Formel 1 - Saison 2004

Jaguar verlängert Wilsons Vertrag vorübergehend

(F1Total.com) - Justin Wilson kann vorerst aufatmen. Seine Leistungen in den letzten fünf Grand Prix haben Jaguar Racing dazu veranlasst, den bisherigen Vertrag zu verlängern.

"Jaguar Racing und Justin Wilson haben sich einvernehmlich über eine Vertragsverlängerung um ein paar Wochen geeinigt", bestätigte Nav Sidhu nun in der englischsprachigen Motorsportpresse.

"Justin wird somit für uns testen können, während wir mehr Zeit gewinnen. Es ist für beide Seiten eine positive Situation", so der Sprecher des Teams.

Der Brite bekommt damit die Gelegenheit sich noch einmal im direkten Vergleich mit Mark Webber zu empfehlen. Während die Jaguar-Verantwortlichen bereits mehrmals zum Ausdruck brachten, dass sie von der Ehrlichkeit und Arbeitseinstellung Wilsons beeindruckt sind, konnte dessen Speed im Vergleich zu seinem australischen Teamkollegen offensichtlich noch nicht überzeugen.

Bei den Wintertestfahrten im November und Dezember hofft man, dass etwaige diesbezügliche Zweifel ausgeräumt werden. Darüber hinaus profitiert der Rennstall davon, dass man die ersten Vorbereitungen auf die neue Saison mit zwei ihnen bekannten Fahrern durchführen kann.

Im Kampf um das zweite Jaguar-Cockpit dürfte Wilson durch den Vertrauensbeweis aus Milton Keynes seinen Fuß momentan weiter in der offenen Tür haben als die anderen, sich ebenfalls um den Platz bemühenden Fahrer.

Einer Vorentscheidung kommt dies aber noch nicht gleich, denn das Team möchte sowohl einen Piloten der mit Webber problemlos mithalten kann, als auch Geld mitbringt. In letztem Punkt ist bislang unbekannt, wie viel Wilson für den Verbleib als Stammfahrer bei Jaguar an Sponsorengeldern aufbringen kann.

Neben dem 25-Jährigen werden gegenwärtig auch McLarens Testfahrer Alexander Wurz sehr gute Chancen auf das zweite Jaguar-Cockpit eingeräumt, sowie Jos Verstappen, der die Teamkasse durch seine privaten Sponsoren deutlich aufbessern könnte.

Angesichts der vorübergehenden Vertragsverlängerung mit Wilson, wird sich die ursprünglich für spätestens Anfang Dezember erwartete Entscheidung des Teams über den zweiten Fahrer für 2004 wohl bis Januar nächsten Jahres hinauszögern.

quelle: sportal.de
 
Villeneuve: Le-Mans-Angebot von Ortelli


(F1Total.com) - Dass Jacques Villeneuve 2004 in der Formel 1 fahren wird, glauben derzeit nur noch hartgesottene Optimisten. Der Kanadier war bei BAR-Honda nicht mehr erwünscht, und erkundigte sich persönlich bei McLaren nach einem Testfahrerposten, wie Norbert Haug in der 'Motorsport aktuell' bestätigte. Ein Stammcockpit ist für den Formel-1-Weltmeister von 1997 jedoch in weite Ferne gerückt.

Ein Fahrer mit seiner Reputation wird jedoch nicht um einen Fahrerplatz bangen müssen, wenn er auch außerhalb der Formel 1 fahren möchte. Sein alter Weggefährte Stéphane Ortelli bot ihm nun eine Möglichkeit für das nächste Jahr an. Der Monegasse und der Kanadier kennen sich gut, fuhren zur gleichen Zeit in der Formel 3, wenn auch in verschiedenen Ländern.

Während Ortelli sein Glück in Europa versuchte, kam Villeneuve über die Stationen Japan und Nordamerika in die Formel 1. Mangels Aussichten auf einen Formel-1-Platz konzentriert sich Ortelli seit 1996 auf Langstreckenrennen und belegte gleich in seiner ersten Saison in der damaligen BPR-Serie den sechsten Schlussrang.

"Als ich mein erstes Langstreckenrennen fuhr, verliebte ich mich", erklärte Ortelli der 'National Post'. "Ich musste Kompromisse mit meinem Teamkollegen eingehen, ich musste Dinge teilen. Es freut mich mehr, wenn ich den Erfolg mit Leuten teilen kann, mit denen ich wirklich gerne zusammenarbeite, als wenn ich ihn allein einfahre."

Traurig über seinen nicht geglückten Formel-1-Einstieg ist der Monegasse hingegen nicht: "Ich fahre noch immer eines der schnellsten Autos der Welt, und ich muss nur die anderen besiegen. Ich liebe das, und ich hasse es, besiegt zu werden. Das ist wichtiger, als einfach nur ein Teil des Formel-1-Zirkus' zu sein. Es ist cool!"

Ortelli möchte diesen für ihn so erfolgreichen Weg auch Jacques Villeneuve offerieren. Der Kanadier selbst schloss eine Teilnahme an Langstreckenrennen, besonders der 24 Stunden von Le Mans, nie aus. Der Gewinn der drei größten Motorsport-Einzelveranstaltungen, die 500 Meilen von Indianapolis, der Monaco-Grand-Prix und die 24 Stunden von Le Mans, wird jedoch kaum mehr möglich sein, denn der Sieg im monegassischen Fürstentum fehlt dem Kanadier.

"Ich denke, dass die Formel 1 für Jacques nicht mehr gut ist", erklärte Ortelli. "Er ist ein wunderbarer schneller Fahrer, er ist auch sehr gut im Vermarkten. Er hat Kanada und dem Rennsport viel gegeben. Er ist in unserem Rennsport mehr als nur willkommen. Ich weiß, dass er Le Mans liebt und es eines Tages probieren möchte. Warum also nicht wieder Teamgefährten in Le Mans sein?"

quelle: sportal.de
 
Stoddart: Wilson kann zurückkommen


(F1Total.com) - Justin Wilson kann gestärkt die kommenden Testfahrten in Angriff nehmen. Jaguar verlängerte seinen Vertrag vorläufig und auch wenn er im nächsten Jahr keine grüne "Raubkatze" fahren sollte, so wäre er beim Minardi-Team, mit dem er in diesem Jahr in die Formel 1 kam, wieder herzlich willkommen. Minardi-Teamchef Paul Stoddart gab dem Jaguar-Team jedoch den Rat, an Wilson festzuhalten.

