Geht es im Online Poker immer korreket zu ?

Nobody schrieb:
...
Nur eines ist klar: Die Stats sagen rein gar nichts aus, es sei denn, PokerTracker protokolliert auch die Potgröße mit und rechnet die in die Auswertung ein? Ich kenne das Tool nicht so genau, kanns nicht sagen, dC?
du kannst dir alle spielzüge nochmal zeigen lassen. das hilft dir insoweit, dass du in ruhe die @ rechnen und mögliche fehler (und viceversa) sehen kannst. man kann auch jedem gegenspieler einen spielcharakter zuordnen. ist aber schwieriger die jeweilige hand aufgrund dieser spielereigenschaften zu analysieren, meiner meinung nach.
 
kiko schrieb:
Nobody schrieb:
...
Nur eines ist klar: Die Stats sagen rein gar nichts aus, es sei denn, PokerTracker protokolliert auch die Potgröße mit und rechnet die in die Auswertung ein? Ich kenne das Tool nicht so genau, kanns nicht sagen, dC?
du kannst dir alle spielzüge nochmal zeigen lassen. das hilft dir insoweit, dass du in ruhe die @ rechnen und mögliche fehler (und viceversa) sehen kannst. man kann auch jedem gegenspieler einen spielcharakter zuordnen. ist aber schwieriger die jeweilige hand aufgrund dieser spielereigenschaften zu analysieren, meiner meinung nach.

Das hat der Nob schon vorher erwähnt beim Poker kann man immer nachher so schön erzählen wie richtig/falsch der Spielzug war ...

Gerinho schrieb:
Beim poker kann die gleiche situation die dich in den 7-ten himmel bringt aber beim nächsten mal zum totalen verlust bringen und es kann sein, daß du im ersten fall total falsch reagiert hast und im 2-ten richtig.
 
Gerinho schrieb:
Das hat der Nob schon vorher erwähnt beim Poker kann man immer nachher so schön erzählen wie richtig/falsch der Spielzug war ...
das ist doch überall so. du schaust ja auch, warum eine wette verloren/gewonnen wurde. oder hab ich da was nicht verstanden?

ich hab mich in dieser diskussion eingeklinkt, weil ich die gründe zur aufgabe nicht verstehen kann. klar ärgert man sich und sieht alles schwarz, aber die genannten gründe treten auch beim wetten und sonst wo auf. will aber auch keinen überreden...
 
Ich würde da einen Unterschied zum Wetten sehen. Wenn du dort in der Nachbetrachtung eine falsche Einschätzung deinerseits feststellst, dann weißt du sicher, dass du etwas dazugelernst hast und mit mehr Wissen/Erfahrung an die nächsten Wetten gehen kannst.
Beim Poker kann die identische Spielsituation zu einem vollkommen anderen Ausgang führen, und zwar nicht zufallsbedingt, sondern weil der Gegner letztes Mal vielleicht einfach nur einen fetten Bluff gefahren hat oder dieses Mal eine noch bessere Monsterhand als du hält. Ist jedenfalls meine Einschätzung ...
 
kiko schrieb:
Gerinho schrieb:
Das hat der Nob schon vorher erwähnt beim Poker kann man immer nachher so schön erzählen wie richtig/falsch der Spielzug war ...
das ist doch überall so. du schaust ja auch, warum eine wette verloren/gewonnen wurde. oder hab ich da was nicht verstanden?

Kiko natürlich freue ich mich, über jede aussage von dir genauso von Azzla und schätze sehr eure poker kenntnisse.
Nur beim Wetten ist es so, daß jeder zugriff auf 80% der informationen hat d.h. ausfälle, taktik , wetter usf.. usf...
Beim poker habe ich bei einen 6-er tisch nicht einmal 20% ich hab meine Karten in der Hand, weiß aber nicht welche karten weitere 5 haben , genauso nicht was am tisch kommt.
genauso kann ich nur einschätze ob der eine spieler bluffer ist oder ein risiko freudiger, weiss aber genauso nicht ob er im augenblick nicht gerade seine taktik geändert hat.
 
