ATP Challenger 2011

ATP Eckental (GER), Teppich indoor

Di. 17:30 Ruben Bemelmans (BEL) - Robin Kern (GER)


Kern (1,87 m) ist gebürtiger Nürnberger, spielt hier also direkt vor seiner Haustür und gilt mit seinen gerade einmal 18 Jahren als großes deutsches Talent. Allerdings ist der Sprung von den Junioren zu den Profis nicht so einfach, was auch seine Resultate in diesem Jahr dokumentieren. In Stuttgart verlor Kern auf Sand gegen Fabio Fognini 4:6, 1:6 oder beispielsweise gegen einen Stefan Seifert mit 4:6, 3:6 auf Hardcourt, gegen den wiederum sein heutiger Gegner, Ruben Bemelmans aus Belgien, auch nur mit 7:6, 6:7, 6:3 beim Challengerturnier in Wolfsburg (Teppich) gewann. Bemelmans ist ein Spieler mit Licht und Schatten, er ist vorallem bei eigenem Aufschlag sehr stark, hat aber auch oft schwache Phasen in einem Match. Nicht nur von der Spielweise, sondern auch von den Ergebnissen und wie sich die Matches oftmals abspielen, erinnert mich der Linkshänder stark an den Spanier Feliciano Lopez. Denn sowohl Bemelmans, als auch Lopez, spielen sehr häufig knappe Matche und gewinnen diese dann noch in den wichtigen Situationen, oftmals auch erst im Tiebreak oder mit 7:5. Dieser Vergleich aber nur mal am Rande. Bemelmans ist hier heute sicher zurecht der klare Favorit, aber er ist wie eben beschrieben vom Naturell kein Spieler, der seinen Gegner mit 6:2, 6:2 vom Platz fegt und auf der anderen Seite wird der junge Deutsche hier in seiner Heimat hochmotiviert zu Werke gehn und es wird auch seites des Publikums, Freunde und Verwandte nicht an Unterstützung mangeln. Denke mit seinen 1,87 m Körpergröße ist er durchaus auch in der Lage sich bei eigenem Aufschlag im Spiel zu halten, zumal hier auch noch auf seinem Lieblingsbelag Teppich gespielt wird. Am Ende wird wohl Bemelmans gewinnen, weil er einfach über genügend Erfahrung und auch tennisspielerischer Klasse verfügt, aber es würde mich auch nicht wundern, wenn der Belgier zwischendurch mit dem jungen Deutschen ganz schön zu kämpfen hätte.

Bemelmans gewinnt 2:1 @ 4,50 (Bet365) 2/10
Mehr als 19,5 Games @ 1,90 (Bet365) 4/10
Bemelschwanz gewinnt 6:4, 6:2
 
ATP Challenger Charlottesville (USA), Hardcourt

Mi. auf Do. 00:00 Steve Johnson (USA) - Michael Russell (USA)


Johnson ist ein 21 jähriger US-Amerikaner, der Anfang 2010 noch nicht einmal unter den Top-1.000 geführt war, inzwischen konnte er sich aber bis auf Rang 405 spielen. Guccione, Matosevic, Kudla, Sock, Ball, Chardy ... sind auf diesem Niveau schon nicht so schlechte Spieler, die man alle erst einmal schlagen muß. Auch Satzgewinne gegen Dancevic, Muller, Zemlja, Bogomolov, Sweeting ... unterstreichen dies. Russell ist ein solider Hardcourtspieler, ohne große Stärken und Schwächen, der seine Spiele oftmals nur durch die Fehler seiner Gegner gewinnt, weil er es versteht, den Ball einfach nur irgendwie im Spiel zu halten. Johnson sicher mit mehr Talent als Russell, allerdings hat Russell natürlich mehr Erfahrung auf diesem Niveau. Russell ist kein Spieler, der seine Gegner vom Platz schießt, das kann er auch gar nicht, traue Johnson hier heute durchaus was zu, allerdings auch unwahrscheinlich, dass er hier deutlich gewinnt.

Mehr als 21,5 Spiele @ 1,72 (Bet365) 4/10
 
ATP Challenger Charlottesville (USA), Hardcourt

Mi. auf Do. 00:00 Steve Johnson (USA) - Michael Russell (USA)


Johnson ist ein 21 jähriger US-Amerikaner, der Anfang 2010 noch nicht einmal unter den Top-1.000 geführt war, inzwischen konnte er sich aber bis auf Rang 405 spielen. Guccione, Matosevic, Kudla, Sock, Ball, Chardy ... sind auf diesem Niveau schon nicht so schlechte Spieler, die man alle erst einmal schlagen muß. Auch Satzgewinne gegen Dancevic, Muller, Zemlja, Bogomolov, Sweeting ... unterstreichen dies. Russell ist ein solider Hardcourtspieler, ohne große Stärken und Schwächen, der seine Spiele oftmals nur durch die Fehler seiner Gegner gewinnt, weil er es versteht, den Ball einfach nur irgendwie im Spiel zu halten. Johnson sicher mit mehr Talent als Russell, allerdings hat Russell natürlich mehr Erfahrung auf diesem Niveau. Russell ist kein Spieler, der seine Gegner vom Platz schießt, das kann er auch gar nicht, traue Johnson hier heute durchaus was zu, allerdings auch unwahrscheinlich, dass er hier deutlich gewinnt.

Mehr als 21,5 Spiele @ 1,72 (Bet365) 4/10
Russell gewinnt 7:6, 6:7, 6:4 (= 36 Spiele)
 
ATP Eckental (GER), Teppich

Fr. 17:30 Ruben Bemelmans (BEL) - Daniel Brands (GER)


Hab beide Spieler gestern vor Ort gesehn, Brands gegen Jaziri, bis der Tunesier Anfang des dritten Satzes aufgegeben hat und Bemelmans gegen Petzschner, bis Mitte des zweiten Satzes.

Brands hätte gegen Jaziri ziemlich sicher verloren, wenn der Tunesier nicht aufeinmal andere Pläne im Sinn gehabt hätte. Absichtliche Doppelfehler, auffällig viele unreturnierte Aufschläge von Brands und einer Verletzung aus heiterem Himmel. Das ging definitiv nicht mit rechten Dingen zu und es sagt eigentlich schon alles, wenn sogar das ältere Publikum in der Halle nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat. Normal gehört so ein Spieler aus der Halle gepfiffen, aber das entspricht leider nicht den Gepflogenheiten eines Tennispublikums.

Bemelmans gegen Brands war das Spiel im Anschluss, man merkte schon, dass sich hier zwei Davis Cup-Spieler gegenüberstehen, denn das Match war von der Qualität schon um einiges besser. Bemelmans war nicht schlecht, aber was Petzschner gespielt hat, wenn der Ball im Spiel war, war für Challengerverhältnisse einfach nur unmenschlich. Leider konnte ich des Match nur zur Hälfte sehn, aber ich war mir sicher, dass Petzschner das in zwei Sätzen gewinnen würde. Keine Ahnung ob Petzschner dann eingebrochen ist und Bemelmans sich gesteigert hat, aber die Aufschlagleistung des Belgiers war rein statistisch gesehn in den Sätzen 2 und 3 überragend, denn hier lies Bemelmans in 10 Aufschlagspielen lediglich einen Breakball zu, welchen er leider aus seiner Sicht nicht abwehren konnte.

Bemelmans, wenn man jetzt mal den ersten Satz gegen Petzschner ausnimmt, zuletzt sowieso überragend bei eigenem Service. In der Quali vergangene Woche in Wien gab der Belgier kein einziges Mal seinen Aufschlag ab und lies in 36 Aufschlagspielen nur 5 Breakbälle zu, welche er dementsprechend alle abwehren konnte. Das immerhin gegen Klizan, der sich diese Woche über die Quali (Brugues-Davi und Ramos-Vinolas geschlagen) für das Hauptfeld in Valencia qualifizieren konnte und sich dort erst Kevin Anderson geschlagen geben mußte, Michal Przysiezny, einem soliden Challengerspieler auf Hardcourt und seinen heutigen Gegner, Daniel Brands, gegen den er leider beide Tiebreaks verlor.

Brands hat letzte Woche in Wien auch sehr stark serviert und sogar das Halbfinale erreicht, aber wie bereits erwähnt, zweifle ich es an, dass er unter normalen Umständen hier im Viertelfinale stehen würde, deswegen will ich seine 25 Asse heute gegen Jaziri auch nicht überbewerten, denn ich hab mit eigenen Augen gesehn, dass Jaziri irgendwas daran gehindert hat, hier ab dem zweiten Satz sein bestes Tennis zu spielen und ich bezweifle ganz stark, dass es eine Verletzung war. Jedenfalls hatte sogar dieser Jaziri im ersten Satz spielerische Vorteile, vorallem mit dem flachen Slice kam Brands oftmals gar nicht zurecht.

Den angesprochenen Slice spielt der Belgier auch sehr gerne und es wird im sicherlich nicht entgangen sein, dass Brands diesen Schlag nicht sonderlich mag. Bemelmans für mich der variablere Tennisspieler, der mit Spin, Slice, Winkel, Tempowechsel, Netzangriffen ... so ziemlich alles drauf hat, im Gegensatz zu Brands, der eigentlich nur aufschlagen und mit seiner Vorhand draufhaun kann, aber selbst die ist keine Waffe wenn man ihn bewegt. Rückhand absolut unterdurchschnittlich, sogar auf diesem Niveau.

Head to Head steht es zwischen beiden 1:1, einmal auf Rasen, 2009 in Wimbledon gewann Bemelmans 6:3, 7:6 und wie gesagt vor ein paar Tagen in Wien behielt Brands mit 7:6, 2:6, 7:6 die Oberhand. Der Deutsche konnte den Belgier in Wien kein einziges Mal breaken und noch einmal wird Bemelmans gegen Brands sicherlich nicht zwei Tiebreaks in einem Match verlieren.

Bemelmans @ 2,00 (Bet365) 6/10
 
ATP Eckental (GER), Teppich

Fr. 17:30 Ruben Bemelmans (BEL) - Daniel Brands (GER)


Hab beide Spieler gestern vor Ort gesehn, Brands gegen Jaziri, bis der Tunesier Anfang des dritten Satzes aufgegeben hat und Bemelmans gegen Petzschner, bis Mitte des zweiten Satzes.

Brands hätte gegen Jaziri ziemlich sicher verloren, wenn der Tunesier nicht aufeinmal andere Pläne im Sinn gehabt hätte. Absichtliche Doppelfehler, auffällig viele unreturnierte Aufschläge von Brands und einer Verletzung aus heiterem Himmel. Das ging definitiv nicht mit rechten Dingen zu und es sagt eigentlich schon alles, wenn sogar das ältere Publikum in der Halle nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat. Normal gehört so ein Spieler aus der Halle gepfiffen, aber das entspricht leider nicht den Gepflogenheiten eines Tennispublikums.

