Briskes Bundesligatagebuch

GiksbyIl

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Okt. 15, 2009
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Hier wird unregelmäßig jeweils der letzte Bundesligaspieltag aus wettechnischer Sicht besprochen.

Was war gut? Was war schlecht? Was kann man verbessern?

Dieses Tagebuch dient mir letztlich selbst am meisten, weil ich Prozesse reflektieren kann, um zu einer noch besseren Spielauswahl zu kommen.

Ich reflektiere hier also Gedanken rund um das Wetten auf die Bundesliga.

Viel Spaß beim Lesen oder Stöbern, vlt. findet der eine oder andere ja auch Inspiration.

Auf gute Bundesligawetten! Briske
 
Saison 2023/24 - 3. Spieltag

VfB Stuttgart - SC Freiburg (5:0) // Tipp: bts und over 2.5


Die Vorbereitung begann direkt nach dem 2. Spieltag, ich schaue mir immer zuerst den VfB an, weil ich ihn in- und auswendig kenne. Die Rückkehr des hervorragenden STR-podcasts (jetzt in Zusammenarbeit mit dem VfB) von Riky Palm und Buzze halfen mir die letzten Jahre enorm, beim VfB auf dem Laufenden zu bleiben.

Rückblickend ist klar, dass mein empfohlener Tipp bts & over 2.5 aus dem Gedanken heraus geboren wurde, dass der VfB seltenst zu Null spielt, letzte Saison nur zweimal glaub, und der Einbruch gegen Leipzig hatte natürlich einen Eindruck bei mir hinterlassen. Also gleich angenommen, dass die Freiburger auf jeden Fall treffen werden und weil beide offensivstark sein können und ich nicht mit einem Unentschieden rechnete, so gleich eine Analyse verfasst. Soweit so gut könnte man meinen.

Aber: Folgerichtig wäre gewesen, wenn ich schon von drei Toren ausgehe, einfach die over-line zu spielen, eine over 2.75 zum Beispiel oder gar eine over 3. Irritiert von der zweiten Halbzeit habe ich mich dann anstecken lassen von Kommentaren oder Analysen, die Freiburg vorne sahen. Klar, sie sind ein eingespieltes Team usw. aber wie ich mir selbst im Kopf den VfB schwach geredet habe - dafür gab es eigtl. keinen Anlass, zumal der VfB unter Hoeneß noch unbesiegt ist zu Hause. Es sind diese Kleinigkeiten, auf die es gilt aufmerksam zu werden: Wo rücke ich eine Mannschaft in ein bestimmtes Licht, wofür es realistisch gesehen keinen Grund gibt. Das ist der typische recency bias, die letzte Leistung wird überbewertet, das Gesamtbild verschwimmt.

Am Spieltag selbst hatte ich ein schlechtes Gefühl mit der Wette, irgendwas stimmt da doch nicht. Meistens weiß ich vorher, wenn eine Wette schlecht ist, das Gefühl trügte mich nicht. Der VfB ging in Führung und ich fragte mich, wie konnte ich all die Zeit eigentlich dem VfB nichts zutrauen zu Hause. Auf einen möglichen Heimsieg war ich erst gar nicht gekommen, warum nicht?

Der SC hat solide gespielt aber mit Hoffenheim und Werder vergleichsweise machbare Gegner gehabt. Was war an dem Einbruch der Stuttgarter in der zweiten HZ so ein Makel? Sie haben 45 min super mitgehalten bei einem Meisterschaftskandidaten mit brutal gutem Kader.

Beim Auswählen der Torschützen dachte ich ein Guirassy trifft wieder locker in seiner Sahneform - aber plötzlich meldete sich der Kopf, ne der VfB war doch so schlecht in Leipzig, kann sein, die bauen jetzt wieder richtig ab usw. So als ob sich jetzt plötzlich alles um 180 Grad gedreht hätte in Stuttgart wegen 45 schlechten min gegen und in Leipzig, zudem Angstgegner.

Die Lehre aus diesem Spiel muss sein:

1. Keine Spezialwette (bts & over 2.5) anspielen, wenn es die Möglichkeit gibt, sich das Leben mit einer einfacheren Wette einfach zu machen.
2. In der Entscheidungsfindung nicht auf den recency bias hereinfallen. Gerade nach hohen Ergebnissen, Kantererlebnissen kommt man für das betreffende Team sehr leicht zu falschen Schlüssen. Entscheidend muss immer sein, wie ist der grundlegende Kurs des Teams
3. Und der war und ist unter Heoneß hervorragend. Es gab keinen vernünftigen Grund das anders zu sehen. Gerade weil es ein Derby ist und der SC sich so oft leicht tat gegen den VfB muss nach einem substantiellen Zugewinn des VfB unter Hoeneß doch klar sein, dass ein VfB-win nicht außer Reichweite ist. Drittens muss daher immer die Quote der Buchmacher beachtet werden! Wenn diese den SC klar hinten sehen (3.x) dann sagt das etwas aus!
4. Das eigene Team schätzt man immer tendentiell schlechter ein, weil man kritischer ist(?), also Vorsicht vor falschen Schlüssen.
 
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Union Berlin - RB Leipzig (0:3) // Tipp: RB trifft in HZ 1 // cs 1:2

Hier war es ganz anders mit der Vorbereitung. Ich brauchte nicht lange, um beim Stöbern und zuhören von anderen Kanälen den Eindruck zu gewinnen, dass mit Leipzig in Berlin auf jeden Fall zu rechnen sein wird. Ich glaube es war am Freitag beim Anschauen von Buli4Fans (ein guter Kanal von Ausgburg-Kenner Denis1907), bei dem unaufgeregt der Spieltag vorbesprochen wird, als mein untrügliches gut-feeling mir eingab: "Das wird Leipzig gewinnen, es würde so passen, wenn sie als Ostverein die ersten sind, die die unheimliche Heimserie der Ostberliner beenden". Es ist so ein ganz spezielles Gefühl, wo man sich innerlich freut, dass man etwas richtig sieht und weiß, das passt.

Die Quote passte dazu auch und ich beschäftigte mich gar nicht weiter mit der Partie, weil sie ja erst Sonntag anstand. Ich vergaß aber sofort eine Wette abzugeben, dachte mir, warte mal ab, was Samstag so passiert. Das ist okay kann man so machen. Aber der Kopf hatte eigentlich gar kein Grund abzuwarten, denn das untrüglich gute Gefühl tief in der Magengrube kommt nicht oft.

Also war es Sonntag und ich war mit live-Wetten beschäftigt. Achso jetzt spielt ja noch Leipzig klar, dachte ich. In der Eile übertrug ich mein eigentlich immer noch positives Leipzig-Gefühl und lenkte es um in, wieder eine unnötige Spezialwette, dass Leipzig in der ersten HZ trifft. Die Quote war aber sogar leicht niedriger als auf einen direkten Leipzig-Sieg. Wieder muss ich mich fragen, warum traue ich einer Spezialwette mehr, als meinem sehr guten Leipzig-Gefühl? Wieder war ich im recency-bias so nach dem Motto, die haben jetzt in der zweiten HZ gegen Stuttgart getroffen also machen sie gleich weiter in der ersten HZ gegen Union. Wieder eine unnötige Spekulation, wenn eine einfachere Tendenzwette sich doch die ganze Zeit mir angboten hat. Den cs 1-2 habe ich ja auch gemacht, weil ich dachte, das ist einfach am realistischsten.

Wie viele podcasts und Infos habe ich mir vor dem Bundesligastart reingezogen, um zu dem Schluss zu kommen, dass Union schon wieder vorne mit dabei sein wird, aber es eben auch erst bestätigt werden muss. Bei Leipzig hatte ich nie Zweifel, dass die starken Neuzugänge nicht sofort einschlagen werden und hatte 45. min Anschauungsunterricht gegen den VfB wozu dieses Team in der Lage ist.

Die Lehre aus dem Spiel muss sein:

1. Dem tiefen Bauchgefühl immer trauen! Bemerken wie sich der Kopf einschaltet und das wieder relativieren will, ja aber Union zu Hause usw.
2. Nach Wahrnehmen eines so guten Bauchgefühls konsequent sein und sofort eine Wette platzieren. Es war schon sinnvoll zu warten vielleicht, was over/under-Wetten anbelangt usw. Aber die Tendenz auf Leipzig war doch immer gegeben in meiner Wahrnehmung. Vor allem wenn schon eines der Topteams Unentschieden gespielt hat (BVB), kann man in der Regel darauf vertrauen, dass dann Bayern und Leipzig nicht auch noch Remis spielen.
3. Team X trifft zur Halbzeit lohnt sich meist dann, wenn man denkt, dass der Underdog in Führung geht, Leipzig war aber kein Underdog in dem Spiel!
 
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Borussia Mönchengladbach - Bayern München (1:2) // Tipp: ht 1 / ft 2 // ht 2 / ft 1 // Sané trifft

Hier war der Entscheidungsprozess interessant. Ich hatte tatsächlich geträumt Gladbach führt 1:0 und weil ich das neulich schon bei zwei Spielen träumte, die dann ht / ft - Dreher wurden in der Realität war klar, okay, ich muss das überprüfen, und sei es nur zum Spaß, ist hier ein Dreher möglich? Das war wirklich die Herangehensweise an das Spiel. Gladbach traute ich aus der Vorbereitung und aus dem Gezeigten durchaus etwas zu, weil sie schnelle Offensiven haben, die werden imo. vlt. nicht immer die besten Ergebnisse erzielen, aber den Fußball, den sie teilweise bieten, ist nicht verkehrt.

Wohl wissend um den Angstgegnerstatus, den Gladbach inne hat für die Bayern war also schnell klar, dass ein Tipp auf die Bayern-HCs nicht lohnenswert erschienen. Tuchel legt mehr Wert auf Kontrolle, die Bayern sind nicht mehr so wild usw. brachte mich eher weg auch von vielen Toren. Es gibt diese Spiele, du siehst den Favoriten zwar vorne aber du weißt, irgendwas passiert da. Also folgte ich dieses mal wirklich dem Gefühl und loggte sofort ht 1 / ft 2 ein. Umgekehrt spielte ich es auch an, weil, wenn man es spielt, dann schon konsequent und wäre es so eine krass riesige Überraschung gewesen, irgendwie schon klar, aber es ist noch früh in der Saison, nicht alle Favoriten gewinnen da automatisch ihre Spiele, zumal auswärts.

Dann noch ein wenig bei miasanrot reingehört, Bayern-Forum und transfermarkt nach möglichen Torschützen abgeklappert, die nicht Kane heißen (weil dess Quote war mir zu niedrig und dass er erneut doppelt trifft, glaubte ich nicht). Irgendwo laß ich Sané und es macht gleich klick, das passt.

In diesem Fall war es goldrichtig auf Spezialwetten zu gehen, wenn einem weder die Seiten noch die Tore wirklich gut gefallen. Inspiriert von meinem Traum fühlte es sich einfach gut an, anzunehmen, dass Gladbach 1:0 in Führung geht. Als Angstgegner, zu Hause, die Bilanz der letzten Spiele, die aufregenden neuen Angreifer auf Seiten der Borussia - soo weit weg war das nicht, das anzunehmen. Natürlich braucht man immer Glück, dass so etwas dann auch eintrifft - aber hier habe ich konsequent auf den Riecher gehört und wenn ich mal wieder so einen Traum habe, werde ich es wieder so anspielen.

Die Lehre aus dem Spiel muss sein:

1. Ruhig den mitunter verrücktesten Ansätzen, die der Riecher einem eingibt vertrauen und sie nicht abtun; was schadet es einem groß kleine Einsätze auf hohe Quoten zu setzen, wenn man ein richtig gutes Gefühl dabei hat? Erzwingen oder eine Regel daraus machen, lässt sich nicht.
2. Tendentiell sind erfahrungsgemäß ht / ft - Partien immer gut, wenn man dem Underdog zutraut, dass er stark genug ist, eine HZ für sich zu entscheiden, aber schwach genug ist, eine mögliche Führung konsequent zu verteidigen. Es muss eher ein Underdog sein, Teams auf Augenhöhe, wo man ja eher denken könnte, beide könnten gewinnen, das wird spannend, kommen, zumindest meine Erfahrung, eher keine Dreher.
3. Es lohnt sich immer die zweiten, dritten, vierten Torschützen hinter dem Goalgetter in Erfahrung zu bringen, Sané ist in guter Form, spielte von Beginn an gegen eine dürftige Gladbacher Abwehr, eine 2.55 ist da einfach eine gute Quote.
4. Wenn man kein Gefühl für Tore oder Seiten hat, das empfand ich sauschwer bei der Partie, dann eher normal die Finger von lassen.
5. Angstgegner heißen nicht umsonst so! Dieses Szenario muss man ernst nehmen. Auch wenn Bayern gewonnen hat schließlich, es war nicht leicht. Gladbach +2 gab immer noch gute Quoten.
 
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Werder Bremen - Mainz 05 (4:0) // Tipp: over 2.5

Hier sprach vor dem Spiel nicht so viel für Werder Bremen. Allerdings, je näher der Anpfiff rückte beschlich mich das Gefühl, dass ein erster Eindruck auf Mainz zu gehen, keine so gute Idee ist, vor allem deshalb, weil die Mainzer bisher wenig überzeugten und eine lange Liste mit ausfallenden Spielern einfach nie Spaß macht, wenn man auf eine Mannschaft tippen will. Das Narrativ vor der Partie lautete in den Medien allenthalben ungefähr, dass Werder jetzt auch noch ohne Füllkrug noch schwächer sein wird, die Krise steht bevor, steht der Trainer schon zur Debatte, wer will bei Werder treffen usw.

Mainz ging bei Union unter und gegen ein schwaches Frankfurt spielte man nur 1:1 - dazu die Ausfälle; es sprach irgendwie nichts so richtig für Mainz; auch das Mainz dreimal in Folge zuletzt in Bremen gewinnen konnte, hätte mir signalisieren sollen, Vorsicht mit einem weiteren Mainz-Sieg, sie sind ganz sicher keine starke Mannschaft momentan. Die Buchmacher ließen die Frage komplett offen, wer Favorit ist, sahen Mainz also auch nicht vorne.

Das Narrativ gegen Werder war zu stark als dass ich überhaupt auf die Idee kam mit Werder zu gehen, obwohl das Spiel gegen die Bayern lange nicht schlecht aussah und gegen Freiburg kann man schon mal verlieren.

