak-Team hat bestätigt, dass es vom Internationalen Radverband (UCI) über die positive A-Probe informiert worden sei. Das Schweizer Team hat Landis sofort von allen Rennen abgezogen, wie es der Ethik-Code der ProTour verlangt. Landis wird eine B-Probe verlangen.

Damit soll bewiesen werden, dass der erhöhte Testosteron-Wert einen natürlichen Ursprung habe.
 
mani schrieb:
Es ist schon eine Unverschämtheit hoch x, wenn der Typ so dramatisch einbricht, dann seine Mittelchen nimmt, allen davonfährt als wäre nix gewesen und sich noch über den Toursieg freut! Ich mein, weiß der Depp net, daß das dort überall Kameras sind, hat er geglaubt das merkt keiner. In meinen Augen ist das ein MEGAA....LOCH, mehr noch als der Hodenkrebskasperl!

Sorry Mods, starker Tobak solange noch nichts konkret bewiesen ist, aber musste mal raus

Pfui , echte Mistsau.
Dass er dopt war ist ja sekundär, die Art und Weise ist halt Wahnsinn, so blöd kann nur ein Army sein, der wollt halt die gesamte Sportwelt für deppart verkaufen! [[stupid]]
 
mani schrieb:
Es ist schon eine Unverschämtheit hoch x, wenn der Typ so dramatisch einbricht, dann seine Mittelchen nimmt, allen davonfährt als wäre nix gewesen und sich noch über den Toursieg freut! Ich mein, weiß der Depp net, daß das dort überall Kameras sind, hat er geglaubt das merkt keiner. In meinen Augen ist das ein MEGAA....LOCH, mehr noch als der Hodenkrebskasperl!

Sorry Mods, starker Tobak solange noch nichts konkret bewiesen ist, aber musste mal raus


Lange nimmer so gelacht wie über das "Hodenkrebskasperl", auch wenns wirklich sehr böse ist, trotzden DANKE für den Aufheiterer [[rofl]] !
 
Ihr Vorverurteiler. :mrgreen:

Ohne B-Probe ist noch gar nichts bewiesen und selbst wenn:
Drei Wochen ohne Frau und dann noch der Frust über den Zusammenbruch auf der Etappe vorher, gibt es denn schon wissenschaftliche Studien was so etwas bei einem Leistungssportler auslösen (und aufbauen) kann?
 
Pechvogel schrieb:
Ihr Vorverurteiler. :mrgreen:

Ohne B-Probe ist noch gar nichts bewiesen und selbst wenn:
Drei Wochen ohne Frau und dann noch der Frust über den Zusammenbruch auf der Etappe vorher, gibt es denn schon wissenschaftliche Studien was so etwas bei einem Leistungssportler auslösen (und aufbauen) kann?

ja klar, ganz viel Testo :mrgreen:
 
na die frage ist doch, um wieviel höher der testosteron-spiegel ist, und ob bei ihm ein höherer wert "normal" ist... soweit ich weiß ist testosteron ja verantwortlich zum muskelaufbau und damit nur natuerlich nach training bzw solchen strapazen, da stellt der körper logischerweise (zur neuen regenerationsanforderung) wesentlich mehr her... deswegen soll man ja nicht matratzensport betreiben während der wettbewerbe :mrgreen: ...
 
Energienudel schrieb:
na die frage ist doch, um wieviel höher der testosteron-spiegel ist, und ob bei ihm ein höherer wert "normal" ist...
Laut ARD Informationen lag der Testosteronspiegel von Landis bei 11:1 erlaubt ist aber nur 4:1. Wenn Landis schon immer ein Problem damit hatte warum hat er das dann nicht vorher gemeldet bzw. wieso wurde er nur bei seinem Husarenritt positiv getestet.
Hüfte war an diesem Tag total zugedröhnt, nur beim Testosteron hat er sich ein wenig verrechnet...

Energienudel schrieb:
soweit ich weiß ist testosteron ja verantwortlich zum muskelaufbau und damit nur natuerlich nach training bzw solchen strapazen, da stellt der körper logischerweise (zur neuen regenerationsanforderung) wesentlich mehr her...

Wo hast du denn das her?
Während der Belastung stellt der Körper die Produktion von Testosteron fast völlig ein.
 
Hat gestern jemand das Aktuelle Sportstudio gesehen ?

Das interview mit dem Ex-Radprofi Jesus Manzani oder wie der heißt ?
Eine klarere Aussage zum Thema Doping im Radsport gibt´s ja nicht.

Unglaublich ...Seine Aussage: ALLE 139, die ins Ziel kamen nehmen/nahmen was!!!

...übrigens: auch der Profifußball ist lt. ihm betroffen. Auch die BL - wenn auch nur in geringem maße lt Ihm! auch wenn ich nicht weiß wo, der seine quellen her hat oder das nur seine einschätzung ist. [[nixweiss]]
 
Zano schrieb:
Hat gestern jemand das Aktuelle Sportstudio gesehen ?