Bemelmans gegen Brands war das Spiel im Anschluss, man merkte schon, dass sich hier zwei Davis Cup-Spieler gegenüberstehen, denn das Match war von der Qualität schon um einiges besser. Bemelmans war nicht schlecht, aber was Petzschner gespielt hat, wenn der Ball im Spiel war, war für Challengerverhältnisse einfach nur unmenschlich. Leider konnte ich des Match nur zur Hälfte sehn, aber ich war mir sicher, dass Petzschner das in zwei Sätzen gewinnen würde. Keine Ahnung ob Petzschner dann eingebrochen ist und Bemelmans sich gesteigert hat, aber die Aufschlagleistung des Belgiers war rein statistisch gesehn in den Sätzen 2 und 3 überragend, denn hier lies Bemelmans in 10 Aufschlagspielen lediglich einen Breakball zu, welchen er leider aus seiner Sicht nicht abwehren konnte.

Bemelmans, wenn man jetzt mal den ersten Satz gegen Petzschner ausnimmt, zuletzt sowieso überragend bei eigenem Service. In der Quali vergangene Woche in Wien gab der Belgier kein einziges Mal seinen Aufschlag ab und lies in 36 Aufschlagspielen nur 5 Breakbälle zu, welche er dementsprechend alle abwehren konnte. Das immerhin gegen Klizan, der sich diese Woche über die Quali (Brugues-Davi und Ramos-Vinolas geschlagen) für das Hauptfeld in Valencia qualifizieren konnte und sich dort erst Kevin Anderson geschlagen geben mußte, Michal Przysiezny, einem soliden Challengerspieler auf Hardcourt und seinen heutigen Gegner, Daniel Brands, gegen den er leider beide Tiebreaks verlor.

Brands hat letzte Woche in Wien auch sehr stark serviert und sogar das Halbfinale erreicht, aber wie bereits erwähnt, zweifle ich es an, dass er unter normalen Umständen hier im Viertelfinale stehen würde, deswegen will ich seine 25 Asse heute gegen Jaziri auch nicht überbewerten, denn ich hab mit eigenen Augen gesehn, dass Jaziri irgendwas daran gehindert hat, hier ab dem zweiten Satz sein bestes Tennis zu spielen und ich bezweifle ganz stark, dass es eine Verletzung war. Jedenfalls hatte sogar dieser Jaziri im ersten Satz spielerische Vorteile, vorallem mit dem flachen Slice kam Brands oftmals gar nicht zurecht.

Den angesprochenen Slice spielt der Belgier auch sehr gerne und es wird im sicherlich nicht entgangen sein, dass Brands diesen Schlag nicht sonderlich mag. Bemelmans für mich der variablere Tennisspieler, der mit Spin, Slice, Winkel, Tempowechsel, Netzangriffen ... so ziemlich alles drauf hat, im Gegensatz zu Brands, der eigentlich nur aufschlagen und mit seiner Vorhand draufhaun kann, aber selbst die ist keine Waffe wenn man ihn bewegt. Rückhand absolut unterdurchschnittlich, sogar auf diesem Niveau.

Head to Head steht es zwischen beiden 1:1, einmal auf Rasen, 2009 in Wimbledon gewann Bemelmans 6:3, 7:6 und wie gesagt vor ein paar Tagen in Wien behielt Brands mit 7:6, 2:6, 7:6 die Oberhand. Der Deutsche konnte den Belgier in Wien kein einziges Mal breaken und noch einmal wird Bemelmans gegen Brands sicherlich nicht zwei Tiebreaks in einem Match verlieren.

Bemelmans @ 2,00 (Bet365) 6/10


Sehr interessanter Beitrag und Top Analyse. Normal stützen sich die meisten Tipps hier ja nur auf Fakten, wem welcher Belag besser liegt, wer besser in Form ist etc. und oftmals sind es wirklich reine Spekulationswetten, die den Buchmachern voll in die Karten spielen.

Die Analyse deckt sich hier aber auch voll und ganz mit meinen eigenen Eindrücken, dass Bemelmans der klar bessere Spieler ist, der vor allem das variablere Spiel hat mit dem eben beschriebenen Slice, guten variablen Aufschlägen, guter Beinarbeit. Könnte mir durchaus vorstellen, dass Bemelmans im nächsten Jahr nen gewaltigen Sprung nach vorne macht.
Auf der anderen Seite Brands, der spielerisch sehr limitiert ist, und hauptsächlich von seinem Serve lebt. Auch die Rückhandschwäche und die auf Tour Level erbärmliche Beinarbeit sprechen für sich. Sicher kann man die Beinarbeit auf die Größe und das Gewicht von Brands zurückführen, aber Spieler wie Cilic, Del Potro (auch groß, wenn auch etwas dünner, bewegen sich aber beide um Welten besser) oder auch ein Berrer (noch schwerer als Brands) bewegen sich hier deutlich fliligraner und schneller.

Und auch das Ergebnis von Wien spricht Bände. Bemelmans mit einem klaren Satz und zwei Mal Pech.

Sicher kann auch Brands Bemelmans nochmals schlagen, wenn er sehr gut serviert und etwas Glück beim Aufschlag des Belgiers hat, aber diesen als Außenseiter zu sehen halte ich doch für vermessen. Werde selbst jedenfalls ordentlich auf den Belgier setzen.
 
Sehr interessanter Beitrag und Top Analyse. Normal stützen sich die meisten Tipps hier ja nur auf Fakten, wem welcher Belag besser liegt, wer besser in Form ist etc. und oftmals sind es wirklich reine Spekulationswetten, die den Buchmachern voll in die Karten spielen.

Die Analyse deckt sich hier aber auch voll und ganz mit meinen eigenen Eindrücken, dass Bemelmans der klar bessere Spieler ist, der vor allem das variablere Spiel hat mit dem eben beschriebenen Slice, guten variablen Aufschlägen, guter Beinarbeit. Könnte mir durchaus vorstellen, dass Bemelmans im nächsten Jahr nen gewaltigen Sprung nach vorne macht.
Auf der anderen Seite Brands, der spielerisch sehr limitiert ist, und hauptsächlich von seinem Serve lebt. Auch die Rückhandschwäche und die auf Tour Level erbärmliche Beinarbeit sprechen für sich. Sicher kann man die Beinarbeit auf die Größe und das Gewicht von Brands zurückführen, aber Spieler wie Cilic, Del Potro (auch groß, wenn auch etwas dünner, bewegen sich aber beide um Welten besser) oder auch ein Berrer (noch schwerer als Brands) bewegen sich hier deutlich fliligraner und schneller.

Und auch das Ergebnis von Wien spricht Bände. Bemelmans mit einem klaren Satz und zwei Mal Pech.

Sicher kann auch Brands Bemelmans nochmals schlagen, wenn er sehr gut serviert und etwas Glück beim Aufschlag des Belgiers hat, aber diesen als Außenseiter zu sehen halte ich doch für vermessen. Werde selbst jedenfalls ordentlich auf den Belgier setzen.


Brands verliert 5:7, 4:6. Nur elf Punkte für Bemelmans bei Service Brands in elf Service Games. Ganz klar zu wenig.
 
ATP Eckental (GER), Teppich

Fr. 17:30 Ruben Bemelmans (BEL) - Daniel Brands (GER)


Hab beide Spieler gestern vor Ort gesehn, Brands gegen Jaziri, bis der Tunesier Anfang des dritten Satzes aufgegeben hat und Bemelmans gegen Petzschner, bis Mitte des zweiten Satzes.

Brands hätte gegen Jaziri ziemlich sicher verloren, wenn der Tunesier nicht aufeinmal andere Pläne im Sinn gehabt hätte. Absichtliche Doppelfehler, auffällig viele unreturnierte Aufschläge von Brands und einer Verletzung aus heiterem Himmel. Das ging definitiv nicht mit rechten Dingen zu und es sagt eigentlich schon alles, wenn sogar das ältere Publikum in der Halle nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat. Normal gehört so ein Spieler aus der Halle gepfiffen, aber das entspricht leider nicht den Gepflogenheiten eines Tennispublikums.

Bemelmans gegen Brands war das Spiel im Anschluss, man merkte schon, dass sich hier zwei Davis Cup-Spieler gegenüberstehen, denn das Match war von der Qualität schon um einiges besser. Bemelmans war nicht schlecht, aber was Petzschner gespielt hat, wenn der Ball im Spiel war, war für Challengerverhältnisse einfach nur unmenschlich. Leider konnte ich des Match nur zur Hälfte sehn, aber ich war mir sicher, dass Petzschner das in zwei Sätzen gewinnen würde. Keine Ahnung ob Petzschner dann eingebrochen ist und Bemelmans sich gesteigert hat, aber die Aufschlagleistung des Belgiers war rein statistisch gesehn in den Sätzen 2 und 3 überragend, denn hier lies Bemelmans in 10 Aufschlagspielen lediglich einen Breakball zu, welchen er leider aus seiner Sicht nicht abwehren konnte.

Bemelmans, wenn man jetzt mal den ersten Satz gegen Petzschner ausnimmt, zuletzt sowieso überragend bei eigenem Service. In der Quali vergangene Woche in Wien gab der Belgier kein einziges Mal seinen Aufschlag ab und lies in 36 Aufschlagspielen nur 5 Breakbälle zu, welche er dementsprechend alle abwehren konnte. Das immerhin gegen Klizan, der sich diese Woche über die Quali (Brugues-Davi und Ramos-Vinolas geschlagen) für das Hauptfeld in Valencia qualifizieren konnte und sich dort erst Kevin Anderson geschlagen geben mußte, Michal Przysiezny, einem soliden Challengerspieler auf Hardcourt und seinen heutigen Gegner, Daniel Brands, gegen den er leider beide Tiebreaks verlor.

Brands hat letzte Woche in Wien auch sehr stark serviert und sogar das Halbfinale erreicht, aber wie bereits erwähnt, zweifle ich es an, dass er unter normalen Umständen hier im Viertelfinale stehen würde, deswegen will ich seine 25 Asse heute gegen Jaziri auch nicht überbewerten, denn ich hab mit eigenen Augen gesehn, dass Jaziri irgendwas daran gehindert hat, hier ab dem zweiten Satz sein bestes Tennis zu spielen und ich bezweifle ganz stark, dass es eine Verletzung war. Jedenfalls hatte sogar dieser Jaziri im ersten Satz spielerische Vorteile, vorallem mit dem flachen Slice kam Brands oftmals gar nicht zurecht.

Den angesprochenen Slice spielt der Belgier auch sehr gerne und es wird im sicherlich nicht entgangen sein, dass Brands diesen Schlag nicht sonderlich mag. Bemelmans für mich der variablere Tennisspieler, der mit Spin, Slice, Winkel, Tempowechsel, Netzangriffen ... so ziemlich alles drauf hat, im Gegensatz zu Brands, der eigentlich nur aufschlagen und mit seiner Vorhand draufhaun kann, aber selbst die ist keine Waffe wenn man ihn bewegt. Rückhand absolut unterdurchschnittlich, sogar auf diesem Niveau.

