Die Bitcoin-Show, Folge 12 (25.01.2022)
Der in der letzten Folge angesprochene Verbraucherpreisindex wurde von den Amis genauso hingebogen, dass er weder unter, noch ober 7% lag. Damit war der Markt sehr zufrieden und wir sahen sogar eine Kurserholung.
Die bevorstehende Zinserhöhung hat aber nach und nach ihre Spuren hinterlassen und vor allem auch am Aktienmarkt für tiefrote Zahlen gesorgt. Das wiederum hat große Angst/Panik unter den Anlegern ausgelöst, die sich dadurch in Zeiten wie diesen von risikoreichen Assets natürlich am schnellsten trennen wollten (dazu gehört Krypto)….da wird dann lieber in zB risikoarmes Gold investiert bzw das Kapital umgeschichtet.
Die großen Tech-Konzerne haben auch unglaublich Marktkapitalisierung verloren. Allein der NASDAQ (=Technologiebörse) hat alleine über 22% verloren, was schon immens ist in dieser realtiv kurzen Zeit.
Diesen Mittwoch steht das nächste Treffen der Notenbank (FOMC) auf dem Plan und das sorgt am Markt für extreme Unruhe, weil es noch einen viel erheblicheren Schaden anrichten könnte. ABER: Auch die Notenbank rund um Jerome Powell hat die letzten Wochen mitbekommen und sicher auch einige Anrufe von großen Parteienspendern (Unternehmen, Firmengründer) bekommen, dass sie mit Bedacht vorgehen müssen. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass es im Interesse der Notenbank ist, die gesamte Wirtschaft wegen der hohen Inflation in kürzester Zeit so abzuschießen, dass das nächste große Problemkind der USA ante portas steht. Ich erwarte bzw erhoffe mir also recht moderate Töne, so dass der gesamte (globale) Kapitalmarkt wieder etwas Zuversicht schöpfen kann. Kann mir daher auch fast nicht vorstellen, dass die Amis wirklich 3-4 x in diesem Jahr die Zinsen erhöhen werden/können.
Der Bitcoin Wochenchart sieht derzeit eigentlich wirklich sehr schlüssig aus. Wir befinden uns seit 2021 in einem Kanal, dessen untere Trendlinie sich perfekt mit unserem letzten Bull Run-Hoch von $20k „verbindet“ und als Support fungiert. In diesem Kanal haben wir auch einen zarten Aufwärtstrend mit immer einem Höheren Tief, gefolgt von einem Höheren Hoch (in blau zu sehen). Solange dieser Trend nicht gebrochen wird (wäre bei ca $28.8k), weigere ich mich, mich mit einem langfristigen Bear Market auseinanderzusetzen. Aber blauäugig darf man natürlich auch nicht sein und man muss diese Eventualität zumindest im Hinterkopf behalten.
Einen Blick sollte man auch immer auf die Ukraine-Russland-Krise werfen, denn wenn hier so etwas wie ein Krieg entsteht, dann haben wir ein Black Swan-Event, dass die globale Finanzwirtschaft ins Untergeschoß befördern wird.
Nachtrag: Komplett vergessen zu erwähnen, dass diesen Freitag auch wieder die Optionen auslaufen. Maximaler Schmerz, also jene Summe, wo die meisten Käufer bluten, liegt bei über $40k. Wird also interessant zu sehen sein, ob im Hintergrund „Mächte“ versuchen werden, den Bitcoin-Kurs zumindest kurzfristig dort hin zu pushen.