Leider rückte ich meinen Fokus ab von den Seiten, ich weiß nicht, warum ich nicht mal über einen möglichen Werder-Sieg nachdachte, das DNB hätte immer noch einen solide Quote eingebracht. Ich empfahl derweil gemäß dem Grundsatz 'Im Zweifel immer over' das over 2.5, das erstaunlich gut quotiert war. Erst relativ spät sah ich, dass wettbasis 1X und 4.5 Tore empfohlen hatte; immer, wenn ich bei wettbasis eine unter 4.5 Tore-Empfehlung sehe, werde ich neuerdings hellhörig, weil einfach oft dann genau dort die over kommen, wo man sie auf den ersten Blick nicht vermutet, die so gennanten hidden over.

Das war so ein Spiel, so viel war ich mir dann sicher. Trotzdem tippte ich nicht gleich und beschäftigte mich zwischenzeitlich mit 2. Bundesliga und live-Wetten. Kurz vor Spielbeginn fiel mir wieder ein, Mensch ich wollte ja noch auf Werder setzen. Gerade als ich drücken wollte, ich war mir sehr sicher mit dem over 2.5, stand es auch schon 1:0 und ich hatte mal wieder einen guten Gedanken nicht sofort in die Tat umgesetzt, zu lange gezögert und schwupps war eine der besten Wetten des Spieltags im Eimer!

Leider, und das ist das beste Beispiel, wie man es nicht machen soll, dachte ich dann sofort, okay diese Partie könnte völlig eskalieren und die treffen bestimmt nochmal vor der ht was solls und drückte eine over 1.5 ht Wette zu einer Mini-Quote durch. So was ist so bescheuert auf mehreren Ebenen. Wenn man schon ein frühes Tor verpasst hat, muss man in den meisten Fällen einfach die nächste höhere over-line spielen, warum ich nicht auf over 3.5 getippt habe, erschließt sich mir nicht. Der Gedanke an ein weiteres schnelles Tor vor der HZ überwiegte.

Somit hatte ich mal wieder den richtigen Riecher bewiesen vor der Partie, was Tore anbelangt aber die nicht-konsequente Umsetzung kostete mich auch hier Geld. Das war absolut ärgerlich.

Die Lehre aus dem Spiel muss sein:

1. Wenn ein durchschnittliches Team, das bisher nicht durch Leistungen aufgefallen ist und zudem ein paar gehörige Verletzte hat, immer noch gleichauf mit dem Heimteam ist, was die Quote anbelangt, muss man hellhörig werden.
2. Das Narrativ in den Medien und die Stimmungslage sind so flatterhaft, davon sollte man sich nie anstecken lassen. Journalisten schreiben reißerisch und in den Foren ist die Stimmung sowieso oft negativer als in echt. Ich habe bei worum reingeschaut, die beste Werder-Info-Seite und da dachte man Bremen steht kurz vor dem Weltuntergang.
3. Hatte ja im Kopf die Werder-Tore parat, es war richtig Duksch in die Torschützenkombi mit reinzunehmen, die nur an Grifo scheiterte, schade. Sogar Stage als alternativen Torschützen hatte ich richtig aber gierig in ne Kombi gepackt. Warum? Wenn ein alternativer Torschütze wie Stage eine so hohe Quote hat (8.0) muss man ihn einzeln anspielen und erst dann in eine Spaßkombi packen. Leichtfertig Geld verschenkt durch nicht-konsequentes Umsetzen einer gut recherchierten Over-Idee, dann mit live-Wette Geld verloren und Torschützen nicht einzeln angespielt. Gutes Lehrbeispiel, wie dumm es laufen kann, weil man die Ideen, die man hat nicht umsetzt.
 

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Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln // Tipp: under 2.5 // cs 1:0, 0:1, 1:1

Ich sage es immer wieder und die Erfahrung zeigt es: Eine lohnenswerte Herangehensweise an Spieltage kann es generell sein nach Mustern Ausschau zu halten. Schaut man sich die Spieltage selbst in der torreichen Bundesliga an, fällt schnell auf, dass es einfach sehr sehr selten vorkommt, dass alle Spiele an einem Spieltag over gehen. "Angebrochene" Spieltage etwas genauer zu untersuchen, ist daher fast immer lohnenswert, das gilt natürlich nicht nur für die Bundesliga.

Am vergangenen Wochenende kamen zum Beispiel in der 3. Liga kaum bts-Spiele bevor der Sonntag anstand; alle drei Partien endeten dann mit Treffern auf beiden Seiten. Es gibt viele Unkonstanten, Sportergebnisse sind nicht wirklich vorhersehbar, theoretisch kann natürlich immer alles passieren. Allein die Realität beweist aber, dass es einfach Muster gibt, die einen auf die richtige Spur führen können.

So ist es in der Bundesliga vor den stattfindenden Sonntagsspielen immer interessant zu schauen: Wie viele Tore sind schon gefallen, wie viele over könnten noch ausstehen. 'Fehlen' dem Spieltag noch ein paar Tore oder war es schon so torreich, dass man logischerweise eher under in Betracht ziehen sollte. Durchforstet man die Bundesliga nach over/unter-Statistiken kann man sich meist darauf verlassen: Wenn schon sechs oder sieben Spiele über 2.5 Tore sahen, ist die Wahrscheinlichkeit einfach groß, dass nicht mehr viele Tore fallen an den Sonntagsbegegnungen. Das kann man naiv oder einfältig finden, sich einem Spieltag so zu nähern aber es sind einfach die Gesetze der Statistik.

Dass ein kompletter Spieltag over ausgeht, passiert in der Bundesliga und anderen Ligen sowieso, einfach so gut wie nicht. Man sollte diese grobe Herangehensweise aber nur bei Ligen beherzigen, wo man vom Gefühl her den Überblick behält. Es ist natürlich zu einfach in anderen Ligen nach Belieben diese Herangehensweise durchzuziehen. Die 'Anzeichen' richtig lesen zu können, ist nicht immer so einfach, wie es erscheint.

Bei Eintracht - Köln war es fast zu einfach: Seit Wochen ist bekannt, dass die Kölner in der Offensive dünn aufgestellt sind, Selkes Verletzung kam jetzt noch hinzu; bei der Eintracht hatte sich die Lage nach den Offensiv-Abgängen, allen voran Kolo Muani, sogar dramatisch verschlechtert. Die bisher gezeigten Leistungen von beiden ließen ohnehin schon darauf schließen, dass wir es hier mit einem torarmen Spiel zu tun haben werden. Tobias Escher hatte wiederholt auf die limitierte Kölner Saison hingewiesen und erwartete vor der Saison 'biedere Spiele von Köln'. Als ich dann noch im Rücken bereits sieben Over hatte vor dem Sonntag war mir klar, dass man hier einfach einen under-Tipp bedenkenlos spielen kann.

Wir hatten dann die perfekte Situation, mit gutem Gefühl die unter-Tore anzuspielen und sogar noch am cs-Markt zuzugreifen. Ich hielt ein 0:0 zwar nicht für ausgeschlossen aber das Duell, sah aber eher ein 1-Tore-Spiel. Selbst wenn man auf dem cs Markt nicht nur das 1-0, 0-1 und 1-1 sondern auch noch das 0-0 dazugenommen hätte, wäre man immer noch locker im Plus gelandet. Interessant wäre, sich auf genau solche under-Partien zu konzentrieren und jeweils immer noch die korrekten Ergebnisse abzugreifen. Die niedrigsten Quoten am Markt bewegten sich bei den genannten cs zwischen 6.0 und 9.75.

Es kam wie es kommen musste. Ein Elfmeter musste herhalten, damit überhaupt mal ein Tor fällt. Köln kam nicht mal auf einen xG-Wert von 1. Frankfurt knapp darüber. Am Ende schaffte die Eintracht doch noch ein Tor. Selten konnte man ein Spiel mit ein wenig Wettkunst dermaßen gut vorhersagen wie diese Partie. Und es beweist mal wieder wie relativ berechenbar die Bundesliga in manchen Dingen ist, wenn die Konstellation passt.

Festgestellt sei noch, dass auch Union - RB viel Unvermögen braucht, dass es zu drei Toren kam, die rote Karte war sehr entscheidend, auch dort hätte man auf under spekulieren müssen nach dem torreichen Freitag/Samstag. Der xG-Wert war noch krasser als in Frankfurt. Union hatte 0.31 und Union auch nur 0.88!

Interessantes zu diesem Spiel:

1. In der frühen Recherche fiel schon auf, dass die Quoten auf das under 3 stark am droppen waren, indealerweise hätte man under 3 früh angespielt und wäre auf der noch sichereren Seite gewesen.
2. Man kann sich darauf verlassen, dass an einem Spieltag so gut wie nie alle neun Partien over ausgehen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Meistens geht der Trend zu 5-7 overn und 3-4 undern.
3. Wenn man sich Tore schlecht vorstellen kann, man aber auch denkt 0:0 geht das nicht aus, ist ein Elfmeter-Pfiff nicht weit.
4. Sich in der Bundesliga vor der Saison damit zu beschäftigen, welche Teams denn vor allem offensiv schwach sein werden, ist Gold wert in dieser Liga. Es geht in der Bundesliga darum erst die möglichen under-Partien herauszufiltern und den Rest over anzuspielen. Under in der Liga direkt anzuspielen, bleibt in dieser torreichen Liga immer ein riskantes Unterfangen.
5. Bei der Wahl einer möglichen Seite hilft bei Sonntagsspielen oft der Blick auf die Tabelle. Hier schloss ich einen Frankfurt-Sieg fast kategorisch aus, weil ich mir dachte, hätte es die Eintracht jetzt wirklich verdient bei einem Sieg mit 7 Punkten auf Rang 3 zu klettern, hinter Leverkusen und Bayern? Ich spielte daher das Kölner cs 0:1 auch etwas höher an als die anderen beiden direkten Ergebnisse.
 
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Noch Generelles zur Herangehensweise von Toren. Suche nicht die overs, suche die unders und spiele den Rest.

Ich hatte mir vor dem Spieltag vorgenommen die fünf besten Over des Spieltags herauszusuchen. Getan habe ich das im Negativ-Verfahren. Da ich beim BVB unsicher war, ob deren Leistungen und Heidenheim für mich immer noch ein Fragezeichen darstellte, habe ich die Freitagpartie weggelassen. Oft lohnt es sich die Freitagpartie abzuwarten, um zu sehen 'wo der Spieltag hinläuft'.

Dann hatte ich früh im Kopf schon das under bei Frankfurt - Köln wie erklärt festgemacht. Union - Leipzig war ich mir unsicher mit Toren, weil Leipzig ja schon eine gute Defensive hat und ich Union ein wenig overhyped fand gegen überschaubare Gegner, also ließ ich es auch weg. Die Bayern ließ ich auch weg, weil sie unter Tuchel nicht so explodiert sind bisher und ich ja auch wusste, dass es gegen den Angstgegner Glabach eng werden könnte; mir schwebte da zu keiner Zeit ein Torefestival vor Augen, das geht für Bayern auswärts vlt. gegen Darmstadt oder Heidenheim leichter von der Hand aber nicht beim boogey opponent in Gladbach. Man muss sich vorstellen: Das over 2.5 war bei Gladbach - Bayern gerade mal bei einer 1.25!

Mein Gedankengang war dann wirklich: Okay drei mögliche under reichen dann aber auch an dem Spieltag und obwohl ich bei FCA - Bochum kurz Bedenken hatte, loggte ich einfach die übrig bleibenden 5 Partien overs ein. In einer Kombi sollte man natürlich eher höhere Quoten spielen, damit es sich richtig lohnt aber value ist, wenns kommt ;)
 

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Endlich geht der Liga-Alltag wieder los! [[winkewinke]][[winkewinke]][[winkewinke]]

Hier ein paar einstimmende Zeilen zum Start der 2. Bundesliga, bereits kommendes Wochenende (02.08. - 04.08.)

Analyse ist immer so ne Sache. Ich verlasse mich in der 2. Bundesliga auf meine allgemeine Erfahrung. Dazu ist es hilfreich liga2-online.de im Lesezeichen zu haben.
Neben den Transfermarkt-Ordnern und Statistiken habe ich für die meisten Teams noch Foren und Blogs, falls vorhanden, gespeichert. Was sehr hilfreich ist, sind
youtube-Fan-Kanäle, falls vorhanden, da kriegt man oft einen guten Einblick in die Stimmungslage. Zudem wird auf einigen Kanälen wirklich anspruchsvoll Kritik geübt
und man bekommt gute Erkenntnisse über Taktik, was rund um den Verein passiert und auf welche Spieler zu achten ist.

Ein paar allgemeine Empfehlungen für die 2. Bundesliga:
https://www.liga2-online.de/ alle wichtigen News für die 2. Bundesliga, Vorschauen und so weiter
@Buli4fans auf youtube ist dort einer meiner liebsten Kanäle, ich bin auch wieder bei deren Tippspiel bei kicktipp dabei, wer Lust hat auf 2. Bundesliga: Link unter dem Vorschauvideo zur 2. Bundesliga.
@Bohndesliga immer noch alternativlos, haben die 2. Bundesliga als Zwohndesliga abgedeckt, mag sie einfach und sind angenehm neutral bis kritisch eingestellt. 11Freunde kann ich mir dagegen gar nicht mehr geben. Und bei Manu Thiele krieg ich Ohrenschmerzen.
https://meinsportpodcast.de/fussball/ unverzichtbar, wer gerne podcast hört, ideal beim Spazierengehen, im Fitness oder zum Einschlafen
@KickOffYT zwar fachlich manchmal etwas fragwürdig aber mag ihre recht ausführliche Saisonvorschau pro Verein und hauen auch oft recht brauchbare Prognosen raus

--> Hier also der Beginn der Saisonvorschau, inklusive Rechercheempfehlungen, die Reihenfolge ist neutral geografisch von Nord nach Süd.

Hamburger SV
Da St. Pauli und Holstein Kiel in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind, ist der HSV einziges verbliebenes Nordlicht der 2. Bundesliga. Der HSV will endlich aufsteigen, ob Baumgartl das schafft, woran andere versagt haben? Wir werden sehen. Ich würde es dem HSV aber echt gönnen, dass sie in die Bundesliga zurückkehren. Einen Anlauf, den sie jetzt schon zum siebten Mal in Folge nehmen.

