VfB Stuttgart - FC St. Pauli
Hier stimmen einfach die Quoten hinten und vorne nicht. Pauli ist in bestechender Form, sie sind sehr gut organisiert, haben nach drei Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto. Sie starteten mit einem gefühlten Sieg beim 3:3 gegen den BVB in die Saison, bei dem sie in einer tollen Teamleistung ein 1-3 noch aufholten. Danach gewann man das Derby gegen den HSV mehr als souverän, nun bestätigte man die gute Form mit einem Heimsieg gegen den FCA. Noch nie startete Pauli so gut in eine Bundesligasaison, Hountondji ist der erste Spieler, der in jedem der ersten drei Bundesligaspiele für die Kiezkicker traf. Pauli besticht bisher durch eine gute Abwehrleistung, die sie sich aus der letzten Saison bewahrt haben, zeigt aber im Angriff ungewohnte Kaltschnäuzigkeit. Hountondji und Sinani machen dort den Unterschied. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Anpassungsfähigkeit an den Gegner machen Pauli in dieser jungen Saison zum Stresstest für den Gegner. Der gebürtige Stuttgarter Blessin will mit seiner Mannschaft auch im Schwabenland weiter auf der Erfolgswelle schwimmen.
Ganz anders dagegen die Stimmungslage beim VfB. Nach einem soliden, aber glücklosen Start bei Union, wo man 1:2 verlor, glückte zwar zu Hause ein 1:0-Sieg gegen ein schwaches Gladbach, doch am dritten Spieltag sorgte eine späte krachende 1:3 Niederlage in Freiburg für Verstimmung. Der VfB ist nach einer hektischen Transferphase (in der man es verpasste einen Woltemade-Ersatz zu holen!) aktuell meilenweit entfernt vom Glanz vergangener Tage. Mit Woltemade ging der Hoffnungsträger im Sturm. Undav ist verletzt, war aber davor schon sehr schwach. Die Neuen brauchen noch Zeit sich einzugewöhnen, und etliche Spieler sind einfach weit entfernt von einer guten, starken Form (Führich, Stiller u.a).
Das System Hoeneß ist schon längst durchschaut, viel zu spät denkt er nun über einen Systemwechsel nach, um evtl. im 4-3-3 etwas offensiver zu agieren. Schon in der Rückrunde musste man hauptsächlich Stiller sonderbewachen und hoffen, dass nur eine VfB-Seite in Form ist (was in der Mehrzahl der Fall war) und schon verlor die VfB-Offensive ihren Schrecken. Jetzt, wo sie auch keine langen Bälle mehr auf einen Woltemade spielen können, müssen sie sich was neues einfallen lassen. Führich ist seit geraumer Zeit außer Form und die ehemals linke, so starke Seite, muss wiederbelebt werden. Leweling gibt rechts sein Bestes und ist mit der beste Spieler, einer der wenigen, aber es bleibt zu viel an ihm hängen.
In der Abwehr stand man gegen Freiburg eigentlich gut, Chabot hat alles abgeräumt, aber die komplette Einstellung des Fußball-Spielens in der 2. HZ, war ein Offenbarungseid, wie limitiert der VfB aktuell agiert, ja agieren muss. Es fehlt an Esprit, Kreativität, Lebendigkeit, man ist 7 km weniger gelaufen als die Freiburger(!), bettelte regelrecht noch um die Niederlage. Die ersten Stimmen rufen leise nach einem neuen Impuls und den muss Sebastian Hoeneß auch liefern.
Ich bezweifle allerdings stark, dass das gegen Pauli bereits gelingen wird. Und ich verstehe die Quotierung hier überhaupt nicht. Pauli ist aktuell zurecht in der Tabelle ganz weit oben, (beste xG-Werte nach den Bayern) die ersten drei Spiele waren kein Glück, sondern sind das Ergebnis von guter Arbeit, die dort geleistet wird; vor der Saison hatten sie nicht wenige als kleine Überraschung auf dem Zettel. Ich kann Pauli traditionell schlecht einschätzen, finde aber ihre Leistungen echt gut, das zeigen auch die Daten. Ballbesitz und gespielte Pässe gg den BVB waren beeindruckend.