"Jaguar wäre gut beraten, wenn sie an einem Line-Up festhalten würden, welches ich als extrem stark bezeichne", so Stoddart gegenüber 'Motorsport News'. "Mit einem voll absolvierten Wintertestprogramm wäre Justin in der Lage, sein natürliches Talent, von dem wir wissen, dass er es hat, auch zu zeigen." Für den Fall, dass er bei Jaguar dennoch sein Cockpit räumen muss, wäre die Tür zu Minardi aber nicht verschlossen.

"Ich hoffe inständig, dass er kein Sicherheitsnetz von Minardi benötigt, aber wenn sich Jaguar dafür entscheidet, ihn nicht zu behalten, dann stünde er auf meiner Einkaufsliste sicher ganz oben", so der Australier. "Bezüglich des Geldes werden die gewohnten Bedenken wieder auftauchen, aber ich würde ihn mit offenen Armen empfangen."

Auch Wilsons Manager, der Ex-Formel-1-Fahrer Jonathan Palmer, hätte gegen eine Rückkehr nichts einzuwenden: "Wir wollen auf jeden Fall in der Formel 1 weitermachen, und Jaguar hat dabei die höchste Priorität", erklärte er. "Wenn es nicht dazu kommt, dann würde ich nicht zögern, zu Minardi zurückzukehren, denn gemessen an ihren begrenzten Möglichkeiten machen sie einen fantastischen Job. Manchmal muss man in diesem Geschäft einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne zu gehen."

quelle: sportal.de
 
Willis: Bodywork des F2003 ähnelt Williams aus 2001


(F1Total.com) - Ohne Zweifel ist das Design der Formel-1-Boliden eine der faszinierendsten Sachen in der Königsklasse. Kleine, mitunter kaum wahrzunehmende Details können einen großen Vorteil bedeuten, denn auf dem Gebiet der Aerodynamik sind noch immer enorme Steigerungen möglich.

Jedes Jahr steigt deshalb nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Teams die Spannung was sich die Konkurrenz einfallen lassen hat, um einen Schritt voraus zu sein. Die Zeit der Vorstellung der neuen Boliden ist quasi die Stunde der Wahrheit, wenngleich dabei nicht alle Teams ihre Karten auf den Tisch legen.

Teams schauen sich die Autos der Konkurrenz genau an

"Wir schauen uns immer die Bilder von der Fahrzeugpräsentation genau an, um zu sehen was die anderen gemacht haben. Es herrscht dann immer eine Stimmung aus Faszination und Ängstlichkeit, denn jemand anderes könnte etwas umgesetzt haben woran man selbst gar nicht gedacht hat. Man sieht oftmals geschickte Lösungen und denkt dann, dass das eine ziemlich clevere Art ist das so zu machen. In so einem Fall fragt man sich dann natürlich, warum man nicht selbst darauf gekommen ist", erklärt BAR-Hondas Technischer Direktor in der englischen Presse.

Diejenigen Teams die es sich leisten können, gehen schon einmal dazu über die Autos oder bestimmte Lösungen anderer Teams nachzubauen und im Windkanal zu testen. Da das aber eine kostspielige Angelegenheit ist und zudem nicht immer sicher ist, dass dies zum Erfolg führt, wird dieser Weg nur dann beschritten, wenn man sich eine massive Verbesserung erhofft.

"Wenn ein Team eine massive Änderung vorgenommen hat, oder eine Regelinterpretation gefunden hat an die man selbst nicht gedacht hat und bedeutend schneller als man selbst ist, dann muss man reagieren. Wenn es um das Front- oder Heckflügelpaket geht, dann können wir das in vier bis fünf Wochen, vielleicht auch weniger, schaffen. Handelt es sich um das Bodywork und das eigene Team ist groß genug, so kann man einen Teil davon in zwei oder drei Wochen nachbauen. Allerdings würde das eine beträchtliche Summe kosten, weshalb man eher dazu tendiert in einem vier-, fünf- oder sechswöchigen Zyklus zu arbeiten."

Je länger das Reglement stabil ist, desto weniger neue Konzepte gibt es

Je länger das Reglement jedoch stabil bleibt, desto weniger Veränderungen scheint es von Jahr zu Jahr geben. Diese beschränken sich in der Regel auf viele kleine Detaillösungen und nur selten sind komplett neue Konzepte, die eine Revolution darstellen, zu sehen. Aus diesem Grund verwenden die Designabteilungen der Teams inzwischen auch viel Zeit darauf, dass jedes noch so kleine Detail, wie zum Beispiel ein zusätzlichen Abtrieb gebender Flügel im hinteren Chassis-Bereich, so ausgereift wie möglich ist.

"Wir analysieren die anderen Autos jetzt vermutlich weniger als vorher, doch wir schauen uns natürlich alle anderen Autos an. Die Unterschiede in den Konzepten sind jedoch viel geringer als sie es einmal waren. Ich bin mir sicher, dass wir, sollte jemand mit einem ziemlich anderen Konzept herauskommen, darauf einen genaueren Blick werfen würden."

"Normalerweise ist man an Dingen der anderen interessiert, wenn man etwas nicht versteht. Wir haben aber schon versucht das Beste aus den Lösungen anderer Teams im Windkanal zu machen und oftmals uns dazu entschieden es nicht einzusetzen. Oft sieht man eine Kombination an Frontflügeln, Frontflügelendplatten und seitlichen Luftleitblechen bei denen man denkt, dass wir so etwas auch schon einmal im Windkanal hatten", erklärt Willis und liefert ein Beispiel.