Personal: Der HSV hat wieder einen starken Kader beisammen, der ungefähr gleich stark wie letzte Saison einzuschätzen ist. Benes (27/13/11) ein herber Abgang (Union) wurde aber durch die spannende Leihe von Karabec (Sparta Prag) kompensiert. Man hat noch Ambrosius abgegeben aber wie immer konnte man wichtige Leistungsträger halten, allen voran Glatzel. Mit Selke bekommt der HSV einen Bundesliga erprobten Stürmer hinzu, Poreba wurde fest verpflichtet und Elfadli war schon länger ein Wunschkandidat und bringt Qualität mit. Hefti von Genua soll noch als RV kommen.

Taktisch: Baumgart will den HSV flexibler machen, um im Spiel auch besser Veränderungen vornehmen zu können. Die Berechenbarkeit und der Walter-Starrsinn haben dem HSV letzte Saison viele Punkte gekostet! Das Gegenpressing hat sich in den Testspielen schon von einer guten und reifen Seite gezeigt, hat sich seit Walter stark verbessert. Die Offensivstandards sind unter Baumgart ebenfalls deutlich besser geworden in der Vorbereitung. Eine mögliche Startelf könnte im 3-5-2 oder 3-4-2-1 oder im 4-2-3-1 daherkommen. Vor allem die Außenspieler waren für Baumgart schon in Köln ein Schlüssel im Offensivspiel, sie schlugen von allen Bundesligateams die mit Abstand meisten Flanken (455) aus dem Spiel heraus! Gegen den Ball will Baumgart, dass offensiv viel angelaufen wird 4-1-2-3. Glatzel ist vorne gesetzt, Neuzugang Karabec im OM ebenso, dazu dürfte sich Pherai gesellen. Die Außen links dann Dompé, rechts Oliveira/Jatta. (Königsdörffer und Ötztunali könnten als hängende Spitze oder über Außen als Alternativen gelten). Reis (Proeba) und Elfadli auf der möglichen Doppelsechs. Hinten dann eine Dreierkette Muheim (Katterbach) - Schonlau (Ramos) - Hadzikadunic (Vuskovic muss die Dopingsache abgewartet werden; Gerücht: Hefti). Raab im Tor.

Prognose: Der HSV hat keinen besseren Kader als im Vorjahr, muss sich unter Baumgart erst einmal beweisen und taktisch neu einspielen, hat zwei verletzungsanfällige Stürmer und eine Reihe von Spielern, die nach wie vor viel schuldig bleiben. Die Defensive braucht noch Verstärkungen, ist qualitativ ausbaufähig, manche sagen eine Baustelle! Man arbeitet aber daran. Die erwähnten taktischen Kniffe von Baumgart sind schon gut übernommen worden, was man so hört. Die Testspiele waren in Ordnung, die letzten zwei konnte man aber nicht gewinnen. (0:0 Aris, 0:3 Cardiff). Kuntz als Vorstand für mich ein Fragezeichen. Fazit: Der HSV ist mit dem Kader ein Topkandidat auf den Aufstieg aber nur, wenn die offensive Harmlosigkeit aus der Rückrunde abgestellt wird, die Defensive stabiler wird und Baumgarts taktische Veränderungen fruchten. Mein Tipp: Platz 2-4

Zur laufenden Recherche:
@KickON11​ leidenschaftlicher relativ unbekannter Kanal um den HSV mit echter, kritischer Note
https://www.volksparkgefluester.de/ stabiler HSV-Podcast mit schon über 250 Folgen
https://www.hsv-arena.hamburg/ authentischer HSV-Blog, der sich u.a. mit der unkritischen Berichterstattung auseinandersetzt
Bonmots:
Die Kurzzusammenfassung zur neuen Saison: https://www.hsv-arena.hamburg/2024/07/19/state-of-the-art-5/
Die Kommentatoren von HSVtv waren in der Vorbereitung noch nicht auf der Höhe: https://www.hsv-arena.hamburg/2024/07/21/3-5-2-1-oder-5-3-2-1/ :mrgreen:
 
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Hertha BSC
Die Hertha erlebte nach dem Abstieg aus der Bundesliga eine erwartet schwere und auch turbulente Saison in Liga zwei. Es vollzog sich ein wirtschaftlicher und sportlicher Umbau, das Cluboberhaupt verschied unerwartet aus dem Leben, man leistete sich zu viel Pleiten, Pech und Pannen (individuelle Fehler!), man schaffte es aber auch ins VF des Pokals, man lieferte dramatische und torreiche Spiele ab, man stellte den erfolgreichsten Torjäger der Liga, gab jungen Talenten eine Chance und hatte bei den Fans wieder einen größeren Stein im Brett. Die Hertha will nach der Übergangssituation in dieser Runde richtig angreifen und ernsthaft um den Aufstieg mitspielen, auch wenn man sich mit der Ausrufung dieses Ziels noch schwer tut. Eine große Fannähe und die Entwicklung von jungen Spielern, eine weitere wirtschaftliche und sportliche Gesundung sollen dabei aber nicht auf der Strecke bleiben.

Personal: Die größte Veränderung hat auf der Cheftrainer-Position stattgefunden: Christian Fiél löste Pal Dardai ab und man darf gespannt sein, ob er die Hertha wirklich zum erklärten Zeil Aufstieg führen kann. In Nürnberg wurde Fiél am Ende von seiner Mannschaft angezählt und seine Methoden wurden (Ansprache, Training) unverblümt kritisiert. Die Hertha holte ihn, weil er offensiven und mutigen Fußball spielen lassen will und weil man ihm zutraut Talente weiterzuentwickeln. Vom Spielermaterial her ist die Hertha für den Aufstieg auf jeden Fall gerüstet. Mit Serdar, Bence Dardai und Pekarik hat man zwar Qualität und Potential verloren, mit Cuissance, Sessa und Demme hat man aber namhafte Verstärkungen geholt! Luca Schuler kommt als ablösefrei als Tabakovic-Backup aus Magde. Der aktuell noch überdimensionierte Kader soll noch reduziert werden. In der Vorbereitung sorgte die Reese-Verletzung für Wirbel, der Topspieler wird jetzt erst einmal ausfallen aber bleibt der Hertha dann eben wohl auch erhalten.

Taktisch: Man kann davon ausgehen, dass Fiél die Hertha in einem 4-3-3 mit attraktivem, modernen Ballbesitzfußball aufbauen will. "Dominanz, aber kein Tiki-Taka" hieß laut Beobachtern die taktische Marschroute im Trainingslager. Ob Fiél seinen hohen Ansprüchen gerecht werden kann? Ich bezweifle es noch. Die Defensive könnte eben durch ein relativ hohes Stehen noch leichter nach eigenen Fehlern überspielt werden. Man hatte letzte Saison die zweitmeisten Tore erzielt aber eben auch 59 Tore geschluckt! Realistisch ist also eine Viererkette, im Tor steht Ernst, aus Karbownik (Dudziak) - Kempf - Klemens (Gechter) - Kenny, die wohl auch in dieser Saison für Kopfzerbrechen bei den Hertha-Fans sorgen dürfte. Das teilweise neue Mittelfeld ließt sich richtig stark mit Demme als Sechser, Cuissance und Maza in der Zentrale, über Außen hat man dann mit Sessa/Winkler rechts und Reese/Christensen eine schöne Auswahl, vorne wird wie gesagt Schuler Tabakovic herausfordern.

Prognose: Als neutraler Beobachter der Hertha frage ich mich, warum man sich in der Defensive nicht verstärkt hat aber es ist wohl kein Geld da. Dass Neuzugang Sessa und Topmann Reese erst einmal ausfallen zu Saisonbeginn ist super bitter. Denn die Hertha muss gleich einen guten Start erwischen, wenn sie an den Aufstieg glauben will. Es fehlt mir bei den Berlinern etwas an der Ambition, ich hoffe, dass Trainer und Spieler den Aufstieg mit allen Mitteln anstreben, bisher hört man noch keine großen Töne aus Berlin, warum eigentlich nicht? Die Abwehr ist und bleibt das Sorgenkind aber vlt. findet der eine oder andere Abwehr-Spieler mit einem K im Namen ja zu einer besseren Form. Der Trainer war in der Vergangenheit in Dresden und Nürnberg teilweise richtig unbeliebt, mal schauen, wie sich das entwickelt. Fazit: Vom Potential her, hier machen die vielen jungen Talente Freude, kann die Hertha den Aufstieg schaffen, offensiv sollten sie in der Lage sein zahlreiche Gegner zu überrollen. Allerdings zweifle ich, ob Fiél aus dem Stand Konstanz und Stabilität in das Spiel hineinbringt. Es wäre irgendwie keine Überraschung, wenn sie den Aufstieg verpassen, da die Konkurrenz riesig ist, ich bin aber optimistisch. Mein Tipp: Platz 2-4.

Zur laufenden Recherche:
https://forum.altedame.org/index.php sehr gutes Vereinsforum, immer sehr viel los, gut aufgemacht, schnörkelloses Forum
https://www.herthaimmer.de/ Blog von Fans für Fans, wie es sein sollte
https://herthabase.de/ podcast, yt-Kanal und mehr wer nicht genug kriegen kann von der Hertha, empfehlenswert!
@herthabsc offizieller Kanal, naja viel Unterhaltung
​Bonmot: @Flummi030 angenehm kleiner, pfiffiger Kanal mit Trainingseindrücken
 
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Hannover 96
Hannover geht in seine sechste Zweitligasaison in Folge, vergangene Saison konnte man den positiven Platzierungstrend fortsetzen, wurde Sechster nachdem man die Jahre davor 13., dann Elfter und dann Zehnter war. Wenn sich der Lauf fortsetzt, kann man mit Hannover auch in der kommenden Saison auf den vorderen Rängen rechnen. Ob das realistisch ist, wird man sehen. Dier 96er waren jedenfalls vergangene Saison schwer zu schlagen, waren mit 13 Unentschieden aber auch die Remis-Könige der Liga. Sportdirektor Marcus Mann setzt nach wie vor auf Trainer Leitl, der immer mal wieder auch in der Kritik stand, von dem man sich aber eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit erhofft.

Personal: Vom Gesamtmarktwert rangiert der 96er-Kader auf Rang fünf, was zeigt, wie viel Qualität die Mannschaft auch in der neuen Saison aufzubieten imstande ist. Der Verkauf von IV Arrey-Mbi zu BHA hat gutes Geld in die Kassen gespült. Schaub (29/3/3) ging zu Rapid und Teuchert (27/11/2) ablösefrei in die USA. Sebastian Ernst hat sich dem Jahn angeschlossen. Die Leihen Scott, Damar und Foti gingen alle zu ihren Vereinen zurück. Auf Seiten der Zugänge kann Hannover in Zukunft auf die Dienste von Elversbergs Rochelt bauen, was ein guter Transfer-Coup war. Knight kam aus Englands dritter Liga als IV genauso wie Uhlmann als IV aus der Jugend. Der Bundesliga erfahrene Ngankam wurde von Frankfurt ausgeliehen, ebenso wie die Leihe Lee, der Bayern gehört aber für Wiesbaden 28 Spiele gemacht hat. Hannover baut nicht zuletzt auf Eigengewächse: Neben Uhlmann sind auch Chakroun und Ndikom in der kommenden Saison mit auf der Bank.

Taktisch: Im Tor steht Zieler. Rechts verteidigen Dehm oder Muroya. Mit Knight, Neumann und Halstenberg hat man drei solid-gute IV, Uhlmann soll Erfahrung sammeln. Links in der Verteidigung steht der wieder genesene Ezeh bereit, Matsuda wartet hier als japanisches Talent auf. Die Sechs bilden Kunze oder/und Christiansen. Auf der Acht steht ein Enzo Leopold bereit. Im offensiven Mittelfeld baut Hannover auf junge und wilde Kreativität (Lee, Ndikom, Oudenne, Gindorf). Im Angriff wird die Jugend forscht - Abteilung sich etwas beweisen dürfen: Momuluh und Chakroun können beide für die U21 spielen. Mit Tresoldi, Voglsammer, Ngankam hat man dann die Erfahrung, die man braucht und Rochelt der Neuzugang aus Elversberg darf als moderner Halbraum-Zehner wirbeln. Das ganze könnte in einem 3-4-2-1 daherkommen, wie man es im letzten Test gegen Wolfsburg (3:2) gesehen hat. Leitl baut auf Halbraumspieler und nicht auf klassische Flügel. In der Vorbereitung harmonierten jedenfalls Ezeh als Flankengeber und Ngankam als Abnehmer.

Prognose: Mein Gefühl für 96 ist richtig gut aber das war es letzte Saison auch schon und ich wurde eher leicht enttäuscht. Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft scheint aber aktuell zu stimmen, man hat eine starke Vorbereitung absolviert, im letzten Drittel sah das schon richtig gut aus, man will etwas mutiger sein und nach vorne verteidigen. Tresoldi und Ngankam haben in den Tests jeweils gut getroffen, es ist nicht verkehrt Hannover eine gute Frühform und womöglich einen guten Saisonstart zu prognostizieren. Qualitativ ist Hannover vorne und in der Verteidigung generell gut bestellt, punktuell fehlt aber noch ein Linksfuß auf der linken Abwehrwehrseite, in der Zentrale gibt es leider aus Leopold keinen nominellen ZM mehr, Besuschkow, darf sich einen neuen Verein suchen. Fazit: Schafft es Hannover die Energie auf den Platz zu bringen, die im Team steckt und schafft es Leitl etwas souveräner zu sein, ist für Hannover die Top Five möglich. Sie werden wohl auch diese Saison wieder mit die wenigsten Spiele verlieren, sind größtenteils eingespielt und die Abgänge konnten gut kompensiert werden. Leitl will besser abschließen als letzte Saison also das sind doch gute Töne, sie gehören zu dem weiteren Kreis der Aufstiegsfavoriten, wenn alles glatt läuft. Und man muss sich fragen, was eigenglich dagegen spricht, dass sie nicht mindestens wieder so gut sind wie letzte Saison. Mein Tipp: Platz 4-6.

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Bonmont: Martin Kind ist weg.
 
Eintracht Braunschweig
Der BTSV hat eine packende und spannende Saison hinter sich gebracht. Mit viel Zutrauen von so manchem Experten in die Saison gestartet, fand man sich nach zehn Spieltagen mit nur mickrigen fünf Punkten sang- und klanglos am Tabellenende. Härtel wurde gefeuert und man zog sich schließlich unter Neutrainer Scherning aus eigener Kraft aus dem tiefen Sumpf, weil die Konkurrenz aus Wiesbaden, Rostock und Osnabrück es eben noch schlechter machte. Am Ende standen 38 Punkte und Rang 15. In Braunschweig sehnt man sich nach dem vielen Auf- und Ab der letzten Jahre nach weniger Drama und mehr Konstanz. Den Schwung aus der tollen Rückrunde möchte man mit in die neue Spielzeit nehmen.