Nobody schrieb:
Gerinho hat es ja angesprochen: Wenn du einen Drilling hast, lässt du dich doch nicht aus der Hand vertreiben, ist doch selbstverständlich, sonst könnte dich ja jeder simple Bluff umhauen. Selbstverständlich hat man bei 70:30 langfristig eine positive Gewinnerwartung trotz einiger möglicher Bad Beats, ist mir auch klar. Nur kein Mensch kann beim Poker sicher sagen, welche Gewinnerwartung er denn nun vor dem Setzen hat, könnte 80:20 sein, wenn der Gegner blufft, könnte 50:50 sein, könnte 20:80 sein, wenn der Gegner eine Mosterhand hält - alles ist möglich. Das erfährt man immer nur im nachhinein beim Showdown, wie die Chancen wirklich waren - nur da ist es zu spät. Dann kann man seine Einsätze nicht mehr zurücknehmen. [[nixweiss]]
Mag sein, dass andere da durchsehen, für mich ist es wie gesagt nichts. Und das hat nichts mit Betrugsunterstellungen zu tun.

den text hatte ich gemeint...
 
Kann mich dem Text von Nobody, den Gerinho zitiert hat, nur anschliessen!

Und: Was bringt es einem, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen, wenn dir die Anzahl der tatsächlich noch im Deck vorhandenen Karten gar nicht bekannt ist? Bsp.: Du hast ein paar 8er als Hand, und es haben zwei Leute ne 8 gepasst. Dann kannste solange auf deinen Wahrscheinlichkeiten rumhacken bis du schwarz wirst, es wird einfach keine weitere 8 kommen.

Meiner Meinung nach ist Poker zu 75% Glück und 25% Können. Jeder Newbie könnte gegen Doyle Brunson o.ä. gewinnen, man muss nur die richtigen Karten kriegen.
 
Dominik316 schrieb:
Kann mich dem Text von Nobody, den Gerinho zitiert hat, nur anschliessen!

Und: Was bringt es einem, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen, wenn dir die Anzahl der tatsächlich noch im Deck vorhandenen Karten gar nicht bekannt ist? Bsp.: Du hast ein paar 8er als Hand, und es haben zwei Leute ne 8 gepasst. Dann kannste solange auf deinen Wahrscheinlichkeiten rumhacken bis du schwarz wirst, es wird einfach keine weitere 8 kommen.

Meiner Meinung nach ist Poker zu 75% Glück und 25% Können. Jeder Newbie könnte gegen Doyle Brunson o.ä. gewinnen, man muss nur die richtigen Karten kriegen.

Vielleicht ist es ja bei der gppa zu 75% Glücksspiel...
 
Habe nicht den gesamten thread gelesen, weil mich das Pokern nicht so interessiert wie das Wetten, aber vielleicht ist folgender Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 9.2. interessant:



Träume vom perfekten Blatt
Der Boom hält an: Vier Millionen Deutsche zocken im Internet und hoffen auf den großen Gewinn
Von Jürgen Schmieder

Der smarte George trifft es mal wieder ziemlich gut: "Wenn du nur lange genug spielst, gewinnt am Ende immer die Bank. Außer wenn dieses perfekte Blatt kommt und du hoch pokerst, dann nimmst du die Bank aus." So beschreibt George Clooney im Film "Ocean's Eleven", worauf es beim Spiel ankommt. Die Möglichkeit, innerhalb von Sekunden zum Millionär zu werden, macht die Faszination des Pokerns aus.

Das reale Pendant ist der Amerikaner Chris Moneymaker. 2003 bezahlte er 39 Dollar, um an einem Online-Turnier teilzunehmen. Er gewann und qualifizierte sich für die World Series of Poker, dem größten Turnier in den USA. Dort besiegte er 838 Gegner und sicherte sich ein Preisgeld von 2,5 Millionen Dollar. Ein wahres Märchen mit einer eindeutigen Botschaft: Jeder kann gewinnen.

