Formel 1 - Saison 2004

Berger hat Wurz abgeschrieben


München - Zwei Österreicher hoffen derzeit noch auf ein Cockpit in der Königsklasse. Dem erfahreneren dieser beiden stellt Gerhard Berger jedoch ein schlechtes Zeugnis aus.

Der ehemalige BMW Motorsportdirektor meint: "Alex Wurz hat seine Chance gehabt, aber er hat sie nicht genutzt."

Christian Klien jedoch hat auch Berger auf der Rechnung. Gegenüber dem "ORF" meinte er: "Klien hat in diesem Jahr seine Leistungen gebracht." Und weiter: "Jaguar oder Jordan wäre für ihn eine gute Lösung."

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Surtees: Villeneuves Aus ist unvorstellbar


(F1Total.com) - Jacques Villeneuve blickt in eine ungewisse Zukunft. Vor dem Japan-Grand-Prix, dem Abschluss der Saison, wurde er von BAR-Honda für die Saison 2004 vor die Tür gesetzt. Entnervt warf der Kanadier bereits für das Rennen in Suzuka das Handtuch. Seither kämpft er um einen neuen Platz in der Formel 1, aber derzeit sieht es nicht so aus, als ob Villeneuve im nächsten Jahr wieder in einem Formel-1-Cockpit sitzen würde.

Für John Surtees, Formel-1-Weltmeister von 1964, ist dies alles schwer nachvollziehbar. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei ihm im Alter von 32 Jahren bereits alles vorbei sein soll", erklärte der 69-Jährige auf der Internetseite 'Vodafone Racing'. "Ich glaube allerdings auch nicht, dass er sich selbst einen Gefallen damit tat, wie er in diesem Jahr an den Rennsport heranging und wie sensibel er immer wieder im Umgang mit BAR reagierte."

Villeneuves Lage sei jedoch durchaus selbstverschuldet: "Ich bin sicher, dass Jacques nicht vergessen hat, dass man zuerst einmal in Relation zur Leistung des eigenen Teamkollegen beurteilt wird – und eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass er langsamer als Jenson ist", so Surtees. Nun liege es an ihm, andere zu überzeugen, dass er noch genügend Biss hat.

"Auch davon, dass es ihm in erster Linie nicht ums Geld geht", so der Engländer weiter, der dem Kanadier noch einen Tipp mit auf den Weg gab: "Er sollte sich von seinem Management trennen und sich einem Team wie Jaguar anschließen. Die können seine Hilfe gut gebrauchen, und er kann sich auf Erfolgsbasis bezahlen lassen."

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Andersson: "Es fehlt uns noch immer an Erfahrung"


(F1Total.com) - Frage: "Ove, wie schätzt du die Fortschritte die Panasonic Toyota Racing dieses Jahr gemacht hat ein?"
Ove Andersson: "Also mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass wir mit dem was wir erreicht haben ziemlich zufrieden sein sollten. Doch mein Ehrgeiz sagt mir, dass wir mehr erreichen hätten sollen. Man sollte sich jedoch ins Gedächtnis rufen, dass wir erst an 33 Grand Prix teilgenommen haben. Wir lernen also noch viele Dinge und Achter in der Konstrukteurswertung zu sein ist vermutlich genau der Platz den wir in unserer zweiten Saison auch haben sollten. Wenn ich das Jahr zusammenfassen soll, dann würde ich es als produktiv, erfolgreich und darüber hinaus charakterbildend beschreiben."

Frage: "Sind Sie zufrieden mit der Leistung die Olivier Panis diese Saison abgeliefert hat?"
Andersson: "Ich bin mehr als nur zufrieden mit dem was Olivier in diesem Jahr erreicht hat. Er ist bei der Weiterentwicklung des Autos und des Teams in den letzten zwölf Monaten sehr hilfreich gewesen. Seine technischen Fähigkeiten sind bekannt und er kann Probleme schnell identifizieren, und, was wichtiger ist, Lösungen anbieten. Ich glaube nicht, dass wir Olivier oder Cristiano ein Auto gegeben haben das ihrem Talent gerecht wird, doch wir hoffen, dass wir das 2004 ändern können. Ich bewundere Oliviers Einsatz und Hingabe. Zusammen mit Cristiano ist er ein Motivationsfaktor für das Team an der Strecke und in Köln gewesen."

Panis und da Matta haben den Teamchef beeindruckt

Frage: "Wie sind Olivier und Cristiano in ihrer ersten Saison mit dem Team zurechtgekommen?"
Andersson: "Meiner Meinung nach haben sie sehr gut zusammengearbeitet und waren dem Team eine große Hilfe. Von ihrer Persönlichkeit und Art sind sie beide sehr verschieden, doch es ist eine erfolgreiche Fahrerpaarung. Ich habe niemals einen Zweifel bezüglich ihrer fahrerischen Fähigkeiten gehabt und manchmal haben sie meine Erwartungen übertroffen. Wenn wir uns als Team aber in der Position befunden hätten ihnen besseres Material zu geben, so hätten wir noch bessere Ergebnisse erzielt."

Frage: "Gab es bestimmte Rennen die Sie in dieser Saison besonders beeindruckt haben?"
Andersson: "Ganz ehrlich gesagt waren da gleich mehrere die mich beeindruckt haben. Ich denke, dass Cristianos Qualifikationsrunde in Monaco angesichts der Strecke, und der Tatsache dass er dort zum ersten Mal fuhr, ziemlich außergewöhnlich war. Und Olivier war in einer der Sessions in Ungarn acht Zehntel schneller als alle anderen. Was die Rennen anbelangt, so war Platz 5 und 6 in Hockenheim hervorragend. In der Qualifikation in Suzuka waren die Runden beider Fahrer beeindruckend, wenngleich wir etwas von dem später einsetzendem Regen profitierten."

Frage: "Was sind für Sie persönlich die Höhe- und Tiefpunkte in diesem Jahr gewesen?"
Andersson: "Für mich selbst war das Ergebnis in Hockenheim ein Highlight, doch dass ein Toyota 17 Runden lang in Silverstone das Rennen anführte muss einfach die Sache des Jahres sein an die man sich immer erinnern wird. Das war etwas womit ich nicht einmal im Entferntesten gerechnet hatte, ganz gleich der Umstände die letztlich dazu führten."