Personal: Braunschweig hat einen sehr großen Umbruch zu verzeichnen. Gleich acht Spieler gehen ablösefrei, darunter Stammtorwart Hoffmann, den es nach Schalke zog, genauso wie LV Donkor. Ujah, Marx, Multhaup, Decarli, Ihorst, Bangsow, Caliskaner haben BS ebenfalls verlassen, zusammen nicht weniger als 138 Einsätze. Auch Griesbeck, Kurucay, Wiebe, Kischka und Kijewsi haben keine neuen Verträge erhalten (bisher alle vereinslos), genauso wie die Leih-Enden Finndell, Helgason und Krüger, was weitere 124 Einsätze an Abgängen für BS in der vergangenen Saison bedeutet! Braunschweig verließen nicht weniger als 18 Spieler. Da man nicht viel einnahm, war man darauf angewiesen, günstige und ablösefreie Spieler an Land zu ziehen. Das ist mit einigen guten Verpflichtungen auch gelungen, wozu vor allem Köhler (Odense), Bell Bell (Magde), Conteh (Osnabrück), Szabo (Fehervar), Ehlers (Dynamo) und Sanchez (Saarbrücken) gehören. Interessant sind die Verpflichtungen der Talente Max Marie von Pauli II sowie sowie Ba von RB Leipzig und Raebinger (Eintracht Frankfurt).

Taktisch: Grill steht im Tor, unangefochten, weil Casali mit Kreuzbandriss lange ausfällt. Über rechts verteidigen Rittmüller (Ba), links dürften Bell Bell (Sanchez, Lucoqui) spielen, nominell hat man mit Bicakcic, Ivanov und Ehlers drei Innenverteidiger, von der Qualität her bewegen sich die Löwen hier aber auf einem überschaubaren Niveau. Im defensiven Mittelfeld warten dann Köhler, Tauer, Krauße und Nikolaou auf Einsatzzeiten (Letzterer kann auch als IV ran). Kaufmann und Raebiger beleben das Mittelfeld, die Zehner Gomez und Max Marie sorgen für Kreativität. Im Sturm hat man auf den Flügeln mit Sidi Sané, Conteh und Amyn Optionen (Letzterer könnte noch gehen), im Sturm werden dann Philippe und Szabo zu sehen sein. Scherning rettete die Löwen letztlich mit einem geradlinigen Umschaltfußball in einem 3-5-2 System und daran dürfte sich aus Erfolgsgründen erst mal nichts ändern. In der erfolgreichen Vorbereitung testete man aber fleißig auch Alternativen, wie so oft gilt es einfach abzuwarten, was man dann wirklich bekommt. Man hat Spieler geholt, die für Umschaltmomente gemacht sind, daher denke ich, dass der BTSV daran anknüpfen wird, was er in der Rückrunde richtig gut gemacht hat.

Prognose: Es ist immer schwer zu sagen, wenn eine Mannschaft so einen personellen Umbruch zu verzeichnen hat, wohin die Reise geht. Braunschweig ist von der Kaderstärke her und vom Marktwert viertletzter dieser saustarken 2. Bundesliga. Der Vorteil ist aber, dass man in der Rückrunde unter Scherning eine nicht mehr für möglich gehaltene Trendumkehr schaffte und der Erfolgs-Vibe dürfe bei den Verantwortlichen immer noch nachwirken, so dass man positiv in die neue Saison blickt. Ich traue dem Tainer auf jeden Fall zu auch mit vielen neuen Spielern erfolgreich zu sein. Fazit: Die Vorbereitung war richtig gut und man kann davon ausgehen, dass den Löwen auf jeden Fall eine entspanntere Saison als in der vergangenen Spielzeit gelingen dürfte. Die Entwicklung von neuen Talenten und ein souveräner Nichtabstieg, damit wäre man schon zufrieden, ich denke Braunschweig wird es den Gegnern schwer machen. Die AV-Positionen sind gut besetzt, wenn sie jetzt noch punktuell nachlegen (TW, IV, ZM) dann muss man Braunschweig eine sorgenfreie Saison zutrauen. Mein Tipp: Platz 12-14

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Bonmot: Wann kommt die Jägermeister-Werbung endlich zurück?
 
1. FC Magdeburg
Der 1. FCM hat eine durchwachsene Saison mit 38 Punkte auf Platz 14 abgeschlossen und konnte die guten Resultate aus dem ersten Drittel der Saison nicht konsequent fortführen. Insgesamt hatte man in Magdeburg das Gefühl, dass in der vergangenen Saison viel mehr möglich gewesen wäre. Für die Mannen aus Sachsen-Anhalt ist die Zweitligazugehörigkeit trotzdem nach wie vor ein Erfolg, vor nicht allzu langer Zeit spielte man noch in der Regionalliga bzw. 3. Liga und so geht man mit bescheidenden Erwartungen in die dritte Zweitligasaison in Folge. Mit Christian Titz hat man seit der Saison 20/21 eine Konstante auf der Trainerposition, der die Mannschaft vor dem drohenden Fall in den Amateurbereich bewahrte.

Personal: Mit Elfadli, Condé, Schuler, Bell Bell, Pollersbeck, Fabisch und Castaignos und zuletzt auch noch Arslan verließen unter anderem gestandene Stammspieler den Verein, nicht weniger als 161 Ligaeinsätze! Kompensiert hat das Magdeburg mit zahlreichen ablösefreien Neuzugängen einerseits und zwei neuen Stürmern, die zusammen rund 1.2 Mio kosteten, zum einen Kaars von Helmond Sport und Marusic aus der nordmazedonischen Liga. Insgesamt kamen Leipertz (Paderborn), Musonda (Horsens), Hercher (Lautern), Michel (BVBII) alle ablösefrei, genauso wie El-Zein (SVS), Nadjombe (KölnII) und Mathisen (Wiesbaden). Burcu wurde jüngst von Union Berlin geliehen. Der Verlust von vier, fünf Stammspielern ist schon heftig. Magdeburg hat zwar ordentlichen Ersatz verpflichtet aber man sieht an den Neuzugängen eben auch, dass sie sich mit dem unteren Drittel der 2. Bundesliga messen und von den Strukturen her mit den großen Traditionsvereinen nicht mithalten können. Mit rund 17 Mio. Marktwert steht man gerade einmal auf Platz 12 der Tabelle. Rostock und Dresden sind mahnende Beispiele, dass man die 2. Bundesliga-Zugehörigkeit richtig einordnen muss. Es ist in dieser Liga einfach nicht selbstverständlich, dass man als relativer Underdog Jahr für Jahr dieselbe Performance erwarten kann.

Taktisch: Magdeburg hat sicherlich wieder den Anspruch wirklich attraktiven Ballbesitzfußball (3-4-3 oder 4-3-3) spielen zu wollen, so wie man es von Titz gewohnt ist, der den gepflegten Offensivfußball lehrt und wohl auch in der kommenden Saison nicht allzu viele Experimente machen will. Zu wenig Flexibilität und ein zu anspruchsvoller Ballbesitz-Ansatz - mit dem Kader in der Liga - genau das wurde ihm vergangene Saison vorgeworfen als es brenzlig wurde. Dennoch gehe ich fest davon aus, dass er nichts großartig am Stil der Mannschaft ändern wird. Eine mögliche Startelf könnte wie folgt aussehen: Reimann im Tor, Musonda (LV), Heber (Mathisen), Hugonet (Hoti), Hercher (RV) bilden die Viererkette, Mathisen/Gnaka dann vor der Kette als Sechser, im Mittelfeld zentral Gnaka (Krempicki) und Leipertz (El-Zein), auf den Außen links dann Atik (Ito) rechts Teixera (Ceka) und vorne im Zentrum als Stürmer Kaars oder eine Alternative, wenn nötig (Kuhinja, Marusic). Alles in allem denke ich braucht der 1. FCM noch etwas Zeit die vielen neuen Spieler zu integrieren, das Spielgerüst bleibt aber dasselbe, wichtig wird sein, dass die Schienenspieler gut funktionieren.

Prognose: Magde wird aufgrund seiner Tradition und Vergangenheit oft als schlafender Riese bezeichnet. Die Strukturen sind aber halt nun mal so, dass eine entspannte Saison und der relativ frühzeitige Klassenverbleib schon ein Erfolg wären. Die Neuzugänge sind schon gut integriert, was man so hört, Titz genießt absolutes Vertrauen im Verein und dürfte den 1. FCM auch kommende Saison gut über den Strich platzieren. Die Vorbereitung verlief recht gut, beim 1-0 Sieg gegen Norwich zeigte man eine beachtliche Leistung, beim 2:4 gegen Genua rotierte man viel und gelangte zu der Erkenntnis, dass die "B-Elf" eben kein so hohes Niveau aufbieten kann. Magdeburg wird daher auch darauf angewiesen sein, dass der sich teilweise neu findende A-Stamm verletzungsfrei bleibt, denn die Kaderbreite ist diese Saison nicht auf allen Positionen gegeben. Dagegen hat man in der Offensive teilweise 12 Spieler für nur vier Positionen. Ein wenig mehr Balance hätte dem Kader noch gut getan, vlt. passiert ja noch was. Fazit: Ich traue Titz' Elf eine sorgenfreie Saison zu. Vergangene Saison hat man viele Spiele leichtfertig versemmelt, wenn man Fehler abstellt und besser verteidigt, sowie auswärts torgefährlicher wird, kann ich mir gut und gerne einen stabilen Mittelfeld-Platz vorstellen. Unterschätzen sollte man den FCM jedenfalls nicht! Wenn alles glatt läuft, sieht man den FCM sogar einstellig abschließen. Mein Tipp: Platz 10-14.

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@artsy_ft unterschätzter Fußball-Kanal mit vielen Einschätzungen, ein Video widmet sich der FCM Vorschau
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https://www.mdr.de/sport/fussball/vereine/fc-magdeburg-102.html Newsseite des mdr zu den mitteldeutschen Klubs
Bonmot: Der 1. FC Magdeburg hat 171 registrierte Fanclubs und damit mehr als so mancher Bundesligist
 
SC Preußen Münster
Münster ist nach über 30 Jahren zurück in der 2. Bundesliga, die Euphorie ist nach dem Durchmarsch aus des Regionalliga West entsprechend riesengroß.

Personal: Die rund neun Abgänge sind alle zu verkraften, das Karriereende von Kultkeeper Niehues war emotional, ein funktionierender Stamm und die Leistungsträger blieben auf jeden Fall erhalten, insbesondere das erfolgreiche Sturmduo Grodowski und Batmaz aber auch ein Koulis und Bazzoli sowie Legende Scherder. Mit Mees (Kiel), Amenydo (St. Pauli), Makridis (Osnabrück) und Kirkeskov (Kiel) sowie TW Behrens (SVD) kamen ein paar gestandene Zweitliga-Profis hinzu, Hendrix von Western Sydney kann ich schwer einschätzen. Mit Mrowca ist ein wichtiger Spieler im Mittelfeld noch lange lange verletzt, das ist leider für Münster eine mittlere Katastrophe.

Taktisch: Eine mögliche Startelf im klassischen 4-4-2 zum Saisonauftakt:
Schenk - Kirkeskov - Frenkert - Koulis - ter Horst - Preißinger - Bazzoli - Lorenz - Mees - Batmaz - Grodowski
Mit Ball agieren die Münsteraner in einer dynamischen Dreierkette, die AVs schieben nach vorne, der Sechser baut auf, es ergibt sich ein 2-1-2-Kombinationsspiel im Mittelfeld, über die Halbräume wird die Box des Gegners geentert. Im besten Fall entstehen durch viele Ballkontakte und kleine Kombinationen viele Torschüsse in und außerhalb der Box und auch strafraumnahe Standards nach denen Münster gefährlich wird, sind für sie, wie auch Ecken, ein geeignetes Mittel, um Torgefahr zu produzieren. Zu beachten sind auch die Einwurf-Flanken von Kapitän Lorenz. Gegen den Ball hielt sich das Gegenpressing in Grenzen, der Druck dürfte da in Liga 2 eher weniger werden (?) hinten wird konservativ mit zwei Ketten verteidigt.

Prognose: Mit Preußen Münster wird zu rechnen sein. Die Euphorie nach dem Durchmarsch, ein weitgehend eingespieltes Team, Erfolgstrainer und Konstante Hildmann, die dankbare Underdog-Rolle, in der man nur gewinnen kann, das sind alles positive Faktoren. Trotzdem ist der Kaderwert natürlich einer der geringsten und entsprechend muss Münster über sich hinauswachsen, wenn sie die Klasse halten wollen. Wenn die Stürmer gut abgemeldet werden und die Verbindung in den Halbräumen gut gestört wird, kann Münster schnell die Kreativität ausgehen, auch weil man etwas "flügellahm" ist. Auch die Innenverteidigung ist qualitativ unterdurchschnittlich für die Liga. Da mit der richtigen Einstellung in dieser Liga aber regelmäßig auch nominell schwächere Teams überraschen können, bin ich vorsichtig damit Münster automatisch zu einem Abstiegskandidaten zu erklären. Bei der Generalprobe verlor man 1:3 gegen Mainz, die Fehler eiskalt bestraften. Ich denke Münster wird und kann nur positiv überraschen. Platz 13-17.

