Am Sonntag früh CET fängt die 2024/25er Ausgabe der Big Bash League in Australien an. Die BBL ist eine Franchise League im T20-Format vergleichbar mit der Caribbean Premier League, die ich von August bis Anfang Oktober ausgiebig abgedeckt habe. Dabei kommen auch in Australien vor allem lokale Spieler zum Einsatz, angereichert um einige ausländische Stars, die sich im australischen Sommer ein nettes Zubrot verdienen.
Die Liga besteht aus 8 Teams, es gibt 40 Matches, jedes Team hat also zehn Spiele. Jeder spielt einmal gegen jeden und gegen ein paar Teams zweimal. Dann findet ein Playoff aus den besten vier Teams statt.
Eine Besonderheit ist, daß viele Stars teilweise in internationalen Verpflichtungen gebunden sind. So spielen die australischen Stars noch drei Wochen lang Test-Matches gegen Indien, bevor die Spieler zu ihren Teams dazustoßen. Einige Stars aus England und den West Indies sind noch eine Woche gebunden und kommen dann zur Liga. Einige Teams haben darauf reagiert. So haben die Melbourne Stars für die ersten drei Spiele den neuseeländischen Fast-Bowler Adam Milne unter Vertrag genommen, bevor Usama Mir zum Team stößt. Andere Teams versuchen, sich bis zur Rückkehr ihrer Stars mit dem Personal über Wasser zu halten, das sie haben. Für jedes Team ist daher eine Einschätzung notwendig mit und ohne internationale Spieler. Das macht die Prognose nicht gerade leichter.
Die zweite interessante Neuigkeit ist die, daß gerade die Teams, die letztes Mal weit unten gelandet sind, am meisten aufgerüstet haben. Es ist also zu erwarten, daß die Matches enger werden und mehr als zuvor jeder jeden schlagen kann.
Ich werde das Turnier hier covern und versuche, schon einmal eine Prognose abzugeben. Fangen wir mit den Siegquoten bei den Buchmachern an:
Perth Scorchers @5; Sydney Sixers @6.5; Brisbane Heat @7; Hobart Hurricanes @8; Sydney Thunder @8; Adelaide Strikers @9.5 Melbourne Renegades @11; Melbourne Stars @12.
Perth ist Favorit der Buchmacher, das einzige Team aus Westaustralien. 6 andere Teams sind vom südöstlichen Festland, die Hobart Hurricanes aus Tasmanien.
Ein kurzer Blick und eine Einschätzung der Teams:
Brisbane Heat: Der Überraschungssieger von letzten Jahr, beheimatet im ikonischen Gabba-Stadion, hat im Vergleich zur letzten Saison mit Opening Bowler Josh Brown und Sam Billings zwei Stammspieler verloren. Tom Alsop wurde aus England als Brown-Nachfolger verpflichtet und muß sich erst einfinden. Wahrscheinlich muß Brisbane in dieser Saison für den Großteil der Zeit auf die Nationalspieler Marnus Labuschagne, Opening Batter Usman Khawaja und ihren Kapitän Nathan McSweeney verzichten, die vermutlich nach den Indien-Matches auch gegen Sri Lanka berufen werden. Damit ist die Batting-Line ausgedünnt und von wenigen Ankern wie Colin Munro abhängig. Der Bowling-Angriff ist stark, aber einige Bowler könnten auch zu höheren Ehren berufen werden. Insgesamt ist mir das zu wackelig in dieser Saison.
Sydney Sixers: Der Finalist des Vorjahres hat Bowler O’Keefe mit Akeal Hosein aus den West Indies gleichwertig ersetzt. Die Stärke der Sixers ist das Batting mit einer sehr starken und tiefen Line. Das Bowling ist abhängig von Dwarshuis und Abbott, der vermutlich zu Anfang nicht immer verfügbar ist. Sydney Sixers sind ein Playoff-Kandidat, aber die Quote spiegelt das auch wieder.
Perth Scorchers: Der Favorit und Vorjahres-Dritte. Perth verlor McKenzie und Evans, holte mit den Engländern Matty Hurst und Keaton Jennings, vor allem aber mit dem neuen Opening Batter Finn Allen gleichwertigen Ersatz. Nationalspieler Mitch March und Josh Inglis werden aber vermutlich nur wenige Matches bestreiten können. Das Bowling zählt neben dem von Brisbane zu dem besten der Liga. Zudem ist Perth eine Festung für das Heimteam. Fazit: Perth wird wieder in den Playoffs landen. Die Quote reflektiert das.