Moneymakers Triumph - der Name ist kein Pseudonym - löste weltweit ein Pokerfieber aus, das nicht mehr zu stoppen ist. Casinos veranstalten täglich Turniere, der Sportsender DSF überträgt zur besten Sendezeit. Der wahre Boom jedoch findet im Internet statt: Einer Marktanalyse von Global Betting and Gaming Consultants zufolge erwirtschafteten die Betreiber von Online-Casinos im Jahr 2006 einen Bruttogewinn von 3,7 Milliarden Dollar weltweit.

Online-Plattformen haben gegenüber Casinos den Vorteil, dass die enormen Kosten für Tische und Personal entfallen. Ein virtueller Dealer verteilt die Karten automatisch, ermittelt den Sieger und verteilt die Jetons. Dazu gibt es im Internet keine Öffnungszeiten, es kann rund um die Uhr gespielt werden. Zu Hochzeiten sitzen an den Tischen des weltgrößten Anbieters partygaming.com gleichzeitig mehr als 70 000 Spieler.

Ihren Umsatz erzielen die Online-Casinos mit Startgebühren und dem so genannten Rake. Dabei behält der Betreiber einen Teil der Gewinnsumme ein. Üblich sind fünf Prozent bei einer Begrenzung von einem Dollar pro Spiel. Eine Partie am virtuellen Tisch dauert etwa 90 Sekunden, sodass der Veranstalter an einem Tisch mit zehn Spielern bis zu 40 Dollar pro Stunde verdienen kann.

Gerade in Deutschland ist das Zocken im Netz zum Trend geworden. Dabei ist das Online-Pokern nach deutschem Recht illegal. Im Internet gibt es jedoch keine deutschen Grenzen, was die Anbieter ausnutzen. Dass der deutsche Anbieter bwin.de lediglich über eine Glücksspiellizenz aus Gibraltar verfügt, stört die Spieler kaum. Im Juni 2006 pokerten laut einer Analyse des Verbandes der deutschen Automatenindustrie drei Millionen Deutsche im Internet - pro Monat kamen seitdem mehr als 150 000 neue Spieler dazu. Vier Millionen Deutsche suchen derzeit also ihr Glück im Netz - obwohl Profis betonen, Pokern habe mit Glück nur bedingt zu tun. Das macht die Faszination gegenüber Spielen wie Roulette und Würfeln aus: die Annahme, sein Glück unter Kontrolle zu haben.

Die Wahrscheinlichkeit von guten Karten errechnen gute Spieler blitzschnell: Die Chance auf zwei Asse zum Start beträgt ungefähr 0,45 Prozent. Das ist bei 52 Karten im Deck eine einfache Rechnung, danach wird es kompliziert und das Pokern im Internet gefährlich. Am Tisch in einem realen Casino muss die Wahrscheinlichkeit im Kopf berechnet werden - Spieler im Internet dagegen können nebenher ein Analyseprogramm laufen lassen, das die Chance auf ein gutes Blatt automatisch berechnet. Hobbyspieler haben gegen die Präzision des Computers kaum eine Chance und müssen sich auf ihr Glück verlassen.

Dazu gibt es im Internet die Möglichkeit, sich untereinander abzusprechen. Betrüger wählen sich von verschiedenen Orten ins Internet ein, setzen sich an den gleichen Tisch und unterhalten sich über das Telefon über die Karten, die ihnen zugeteilt werden. Danach besprechen sie ihre Taktik, setzen nach Absprache und bringen ehrliche Teilnehmer um die Chance auf ein faires Spiel.
Die Betreiber von Online-Casinos freilich betonen die Sicherheit der virtuellen Pokertische und rühmen sich, energisch gegen Betrüger vorzugehen. Es ist allerdings bei der hohen Anzahl der Spieler fast unmöglich herauszufinden, wer sich untereinander abspricht.