Wers verpaßt hat:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,1000041,00.html

Wenn das einigermaßen stimmt, heißt das: Der Radsport ist tot. [[wc]]

Entweder es werden fast alle Fahrer gesperrt.
Was bringt das, wenn nur noch zehn Profis übrigbleiben, sollen die allein eine Rundfahrt bestreiten?

Oder es gibt eine Generalamnestie - genauso unvorstellbar.
 
naja, Manzano hat vor 2 Jahren genau das gesagt, was jetzt durch die Fuentes Affaire aufgedeckt worden ist - nur damals hat man das als Humbug abgetan - jetzt sagt er, jeder Fahrer, der die Tour de France beendet sei gedopt - warten wir mal ein bis zwei Jahre ab und schauen, was dabei rumkommt...

Ich denke allgemein vernachlässigen sollte man solche Aussagen von (Ex-)Radfahrern nicht. Wird schon irgendwas dran sein - besonders wenn ähnliche Aussagen zum gleichen Thema schon bestätigt wurden
 
Zano schrieb:
...übrigens: auch der Profifußball ist lt. ihm betroffen. Auch die BL - wenn auch nur in geringem maße lt Ihm! auch wenn ich nicht weiß wo, der seine quellen her hat oder das nur seine einschätzung ist. [[nixweiss]]


Im Fußball erscheint mir doping nicht zweckmäßig, obwohl ichs auch nicht ausschließen mag. doping nützt nur dem rechten mittelfeldspieler nichts, wenn seine mitspieler den ball vertendeln...

beim radsport oder sprinten (gatlin) bringt die individuelle leistungssteigerung durch doping mehr, da die "sportler" nicht teil einer mannschaft sind, sondern die eigene "leistung" einen höheren stellenwert besitzt als bei fußball, basketball etc.

In Momenten gesteigerter Aggression und Frustration über diese Betrüger wünsch ich mir, dass sie doping legalisieren sollten. Wer so wahnsinnig ist seine Gesundheit dermaßen aufs spiel zu setzen... Bitte! Vielleicht checken sie es erst, wenn ihre kollegen reihenweise vom rad fallen. Oder sie stellen fest, dass für das dritte bein, das sie den pillen + spritzen verdanken, kein platz auf dem pedalen ist.
 
Toni Buletti schrieb:
Im Fußball erscheint mir doping nicht zweckmäßig, obwohl ichs auch nicht ausschließen mag. doping nützt nur dem rechten mittelfeldspieler nichts, wenn seine mitspieler den ball vertendeln...

Denk an den Fall "Bobby". Ein Bundesligaspieler packte über Doping aus (ist ungefähr 15 Jahre her). Nach seiner Aussage wird schon gedopt, insbesondere um im Training volle Leistung zu bringen und am Wochenende im Kader zu stehen und Prämien zu kassieren. Aus der Geschichte ist aber nichts weiter rausgekommen.
 
so ganz abwegig ist das Legalisieren von Doping nicht wirklich....
in den USA sind im Galopprennsport einige Mittel erlaubt. Im Rennprogramm steht dann neben dem Pferdenamen, Jockey etc. auch welche Mittelchen das liebe Tier bekommt.

Es ist natürlich ein perverser Gedanke aber eine Erhöhung der Grenzwerte ist möglicherweise gesünder und vor Allem fairer als die derzeitige Praxis zuerst leistungssteigerndes einzuwerfen und dann nach anderen Mittel zu suchen die dieses Doping unerkennbar machen...

Das dann natürlich kein"normaler" Elternteil seinem Kind einen Sport wie eben Radfahren, Leichtathletik etc. machen lässt ist eine andere Geschichte - Fakt ist aber dass auch bei heute üblicher Handhabung des Thema Doping dies keine Sportarten sind die man einem Jugendlichen antun muß!

Mich würde irgendwie schon interessieren wie wirklich im Jahr 2025 mit dieser Thematik umgegangen wird - die TdF wird es da aber nmM auch noch geben
 
Was Aktuelles aus der Süddeutschen heute:


Doping-Experte Werner Franke
"08/15-Doping, reine Routine"

SZ: Herr Professor Franke, nach dem Toursieger Landis ist auch 100-m-Weltrekordler Gatlin des Testosteron-Dopings überführt, obwohl dieses verbotene Mittel leicht nachzuweisen ist. Was sagt Ihnen diese Duplizität der Ereignisse?

Werner Franke: Zunächst muss man sagen, dass der Nachweis so einfach gar nicht ist. Testosteron wird vom Körper selbst produziert, es ist also natürlich vorhanden, und deshalb wurde ein Quotient des Testosterons zum Abbauprodukt Epitestosteron eingeführt. Der liegt in der Regel beim Verhältnis 1:1, manchmal auch bis 2:1. Inzwischen haben die Dopinglabors aber einen Wert von 4:1 festgelegt, doch wenn ich nun aus sicheren Schweizer Quellen höre, dass bei Landis der Quotient bei elf lag - dann ist das anomal hoch. Dieser Wert deutet auf externe Testosteron-Einnahme hin. Da sind physiologische Ausnahmen auszuschließen.