2004 will man regelmäßig aus den Top 6 oder 8 starten

Frage: "Ove, welche Ziele sind für Toyota nächstes Jahr in der Formel 1 realistisch betrachtet zu erreichen?"
Andersson: "Bis der TF104 nicht fertig ist und getestet werden kann, werden wir das nicht wirklich wissen. Meiner Einschätzung nach, fehlt es uns noch immer an Erfahrung. Allerdings ist das eine Sache die mit der Zeit von selbst kommt. Die Performance des Autos ist immer dann gut, wenn wir verstehen wie wir damit auf den unterschiedlichen Strecken arbeiten müssen. Die Strecken haben sich entsprechend dem Wetter und den Bedingungen am Freitag, Samstag und Sonntag alle anders verhalten. Man muss die Strecken zuerst verstehen, um zu wissen wie man das Auto entsprechend dem Zustand dieser vorbereiten muss. Zweifelsohne ist das ein Bereich in dem Erfahrung eine Menge ausmacht. Nächste Saison sollte unser Ziel in einer Verbesserung unserer Qualifikationspositionen bestehen. Regulär aus der Top 6 oder 8 zu starten, und das in Rennergebnisse umwandeln, was uns 2003 nicht gelungen ist, ist unser Ziel. In dieser Saison waren wir recht nahe am fünften Platz in der Konstrukteurswertung dran. Meiner Meinung nach sollte dieser Platz 2004 innerhalb unserer Möglichkeiten liegen."

Frage: "Wie sehen Toyotas Pläne für den Winter aus? Wie geht es mit dem TF104 voran?"
Andersson: "Wir werden wieder ein vergleichbares Winterprogramm durchführen wie schon 2002. Ab Ende November werden wir mit einem Übergangsmodell, dem TF103B, welches ein TF103 mit neuem Motor und neuem Getriebe ist, fahren. Durch die veränderten technischen Bestimmungen für 2004, die es erfordern einen Motor zu konstruieren der ein gesamtes Rennwochenende hält, wird unser Schwerpunkt bei den Tests auf der Haltbarkeit und Fahrbarkeit des neuen Aggregats liegen. Wir werden bei den Tests aber auch alle einzelnen Aspekte des neues Autos, beginnend bei der Aerodynamik, über die Reifen bis hin zur mechanischen Seite prüfen, um in der bestmöglichen Verfassung zu sein bevor wir nach Australien aufbrechen."

"Eine höchst erfolgreiche Saison"

Frage: "Sind die neuen Regeln dafür verantwortlich gewesen, dass die Formel 1 dieses Jahr interessanter war oder waren es andere Faktoren?"
Andersson: "Nun, ich glaube, dass man weder das eine noch das andere dafür alleine verantwortlich machen kann. Die neuen Regeln haben sicherlich alles etwas durcheinander gewürfelt, doch andererseits waren in diesem Jahr auch mehr Teams wettbewerbsfähig. Wenn man alles zusammenzählt, so war es eine höchst erfolgreiche Saison. Nehmen wir einmal die Qualifikation in Suzuka als Beispiel. Das Regenwetter hat dort den in der Meisterschaft vorne liegenden Fahrern ein schlechtes Ergebnis beschert, während es uns half in die zweite Startreihe zu fahren, was zu einem wirklich interessanten Rennen für die Zuschauer beigetragen hat."

Frage: "Was halten Sie vom neuen Wochenendformat für 2004 und wie stehen Sie zum provisorischen Rennkalender mit 18 WM-Läufen?"
Andersson: "Über das Wochenendformat der nächsten Saison wurde viel diskutiert und letztlich gab es eine Entscheidung die nicht nur von den Teams getroffen wurde, sondern auch Sponsoren und Rennveranstalter waren da involviert. Meiner Meinung nach sind es die Rennveranstalter, die wissen, was ein Grand Prix-Wochenende für die Zuschauer erfolgreich macht, weshalb die Teams in dieser Sache keine starke Position einnehmen können. Aber allgemein gesprochen, halte ich eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Bestimmungen und Regeln der Formel 1 für notwendig, um den Status der Formel 1 als Königsklasse des Motorsports zu wahren. Wir müssen den Sport frisch und aufregend für alle Fans auf der gesamten Welt halten, gleichzeitig aber auch sicherstellen, dass es für alle Teams herausfordernd bleibt."

Rückkehr von Spa und Kanada in den Rennkalender freut Andersson

"Spa ist ein historischer Ort und eine von den herausforderndsten Rennstrecken, weshalb ich über die Rückkehr des Rennens in den nächstjährigen Kalender auch erfreut bin. Sie ist auch nicht weit von unserer Fabrik in Köln entfernt, was logistisch betrachtet für uns vorteilhaft ist. Für Toyota ist Kanada ein sehr wichtiger Markt, weshalb es mich ebenfalls sehr freut, dass das Rennen im provisorischen Kalender steht. Der Kanada-Grand Prix ist eines der wenigen Rennen in der Saison, wo man die Begeisterung der Fans wirklich spürt und Montreal verwandelt sich während des Wochenendes in eine Art Straßenfest. Aber Kanada ist auch für die Formel 1 ein sehr wichtiger Markt. Nord-Amerika ist ein Gebiet in dem die Formel 1vergleichsweise schwach ist und sich ein Image aufbauen muss. Wenngleich der Status von Kanada im Kalender noch provisorisch ist, so hoffe ich doch sehr, dass der Grand Prix nächste Saison dazugehört."

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Button: "Ich werde versuchen, zu gewinnen"


(F1Total.com) - Die Zeit arbeitet gegen den BAR-Honda-Piloten Jenson Button. Vier Formel-1-Saisons hat der Engländer nun absolviert, doch noch nie gelang ihm der Sprung auf das Siegerpodest. Bereits vor der Saison 2003 erhoffte sich Ex-Formel-1-Fahrer Mark Blundell, dass Button nun den endgültigen Durchbruch schaffen würde. "An einem Punkt angekommen muss man Ergebnisse auftischen können, und ich glaube, dass Jenson diesen Punkt nun erreicht hat", so der heutige TV-Kommentator.

Doch das Anvisieren von regelmäßigen Podestplätzen in der Saison 2004 ist Button nicht genug. "Ich werde nicht in jedem Rennen versuchen, auf das Podest zu kommen, ich werde in jedem Rennen versuchen, zu gewinnen", erklärte er selbstbewusst in einem Interview mit 'Autosport'. "Vielleicht werde ich einer derjenigen Fahrer sein, die bei ihrem ersten Podestplatz gleich ganz oben stehen."