Chris Moneymaker ist das egal. Er hat seit seinem Überraschungserfolg 2003 kein Turnier mehr gewonnen. Er hat die Seiten gewechselt, vermarktet seine Geschichte und betreibt Werbung für Online-Casinos. Er hat zu Recht erkannt: Am Ende gewinnt immer die Bank.

(SZ vom 9.2.2007)



Vielleicht liegts an solchen Absprachen, dass man irgendwie nicht so viele vorteilhafte Blätter gewinnt wie man eigentlich sollte!? Habe allerdings Probleme mir vorzustellen, dass die Masche schon recht verbreitet ist. Bin aber wie gesagt absoluter Laie auf dem Gebiet - fand den Gedanken nur bemerkenswert.

Mc
 
hallo Mc, nicht nur im net sprechen sich die jungs ab, sondern auch vor ort im casino. z.b. ist immer diesselbe gruppe am tisch, zwei plätze sind z.b. noch frei. die gruppe tauscht sich aus und weiß immer durch hinweise, welche karten nicht mehr im spiel sind, wenn einer der ihren aussteigt.
die pokerjungs freuen sich tierisch auf den aktuellen boom. es springen auch massigst leute auf, kaum zu glauben.
 
Dominik316 schrieb:
Kann mich dem Text von Nobody, den Gerinho zitiert hat, nur anschliessen!

Und: Was bringt es einem, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen, wenn dir die Anzahl der tatsächlich noch im Deck vorhandenen Karten gar nicht bekannt ist? Bsp.: Du hast ein paar 8er als Hand, und es haben zwei Leute ne 8 gepasst. Dann kannste solange auf deinen Wahrscheinlichkeiten rumhacken bis du schwarz wirst, es wird einfach keine weitere 8 kommen.

Meiner Meinung nach ist Poker zu 75% Glück und 25% Können. Jeder Newbie könnte gegen Doyle Brunson o.ä. gewinnen, man muss nur die richtigen Karten kriegen.
ja, das ist doch eine milchmädchenrechnung [[nixweiss]]

>>hier stand ein beispiel, ie stürzte dann aber ab und deshalb fehlt das bsp<<
 
kiko schrieb:
Dominik316 schrieb:
Kann mich dem Text von Nobody, den Gerinho zitiert hat, nur anschliessen!

Und: Was bringt es einem, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen, wenn dir die Anzahl der tatsächlich noch im Deck vorhandenen Karten gar nicht bekannt ist? Bsp.: Du hast ein paar 8er als Hand, und es haben zwei Leute ne 8 gepasst. Dann kannste solange auf deinen Wahrscheinlichkeiten rumhacken bis du schwarz wirst, es wird einfach keine weitere 8 kommen.

Meiner Meinung nach ist Poker zu 75% Glück und 25% Können. Jeder Newbie könnte gegen Doyle Brunson o.ä. gewinnen, man muss nur die richtigen Karten kriegen.
ja, das ist doch eine milchmädchenrechnung [[nixweiss]]

>>hier stand ein beispiel, ie stürzte dann aber ab und deshalb fehlt das bsp<<


Das ist doch egal ob noch ne 8 kommt oder nicht , wenn deine gegner z.b. AK oder AQ usw haben und das board zeigt 379 , turn kommt : J , river ne 5 von mir aus , gewinnst du trotzdem oder ??

Und angenommen im flop kommt ne 8 dann kann meine grossmutter auch mit den karten gewinnen mit einem geflopten set oder ??

Wichtig ist es aber den gegner richtig einzuschätzen , mann kann auch absolut nichts haben und den pot klauen , dazu braucht mann allerdings einige jahre erfahrung und können !