Jedes Team "kopiert" von den anderen

"Zum Beispiel ähnelt das Bodywork des F2003 jenem das wir bei Williams 2001 im Windkanal hatten. Das mag reiner Zufall sein, doch der Aerodynamiker der damals an diesem Konzept gearbeitet hat ist jetzt bei Ferrari angestellt", verrät Willis, der vor seinem Wechsel zu BAR-Honda für das Williams-Team arbeitete. "Allerdings ist das eine logische Sache", fährt der Engländer fort. "Es könnte sein, dass sie in der Lage waren mit ihren Luftleitblechen und ihrem Frontflügeldesign daraus Nutzen zu schlagen. Das ist auch eine Sache die wir uns hier angeschaut haben und anschauen werden und ich bin sicher, dass wir eine Kombination finden werden die funktionieren wird."

"Was oft passiert ist Folgendes: Man sieht etwas an einem anderen Auto und beginnt dann mit diesem Konzept zu experimentieren. Meist führt das zu etwas anderem und man folgt dieser Richtung. Es ist sehr leicht, dass man in einer Richtung festhängt, weshalb man manchmal einfach dem Beispiel eines anderen Teams für eine Zeit folgt, wenngleich es sich normalerweise immer um eine eigene Interpretation handelt."

"Das beste Beispiel für das in zwei Lage gespaltene Feld sind momentan die großen beziehungsweise die kleinen Luftleitbleche. Ich bin mir sicher, dass jedes Team die Lösungen der Konkurrenz schon ausprobiert hat und wahrscheinlich liegen sie mit ihrer Lösung nicht weit auseinander. An irgendeinem Punkt finden dann aber alle eine Möglichkeit, wie sie die andere Lösung zum Funktionieren bringen. Dann wechseln sie dazu über und benutzen es für eine Weile, bevor sie eine neue Lösung ausprobieren und wieder wechseln."

quelle: sportal.de
 
Kanada: Die Hoffnung stirbt zuletzt


(F1Total.com) - Findet der Große Preis von Kanada wie im provisorischen Rennkalender vermerkt am 13. Juni 2004 statt und wird es somit 18 WM-Läufe geben, oder fliegt das Rennen endgültig aus dem Kalender?

Gewissheit diesbezüglich gibt es weder für die eine noch die andere Möglichkeit. Der gegenwärtige Stand der Dinge verheißt jedoch nicht unbedingt Gutes.

So ist es bisher nicht gelungen die von den Formel-1-Teams als Entschädigung für den notwendigen Verzicht von Tabakwerbung auf den Boliden geforderte Summe aufzubringen. Gut informierten Kreisen nach besteht aber weiterhin Hoffnung, denn der nord-amerikanische Markt ist für viele in der Königsklasse engagierte Automobilhersteller eigentlich zu wichtig, als dass man den Verlust des Rennens auf dem Circuit Gilles Villeneuve einfach verschmerzen könnte.

"Im Moment laufen die Verhandlungen zwischen uns und der FOM noch und niemand ist aus dem Rennen. Es wäre voreilig, den Kanada-Grand Prix aus dem provisorischen Kalender zu streichen", zitiert 'Autosport' eine nicht namentlich genannte Person aus dem Umfeld von Rennveranstalter Normand Legault.

Formel-1-Fans werden diese Worte angesichts der sich nun Wochen hinziehenden Rettung des Kanada-Grand Prix gleichermaßen vertraut vorkommen wie auch als Durchhalteparole erscheinen. Somit muss weiter abgewartet werden ob Kanada auch 2004 die Formel 1 empfangen wird.

quelle: sportal.de
 
Tilke: Bahrain und Schanghai "exotisch und aufregend"


(F1Total.com) - Was auf fahrerischer Seite Michael Schumacher in den letzten Jahren in der Formel 1 erreicht hat, ist auf der anderen Seite "Streckenarchitekt" Hermann Tilke und seinem Team gelungen.

Tilke prägt die Formel 1 ähnlich wie Michael Schumacher

Während der Ferrari-Pilot scheinbar unaufhörlich von Erfolg zu Erfolg eilt, und auch nach sechs WM-Titeln noch motiviert ist sich der zunehmend größeren Zahl an Herausforderern zu stellen, prägt Tilke die Königsklasse auf andere Weise. Er baut für die Formel 1 neue Strecken oder verändert bestehende.

Spätestens seit der Konstruktion des Sepang International Circuit in Malaysia, dem bis heute modernsten Kurs der Formel 1, ist der Name Tilke auch vielen Motorsportfans ein Begriff. Nachdem sich der 48-Jährige letztes Jahr noch um den Umbau des Hockenheimrings und die Modifizierung einer Schikane auf dem Nürburgring kümmerte, nehmen derzeit zwei neue Strecken seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch - Bahrain und Schanghai.

Großes Team kümmert sich um Bahrain und Schanghai

Für eine Einzelperson wäre das aber nicht zu bewältigen und so kann sich auch Tilke auf tatkräftige Unterstützung verlassen. "Zur Zeit", so Tilke gegenüber 'sport.de', kümmern sich "je 25 Ingenieure und Architekten" in Bahrain und Schanghai um die Neubauten.

Schon jetzt gelten die sich aktuell noch in der fortgeschrittenen Entstehungsphase befindenden Kurse als zukunftsweisend was den Rennstreckenbau anbelangt. Was aber ist das Besondere an ihnen?

"Man soll erkennen, in welchem Land man ist"

Eine Frage die der Bauingenieur wie folgt beantwortet: "Zunächst sind die Kulturen, in denen die Rennstrecken gebaut werden, für uns exotisch und aufregend. Wir haben sowohl in Bahrain als auch in Schanghai versucht, dass man erkennt, in welchem Land man ist. Die Philosophie in Bahrain ist die, dass wir im Start- und Ziel-Bereich eine Art Oase bauen, mit viel Grün und Palmen. Von dort fahren die Autos raus in die Wüste und kommen wieder in die Oase zurück - bildlich gesprochen. Schanghai liegt in einem flachen Flussdelta mit vielen Kanälen und Wasserflächen. Das haben wir in die Strecke integriert."