Das große Ziel für das Jahr 2004: Konstanz

66 Rennen hat der erst 23-Jährige nun bestritten, und viel Pech hinderte ihn bisher daran, einen Top-Drei-Platz einzufahren. "Die Leute sagen, dass man des eigenen Glückes Schmied ist, aber die Probleme, die ich hatte, sind nicht auf mich zurückzuführen", erklärte Button. Doch die konkreten Ziele für die Saison 2004 sehen dann doch etwas konservativer aus.

"Ich möchte im nächsten Jahr nicht ein Mal auf dem Podium stehen oder gewinnen, das große Ziel ist es, konstant zu sein", so Button. "Wenn man sich die Saison 2003 betrachtet, dann war keiner wirklich konstant unterwegs. Das ist unser großes Ziel für 2004." Um dieses Ziel erreichen, muss sich auch das BAR-Honda-Team gewaltig anstrengen.

"Das Team weiß, in welchen Gebieten es sich verbessern muss", so der Engländer. "Das Paket in der Saison 2003 war gut, aber wir müssen einen Schritt nach vorn machen. Zu Beginn des Jahres war das Auto wirklich stark, aber wir konnten mit den Verbesserungen im Laufe des Jahres nicht Schritt halten."

Ferrari soll das Vorbild für BAR-Honda sein

Auch Honda muss in diesen Verbesserungsprozess einbezogen werden. "In diesem Jahr hatten wir viele Gespräche darüber, in welche Richtung sie sich entwickeln wollten und welche wir für richtig hielten. Wir sind sehr glücklich darüber, wie es sich im Moment entwickelt", so Button, der die Leistungen des Ferrari-Teams als Vorbild betrachtet.

"Um ein Top-Team zu sein, darf man keine Zuverlässigkeitsprobleme haben", erklärte er. "Bei Ferrari hatte Michael (Schumacher) seit etwa 44 Rennen keine Probleme mit der Zuverlässigkeit. Das ist das Niveau, welches wir erreichen müssen, wenn wir gegen sie bestehen wollen." Button räumte jedoch auch ein, dass das BAR-Honda-Team "nicht nur auf einem Gebiet" Probleme hatte.

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Toyota: Briscoe hofft auf Einsatz als dritter Fahrer


(F1Total.com) - Für Ryan Briscoe war 2003 ein gutes, weil erfolgreiches Jahr. Nachdem sich der Australier im Vorjahr in der Formel 3000 schwer getan hatte, erwies sich der Wechsel in die F3 als richtiger Schritt, denn dieses Jahr konnte er sich in der F3 Euroserie gegen alle Konkurrenten durchsetzen und verwies den mit einem Jaguar-Cockpit in Verbindung gebrachten Österreicher Christian Klien in der Endabrechnung mit 21 Punkten Vorsprung deutlich auf den zweiten Platz.

Für den 22-Jährigen lag der Schlüssel zum Erfolg darin, dass er sich mit Toyotas Rückendeckung und Unterstützung mehr auf die F3 hatte konzentrieren können und nicht so sehr in das Testprogramm des Formel-1-Teams eingebunden war. Dies soll sich nun aber wieder ändern. "Um es am Ende in die Formel 1 zu schaffen, muss man in einer der niedrigeren Serien Meister geworden sein", sagte der Australier gegenüber 'autosport.com' und hofft, dass ihm der Titelgewinn seinem Ziel einen Schritt näher gebracht hat.

"Von jetzt an werde ich mehr Testtage in der Formel 1 absolvieren und freue mich auf die Zukunft. Dieses Jahr habe ich nur einmal auf einem Flugfeld und drei Tage in Jerez für Toyota getestet. Der letzte Test war aber sehr gut für mich, denn das Team war wirklich glücklich und ich konnte viele Runden fahren. Jetzt kann ich es nicht mehr erwarten, mich in das intensive Testen zu stürzen."

Gelegenheit seine fahrerischen und technischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen wird Briscoe ab Ende des Monats haben, denn auf ihn warten insgesamt sieben Testtage bei den Versuchsfahrten in Valencia und Barcelona.

Welche Pläne er für 2004 hat, weiß Briscoe ganz genau. Er möchte viel mit Toyota testen. "Die Details müssen allerdings noch geklärt werden. Ricardo Zonta bleibt ja bei uns und es muss noch entschieden werden wie das Programm zwischen uns aufgeteilt wird", gibt der junge Rennfahrer Auskunft.

Hoffnungen darf sich der F3 Euroseries-Meister zudem darauf machen, dass er nächste Saison die Gelegenheit bekommt alle Formel-1-Strecken kennen zu lernen. Mit Ausnahme der vier besten Teams des Vorjahres - Ferrari, BMW-Williams, McLaren-Mercedes und Renault -, ist es ja allen anderen Rennställen freigestellt am Freitag ein drittes Auto einzusetzen.

Ob Toyota aber von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, und ob man Briscoe, Zonta oder beiden abwechselnd die Chance geben wird, ist noch nicht klar. "Über die Freitagstestsache muss auch noch entschieden werden", erklärt Briscoe.

Bevor er in zwei Wochen im Formel-1-Boliden von Toyota Platz nehmen wird, hat er sich aber vorgenommen die F3-Saison mit dem Gewinn des prestigeträchtigen fünfzigsten Macau-Grand Prix erfolgreich zu beenden. Unabhängig davon wie er dort abschneiden wird, sei es für ihn aber ein "fantastisches Jahr" gewesen.

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Theissen sieht gute Chancen auf den Titelgewinn


(F1Total.com) - Am Ende der Formel-1-Saison hießen die Sieger in der Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft auch dieses Jahr wieder Michael Schumacher und Ferrari.

Obwohl man einige Rennen lang das eindeutig leistungsfähigste Gesamtpaket besessen hatte, blieb dem BMW-WilliamsF1-Rennstall nur der Vizetitel in der Markenwertung, wofür die Verantwortlichen inzwischen den schlechten Saisonbeginn und Fehler in der Endphase der WM verantwortlich gemacht haben.

Dass es dieses Jahr mit dem Titelgewinn noch nicht geklappt hat, ist für die in Grove und München am neuen Chassis und Motor arbeitenden Aerodynamiker und Ingenieure und die Fahrer aber ein noch größerer Ansporn es endlich im nächsten Jahr, dem fünften in der Zusammenarbeit zwischen dem englischen Rennstall und dem deutschen Autohersteller, zu schaffen.

Auf einer Veranstaltung in Berlin zeigte sich nun BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen überzeugt, dass man 2004 den erhofften großen Erfolg haben wird, denn er sieht schon jetzt beste Voraussetzungen. "Wir waren in der vergangenen Saison schon nahe dran", erklärte Theissen im Hinblick auf den geringen Rückstand in der Herstellerwertung auf Ferrari.