Adelaide Strikers: Der letzte Playoff-Teilnehmer des Vorjahres. Co-Trainer Tim Paine übernahm die Verantwortung für das Team. Wes Agar wurde geräuschlos durch Jordan Buckingham ersetzt, während mit Englands Ollie Pope und Fabian Allen aus den West Indies weitere Verstärkungen eingekauft wurden. Pope wird zu Anfang nicht dabei sein, nach seiner Rückkehr aus Neuseeland aber dazustoßen. Eine Schwächung wird die Abwesenheit der Nationalspieler Travis Head und Alex Carey für den Großteil der Saison sein. Allerdings ist die Mannschaft stark genug, wieder die Playoffs zu erreichen. Bei der Quote definitiv einen Versuch wert.
Hobart Hurricanes: Eine sehr interessante Mannschaft, eines von zwei Teams, das die Liga noch nicht gewonnen hat. Hobart gilt als notorischer Underperformer, die nie den Erwartungen gerecht werden. Vielleicht liegt es an der Reisetätigkeit aus Tasmanien? Letztes Jahr wurden sie Fünfter und verpaßten knapp die Playoffs. Dieses Jahr hat das Team aufgerüstet. Der letztes Jahr enttäuschende Sam Hain wurde mit Shai Hope, dem Kapitän der West Indies, durch einen internationalen Star ersetzt. Rishad Hossain aus Bangladesch sprang kurzfristig ab, dafür kommt Waqar Salamkheil, der schon in der CPL zu überzeugen wußte. Mit dem englischen Fast-Bowler Chris Jordan ist ein weiterer klangvoller Name im Team. Shai Hope stößt nach einer Woche zum Team dazu, Salamkheil geht nach sechs Partien wieder. Ansonsten dürfte die Truppe zusammen bleiben wie sie ist. Das Bowling ist Durchschnitt, das Batting dürfte jetzt stärker sein als noch vor einem Jahr. Nutzt man die Schwächung der anderen Teams mit einigen Siegen zu Saisonbeginn, könnte ein Playoff-Platz möglich sein.
Sydney Thunder: Der Vorjahresletzte hat die Stärke im Bowling. Mit dem neu verpflichteten Wes Agar und den Spinnern Chris Green und Tanveer Sangha ist der Angriff definitiv Playoff-reif. Das Batting wird angeführt von Australien-Legende David Warner, der nach seiner Nationalmannschaftskarriere das Team als Kapitän anführt. Neben Warner gibt es eine Diskussion um den zweiten Opening Batter. Der zuletzt formschwache Cameron Bancroft dürfte durch das Talent Sam Konstas ersetzt werden. Die Batting-Line wäre sehr dünn, hätte man nicht mit Sam Billings und West Indies-Star Sherfane Rutherford hier nachgelegt. Rutherford stößt etwas später zum Team dazu, aber Sydney Thunder, wenn man die Batting Line stabil halten kann und Warner seine Form findet, kann in die Playoffs kommen. Zu der Quote einen Versuch wert.
Melbourne Renegades: Vorletzter des Vorjahres. Das Team hat vielleicht am meisten aufgerüstet. Mit Laurie Evans aus Perth und Josh Brown aus Brisbane wurden zwei Top-Batter verpflichtet. Englands Jungstar Jacob Bethell ist zudem eine weitere Verstärkung. Dafür wird das Team weitestgehend auf Nationalspieler Jake Fraser-McGurk verzichten müssen. Das Bowling bleibt weitestgehend unverändert, Nathan Lyon wird vermutlich nicht verfügbar sein. Auf dem Papier sieht die Bowling-Line nicht schlecht aus, enttäuschte aber letztes Jahr. Die Renegades werden vermutlich wettbewerbsfähiger sein, für die Playoffs reicht es vermutlich nicht.
Melbourne Stars: Sechster im Vorjahr und die zweite Mannschaft, die noch nie die BBL gewonnen hat. Die Stars haben einige Stars mit dem momentan verletzten Glenn Maxwell, Marcus Stoinis und Englands Ben Duckett. Die Stars werden aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten nicht verfügbar sein, daher wird es interessant sein zu sehen, wie aus dem häufigen Wechsel eine Mannschaft erwächst. Der Rest des Teams ist eher durchschnittlich, ich rechne nicht mit einer Playoff-Teilnahme der Stars.