Apropos Schanghai, die Strecke stellt die Grundform des chinesischen Schriftzeichen "Shang", was soviel wie großartig und aufstrebend bedeutet, dar. Laut Tilke war das "gar nicht so gewollt", sondern ist mehr oder weniger "zufällig entstanden".

Die Formel 1 expandiert und benötigt immer neue Strecken

Während Bahrain und China um den Status der weltbesten Strecke wetteifern, steht jetzt schon fest, dass die Chinesen auf Grund der Streckengrundform einen Rekord sicher haben. Als größtes chinesisches Schriftzeichen soll der Kurs nämlich ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen werden.

Tilke selbst kümmert sich neben diesen beiden Projekten schon längst um neue Kurse, denn die demnächst in die Türkei, sowie Indien und andere Länder expandiere Formel 1 braucht immer neue Strecken.

quelle: sportal.de
 
Jordan hat russisches Talent im Visier


München - Teamchef Eddie Jordan kann sich wirklich nicht beklagen: Trotz der finanziell dürftigen Lage seines Rennstalls sind seine beiden Cockpits heiß begehrt.

Die Liste der Interessenten ist lang: Nick Heidfeld, Heinz-Harald Frentzen, Jos Verstappen, Ralph Firman und vielleicht sogar Jacques Villeneuve.

Doch Jordan scheint die Auswahl noch nicht auszureichen, denn der Ire hat einen jungen Russen im Visier: Vitali Petrow.

Interesse an Petrow

Der Manager des 19-Jährigen soll bereits Gespräche mit Eddie Jordan geführt haben.

"Es ist mein Traum, in die Formel 1 zu kommen. Es wäre fantastisch, wenn ich der erste Russe in diesem Sport sein könnte", erklärte Petrow gegenüber dem britischen Internetportal "Ananova".

Petrow hatte schon zu Beginn seiner Karriere auf sich aufmerksam gemacht, als er in seiner Heimat jedes Lada-Rennen gewann, zu dem er antrat und sofort den Sprung in die italienische Formel-Renault-Serie schaffte.

Junges Talent auf dem Sprung nach oben

Am vergangenen Wochenende siegte der Mann aus St. Petersburg beim Auftakt der britischen Wintermeisterschaften im Donington Park gegen weitaus erfahrenere Piloten. Der Preis: eine Fahrt in einem Formel-3000-Auto.

Sein Teamchef, der Ex-Rennfahrer Vincenzo Sospiri, hält große Stücke auf seinen Schützling: "Er ist noch unerfahren, aber er hat ein spezielles Talent. Was er in dieser kurzen Zeit erreicht hat, ist unglaublich. Ich hoffe, dass wir ihn im nächsten Jahr behalten können."

Vielleicht bleibt es ein frommer Wunsch, falls sich Eddie Jordan für den Youngster entscheiden sollte. Auch wenn Petrow selbst erst einmal einen Formel-1-Boliden aus er Nähe gesehen hat, könnte er doch bereits im nächsten Jahr selbst am Steuer sitzen.

Sponsorensuche in Russland

Für die Gelben käme eine Finanzspritze aus dem lukrativen russischen Markt gerade recht, denn selbst nach dem Einstieg neuer irischer Investoren kann Jordan immer noch keine großen Sprünge machen.

Und Vitali Petrow hätte bei einem Vertrag möglicherweise einen der reichsten Männer des Landes mit im Schlepptau: Roman Abramovich.

Mit Abramovich aus der Finanzkrise?

Der Öl-Milliardär und Besitzer des englischen Fußball-Klubs FC Chelsea scheint seine Schwäche für die Königklasse entdeckt zu haben. Schon beim Rennen am Nürburgring war Abramovich Gast von Bernie Ecclestone und hatte einen interessierten Blick hinter die Kulissen geworfen.

Der Russe mit dem leichten Hang zum Größenwahn wäre für Eddie Jordan ein Geschenk des Himmels.

Und auch mit Petrow könnte der Ire mal wieder den "richtigen Riecher" für ein neues Talent haben - immerhin war es Jordan, der Michael Schumacher sein erstes Cockpit gegeben hat...

quelle: sport1.de
 
Heidfeld: Geheimbesuch bei Jordan?


(F1Total.com) - War es das, ist das Kapitel Formel 1 nach einer Saison mit Prost und drei Jahren bei Sauber für Nick Heidfeld beendet?

Abschließend beantworten lässt sich diese Frage momentan noch nicht, doch Heidfeld selbst gab vor wenigen Tagen unumwunden zu, dass seine Aussichten "wirklich schon Mal besser" waren.

Nach 66 Grand Prix insgesamt und einer schwierigen Saison 2003, kämpft der 26-Jährige um seinen Verbleib in der Königsklasse. Möglichkeiten gibt es derzeit nicht viele, denn seinen Aussagen nach gibt es für nächstes Jahr nur "zwei freie Plätze" - einen bei Jaguar Racing und einen bei Jordan Grand Prix. Dass der Mönchengladbacher in der nächsten Saison Teamkollege von Mark Webber wird, ist angesichts der im Zusammenhang mit dem zweiten Cockpit bereits öfter gefallenen Namen wie Wilson, Verstappen oder Wurz wohl eher unwahrscheinlich.

Insider-Informationen nach, besuchte "Quick Nick" aber bereits die Jordan-Fabrik, wo seine Chancen derzeit wohl am größten sind. Mit den Worten "Wenn Sauber ihn nicht will, dann ist er hier willkommen", bekundete Eddie Jordan zumindest vor nicht allzu langer Zeit sein Interesse am ehemaligen Sauber-Piloten. An welche Bedingungen aber Heidfelds Verpflichtung geknüpft wäre, kann derzeit nur spekuliert werden. Noch immer ist ja das Thema Mercedes-Benz-Kundenmotoren für die Gelben nicht vom Tisch, doch nennenswerte Fortschritte hat es in dieser Sache bisher keine gegeben.