Für den Deutschen ist das BMW-WilliamsF1-Team nach dieser Saison, in der man leistungsmäßig auf WM-Niveau fuhr, endgültig titelreif: "Das Potenzial für den WM-Titel ist vorhanden", sagte der Deutsche, der sich auch zu noch immer nicht gänzlich verstummten Spekulationen um Juan-Pablo Montoya äußerte.

So dementierte der BMW-Motorsportdirektor zum wiederholten Mal, dass sich an der Fahrerpaarung des Teams noch etwas ändern wird und bekräftigte, dass Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher hoch motiviert seien.

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BAR-Pilot traut Bridgestone "einen Schritt vorwärts" zu


(F1Total.com) - Das BAR-Honda-Team sorgte beim letzten Grand Prix des Jahres gleich in mehrfacher Hinsicht für Schlagzeilen.

Während man im Vorfeld des Rennwochenendes bekannt gab, dass an Stelle des auf seinen Einsatz freiwillig verzichtenden Jacques Villeneuve der für 2004 verpflichtete Takuma Sato im Auto sitzen wird, schockte man seinen Reifenpartner mit der Nachricht, dass man in der nächsten Saison lieber mit Gummiwalzen der Konkurrenz fahren will.

Sah es vor einer Woche ganz danach aus, als sei es dem britischen Rennstall gelungen mit seinem bisherigeren Reifenausrüster eine Übereinkunft zu finden, die eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit und einen Wechsel zu Michelin ermöglicht, herrscht derzeit weiterhin Unklarheit auf welchen Pneus BAR-Honda die in der übernächsten Woche beginnenden Testfahrten aufnehmen wird.

Michelin-Motorsportdirektor Pierre Dupasquier hatte erklärt, dass "BAR bei den Wintertests im November auf unseren Pneus rollen wird." Nun gibt es in dieser Angelegenheit von Jenson Button neue Informationen. Angesprochen darauf, dass sein Team in der Saison 2004 wohl mit Michelin-Reifen antreten wird, konnte der Rennfahrer dies gegenüber 'Autosport' weder bestätigen noch dementieren. "Im Augenblick bin ich in dieser Sache ahnungslos. Ich weiß nur, dass darüber gesprochen worden ist", sagte der 23-Jährige.

Formel-1-Fans wissen, dass man bei British American Racing in diesem Jahr mit der ungleichmäßigen Behandlung der Teams durch Bridgestone unzufrieden war. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich die Japaner die deutliche Kritik, die vor allem zur Saisonmitte zu hören war, zu Herzen genommen haben. Dass man sich in Sachen Reifenperformance verbessern muss, hatte zuletzt der Technische Manager des Reifenherstellers zugegeben.

Mit welchen Reifen BAR-Honda im kommenden Jahr größere Aussichten auf Erfolg hat, ist auch für Button derzeit schwer abzuschätzen. Klar festlegen will er sich nämlich nicht.

"Über den Winter kann alles passieren. Michelin hat im letzten Jahr einen guten Schritt vorwärts gemacht, doch sie und Bridgestone sind beide große Firmen die in der Lage sind einen Schritt vorwärts zu machen wenn sie sich darauf konzentrieren und die richtige Richtung einschlagen. Zu diesem Zeitpunkt ist es wirklich schwer, zu sagen, auf welchen Reifen man setzen sollte", erklärte der Rennfahrer.

Noch bleiben aber ein paar Tage, sodass Bridgestone und BAR-Honda Zeit haben eine Einigung zu finden. Ob man, wie laut Vertrag vorgesehen, auch 2004 zusammenbleibt, oder aber die Vereinbarung auflöst, wird sich spätestens an den am 25. November am BAR 005 montierten Reifen ablesen lassen.

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Brunner freut sich auf die Arbeit mit Gascoyne


(F1Total.com) - Gustav Brunner, Chefdesigner im Toyota-Team, freut sich auf die Ankunft von Mike Gascoyne, der zuvor bei Renault für die Konstruktion der Formel-1-Boliden verantwortlich war. "Ich bin sehr erfreut, dass Mike Gascoyne zu uns stößt, und ich habe bereits am Telefon mit ihm gesprochen", erklärte der Österreicher unseren Kollegen von 'F1Racing.net'.

"Seit einigen Monaten schon unterstütze ich die Idee, einen erfahrenen Technischen Direktor zu haben, um die Gesamteffizienz und die Arbeitsabläufe der technischen Gebiete bei Toyota zu verbessern", fuhr Brunner fort.

Der Wechsel kündigte sich schon in den Sommermonaten an, doch Renault und Toyota schwiegen bezüglich des Wechsels. Erst nach dem letzten Saisonrennen wurde es dann offiziell bestätigt. "Ich bin hocherfreut darüber, dass ich zu Toyota als Technischer Direktor des Chassis-Bereichs stoße", erklärte Gascoyne vor einigen Wochen.

Gustav Brunner wird seine Arbeit jedoch ungehindert fortführen, die Rolle Gascoynes ist eher unterstützender Natur: "Meine Rolle als Chefdesigner ergänzt sich mit Mikes Posten als Technischer Direktor des Chassis-Bereichs", erklärte der Grazer. "Ich freue mich auf eine enge Arbeitsbeziehung mit ihm."

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Minardi 2004 mit neuem Auto am Start?


(F1Total.com) - Für das Minardi-Team war die Saison 2003, vergleicht man sie rein vom Punktestand in der WM-Endabrechnung her, nicht so erfolgreich wie das Vorjahr.

Dennoch gab es auch dieses Jahr einige Höhepunkte für die Mannschaft aus Faenza. Zum Beispiel die am Freitag in Magny-Cours geholte Pole Position, oder die Tatsache, dass man im Verlauf des Jahres oftmals einen besseren Eindruck hinterließ als das ebenfalls finanziell schwach aufgestellte Jordan-Team.

Für 2004 sind die Minardi-Fans guter Dinge, denn ihr Team wird sich ab November an den Testfahrten beteiligen und der PS04 erscheint viel versprechend. Bei dem Boliden handelt es sich bekanntlich um ein Auto das weitestgehend dem A23 aus der Arrows-Konkursmasse entspricht, in Teilbereichen aber modifiziert wurde.