Aus dem oben gesagten folgt, daß ich mit folgenden Wetten ins Rennen gehe:
Sieg Adelaide Strikers @9.5 (Betway) 2/10
Sieg Sydney Thunder @8 (diverse) 1/10
Die Liga besteht aus 8 Teams, es gibt 40 Matches, jedes Team hat also zehn Spiele. Jeder spielt einmal gegen jeden und gegen ein paar Teams zweimal. Dann findet ein Playoff aus den besten vier Teams statt.
Eine Besonderheit ist, daß viele Stars teilweise in internationalen Verpflichtungen gebunden sind. So spielen die australischen Stars noch drei Wochen lang Test-Matches gegen Indien, bevor die Spieler zu ihren Teams dazustoßen. Einige Stars aus England und den West Indies sind noch eine Woche gebunden und kommen dann zur Liga. Einige Teams haben darauf reagiert. So haben die Melbourne Stars für die ersten drei Spiele den neuseeländischen Fast-Bowler Adam Milne unter Vertrag genommen, bevor Usama Mir zum Team stößt. Andere Teams versuchen, sich bis zur Rückkehr ihrer Stars mit dem Personal über Wasser zu halten, das sie haben. Für jedes Team ist daher eine Einschätzung notwendig mit und ohne internationale Spieler. Das macht die Prognose nicht gerade leichter.
Die zweite interessante Neuigkeit ist die, daß gerade die Teams, die letztes Mal weit unten gelandet sind, am meisten aufgerüstet haben. Es ist also zu erwarten, daß die Matches enger werden und mehr als zuvor jeder jeden schlagen kann.
Ich werde das Turnier hier covern und versuche, schon einmal eine Prognose abzugeben. Fangen wir mit den Siegquoten bei den Buchmachern an:
Perth Scorchers @5; Sydney Sixers @6.5; Brisbane Heat @7; Hobart Hurricanes @8; Sydney Thunder @8; Adelaide Strikers @9.5 Melbourne Renegades @11; Melbourne Stars @12.
Perth ist Favorit der Buchmacher, das einzige Team aus Westaustralien. 6 andere Teams sind vom südöstlichen Festland, die Hobart Hurricanes aus Tasmanien.
Ein kurzer Blick und eine Einschätzung der Teams:
Brisbane Heat: Der Überraschungssieger von letzten Jahr, beheimatet im ikonischen Gabba-Stadion, hat im Vergleich zur letzten Saison mit Opening Bowler Josh Brown und Sam Billings zwei Stammspieler verloren. Tom Alsop wurde aus England als Brown-Nachfolger verpflichtet und muß sich erst einfinden. Wahrscheinlich muß Brisbane in dieser Saison für den Großteil der Zeit auf die Nationalspieler Marnus Labuschagne, Opening Batter Usman Khawaja und ihren Kapitän Nathan McSweeney verzichten, die vermutlich nach den Indien-Matches auch gegen Sri Lanka berufen werden. Damit ist die Batting-Line ausgedünnt und von wenigen Ankern wie Colin Munro abhängig. Der Bowling-Angriff ist stark, aber einige Bowler könnten auch zu höheren Ehren berufen werden. Insgesamt ist mir das zu wackelig in dieser Saison.
Sydney Sixers: Der Finalist des Vorjahres hat Bowler O’Keefe mit Akeal Hosein aus den West Indies gleichwertig ersetzt. Die Stärke der Sixers ist das Batting mit einer sehr starken und tiefen Line. Das Bowling ist abhängig von Dwarshuis und Abbott, der vermutlich zu Anfang nicht immer verfügbar ist. Sydney Sixers sind ein Playoff-Kandidat, aber die Quote spiegelt das auch wieder.
Perth Scorchers: Der Favorit und Vorjahres-Dritte. Perth verlor McKenzie und Evans, holte mit den Engländern Matty Hurst und Keaton Jennings, vor allem aber mit dem neuen Opening Batter Finn Allen gleichwertigen Ersatz. Nationalspieler Mitch March und Josh Inglis werden aber vermutlich nur wenige Matches bestreiten können. Das Bowling zählt neben dem von Brisbane zu dem besten der Liga. Zudem ist Perth eine Festung für das Heimteam. Fazit: Perth wird wieder in den Playoffs landen. Die Quote reflektiert das.