Head to Head steht es zwischen beiden 1:1, einmal auf Rasen, 2009 in Wimbledon gewann Bemelmans 6:3, 7:6 und wie gesagt vor ein paar Tagen in Wien behielt Brands mit 7:6, 2:6, 7:6 die Oberhand. Der Deutsche konnte den Belgier in Wien kein einziges Mal breaken und noch einmal wird Bemelmans gegen Brands sicherlich nicht zwei Tiebreaks in einem Match verlieren.

Bemelmans @ 2,00 (Bet365) 6/10
Bemelschwanz verliert 5:7, 4:6
 
Moin,

ganz spontan noch, daher in absoluter Kurzfassung.

14:00 Uhr

Karol Beck - Rajeev Ram

Ram führt das H2H gegen Beck mit 3-1 an, gewann die letzten 3 Spiele. Er konnte hier mit Sousa, Soeda, Brown und A. Beck meiner Meinung nach die deutlich besseren Spieler als sein heutiger Gegner Beck ausschalten (Przysiezny, Zverev, Krawietz, Brands). Karol Beck hat diverse mal seinen Aufschlag abgegeben, serviert nicht konstant. Hätte Brands sich nicht dumm angestellt, wäre Beck hier vielleicht gar nicht im Finale (Brands führte im 1. und im 2. Satz jeweils mit 4-2, um dann in beiden Sätzen noch 4 Spiele hintereinander zu vergeigen). Ram einer der "Brutalos" auf der Tour, lebt vom Aufschlag und ist generell ein eher aggressiver Spielertyp. Die Quoten sind für mich ziemlich witzig, denn alles ab @2 muss man eigentlich probieren.

Rajeev Ram @ 2.36 6/10 (betsson)
 
Moin,

ganz spontan noch, daher in absoluter Kurzfassung.

14:00 Uhr

Karol Beck - Rajeev Ram

Ram führt das H2H gegen Beck mit 3-1 an, gewann die letzten 3 Spiele. Er konnte hier mit Sousa, Soeda, Brown und A. Beck meiner Meinung nach die deutlich besseren Spieler als sein heutiger Gegner Beck ausschalten (Przysiezny, Zverev, Krawietz, Brands). Karol Beck hat diverse mal seinen Aufschlag abgegeben, serviert nicht konstant. Hätte Brands sich nicht dumm angestellt, wäre Beck hier vielleicht gar nicht im Finale (Brands führte im 1. und im 2. Satz jeweils mit 4-2, um dann in beiden Sätzen noch 4 Spiele hintereinander zu vergeigen). Ram einer der "Brutalos" auf der Tour, lebt vom Aufschlag und ist generell ein eher aggressiver Spielertyp. Die Quoten sind für mich ziemlich witzig, denn alles ab @2 muss man eigentlich probieren.

Rajeev Ram @ 2.36 6/10 (betsson)

The easy one. ;)

Ram gewinnt 6-4, 6-2!
 
ATP Genf (SUI), Hardcourt indoor - Qualifikation

Mo. 11:00 Ivan Nedelko (RUS) - Albano Olivetti (FRA)


25 Jahre alter Russe (390, Karrierehöchstplatzierung 389) gegen einen 19 jährigen Franzosen (452, Karrierehöchstplatzierung 438). Nedelko durfte zuletzt, mit einer Wild Card ausgestattet, in St. Petersburg (RUS), ebenfalls auf Hardcourt indoor, gegen Sandplatzspieler Potito Starace (53) spielen und gewann dort gegen den Italiener nur ein einziges Game. Selbst über seinen eigenen Aufschlag gelangen ihm nur lediglich 7 Punktgewinne, was einem unterirdischen Wert von gerade einmal 25 % entspricht. Hab zwar beide Spieler noch nicht spielen gesehn, aber alleine schon der Altersunterschied und die identische Weltranglistenposition lassen davon ausgehen, dass der Franzose weit aus mehr Potential besitzt. Auffällig bei Olivetti, dass er in allen seinen Spielen in seiner Karriere bisher, zu denen eine Statistik verfügbar ist, immer weit mehr Asse als sein jeweiliger Gegner serviert hat und da waren zum Teil schon ein paar gute Namen dabei. 27:12-Asse gegen Reynolds (119, Karrierehöchstplatzierung 63), dem er nur mit 6:7, 6:7 unterlegen war, oder auch deren 25:4-Asse gegen Gabashvili (137, Karrierehöchstplatzierung 57), dem er sich auch nur zweimal im Tiebreak geschlagen geben mußte, sind schon gewaltige Werte und das gegen Spieler, die schon mal unter den Top-100 standen. Selbst auf Sand, in der Quali bei den French Open, servierte Olivetti gegen Julia Silva (190) 24:4-Asse. Auch vergangene Woche in Eckental waren es gegen den Österreicher Oswald (263) deren 28 direkte Aufschlagpunkte seinerseits. Desweiteren verlor Olivetti nur denkbar knapp (6:7, 6:7) gegen Brugues-Davi, der sich in diesem Jahr immerhin bis auf Rang 135 in der Weltrangliste nach vorne spielen konnte, oder auch das 6:7, 6:4, 6:7 gegen den aufstrebenden Kanadier Pospisil (aktuell 120) zeigt, dass Olivetti durchaus das Zeug zu mehr hat und da dürfte dieser Nedelko heute eigentlich keine große Hürde darstellen, zumal der Russe hier in der Quali schon gegen die 1.004 der Weltrangliste über drei Sätze gehn mußte und selbst gegen solch einen Gegner 12 Breakbälle zulies und dreimal sein Service abgab. Olivetti zwar gegen die 805 auch nur mit 7:6, 7:6 gewonnen und zweimal seinen Aufschlag abgegeben, aber ich bezweifle ganz stark, dass Nedelko es mit seinem "Aufschlag" überhaupt bis in einen Tiebreak schafft und selbst wenn, dann hätte Olivetti hier immer noch einen Vorteil, aufgrund eben seines viel besseren Aufschlags und der kann auf diesem Niveau Gold wert sein, siehe nur, wie beispielsweise dieser Daniel Brands auf der Challengertour seine Spiele gewinnt.

Olivetti 2:0 @ 2,10 (Bet365) 7/10
 
Zuletzt bearbeitet:
ATP Genf (SUI), Hardcourt indoor - Qualifikation

Mo. 11:00 Ivan Nedelko (RUS) - Albano Olivetti (FRA)


25 Jahre alter Russe (390, Karrierehöchstplatzierung 389) gegen einen 19 jährigen Franzosen (452, Karrierehöchstplatzierung 438). Nedelko durfte zuletzt, mit einer Wild Card ausgestattet, in St. Petersburg (RUS), ebenfalls auf Hardcourt indoor, gegen Sandplatzspieler Potito Starace (53) spielen und gewann dort gegen den Italiener nur ein einziges Game. Selbst über seinen eigenen Aufschlag gelangen ihm nur lediglich 7 Punktgewinne, was einem unterirdischen Wert von gerade einmal 25 % entspricht. Hab zwar beide Spieler noch nicht spielen gesehn, aber alleine schon der Altersunterschied und die identische Weltranglistenposition lassen davon ausgehen, dass der Franzose weit aus mehr Potential besitzt. Auffällig bei Olivetti, dass er in allen seinen Spielen in seiner Karriere bisher, zu denen eine Statistik verfügbar ist, immer weit mehr Asse als sein jeweiliger Gegner serviert hat und da waren zum Teil schon ein paar gute Namen dabei. 27:12-Asse gegen Reynolds (119, Karrierehöchstplatzierung 63), dem er nur mit 6:7, 6:7 unterlegen war, oder auch deren 25:4-Asse gegen Gabashvili (137, Karrierehöchstplatzierung 57), dem er sich auch nur zweimal im Tiebreak geschlagen geben mußte, sind schon gewaltige Werte und das gegen Spieler, die schon mal unter den Top-100 standen. Selbst auf Sand, in der Quali bei den French Open, servierte Olivetti gegen Julia Silva (190) 24:4-Asse. Auch vergangene Woche in Eckental waren es gegen den Österreicher Oswald (263) deren 28 direkte Aufschlagpunkte seinerseits. Desweiteren verlor Olivetti nur denkbar knapp (6:7, 6:7) gegen Brugues-Davi, der sich in diesem Jahr immerhin bis auf Rang 135 in der Weltrangliste nach vorne spielen konnte, oder auch das 6:7, 6:4, 6:7 gegen den aufstrebenden Kanadier Pospisil (aktuell 120) zeigt, dass Olivetti durchaus das Zeug zu mehr hat und da dürfte dieser Nedelko heute eigentlich keine große Hürde darstellen, zumal der Russe hier in der Quali schon gegen die 1.004 der Weltrangliste über drei Sätze gehn mußte und selbst gegen solch einen Gegner 12 Breakbälle zulies und dreimal sein Service abgab. Olivetti zwar gegen die 805 auch nur mit 7:6, 7:6 gewonnen und zweimal seinen Aufschlag abgegeben, aber ich bezweifle ganz stark, dass Nedelko es mit seinem "Aufschlag" überhaupt bis in einen Tiebreak schafft und selbst wenn, dann hätte Olivetti hier immer noch einen Vorteil, aufgrund eben seines viel besseren Aufschlags und der kann auf diesem Niveau Gold wert sein, siehe nur, wie beispielsweise dieser Daniel Brands auf der Challengertour seine Spiele gewinnt.

Olivetti 2:0 @ 2,10 (Bet365) 7/10
Olivetti gewinnt 7:6, 7:5
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Mo. 19:30 Matteo Trevisian (ITA) - Marius Copil (ROU)

Trevisian (22 Jahre, aktuell 423, Karrierehöchstplatzierung 267) ist ein reiner Sandplatzspieler, der hier nur am Start ist, weil in seiner italienischen Heimat gespielt wird. In seiner gesamten Karriere hat der Italiener genau ein einziges Tennisspiel auf einem anderen Belag außer Sand gewonnen und das war damals gegen einen 16 jährigen Landsmann, der wiederum bisher nur ein einziges Tennisspiel überhaupt erst gewinnen konnte und das gegen einen Gegner, den es sich nicht lohnt zu erwähnen. Denke das sagt alles.

Copil (21 Jahre, aktuell 226, Karrierehöchstplatzierung 204) ist mit seinen 1,93 m Körpergröße ein aufschlagstarker Spieler, der auch auf schnelleren Belägen spielen kann und in diesem Jahr sogar schon ein Challengerturnier in Kazan (RUS) auf Hardcourt gewinnen konnte. Leute wie Kudryavtsev, Stadler, Meffert, A. Beck, Yani, Bachinger, Stebe ... hat er dieses Jahr alle schon geschlagen und auch bei seinen Niederlagen gegen Lacko, Nieminen, Haas und zuletzt Brown hielt der Rumäne gut mit. Auch bei den einzelnen Aufschlagstatistiken, speziell bei den Assen, war Copil immer gut dabei.