Recherche:
https://www.100prozentmeinscp.de/foren/ Fanforum
@Preussen1906Muenster offizieller Kanal
 
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SC Paderborn 07
Der SC Paderborn stand die letzten Zweitligajahre vor allem für eine beachtliche Konstanz, nach dem Abstieg aus der Bundesliga konnte man viermal in Folge einstellig abschließen und will auch in der kommenden Saison für Furore sorgen. Für manche gelten die Ostwestfalen als eine der gestandenen Mannschaften, die am ehesten positiv überraschen könnten. ​

Personal: Anders als teilweise in vergangen Jahren sind die Abgänge diese Saison verkraftbar. Zwar verließen mit Heuer (Lautern), Conteh (HDH), Leipertz (Magde), Schuster (Hansa) und Klefisch ein paar nicht unwichtige Akteure den Verein aber eine Reihe weiterer Abgänge (u.a. Huth, Tugbenyo, Henke, Donner, Ekezwem) spielten in den Überlegungen ohnehin keine Rolle mehr. Der Kader konnte nun punktuell verstärkt in der der Breite sogar verbessert werden. Mit Heimkehrer Sven Michel (Union) hat man einen sehr erfahrenen Stürmer geholt, Felix Götze kam als IV ablösefrei aus Essen und hat sich dort gut entwickelt, dasselbe kann man von Hermann (Dresden) behaupten, der im ZM auf Einsätze hoffen darf.. Castaneda (MSV) kommt als Talent und möglicher Shootingstar, ebenfalls ablösefrei, auf die Sechserposition. Schubert kam als Ersatz-TW von Vitesse. Scheller (Puali) kam zur Ergänzung in die IV; Bäuerle (LM, Leverkusen U19) und Baur (LA, Freiburg II) sind interessante Talente zur Entwicklung. Die Leihen van der Werff, Nadj kehrten ebenfalls zurück, mit ihnen plant man aber nicht mehr.

Taktisch: Grundsätzlich spielt man unter Kwasniok in einem 3-4-3 das einen schnellen Offensivfußball erlaubt und die gegnerische Mannschaft mit Tempo überfordern soll, wobei von den vorderen drei Akteuren überzeugende Pressing-Arbeit erwartet wird und nach konsequentem Nachrücken Pressingfallen erzeugt werden. Eine mögliche Startelf für Paderborn zu prognostizieren, ist gar nicht so einfach, weil der Kader wirklich auf mehreren Positionen gut bis sehr gut besetzt ist:
Boevink - Hoffmeier (Brackelmann) - Götze - Musliu (Scheller) - Zehnter - Castaneda (Hermann) - Klaas - Obermair - Bilbija (Baur, Ansah)) - Michel (Kostons) - Grimaldi (Platte)

Prognose: Die Vorteile für den SCP sind die Eingespieltheit unter Kwasniok in einer klaren Grundordnung, die laufend perfektioniert wird. Dem Trainer muss Respekt gezollt werden, nicht nur, dass er damals in die großen Fußstapfen von Baumgart souverän getreten ist, sondern auch als Entwickler von Talenten gilt und eine so wichtige Konstanz auf der Trainerposition verkörpert. Nach insgesamt turbulenten letzten zehn Jahren, darf man den Ostwestfalen auf jeden Fall wieder einen einstelligen Tabellenplatz zutrauen, der Kader ist insgesamt ausgeglichen und wie vergangene Saison dürften auch die Tor-Erfolge auf viele Schultern verteilt werden. Wenn es Paderborn schafft die relativ vielen Gegentore aus der letzten Saison zu begrenzen, ist sogar eine Tuchfühlung nach ganz oben möglich. Vor allem in der Offensive hat man wirklich sechs, sieben Top-Optionen, das ist ein absoluter Trumpf und bringt auch einen Vorteil in Sachen Variabilität. Platz 5-8 halte ich am Ende für realistisch.

Recherche:
https://www.liga-zwei.de/sc-paderborn-teamcheck-und-prognose/ Ganz oben bei den hilfreichen Liga-Links vergessen zu erwähnen, dass es mit liga-zwei.de ja auch noch ein weiteres Newsportal gibt
@padercast1907 Podcast rund um den SCP07
https://www.youtube.com/watch?v=tcYEUi7uPLA Re-Live 5:0 Sieg in der Vorbereitung gegen Birmingham City
https://www.youtube.com/watch?v=hFkbCcEzMdM etwas ältere Aufnahme von Pader der ja ein 100%iger ist
 
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Die weiteren Teams von Nord nach Süd im etwas kürzeren Schnelldurchlauf:

Schalke 04

Die Schalker haben eine grottige Saison hinter sich, in der man zwischenzeitlich sogar in den Abstiegsstrudel geriet, Trainer Reis entlassen musste, man erarbeitete sich unter Geraerts am Ende Platz zehn, konnte die Ansprüche aber nicht erfüllen. Nun hat man einen gewaltigen Umbruch gewagt und zahlreiche ehemalige, teilweise verdiente Spieler komplett aussortiert; diese Radikal- und Verjüngungskur soll Schalke im besten Fall innerhalb von 2-3 Jahren wieder in die Bundesliga führen. Die Integration von vielen, vor allem auch jungen Spielern, die Entwicklung einer konkurrenzfähigen Mannschaft und eine klare Vision in Richtung Bundesligarückkehr stehen bei S04 also auf dem Programm und dürften die Saison zu einer klassischen Übergangssaison werden lassen. Eine Saison, in der man sicherlich Ausrutscher nach oben und unten erleben wird, sich aber normal einstellig am Ende in Stellung bringt, um dann kommende Saison selbstbewusst mit um den Aufstieg zu spielen. Schalke hat sich für einen so grundlegenden Wandel auf sportlicher Ebene entschieden, dass ein ernsthaftes Konkurrieren um die Aufstiegsplätze diese Saison als fast ausgeschlossen gilt. Mehr als 15 Neuzugänge werden sich sicherlich erst finden müssen, Player to watch natürlich Offensivmann Sylla, der in Frankreichs Zweiter für Furore sorgt und eine gute Vorbereitung spielte.

Taktisch & Prognose: Eine mögliche Startelf zu prognostizieren erscheint nicht leicht. Nur Sylla, Kalas, Seguin und Karaman scheinen gesetzt zu sein. Im Tor dürfte Neuzugang Hofmann (BS) die Nase vorne haben - im Geraerts-Wunschsystem 3-4-2-1 könnten dann in der Dreierkette Kalas - Kaminski und Neuzugang Sanchez beginnen, von dem 20 jährigen argentinischen Talent verspricht man sich viel! Das Vierer-Mittelfeld besteht sicher aus Seguin in der Zentrale, rechts hat Gantenbein (kam aus Winterthur) die Nase aktuell vorn, Aydin und Bulut (hat eine gute Vorbereitung absolviert) sind Alternativen. Bachmann und Schallenberg streiten um den zweiten Platz im zentralen Mittelfeld, links spielt dann normal Murkin, falls er in der Abwehr nicht gebraucht wird, Donkor ist eine weitere Möglichkeit. Auf der Zehn dann Karaman oder Younes falls Karaman weiter vorne spielt. Im Sturm ist Sylla gesetzt, ebenfalls könnte Kopenhagen-Neuzugang Höjlund (Bruder von Oscar) von Beginn an stürmen. Lasme stünde als Alternative bereit, wenn er wieder fit wird. Schalke wird, wie gesagt, eine Übergangssaison vor sich haben Trainer Geraerts ist zuzutrauen, dass er S04 stabilisiert und am Ende einstellig, vlt. sogar besser als erwartet, ins Ziel führt. Sylla gilt als heißer Kandidat auf die Torjägerkanone (harmoniert mit Passgeber Seguin bisher exzellent) und ich denke man wird von Schalke auch wieder gepflegtere Spiele sehen, weil man im Trainingslager viel Kurzpässe hat üben lasen. Mein Tipp: Platz 6-8

Recherche:
https://www.ruhr24.de/s04/
Newsportal ohne Paywall
https://www.schalker-block5.de/ Schalke-Forum, ausführliche Spieltagsvorschau mit Thesen und Erwartungen vor dem Spieltag
@S04Aktuell Vorberichte, Nachberichte und News, kleiner, feiner Kanal
https://meinsportpodcast.de/fussball/knappencast-die-schalke-show-fuer-die-ohren-2/ Der Knappencast. Podcast mit einem coolen Intro. ​
 
Fortuna Düsseldorf
Die Fortuna musste in der Sommerpause das Relegationstrauma verarbeiten, dass sie gegen Bochum im Rückspiel erlitten hatten. Ob es diese Saison, zumal nach einer überragenden Rückrunde, zu einer "Jetzt-erst-Recht"-Mentalität kommt oder ob das Relegationstrauma noch negativ nachwirkt, wird man sehen. Mit 31 Mio. Marktwert hat Düsseldorf auch diese Saison wieder einen Top 5 - Kader zusammen, der auch in der Breite gut genug ist, um wieder um den Aufstieg mitzuspielen, wenn auch mit Tzolis (Brügge) ein extrem schmerzhafter Abgang des Topspielers zu verzeichnen ist.

Taktisch und Prognose: Man konnte den Kader ansonsten weitgehend zusammenhalten auch wenn der erst kürzlich realisierte Wechsel von Stammspieler Engelhardt (Como) die Stimmung nochmal gedämpft hat. Die Ablösen spülten aber dringend benötigtes Geld in die Kassen, so dass man etwa Johannessons Leihe in eine Festverpflichtung umwandeln konnte, Rossmann (KSC) und Schmidt (Mainz Am.) kamen als sinnvolle Verstärkungen ablösefrei. Dann war man finanziell eingeschränkt, so dass weitere Leihen her mussten, man wurde fündig in Leverkusen (belgisches Top-Talent Mbamba) und in Wolfsburg (Talent Pejcinovic, an dem auch City interessiert war). Mit Kwasigroch (Hertha) und Schock (VfB) kamen zwei Torwart-Talente hinzu. Der Kader ließt sich in der Defensive exakt gleich wie im Vorjahr. Im Tor bleibt es bei Kastenmeier als Nummer Eins, die Vierer-Kette besteht unverändert links aus Iyoha (Gavory), die IV bilden nach wie vor Siebert und Oberdorf (Hoffmann), rechts hat man nach wie vor Zimmermann. Im Mittelfeld konnte man den Kader, dank ein paar neuen Optionen erweitern, Sobottka und Tanaka könnten die Sechser bilden, Johannesson dann auf der zentralen Position, links außen dürfte Rossmann (Appelkamp) spielen, rechts stehen Klaus oder Niemiec bereit. Im Sturm normal dann Vermeij und Pejcinovic. Beide sind aber noch angeschlagen, so dass man evtl. Danny Schmidt am ersten Spieltag im Sturm sehen wird. Läuft alles normal, kann Düsseldorf eine Wiederholung der tollen Saison schaffen, das System unter Trainer Thioune ist gut und der Kader ja vor allem in der Abwehr nach wie vor eingespielt. Trotzdem wiegen die Abgänge von Tzolis und auch Engelhardt schwer und man will evtl. im Sturm (und auf den AVs) nochmal auf dem Markt nachlegen. Normal steigst du halt nur auf, wenn du einen 15+ Tore Stürmer in deinen Reihen hast und den sehe ich bei Düsseldorf aktuell nicht. Es würde mich nicht wundern, wenn die Fortuna ein wenig kleinere Brötchen backen muss als in der starken Vorsaison, die Eingespieltheit alleine wird nicht reichen, um im brutalen Aufstiegskampf zu bestehen. Das Umfeld stimmt allerdings in Düsseldorf und die stetige Weiterentwicklung der Mannschaft unter Thioune dürfte die Fortuna auch diese Saison ganz oben mitspielen lassen. Realistisch ist ohne Topstürmer aber eher Platz 4-6.

Recherche:
https://www.95erforum.de/forum/ Solides Forum mehr aber auch nicht
https://fortuna-punkte.de/ toller Blog rund um die Fortuna
https://www.youtube.com/watch?v=Uv2WhPDUJsc Re-Live vom Testspielsieg gegen Ipswich
 
1. FC Köln
Der 1. FC Köln ist nach einer ziemlich verkorksten Saison verdient in die 2. Bundesliga abgestiegen. Auch das Aus von Baumgart noch während der Saison läutete keine großartige Aufholjagd unter Timo Schultz ein, der einfach kein typischer Feuerwehrmann war und nach Saisonende entlassen wurde. Mit Gerhard Struber verordnete sich der FC einen spielerischen und taktischen Neuanfang. Der Österreicher ist Urgestein der RB-Schule (war in Liefering, Salzburg und New York Trainer) und soll das Spiel der Kölner wieder attraktiver und erfolgreicher gestalten.

Taktisch und Prognose:​ Da die Transfersperre immer noch gilt, waren dem FC die Hände gebunden, was großartige Transfers anbelangt, das große und auch etwas unerwartete Plus der Kölner ist aber, dass auch für die kommende Saison nahezu sämtliche Leistungsträger aus der Bundesligasaison erhalten blieben! Das macht den FC-Kader zum nominell wertvollsten der ganzen Liga und wenn Trainer und Mannschaft zusammenwachsen, sehe ich gute Chancen, dass der FC direkt wieder in die Bundesliga aufsteigt. Klar, mit Chabot, Selke, Diehl, Schmitz und Alidou verließen schon ein paar namhafter Spieler den Verein aber dass Spieler wie Martel, Hübers, Maina, Finkgräfe oder Thielmann gehalten werden konnten, spricht schon für eine auch kommende Saison auf jeden Fall schlafkräftige Mannschaft. Mit Carstensen von Genk und Waldschmidt (Verpflichtung nach Leihe) hat man immerhin ein wenig tätig sein können. Ein paar weitere Talente holte man ablösefrei, nur um sie gleich weiterzuverleihen. Die Abwehr ist für die Verhältnisse der 2. Bundesliga sehr gut! Auf der Torwart-Position wird Rückkerer Urbig (Fürth) starten, der sich in Fürth prächtig präsentiert hat. Mit Schäbe hat man einen starken Ersatz.

Im 4-1-3-2 werden normal Finkgräfe (Pacarada) - Hübers - Heintz (Pauli) und Thielmann (Carstensen) auflaufen. Auch der Sechs dann mit Martel Kölns bester Mann. Davor hat man mit Kainz (Huseinbasic) - Waldschmidt (Uth) - Ljubicic (Maina) eine sehenswerte Mittelfeld-Reihe. Im Doppelsturm, der qualitativ etwas abfällt, könnte es auf Downs und Rückkehrer Lemperle (Fürth) hinauslaufen. Vorne muss Köln sich darauf verlassen, dass im neuen System es vlt. zweitrangig ist, dass man keinen genuinen Knipser hat und im Idealfall verteilen sich die Torschützen dann halt auf mehrere Schultern. Ansonsten gilt auch hier die Warnung, dass man ohne Topstürmer, der 15-20 Buden macht normal sich eher schwer tut mit dem Aufsteigen! Nichtsdestotrotz ist die nominelle mangelnde Angriffsqualität einzige Schwachstelle in einem sonst starken und ausgeglichenen Kader. Dass namhafte Spieler längst nicht reichen, um in der 2. Bundesliga aufzusteigen, ist klar, aber der 1. FC Köln hat jahrelange Erfahrung mit Aufenthalten in der 2. Liga und wird genug Erfahrung und Qualität haben, um auf den vorderen Plätzen zu landen. Und doch tue ich mir mit Köln unter anderem am schwersten. Greift das neue Spielsystem und es finden sich immer genügend Abnehmer dürfte Köln allein wegen der Qualität in der Abwehr und im Mittelfeld normal ein sicherer Aufsteiger sein. Evtl. wird das Kölner RB-Konzept aber auch in dieser Liga relativ schnell auf Widerstände treffen und wenn die Ergebnisse ausbleiben, wird das Umfeld schnell unruhig. Köln wird voraussichtlich zwar nicht das neue Hertha sein diese Saison aber ein Selbstläufer mit dem Aufstieg wird das auch nicht. Man kann im Winter aber, wenn ich es richtig verstanden habe, transfertechnisch wieder nachlegen. Leider hat der FC ein paar Verletzte (Kilian, Christensen, Finkgräfe, Carstensen, Kaintz, Uth) zu beklagen, man sollte sich vlt. nicht auf einen Blitzstart bei den Kölnern verlassen. Mein Tipp Platz 2-5.