Dass der Rennstall im kommenden Jahr mit einem Hybrid-Modell - halb Minardi, halb Arrows - antreten wird, ist Informationen unserer Kollegen von 'pitpass' nach aber noch nicht sicher. Minardi hat nämlich anscheinend noch eine weitere Option. So soll Paul Stoddart zusammen mit der Arrows-Konkursmasse auch Zeichnungen für den vom Bankrott gegangenem Team für 2003 geplanten A24 erworben haben. Gegenwärtig, so vermutet man, studieren die Ingenieure die Unterlagen und wägen ab inwiefern das Budget den Bau eines neuen Autos hergibt.

Für welche Option sich Minardi letztlich auch entscheiden mag, schon jetzt erscheint die Ausgangssituation für 2004 ein wenig besser als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr.

Zwar steht der Motorenpartner noch nicht offiziell fest, und dass man in der neuen Saison einen großen Sprung in punkto Konkurrenzfähigkeit macht ist eher nicht anzunehmen, doch vielleicht gelingt es ja ein Paket auf die Beine zu stellen das zusammen mit ein wenig Glück den einen oder anderen Punkt ermöglichen wird.

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Terrorwarnung für Bahrain


München - Die Formel 1 expandiert, um immer neue Absatzmärkte zu erschließen - und erfährt jetzt, welche negativen Auswirkungen eine solche Entwicklung nehmen kann.

Bahrain, neben Schangahi der neueste Auftrittsort auf dem Schumi und Co. ihr Können präsentieren, gerät nach den letzten Bombenanschlägen in Saudi-Arabien immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Und in den der Geheimdienste.

Botschaft rät zu Wachsamkeit

Als Bürger eines westlichen Landes solle man sich bei einem Besuch des Golf-Staates "gerade auf öffentlichen Plätzen besonders wachsam" verhalten. Dies rät nun die Britische Botschaft Bahrains allen Reisenden.

Es gebe derzeit "ein hohes Terror-Risiko", das sich nach dem Anschlag von Riad, der 17 Menschen das Leben kostete, noch verstärkt habe. Bis vor kurzem galt Saudi-Arabien noch als eines der sichereren Länder des Nahen Ostens. Nun wird befürchtet, die Terror-Aktionen könnten sich auch auf Bahrain ausweiten.

Planungen gehen weiter

Dessen ungeachtet gibt es momentan keine Pläne, den Baharin-GP aus dem Rennkalender für 2004 zu streichen. Das erste Formel-1-Rennen im Golfstaat soll wie vorgesehen am 4. April stattfinden. Die Planungen für das Multi-Millionen-Dollar-Projekt auf dem Bahrain International Circuit laufen weiter.

Noch vor Kurzem besuchte Formel-1-Pilot Jenson Button den vom Deutschen Hermann Tilke entworfenen Rundkurs und war von der Atmosphäre des Inselstaates begeistert. Der BAR-Fahrer meinte: "Dort gab es so viele gastfreundliche Menschen."

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"Wir fahren in einer Super-Champions-League"


München - Vor zwei Jahren fand sich das Sauber-Team am Ende der Saison noch auf Rang vier der Gesamtwertung wieder, in diesem Jahr reichte es für die Schweizer nur noch zu Platz sechs.

Trotzdem gibt sich Teamchef Peter Sauber im zweiten Teil des Sport1-Interviews zuversichtlich, 2004 zu alter Stärke zurückfinden zu können: "Wir haben das Erfolgreichsein nicht verlernt. Unser Ziel ist, uns nach vorne zu orientieren."

Für seine persönliche Zukunft sieht sich Sauber vom Rentenalter noch weit entfernt: "Ich habe keine Probleme damit, die nächsten fünf Jahre weiterzumachen."

Auch wenn der Schweizer die Abgänge von Nick Heidfeld und Heinz-Harald Frentzen bedauert, glaubt er, mit der neuen Fahrerpaarung auf dem richtigen Weg zu sein.

Sport1: 2001 war Sauber Vierter der Konstrukteurs-WM, 2002 Fünfter und 2003 Sechster - wohin führt der Weg ihres Teams im kommenden Jahr?

Peter Sauber: (lacht) Lieber nach vorne als nach hinten. Ich glaube, das ist das Ziel jedes Teams. Und genau das ist es, was die Luft in der Formel 1 momentan so dünn macht. Wir haben sieben Hersteller und das sind Giganten. Es ist nicht eine Champions League, in der wir fahren, sondern eine Super-Champions-League. Da Schritt zu halten, ist unwahrscheinlich schwierig. Unser Ziel muss es dabei natürlich sein, dass wir uns nach vorne orientieren, wobei ich keine Plätze angebe.

Sport1: Sind die Top-4-Teams außer Reichweite? Wer sind die größten Sauber-Konkurrenten?

Sauber: Dazu zähle ich die gleichen Gegner wie in diesem Jahr: Vor allem BAR, Toyota, Jaguar - und auch Jordan darf man nicht außer Acht lassen, die waren immer ab und zu für eine Überraschung gut. Bei den Top-4-Teams ist die Ausgangslage nicht so, dass man ihnen gefährlich wird. Mit dem neuen Windkanal hoffen wir allerdings, dass wir deutliche Fortschritte erzielen können. Wohin die uns führen, wage ich nicht zu prophezeien.

Sport1: Sind Sie zufrieden, wenn Sie immer nur im Mittelfeld landen? Worin liegt für Sie persönlich der Reiz der Formel 1?

Sauber: Es gibt zwei Anreize oder Ziele, die ich verfolge. Das eine, und das kommt sicherlich an erster Stelle, ist das Sportliche. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben das Erfolgreichsein nicht verlernt. Überall, wo wir mitgemacht haben, waren wir sehr erfolgreich. Ich denke da vor allem an unsere Zeit mit Mercedes zurück. In der heutigen Formel 1 ist das natürlich alles immer schwieriger geworden. Aber grundsätzlich gilt, dass man sich nach vorne orientieren muss. Was ich nicht mache, ist diesem Ziel irgendeinen Zeitrahmen zu geben, das kann auch in der Zeit nach mir passieren.

Sport1: Und Ihr zweites Ziel?

Sauber: Das kommt zwar an zweiter Stelle, hat aber die gleiche Priorität. Gemeint ist die unternehmerische Aufgabe. Wir beschäftigen hier in Hinwil 300 Mitarbeiter, die alle anständig entlohnt werden. Den Betrieb rentabel zu betreiben, ist mir genauso wichtig wie das Sportliche.

Sport1: Kann man im Mittelfeld auf Dauer überhaupt genug Geld verdienen, um in der Königsklasse zu überleben?