Hab schon online einige 10 tausende dollar gewonnen allein schon die letzten 6 wochen allerdings ist meine spezial disziplin OMAHA POT limit !
viel gluck [[yo]]
 
Luigi schrieb:
Das ist doch egal ob noch ne 8 kommt oder nicht , wenn deine gegner z.b. AK oder AQ usw haben und das board zeigt 379 , turn kommt : J , river ne 5 von mir aus , gewinnst du trotzdem oder ??

Hmm, aber den Glückseffekt wirst doch nicht außen vor lassen können, oder? Denn was noch kommt, das ist ausschließlich Zufall...
Du kannst mit AA verlieren und mit 27 gewinnen - das macht doch den Reiz des Spiels aus und langfristig mögen die Wahrscheinlichkeiten schon eine große Rolle spielen, aber zum einen sind die Kartenfolgen doch von einem großen Glücksfaktor geprägt und zum anderen setzt sich Wahrscheinlichkeit nur langfristig durch - was uns wieder zur "was ist langfristig?"-Diskussion bringt! Philosophie heute...

Für mich, als recht "jungen" Poker-Spieler, schaut es so aus, dass man den guten Spieler eher daran erkennt, wie der das gute Blatt spielt und nicht wie er ein schlechtes Blatt spielt. Wenn ich den Big blind spiele und dann mit 7-2 dastehe, dann kann ich ja nur hoffen dass was Nettes nachkommt, aber gut spielen? Mitgehen, nicht mitgehen, ok, aber wenn du drinnen bist und schei* Karten hast, was willst du machen? Bluffen usw. lasse ich mal außen vor...

Die Kunst ist es für mich, die guten Karten zu erkennen und dann auch was draus zu machen (also die Einsätze entsprechend zu steuern), aber ganz so, dass man sagt "Alles nur Können!", das wirds wohl nicht sein, oder?

Shining
 
Hmm, aber den Glückseffekt wirst doch nicht außen vor lassen können, oder? Denn was noch kommt, das ist ausschließlich Zufall...

...nächstes Tor Karlsruhe, Innenpfosten, hätte auch 2 cm weiter links sein können, Set Win Haas und der verknackst sich den Knöchel, Over 2.5 und 2 x Pfosten + 1 Latte usw....... Also was ich schon an Wetten durch Pech verloren habe....Schwamm drüber, ist halt so.

Für mich, als recht "jungen" Poker-Spieler, schaut es so aus, dass man den guten Spieler eher daran erkennt, wie der das gute Blatt spielt und nicht wie er ein schlechtes Blatt spielt. Wenn ich den Big blind spiele und dann mit 7-2 dastehe, dann kann ich ja nur hoffen dass was Nettes nachkommt, aber gut spielen? Mitgehen, nicht mitgehen, ok, aber wenn du drinnen bist und schei* Karten hast, was willst du machen? Bluffen usw. lasse ich mal außen vor

Warum aussen vor lassen, das ist doch gerade der Punkt. Wenn ich Gegner habe, die sehr vorsichtig spielen und der Flop zeigt z.B. ein K, oder Q oder Flush Draw oder 100 anderen Möglichkeiten, dann mach doch ein Raise, oder mal ein Reraise, sollte er dann gecallt oder sollte er widerum raisen, kannst Dich immer noch aus der Hand verabschieden. Bei manchen Spielern, das erfordert allerdings eine genaue Beobachtung und Spielverhalten, oder ein gutes Tool wie GameTime u.ä., ist es wirklich easy, grad short stacked in Turnieren kurz vor dem Bubble, oft kann man einfach die Blinds stehlen, viele gehen kein unnötiges Risiko ein um ins Geld zu kommen. Also das ist IMHO essentiell. So gibt es noch zahlreiche weitere Beispiel, oder? Es ist natürlich sehr schwierig, wenn man nicht geübt ist, das an 3 oder 4 Tischen gleichzeitig zu machen. Muss ja aber auch nicht sein, vielleicht lieber ein höheres Buyin und einen Table, als 4 und schlechtes Spiel, IMHO. Ausser natürlich man cleared einen Bonus, dann ists aber eh egal, da man ja nur Top Pocket Cards spielt und sich "nur" am Rake beteiligen will. Oder?