Recherche:
https://fc-brett.de/ Solides Forum mit allem, was man braucht
https://geissblog.koeln/ immer auf dem absolut neuesten Stand dieser schöne Blog
@effzehfabio93 Fankanal, Geschwindigkeit auf 1.5 stellen ;)
https://fckoeln.podigee.io/ Podcast vom Verein(?)
 
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SV Darmstadt 98

Darmstadt hat es vergangene Saison geschafft, die viertschlechteste Absteiger-Bilanz in 60 Jahren Bundesligageschichte zu "erreichen". Mit nur 17 Punkten aus 34 Spielen und 30:86 Toren gaben die Lillien ein trauriges Bild ab und vor allem von der hochgelobten Meisterdefensive aus der Vorsaison war überhaupt nichts mehr zu spüren. Dazu kam dann noch ein ungeheuerliches Verletzungspech. Trainer Lieberknecht durfte trotz Kritik weitermachen und soll Darmstadt nun in der neuen Zweitligasaison eine Frischzellenkur verpassen.

Taktisch und Prognose:​​ Nicht weniger als 16 Spieler haben den Verein verlassen, davon waren eine erhebliche Anzahl an Spielern auch geliehen. Ähnlich wie auf Schalke will man alte Zöpfe abschneiden und die Krisensaison inklusive Fanbeschimpfungen und internen Querelen hinter sich lassen. Während in der Defensive TW Schuler, Maglica, Zimmermann, Riedel, Bader, Holland erhalten blieben, gingen mit TW Behrens, Klarer, Isherwood, Karic und Müller auch ein paar Akteure. Auch im Mittelfeld verließen mit Mehlem, Schnellhardt, Justvan, Franjic und Sesay unter anderem einsatzstarke Spieler den Verein. Im Angriff gehen mit Manu, Honsak, Pfeiffer, Polter, Skarke und Seydel ebenfalls eine Menge an bekannten Akteuren aus der letzten Saison. Für alle Mannschaftsteile hat der neue Sportdirektor Neuzugänge verpflichtet, die sich sehen lassen können aber auch keine Ausnahmequalität darstellen. Marseiler könnte im OM ein möglicher Shootingstar werden. Sergio Lopez aus Basel dürfte flexibel aus den Flügeln einsetzbar sein, mit Niemczycki hat man zudem einen neuen TW verpflichtet. Der Kader sieht natürlich sehr anders aus als im vergangenen Jahr.
Eine mögliche Startelf im 3-4-1-2 könnte lauten: Niemczycki ist der neue Stamm-TW, davor in der 3er-Kette mit Klarer (Zimmermann) - Riedel altbewährtes Material, dazu gesellt sich normal Neuzugang Vukotic (Wehen Wiesbaden). Im Mittelfeld dann links Nürnberger (Holland), im Zentrum befinden sich die Neuzugänge Will (kam von Dresden) und Klefisch (Paderborn), rechts spielt ebenfalls ein Neuzugang, Lopez (Basel). Alternativen im Mittelfeld sind noch Neuzugang Papela (Mainz) und Oldie Kempe. Auf der 10er-Position dann Neuzugang Marseiler (Viktoria Köln). Im Sturm hat man mit Vilhelmsson einen guten Mann gehalten, dazu gesellt sich normal Hornby (Torsiello, Stojilkovic) bzw. Neuzugang Lakenmacher (1860).

Normal dürfte Darmstadt nichts mit dem Aufstieg zu tun haben aber gilt jetzt für viele schon als potentielle negative Überraschung, und das meiner Meinung nach zu Recht. Für Bundesliga-Absteiger ist die erste Saison in der 2. Liga nie leicht und wenn dann noch ein großer Kaderumbruch ansteht, dann kann man davon ausgehen, dass die Mannschaft erst einmal Zeit braucht, sich zu finden und zu stabilisieren. Das ging der Hertha so, das ging Schalke so und das könnte Darmstadt nun auch so gehen. Der Kader ist ordentlich und erscheint gut durchdacht aber eben nichts besonderes, gerade die Neuzugänge müssen sich erst noch beweisen. Klefisch z.B. sind einige froh, dass er aus Paderborn weg ist, von Lopez aus Basel sah man in der Vorbereitung nicht viel. Mit dem kürzlichen Abgang von Mehlem (Hull City) ist zudem wirklich nochmal ein wichtiger Spieler weggebrochen und ich sehe die Lillien mäßig bis durchschnittlich abschneiden, sprich im gesicherten Mittelfeld, weil mich der Kader am Ende eben doch nicht wirklich überzeugt, viele Fragen, wer z.B. die Tore schießen soll, wer für Kreativität sorgen soll, offen bleiben. Bei der Generalprobe sprach man anschließend von viel Luft nach oben, eigentlich wurde das Spiel nur besser, weil Coventry in der zweiten HZ fast komplett durchrotierte, Darmstadt gewann am Ende 2-0. Das gute an dem Kader ist, dass er ziemlich ausgeglichen ist, der Nachteil ist aber, dass kein Teil heraussticht und man sich qualitativ fragen muss, ob das wirklich ausreicht, um oben mitzuspielen. Denn die Kreativität, ein relativ überschaubarer Sturm und das bisher langsame Spiel nach vorne, das auch Umschaltmomente vermissen lässt, verdeutlicht bisher, dass sich wohl erst mal niemand vor Darmstadt fürchten muss; und denke niemand wird in Darmstadt traurig sein, wenn man sich auch nach der Saison realistisch betrachtet auf ein weiteres Jahr 2. Liga einstellen muss. Vielleicht hätte es gut getan zum Umbruch auch den Trainer auszutauschen. Lieberknecht wirkte in der letzten Saison irritierend und manchmal gleichgültig und passiv. Mein Tipp: Platz 8-12. Wenn es blöd läuft, geraten sie in den Abstiegskampf.

Recherche:
https://www.lilienblog.de/category/news/ toller Blog, gibt es schon lange
https://www.podcast.de/podcast/918397/hoch-weit-der-lilien-podcast Hoch und weit - der Lilienpodcast, nicht ganz aktuell(?)
 
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Spvgg Greuther Fürth
Fürth ist ein etablierter Zweitligaverein, der in der letzten Saison souverän auf Platz acht landete und auch für die neue Saison viel vor hat. Fürth gilt als gute Stätte für Talente und junge Spieler und ist außer zwei Spielzeiten seit 1997 immer Bestandteil der 2. Bundesliga gewesen. Mit Trainer Zorniger hat man jetzt seit zwei Jahren einen konstanten Taktgeber an der Seitenlinie, der der Mannschaft auch eine taktische Flexibilität verpasst hat.

Taktisch und Prognose: TW Urbig wird schmerzlich vermisst werden, genauso wie Abgänger Lemperle, der vorne unermüdlich geackert hat, beide kehrten nach Leihe zu Köln zurück. Genauso weh tut der Abgang von Torjäger Sieb, der zu seinen Bayern zurückkehrt. Haddadi, Schaffran, Schlicke und Schulz verließen den Verein, genauso wie Wagner und Petkov. Auf ein eingespieltes Gerüst kann sich Fürth aber in der neuen Saison verlassen, deshalb hat man sich bisher auch nur punktuell verstärkt, mit wenig namhaften Spielern, dafür mit jungen Nachwuchsspielern wie z.B. Münz, Wagner, Grimbs und Noll. Massimo kommt vom VfB fest ins Mittelfeld und ist mit 23 Jahren der älteste Neuzugang, Futkeu wird eine interessante Option im Sturm sein, er kam von Frankfurt II.

Eine mögliche Startelf lautet: Im Tor steht das TW-Talent aus Hoffenheim Noll, der einzige Neuzugang in einer potentiellen Abwehrelf, denn die 3er-Abwehrkette besteht aus den arrivierten Kräften Itter (Münz), Michalski (Jung), Dietz (Mhamdi), davor hat man mit den defensiven Außenspielern, rechts, Asta (Meyerhöfer) und links, Gießelmann (Calhanoglu) ebenfalls bestehende und eingespielte Spieler zur Verfügung. Auch im zentralen Mittelfeld hat man mit Green und Consbruch vertrautes Personal. Dasselbe gilt für deren Alternativen Müller und Kiomourtzoglou. Auf der Zehnerposition ist dann mit Massimo ein frischer Mann am Werk. Vorne sehen wir eine Mischung aus alt und neu: Hrgota, Srbeny und Popp sowie die Neuzugänge Futkeu und Leihe Mustapha.

Fürth hat den Vorteil auf ein eingespieltes System zurückgreifen zu können, das zu einem sehr großen Anteil mit Spielern bestückt wird, die bereits vergangene Saison schon zum Stammpersonal gehörten. Trotzdem hat man einfach mit den besten TW der ganzen Liga verloren und mit Sieb und Lemperle zwei Topleute im Sturm. Von dem her gehe ich nicht davon aus, dass Fürth die relativ gute Saison aus dem Vorjahr wiederholen kann und siedele sie eher im guten zweistelligen Mittelfeld an. Auch ob man die Heimstärke Platz 3(!) wiederholen kann, bleibt fraglich. Die Vorbereitung lief von den Ergebnissen her aber zufriedenstellend. Mein Tipp: Platz 10-13.

Recherche: Es gibt keine guten Fürth - Foren oder Blogs, wenn ich das richtig sehe [[nixweiss]]
 
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1. FC Kaiserslautern
Ein großes Fragezeichen, eine Wundertüte meiner Meinung nach, manche sehen sie positiv und manche negativ überraschen. Ganz schwer zu sagen, wo die Reise hingeht. Letzte Saison das absolute Highlight Pokalfinale, dafür in der Liga ganz schön gestrauchelt und mit Retter und Legende Funkel schließlich als 13. die Klasse gehalten. Mit Markus Anfang und nicht weniger als 14 Neuzugängen stehen die Roten Teufel wieder vor einer Saison ins Ungewisse. Wenn die Offensive ihr Potential abruft, Ache verletzungsfrei bleibt und die Defensive allgemein verbessert werden kann, kann Lautern sogar positiv überraschen. Ich denke aber Anfang braucht Zeit mit der Truppe warm zu werden und vlt. heißt es auch diese Saison wieder vorne hui und hinten pfui. Eine mögliche Startelft lautet: Krahl – Gyamerah, Heuer, Elvedi, Wekesser – Tomiak – Tachie, Kaloc, Ritter, Opoku – Hanslik. Mein Tipp: Rang 11-15

1. FC Nürnberg
Mit Miroslav Klose als Trainer und einem verschlankten Kader geht es auch für den Glubb ins ziemlich Ungewisse, ähnlich wie Lautern und auch z.B. Magdeburg, hat man das Potential positiv wie negativ zu überraschen. Nach fast durchgängigen zehn Jahren in der 2. Bundesliga sind die Ansprüche auch beim Glubb, langfristig wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Mit Uzun und Brown gingen die zwei Toptalente zur Eintracht, ein ziemlich großer Umbruch mit vielen Ab- und Neuzugängen machen eine Prognose sehr schwierig. Auch ob Klose sich als Trainer in dieser Liga etablieren kann, bleibt abzuwarten. Mit Knoche holte man sich einen neuen erfahrenen Abwehrchef, der die Gegentorflut aus dem Vorjahr eindämmen soll. Die Offensive soll deutlich verbessert werden, die Vorbereitung lief in diesem Sinne auch erfolgreich mit einem 3-0 gegen Juventus Turin als Generalprobe. Sehr vieles sehr neu beim Glubb, die Fans haben seit langem wieder richtig Bock auf einen neue Saison, vlt. wird der Glubb eine Mannschaft sein, die kommende Saison weniger auszurechnen ist und tatsächlich positiv überraschen kann, zumal sich die Neuzugänge sehen lassen können. Klose kann als Trainer in seiner ersten größeren Station einfach noch gar nicht eingeschätzt werden, die Charakterstärke hat er aber, um sich in diesem harten Geschäft zu beweisen. Eine mögliche Startelf lautet: Reichert – Hofmann, Knoche, Jeltsch, Soares – Castrop, Flick, Jander – Sevcik, Serra, Pick. Mein Tipp: Nürnberg überrascht positiv und schließt einstellig ab. Rang 7-9.
 
SV Elversberg
Die SV Elversberg hat nach dem sensationellen Durchmarsch in die 2. Bundesliga letzte Saison alle Erwartungen übertroffen und ist nicht als sicherer Abstiegskandidat sondern als letztlich Elfter in die Zielgerade eingelaufen. Elversberg hat nachhaltig Eindruck hinterlassen aber auch Begehrlichkeiten geweckt. Die Abgänge einiger Leistungsträger, nicht zuletzt erst jüngst der Abgang von Schlüsselspieler Rochelt (Hannover 96) dürften nicht leicht zu kompensieren sein, auch wenn man sich ein paar solide Verstärkungen in Mannschaft geholt hat. Zu negativ sollte man daher die Personalsituation in Elversberg nicht sehen, zumal eine Achse um TW Kristof, IV Sickinger, Allrounder Fellhauer, Stock im Mittelfeld und Stürmer Schnellbacher erhalten geblieben ist. Mit Horst Steffen hat man eine Konstante auf der Trainerbank, er genießt allerhöchste Wertschätzung und wenn es Elversberg schafft auch mannschaftlich wieder so geschlossen aufzutreten, wird auch das schwierige zweite Jahr in dieser 2. Bundesliga eventuell besser zu meistern sein, als man denkt. Von der Qualität her muss sich Elversberg mit diesem Kader aber auf einen Abstiegskampf einstellen, alles andere wäre erst einmal unrealistisch. Sie werden nun sicher von niemandem mehr unterschätzt und weil der Heimvorteil im überschaubaren Stadion auch kein großer ist, kann es sein, dass Elversberg bis zum Schluss heuer tatsächlich um den Abstieg mitspielt, weil so eine grandiose Geschichte normal dann auch irgendwann zu Ende geht und der Kader einfach an Qualität verloren hat. Eine mögliche Startelf lautet: Kristof – Baum, Sickinger, Le Joncour, Neubauer – Fellhauer, Sahin – Feil, Stock, Gerezgiher – Schnellbacher. Mein Tipp: Rang 15-18.
 