Sauber: Das glaube ich schon. Ich glaube sogar, dass wenn man als unabhängiges kleines Team die nächsten Jahre übersteht, eine gute Chance hat. Meiner Meinung nach wird sich die Formel 1 verändern. Die enormen Budgets lassen sich nicht halten. Die lassen sich nur rechtfertigen, wenn man Weltmeister wird - und das kann ja bekanntlich nur einer. Für diejenigen, die es nicht werden, ist es definitiv zu teuer. Wir bei Sauber können mit deutlich weniger Geld ein gutes Produkt liefern.

Sport1: Sie sprachen kurz von der Zeit nach Ihnen. Machen Sie sich Gedanken über einen persönlichen Rückzug oder bleiben Sie der F 1 noch längerfristig erhalten?

Sauber: Das kommt darauf an, was Sie als längerfristig betrachten. Ich habe keine Probleme damit, die nächsten fünf Jahre weiterzumachen. Das ist in der Formel 1 schon fast langfristig. Die Frage eines möglichen Nachfolgers ist daher nicht nötig. Es ist auch sehr schwierig, einen Nachfolger zu finden.

Sport1: Ihr Neuzugang Giancarlo Fisichella hat es für 2004 als realistisches Ziel bezeichnet, in jedem Rennen Punkte zu sammeln und hin und wieder einen Podestplatz einzufahren. Hat er sich damit ein wenig zu weit aus dem Fenster gelegt?

Sauber: (lacht) Ich habe kein Problem damit, wenn sich die Fahrer aus dem Fenster lehnen. Ich respektiere die hohen Ziele. Wenn Sie mich nach den Zielen fragen, bin ich aber wesentlich vorsichtiger.

Sport1: Zurzeit ist Sauber noch auf Kundenmotoren angewiesen. Ist es ein Traum von Ihnen, Ihren Rennstall irgendwann einmal als "Werksteam" bezeichnen zu können?

Sauber: Vor zwei, drei Jahren hätte ich gesagt: Ja, es muss unser Ziel sein. Heute sage ich nein. Die Unabhängigkeit, die wir heute haben, hat durchaus seine Vorteile. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben ja so eine Art Werksmotor. Petronas ermöglicht uns seit sieben Jahren den Ferrari-Motor. Wir werden Anfang der kommenden Saison den identischen Motor verwenden, den auch Ferrari verwendet. Bezahlt von Petronas.

Sport1: 2004 muss ein Triebwerk ein ganzes GP-Wochenende halten. Sehen Sie das als Nachteil für ihr Team, weil Ferraris 052-Motor, mit dem Sauber 2004 fahren wird, eigentlich nur auf eine Standfestigkeit von 350 bis 400 Kilometern ausgelegt ist?

Sauber: Nein, das wird auch nicht der gleiche Motor sein wie 2003. Der Motor ist auf rund 800 Kilometer ausgelegt. Vorsichtiger muss man da natürlich mit der Drehzahl umgehen.

Sport1: Sollte der Rennkalender 2004 wirklich auf 18 Grands Prix aufgestockt werden: Ist das aus finanzieller Sicht her ein Segen oder ein Fluch für die F-1-Teams?

Sauber: Ich bin nicht glücklich über das 18. Rennen, weil das für das Team einfach zu viel ist, da überspannt man. Andererseits waren wir alle unglücklich darüber, dass Montreal aus dem Kalender gekippt wurde. Wenn man das mit den 18 Rennen einmal macht, können alle damit leben. Aber das sollte nicht zur Gewohnheit werden. Finanziell würde es sich nicht lohnen, die Rechnung würde aber wohl aufgehen, so dass man nicht draufzahlen muss.

Sport1: Die Saison 2003 hat gezeigt, dass die Reifen in einem großen Maße rennentscheidend sind. Wie würden Sie den Einfluss beschreiben, den Sauber auf die Entwicklungsarbeit bei Bridgestone hat?

Sauber: Für uns ist es wichtig, dass wir ein Fahrzeug haben, das ähnlich auf die Reifen reagiert wie der Ferrari. Dann können wir direkt von den Entwicklungsarbeiten von Ferrari profitieren. Es wäre kein Problem für Bridgestone, die Reifen für uns zu entwickeln, also parallel zu Ferrari. Das würde gehen, macht aber keinen Sinn, da wir uns diesen Testaufwand nicht leisten können.

Sport1: Gibt es Kooperationen zwischen Sauber und Ferrari im Chassis-Bereich, werden Daten ausgetauscht?

Sauber: Wir arbeiten jetzt seit sieben Jahren mit Ferrari zusammen, da gab es immer einen Datenaustausch. In beide Richtungen.

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BAR-Team macht Verluste


München - Das in Brackley beheimatete BAR-Team hat das Jahr 2003 mit einem Rekordverlust beendet.

Britischen Medien zufolge beläuft sich das Defizit auf ungefär 65 Millionen Dollar. Seit seinem Einstieg in die Königsklasse im Jahre 1998 soll das Team von David Richards eine Summe 180 Millionen Verlust gemacht haben.

Das zweistellige Millionengehalt von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hat das Unternehmen zusätzlich belastet. Durch sein Ausscheiden erhofft man sich im nächsten Jahr eine Entlastung.

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Tabakwerbeverbot in China


München - Auch die chinesische Regierung hat eine Vereinbarung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterschrieben, langfristig auf Tabakwerbung zu verzichten.

Die Verfügung tritt in Kraft, sobald sich 40 Staaten dem Verbot angeschlossen haben. Mittlerweile haben zwar 77 Länder unterschrieben, doch erst drei haben das Gesetz auch verabschiedet.

China feiert im September 2004 sein Debüt in der Formel 1 und könnte mit dem Verbot seine weitere Zukunft in der Königsklasse gefährden.

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Villeneuve sucht doch keine Sponsoren


München - Der momentan arbeitslose Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist nicht auf Sponsorensuche, um sich ein Cockpit bei Jaguar zu erkaufen. Damit dementiert der Kanadier Medienberichte der vergangenen Woche.

"Jacques hat kein Interesse, sich ein Cockpit in der Formel 1 zu erkaufen. Daher sind die Geschichten in der kanadischen Presse absolut unwahr", so ein Sprecher Villeneuves.

Jaguar ist immer noch auf der Suche nach einem zweiten Piloten neben dem Australier Mark Webber.

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ausführlich:

Villeneuve wird nicht für Jaguar-Cockpit bezahlen


(F1Total.com) - Einzig und allein Mark Webber kann sich im Moment sicher sein, dass er im kommenden Jahr für Jaguar Racing starten und dafür auch bezahlt werden wird. Wer aber an seiner Seite fährt, ist weiterhin offen und auch für Webber ein Geheimnis. Die Spekulationen um die potenziellen Teamkollegen des Australiers sind unterdessen in vollem Gange.