Copil steht nicht nur 200 Plätze besser da als Trevisian, sondern auch der Belag kommt ihm im Vergleich mit seinem Gegner klar entgegen. Dazu hat der Rumäne auch noch den viel besseren Aufschlag und wenn er seine zuletzt gezeigten Leistungen gegen Bachinger, Stebe, Nieminen und Haas bestätigen kann, dann sehe ich hier heute Abend null Chance für den Italiener, wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Break sollte pro Satz drin sein.

Weniger als 19,5 Games @ 2,00 (Bet365) 4/10
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Mo. 19:30 Matteo Trevisian (ITA) - Marius Copil (ROU)

Trevisian (22 Jahre, aktuell 423, Karrierehöchstplatzierung 267) ist ein reiner Sandplatzspieler, der hier nur am Start ist, weil in seiner italienischen Heimat gespielt wird. In seiner gesamten Karriere hat der Italiener genau ein einziges Tennisspiel auf einem anderen Belag außer Sand gewonnen und das war damals gegen einen 16 jährigen Landsmann, der wiederum bisher nur ein einziges Tennisspiel überhaupt erst gewinnen konnte und das gegen einen Gegner, den es sich nicht lohnt zu erwähnen. Denke das sagt alles.

Copil (21 Jahre, aktuell 226, Karrierehöchstplatzierung 204) ist mit seinen 1,93 m Körpergröße ein aufschlagstarker Spieler, der auch auf schnelleren Belägen spielen kann und in diesem Jahr sogar schon ein Challengerturnier in Kazan (RUS) auf Hardcourt gewinnen konnte. Leute wie Kudryavtsev, Stadler, Meffert, A. Beck, Yani, Bachinger, Stebe ... hat er dieses Jahr alle schon geschlagen und auch bei seinen Niederlagen gegen Lacko, Nieminen, Haas und zuletzt Brown hielt der Rumäne gut mit. Auch bei den einzelnen Aufschlagstatistiken, speziell bei den Assen, war Copil immer gut dabei.

Copil steht nicht nur 200 Plätze besser da als Trevisian, sondern auch der Belag kommt ihm im Vergleich mit seinem Gegner klar entgegen. Dazu hat der Rumäne auch noch den viel besseren Aufschlag und wenn er seine zuletzt gezeigten Leistungen gegen Bachinger, Stebe, Nieminen und Haas bestätigen kann, dann sehe ich hier heute Abend null Chance für den Italiener, wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Break sollte pro Satz drin sein.

Weniger als 19,5 Games @ 2,00 (Bet365) 4/10
Copil gewinnt 6:3, 6:2 (= 17 Games)
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Di. 11:30 Claudio Grassi (ITA) - Philipp Oswald (AUT)


Grassi (26 Jahre, aktuell 430, Karrierehöchstplatzierung 300) gegen Oswald (25 Jahre, aktuell 277, Karrierehöchstplatzierung 206) treffen binnen weniger Wochen das zweite Mal in ihrer Karriere aufeinander. Vor ca. acht Wochen gewann Oswald klar mit 6:4, 6:2 bei einem Futureturnier in Italien auf Hardcourt.

Seitdem spielt der aufschlagstarke österreichische Doppelspezialist richtig gutes Tennis, denn er erreichte seit dem Match gegen seinen heutigen Gegner vier Futurefinals in Serie, wovon er drei für sich entscheiden konnte. Auch vergangene Woche, beim Challengerturnier in Eckental auf Teppich, konnte Oswald zwei Qualifikationsrunden siegreich gestalten, ehe er sich dem deutschen Andre Begemann geschlagen geben mußte. Als Lucky Loser bekam Oswald trotzdem einen Platz im Haupfeld und verlor dort in zwei Sätzen, mit jeweils einem Break, gegen den späteren Halbfinalisten Daniel Brands, der die Woche zuvor auch beim ATP-Turnier in Wien schon im Halbfinale stand. Gegen den aufschlagstarken Deutschen servierte der Österreicher sogar ein Ass (14:13) mehr als sein Gegner und auch in der Qualifikation kam Oswald in der Summe auf 44 Asse. Zusammengefasst gab Oswald während seiner vier Spiele in Eckental nur vier Mal seinen Aufschlag ab und das in neun gespielten Sätzen.

Dieser Grassi sagt mir eigentlich gar nichts und selbst wenn ich mir seine Leistungsdaten aus diesem Jahr, dem erfolgreichsten seiner Karriere, anschau, finde ich da keine Ergebnisse, die auch nur ansatzweise mit den Erfolgen des Österreichers vergleichbar sind. Das frische Head to Head der beiden gegeneinander, welches ganz klar für Oswald spricht, die aktuelle Form des Österreichers mit vier Finalteilnahmen am Stück plus das Erreichen des Hauptfeldes in Eckental und dazu noch seine Aufschlagstärke gepaart mit seinen Möglichkeiten am Netz, wovon ich bei einem potentiellen Top-100 Doppelspieler (aktuell 140, Karrierehöchstplatzierung 81) jetzt einfach mal ausgehe, lassen hier eigentlich kein anderes Ergebnis zu, als dass sich der Österreicher erneut klar durchsetzen wird.

Oswald @ 1,52 (Bwin) 8/10
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Di. 14:30 Mikhail Elgin (RUS) - Adrian Ungur (ROU)


Elgin (30 Jahre, aktuell 581, Karrierehöchstplatzierung 123) ist im Einzel weit in der Weltrangliste abgerutscht, was in erster Linie daran liegt, dass er sein Hauptaugenmerk inzwischen mehr auf die Doppelkonkurenz legt und das sogar recht erfolgreich. Alleine in diesem Jahr erreichte Elgin, größtenteils mit seinem russischen Landsmann Alexander Kudryavtsev, 14 Mal mindestens das Halbfinale bei einer Doppelkonkurenz, wovon sie acht Finals spielten und sich fünf Titel sichern konnten. Im Einzel spielt Elgin in diesem Jahr dementsprechend mit weniger Erfolg, aber zuletzt konnte er immerhin gegen Top-100 Spieler Michael Berrer und auch gegen den aktuellen Turniersieger vom Challengerturnier in Eckental Rajeev Ram jeweils einen Satz gewinnen. Hier spielte sich Elgin durch die Quali und stand somit schon dreimal auf dem Court, wenn auch nur gegen unterklassige Gegner, wo er lediglich zweimal seinen Aufschlag abgeben mußte und das in immerhin 37 Aufschlagspielen.

Ungur (26 Jahre, aktuell 116, Karrierehöchstplatzierung 113) ist ein reiner Sandplatzspieler, der meiner Meinung auch nur soweit vorne in der Weltrangliste geführt ist, weil er die größte Zeit in Italien verbringt und dort fast jede Woche ein Challengerturnier auf Sand stattfindet, wo sich die üblichen Kandidaten Weltranglistenpunkte, Preisgelder plus Wettgewinne gegenseitig zuschieben. Das hat weniger was mit tatsächlicher sportlicher Leistung zu tun, denn wenn diese Spieler ihren Weltranglistenpositionen gerecht werden würden, dann würden sie es ja auch mal bei kleineren ATP-Turnieren versuchen. Dort ist aber anscheinend nicht soviel Geld zu verdienen wie mit diesen Gaunereien. Alleine auf der Challengertour spielte Ungur 250 Mal auf Sand und nur 23 Mal auf einem anderen Belag, das sind nicht einmal 10 %. Auch auf der Futuretour spricht das Verhältnis von 122:7 (Spiele auf Sand/Hardcourt+Teppich) eine klare Sprache. Auch seine elf Turniersiege feierte Ungur alle auf Sand.

Der Belag spricht ganz klar für den Russen, die aktuelle Form im Einzel dafür für den Rumänen, allerdings halt nur auf Sand, und wenn man dann noch sieht, dass Elgin hier schon drei Spiele in der Quali gewinnen konnte, dann kann ich es nicht ganz nachvollziehen, wie man Ungur hier sogar favorisieren kann. Denke hier wird ziemlich stark nach Weltrangliste quotiert, was aber nichts bedeuten muß, siehe gestern erst Schukin vs. Sadecky, wo der Schweizer auch weit hinter dem Kasachischen Sandplatzspieler in der Weltrangliste stand und seinem zuerst favorisierten Gegner keine Chance lies. Wenn Elgin weiterhin so gut serviert wie in der Qualifikation, dann wird er hier auch den Platz als Sieger verlassen.

Elgin @ 2,10 (Bwin) 3/10
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Di. 11:30 Claudio Grassi (ITA) - Philipp Oswald (AUT)


Grassi (26 Jahre, aktuell 430, Karrierehöchstplatzierung 300) gegen Oswald (25 Jahre, aktuell 277, Karrierehöchstplatzierung 206) treffen binnen weniger Wochen das zweite Mal in ihrer Karriere aufeinander. Vor ca. acht Wochen gewann Oswald klar mit 6:4, 6:2 bei einem Futureturnier in Italien auf Hardcourt.

Seitdem spielt der aufschlagstarke österreichische Doppelspezialist richtig gutes Tennis, denn er erreichte seit dem Match gegen seinen heutigen Gegner vier Futurefinals in Serie, wovon er drei für sich entscheiden konnte. Auch vergangene Woche, beim Challengerturnier in Eckental auf Teppich, konnte Oswald zwei Qualifikationsrunden siegreich gestalten, ehe er sich dem deutschen Andre Begemann geschlagen geben mußte. Als Lucky Loser bekam Oswald trotzdem einen Platz im Haupfeld und verlor dort in zwei Sätzen, mit jeweils einem Break, gegen den späteren Halbfinalisten Daniel Brands, der die Woche zuvor auch beim ATP-Turnier in Wien schon im Halbfinale stand. Gegen den aufschlagstarken Deutschen servierte der Österreicher sogar ein Ass (14:13) mehr als sein Gegner und auch in der Qualifikation kam Oswald in der Summe auf 44 Asse. Zusammengefasst gab Oswald während seiner vier Spiele in Eckental nur vier Mal seinen Aufschlag ab und das in neun gespielten Sätzen.

Dieser Grassi sagt mir eigentlich gar nichts und selbst wenn ich mir seine Leistungsdaten aus diesem Jahr, dem erfolgreichsten seiner Karriere, anschau, finde ich da keine Ergebnisse, die auch nur ansatzweise mit den Erfolgen des Österreichers vergleichbar sind. Das frische Head to Head der beiden gegeneinander, welches ganz klar für Oswald spricht, die aktuelle Form des Österreichers mit vier Finalteilnahmen am Stück plus das Erreichen des Hauptfeldes in Eckental und dazu noch seine Aufschlagstärke gepaart mit seinen Möglichkeiten am Netz, wovon ich bei einem potentiellen Top-100 Doppelspieler (aktuell 140, Karrierehöchstplatzierung 81) jetzt einfach mal ausgehe, lassen hier eigentlich kein anderes Ergebnis zu, als dass sich der Österreicher erneut klar durchsetzen wird.

