Preview:
Karlsruher SC – Hertha BSC (23.11.2007, Anstoß: 20.30 Uhr)
Karlsruher SC (Platz 4: g.7, u.2, v.4; 14:15 Tore; 23 Pkt.):
Der Aufsteiger hat bislang alle Kritiker überrascht und rangiert folglich völlig verdient auf Tabellenplatz 4.
Der Verein hat sich vor der Saison gezielt verstärkt (Hajnal, Görlitz, Timm, Iashvili) und verfügt momentan über ein homogenes und gut funktionierendes Team
Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet die Spieler aus dem Wildpark aus.
Aufhorchen ließen die Profikicker durch ihren Achtungserfolg auswärts auf Schalke (06.10.2007). Dort gewann man völlig souverän mit 2:0 (2x Timm).
Auch in den beiden Heimpartien gegen den amtierenden Meister VFB Stuttgart (02.09.2007) oder gegen Borussia Dortmund (29.09.2007) zeigte der „Neuling“ eine beachtliche Leistung.
So gewannen die Karlsruher mit 2:0 sowie 3:1.
Spiel-Statistik:
Heimspiele: 6
Siege: 3
Unentschieden: 1
Niederlagen: 2
Tore: 7
Gegentore: 7
Kritikpunkt: Von den bisherigen sechs Heimspielen konnte man nur drei für sich entscheiden. In einem musste man sich die Punkte mit den Bielefeldern teilen und die restlichen zwei Spiele gingen jeweils verloren. Auch schossen die Karlsruher in diesen sechs Heimspielen lediglich 7 Tore und kassierten dafür im Gegenzug dieselbe Anzahl an Toren.
(Statistik: g.3, u.1, v.2; 7:7 Tore; 10 von 18 möglichen Punkten)
Spiel-Statistik:
Gesamtbilanz: 13 Spiele
Siege: 7
Unentschieden: 2
Niederlagen: 4
Tore: 14
Gegentore: 15
Bislang lässt sich festhalten, dass der KSC sieben Spiele gewonnen und vier verloren hat. In zwei Spielen trennte man sich unentschieden.
(Statistik: g.7, u.2, v.4; 14:15 Tore; 23 Pkt.)
Stärken/Schwächen:
Hervorzuheben sind definitiv die wenig kassierten Gegentore (15).
Garant dafür sind die bislang stark auftrumpfenden Eggimann, Franz, Görlitz und Eichner.
Dem Quartett gelangen zusammen sogar 6 Tore (3x Eggimann, 2x Franz, 1x Eichner).
Auch das Mittelfeld mit Hajnal und Porcello präsentiert sich bislang mehr als bundesligatauglich.
Vor allem der absolute Wunschspieler von Edmund Becker-Tamas Hajnal-unterstreicht immer wieder seine Ambitionen. So bereitete er 6 Tore vor und schoss 3 selber.
Zu schwach besetzt ist meiner Meinung nach jedoch die Offensivabteilung der Karlsruher.
Im Sturm konnte bislang niemand so richtig überzeugen.
Lediglich Timm ließ beim 2:0- Auswärtssieg auf Schalke durch seinen Doppelpack aufhorchen. Kappllani ist ein völliger Totalausfall und nur noch ein Schatten aus früheren Zeiten. Und der Dritte im Bunde-Freis-bereitet lieber Tore vor (3) als selbst Tore zu schießen (1). 14 Tore nach 13 Spielen sind definitiv zu wenig. So wird man sich nicht lange auf dem jetzigen Tabellenplatz halten können. Auch wenn die „0“ steht, sind die erzielten Tore nicht ausreichend.
Peronalien:
Garant für den bisherigen Erfolg war natürlich auch KSC-Torwart Miller. Da dieser sich jedoch einen Kreubandriß zugezogen hat, wird heute wieder Kornetzky im Tor stehen.
Abzuwarten bleibt indes, ob Leistungsträger wie Timm, der an einer Grippe erkrankt war, spielbereit sein wird. Auch Carnell plagten Adduktoren-Probleme. Bei beiden ist ein Einsatz fraglich, aber nicht ausgeschlossen. Iashvili (Viruserkrankung) sowie Reinhardt (Knöchelbruch) fallen dagegen sicher aus. Auf Länderspielreisen befanden sich Hajnal (gegen Griechenland), Eggimann (gegen Nigeria) sowie Kappllani (gegen Rumänien). Zwar verloren alle drei KSC-er ihre Spiele im Nationaldress, zeigten dabei jedoch ansprechende Leistungen.
Ihre Einsätze sind nicht gefährdet.
Voraussichtliche Aufstellung:
Tor: Kornetzky
Abwehr: Eichner, Eggimann, Franz, Görlitz
Mittelfeld: Porcello (defensiv), Mutzel (defensiv), Hajnal, Carnell, Timm
Sturm: Kappllani / Freis
Hertha BSC (Platz 8: g.6, u.1, v.6; Tore: 17:17; 19 Pkt.):
Die Berliner sind ihrem Ruf als unbeständiges Team weiterhin treu geblieben.
Auch konnte Neu-Tranier Favre noch keine Konstanz in die Mannschaft bringen.