Wirklich nüchtern betrachtet würde ich dem VfB hier eine 45% Siegchance geben und Pauli eine Siegchance von an die 40%. Wenn ich dann sehe, dass Pauli eine 4.5er Quote auf Sieg bekommt (22%), dann weiß ich nicht, was die Bookies hier sehen wollen? Es ist wirklich selten, dass ich einem Team eine fast doppelt so hohe Siegquote einräume wie der Buchmacher. Ich weiß nicht, ob sie die Quote gewürfelt haben aber Pauli - das sagen viele Fans ja selbst (Riky+Vertikalpass, STR) - ist aktuell sogar als Favorit anzusehen, selbst wenn der VfB ein Heimspiel hat. Nur zur Erinnerung: Pauli hat vergangene Saison auswärts sogar mehr Punkte geholt als zu Hause.
Pauli hat vergangen Saison ALLE Spiele in Baden-Württemberg für sich entschieden! Sie gewannen in Freiburg, in Hoffenheim, in Heidenheim und in Stuttgart.
Vielleicht soll der Heimvorteil den VfB hier retten, ich glaube aber nicht so recht daran. Es ist selten, dass eine so hohe Auswärtsquote auch tatsächlich kommt, aber dass Pauli ein Unentschieden
schafft, also das ist absolut im Bereich des Möglichen. Ich sehe hier aktuell einfach keine Unterschiedsspieler beim VfB. Sie brauchen eine massive Leistungssteigerung, ein etwas anderes System und auch dann wird Pauli Wege finden sich anzupassen und zu kontern.
Ich sehe Pauli hier stabil stehen, der VfB wird sicher nicht voller Selbstbewusstsein sein, wird trotzdem das Spiel machen aber wer soll die Tore machen? Pauli reichen ein, zwei gute Konter. Trotz der drei Gegentore hat auch Stuttgart nicht so schlecht verteidigt. Es mangelte eher an der allgemeinen Leistung im Spiel nach vorne. Es könnte ein zähes Spiel werden. Pauli hat erst vor kurzem ein Freitagabendspiel gewonnen. Hier spricht alles für eine sauschwere Aufgabe aus Sicht des VfB und ich glaube einfach an einen Stotterstart, der sich fortsetzen wird.
FC St. Pauli DC 2.10 wmx 4.5/10
Hier stimmen einfach die Quoten hinten und vorne nicht. Pauli ist in bestechender Form, sie sind sehr gut organisiert, haben nach drei Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto. Sie starteten mit einem gefühlten Sieg beim 3:3 gegen den BVB in die Saison, bei dem sie in einer tollen Teamleistung ein 1-3 noch aufholten. Danach gewann man das Derby gegen den HSV mehr als souverän, nun bestätigte man die gute Form mit einem Heimsieg gegen den FCA. Noch nie startete Pauli so gut in eine Bundesligasaison, Hountondji ist der erste Spieler, der in jedem der ersten drei Bundesligaspiele für die Kiezkicker traf. Pauli besticht bisher durch eine gute Abwehrleistung, die sie sich aus der letzten Saison bewahrt haben, zeigt aber im Angriff ungewohnte Kaltschnäuzigkeit. Hountondji und Sinani machen dort den Unterschied. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Anpassungsfähigkeit an den Gegner machen Pauli in dieser jungen Saison zum Stresstest für den Gegner. Der gebürtige Stuttgarter Blessin will mit seiner Mannschaft auch im Schwabenland weiter auf der Erfolgswelle schwimmen.
Ganz anders dagegen die Stimmungslage beim VfB. Nach einem soliden, aber glücklosen Start bei Union, wo man 1:2 verlor, glückte zwar zu Hause ein 1:0-Sieg gegen ein schwaches Gladbach, doch am dritten Spieltag sorgte eine späte krachende 1:3 Niederlage in Freiburg für Verstimmung. Der VfB ist nach einer hektischen Transferphase (in der man es verpasste einen Woltemade-Ersatz zu holen!) aktuell meilenweit entfernt vom Glanz vergangener Tage. Mit Woltemade ging der Hoffnungsträger im Sturm. Undav ist verletzt, war aber davor schon sehr schwach. Die Neuen brauchen noch Zeit sich einzugewöhnen, und etliche Spieler sind einfach weit entfernt von einer guten, starken Form (Führich, Stiller u.a).