Oswald @ 1,52 (Bwin) 8/10
Oswald gewinnt 6:3, 7:6
 
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Di. 18:30 Clement Reix (FRA) - Ricardas Berankis (LTU)


Der 28 jährige Franzose Clement Reix (aktuell 457, Karrierehöchstplatzierung 250) hat sich hier erfolgreich durch die Quali gespielt. In der 1. Runde hatte er ein Freilos, in Runde 2 besiegte er den Lokalmatadoren Yann Marti (585) mit 1:6, 6:4, 7:6 (6 Aufschlagverlusste von Reix) und gestern besiegte Reix seinen Landsmann Pierre-Hugues Herbert (305) mit 6:1, 6:2. Normal spielt Reix überwiegend auf der Futuretour und selbst da hat der Franzose nur eine ausgelichene Bilanz von 72:67 und auf der Challengertour folgerichtig gar eine negative Bilanz von 7:12. Alleine in diesem Jahr verlor Reix schon mehrere Spiele gegen "Gegner" (1.630, 1.498, 1.728) die nicht einmal ansatzweise unter den Top-1.000 standen. [[rofl]]

Der 21 jährige Litauer Ricardas Berankis (aktuell 114, Karrierehöchstplatzierung 73) ist vom Potential schon jetzt ein Top-50 Spieler, aber leider warf ihn Mitte des Jahres eine Verletzung zurück, so dass er in der Weltrangliste etwas abfiel und sich jetzt auf der Challengertour wieder nach vorne spielen muß, weil sein aktuelles Ranking nicht für die großen ATP-Turniere ausreicht. Im Vergleich zu seinem heutigen Gegner hat Berankis auf der Futuretour mit 40:23 und auch auf der Challengertour mit 51:34 jeweils eine klar positive Bilanz, wobei diese von seinen Spielen auf Sand sogar noch erheblich schlechter gemacht wird. Auf der ATP-Tour kann Berankis trotz seiner erst 21 Jahre immerhin schon eine ausgeglichene Bilanz von 18:18 vorweisen. Im Vergleich dazu, hat Reix auf ATP-Niveau noch nie gespielt und das, obwohl er sieben Jahre älter ist als sein heutiger Gegner. Interessant auch, dass Berankis bereits ein vielfaches an Preisgeld (fast das siebenfache) im Vergleich zu Reix eingespielt hat und das obwohl der Franzose ja schon viel länger Profitennis spielt.

Auch wenn Reix hier die Quali gespielt hat und dort sogar ein Match als Außenseiter gewinnen konnte, sehe ich hier heute Abend gegen Berankis null Chancen für den Franzosen. Reix ist für Berankis nicht mehr als ein Sparingspartner und ich erwarte, dass sich der Litauer hier pro Satz mit mindestens einem Break durchsetzen wird, denn zwischen diesen beiden Spielern liegen mehrere Klassen dazwischen.

Weniger als 19,5 Games @ 1,80 (Bet365) 6/10
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Di. 14:30 Mikhail Elgin (RUS) - Adrian Ungur (ROU)


Elgin (30 Jahre, aktuell 581, Karrierehöchstplatzierung 123) ist im Einzel weit in der Weltrangliste abgerutscht, was in erster Linie daran liegt, dass er sein Hauptaugenmerk inzwischen mehr auf die Doppelkonkurenz legt und das sogar recht erfolgreich. Alleine in diesem Jahr erreichte Elgin, größtenteils mit seinem russischen Landsmann Alexander Kudryavtsev, 14 Mal mindestens das Halbfinale bei einer Doppelkonkurenz, wovon sie acht Finals spielten und sich fünf Titel sichern konnten. Im Einzel spielt Elgin in diesem Jahr dementsprechend mit weniger Erfolg, aber zuletzt konnte er immerhin gegen Top-100 Spieler Michael Berrer und auch gegen den aktuellen Turniersieger vom Challengerturnier in Eckental Rajeev Ram jeweils einen Satz gewinnen. Hier spielte sich Elgin durch die Quali und stand somit schon dreimal auf dem Court, wenn auch nur gegen unterklassige Gegner, wo er lediglich zweimal seinen Aufschlag abgeben mußte und das in immerhin 37 Aufschlagspielen.

Ungur (26 Jahre, aktuell 116, Karrierehöchstplatzierung 113) ist ein reiner Sandplatzspieler, der meiner Meinung auch nur soweit vorne in der Weltrangliste geführt ist, weil er die größte Zeit in Italien verbringt und dort fast jede Woche ein Challengerturnier auf Sand stattfindet, wo sich die üblichen Kandidaten Weltranglistenpunkte, Preisgelder plus Wettgewinne gegenseitig zuschieben. Das hat weniger was mit tatsächlicher sportlicher Leistung zu tun, denn wenn diese Spieler ihren Weltranglistenpositionen gerecht werden würden, dann würden sie es ja auch mal bei kleineren ATP-Turnieren versuchen. Dort ist aber anscheinend nicht soviel Geld zu verdienen wie mit diesen Gaunereien. Alleine auf der Challengertour spielte Ungur 250 Mal auf Sand und nur 23 Mal auf einem anderen Belag, das sind nicht einmal 10 %. Auch auf der Futuretour spricht das Verhältnis von 122:7 (Spiele auf Sand/Hardcourt+Teppich) eine klare Sprache. Auch seine elf Turniersiege feierte Ungur alle auf Sand.

Der Belag spricht ganz klar für den Russen, die aktuelle Form im Einzel dafür für den Rumänen, allerdings halt nur auf Sand, und wenn man dann noch sieht, dass Elgin hier schon drei Spiele in der Quali gewinnen konnte, dann kann ich es nicht ganz nachvollziehen, wie man Ungur hier sogar favorisieren kann. Denke hier wird ziemlich stark nach Weltrangliste quotiert, was aber nichts bedeuten muß, siehe gestern erst Schukin vs. Sadecky, wo der Schweizer auch weit hinter dem Kasachischen Sandplatzspieler in der Weltrangliste stand und seinem zuerst favorisierten Gegner keine Chance lies. Wenn Elgin weiterhin so gut serviert wie in der Qualifikation, dann wird er hier auch den Platz als Sieger verlassen.

Elgin @ 2,10 (Bwin) 3/10
Elgin verliert 1:6, 0:6
 
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Di. 18:30 Clement Reix (FRA) - Ricardas Berankis (LTU)


Der 28 jährige Franzose Clement Reix (aktuell 457, Karrierehöchstplatzierung 250) hat sich hier erfolgreich durch die Quali gespielt. In der 1. Runde hatte er ein Freilos, in Runde 2 besiegte er den Lokalmatadoren Yann Marti (585) mit 1:6, 6:4, 7:6 (6 Aufschlagverlusste von Reix) und gestern besiegte Reix seinen Landsmann Pierre-Hugues Herbert (305) mit 6:1, 6:2. Normal spielt Reix überwiegend auf der Futuretour und selbst da hat der Franzose nur eine ausgelichene Bilanz von 72:67 und auf der Challengertour folgerichtig gar eine negative Bilanz von 7:12. Alleine in diesem Jahr verlor Reix schon mehrere Spiele gegen "Gegner" (1.630, 1.498, 1.728) die nicht einmal ansatzweise unter den Top-1.000 standen. [[rofl]]

Der 21 jährige Litauer Ricardas Berankis (aktuell 114, Karrierehöchstplatzierung 73) ist vom Potential schon jetzt ein Top-50 Spieler, aber leider warf ihn Mitte des Jahres eine Verletzung zurück, so dass er in der Weltrangliste etwas abfiel und sich jetzt auf der Challengertour wieder nach vorne spielen muß, weil sein aktuelles Ranking nicht für die großen ATP-Turniere ausreicht. Im Vergleich zu seinem heutigen Gegner hat Berankis auf der Futuretour mit 40:23 und auch auf der Challengertour mit 51:34 jeweils eine klar positive Bilanz, wobei diese von seinen Spielen auf Sand sogar noch erheblich schlechter gemacht wird. Auf der ATP-Tour kann Berankis trotz seiner erst 21 Jahre immerhin schon eine ausgeglichene Bilanz von 18:18 vorweisen. Im Vergleich dazu, hat Reix auf ATP-Niveau noch nie gespielt und das, obwohl er sieben Jahre älter ist als sein heutiger Gegner. Interessant auch, dass Berankis bereits ein vielfaches an Preisgeld (fast das siebenfache) im Vergleich zu Reix eingespielt hat und das obwohl der Franzose ja schon viel länger Profitennis spielt.

Auch wenn Reix hier die Quali gespielt hat und dort sogar ein Match als Außenseiter gewinnen konnte, sehe ich hier heute Abend gegen Berankis null Chancen für den Franzosen. Reix ist für Berankis nicht mehr als ein Sparingspartner und ich erwarte, dass sich der Litauer hier pro Satz mit mindestens einem Break durchsetzen wird, denn zwischen diesen beiden Spielern liegen mehrere Klassen dazwischen.