Sollte Alexander Wurz tatsächlich von Jaguar Racing als zweiter Mann für 2004 verpflichtet werden und Heidfeld bei Jordan nicht unterkommen, so bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass der Mönchengladbacher als Testfahrer zu den Silberpfeilen zurückkehrt. Zwar könnte er dann das was er eigentlich am liebsten täte, nämlich Rennen fahren, im kommenden Jahr nicht tun, doch er hätte die Chance seine fahrerischen Fähigkeiten in einem Top-Team unter Beweis zu stellen. Vor allem der Vergleich zwischen ihm und seinem früheren Teamkollegen Kimi Räikkönen wäre sicherlich interessant.

Momentan sind die Aussichten von Heidfeld in der Königsklasse aber leider nebulös und auch aus seinem Umfeld gibt es bisher keine positiven Neuigkeiten zu vermelden. Somit kann derzeit nur abgewartet werden, ob er sich eines der wenigen und stark umkämpften Cockpits als Stammfahrer sichern kann oder nicht.

quelle: sportal.de
 
Bridgestone: Ein Regenreifen ist zu wenig


(F1Total.com) - Vor dem Start des Brasilien-Grand-Prix 2003: Das neue Reifenreglement und dessen Auslegung der beiden Reifenhersteller brachten gehörige Unruhe in die Formel 1. Die FIA erlaubte für diese Saison nur noch einen Regenreifentyp. Bridgestone entschied sich für einen Pneu, der ein Profil ähnlich dem eines Intermediate-Reifens für wechselhafte Bedingungen aufwies. Michelin spendierte seinen Teams zumindest etwas mehr Profil.

Die Schwächen aber wurden offensichtlich: Die Reifenhersteller wollten einen Reifen haben, der auf leicht nasser Fahrbahn gute Leistungen bringt. Auf einer fast überfluteten Strecke, wie in diesem Jahr in Interlagos, war dieser Reifen kaum besser geeignet, als ein normaler Trockenpneu. Die Hersteller verlangten nun wieder nach einem zweiten Regenreifentyp. Dieser wurde auch wieder eingeführt, durfte aber erst nach Erlaubnis der Rennleitung auch eingesetzt werden.

Bridgestone bekräftigte nun wieder die Forderung nach einem generellen zweiten Regenreifen. "Mit nur einem Reifen alle möglichen nassen Bedingungen abzudecken, ist unmöglich", erklärte der Technische Manager der Japaner, Hisao Suganuma.

"Wenn wir in der Saison mit den gleichen Reifen weitergemacht hätten, die wir in Brasilien hatten, dann wäre das Fahren bei starkem Regen schwierig geworden", so der Japaner. Auch wenn ein Monsunreifen, obgleich diese Bezeichnung noch von Goodyear stammt, verfügbar ist, ohne die Anordnung der Rennleitung darf dieser Reifen nicht eingesetzt werden.

Bridgestone hatte zuvor schon oft der eigenen Forderung Nachdruck verliehen, dass man gerne zur alten, offenen Regelung zurückgehen möchte. Aus zwei Regenreifentypen könnten dann die Teams vollkommen frei wählen. Es scheint, als wären die Japaner mit diesem Anliegen allein auf weiter Flur, denn weder die FIA noch Michelin scheinen einen ähnlichen Weg zu bevorzugen.

quelle: sportal.de
 
Weitere Spionagewellen in der Formel 1?


(F1Total.com) - Die Spionage-Affäre ergreift die Formel 1, Toyota und Ferrari stehen dabei im Mittelpunkt. Nachdem es seit der Beschlagnahmung von Datenträgern und Computern im Toyota-Werk in Köln wieder etwas ruhiger geworden ist, weitet sich die Affäre nun aus, und weitere Schauplätze scheinen dabei an das Tageslicht zu kommen.

Das Toyota-Team blickt indes beruhigt in die Zukunft. John Howett, Präsident der Toyota Motorsport GmbH, zeigte sich "etwas überrascht", von der Polizeiaktion in Köln, sieht jedoch keine weiteren Probleme auf das Team zukommen. "Von unserer Seite aus wird es eine volle Kooperation geben, das gilt für jeden unserer Mitarbeiter", sagte er der 'Gazzetta dello Sport'.

"Wir warten auf die Ergebnisse der Untersuchung", so Howett weiter. "Aber nachdem, was wir jetzt wissen, gibt es nichts, was uns beunruhigen sollte." Ins Blickfeld der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im italienischen Modena rückte auch die italienische Firma Aerolab. Nur zehn Kilometer von Modena entfernt, wird diese Firma vom Ex-Ferrari-Mitarbeiter Mauro Iacconi geleitet. Mit auf Gehaltsliste: Angelo Santini und Antonio Tentorio – ebenfalls zuvor bei Ferrari tätig. Santini und Iacconi arbeiten mittlerweile bei Toyota und lösten die Welle aus.

"Heutzutage ist es einfacher als je zuvor, Daten aus dem Büro mitzunehmen", erklärte Pierro Ferrari der 'Gazzetta dello Sport'. "Daher ist es auch möglich, dass diese Informationen direkt von uns kommen." Doch die Spionage in der Formel 1 bleibt und blieb wohl nicht auf Ferrari und Toyota begrenzt.

Wir der 'Indianapolis Star' berichtet, soll auch das BAR-Honda-Team mit einem ähnlichen Fall in Berührung gekommen sein. Teamchef David Richards bestätigte demnach, dass in den letzten zwei Jahren Anfragen von Mitarbeitern der Konkurrenzteams bei ihm eingingen, die ihm einige Geheimnisse verraten wollten, wenn ein Arbeitsplatz dabei herausspringen würde. Richards habe nach eigenen Aussagen solche Angebote immer abgelehnt, wollte jedoch keine Details der Vorfälle nennen.

quelle: sportal.de
 
Renault: Erstes R24-Chassis in Kürze fertig


(F1Total.com) - In der RenaultF1-Fabrik in Enstone laufen derzeit die Vorbereitungen auf die Saison 2004 in Form der sich nähernden Fertigstellung des ersten R24-Chassis auf Hochtouren.