SZ: Deutet Gatlins vergleichbares Vergehen darauf hin, dass sich die Betrüger fälschlicherweise zu sicher fühlten?

Franke: Sie können davon ausgehen, dass die so genannten Mexican Beans derzeit im US-Sport das Haupt-Steroid-Dopingmittel sind, ein Riesenrenner. Sie sind sicher auch in der deutschen Leichtathletik populär, schließlich sind sie auch im Springstein-Prozess aufgetaucht, damals wurden ja bei einer Hausdurchsuchung diese Andriol-Pillen haufenweise gefunden. Das sind kapselartige Pillen, die kurzzeitig wirken und nur kurz nachweisbar sind. Sie werden nach dem Training genommen oder vor dem Schlafen, quasi als Nachtisch zum Abendbrot. Und nach dem Rennen ist es meistens schon verschwunden. Die Sportler haben sich wohl sicher gefühlt, weil es lange geklappt hat.

SZ: Was haben Sie nicht bedacht?

Franke: Alles im Leben ist manchmal Schwankungen unterworfen. Bei großer Hitze zum Beispiel . . .

SZ: . . . wie bei den Tour-de-France-Etappen in diesem Jahr . . .

Franke: . . . genau, da wird eben die Konzentration viel größer durch den hohen Flüssigkeitsverlust. Vielleicht fehlt einem Landis auch die rechte Betreuung im Wettkampf, und ein Mennonitensohn hat vielleicht nicht so viel Ahnung von Chemie. Der zieht sich halt morgens was rein, vielleicht auch eine Pille zu viel . . .

SZ: . . . und gewinnt am Tag nach einem Kollaps haushoch eine Etappe.

Franke: Diese Pillen verbessern nicht nur die Regeneration oder den Muskelaufbau - sie erzeugen auch geradezu einen Steroid-Wahn, manche Sportler sind dann wie geistig weggetreten. Die Pillen können Sie auch als Neurosteroid bezeichnen, weil das Testosteron auch direkt aufs Hirn wirkt und ein ungeheures Aggressionspotenzial freisetzt. Das kann auch ein Sprinter wie Gatlin gut gebrauchen, für solche Leute ist das 08/15-Doping, reine Routine. Dazu kommt während einer laufenden Saison noch Epo, damit er die Intervalle häufiger wiederholen kann, und Wachstumshormone und Insulin.

SZ: Die Fälle erinnern ein wenig an den Dopingfall von Ben Johnson 1992, als die Sportler auch dachten, sie hätten die anabole Analytik im Griff.

Franke: Ich gehe jedenfalls bei Floyd Landis davon aus, dass das Pariser Labor in Châtenay-Malabry schon bei der A-Probe den so genannten Kohlenstoff-Isotopentest mitmacht. Dabei wird das Verhältnis der Isotope 13C und 12C bestimmt, und daraus ist mit hoher Sicherheit zu entscheiden, ob der erhöhte Quotient im Körper entstanden ist - oder eben durch Testosteron-Einnahme von außen. Die Pariser Kollegen würden das nicht herausgeben, wenn sie sich nicht ganz sicher wären.

SZ: Machen Ihnen diese erstaunlichen Fahndungserfolge trotz der sehr bedenklichen Tendenz Mut?

Franke: Die Dinge müssen wohl wirklich erst sehr schlecht werden, bevor sie sich bessern. Es muss doch wieder um ein Kräftemessen der Jugend gehen, an dem sich ein ganzes Stadion erfreuen kann. Wenn junge Menschen an einem unerwarteten Ergebnis Spaß haben oder eben enttäuscht sind - solche Dinge müssen nun endlich wieder rüberkommen.

SZ: Auch der T-Mobile-Rennstall bemüht sich offenbar darum. Der neue Sportchef Rolf Aldag möchte Sie als neutralen Kontrolleur gewinnen. Wie sehr verblüfft Sie das, da Sie doch stets auch dieses Team hart kritisierten?

Franke: Ich sehe das natürlich schon etwas ungläubig und verwundert. Ob das nun wirklich die Katharsis ist, das Nachdenken und die große Wende, wird man sehen. Aber der Rolf Aldag hat bei mir sicher einen kleinen Vertrauensvorschuss, weil er Westfale ist wie ich.

SZ: Auch im Fernsehen tauchen Sie neuerdings in Sendungen auf, in denen später ein ARD-Redakteur namens Hagen Boßdorf kommentiert - er ist noch im April ihr Prozessgegner gewesen, weil Sie seine beispielhaft unvollständige Berichterstattung im Radsport kritisierten.

Franke: Glaubhaft ist auch sein jetziges Verhalten noch nicht. Ich beurteile Menschen ja nach ihren Taten, und er hätte wirklich sehr viel Abbitte zu leisten. Aber ihm sind wohl jetzt seine Felle davongeschwommen, ich nenne es deshalb die Boßdorfsche Schadensbegrenzung.


Interview: Andreas Burkert
(SZ vom 31.7.2006)