Kurioses und Lustiges aus der Fussballwelt

Ein paar Anmerkungen zu bagger´s Fundstück aus der 2. Klasse Reserve Liga. Vorweg, das ist das schlechtest mögliche organisierte Fußball-Niveau in Österreich bzw. Oberösterreich. Mit Wettkampfsport und Fußball hat das oft nicht mehr viel zu tun.

Mit einer U-23 Liga kann man das nicht unbedingt gleichsetzen, in der Reserve-Liga in OÖ, insbesondere in der 2. Klasse, spielen einfach alle, die in der 1. Mannschaft keinen Platz mehr gefunden haben bzw. alle die der Trainer auftreiben konnte. Nicht selten sind da Spieler dabei, die 40+ sind, manchmal sogar 50+. Etliche Vereine haben Probleme, die notwendigen 11 Mann für die Reserve aufzutreiben, insbesondere bei Auswärtsspielen. Die Aufstellungen sind daher von Woche zu Woche oft komplett verschieden.

Eine mögliche Erklärung für das erwähnte, doch etwas überraschende Ergebnis könnte sein, dass Ampflwang bzw. Holzleithen/Thomasroith direkte Nachbarvereine sind und es da oft zu besonderen Rivalitäten kommt und man sich da nicht so die Blöße geben will. Eine andere ebenso plausible Erklärung wäre, dass in Ampflwang am Samstag vor dem Spiel ein Dorffest, eine Spielerhochzeit oder Ähnliches stattfand. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, würde man nicht glauben wie viel in österreichischen Fußballvereinen gesoffen wird! :mrgreen:

prinzipiell hast du mit vielen genannten dingen recht morpheus. bei dem spiel war es aber nunmal so, dass holzleiten -wie bereits erwähnt- nur auf 3 positionen gegenüber den kanterniederlagen verändert war!

der hinweis mit der u-23 sollte den deutschen usern in etwa eine ahnung geben, dass es sich bei der reserveliga nicht um die 1.mannschaft handelt. i glaub in deutschland hieße so ne liga altherrenliga. du hast aber natürlich völlig recht dass der begriff eingedenk des durchschnittsalters einer normalen reservetruppe ein bisschen unglücklich gewählt war[[rofl]]
aber wie gsagt, das sollte nur als hinweis drauf dienen, dass es nicht um die 1. mannschaft geht. trotzdem danke für die klarstellung [[grin]]

die von dir pauschal geschilderten zustände wer so aller in so reserveteams aufläuft, stimmt natürlich. anmerken möcht ich dazu noch, dass das aber ned nur auf reserveligen beschränkt ist wie nachstehendes, vermutlich weltweit einmaliges, beispiel einer niederösterreichischen 2.klasse zeigt.
wohlgemerkt: es geht dabei ned um ein reserveteam, sondern der vorfall hat sich in einer kampfmannschaft zugetragen!!!
es gab da ein team (das sich jetz schon längere zeit in der 1.klasse hält) dass einst in der 2.klasse tabellenführer war.
und ein ortsansässiger fan dieses teams stand vor dem 50. geburtstag. dieser fan wollte unbedingt noch einmal in seinem leben am platz stehen. regeltechnisch war es aber gleich in mehrerlei hinsicht unmöglich dass er zu einem einsatz kommen könnte. nicht zuletzt weil er von keinem arzt der welt eine unbedenklichkeitserklärung (die notwendig ist um einen spielerpass zu bekommen und in dessen folge für ein österreichisches fussballteam aufzulaufen) erhalten hätte, schließlich hatte er einen mehrfachen bypass(!!!).
trotz bedenken seiner ortsgenossen kam es dann aber wie es kommen musste: sie erfüllten ihm seinen geburtstagswunsch und er wurde (was in der 2.klasse relativ häufig vorkommt) auf falschen namen ins spielerblanket eingetragen und in der 85. minute eingewechselt [[respect]]
(nach dem spiel soll in der örtlichen gaststube dann natürlich der schmäh gelaufen sein und running gag dabei war die meldung in richtung des 50jährigen "sei froh, dass du ka tor geschossen hast, weil deinen namen als torschütze hättest in der rundschau ja eh ned lesen können [weil er ja unter falschen namen spielte]":mrgreen: (die rundschau ist eine lokale zeitung wo im sportteil über die jeweiligen bezirksklubs berichtet wird)
 