Nachdem das französische Werksteam bereits Einblicke in die erste Phase der Produktion des neuen Boliden gewährte und das Kunstharz-Modell fertig ist, erfordert der nächste Schritt nun noch höhere Präzision: die Abnahme der bereits aus Kohlefaser bestehenden Negativformen für die Produktion der tragenden Überlebenszelle.

Zuschneiden der Kohlefaserplatten

Zunächst müssen die Kohlefaserplatten zugeschnitten werden. In diesem Stadium verfügen die Verbundstoff-Techniker über ein sehr akkurates Chassis-Modell, das dem endgültigen Teil bis auf eine Toleranz von 0,05mm entspricht. Es besteht aus hellblauem Epoxydharz und wurde in mehreren Arbeitsgängen von Computer-gesteuerten Werkzeugmaschinen bearbeitet.

"Nachdem die endgültige Form herausgearbeitet ist, lackieren wir die Teile schwarz und polieren sie auf Hochglanz", erklärt Verbundstoffexperte Colin Watts. "Was nun folgt, ist um Einiges komplizierter, denn wir müssen entscheiden, auf welche Weise wir die Formen abnehmen: Bei besonders großen Teilen oder solchen mit sehr komplexen Oberflächen setzen wir die Produktionsform aus mehreren Abschnitten zusammen." Die beiden Hälften, in denen später das Monocoque geformt wird, bestehen zum Beispiel aus sechs verschiedenen Sektionen: vier für die obere Form und zwei für die untere.

Modellieren der Karbon-Zuschnitte

Wenn der Monocoque-Dummy bearbeitet, lackiert und mit einem Trennmittel zum leichteren Ablösen der Formen versehen ist, belegen die Renault F1-Techniker die gesamte Oberfläche mit Papier, das sinnvoll zugeschnitten wird und nun als Muster für die Teile der Form dient. Die Verbundstoff-Techniker verwenden diese Schablonen, um exakt identische Stücke Kohlefaser zuzuschneiden.

Kohlefaser-Verbundstoff wie Lakritz?

Auf den ersten Blick wirkt der rohe Kohlefaser-Verbundstoff wie Lakritz – nicht nur weil er schwarz, sondern auch von ähnlicher Konsistenz ist. Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus: "Der von uns verwendete Karbontyp wird in großen Platten hergestellt", erklärt Watts. "Zum Einlagern werden sie auf minus 18 Grad Celsius tiefgekühlt. Bei Raumtemperatur ist das Material so weich, weil es viel Harz enthält. Dies stellt sicher, dass die Oberflächen der Formen später absolut eben sind." Die zugeschnittenen und "aufgetauten" Karbon-Stücke werden nun vorsichtig auf dem Kunstharz-Monocoque aufgebracht.

Einsatz für den Autoklaven

Nachdem sich die Kohlefaser-Zuschnitte an ihrem Platz befinden, verschwindet der gesamte Aufbau in einem großen Plastiksack, aus dem daraufhin die Luft herausgepumpt wird. In diesem Zustand schieben die Techniker die Rohform in den "Autoklave" genannten Ofen, wo sie unter hohem Druck von rund sieben bar "gebacken" werden. Jede Seite der entstehenden Form ist mit einer Vielzahl von Gewindeschrauben und Muttern versehen, um sie in den folgenden Prozessschritten perfekt justieren zu können.

Zwei Formensätze um mehrere Chassis parallel produzieren zu können

"Nach dem Abkühlen nehmen wir die Formen vorsichtig von der Monocoque-Schablone ab. Das Kunstharz-Modell hat damit seine Schuldigkeit getan und wird entsorgt", fährt Watts fort. "Die neuen Negativformen weisen noch scharfe Außenkanten auf, die wir akribisch abschleifen. Jetzt können wir sie zum Bau der neuen Chassis verwenden. Die Formen kommen übrigens über die gesamte Saison hinweg zum Einsatz."

Um noch flexibler auf neue Entwicklungen reagieren zu können, stellt RenaultF1 zudem jeweils zwei Formensätze her: Damit ist die Fertigungsabteilung in Enstone in der Lage, mehrere Chassis parallel zu produzieren.

quelle: sportal.de
 
Brundle: Firman und Wilson verdienen eine Chance


(F1Total.com) - 158 Grand Prix bestritt Martin Brundle in der Formel 1, der er auch nach seiner aktiven Rennfahrerkarriere verbunden blieb. So ist der 44-Jährige nicht nur Manager von McLaren-Pilot David Coulthard, sondern auch Kommentator für 'ITV' und verfügt durch seine Quellen in der Königsklasse für gewöhnlich über zutreffende Insiderinformationen.

In der englischen Presse erklärte Brundle nun, dass er auf Grund der Situation bei Jordan Grand Prix und Jaguar Racing nicht sicher sei, ob Ralph Firman und Justin Wilson auch 2004 zum Starterfeld gehören werden.

"Es wäre eine große Schande, sollte Ralph seinen Platz nicht behalten können. Für ihn war es ein schwieriges Lehrjahr. Er musste sich an die Qualifikation mit nur einer Runde anpassen, dann hatte er einen heftigen Unfall und Jordan selbst musste auch kämpfen. Er hat einfach nicht die Chance gehabt, zu zeigen, was er wirklich kann", sagte Brundle, der inständig hofft, dass Eddie Jordan seinem diesjährigen Fahrer auch nächste Saison die Möglichkeit gibt für ihn zu fahren.

Angesichts des Sponsors Benson and Hedges, der einen britischen Piloten im Team sehen möchte, sollte Firman aber nicht zu schlechte Karten besitzen, zumal er im Verlauf des Jahres immer besser wurde und auch einen WM-Punkt holte.

