ATP Auckland (NZL), Hardcourt - Qualifikation 1. Runde
Sa. 05:00 Dominik Hrbaty (SVK) - Pere Riba-Madrid (ESP)
Hrbaty (einst die 12 im Einzel und auch im Doppel die 14 der Welt), vor kurzen 34 Jahre alt geworden, hat ja seine Karriere eigentlich 2010 schon beendet. 2011 hat er trotzdem noch drei Challengerturniere (Bergamo, Ostrau, Kosice) gespielt und das nicht einmal so schlecht. Im Einzel konnte er immerhin Fischer (139), Marti (232) und Struff (235) jeweils glatt in zwei Sätzen schlagen, eher er sich Ignatik (210) und Crivoi (203) geschlagen geben musste. Auch in der Doppelkonkurrenz überstand der Slowake jeweils die 1. Runde. Zeigt also schon, dass er vergangene Saison durchaus noch mit jüngeren Spielern mithalten konnte. 2010 (
Tennis - ATP World Tour - Tennis Players – Dominik Hrbaty) waren sogar noch einige richtig gute Ergebnisse von Hrbaty dabei, auch wenn er viele Spiele zum Ende hin knapp verlor. Hab zwar keinen Plan, was Hrbaty bewegt, hier nach Neuseeland zu fliegen und Quali zu spielen, aber ich denke, zum Spaß wird er das sicherlich nicht machen. Vom Belag bevorzugt der Slowake klar die schnelleren Beläge ...
... ganz im Gegensatz zu seinem heutigen Gegner, der ein typischer Sandplatzspieler alter Schule ist, was auch die Bilanz von Riba auf Hardcourt (9:17) und auf Sand (242:162) mehr als verdeutlicht. Das letzte Match in der abgelaufenen Saison musste Riba beim Stand von 0:6, 1:2 gegen V. Pospisil verletzungsbedingt aufgeben. Im gesamten Kalenderjahr 2011 gab Riba übrigens sage und schreibe 6 Mal verletzungsbedingt auf und seit seiner letzten Aufgabe hat er ja auch kein Spiel mehr bestritten. Fit und ein gesunder Körper hört sich für mich anders an. Hab Riba vergangenes Jahr hier gegen den Neuseeländer Statham gesehn und der war so schlecht, dass ich sogar nach verlorenen ersten Satz von Riba sogar noch auf den Spanier gesetzt hab, weil ich wusste, dass er dieses Match unmöglich verlieren kann. Am Ende stand dann tatsächlich noch ein 4:6, 6:4, 6:3-Sieg für Riba, allerdings ist es schon abenteuerlich, gegen solch einen Spieler wie Statham einen Satz zu verlieren. In der Folge war dann glatt gegen Kamke Endstation, genau wie beim Turnier zuvor in Doha gegen Lacko, wo Riba zu meiner eigenen Überraschung das Match nur mit 7:5, 6:7, 6:7 verlor. Dies sollte aber eine von wenigen positiven Ausnahmen von Riba auf Hardcourt bleiben, denn bei den Australian Open konnte er zwar mit Carsten Ball einen absoluten Antispieler in fünf Sätzen schlagen, allerdings wurden ihn dann in Runde 2 gegen Jürgen Melzer klar die Grenzen aufgezeigt, 2:6, 4:6, 2:6 hieß es dort am Ende. In Indian Wells gab Riba nach verlorenen 1. Satz (4:6) gegen de Voest auf, in Miami verlor er 3:6, 2:6 gegen Lu, ehe es dann bis zu den US Open dauerte, bis der Spanier das nächste Mal auf Hardcourt spielte und dort gegen Carlos Berlocq, ebenfalls ein reiner Sandplatzwühler, mit 5:7, 0:6, 1:6 unterging. [[stupid]] Zum Jahresende hin konnte Riba dann in Moskau irgendwie Haider-Maurer in drei Sätzen schlagen und schied dann gegen Troicki glatt aus. In St. Petersburg gewann er gegen Benneteau nur drei Games im Match, ehe er beim letzten Turnier des Jahres für ihn in Valencia James Ward glatt schlagen konnte und darauf folgte dann auch die bereits erwähnte Aufgabe gegen V. Pospisil, seinem letzten Match bisher. Auch 2010 hatte Riba auf Hardcourt einige deftige Niederlagen kassiert, so zum Beispiel gegen Jan Hajek (0:6, 2:6) und James Blake (0:6, 1:6). [[help]] Das kann auch seine Fünfsatzniederlage gegen Mannarino bei den US Open nicht beschönigen, was aber eher nicht für den Franzosen spricht, der bei mir persönlich eh nix besseres als ein durchschnittlicher Challengerspieler ist und 2011 teilweise nur riesen Losglück hatte, demzufolge so gut in der Weltrangliste steht. Das aber wird sich dieses Jahr wieder ändern, da bin ich mir ziemlich sicher.
Hrbaty ist auf Hardcourt klar der bessere Tennisspieler, nur ist er eben nicht mehr der jüngste und ihm fehlt auch die nötige Matchpraxis. Trotzdem traue ich ihm hier gegen Riba was zu, denn der Spanier ist wie bereits ausführlich erwähnt einfach kein Spieler für diesen Belag. Riba sollte hier zwar von der Kondition klare Vorteile haben, was sich vorallem bei einem längeren Match zum Vorteil für ihn auswirken könnte. Genauso ist er auch auf diesem Belag in der Lage, von der Grundlinie mitzuspielen, da hat er schon eine gewisse Konstanz. Liegt also an Hrbaty, den Spanier erst gar nicht in diese Ralleys kommen zu lassen und die Punkte kurz zu halten, die Möglichkeiten hat er meiner Meinung nach wie vor noch.
Hab mich bei diesem Match dafür entschieden, dass Hrbaty hier den ersten Satz gewinnt, denn wenn er den schon verliert, wird er sicherlich nicht nochmal zurückkommen und Riba über drei Sätze niederfighten können. Auf der anderen Seite ist es auch eine Absicherung, falls der Slowake das Match aufgeben sollte, was allerdings auch bei Riba denkbar wäre und somit jeweils ein Storno nach sich ziehen würde. So aber wäre die Wette nach dem 1. Satz bereits gewonnen und wenn dies eintreten sollte, dann kann ich es mir auch vorstellen, dass Hrbaty das hier sogar glatt gewinnt. Also entweder er haut diesen Riba weg, oder er wird wohl keine Chance haben.
Hrbaty gewinnt den 1. Satz @ 2,37 (Bet365) 3/10
Hrbaty gewinnt 2:0 @ 4,33 (Bet365) 2/10