ATP Challenger Heilbronn (GER), Hardcourt indoor
ATP Challenger Heilbronn (GER), Hardcourt indoor
Copil + Stebe @ 2,10 (Interwetten) 10/10
Andreas Beck, die einstige 33. der Welt ist aufgrund Verletzung im Ranking bis auf Rang 527. abgerutscht. Im April 2012 musste Beck beim ATP-Turnier in Barcelona gegen Ramos-Vinolas beim Stand von 1:4 aufgeben und bestritt das restliche Jahr kein einziges Match mehr. Vergangene Woche spielte Beck das Futureturnier in Stuttgart, gewann da sogar sein Erstrundenmatch gegen Matsukevich, den er mit 3:6, 6:2, 6:4 schlagen konnte. In der 2. Runde verlor Beck dann allerdings gegen Gawron 4:6, 6:2, 1:6. Matsukevich allerdings derzeit auch nur die 580. im Ranking und noch nie höher wie auf Rang 234., ähnlich bei Gawron, der ist zwar aktuell die 320. der Weltrangliste, stand aber auch noch nicht höher als auf Position 262. Beides typische Futurespieler, die auf der Challengertour nicht einmal 1/3 ihrer Matches gewinnen konnten. Das zeigt deutlich, auf welchem Niveau sich Beck derzeit, nach seiner langen Verletzungspause, bewegt. Jetzt bekommt Beck für das Challengerturnier in Heilbronn eine Wild Card fürs Hauptfeld und trifft dort auf den aufschlagstarken Rumänen Copil (1,93 m), der in den letzten Monaten einen riesen Sprung nach vorne machen konnte. In Heilbronn gewann Copil 2012, aktuell immerhin die 159. der Weltrangliste, gegen Dustin Brown. Beim Hallenturnier in Kazan zog Copil bis ins Finale ein und gewann im Turnierverlauf gegen Weintraub, Haider-Maurer, Kudryavtsev und I. Minar, ehe er zweimal im Tiebreak dem Esten Zopp unterlag. In der Summer servierte Copil im Turnierverlauf 29 Asse mehr als seine Gegner. In Bergamo schlug Copil in der Quali mit Authom einen aufstrebenden Spieler, ehe er sich im Hauptfeld dem Japaner Soeda geschlagen geben musste, wo Copil 15:3 bzw. 9:3-Asse servierte. In Sarajevo gewann Copil gegen Marchenko, der 2012 vorallem gegen Ende des Jahres eine tolle Hallensaison spielte, und unterlag dann gegen Bozoljac, gegen den es dreimal in den Tiebreak ging. Auch in diesen Matches wieder überragende Aufschlagwerte (16+26 Asse) von Copil. In Bukarest schlug Copil auf Sand den Deutschen Kamke (6:0-Asse), in Marburg, ebenfalls auf Sand, gewann der Rumäne gegen Zeballos (10:3-Asse), bei den US Open bezwang er in der Quali Bemelmans (9:3-Asse), unterlag im Davis Cup in einem ausgeglichenen Match in vier Sätzen Nieminen, schlug in Peking Cilic (21:6-Asse), wohlgemerkt die 13. der Welt, gewann darauf einen Satz gegen F. Mayer (13:3-Asse). In Shanghai gewann Copil in der Quali gegen Ebden (16:2-Asse), schied dann allerdings gegen Petzschner aus. Dann ging es wieder indoor weiter, wo Copil in Stockholm die Quali überstand, im Hauptfeld del Bonis schlug und dann nur mit 4:6, 6:7 gegen die 12. der Welt, Nicolas Almagro, verlor, der aktuell immerhin im Achtelfinale der Australian Open steht. Selbst gegen Almagro gewann Copil die Assstatistik klar mit 15:5. Beim Challenger in Genf gewann Copil gegen Rosol (17:14-Asse), Kunitsyn (14:0-Asse) und Bohli (13:3-Asse), verlor dann gegen Gicquel (17:7-Asse) in drei Sätzen. Im letzten Turnier des Jahres dann nochmal zwei tolle Siege gegen Berankis (20:11-Asse) und Ignatik (20:9-Asse), ehe gegen Phau (13:5-Asse), den späteren Finalisten, in drei Sätzen Schluss war. Das zusammengefasst sind alles schon sehr gute Ergebnisse und noch bessere Aufschlagstatistiken, gegen Spieler, die größtenteils selber über einen sehr guten Aufschlag verfügen. 10 bzw. 15 Asse mehr als Almagro oder Cilic, das ist schon eine Hausnummer. Kann mir nicht vorstellen, dass Beck nach nur zwei absolvierten Matches hier eine Chance hat. Head to Head 1:1 zwischen den beiden, das einzige Match auf Hardcourt indoor ging aber mit 6:4, 6:4 an Copil, damals servierte der Rumäne 11:2-Asse, ließ keinen einzigen Breakball gegen sich zu und hatte auf der anderen Seite 13 Breakchancen. Damals war Beck allerdings noch die 153. im Ranking und Copil nur die 279. der Welt und gerade mal 20 Jahre alt. Seitdem eine entgegengesetzt Entwicklung der beiden Spieler + die lange Verletzungspause von Beck + keine Spielpraxis.
http://www.atpworldtour.com/Players/Head-To-Head.aspx?pId=CA99&oId=BA86
Zu Stebe gegen Ungur braucht man eigentlich nicht viele Worte verlieren, der Rumäne ist ein reiner Sandplatzspieler, der hier niemals mit Stebe mithalten kann. Stebe kann auf allen Belägen Tennis spielen und ist deutlich flexibler als Ungur, der eben nur typischen Sandplatztennis spielen kann. Ungur beispielsweise bei den US Open und jetzt auch bei den Australian Open jeweils glatt in drei Sätzen gegen Brands und Donskoy verloren, das sagt eigentlich schon alles.
http://www.atpworldtour.com/Players/Head-To-Head.aspx?pId=SK94&oId=U061