Adelaide Strikers: Der letzte Playoff-Teilnehmer des Vorjahres. Co-Trainer Tim Paine übernahm die Verantwortung für das Team. Wes Agar wurde geräuschlos durch Jordan Buckingham ersetzt, während mit Englands Ollie Pope und Fabian Allen aus den West Indies weitere Verstärkungen eingekauft wurden. Pope wird zu Anfang nicht dabei sein, nach seiner Rückkehr aus Neuseeland aber dazustoßen. Eine Schwächung wird die Abwesenheit der Nationalspieler Travis Head und Alex Carey für den Großteil der Saison sein. Allerdings ist die Mannschaft stark genug, wieder die Playoffs zu erreichen. Bei der Quote definitiv einen Versuch wert.
Hobart Hurricanes: Eine sehr interessante Mannschaft, eines von zwei Teams, das die Liga noch nicht gewonnen hat. Hobart gilt als notorischer Underperformer, die nie den Erwartungen gerecht werden. Vielleicht liegt es an der Reisetätigkeit aus Tasmanien? Letztes Jahr wurden sie Fünfter und verpaßten knapp die Playoffs. Dieses Jahr hat das Team aufgerüstet. Der letztes Jahr enttäuschende Sam Hain wurde mit Shai Hope, dem Kapitän der West Indies, durch einen internationalen Star ersetzt. Rishad Hossain aus Bangladesch sprang kurzfristig ab, dafür kommt Waqar Salamkheil, der schon in der CPL zu überzeugen wußte. Mit dem englischen Fast-Bowler Chris Jordan ist ein weiterer klangvoller Name im Team. Shai Hope stößt nach einer Woche zum Team dazu, Salamkheil geht nach sechs Partien wieder. Ansonsten dürfte die Truppe zusammen bleiben wie sie ist. Das Bowling ist Durchschnitt, das Batting dürfte jetzt stärker sein als noch vor einem Jahr. Nutzt man die Schwächung der anderen Teams mit einigen Siegen zu Saisonbeginn, könnte ein Playoff-Platz möglich sein.
Sydney Thunder: Der Vorjahresletzte hat die Stärke im Bowling. Mit dem neu verpflichteten Wes Agar und den Spinnern Chris Green und Tanveer Sangha ist der Angriff definitiv Playoff-reif. Das Batting wird angeführt von Australien-Legende David Warner, der nach seiner Nationalmannschaftskarriere das Team als Kapitän anführt. Neben Warner gibt es eine Diskussion um den zweiten Opening Batter. Der zuletzt formschwache Cameron Bancroft dürfte durch das Talent Sam Konstas ersetzt werden. Die Batting-Line wäre sehr dünn, hätte man nicht mit Sam Billings und West Indies-Star Sherfane Rutherford hier nachgelegt. Rutherford stößt etwas später zum Team dazu, aber Sydney Thunder, wenn man die Batting Line stabil halten kann und Warner seine Form findet, kann in die Playoffs kommen. Zu der Quote einen Versuch wert.
Melbourne Renegades: Vorletzter des Vorjahres. Das Team hat vielleicht am meisten aufgerüstet. Mit Laurie Evans aus Perth und Josh Brown aus Brisbane wurden zwei Top-Batter verpflichtet. Englands Jungstar Jacob Bethell ist zudem eine weitere Verstärkung. Dafür wird das Team weitestgehend auf Nationalspieler Jake Fraser-McGurk verzichten müssen. Das Bowling bleibt weitestgehend unverändert, Nathan Lyon wird vermutlich nicht verfügbar sein. Auf dem Papier sieht die Bowling-Line nicht schlecht aus, enttäuschte aber letztes Jahr. Die Renegades werden vermutlich wettbewerbsfähiger sein, für die Playoffs reicht es vermutlich nicht.
Melbourne Stars: Sechster im Vorjahr und die zweite Mannschaft, die noch nie die BBL gewonnen hat. Die Stars haben einige Stars mit dem momentan verletzten Glenn Maxwell, Marcus Stoinis und Englands Ben Duckett. Die Stars werden aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten nicht verfügbar sein, daher wird es interessant sein zu sehen, wie aus dem häufigen Wechsel eine Mannschaft erwächst. Der Rest des Teams ist eher durchschnittlich, ich rechne nicht mit einer Playoff-Teilnahme der Stars.
Aus dem oben gesagten folgt, daß ich mit folgenden Wetten ins Rennen gehe:
Sieg Adelaide Strikers @9.5 (Betway) 2/10
Sieg Sydney Thunder @8 (diverse) 1/10