Weniger als 19,5 Games @ 1,80 (Bet365) 6/10
Berankis gewinnt 6:3, 6:4
 
ATP Challenger Loughborough (GBR), Hardcourt

Mi. 18:00 Peter Torebko (GER) - Oliver Golding (GBR)


Heute treffen zwei sehr aufschlagstarke Spieler aufeinander, der 23 jährige Deutsche, Peter Torebko (270), der in der 1. Runde James Ward (154) mit 6:3, 2:6, 6:3 ausschalten konnte und in diesem Match 22 Asse servierte und der erst 18 jährigen Engländer Oliver Golding (751), der hier mit einer Wild Card am Start ist und diese gleich in der 1. Runde mit einem Sieg über Matteo Marrai (269) rechtfertigen konnte. Golding bezwang den Italiener mit 6:3, 6:2, servierte in diesem Match 19 Asse und gewann überragende 97 % über seinen 1. Aufschlag. Überhaupt gab Golding in diesem Match nur 13 Punkte bei eigenem Aufschlag ab, allerdings waren hier schon 7 Doppelfehler dabei, so dass der Italiener aus dem Spiel heraus gerade einmal 6 Punkte bei Aufschlag Golding gewinnen konnte. Marrai spielt zwar größtenteils auf Sand, allerdings konnte der Italiener auch auf Hardcourt rund 2/3 seiner Spiele gewinnen, wenn auch nur auf der Futuretour, aber ein anderes Niveau ist dieses Match ja heute auch nicht. Golding bekamm übrigens heuer für Quenns, Eastbourne und Wimbledon schon eine Wildcard, wo er sich jeweils auch schon ganz ordentlich aus der Affäre zog und das als damals erst 17 jähriger. In Queens gewann Golding immerhin 7 Spiele gegen Nicolas Mahut (104), der auf Rasen wohl jedem ein Begriff ist. In Eastbourne verlor er nur knapp in drei Sätzen gegen den aufschlagstarken Marius Copil (223) und in Wimbledon konnte er sogar die 1. Runde in der Quali gewinnen, gegen seinen Landsmann Joshua Milton (312) klar in zwei Sätzen, ehe gegen Jerzy Janowicz (167) in Runde 2 Schluss war, aber auch hier erreichte Golding gegen den großgewachsenen Polen zumindest einen Tiebreak. Torebko ist zwar 5 Jahre älter als Golding und wird dementsprechend auch mehr Erfahrung haben, allerdings sehe ich den jungen Engländer mit seinen 1,90 m Körpergröße in Sachen Aufschlag nicht im Nachteil, denn das was er gestern serviert hat, das ist für einen Spieler seines Alters schon wirklich außergewöhnlich. Marrai (269) und Torebko (270) stehen in der Weltrangliste direkt nebeneinander, also warum sollte Golding auch nicht noch den Deutschen schlagen können. Heimvorteil und der Belag sicher kein Nachteil für ihn. Golding muß schon ein großes Talent sein, sonst bekommt man nicht für drei große Turniere hintereinander eine Wild Card und das mit gerade einmal 17 Jahren. Erwarte ein einges Match, wo Golding sicherlich seine Chancen bekommen wird, vorrausgesetzt er serviert ähnlich gut wie gestern.

Golding @ 2,80 (Unibet) 5/10
Mehr als 22,5 Games @ 1,90 (Bet365) 7/10
 
Zuletzt bearbeitet:
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Mi. 16:30 Michael Lammer (SUI) - Holger Fischer (GER)


Michael Lammer (aktuell 246, Karrierehöchstplatzierung 150) war zu seiner Juniorenzeit ein sehr erfolgreicher Tennisspieler, spielte dort sogar an der Seite von Roger Federer, konnte allerdings im Profitennis nie so wirklich den absoluten Durchbruch schaffen. Aktuell spielt der 29 jährige Schweizer in seiner Heimat richtig gutes Tennis, so bezwang er vergangene Woche in Basel Tomic (41), Chiudinelli (52) und Youzhny (8), ehe er sich knapp in drei Sätzen Baghdatis (8) geschlagen geben mußte (in Klammern jeweils deren Karrierehöchstplatzierung). Das sind schon alles gute Tennisspieler und in Aneinanderreihung war das sicherlich kein Zufall.

Heute bekommt es Lammer mit dem 30 jährigen Deutschen Holger Fischer (aktuell 503, Karrierehöchstplatzierung 443) zu tun, der sich hier durch die Quali spielen konnte, allerdings waren alle drei Gegner schlechter als er in der Weltrangliste postiert. Ansonsten verlor Fischer in diesem Jahr schon einige Spiele gegen Gegner, die nicht einmal unter den Top-1.000 geführt waren und das zum Teil sehr klar. Der Aufschlag scheint auch nicht seine Stärke zu sein, denn in der Quali hier in Genf schlug der Deutsche lediglich sechs Asse und das in drei Runden zusammengefasst.

Lammer hat unbestritten mehr Talent, konnte letzte Woche sogar zeigen, dass er selbst auf ATP-Niveau mit einstigen Top-10 Spielern mithalten und diese sogar schlagen kann. Jetzt wird hier wieder in seiner Heimat gespielt, was sicherlich nochmal zusätzliche Motivation sein sollte. Wenn ich die Ergebnisse der beiden so vergleiche, dann ist der Schweizer hier um Klassen der bessere Spieler und das wird sich heute auch im Endergebnis wiederspiegeln. Ich war mir selten bei einem Spiel so sicher und gehe hier maximal von einem 6:3, 6:3 für den Schweizer aus.

Unter 20,5 Games @ 1,83 (Bet365) 10/10
 
Zuletzt bearbeitet:
J. Silva - R. Machado 1 3,35 bei Bwin zu 2/10

Machado gestern gegen nen angeschlagenen Brzezicki gewonnen, sollte man nicht überbewerten. Silva ähnlicher Typ, Sandplatzspieler der alten Schule, bisherige Duelle gegen Machado teilweise immer harte Fights gewesen, warum hier nicht wieder? Machado spielt zudem ab nächster Woche Montag bei den ATP Challenger Finals in Sao Paulo, mal sehen, wie weit er hier kommen will.
 
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Mi. 16:30 Michael Lammer (SUI) - Holger Fischer (GER)


Michael Lammer (aktuell 246, Karrierehöchstplatzierung 150) war zu seiner Juniorenzeit ein sehr erfolgreicher Tennisspieler, spielte dort sogar an der Seite von Roger Federer, konnte allerdings im Profitennis nie so wirklich den absoluten Durchbruch schaffen. Aktuell spielt der 29 jährige Schweizer in seiner Heimat richtig gutes Tennis, so bezwang er vergangene Woche in Basel Tomic (41), Chiudinelli (52) und Youzhny (8), ehe er sich knapp in drei Sätzen Baghdatis (8) geschlagen geben mußte (in Klammern jeweils deren Karrierehöchstplatzierung). Das sind schon alles gute Tennisspieler und in Aneinanderreihung war das sicherlich kein Zufall.

Heute bekommt es Lammer mit dem 30 jährigen Deutschen Holger Fischer (aktuell 503, Karrierehöchstplatzierung 443) zu tun, der sich hier durch die Quali spielen konnte, allerdings waren alle drei Gegner schlechter als er in der Weltrangliste postiert. Ansonsten verlor Fischer in diesem Jahr schon einige Spiele gegen Gegner, die nicht einmal unter den Top-1.000 geführt waren und das zum Teil sehr klar. Der Aufschlag scheint auch nicht seine Stärke zu sein, denn in der Quali hier in Genf schlug der Deutsche lediglich sechs Asse und das in drei Runden zusammengefasst.

Lammer hat unbestritten mehr Talent, konnte letzte Woche sogar zeigen, dass er selbst auf ATP-Niveau mit einstigen Top-10 Spielern mithalten und diese sogar schlagen kann. Jetzt wird hier wieder in seiner Heimat gespielt, was sicherlich nochmal zusätzliche Motivation sein sollte. Wenn ich die Ergebnisse der beiden so vergleiche, dann ist der Schweizer hier um Klassen der bessere Spieler und das wird sich heute auch im Endergebnis wiederspiegeln. Ich war mir selten bei einem Spiel so sicher und gehe hier maximal von einem 6:3, 6:3 für den Schweizer aus.

Unter 20,5 Games @ 1,83 (Bet365) 10/10
Lammer gewinnt 6:3, 6:3 [[grin]]
 
J. Silva - R. Machado 1 3,35 bei Bwin zu 2/10

Machado gestern gegen nen angeschlagenen Brzezicki gewonnen, sollte man nicht überbewerten. Silva ähnlicher Typ, Sandplatzspieler der alten Schule, bisherige Duelle gegen Machado teilweise immer harte Fights gewesen, warum hier nicht wieder? Machado spielt zudem ab nächster Woche Montag bei den ATP Challenger Finals in Sao Paulo, mal sehen, wie weit er hier kommen will.
6-4, 6-0 für den Brasilianer [[prayer]][[sabber]]
 
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Do. Albano Olivetti (FRA) - Ricardas Berankis (LTU)

Der 19 jährige Olivetti hat sich hier über die Qualifikation ins Haupfeld gespielt und konnte gestern in Runde 1 (mit @ 3,50) als Außenseiter immerhin den 21 jährigen Dusan Lajovic (194) mit 7:6 (2), 6:4 schlagen. In diesem Match lies Olivetti bei eigenem Service keinen einzigen Breakball zu, servierte 17 Asse und gewann über den 1. Aufschlag 100 % der Punkte (35/35)! Selbst über den 2. Aufschlag gab der junge Franzose nur zehn Punkte im Match ab, da waren allerdings 6 Doppelfehler dabei, was also bedeutet, dass Lajovic nur vier Punkte bei Aufschlag Olivetti gewinnen konnte, wenn die Kugel im Spiel war. Das ist einfach nur krank, im positiven Sinne und das hab ich auf diesem Niveau, bei so einem jungen Spieler wirklich selten gesehn. Ich hab ja ein paar Beiträge zuvor schon mal was über diesen Olivetti und seine Aufschlagstärke geschrieben (einfach ein paar Beiträge zurückscrollen) und genau das bestätigt er bisher wieder. Berankis zwar ein ganz anderes Kaliber, aber auch er ist kein Überspieler und kann auch mal seinen Aufschlag abgegeben, auch wenn er dem Franzosen sicherlich spielerisch überlegen sein wird. Aber wieso sollte dieser Olivetti beispielsweise nicht ein neuer Raonic sein, den kannte vor einem Jahr auch fast niemand und jetzt steht der Kanadier binnen weniger Monate sogar unter den Top-30 der Welt. Zu der aktuellen Quote ist Olivetti auf jeden Fall einen Versuch wert, denn wenn er weiterhin so serviert, dann wird das für Berankis sicherlich kein Spaziergang. Bisher leider nur Siegquoten bekannt, aber das unter/über bei so einer klaren Favoritenstellung @ Berankis sicherlich auch höher spielbar.

Olivetti @ 5,00 (Bwin) 3/10
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Do. 14:00 Benjamin Becker (GER) - Laurynas Grigelis (LTU)


Der 30 jährige Becker (aktuell 253, Karrierehöchstplatzierung 38) hat vor diesem Turnier fast sieben Monate verletzungsbedingt nicht mehr gespielt, was ihm auch in Runde 1 gegen den reinen Doppelspieler Mateusz Kowalczyk (aktuell 908, Karrierehöchstplatzierung 694, jeweils im Einzel) anzumerken war, denn hier konnte sich der Deutsche nur knapp mit 7:6, 3:6, 6:4 durchsetzen. Ich Nachhinein will ich nicht schlau daherreden, aber ein ähnliches Ergebnis hab ich fast schon vermutet, weil es im Tennis ganz normal ist, dass man nach einer längeren Verletzungspause mindestens eine Hand voll Spiele benötigt, um wieder halbwegs konkurenzfähig zu sein. Morgen bekommt es Becker mit dem erst 20 jährigen Litauer Laurynas Grigelis (aktuell 206, Karrierehöchstplatzierung 205) zu tun, der hinter Ricardas Berankis als das zweite große Talent im Baltenstaat gilt. Grigelis schlug gestern nach verschlafenen 1. Satz immerhin mit Dustin Brown (149) einen sehr gefährlichen Spieler auf schnelleren Belägen mit 3:6, 6:2, 6:4 und gewann mit zunehmender Spieldauer immer mehr Punkte bei eigenem Service (56 % - 70 % - 95 %). Im gesamten Match servierte Grigelis 16 Asse. Zuletzt konnte Grigelis in Eckental mit Cedrik-Marcel Stebe (99) den Newcomer der Saison schlagen, in Sacramento gewann er einen Satz gegen Sam Querrey, der Anfang des Jahres noch die 17 der Welt war, und auch sonst reichte es 2011 (1. Challengertitel) schon zu manchen Sieg über den ein oder anderen guten Spieler wie beispielsweise Bolelli, Ebden, Kunitsyn, Bozoljac, Ball, Marchenko, Delic, Begemann, Nielsen, Reynolds ... die sicher alle nicht schlechter sind als ein Benjamin Becker in seiner aktuellen Verfassung, was aber keine Kritik am Deutschen sein sollte, denn es wär einfach nur unmenschlich, wenn er jetzt schon wieder bei 100 % wäre. Alles andere als ein Sieg für den fitteren und aufstrebenden Litauer würde mich schon sehr überraschen. Head to Head übrigens 1:0 für Becker, allerdings war das 2009 ein 6:4, 6:4 für den Deutschen, der damals noch die 101 war und Grigelis erst 17 Jahre und auf 1.353 geführt, seitdem hat sich aber einiges getan und trotzdem war es damals schon ein sehr gutes Ergebnis aus der Sicht von Grigelis. Der wird das morgen schon machen.