Klar ist, dass der Druck des unbedingt Gewinnen Müssens durch den Heimsieg gegen die Hannoveraner erstmal weg ist. Durch den 1:0 Sieg (Torschütze: Lima) haben sich die Berliner einen ausreichenden Abstand zu den kritischen Tabellenplätzen geschaffen.
Die bisherige Saison ist dennoch mit einer Achterbahnfahrt zu vergleichen.
Nach einem kurzen Intermezzo auf Platz 1 (6. Spieltag) folgten vier sieglose Spiele.
Höhepunkte dieser katastrophalen Bilanz waren die Heimpleite mit 1:3 gegen Rostock (7.Spieltag) sowie die gefühlte Niederlage am 9. Spieltag gegen Cottbus (0:0).
Dem 2:0 Sieg gegen Bochum im heimischen Olympiastadion (11.Spieltag) folgte das Pokal-Aus gegen den Regionalligisten aus Wuppertal.
Eine ansprechende Leistung zeigten die Spieler von Lucien Favre nur am 2. Spieltag gegen Stuttgart (3:1) sowie am 6. Spieltag gegen Dortmund (3:2).
Spiel-Statistik:
Auswärtsspiele: 6
Siege: 1
Unentschieden: X
Niederlagen: 5
Tore: 5
Gegentore: 10
Kritikpunkt: Von den bisherigen 6 Auswärtsspielen konnte man nur ein einziges für sich entscheiden. Und dies gegen den stark abstiegsbedrohten MSV Duisburg (5.Spieltag). Dieser 2:1 Erfolg war jedoch auch nicht gerade schön anzusehen.
Mit einer solchen Bilanz gehört man keineswegs ins gesicherte Mittelfeld.
(Statistik: g.1, v.5; 5:10 Tore; 3 von 18 möglichen Punkten)
Spiel-Statistik:
Gesamtbilanz: 13 Spiele
Siege: 6
Unentschieden: 1
Niederlagen: 6
Tore: 17
Gegentore: 17
Die Herthaner haben also bislang aus 13 Spielen sechs gewonnen und sechs verloren. In einem Spiel (9. Spieltag gegen Cottbus) musste man sich die Punkte teilen.
(Statistik: g.6, u.1, v.6; 17:17 Tore; 19 Pkt.)
Stärken/Schwächen:
Den Berlinern fehlt neben Pantelic ein weiterer „Knipser“. Von den 17 geschossenen Toren erzielten Pantelic (6) und Okoronkwo (4) insgesamt 10. Die restlichen sechs Tore verteilen sich auf einzelne Spieler. Hinzu kommt ein Eigentor vom Bochumer Maltritz (11. Spieltag).
Nach dem Ausfall von Lucio (Kreuzband), der durch starke Leistungen oftmals gefallen konnte, ist das Mittelfeld einfach zu dünn besetzt. Weder Grahn noch Lustenberger konnten bislang überzeugen. Abzuwarten bleibt, ob Lima durch sein erstes Tor endlich in Tritt kommen wird. Ich schätze die Berliner dennoch fußballerisch stärker ein als die KSC-er. Spieler wie Pantelic, Ebert, Simunic und Friedrich gibt es beim KSC nicht. Auch ist die Position des Towarts bei den Berlinern deutlich besser besetzt.
Personalien:
Definitv fehlen werden Mineiro und Gilberto (Länderspielreise).
Schwer wird der Ausfall von Gilberto wiegen. Im Gegenzug zu Mineiro, der diese Saison bislang nur zu Kurzeinsätzen gekommen ist, bringt Gilberto nun schon seit langer Zeit konstant gute Leistung. Nachdem Pantelic vom serbischen Verband aufgrund der verpassten EM-Quali die Freigabe für den Verein bekommen hat und nicht im verlegten Spiel gegen Kasachstan antreten muss, wird er wohl von Beginn an randürfen.
Für Gilberto wird Grahn in die Startformation rücken. Noch unklar ist, wer neben Simunic auflaufen wird. Favre wird sich wohl zwischen Dardei und Lustenberger entscheiden. Für Dardei spricht die Routine.
Trotz der zuletzt starken Leistungsverbesserung wird Lima zunächst Platz auf der Bank nehmen müssen. Es sei denn, Favre würde auswärts mit zwei Spitzen auflaufen und dafür Piszczek auf die Bank setzen.
Voraussichtliche Aufstellung:
Tor: Drobny
Abwehr: Fathi, von Bergen, Friedrich, Chahed
Mittelfeld: Dardei (defensiv), Simunic (defensiv), Piszczek, Grahn, Ebert
Sturm: Pantelic
Mein Tipp:
Ich spiele Lay-Sieg Karlsruhe. Ich gehe nicht davon aus, dass der KSC das Spiel gewinnen wird. Tabellenplatz 4 ist trotz guter Leistungen nur eine Momentaufnahme. Karlsruhe wird diesen Rang nicht mehr lange halten können. Hertha hat diese Saison noch drei sehr schwere Spiele zu bestreiten. Zu Hause geht es noch gegen Leverkusen (15. Spieltag) und gegen die Bayern (17. Spieltag). Am 16. Spieltag muss man auswärts in Nürnberg antreten, bei denen es nun schon fast um Alles oder Nichts geht.