"Jacques hat kein Interesse daran für ein Cockpit in der Formel 1 zu zahlen", zitiert das 'Autosport'-Magazin jetzt eine Sprecherin des Rennfahrers, der sich Informationen der kanadischen Presse zufolge bemüht haben soll die von Jaguar geforderte Summe in Höhe von 5 Millionen US-Dollar über Sponsoren zusammenzubekommen.

Entsprechende Meldungen seien aber "nicht zutreffend", sagte die Sprecherin. Nach dieser Klarstellung kann nun Villeneuves Name getrost von der Liste der mit dem zweiten Renncockpit in Verbindung gebrachten Piloten gestrichen werden.

McLaren-Testfahrer Alexander Wurz, Red Bull-Protegé Christian Klien, Jos Verstappen und Justin Wilson dürfte dies freuen, bedeutet doch die Auskunft der Villeneuve-Sprecherin für sie, dass es einen Konkurrenten weniger gibt.

Während Wurz sich selbst auf Jaguars Wunschliste ganz oben sieht, sowie dem Österreicher auch von Insidern gute Chancen eingeräumt werden, glaubt Jonathan Palmer fest daran, dass das Team aus Milton Keynes wie in den letzten fünf Rennen auch 2004 mit dem Duo Webber/Wilson antreten wird.

Der Australier hatte zuletzt aber seinem Wunsch nach einem schnellen Teamkollegen Ausdruck verliehen und wissen lassen, dass er vom Speed her nicht von Wilson beeindruckt war. Allerdings bekam der Brite auf Grund der bald wieder beginnenden Testfahrten eine Vertragsverlängerung und das stimmt seinen Manager zuversichtlich. "Die Chancen, dass Justin sein Cockpit behält, stehen gut", erklärte Palmer. Wie gut, muss sich zeigen.

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Peter Sauber: "Wir sind im Zeitplan"


(F1Total.com) - Im Sauber-Werk in Hinwil wird derzeit das Licht nur selten gelöscht. Die nächste Saison wirft bereits lange Schatten voraus, das Designteam arbeitet ohne Unterlass am nächstjährigen Sauber C23, und der neue Windkanal befindet sich in der finalen Phase der Fertigstellung. Auch die Fahrerpaarung sollte sich lieber jetzt in das Team einleben, als erst zu Beginn der nächsten Saison.

Hektik kommt in der Schweiz jedoch nicht auf. "Auf jeden Fall sind wir im Zeitplan", so Teamchef Peter Sauber in einem 'Sport1'-Interview. "Ich denke, wir werden das neue Auto Mitte Januar bereit haben." Vom neuen Windkanal wird der C23 jedoch nicht mehr profitieren können. "Vom neuen Windkanal versprechen wir uns, dass wir damit dann den C23 im Laufe des Jahres erheblich verbessern können. Wenn es optimal läuft, können wir schon bis zum ersten Rennen kleine Fortschritte erzielen."

Keine Probleme mit Frentzen und Heidfeld

Für mehr Aufsehen als die neuen technischen Gegebenheiten sorgte jedoch die Fahrerentscheidung für das nächste Jahr. Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld mussten ihre Koffer packen – die Tage des "Duo Mönchengladbach" bei Sauber sind gezählt. Dabei wiederholte der 60-Jährige noch einmal, dass er mit beiden Piloten durchaus zufrieden war.

"Es gab keinerlei Probleme", so Sauber. Aber: "Um Fisichella habe ich mich seit drei Jahren bemüht, weil ich ihn als sehr gut einschätze. Die Chance musste man packen. Bei Massa war es so, dass wir von seinem Speed überzeugt waren, als er 2002 für uns fuhr. Was ihm gefehlt hat, war eine gewisse Reife, er war sehr jung, beinahe kindlich", rechtfertigte er die Fahrerpaarung für 2004.

Ferrari hatte gewissen Einfluss auf die Personalentscheidung

Sein einjähriges Gastspiel als Testfahrer von Ferrari soll Massa nun die nötige Reife für die vor ihm liegenden Aufgaben gegeben haben. Doch Peter Sauber verschweigt nicht, "dass unsere Nähe zu Ferrari einen gewissen Einfluss auf die diesjährige Personalentscheidung hatte, was uns aber keine direkten Vorteile bringt".

Während sich Giancarlo Fisichella und Felipe Massa auf die nächste Saison freuen dürfen, steht besonders der erst 26-jährige Nick Heidfeld vor einem Trümmerhaufen seiner Formel-1-Karriere. Noch immer hat der Mönchengladbacher kein neues Cockpit gefunden. "Ich leide da schon", gesteht auch sein ehemaliger Chef Sauber ein. "Aber das liegt weniger an der Situation, sondern mehr an mir selbst. Ich sehe das Problem, das er hat, und das gefällt mir überhaupt nicht."

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Brasilien-Grand-Prix: Nur Rauch, kein Feuer


(F1Total.com) - Die Organisatoren des Brasilien-Grand-Prix haben die Bedenken bezüglich der richterlichen Anordnung, die besagt, dass das Rennen im nächsten Jahr nicht stattfinden darf, vom Tisch gewischt. Der Richter Joao Andre de Vincenzo hat am letzten Freitag das Rennen gestrichen, da es zu geringe Einnahmen für die Stadt generiere.

Um dies durchzusetzen, soll der Veranstalter 'International Promotions' die Vorbereitungen auf das Saisonfinale 2004 innerhalb von 30 Tagen beenden. Geschieht dies nicht, so droht der Firma eine empfindliche Strafe. Verschiedene Quellen sprechen hier von 10.000 bis 17.000 Dollar pro Tag.

Tamas Rohonyi, Chef der Rennorganisation in Brasilien, sieht diese Entscheidung jedoch nicht ganz so dramatisch. "Es gibt etwas Rauch, aber es ist noch kein Feuer", schrieb er in einem Brief an 'Autosport'. "Kein Gericht kann einen legalen Vertrag aussetzen, und in diesem Fall ist der Vertrag seit 1989 in Kraft. Bürgermeisterin Luiza Erundina brachte den Brasilien-Grand-Prix damals nach Sao Paulo."

Der Präsident des brasilianischen Automobilklubs empfindet die Entscheidung ebenfalls als unrichtig: "Die Stadt sponsert rein gar nichts", erklärte Paolo Scaglione. "Die Stadt investiert nur, um sicherzustellen, dass Kurs den Standards der Formel 1 genügt. Diese Investitionen kommen natürlich auch denen zugute, die die Strecke für nationale Veranstaltungen nutzen."