Grigelis @ 1,87 (Unibet) 7/10
 
ATP Challenger Loughborough (GBR), Hardcourt

Mi. 18:00 Peter Torebko (GER) - Oliver Golding (GBR)


Heute treffen zwei sehr aufschlagstarke Spieler aufeinander, der 23 jährige Deutsche, Peter Torebko (270), der in der 1. Runde James Ward (154) mit 6:3, 2:6, 6:3 ausschalten konnte und in diesem Match 22 Asse servierte und der erst 18 jährigen Engländer Oliver Golding (751), der hier mit einer Wild Card am Start ist und diese gleich in der 1. Runde mit einem Sieg über Matteo Marrai (269) rechtfertigen konnte. Golding bezwang den Italiener mit 6:3, 6:2, servierte in diesem Match 19 Asse und gewann überragende 97 % über seinen 1. Aufschlag. Überhaupt gab Golding in diesem Match nur 13 Punkte bei eigenem Aufschlag ab, allerdings waren hier schon 7 Doppelfehler dabei, so dass der Italiener aus dem Spiel heraus gerade einmal 6 Punkte bei Aufschlag Golding gewinnen konnte. Marrai spielt zwar größtenteils auf Sand, allerdings konnte der Italiener auch auf Hardcourt rund 2/3 seiner Spiele gewinnen, wenn auch nur auf der Futuretour, aber ein anderes Niveau ist dieses Match ja heute auch nicht. Golding bekamm übrigens heuer für Quenns, Eastbourne und Wimbledon schon eine Wildcard, wo er sich jeweils auch schon ganz ordentlich aus der Affäre zog und das als damals erst 17 jähriger. In Queens gewann Golding immerhin 7 Spiele gegen Nicolas Mahut (104), der auf Rasen wohl jedem ein Begriff ist. In Eastbourne verlor er nur knapp in drei Sätzen gegen den aufschlagstarken Marius Copil (223) und in Wimbledon konnte er sogar die 1. Runde in der Quali gewinnen, gegen seinen Landsmann Joshua Milton (312) klar in zwei Sätzen, ehe gegen Jerzy Janowicz (167) in Runde 2 Schluss war, aber auch hier erreichte Golding gegen den großgewachsenen Polen zumindest einen Tiebreak. Torebko ist zwar 5 Jahre älter als Golding und wird dementsprechend auch mehr Erfahrung haben, allerdings sehe ich den jungen Engländer mit seinen 1,90 m Körpergröße in Sachen Aufschlag nicht im Nachteil, denn das was er gestern serviert hat, das ist für einen Spieler seines Alters schon wirklich außergewöhnlich. Marrai (269) und Torebko (270) stehen in der Weltrangliste direkt nebeneinander, also warum sollte Golding auch nicht noch den Deutschen schlagen können. Heimvorteil und der Belag sicher kein Nachteil für ihn. Golding muß schon ein großes Talent sein, sonst bekommt man nicht für drei große Turniere hintereinander eine Wild Card und das mit gerade einmal 17 Jahren. Erwarte ein einges Match, wo Golding sicherlich seine Chancen bekommen wird, vorrausgesetzt er serviert ähnlich gut wie gestern.

Golding @ 2,80 (Unibet) 5/10
Mehr als 22,5 Games @ 1,90 (Bet365) 7/10
Golding verliert 1:6, 1:6 [[kotz]] ... absolut indiskutabel!
 
Challenger Genf - heute 20:30 Uhr

Bohli - Phau 1 @1,67(7/10) paddypower

Bohli ist der bessere Hardcourtspieler. Aufschlag klarer Vorteil für Bohli. Zuletzt spielte er auch wieder vernünftiges Tennis. Konnte mit Beck, Harrison, Soeda & Chiudinelli Spieler schlagen die mit Sicherheit nicht schlechter als ein Phau sind. Indoors ist eh Bohli sein Ding. Wohnt 20km von der Anlage entfernt, ist somit der local Hero. Ich will garnicht wissen, wie oft der dort schon aufgeschlagen hat.

H2H 2:0 für Bohli, beide Spiele auf Hardcourt in 2010 & beide glatt in 2.

Zu Phau brauch ich eig. nicht viel schreiben, weil immer nur den Ball zurückbringen und irgendwelche Vorhandwinner versuchen... Ist für mich nix besonderes. Phau gestern schon wieder überragend mit Satzverlust gegen die 357 der Welt, profitierte dann von einer Aufgabe im 3ten.

Die ganze Geschichte liegt einfach nur an Bohli, weil das er gegen Phau der Chef ist zeigt ja alleine das deutliche h2h. Dann spielt er diesmal noch im "Wohnzimmer", da frag ich mich doch wirklich was Phau dagegen so anzubieten hat!?
 
Genf

J. Cerretani/A. Shamasdin - M. Lammer/A. Sadecky 2 3,80 bei Bwin zu 3/10

Bissl übertrieben hier diese Quote...
Lammer/Sadecky Heimvorteil, erste Runde glatt und locker überstanden und zuletzt in Basel sogar ziemlich gut mitgehalten gegen Topdoppel Llodra/Zimonjic (3-6, 6-7).
Cerretani/Shamasdin spielen beide viel lieber auf Sand, haben zwar in Eckental letzte Woche ganz gut ausgesehen, aber in der Doppelkonkurrenz waren da auch nicht die harten Brocken dabei. Faire Quote hier max. 2,50 meiner Meinung nach.
 
Genf

J. Cerretani/A. Shamasdin - M. Lammer/A. Sadecky 2 3,80 bei Bwin zu 3/10

Bissl übertrieben hier diese Quote...
Lammer/Sadecky Heimvorteil, erste Runde glatt und locker überstanden und zuletzt in Basel sogar ziemlich gut mitgehalten gegen Topdoppel Llodra/Zimonjic (3-6, 6-7).
Cerretani/Shamasdin spielen beide viel lieber auf Sand, haben zwar in Eckental letzte Woche ganz gut ausgesehen, aber in der Doppelkonkurrenz waren da auch nicht die harten Brocken dabei. Faire Quote hier max. 2,50 meiner Meinung nach.
6-3, 6-4
Kann ja nicht alles durchgehen... [[sleep]]
 
Challenger Genf - heute 20:30 Uhr

Bohli - Phau 1 @1,67(7/10) paddypower

Bohli ist der bessere Hardcourtspieler. Aufschlag klarer Vorteil für Bohli. Zuletzt spielte er auch wieder vernünftiges Tennis. Konnte mit Beck, Harrison, Soeda & Chiudinelli Spieler schlagen die mit Sicherheit nicht schlechter als ein Phau sind. Indoors ist eh Bohli sein Ding. Wohnt 20km von der Anlage entfernt, ist somit der local Hero. Ich will garnicht wissen, wie oft der dort schon aufgeschlagen hat.

H2H 2:0 für Bohli, beide Spiele auf Hardcourt in 2010 & beide glatt in 2.

Zu Phau brauch ich eig. nicht viel schreiben, weil immer nur den Ball zurückbringen und irgendwelche Vorhandwinner versuchen... Ist für mich nix besonderes. Phau gestern schon wieder überragend mit Satzverlust gegen die 357 der Welt, profitierte dann von einer Aufgabe im 3ten.

Die ganze Geschichte liegt einfach nur an Bohli, weil das er gegen Phau der Chef ist zeigt ja alleine das deutliche h2h. Dann spielt er diesmal noch im "Wohnzimmer", da frag ich mich doch wirklich was Phau dagegen so anzubieten hat!?

Bohli gewinnt 7:6 / 7:6
 
Loughborough

Andreas Beck - Aljaz Bedene 2 2,05 bei Bwin zu 4/10

Klare Pflichtwette...
Bedene zuletzt natürlich hoch geflogen, in Wien in der Quali Top 100 Spieler wie Robert und Gimeno-Traver geschlagen, dazu in der ersten Runde den ersten Satz gegen Karlovic im Tiebreak gewonnen, der dann aufgeben musste...gegen Haas war dann zwar Schluss, aber auch da holte er einen Satz.
Danach hat er sich dann erstmal ne kleine Pause gegönnt. Sicherlich bringt das jungen Spielern mehr, als direkt wieder auf kleineren Turnieren zu spielen und dort gegen irgendwelche Top 300 Spieler in drei Sätzen rauszufliegen. Auf jedenfall ein talentierter Bursche, der weiß, wie man in der Halle spielt.
Der Hauptgrund für meinen Pick ist aber ein anderer:
Andreas Beck spielt ab Montag in Sao Paulo bei den ATP Challenger Finals. Sicherlich ist es etwas spekulativ, aber er muss hier im Prinzip schon rausgehen gegen Bedene, um rechtzeitig am Sonntag in Brasilien anzukommen, da man einen halben Tag im Flieger sitzt.
 