Das System Hoeneß ist schon längst durchschaut, viel zu spät denkt er nun über einen Systemwechsel nach, um evtl. im 4-3-3 etwas offensiver zu agieren. Schon in der Rückrunde musste man hauptsächlich Stiller sonderbewachen und hoffen, dass nur eine VfB-Seite in Form ist (was in der Mehrzahl der Fall war) und schon verlor die VfB-Offensive ihren Schrecken. Jetzt, wo sie auch keine langen Bälle mehr auf einen Woltemade spielen können, müssen sie sich was neues einfallen lassen. Führich ist seit geraumer Zeit außer Form und die ehemals linke, so starke Seite, muss wiederbelebt werden. Leweling gibt rechts sein Bestes und ist mit der beste Spieler, einer der wenigen, aber es bleibt zu viel an ihm hängen.
In der Abwehr stand man gegen Freiburg eigentlich gut, Chabot hat alles abgeräumt, aber die komplette Einstellung des Fußball-Spielens in der 2. HZ, war ein Offenbarungseid, wie limitiert der VfB aktuell agiert, ja agieren muss. Es fehlt an Esprit, Kreativität, Lebendigkeit, man ist 7 km weniger gelaufen als die Freiburger(!), bettelte regelrecht noch um die Niederlage. Die ersten Stimmen rufen leise nach einem neuen Impuls und den muss Sebastian Hoeneß auch liefern.
Ich bezweifle allerdings stark, dass das gegen Pauli bereits gelingen wird. Und ich verstehe die Quotierung hier überhaupt nicht. Pauli ist aktuell zurecht in der Tabelle ganz weit oben, (beste xG-Werte nach den Bayern) die ersten drei Spiele waren kein Glück, sondern sind das Ergebnis von guter Arbeit, die dort geleistet wird; vor der Saison hatten sie nicht wenige als kleine Überraschung auf dem Zettel. Ich kann Pauli traditionell schlecht einschätzen, finde aber ihre Leistungen echt gut, das zeigen auch die Daten. Ballbesitz und gespielte Pässe gg den BVB waren beeindruckend.
Wirklich nüchtern betrachtet würde ich dem VfB hier eine 45% Siegchance geben und Pauli eine Siegchance von an die 40%. Wenn ich dann sehe, dass Pauli eine 4.5er Quote auf Sieg bekommt (22%), dann weiß ich nicht, was die Bookies hier sehen wollen? Es ist wirklich selten, dass ich einem Team eine fast doppelt so hohe Siegquote einräume wie der Buchmacher. Ich weiß nicht, ob sie die Quote gewürfelt haben aber Pauli - das sagen viele Fans ja selbst (Riky+Vertikalpass, STR) - ist aktuell sogar als Favorit anzusehen, selbst wenn der VfB ein Heimspiel hat. Nur zur Erinnerung: Pauli hat vergangene Saison auswärts sogar mehr Punkte geholt als zu Hause.
Pauli hat vergangen Saison ALLE Spiele in Baden-Württemberg für sich entschieden! Sie gewannen in Freiburg, in Hoffenheim, in Heidenheim und in Stuttgart.
Vielleicht soll der Heimvorteil den VfB hier retten, ich glaube aber nicht so recht daran. Es ist selten, dass eine so hohe Auswärtsquote auch tatsächlich kommt, aber dass Pauli ein Unentschieden
schafft, also das ist absolut im Bereich des Möglichen. Ich sehe hier aktuell einfach keine Unterschiedsspieler beim VfB. Sie brauchen eine massive Leistungssteigerung, ein etwas anderes System und auch dann wird Pauli Wege finden sich anzupassen und zu kontern.
Ich sehe Pauli hier stabil stehen, der VfB wird sicher nicht voller Selbstbewusstsein sein, wird trotzdem das Spiel machen aber wer soll die Tore machen? Pauli reichen ein, zwei gute Konter. Trotz der drei Gegentore hat auch Stuttgart nicht so schlecht verteidigt. Es mangelte eher an der allgemeinen Leistung im Spiel nach vorne. Es könnte ein zähes Spiel werden. Pauli hat erst vor kurzem ein Freitagabendspiel gewonnen. Hier spricht alles für eine sauschwere Aufgabe aus Sicht des VfB und ich glaube einfach an einen Stotterstart, der sich fortsetzen wird.
FC St. Pauli DC 2.10 wmx 4.5/10