Die Kunst ist es für mich, die guten Karten zu erkennen und dann auch was draus zu machen (also die Einsätze entsprechend zu steuern), aber ganz so, dass man sagt "Alles nur Können!", das wirds wohl nicht sein, oder?

...das ist es ja nie, weil in der Regel der Durchschnittswerter niemals an Information inside kommt und auch hier immer ein Faktor Ungewissheit einberechnet werden muss. Grad in H2H Spielen weiss man ja eigentlich _nie_ wie der einzelne Spieler mental grad drauf ist, woher auch.

Das Spiel Poker ist viel komplexer, als es in ein paar Sätzen zusammen zu fassen, das geht nicht. Mal von den ganzen Hype abgesehen und den ganzen selbst ernannten Experten die sich und ihre Netzwerke promoten wollen, bzw. ihre Claims jetzt abstecken und sich etablieren wollen.

Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben und ich hoffe, es ist einigermassen rübergekommen was ich meine. Nicht so einfach, alles in ein paar Sätze zu komprimieren.

Gruss und viel Erfolg
dC
 
Shining schrieb:
Luigi schrieb:
Das ist doch egal ob noch ne 8 kommt oder nicht , wenn deine gegner z.b. AK oder AQ usw haben und das board zeigt 379 , turn kommt : J , river ne 5 von mir aus , gewinnst du trotzdem oder ??

Hmm, aber den Glückseffekt wirst doch nicht außen vor lassen können, oder? Denn was noch kommt, das ist ausschließlich Zufall...
Du kannst mit AA verlieren und mit 27 gewinnen - das macht doch den Reiz des Spiels aus und langfristig mögen die Wahrscheinlichkeiten schon eine große Rolle spielen, aber zum einen sind die Kartenfolgen doch von einem großen Glücksfaktor geprägt und zum anderen setzt sich Wahrscheinlichkeit nur langfristig durch - was uns wieder zur "was ist langfristig?"-Diskussion bringt! Philosophie heute...

Für mich, als recht "jungen" Poker-Spieler, schaut es so aus, dass man den guten Spieler eher daran erkennt, wie der das gute Blatt spielt und nicht wie er ein schlechtes Blatt spielt. Wenn ich den Big blind spiele und dann mit 7-2 dastehe, dann kann ich ja nur hoffen dass was Nettes nachkommt, aber gut spielen? Mitgehen, nicht mitgehen, ok, aber wenn du drinnen bist und schei* Karten hast, was willst du machen? Bluffen usw. lasse ich mal außen vor...

Die Kunst ist es für mich, die guten Karten zu erkennen und dann auch was draus zu machen (also die Einsätze entsprechend zu steuern), aber ganz so, dass man sagt "Alles nur Können!", das wirds wohl nicht sein, oder?

Shining
Also glück spielt sicherlich auch eine rolle beim pokern , keine frage ,(auch im leben ) aber mann kann auch mal value bets oder calls machen mit ner schlechten hand wenn es zum pot steht 1 /4 zb , die possition spielt naturlich auch eine grosse rolle , ich zb mache oft mal ein raise oder reraise mit ner solchen hand ,wenn ich dann meine wunschkarte gekauft habe ist gut und recht ,( denn es ist ja moglich das der gegner auch nur fur ein flush hofft oder strasse ) und wenn nicht spiel ich trotztdem weiter und zwinge den gegner zum folden ! das geht naturlich nicht immer aber immer ofter [[grin]] Also das heisst man kann sogar mit schlechten karten gut spielen und das ist die kunst beim poker meine meinung ! Gute karten kann mann fast nicht schlecht spielen unter "" mann kann nur weniger rausholen vom gegner das macht aber den unterschied aus on the long run ! Wichtig ist es aber schlechte karten gut zu spielen viel raus zu holen oder moglichst wenig zu verlieren !
[[yo]]
 
Spannend zu lesen, dC, wenn ich auch nicht alles verstehe... [[grin]]

Bin ja wirklich noch ein Greenhorn, wobei es zumindest inzwischen soweit reicht um bei den "billigen" Turnieren auch mal in die Topplatzierungen zu kommen...