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McNish noch immer viel beschäftigter RenaultF1-Pilot


(F1Total.com) - Wie es um Allan McNishs Zukunft in der Formel 1 bestellt ist, nachdem RenaultF1 ihn für 2004 nicht weiter als Testfahrer verpflichtete, ist aktuell schwer abzuschätzen. Zuletzt wurde der Schotte mit Jordan oder einem Cockpit als Ferrari-Testfahrer in Verbindung gebracht, doch seither hat sich nicht mehr viel getan.

Mit einer entsprechend positiven Nachricht über ein Formel-1-Cockpit kann Allan McNish somit zwar nicht aufwarten, dafür aber mit einer aufgestockten Fanartikel-Kollektion auf seiner Internetseite. In dieser findet sich nämlich ab sofort auch die offizielle 2003er Baseballmütze, sowie ausgewählte andere RenaultF1-Artikel wie T-Shirts oder ein Regenschirm.

Interessant dürften für eingefleischte McNish-Anhänger auf Grund des Sammlerwerts vor allem die signierten Modelle des TF102 sein, mit dem der 33-Jährige in der Saison 2001 sein Formel-1-Renndebüt gegeben hatte, sowie ein auf 500 Exemplare limitierter Druck, welcher den Rennfahrer im Toyota-Boliden zeigt und von ihm signiert wurde.

Wer den Schotten lieber einmal live sehen will, der kann dies am kommenden Samstag tun - vorausgesetzt man hält sich auf den Phillippinen auf. Im japanischen Suzuka mag McNish zwar das letzte Mal im blau-gelben Boliden seine Runden abgespult haben, doch neben seiner fahrerischen Aufgabe gehört auch die Teilnahme an PR-Terminen zu seinen Verpflichtungen gegenüber Renault und davon steht an diesem Wochenende für Teamsponsor Mild Seven einer in Manila an.

McNish wird dort die größte Open-Air-Formel-1-Austellung, zu der 10.000 Besucher erwartet werden, eröffnen. Die Formel-1-Fans werden nicht nur die Möglichkeit haben den Formel-1-Piloten hautnah zu erleben, und ein RenaultF1-Showcar bewundern können, sondern auch Einblicke in die Arbeit McNishs als Testfahrer zu erlangen. Neben seiner Rolle als Gastgeber der Ausstellung, wird der Schotte auch noch an einem Kart-Wettrennen und verschiedenen Pressekonferenzen für die lokalen Medien teilnehmen.

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Sauber: "Unabhängigkeit hat durchaus seine Vorteile"


(F1Total.com) - Von zehn derzeit aktiven Formel-1-Teams fahren nur drei ohne Werksunterstützung: Sauber, Jordan und Minardi. Kämpfte man in den letzten Jahren darum, die Hilfe eines Herstellers zu erlangen, so hat Peter Sauber dieses Vorhaben gewissermaßen aufgegeben: "Vor zwei, drei Jahren hätte ich gesagt: Ja, es muss unser Ziel sein. Heute sage ich nein. Die Unabhängigkeit, die wir heute haben, hat durchaus seine Vorteile", erklärte er in einem 'Sport1'-Interview.

Der Grund hierfür ist simpel: Sieben Hersteller kämpfen um den Ruhm in der Formel 1, dabei bleibt wohl oder übel der eine oder andere Hersteller auf der Strecke. Als Privatteam aber ist man aber von vornherein nicht auf Siege angewiesen. "Ich glaube sogar, dass wenn man als unabhängiges kleines Team die nächsten Jahre übersteht, eine gute Chance hat", so Sauber.

"Meiner Meinung nach wird sich die Formel 1 verändern. Die enormen Budgets lassen sich nicht halten. Die lassen sich nur rechtfertigen, wenn man Weltmeister wird - und das kann ja bekanntlich nur einer. Für diejenigen, die es nicht werden, ist es definitiv zu teuer. Wir bei Sauber können mit deutlich weniger Geld ein gutes Produkt liefern", fuhr er fort.

Doch im nächsten Jahr wird man wieder gegen sieben starke Werksteams antreten müssen, die Luft in der Formel 1 wird von Jahr zu Jahr dünner. "Da Schritt zu halten, ist unwahrscheinlich schwierig. Unser Ziel muss es dabei natürlich sein, dass wir uns nach vorne orientieren, wobei ich keine Plätze angebe", so der 60-Jährige.

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Verkommt die Formel 1 zur "Karnevals-Veranstaltung"?


München - Rote Jaguar-Boliden, rosa Jordans, violette Toyotas und weiße Sauber. Eine kunterbunte Formel 1. Nur ein (böser) Traum?

Momentan ja, doch in der kommenden Saison könnte diese Vison Wirklichkeit werden.

Grund ist die Änderung des F-1-Reglements. Demnach können die Teams BAR, Sauber, Jaguar, Toyota, Jordan und Minardi an den beiden Freitags-Teststunden von 11 bis 12 Uhr und von 14 bis 15 Uhr einen dritten Fahrer einsetzen, dessen Auto mit neuer Reklame versehen ist.

Sauber lehnt "Karneval" ab

Zwei blaue Sauber und ein weißer wären also im Bereich des Möglichen.

Eine Vorstellung, die Teamchef Peter Sauber überhaupt nicht gefällt. Er lehnt diese Art "Karnevals-Veranstaltung" ab.

"Diesen Karneval machen wir bestimmt nicht mit. Unsere Sponsoren hätten keine Freude, wenn das dritte Auto an einigen Freitagen nicht mit der bekannten Bemalung herumkurven würde", so der Schweizer gegenüber der Zeitung "Blick".

Gute Alternative für finanzschwache Teams

Für andere, finanzschwächere Rennställe könnte der "Karneval" jedoch eine ernsthafte Überlegung wert sein.

Wenn zum Beispiel Jordan in jedem Grand-Prix-Land einen anderen Piloten mit eigener Werbung einsetzen würde, könnte das Millionen bringen. Millionen, die das Überleben in der Königsklasse sichern würden.

Einzige Auflage der FIA ist, dass der Pilot in den letzten zwei Jahren keine sechs F-1-Rennen gefahren sein darf. Aber welcher Chinese, Belgier, Ungar oder welcher Bürger Bahreins hat das schon?

Man darf also gespannt sein, ob das Farbenspiel in der Formel 1 2004 wirklich konstant bleibt oder sich vielleicht doch ändert.

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