KSC
Der KSC hat eine starke Saison gespielt und vor allem in der Rückrunde richtig gut aufgedreht und nach Pauli die zweitmeisten Punkte geholt. Platz fünf bedeutete die beste Platzierung seit rund zehn Jahren. Leider müssen die Badener nun auf einen großen Kaderumbruch reagieren, der sich durch viele Abgänge und Neuzugänge ergeben hat. Daher ist es noch völlig unklar, ob die Karlsruher die sehr gute Saison wiederholen können. Vor allem die Abgänge von Nebel und Matanovic hinterließen in der Offensive eine Lücke. Die Vorbereitung lief erst nicht ganz rund, man traf zweimal in Folge das Tor nicht (gegen Zabrze und Pilsen), trotzdem steigerte man sich sukzessive und schloss die Testspiele mit gelungenen Generalproben ab (2:0 1860 4:1 Straßbourg). Der KSC nimmt schon eine ziemlich krasse Verjüngungskur vor, von den verbliebenen Stammkräften sind hauptsächlich noch Jung, Franke, Wanitzek und Zivzivadze da. Nur wenn alle arrivierten Kräfte an ihre starken Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen und die Integration zahlreicher neuer Spieler unter Trainer Eichner reibungslos von Statten geht, hat man Chancen ähnlich einstellige Gefilde wie letzte Saison zu erreichen. Ob das realistisch ist, darf aber bezweifelt werden. Die Offensive hat einfach stark eingebüßt durch die Abgänge und nach so einer großen Personalveränderung brauchst du normal Zeit dich einzuspielen. Eine mögliche Startelf lautet: Weiß – Jung, Beifus, Franke, Günther – Burnic, Rapp, Jensen, Wanitzek – Zivzivadze, Schleusener. Ich denke der KSC spielt eine ordentliche Saison und kann im Idealfall überraschen aber selbst wenn, sehe ich sie nicht besser als Rang 6-7, realistisch ist eine Platzierung zwischen 8-12.
 
Jahn Regensburg
Der Jahn gilt vor der Saison für die allermeisten (selbst ernannten) Experten als Absteiger Nummer 1. Und das kommt nicht von ungefähr. Zu instabil und flatterhaft präsentierte man sich in der Rückrunde der 3. vergangene Saison, wo man zuerst den Aufstieg verspielte, dann fast die Relegationschance aus der Hand gab und sich am Ende über die Relegation gegen Wiesbaden mehr schlecht als recht durchsetzte. Es bleibt abzuwarten, ob die negativen Einschätzungen sich bewahrheiten werden. Immerhin war der Jahn sechs Jahre lang in der 2. Liga zu Gast, schloss jede Saison kontinuierlich schlechter ab, bevor man schließlich abstieg. Ein ziemlicher Umbau erfolgte dann prompt und dass man direkt wieder aufstieg war also nicht unbedingt ein Selbstläufer und auch wenn er etwas holprig daherkam - so ein erneuter Wiederaufstieg kann ja dann auch Kräfte freisetzen.

Trotzdem sind die Bedenken nicht unbegründet. Man hat mit knapp 10 Mio. nach Preußen Münster den kleinsten Kaderwert aller Zweitligateams und hat mit Faber einen absoluten Leistungsträger verloren. Andere Spieler konnten aber gehalten werden (u.a. Breunig) und mit TW Poellersbeck (Magde), Ernst (Hannover) und Pröger sowie Kühlwetter (HDH) kam massiv Zweitligaerfahrung hinzu. Eine gute Mischung zwischen jungen Spielern und erfahrenen Kräften macht die Jahn-Elf von Joe Enochs für die kommende Saison aus und vom Spielermaterial her ließt sich das teilweise doch gar nicht so schlecht. Eine mögliche Startelf: Gebhardt – Saller, Breunig, Ballas, Schönfelder – Geipl, Viet – Pröger, Ernst, Kother – Ganaus. Für den Amerikaner Enochs ist es an der Seitenlinie die erste Saison in der 2. Bundesliga und entsprechend fragt man sich auch auf dieser Position, ob er in der Liga bestehen kann. Alles in allem hat der Jahn ein paar spannende Talente, die noch weiter ausreifen werden, ein paar etablierte Kräfte und ein paar interessante Neuzugänge, die andernorts aussortiert wurden, aufzubieten. Es fehlt aber nach wie vor ein echter Knipser im Kader, hier hofft man, dass ein Ouru-Tagba vlt. den Durchbruch schafft und die Abwehr ist teilweise schon noch recht jung und unerfahren.

Es bleibt einfach der Eindruck, dass die sensationell gute Hinrunde in der 3. Liga eine Art Anomalie war, und wenn man sie mit der schlechten Rückrunde aufrechnet, kommt dabei ein zwar interessantes und auch spielerisch bemühtes, mitunter sehr junges Team aus Regensburg heraus - aber realistischerweise dürfte alles andere als der Abstiegskampf für den Jahn ein frommer Wunsch bleiben. Man fragt sich, wer vorne sich langfristig etablieren kann und zum Toregarant werden kann, denn die gerade mal 21 Tore aus den letzten 19 Ligaspielen waren schon ein Offenbarungseid. Normal musst du dann eine sattelfeste Abwehr haben, doch gegen den Großteil der Liga dürfte man sich normalweise warm anziehen müssen. Der Kader ist einfach, verglichen mit anderen Zweitligakadern, zu schwach als dass man dem Jahn großartige eine positive Überraschung zutraut. Aber letztlich heißt es auch hier abwarten. Was eine Liga tiefer funktioniert hat, kann nicht so schlecht gewesen sein, ich wünsche Enochs und dem Jahn alles Gute. Mein Tipp: Rang 16-18.

Die erste Partie wurde standesgemäß bei Hannover 96 0-2 verloren. Vor allem offensiv entfachte man wenig Gefahr und nach zwei relativ frühen Toren der 96er waren die Kräfteverhältnisse schnell klar. Auch die Defensive wirkte vor allem in der ersten HZ sehr unsortiert, Hannover hätte auch nach dem Pausentee höher führen können und ließ Chancen für ein drittes, viertes Tor liegen. Die letzten 20 min passierte nicht mehr viel.
 
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Morgen dann noch der glorreiche SSV Ulm 1848 in der Vorschau.

Jetzt aber erst mal eine Kurzeinschätzung mit Tipp zum Abendspiel Schalke gegen Braunschweig.

Wo Schalke wirklich steht, sehen wir erst, wenn das Licht angeht. Aber alles, was ich bisher über Schalke aufgesogen habe, muss man sagen, der Trainer könnte es wirklich schaffen die Truppe zu einer echten Mannschaft zu formen, die füreinander richtig ans Limit geht. Vielleicht kann Schalke positiv überraschen, auch wenn ich, wie gesagt sie einfach nicht im Aufstiegskampf sehe. Zu Hause sollte Schalke aber mit den Fans im Rücken gegen so manches Team als Favorit ins Rennen gehen. Persönlich hätte ich gegen BS aber mit einer etwas schwächeren Quote gerechnet. Eine 1.76 auf den Heimsieg, und die Quote ist bereits gestiegen, ist natürlich viel zu wenig angesichts des massiven Schalker Umbruchs, der noch viel Zeit brauchen wird.

Denn Braunschweig hat eine starke Rückrunde gespielt und hat ein System eingeübt, das über die Konterstärke versucht dem Gegner richtig die Laune zu vermiesen. Schalkes Defensive kann nicht eingespielt sein und Braunschweig hat eine ordentliche Vorbereitung gespielt und kann gerade im Umschaltspiel die Schalker vlt. das eine oder andere mal auf dem falschen Fuß erwischen. Auf der anderen Seite traut man halt Braunschweig auswärts gegen egal wen fast nie etwas zu, mit 12 Niederlagen in der Fremde haben sie vergangene Saison sich einfach viel zu selten von einer guten Seite gezeigt und erinnern wird uns: In der vergangenen Spielzeit gab es für Braunschweig acht Auswärtsniederlagen in Serie ab Saisonbeginn! BS fing sich immer mindestens ein Gegentor in der Fremde ein und die Schalker könnten mit einem Heimsieg natürlich eine Euphorie entfachen für die neue Saison.

Ich denke beide Seiten sind topmotiviert und können sich gegenseitig weh tun, die letzten Duelle waren zwar sehr eng 1:0 und 0:1 aber ich denke die erste Partie in der neuen Saison ist immer so eine Sache. Beide dürften in der Defensive noch nicht sattelfest ein. Ein Remis 1:1 schwebt mir hier schon die ganze Zeit vor. Vlt. täusche ich mich aber Schalke dürfte noch etwas Zeit brauchen und BS kommt kompakt daher.

CS 1:1 8.51 bdaq 1/10
 
Morgen dann noch der glorreiche SSV Ulm 1848 in der Vorschau.

Jetzt aber erst mal eine Kurzeinschätzung mit Tipp zum Abendspiel Schalke gegen Braunschweig.

Wo Schalke wirklich steht, sehen wir erst, wenn das Licht angeht. Aber alles, was ich bisher über Schalke aufgesogen habe, muss man sagen, der Trainer könnte es wirklich schaffen die Truppe zu einer echten Mannschaft zu formen, die füreinander richtig ans Limit geht. Vielleicht kann Schalke positiv überraschen, auch wenn ich, wie gesagt sie einfach nicht im Aufstiegskampf sehe. Zu Hause sollte Schalke aber mit den Fans im Rücken gegen so manches Team als Favorit ins Rennen gehen. Persönlich hätte ich gegen BS aber mit einer etwas schwächeren Quote gerechnet. Eine 1.76 auf den Heimsieg, und die Quote ist bereits gestiegen, ist natürlich viel zu wenig angesichts des massiven Schalker Umbruchs, der noch viel Zeit brauchen wird.

Denn Braunschweig hat eine starke Rückrunde gespielt und hat ein System eingeübt, das über die Konterstärke versucht dem Gegner richtig die Laune zu vermiesen. Schalkes Defensive kann nicht eingespielt sein und Braunschweig hat eine ordentliche Vorbereitung gespielt und kann gerade im Umschaltspiel die Schalker vlt. das eine oder andere mal auf dem falschen Fuß erwischen. Auf der anderen Seite traut man halt Braunschweig auswärts gegen egal wen fast nie etwas zu, mit 12 Niederlagen in der Fremde haben sie vergangene Saison sich einfach viel zu selten von einer guten Seite gezeigt und erinnern wird uns: In der vergangenen Spielzeit gab es für Braunschweig acht Auswärtsniederlagen in Serie ab Saisonbeginn! BS fing sich immer mindestens ein Gegentor in der Fremde ein und die Schalker könnten mit einem Heimsieg natürlich eine Euphorie entfachen für die neue Saison.

Ich denke beide Seiten sind topmotiviert und können sich gegenseitig weh tun, die letzten Duelle waren zwar sehr eng 1:0 und 0:1 aber ich denke die erste Partie in der neuen Saison ist immer so eine Sache. Beide dürften in der Defensive noch nicht sattelfest ein. Ein Remis 1:1 schwebt mir hier schon die ganze Zeit vor. Vlt. täusche ich mich aber Schalke dürfte noch etwas Zeit brauchen und BS kommt kompakt daher.

CS 1:1 8.51 bdaq 1/10
-1
Schade, die Tore lagen hier so nahe, ich dachte noch bts ht kann man probieren aber irgendwie habe ich mich vom BS hat wieder ne bessere Defensive - Narrativ anstecken lassen und von den engen Duellen zwischen beiden in der letzten Saison. Das war dummi. 2_1 nach 30 min ich hasse das, wenn ich etwas Naheliegendes liegen lasse :D
 
SSV Ulm 1846
Die Ulmer, die Älteren erinnern sich, haben schon einmal Höhenluft geschnuppert als man 99/00 sogar eine Saison in der Bundesliga gespielt hat. Doch der Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga ist nun rund 25 Jahre später nicht weniger spektakulär, zumal man seither sogar zwischenzeitlich in die fünfte Klasse abgerutscht war. Als klarer und deutlicher Meister hat man sich in der 3. Liga regelrecht in einen Rausch gespielt und ist mit 77 Punkten und nur einer Niederlage in der gesamten Rückrunde souverän aufgestiegen. Ob Ulm sich auf Anhieb auch in der 2. Bundesliga akklimatisieren kann, bleibt abzuwarten. Für nicht wenige ist Ulm aber von den drei Aufsteigern derjenige, dem man am ehesten zutraut positiv zu überraschen.

Die Ulmer konnten den Kader weitgehend zusammenhalten, wenn auch mit Scienza, 12 Tore 15 Vorlagen, natürlich der herausragende Spieler der letzten Saison Begehrlichkeiten geweckt hat und zum FC Heidenheim in die Bundesliga gelockt wurde. Die weiteren Abgänge um Hannemann, Otto, Maier, Tasdelen und das Leih-Ende vom Stuttgarter Kastanaras kann man aber verschmerzen. Auf der Seite der Neuzugänge hat sich natürlich etwas getan, denn Ulm wollte auch in der Breite besser werden, um auf die 2. Bundesliga vorbereitet zu sein. Kolbe kam als erfahrener IV. Kölle (Duisburg) und Meier (Dresden) kamen als Abwehralternativen auf die linke Seite. Telalovic (Blackbrun) und Castelle (Schalke) kommen als Optionen in den Angriff. Zudem kamen mit Krattenmacher, Ulrich, Keller und Hyryläinen gleich vier vielversprechende blutjunge Talente als Leihspieler aus München, Stuttgart, Unterhaching und Hoffenheim und machten den Kader umso interessanter.