Ein weiterer britischer Neuling in der Formel 1 war dieses Jahr Justin Wilson. Jaguar Racing verlängerte seinen Vertrag zwar erst gerade, um wenigstens die ersten Testfahrten mit zwei bekannten Piloten durchführen zu können, doch ob Wilson dauerhaft beim Team bleiben kann, ist ebenfalls noch nicht entschieden. "Es sieht so aus, als müsste er bei Jaguar Geld mitbringen. Auch er hatte nicht die Chance sein volles Potenzial zu zeigen", so Brundle.

Die wenigen verfügbaren Cockpits auf der einen, und die Vielzahl darum buhlender Fahrer auf der anderen Seite, erinnern den Ex-Rennfahrer an seine ersten Jahre in der Formel 1 - mit einem kleinen aber feinen Unterschied: "Ich weiß noch, dass 1989 so viele Autos in die Startaufstellung wollten, dass es eine Vor-Qualifikation gab. Jetzt sind es nur noch 20 Autos und es ist schwieriger in eins davon hineinzukommen. Hart ist es schon immer gewesen, doch jetzt ist es wirklich härter als je zuvor."

quelle: sportal.de
 
Lauda: BMW-Williams ist Favorit


(F1Total.com) - Die Saison 2004 wirft bereits ihre Schatten voraus. Auch wenn noch kein einziges neues Auto fertig ist, Niki Lauda ist überzeugt, dass das BMW-Williams-Team im nächsten Jahr die Messlatte für die versammelte Konkurrenz bilden wird. Der Österreicher sagt ein Duell zwischen der britisch-deutschen Allianz und Ferrari voraus.

"Es wird auf einen Zweikampf zwischen Ferrari und dem BMW-Williams-Team hinauslaufen, mit leichten Vorteilen für das BMW-Williams-Team ", erklärte der dreifache Formel-1-Weltmeister auf 'bmw-motorsport.com'. "Das BMW-Williams-Team scheint das beste Paket zu haben, auf dem sie aufbauen können. Sie werden diesmal vom ersten Rennen an konkurrenzfähig sein. Zumal der neue Motor schon seit September im Auto getestet wird."

Das erste Kräftemessen beginnt erst mit den Testfahrten Ende November, dann wird auch BMW den neuen P84-Motor weiter auf Herz und Nieren prüfen. Spannend ist für Lauda aber auch der teaminterne Wettkampf zwischen Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya, wobei er für die Saison 2004 den Vorteil auf der Seite des Kerpeners sieht.

"In dieser Saison waren Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya gleich stark", so der 54-Jährige. "2004 sehe ich Vorteile für Ralf, weil sich Montoya mit seinem Flirt mit McLaren in eine merkwürdige Position gebracht hat." Bei all diesen Einschätzungen vor dem Beginn der Saison sollte man jedoch beachten: Vor einem Jahr sagte die Fachwelt für 2003 ein weiteres Dominanz-Jahr für Ferrari vorher, welches dann in dieser Form nicht eintrat.

quelle: sportal.de
 
Droht Renault der Ausverkauf?


München - Eigentlich hatte man sich bei Renault für 2004 eine Menge vorgenommen: Die Franzosen wollten den "Großen Drei" der Formel 1 den Kampf ansagen.

Doch nach Lage der Dinge wird das Team schon genug damit zu tun haben, ihren vierten WM-Platz zu verteidigen.

Das Gelingen der Mission erscheint immer unwahrscheinlicher. Nach Technik-Guru Mike Gascoyne verlieren die Blau-Gelben nun auch noch ihren Aerodynamikchef.

Auch Iley verlässt Renault

Mit John Iley verlässt eine der Schlüsselfiguren Renault, der Mann, der dem R23 zum jüngsten Erfolg verholfen hat.

Denn aus aerodynamischer Sicht war nicht das WM-Auto von Michael Schumacher das beste im Feld, sondern Renault.

Droht das Erfolgsteam um Flavio Briatore nun auseinander zu brechen?

Starke Aerodynamik - schwacher Motor

Die Sorge ist berechtigt: Gascoyne wird seine Fähigkeiten dem direkten Konkurrenten von Toyota zur Verfügung stellen, Iley heuert bei der Scuderia Ferrari an.

Bei den Franzosen scheint man sich der drohenden Gefahr nicht bewusst zu sein. Denn nicht nur bei den beiden Top-Ingenieuren machte sich nach der letzten Saison der Frust breit, auch weitere ihrer Kollegen könnten sich noch zu einem Wechsel entschließen.

Gascoyne und Iley hatten mit dem R23 ein beeindruckendes Auto entwickelt, das jedoch vom Motor sträflich im Stich gelassen wurde.

Späte Motor-Umstellung

Kein Wunder also, dass sich beide nach neuen Arbeitgebern umsahen, zumal das "Projekt Motor" 2004 bei Renault zu einer reinen Abenteuerfahrt werden dürfte.

Das Team verabschiedet sich nach langen Überlegungen vom revolutionären Weitwinkel-Motor und vertraut wieder auf den konservativen Neunziggradwinkel.

Doch mit dieser Entscheidung ließen sich die Verantwortlichen ein wenig zu lange Zeit, denn der neue V-10-Motor wird zum Saisonbeginn nicht startbereit sein: Die Franzosen müssen das Rennen mit einem Uralt-Motor aufnehmen.

Fatale Firmenpolitik

Briatore hat mit seiner Personalpolitik vielleicht falsche Zeichen gesetzt. Lieber das Geld der Konkurrenz einzustecken und dafür die Top-Angestellten ziehen zu lassen, könnte als neuer Wegweiser gedeutet werden.

Auch die Fahrer werden diesen "Abwärtstrend" genauestens beobachten und gegebenenfalls ihre Konsequenzen ziehen. Fernando Alonso, der von Experten als zukünftiger Weltmeister gehandelt wird, wird seine Fähigkeiten vermutlich lieber bei einem konkurrenzfähigen Team unter Beweis stellen.

