SC Freiburg-Hertha BSC
SC Freiburg-Hertha BSC
Mit Willi und Golz gegen die alte Dame
Am Samstag, den 14. Februar, empfängt der SC Freiburg um 15.30 Uhr im Dreisamstadion die Mannschaft von Herha BSC Berlin. Nach der Niederlage in Rostock möchte der SC Freiburg mit seinen Fans in dieser Partie wieder ein Erfolgserlebnis feiern.
Die Niederlage in Rostock ist abgehakt. Wieder einmal ist der Sport-Club aus der Fremde ohne einen einzigen Punkt zurückgekehrt, es war bereits das siebte Mal in dieser Saison. Dennoch rangiert der SC weiter im Mittelfeld der Tabelle, und wenn das bis zum letzten Spieltag so bleiben sollte, dann könne man, so SC-Coach Volker Finke auf der donnerstäglichen Pressekonferenz, von einer „erfolgreichen Saison“ sprechen. Und dann sei es auch egal, ob die Punkte auswärts oder im Dreisamstadion eingefahren wurden.
Sich nur auf anstehende Heimspiele zu konzentrieren, wird in dieser Saison sicher nach hinten losgehen!
Berlin kommt mit „breiter Brust“
Nun ist also wieder Heimspiel, und mit der Hertha aus Berlin hat sich ein Gegner angekündigt, der zwar auf dem letzten Tabellenplatz steht, mit dem verdienten 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag zuletzt aber ein Erfolgserlebnis feiern durfte. Deshalb erwartet Finke auch, dass die Berliner mit breiter Brust im Dreisamstadion auflaufen werden. Zudem bringe ein Unentschieden die Gäste nicht weiter: „Herttha BSC wird am Samstag hier gewinnen wollen.“
Die seit der Winterpause von Trainer Hans Meyer betreute Mannschaft sei zudem mit hochkarätigen Einzelspielern besetzt, und so werde man, so Finke, Hertha BSC sicher nicht an die Wand spielen. „Wie schon gegen Leverkusen werden wir uns in das Spiel rein arbeiten müssen, mit unseren Stärken dagegen halten und unsere eigenen Chancen suchen.“
Personalsituation beim SC „grundsätzlich okay“
Weiterhin „grundsätzlich“ okay sei die Personalsituation beim SC. Definitiv fehlen gegen Berlin werden lediglich Dennis Kruppke nach seiner fünften gelben Karte, Soumaila Coulibaly, der am Samstag mit Mali das Spiel um Platz drei beim Afrika Cup bestreitet, und der langzeitverletzte Abder Ramdane. Ein großes Fragezeichen stand am Donnerstag hinter dem Einsatz von Bruno Berner, welcher seit Mittwoch mit einem Virusinfekt das Bett hütete. Kleinere Blessuren bei Boubacar Diarra und Alexander Iashvili dürften bis Samstag abgeklungen sein.
Für den gesperrten Kruppke dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Tobias Willi, der in Rostock nach seiner Einwechslung eine gute Partie machte, von Beginn an die rechte Außenbahn besetzen. Sollte Berner am Samstag tatsächlich passen müssen, so könnte erstmals seit seiner Verletzung wieder Levan Tskitishvili auflaufen und die linke Bahn besetzen. Der Georgier trainert nun in der dritten Woche wieder mit der Mannschaft. Ebenfalls wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist unter der Woche Richard Golz; sollte sich der „gute Eindruck“, den Ritchie machte, bis Samstag nicht trüben, so wird er gegen Hertha wieder den Freiburger Kasten hüten.
Ansonsten wollte sich Finke eine konkrete Aufstellung wie immer nicht entlocken lassen, zumal man bei der derzeitigen wechselhaften Witterung immer damit rechnen müsse, dass sich der eine oder andere Spieler plötzlich mit einem Infekt aus dem Training verabschiede. Er, so Finke, freue sich jedenfalls auf das Spiel. Und schön wäre es, mit den Fans im eigenen Stadion wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. Ob er damit meinte, dass es zu Hause halt immer noch am schönsten ist?
Herthas Aufschwung beginnt genau heute!
"Wir müssen nachlegen"
Berlin - "Die Stimmung ist um 100 Prozent besser als letzte Woche", so beschrieb Herthas Neuzugang Giuseppe "Billy" Reina, der gegen Freiburg wohl sein 150. Bundesligaspiel machen wird, den momentanen Gemütszustand seines Teams im Arcor-Online-Chat auf herthabsc.de.
Grund dafür ist natürlich die gute Leistung beim 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart. "Der Sieg gegen den VfB war viel Wert fürs Selbstvertrauen", so Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Trotzdem zählte auch dieser Sieg nur drei Punkte und Hertha ist nach wie vor Tabellenletzter. Deshalb sagt Hoeneß auch: "Der Sieg zählt nichts, wenn wir nicht nachlegen. Dann hat sich der Erfolg gegen Stuttgart ausgezahlt."
Positive Statistik
Um sich optimal vorzubereiten, flogen die Herthaner bereits am Donnerstag (12.02.04) in Richtung Freiburg. "Die Anreise ist sehr lang, deshalb haben wir am Freitag auch noch mal vor Ort trainiert", so Hertha-Trainer Hans Meyer. Die Herthaner übernachten im Colombi-Hotel, nicht ohne Grund. Bereits 2001 stiegen die Blau-Weißen dort ab und siegten mit 3:1.
Überhaupt sieht dei Statistik im Freiburger Dreisamstadion sehr gut aus. In vier Spielen gab es drei Sieg und eine Niederlage (6:2 Tore). Das weiß auch Hoeneß: "Wir haben in Freiburg immer sehr ordentlich gespielt. Ich glaube wir haben eine gute Chance, da was zu erreichen."
Rehmer fällt aus
Personell hat Trainer Meyer einige Probleme. Neben den Langzeitverletzten Thorben Marx, Luizao, Andreas Schmidt und Bart Goor, fehlen in Freiburg Artur Wichniarek (Wade), Marko Rehmer (Infekt) und Roberto Pinto (muskuläre Probleme). Darüber hinaus waren Niko Kovac und Marcelinho unter der Woche angeschlagen. "Bei beiden sieht es aber ganz gut aus", so Meyer. Keeper Gabor Kiraly steht nach seinem Muskelfaserriss wieder im Kader.
Bei den Freiburgern steht der in Berlin geborene Keeper Richard wieder zur Verfügung. Fehlen wird dagegen Kruppke, der eine Gelbsperre abzusitzen hat. Schiedsrichter der Partie ist Michael Weiner. Es scheint so, als ob Trainer Hans Meyer im Breisgau sehr offensiv zu Werke gehen wird. Nachdem der zwei Spiele gesperrte Nando Rafael wieder zur Verfügung steht, hat Meyer die Option mit drei Spitzen zu agieren. "Nando spielt in meinen Überlegungen eine große Rolle", so Meyer.
So könnten sie spielen:
Fiedler, Friedrich, van Burik, Simunic, Fathi, Madlung (Chahed), Dardai, Marcelinho, Rafael, Bobic, Reina
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