Empoli no, Milan si
München - Im Hofstaat Berlusconi wird man die Meldungen aus Nyon mit viel Wohlwollen vernommen haben.
In Nyon sitzen die Herren der Uefa, und aus der Schweiz ist bis in die Redaktionsräume der "Gazzetta dello Sport" vorgedrungen, dass es bei einem "No" für Empoli bleiben wird.
Es ist momentan eine verzwickte Situation in Italien, es geht um fehlende Uefa-Cup-Lizenzen und nachrückende Sünder. Und deswegen ist diese Entscheidung so difizil.
Uefa bleibt stur
Empoli, der Zehnte der abgelaufenen Saison, ist nach den Abstufungen der verurteilten Vereine Juventus, Milan, Florenz und Lazio in die Uefa-Cup-Ränge gerutscht.
Doch die dreistellige Eurosumme für eine entsprechende Lizenz hatte man sich gespart. Warum mit Geld um sich werfen, wenn man davon nur spärlich besitzt? Und wer kann schon davon ausgehen, dass einem so spätes Glück zuteil wird, bat Klub-Präsident Fabrizio Corsi um Nachsicht für den verspäteten Antrag.
Die Uefa blieb stur, Stichtag war der 31. Mai. Wer bis dahin nicht tätig war, habe Pech gehabt und basta.
Milan der Nutznießer
Nun kommt die italienische Sportgerichtsbarkeit ins Spiel: 44 Punkte hatte man Berlusconis AC Mailand als Beteiligten im Manipulationsskandal rückwirkend für die abgelaufene Saison abgezogen. Ein Jahr ohne internationale Spiele als Denkzettel für die Schiedsrichterbeeinflussung.
Doch nach jetzigem Stand können sich Berlusconi und seine Gefolgsleute ins Fäustchen lachen. Nutznießer der arglosen Toskaner ist der AC Mailand, der als nachfolgender Verein für Empoli in den Uefa-Cup rückt.
Nur eine Momentaufnahme?
"Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme", urteilt die "Gazzetta dello Sport". Doch aus der Momentaufnahme könnte schnell die endgültige Version werden.
Denn verhindert werden kann Milans Uefa-Cup-Eintritt nur noch vom italienischen Verbandschef Guido Rossi und der Uefa selbst.
Rossi obliegt die Entscheidung, einen Klub für die internationalen Wettbewerbe zu nominieren oder eben nicht. Die Uefa könnte aus ethischen Gründen ihr Veto einlegen. Eine Sachverhalt, der allerdings auf Milan nicht zutrifft.
Kaka und Co. bleiben
In Mailand beobachtet man die Situation mit öffentlichem Stillschweigen. Stattdessen vermeldet man lieber, dass Kaka, Gattuso, Pirlo, Nesta und Co. bleiben werden.
Und wenn schon die Champions League nach dem Skandal futsch ist, könnte der Uefa Cup ein kleines Trostpflaster sein.
Quelle: www.sport1.de
Die können das Schmieren wohl net lassen. [[rofl]] [[rofl]] [[rofl]]