Zuletzt bearbeitet:
In Deutschland handelt sich bei dieser Liga um die Kreisklasse (zu mindestens in meinen Breitengraden - letzte Liga). Da ich mir gern solche Spiele anschaue, kann ich auch allerhand lustiges berichten. Ein kleiner Auszug:

Das Spieler teilweise sturzbesoffen aus der Disco abgeholt wurden, um eine Stunde später auf dem Platz zu stehen oder aber sich Spieler beschweren das der Gegner nach Alkohol riechen ist völlig normal. Stellenweise wird sich auch schon vor dem Spiel die ein oder andere Kiste rein geholfen, was dazu führt das so manch ein Spieler ein paar hübsche Slapstickeinlagen vorführt. Natürlich sehr zur Belustigung der Zuschauer. Mein Favorit ist aber der Satz:,,Schiri! Mein Gegenspieler hat mich schon wieder bespuckt!". Kein Witz, besagter Herr hatte die Anwandlung seinen gegnerischen Spieler zu bespucken und das über komplette 90 Minuten. Eine andere Mannschaft hat zum Beispiel ein Faible dafür, wenn der Schiri nicht hinschaut, seinem Gegner die Unterhosen bis zur Achsel zu ziehen.

In der Stadt hat man es natürlich leichter sich solch genialen Spitzenfußball anzusehen, aber auf dem Dorf kann so manche Geschichte dann noch getoppt werden. Da es, wie überall, in solchen Ligen an Schiris mangelt kommt es schon einmal vor das ein Zuschauer als Schiri einspringt. Hauptsache er hatte mal zu DDR-Zeiten irgendwas mit der Schiedsrichterei zu tun. Der Gast willigt oft ein, da er nicht noch einmal anreisen möchte und Bock hat gegen den Ball zu treten. Nachprüfen? Fehlanzeige! Natürlich werden solche Partien fair und gleichberechtigt gepfiffen, was zu skurrilen Entscheidungen und Platzverweisen führt. Da der Unparteiische auch nur ein Mensch ist, kann es schon einmal vorkommen, dass das Spiel wegen (Bier)Durst und deren Folgen unterbrochen wird.

Das nur ein, zwei kleine Anekdoten von mir dazu.
 
In der vergangenen Saison spielte Sebastian Piotrowski noch für den SV 07 Elversberg. Jetzt wechselt er in ein ganz neues Leben. Sein Ziel: Priester statt Fußball-Profi. Dafür zog Piotrowski in die Propstei St. Michael zu Paring in Bayern. Dort ist er Novize und wird in den nächsten sechs bis acht Jahren von den Augustiner-Chorherren zum Priester ausgebildet.

Sebastian Piotrowski: Vom Fußballer zum Priester - News - Regionalliga Südwest - Baden - fanreport.com - Amateurfußball in Deutschland
 
Hinweis: Dieses Video ist alles andere als lustig auch wenn es kurios anmutet, wenn jemand so ungestüm jubelt dass er dabei zu Tode kommt.
Ereignet hat sich der tödliche Vorfall im Indischen Erstliga-Spiel von Bethlehem vs Chanmari (2:3)
Der 21jährige Peter Biaksangzuala (er möge in Frieden ruhen!) erzielte laut indischen Medien dabei das 1:1 und machte mehrere Salti um sein Tor zu bejubeln, beim letzten Salto stimmte das Timing nicht mehr und er war mit dem Kopf erheblich zu tief und landete so unglücklich dass er sich in folge eines Genickbruchs schwerste Rückenmarkverletzungen zuzog und kurze Zeit nach dem Spiel im Spital verstorben ist.
MPL 3: BVT FC 2 - 3 Chanmari West FC - YouTube
 
In der 4. Schweizer Fußball-Liga ist ein Amateur-Kicker nach
einer Attacke auf den Schiedsrichter für 50 Jahre gesperrt worden.
Der 28 Jahre alte Ricardo Ferreira vom Portugal Futebol Clube habe
dem Unparteiischen nach dem 0:1 gegen den SC Worb den Ball aus
kurzer Entfernung mit voller Wucht ins Gesicht geschossen. Der
benommene Referee zog die Rote Karte und mühte sich in die Kabine,
auf dem Weg dahin soll Ferreira ihn mit Wasser bespritzt und beleidigt
haben. Der Schweizer Verband SFV griff durch und sperrte den
Vorbestraften auf unbestimmte Zeit. Da die Software des SFV ein
Ablaufdatum der Sperre benötigt, wurde das höchstmögliche Strafmaß
verwendet: Die Sperre endet am 5. Juni 2064.
 
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