Die Vorzeichen stehen denkbar schlecht, auf Renault wartet wohl eine schwierige Saison.

quelle: sport1.de
 
Räikkönen: "Wir wollen beide Titel holen"


Stuttgart - Mit einer Kampfansage an Weltmeister Michael Schumacher und Ferrari hat Kimi Räikkönen beim Stars & Cars-Tag lautstarken Beifall beim Silberpfeil-Anhang ausgelöst.

"Wir wollen beide Titel holen", kündigte der finnische McLaren-Mercedes-Pilot in Stuttgart den Gewinn der Fahrer- und Konstrukteurs-WM als Ziel für die nächste Formel-1-Saison an.

Einsatz des neuen Autos Ende November

"Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Nicht vor den Roten aus Maranello und nicht vor Weiß-Blau", sagte dazu Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert teilte mit, der neue Grand-Prix-Bolide MP 4/19 werde in der letzten Novemberwoche erstmals getestet.

Räikkönen am Rennsimulator

Über 30 000 Fans feierten im Werk Untertürkheim mit den Mercedes-Rennfahrern aus den verschiedenen Serien eine Riesen-Party. Vor allem Vizeweltmeister Räikkönen und sein schottischer Teamkollege David Coulthard, mit denen McLaren-Mercedes auch 2004 antritt, sowie Bernd Schneider (St. Ingbert), der viermalige Champion des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), standen bei den Autogrammjägern im Mittelpunkt.

Gegen Räikkönen durften ausgeloste Besucher am DTM-Rennsimulator antreten. Die früheren Grand-Prix-Piloten Hans Herrmann und Jochen Mass drehten im legendären Silberpfeil W196 einige Demonstrationsrunden.

Haug zuversichtlich

Haug zog ein positives Saisonfazit trotz des im Endspurt knapp verpassten Titels in der Königsklasse. "Wir waren auf einem guten Weg und haben für Spannung bis in die letzte Kurve gesorgt", sagte er.

"Kimi lag im Vorjahr noch 120 Punkte hinter Schumacher, dieses Mal nur zwei." Wenn das Team so weiter mache, sehe es nicht schlecht aus.

"Es war eine gute Saison"

McLaren-Teamchef Ron Dennis räumte dagegen offen seinen "Frust" über die verpasste WM ein: "Wir starten, um zu gewinnen. Zweiter zu sein, ist nicht genug."

Räikkönen war allerdings mit seinem zweiten Rang hinter dem zum sechsten Mal triumphierenden Rekord-Weltmeister Schumacher zufrieden. "Es war eine gute Saison, auch wenn wir die WM nicht gewonnen haben", sagte der 24-Jährige.

quelle: sport1.de
 
Räikkönen unter dem Messer


München - Kimi Räikkönen musste sich in Finnland einer Operation seines rechten Handgelenks unterziehen.

Räikkönen hatte sich schon vor einigen Jahren bei einem Autounfall eine Verletzung am Handgelenk zugezogen, sich jedoch erst jetzt für eine Operation entschieden.

Die behandelnden Ärze wiesen den Fahrer des McLaren Mercedes Teams an, mindestens einen Monat zu pausieren. Damit verpasst der WM-Zweite der abgelaufenen Formel-1-Saison die Testfahrten seines Teams im spanischen Valencia.

quelle: sport1.de
 
Fisichella darf zu Top-Team wechseln


München - Kaum beim Sauber-Rennstall angekommen, hegt Giancarlo Fisichella schon wieder Abschiedsgedanken.

Nach seinem Besuch in der Schweizer Formel-1-Fabrik von Hinwil meinte der ehemalige Jordan-Fahrer: "Peter Sauber hat gesagt, dass ich gehen könnte, sollte es ein Angebot von einem Top-Team geben."

Als Paradebeispiel führt der Italiener Kimi Räikkönen an, der trotz eines bestehenden Vertrages mit Sauber vor Beginn der Saison 2002 zu McLaren-Mercedes wechseln durfte.

quelle: sport1.de
 
Australien-Veranstalter machen Miese


München - In Australien mehren sich Stimmen gegen die Austragung des F-1-Rennens in Melbourne. Eine Vereinigung der Steuerzahler beschwert sich darüber, dass der Grand Prix ein zu großes Minus in der Kasse hinterlasse.

Der Jahresbericht der Veranstalter weist folgende Zahlen aus: Eingenommen wurden insgesamt 35 Millionen Dollar, die Kosten beliefen sich aber auf 42 Millionen.

Nun beklagt sich der Steuerzahler-Verband darüber, dass der große Fehlbetrag von ihnen mitfinanziert werde.

quelle: sport1.de
 
Haug traut Frentzen mehr zu


München - Wie am Rande der Mercedes-Party "Stars und Cars" in Stuttgart bekannt wurde, ist eine Verpflichtung von Heinz-Harald Frentzen für die DTM kein Thema.

"Er steht wohl in Kontakt zu Opel. Unsere Fahrer, die einen guten Job gemacht haben, haben sich ihren Platz für das nächste Jahr verdient. Es wäre unfair, sie jetzt auszutauschen", sagte Norbert Haug.

Der Mercedes-Sportchef traut Frentzen ohnehin mehr zu: "Außerdem denke ich, dass er immer noch eine Chance hat, in der Formel 1 zu bleiben."

quelle: sport1.de
 
"Quick Nick" zu Gast bei Jordan


München - Für den Ex-Sauber-Piloten Nick Heidfeld wird die Zeit langsam knapp: Der 26-Jährige hat für die kommende Saison noch immer kein neues Cockpit gefunden.

Teamchef Eddie Jordan hatte bereits mehrfach betont, dass ihm der Gladbacher willkommen wäre, doch der Ire hat mehrere Fahrer im Visier.

Aber "Quick Nick" scheint zumindest in der engeren Wahl zu sein, denn Heidfeld war zu Gast in der Jordan-Fabrik in Silverstone. Wie weit die Gespräche fortgeschritten sind, ist jedoch nicht bekannt.

quelle: sport1.de