Ich bin da sicher der defensive Spieler, der lieber mal wegwirft als sich in was reinreiten lässt. Aber wenn man einmal spielt, sieht man erst wieviel Können mit drinnen steckt.

Gleichzeitig muss man schon täglich mit dem Glück/Pech-Faktor leben und den stecke ich beim Sportwetten irgendwie leichter weg. Dort habe ich schon die Lockerheit, dass ich alles langfristig sehe (da is die Diskussion wieder *g*), aber beim Poker wird einem dieses Glück/Pech halt aufgrund der schnellen Spielfolgen viel öfter vor Augen geführt...

Würde ja gerne mal einem guten Pokerspieler länger zusehen (nicht nur die TV-Zusammenschnitte), einfach um einmal ein Gefühl zu bekommen, wann was gut und richtig ist. Für die blutigen Anfänger reichts bei mir, so dämlich bin ich nicht, aber zu einem halbwegs anständigen Spieler brauchts bei mir noch länger...

Langer Rede, kurzer Sinn, beim Poker siehst das Glück halt wahrscheinlich stärker, aber dass man das Spielchen erst einmal können muss, das würde ich eh nie bestreiten...
(v.a. wenn ich denke wie oft ich ein gutes Blatt schon so schlecht gespielt habe...)

Shining
 
Luigi schrieb:
Also das heisst man kann sogar mit schlechten karten gut spielen und das ist die kunst beim poker meine meinung ! Gute karten kann mann fast nicht schlecht spielen unter "" mann kann nur weniger rausholen vom gegner das macht aber den unterschied aus on the long run ! Wichtig ist es aber schlechte karten gut zu spielen viel raus zu holen oder moglichst wenig zu verlieren !
[[yo]]

Das sehe ich als Anfänger eher umgekehrt. Beim schlechten Blatt muss ich mal hoffen oder die anderen rausdrücken, viel mehr Varianten gibts da ja nicht - wenn die ein besseres Blatt haben (oder sogar ein sehr gutes), dann werde ich aber schon mal Schiffbruch erleiden...

Mit dem guten Blatt habe ich oft mehr Probleme, wenn ich nach dem Fold schon gut positioniert bin (z.B. hoher Drilling), dann habe ich oft Probleme das Maximum rauszuholen, denn mal ist der call falsch, dann gehe ich zu hoch rein usw. Oder ich kann noch zu schlecht einschätzen, was mein Blatt wert ist (ich habe zwei höhere Paare, aber der Flush schaut auch her, dann ein Gegner wo ich nicht weiß ob er blufft oder nicht). Das kommt mit der Erfahrung, spiele es schon viel besser, aber da gibts noch viel zu erlernen...

Aber gut, ich bin in Summe noch sehr am Anfang und wenn ich denke wie lange es beim Wetten gedauert hat, ach, das wird schon... [[zwinker]]

Shining *Gedanken eines Anfängers*
 
dC schrieb:
Hmm, aber den Glückseffekt wirst doch nicht außen vor lassen können, oder? Denn was noch kommt, das ist ausschließlich Zufall...

...nächstes Tor Karlsruhe, Innenpfosten, hätte auch 2 cm weiter links sein können, Set Win Haas und der verknackst sich den Knöchel, Over 2.5 und 2 x Pfosten + 1 Latte usw....... Also was ich schon an Wetten durch Pech verloren habe....Schwamm drüber, ist halt so.

