Hallo, man liest ja immer mal wieder etwas über das so genannte "Absichern". Für mich ist damit gemeint, dass ich auf ein gleiches Event nach einer zuvor platzierten Wette ein zweites Mal auf alle anderen Möglichkeiten wette, sodass ich nach einer entsprechenden Quotenänderung sowieso Gewinn mache. Ich habe das ganze mal etwas durchdacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
Ich nehme als Beispiel mal etwas, was alle hier verstehen sollten, nämlich Fußball:
"Wer kommt weiter?" oder in Neudeutsch: Eine 2-Weg-Wette.
Bevor ich wette, mache ich mir nun zuerst Gedanken über das Spiel und überlege mir, wie ich selbst die Chancen sehe (Auf Quoten zu schauen und sich dann erst die Chancen zu überlegen, halte ich persönlich für extrem unklug, weil man da oft irgendeinen Schrott wettet...). Beispiel Fußball: Team A gegen Team B schätze ich ein 70-30 für Team A. Das heißt für mich, ich wette ab einer Quote von 1,45 auf Team A und ab einer Quote von 3,4 auf Team B (ich habe das jetzt nicht nochmal nachgerechnet, sollte aber so stimmen).
Angenommen ich bekomme eine Quote von 3,7 auf Team B vom Wettanbieter meines Vertrauens und ich setze da 10 Euro drauf. Ich bekäme 37 Euro zurück, was einem Gewinn von 27 Euro entspricht. Sollte ich richtig liegen mit meiner Einschätzung (und selbstverständlcih liege ich immer richtig), ist mein erwarteter Gewinn also 8,10 Euro. So weit so gut.
Das Spiel geht los und Team B schießt ein Tor. Alles schön. Plötzlich sieht auch der Bookie Team B viel besser darstehen, also vorher und gibt mir nur noch eine Quote von 2,0 auf deren Weiterkommen, wohingegen Team A nun eine Quote von 1,7 bekommt.
Wenn ich jetzt mit dieser Quote absichern will, könnte ich ja zum Beispiel 20 Euro auf diese 1,7 setzen. Mein Gewinn wären dann, falls diese Wette kommt, ganze 4 Euro. Falls Team B wie in meiner ersten Wette vermutet gewinnt, wäre mein Gewinn satte 7 Euro. Mein Erwartungswert liegt also bei 5,20 Euro (0,6*4 + 0,4*7 das sind die Wahrscheinlichkeiten, ab denen sich eine Wette auf eine 1,7er Quote so gerade lohnen würde).
Das heißt, durch das Absichern ist mein Erwartungswert gesunken und auf lange Sicht gesehen, gewinne ich weniger...
Sehe ich das richtig, dass sich Absichern also nur lohnt, wenn sich die Vorzeichen rapide geändert haben und sich alles sehr stark zu Gunsten der Partei ändert, gegen die ich vorher noch gewettet habe?
Ich nehme als Beispiel mal etwas, was alle hier verstehen sollten, nämlich Fußball:
"Wer kommt weiter?" oder in Neudeutsch: Eine 2-Weg-Wette.
Bevor ich wette, mache ich mir nun zuerst Gedanken über das Spiel und überlege mir, wie ich selbst die Chancen sehe (Auf Quoten zu schauen und sich dann erst die Chancen zu überlegen, halte ich persönlich für extrem unklug, weil man da oft irgendeinen Schrott wettet...). Beispiel Fußball: Team A gegen Team B schätze ich ein 70-30 für Team A. Das heißt für mich, ich wette ab einer Quote von 1,45 auf Team A und ab einer Quote von 3,4 auf Team B (ich habe das jetzt nicht nochmal nachgerechnet, sollte aber so stimmen).
Angenommen ich bekomme eine Quote von 3,7 auf Team B vom Wettanbieter meines Vertrauens und ich setze da 10 Euro drauf. Ich bekäme 37 Euro zurück, was einem Gewinn von 27 Euro entspricht. Sollte ich richtig liegen mit meiner Einschätzung (und selbstverständlcih liege ich immer richtig), ist mein erwarteter Gewinn also 8,10 Euro. So weit so gut.
Das Spiel geht los und Team B schießt ein Tor. Alles schön. Plötzlich sieht auch der Bookie Team B viel besser darstehen, also vorher und gibt mir nur noch eine Quote von 2,0 auf deren Weiterkommen, wohingegen Team A nun eine Quote von 1,7 bekommt.
Wenn ich jetzt mit dieser Quote absichern will, könnte ich ja zum Beispiel 20 Euro auf diese 1,7 setzen. Mein Gewinn wären dann, falls diese Wette kommt, ganze 4 Euro. Falls Team B wie in meiner ersten Wette vermutet gewinnt, wäre mein Gewinn satte 7 Euro. Mein Erwartungswert liegt also bei 5,20 Euro (0,6*4 + 0,4*7 das sind die Wahrscheinlichkeiten, ab denen sich eine Wette auf eine 1,7er Quote so gerade lohnen würde).
Das heißt, durch das Absichern ist mein Erwartungswert gesunken und auf lange Sicht gesehen, gewinne ich weniger...
Sehe ich das richtig, dass sich Absichern also nur lohnt, wenn sich die Vorzeichen rapide geändert haben und sich alles sehr stark zu Gunsten der Partei ändert, gegen die ich vorher noch gewettet habe?