ATP Challenger Genf (SUI), Hardcourt

Do. Albano Olivetti (FRA) - Ricardas Berankis (LTU)

Der 19 jährige Olivetti hat sich hier über die Qualifikation ins Haupfeld gespielt und konnte gestern in Runde 1 (mit @ 3,50) als Außenseiter immerhin den 21 jährigen Dusan Lajovic (194) mit 7:6 (2), 6:4 schlagen. In diesem Match lies Olivetti bei eigenem Service keinen einzigen Breakball zu, servierte 17 Asse und gewann über den 1. Aufschlag 100 % der Punkte (35/35)! Selbst über den 2. Aufschlag gab der junge Franzose nur zehn Punkte im Match ab, da waren allerdings 6 Doppelfehler dabei, was also bedeutet, dass Lajovic nur vier Punkte bei Aufschlag Olivetti gewinnen konnte, wenn die Kugel im Spiel war. Das ist einfach nur krank, im positiven Sinne und das hab ich auf diesem Niveau, bei so einem jungen Spieler wirklich selten gesehn. Ich hab ja ein paar Beiträge zuvor schon mal was über diesen Olivetti und seine Aufschlagstärke geschrieben (einfach ein paar Beiträge zurückscrollen) und genau das bestätigt er bisher wieder. Berankis zwar ein ganz anderes Kaliber, aber auch er ist kein Überspieler und kann auch mal seinen Aufschlag abgegeben, auch wenn er dem Franzosen sicherlich spielerisch überlegen sein wird. Aber wieso sollte dieser Olivetti beispielsweise nicht ein neuer Raonic sein, den kannte vor einem Jahr auch fast niemand und jetzt steht der Kanadier binnen weniger Monate sogar unter den Top-30 der Welt. Zu der aktuellen Quote ist Olivetti auf jeden Fall einen Versuch wert, denn wenn er weiterhin so serviert, dann wird das für Berankis sicherlich kein Spaziergang. Bisher leider nur Siegquoten bekannt, aber das unter/über bei so einer klaren Favoritenstellung @ Berankis sicherlich auch höher spielbar.

Olivetti @ 5,00 (Bwin) 3/10
Olivetti verliert 6:7, 3:6
 
ATP Challenger Ortisei (ITA), Teppich

Do. 14:00 Benjamin Becker (GER) - Laurynas Grigelis (LTU)


Der 30 jährige Becker (aktuell 253, Karrierehöchstplatzierung 38) hat vor diesem Turnier fast sieben Monate verletzungsbedingt nicht mehr gespielt, was ihm auch in Runde 1 gegen den reinen Doppelspieler Mateusz Kowalczyk (aktuell 908, Karrierehöchstplatzierung 694, jeweils im Einzel) anzumerken war, denn hier konnte sich der Deutsche nur knapp mit 7:6, 3:6, 6:4 durchsetzen. Ich Nachhinein will ich nicht schlau daherreden, aber ein ähnliches Ergebnis hab ich fast schon vermutet, weil es im Tennis ganz normal ist, dass man nach einer längeren Verletzungspause mindestens eine Hand voll Spiele benötigt, um wieder halbwegs konkurenzfähig zu sein. Morgen bekommt es Becker mit dem erst 20 jährigen Litauer Laurynas Grigelis (aktuell 206, Karrierehöchstplatzierung 205) zu tun, der hinter Ricardas Berankis als das zweite große Talent im Baltenstaat gilt. Grigelis schlug gestern nach verschlafenen 1. Satz immerhin mit Dustin Brown (149) einen sehr gefährlichen Spieler auf schnelleren Belägen mit 3:6, 6:2, 6:4 und gewann mit zunehmender Spieldauer immer mehr Punkte bei eigenem Service (56 % - 70 % - 95 %). Im gesamten Match servierte Grigelis 16 Asse. Zuletzt konnte Grigelis in Eckental mit Cedrik-Marcel Stebe (99) den Newcomer der Saison schlagen, in Sacramento gewann er einen Satz gegen Sam Querrey, der Anfang des Jahres noch die 17 der Welt war, und auch sonst reichte es 2011 (1. Challengertitel) schon zu manchen Sieg über den ein oder anderen guten Spieler wie beispielsweise Bolelli, Ebden, Kunitsyn, Bozoljac, Ball, Marchenko, Delic, Begemann, Nielsen, Reynolds ... die sicher alle nicht schlechter sind als ein Benjamin Becker in seiner aktuellen Verfassung, was aber keine Kritik am Deutschen sein sollte, denn es wär einfach nur unmenschlich, wenn er jetzt schon wieder bei 100 % wäre. Alles andere als ein Sieg für den fitteren und aufstrebenden Litauer würde mich schon sehr überraschen. Head to Head übrigens 1:0 für Becker, allerdings war das 2009 ein 6:4, 6:4 für den Deutschen, der damals noch die 101 war und Grigelis erst 17 Jahre und auf 1.353 geführt, seitdem hat sich aber einiges getan und trotzdem war es damals schon ein sehr gutes Ergebnis aus der Sicht von Grigelis. Der wird das morgen schon machen.

Grigelis @ 1,87 (Unibet) 7/10
Grigelis verliert 6:3, 6:7, 4:6
 
Loughborough

Torebko - Soeda 1 @2,58(3/10) unibet

Torebko guter Aufschläger. Konnte gegen Ward gewinnen. Steht im Ranking an 270, für so ein Spieler ist dieses Challenger nicht gerade unwichtig. Kann paar Punkte sammeln & Form stimmt in den letzten Wochen auch.

Soeda im Ranking zwar 150 Plätze besser, jedoch eher in Asien stark. Leichte Auslosung bis jetzt, letzte Woche in Eckental in 2 gegen Ram raus.

Für mich absolut 50/50. Für Torebko ist mMn der Sieg hier jedoch wichtiger.

Beide Spieler letzten Monat gegen Zverev verloren, Torebko mit 6:7 / 6:7 & Soeda mit 3:6 / 7:5 / 4:6.
 
Chuidinelli - Zverev

Werde hier sieg Chuidinelli spielen quoten zwischen 1,55-1.66 und zwar mit einem stake zwischen 7-10/10.

Chuidinelli spielt hier richtig stark in der letzte runde nahm er bubka regelrecht auseinander. Zverev in der ersten gegen Robert der auf hard oder indoor einfach n ur mies ist. Und dann gegen anti spieler sadecky, der wiederum nur ne runde weiter gekommen ist weil schukin wieder bissel geld brauchte.

Zverev ansonsten mit nem richtigen seuchen jahr. Glaube hat nun grad mal 5-10 spiele gewonnen eigentlich ein gern genommener gegner vor allem in einem für chuidinelli sehr wichtigen spiel. für mich ist das heute eine sehr gute wette mit ner annehmbaren quoten [[cheers]]
 
Loughborough

Andreas Beck - Aljaz Bedene 2 2,05 bei Bwin zu 4/10

Klare Pflichtwette...
Bedene zuletzt natürlich hoch geflogen, in Wien in der Quali Top 100 Spieler wie Robert und Gimeno-Traver geschlagen, dazu in der ersten Runde den ersten Satz gegen Karlovic im Tiebreak gewonnen, der dann aufgeben musste...gegen Haas war dann zwar Schluss, aber auch da holte er einen Satz.
Danach hat er sich dann erstmal ne kleine Pause gegönnt. Sicherlich bringt das jungen Spielern mehr, als direkt wieder auf kleineren Turnieren zu spielen und dort gegen irgendwelche Top 300 Spieler in drei Sätzen rauszufliegen. Auf jedenfall ein talentierter Bursche, der weiß, wie man in der Halle spielt.
Der Hauptgrund für meinen Pick ist aber ein anderer:
Andreas Beck spielt ab Montag in Sao Paulo bei den ATP Challenger Finals. Sicherlich ist es etwas spekulativ, aber er muss hier im Prinzip schon rausgehen gegen Bedene, um rechtzeitig am Sonntag in Brasilien anzukommen, da man einen halben Tag im Flieger sitzt.


jemand ne ahnung was da los ist ?? war als erstes spiel angesetzt und wird nun immer wiedeer ne halbe stunde nach hinten verschoben. Tritt da einer nicht an, weil das nun langsam schon merkwürdig
 
Loughborough

Torebko - Soeda 1 @2,58(3/10) unibet

Torebko guter Aufschläger. Konnte gegen Ward gewinnen. Steht im Ranking an 270, für so ein Spieler ist dieses Challenger nicht gerade unwichtig. Kann paar Punkte sammeln & Form stimmt in den letzten Wochen auch.

Soeda im Ranking zwar 150 Plätze besser, jedoch eher in Asien stark. Leichte Auslosung bis jetzt, letzte Woche in Eckental in 2 gegen Ram raus.

Für mich absolut 50/50. Für Torebko ist mMn der Sieg hier jedoch wichtiger.

Beide Spieler letzten Monat gegen Zverev verloren, Torebko mit 6:7 / 6:7 & Soeda mit 3:6 / 7:5 / 4:6.

LOL!?, war gerade in den letzten Zügen und wollte nach Hause fahren...

Torebko gewinnt nach starkem Comeback noch 0:6 / 7:6 / 6:2
 
Zuletzt bearbeitet:
Loughborough

Andreas Beck - Aljaz Bedene 2 2,05 bei Bwin zu 4/10

Klare Pflichtwette...
Bedene zuletzt natürlich hoch geflogen, in Wien in der Quali Top 100 Spieler wie Robert und Gimeno-Traver geschlagen, dazu in der ersten Runde den ersten Satz gegen Karlovic im Tiebreak gewonnen, der dann aufgeben musste...gegen Haas war dann zwar Schluss, aber auch da holte er einen Satz.
Danach hat er sich dann erstmal ne kleine Pause gegönnt. Sicherlich bringt das jungen Spielern mehr, als direkt wieder auf kleineren Turnieren zu spielen und dort gegen irgendwelche Top 300 Spieler in drei Sätzen rauszufliegen. Auf jedenfall ein talentierter Bursche, der weiß, wie man in der Halle spielt.
Der Hauptgrund für meinen Pick ist aber ein anderer:
Andreas Beck spielt ab Montag in Sao Paulo bei den ATP Challenger Finals. Sicherlich ist es etwas spekulativ, aber er muss hier im Prinzip schon rausgehen gegen Bedene, um rechtzeitig am Sonntag in Brasilien anzukommen, da man einen halben Tag im Flieger sitzt.
2-6, 4-6 [[winkewinke]][[sabber]]
Quote ist nochmal ordentlich hochgegangen vor dem Match... [[rofl]][[rofl]][[rofl]]Da kann man sich nur bedanken, bei wem auch immer [[prost2]]
 
Loughborough

Torebko - Kamke

Torebko gestern nach Krimi weiter. Man hat aber schon deutlich gesehen, dass sein Aufschlag Ihn oft am Leben hält. Aus dem Feld muss er noch einiges draufpacken. Kamke dieses Jahr mMn großen Schritt nach vorne gemacht. Von der Grundlinie variabel, Aufschlag in Ordnung. Klassenunterschied vorhanden & da ich nicht erkennen kann warum Kamke heute hier nicht voll durchziehen sollte, wird das für mich eine eindeutige Geschichte.

H2H aus 2006 auf Sand geb ich jetzt mal nix drauf, nur zur Info 6:4 / 6:1 für Kamke.

Morgen im Finale warten Cipolla oder Bedene, beides gute Spieler auf Challengerlevel - da sollte er heute keine unnötigen Faxen machen.

2:0 Satzsieg für Kamke @1,80(5/10) bei bet365