Für mich, als recht "jungen" Poker-Spieler, schaut es so aus, dass man den guten Spieler eher daran erkennt, wie der das gute Blatt spielt und nicht wie er ein schlechtes Blatt spielt. Wenn ich den Big blind spiele und dann mit 7-2 dastehe, dann kann ich ja nur hoffen dass was Nettes nachkommt, aber gut spielen? Mitgehen, nicht mitgehen, ok, aber wenn du drinnen bist und schei* Karten hast, was willst du machen? Bluffen usw. lasse ich mal außen vor

Warum aussen vor lassen, das ist doch gerade der Punkt. Wenn ich Gegner habe, die sehr vorsichtig spielen und der Flop zeigt z.B. ein K, oder Q oder Flush Draw oder 100 anderen Möglichkeiten, dann mach doch ein Raise, oder mal ein Reraise, sollte er dann gecallt oder sollte er widerum raisen, kannst Dich immer noch aus der Hand verabschieden. Bei manchen Spielern, das erfordert allerdings eine genaue Beobachtung und Spielverhalten, oder ein gutes Tool wie GameTime u.ä., ist es wirklich easy, grad short stacked in Turnieren kurz vor dem Bubble, oft kann man einfach die Blinds stehlen, viele gehen kein unnötiges Risiko ein um ins Geld zu kommen. Also das ist IMHO essentiell. So gibt es noch zahlreiche weitere Beispiel, oder? Es ist natürlich sehr schwierig, wenn man nicht geübt ist, das an 3 oder 4 Tischen gleichzeitig zu machen. Muss ja aber auch nicht sein, vielleicht lieber ein höheres Buyin und einen Table, als 4 und schlechtes Spiel, IMHO. Ausser natürlich man cleared einen Bonus, dann ists aber eh egal, da man ja nur Top Pocket Cards spielt und sich "nur" am Rake beteiligen will. Oder?

Die Kunst ist es für mich, die guten Karten zu erkennen und dann auch was draus zu machen (also die Einsätze entsprechend zu steuern), aber ganz so, dass man sagt "Alles nur Können!", das wirds wohl nicht sein, oder?

...das ist es ja nie, weil in der Regel der Durchschnittswerter niemals an Information inside kommt und auch hier immer ein Faktor Ungewissheit einberechnet werden muss. Grad in H2H Spielen weiss man ja eigentlich _nie_ wie der einzelne Spieler mental grad drauf ist, woher auch.

Das Spiel Poker ist viel komplexer, als es in ein paar Sätzen zusammen zu fassen, das geht nicht. Mal von den ganzen Hype abgesehen und den ganzen selbst ernannten Experten die sich und ihre Netzwerke promoten wollen, bzw. ihre Claims jetzt abstecken und sich etablieren wollen.

Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben und ich hoffe, es ist einigermassen rübergekommen was ich meine. Nicht so einfach, alles in ein paar Sätze zu komprimieren.

Gruss und viel Erfolg
dC

Absolut korrekt , so ungefahr hab ich es auch sagen wollen , bin leider nicht der perfekte analysenschreiber bzw kann mich nicht so gut ausdrücken wie du da ich der sprache nicht so machtig bin !
Da sieht man wer ahnung hat vom poker gell DC wunsche dir viel erfolg in der zukunft und gute karten [[sabber]]
 
Shining schrieb:
Spannend zu lesen, dC, wenn ich auch nicht alles verstehe... [[grin]]
Würde ja gerne mal einem guten Pokerspieler länger zusehen (nicht nur die TV-Zusammenschnitte), einfach um einmal ein Gefühl zu bekommen, wann was gut und richtig ist. Für die blutigen Anfänger reichts bei mir, so dämlich bin ich nicht, aber zu einem halbwegs anständigen Spieler brauchts bei mir noch länger...


Shining

Ob gut oder schlecht lassen wir mal dahin gestellt, aber hier findest ein paar Videos und kannst mal sehen was die so treiben.....

http://www.pokertips.org/forums/showthread.php?t=41546&highlight=video

Gruss
dC