Der relativ junge Kader birgt großes Potential, es bleibt aber abzuwarten, ob die Spatzen ihre Standardstärke und ihre gut organisierte und robuste Abwehr auch in dieser Liga "auf den Platz" bringen können. In der Offensive wird man nach dem herben Abgang von Scienza abwarten müssen, ob man es mannschaftlich kompensieren kann. Ich denke vor allem offensiv dürften den Ulmern hier und da schneller die Luft ausgehen als ihnen lieb ist. Es wird so oder so für diesen Kader eine gewaltige Herausforderung in der 2. Bundesliga zu bestehen, auch wenn sie von allen Seiten viel Vorschusslorbeeren erhalten. Wenn die Leihen sich prächtig entwickeln, und das ist ihnen unter Trainer Wörle auf jeden Fall zuzutrauen, und die Stammspieler ihre Form aus der Vorsaison konservieren können, dann ist Ulm auf jeden Fall mehr zuzutrauen als nur der Klassenerhalt.

Eine mögliche Startelf lautet: Ortag – Gaal, Reichert, Strompf – Stoll, Maier, Brandt, Rösch – Chessa, Telalovic, Krattenmacher. Mit dieser weitgehend voll eingespielten Mannschaft darf man Ulm auf jeden Fall etwas zutrauen. Mein Tipp: Rang 12-15
 
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Der Sonntag heute mit drei Tipps

Ulm - Lautern under 2.75 1.89 pin 3/10
Ulm wird das Rad nicht neu erfinden und sich auch in dieser Liga erst einmal auf die starke Defensive verlassen, vorne bleibt eh abzuwarten wie man Scienzas lebenswichtige Tore und Vorlagen ersetzen wird; Lautern finde ich im Angriff limitiert, ich kann mir hier einfach gut vorstellen, dass es erst mal ein Abtasten gibt und es evtl. zäh wird. Riecht nach 1:1 Unentschieden.

Fürth - Preußen Münster over 3 1.82 pin 3/10
Quote natürlich kein Value aber hier liegen ein paar Tore in der Luft. Fürth hat auf jeden Fall ein schönes Offensivpotential zusammen und Preußen Münsters Abwehr finde ich einfach durchschnittlich. Die werden sich erst einmal an das Niveau anpassen müssen. Vorne ist Preußen aber immer für ein Tor gut. Vlt.
Hier spiele ich noch den Dreher in beide Richtungen mit Klimpergeld 2/1 @ 21 smk und 1/2 @ 37.8 sbo

Darmstadt - Düsseldorf -0.25 1.99 sharp 3/10
Sehe hier die Gäste einfach vorne, bei Darmstadt bin ich einfach skeptisch, das habe ich in der Vorschau ja betont. Düsseldorf in der Defensive eingespielt, nach vorne wird man aber abwarten müssen, wie gut es funktioniert, trotzdem sehe ich die Gäste knapp vorne. Könnte auch zäh werden. Das under 2.75 kann man überlegen.
 
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Der Sonntag heute mit drei Tipps

Ulm - Lautern under 2.75 1.89 pin 3/10
Ulm wird das Rad nicht neu erfinden und sich auch in dieser Liga erst einmal auf die starke Defensive verlassen, vorne bleibt eh abzuwarten wie man Scienzas lebenswichtige Tore und Vorlagen ersetzen wird; Lautern finde ich im Angriff limitiert, ich kann mir hier einfach gut vorstellen, dass es erst mal ein Abtasten gibt und es evtl. zäh wird. Riecht nach 1:1 Unentschieden.

Fürth - Preußen Münster over 3 1.82 pin 3/10
Quote natürlich kein Value aber hier liegen ein paar Tore in der Luft. Fürth hat auf jeden Fall ein schönes Offensivpotential zusammen und Preußen Münsters Abwehr finde ich einfach durchschnittlich. Die werden sich erst einmal an das Niveau anpassen müssen. Vorne ist Preußen aber immer für ein Tor gut. Vlt.
Hier spiele ich noch den Dreher in beide Richtungen mit Klimpergeld 2/1 @ 21 smk und 1/2 @ 37.8 sbo

Darmstadt - Düsseldorf -0.25 1.99 sharp 3/10
Sehe hier die Gäste einfach vorne, bei Darmstadt bin ich einfach skeptisch, das habe ich in der Vorschau ja betont. Düsseldorf in der Defensive eingespielt, nach vorne wird man aber abwarten müssen, wie gut es funktioniert, trotzdem sehe ich die Gäste knapp vorne. Könnte auch zäh werden. Das under 2.75 kann man überlegen.

+3.93
Bin sehr zufrieden mit dem ersten Spieltag, fast alles kam wie erwartet am Fr, Samstag und auch hier sieht es gut aus. Half lost in Ulm naja nichts gesehen vom Spiel. Fürth war stark aber Preußen hatte auch Chancen; die größere individuelle Klasse der Gegner, wird es für Münster ultraschwer machen in der Liga zu bestehen. Düsseldorf dank Eigentor vorn, dann rot, dann ein zweites nachgelegt.

Diese 2. Bundesliga wird viel Spaß machen. Fast alle Teams waren so ungefähr da wo man sie erwartet hat.
 
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2. Bundesliga - Vorschau (Abschluss)

Der erste Spieltag hat im Großen und Ganzen viele Eindrücke bestätigt.

These 1: Zwei von drei Aufsteiger steigen direkt wieder ab. Damit sind Jahn Regensburg und Preußen Münster gemeint.

Münster war schwächer als ich erwartet hatte, habe mir das Spiel 90 min lang gegeben und ja, sie hatten Chancen, mit etwas Glück gehen sie sogar mit einer Führung in die Kabine, aber die Unterlegenheit in der individuellen Klasse war über das Spiel deutlich sichtbar und Fürth ist zwar gut aber da warten ja noch ganz anders aufgestellte Teams. Das macht mit etwas Angst aus Münster Sicht. Die Defensive war zu leicht zu überwinden, Fürth hätte gut und gerne auch 5-2 gewinnen können. Dass Münster aber sogar einen höheren xG-Wert hatte am Ende zeigt aber auch, dass sie absolut lebendig sind im Spiel nach vorne, viel probieren, nicht zurückstecken, eine tolle Mentalität.

Der Jahn hat erwartungsgemäß in Hannover verloren und hatte insgesamt wenig zu melden. Die Defensive wirkte erstaunlich wenig gefestigt, obwohl sich so viel vom Personal her nicht getan hat. Man kam aber noch vor der Halbzeit immer zu Chancen. Aber Hannover baute die Führung aus, war dem 3:0 und höher näher als der Jahn einem Tor und verwaltete am Ende souverän und easy die Führung. Da muss deutlich mehr kommen vom Jahn aber Hannover ist eben auch kein Team auf Augenhöhe. Aber, ja, auch hier bestätigten die Ersteindrücke, was man vor der Saison vermutet hat, dass der Jahn Abstiegskandidat Nummer eins ist, von fast allen relevanten Experten so eingeschätzt, und das sieht nach Spieltag eins auch genauso aus, wie erwartet. Abstiegskampf.

These 2: Von den Bundesliga-Absteigern wird maximal einer wieder aufsteigen, wenn überhaupt

Darmstadt wird normalerweise, auch der Eindruck hat sich verfestigt, mit dem Aufstieg nichts zu tun haben. Das System Lieberknecht ist meines Erachtens in Darmstadt ein Auslaufmodell. Klar, man hat enorm viele Neuzugänge, startete mit nicht weniger als fünf Neuen in die Begegnung mit der Fortuna aus Düsseldorf aber die Spielweise ist einfach zu abwartend, zu harmlos, das erinnert an einen italienischen Fußball von vor 25 Jahren, den du nur bringen kannst, wenn du sehr effektive Spieler in deinen Reihen hast und auch wirklich hinten eine Bank bist. Das ist aber bei Darmstadt nicht der Fall. Die Führung von Düsseldorf war zwar dünn aber einer, der das Spiel gesehen hat, bescheinigte mir, dass er 90 min kein einziges Mal das Gefühl hatte, dass das aus Sicht der Darmstädter was werden wird. Dabei hat die Fortuna sicher nicht ihr bestes Spiel abgeliefert und hatte auch etwas Spielglück. Also ich denke Darmstadt als neue graue Maus der Liga, schon vlt. mit guten Phasen mit vorsichtiger Tuchfühlung nach oben aber wenn es schlecht läuft vlt. nicht mal einstellig am Ende. Aber abwarten, ich will sie nicht zu schlecht machen. Aber in der These, dass sie nichts mit dem Aufstieg zu tun haben werden, sehe ich mich absolut auf der richtigen Spur.

Was machen wir mit Köln? Sie haben eigentlich gegen den HSV gar kein so schlechtes Spiel abgeliefert, wenn man die Statistiken hernimmt, leider war ich verhindert und konnte das Auftaktspiel nicht sehen. Der Torwartfehler spielte dem HSV natürlich in die Karten. Ich denke aktuell wird Köln mit Erwartungen überzogen, denen sie noch nicht gerecht werden können. Alles andere als der Wiederaufstieg wäre aus Fansicht eine Katastrophe aber wäre es wirklilch so unrealistisch, wenn sie es am Ende nicht packen? Ich weiß es nicht. Der Kader ist eigentlich zu gut, im Winter kann man, wenn ich richtig informiert bin, transfertechnisch nachlegen, also das könnte ne enge Kiste werden. In der Offensive kann es aber sein, dass dir halt der entscheidende Stürmer fehlt; klar der HSV ist ein Kaliber aber nur bemüht sein und gut spielen ohne die Chancen zu nutzen bricht dir am Ende das Genick in dieser Liga. Aktuell würde ich fast sagen, wenn überhaupt, dann braucht Köln einen größeren Anlauf, um am Ende knapp aufzusteigen. Sie bleiben für mich ein Aufstiegskandidat.

These 3: Das vordere Drittel wird wieder sehr eng beieinander sein

Viele Mannschaften zeigten am ersten Spieltag ungefähr schon wo sie stehen. Eigentlich war kein einziges Ergebnis überraschend. Auch dass Paderborn eingespielt gegen eine sich neu findende Hertha am ersten Spieltag auswärts gewinnen kann, empfand ich nicht als solche. Ich habe da eher mehr Tore erwartet und war am Ende enttäuscht nur cashback zu kriegen. Die Hertha kann fast nur negativ überraschen, der Trainer ist meiner Meinung nach nicht so der Hit, das sagen mir auch fleißig Club-Fans, die völlig durch sind mit Fiél. Aktuell denke ich für Hertha wird es richtig eng werden aber on the long run haben sie alles, was es braucht, um aufzusteigen. Aber mein Gefühl ist einfach nicht gut und ich fände es nicht so unrealistisch, wenn sie am Ende knapp den Aufstieg verpassen. Es sieht irgendwie schon wieder nach einer turbulenten Zeit aus in Berlin. Dass Paderborn zuzutrauen ist auf Tuchfühlung zu gehen mit der Spitze hat sich nach dem Auftaktsieg ebenfalls bestätigt.

Der HSV ist für mich in den Top 3 sicher, sie haben einen guten Kader und nach verflixten sieben Jahren in der 2. Bundesliga dürfte es jetzt so langsam mal klappen. Gegen Köln war nicht alles rosig aber das ist ein starkes Zeichen, dass sie so ein Auftaktspiel gegen einen Konkurrenten dann halt für sich entscheiden und vor allem auch mal über die Zeit bringen. Baumgart, obwohl sicher nicht mein Favourite, ist mit allen Wassern gewaschen und bringt vlt. die nötige Direktheit und Mentalität mit hinein, um den verkopften HSV-Profis die Ohren durchzupusten. Aktuell würde ich vom Gefühl her sagen, der HSV steigt auf. Das habe ich vorher schon gesagt und das hat sich nach dem Ersteindruck bestätigt.

Hannover und Paderborn habe ich schon erwähnt. Wen man oben vlt. doch mit mehr auf der Rechnung haben muss ist Schalke. Die einzige Überraschung für mich war der hohe Sieg von Schalke. Habe das Spiel komplett gesehen und es hat Spaß gemacht, auch wenn eben an diesem Abend irgendwie alles zusammengepasst hat. Sylla und Karaman machen richtig Spaß, Braunschweig war zwar schwach aber Schalke könnte mit dem richtigen Boost unter diesem Trainer am Ende alle überraschen. Auch wenn es anstrengend ist dem Mischmasch an verschiedenen Sprachen zuzuhören, charakterlich und menschlich ist der Trainer 1A und ich denke die junge Schalker - Truppe wird diese Saison richtig gut zusammenwachsen und wenn sie dann mit diesen Fans im Rücken viel höher abschließen als vermutet, würde mich das jetzt nicht mehr überraschen. Aber eine Schwalbe macht halt noch keinen Sommer usw.

Die Fortuna aus Düsseldorf könnte die Saison das mit abgezockteste Team werden. Wenn man die Partie gegen Darmstadt hernimmt, war das schon wieder viel zu sehen, von den Qualitäten der Fortuna. Hinten sicher stehen, vorne eiskalt, etwas Spielglück und fertig sind die drei Punkte. Ich traue ihnen aber on the long run keinen Aufstieg zu, es fehlt einfach ein Topmann, der den Unterschied macht; da müssten schon etliche Stammspieler eine konstante Sahneform haben, um am Ende auf Platz 1-3 zu landen, aber ausgeschlossen ist es nicht.

Der KSC hat mich nicht überrascht aber irgendwie war es dann schon stark, dass er das Spiel gegen Nürnberg durch Zivzivadze so unbeeindruckt gedreht hat. Ich denke nicht, dass sie mit dem Aufstieg zu tun haben werden aber der Auftakt ist gelungen und sie wirkten abgeklärt und flexibel. Nürnberg wird unter Klose ein Experiment, da kann keiner sagen, wo die Reise hingeht, ob sie nun besonders erfolgreich wird oder doch wieder enttäuschend. Ich denke man sollte nicht zu viel erwarten vom Glubb und von Klose.

Magdeburg hätte den Sieg verdient gehabt gegen Elversberg aber es sollte nicht sein. Es zeigt aber, dass die Gäste sich auch diese Saison weigern bequemes Kanonenfutter zu sein. Elversberg wird es aber normal richtig schwer haben, dabei bleibe ich. Und Magdeburg dürfte normalerweise mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Braunschweig wurde von vielen vor der Saison kritisch gesehen, ich denke hier muss ich meine doch eher vorsichtig optimistische Sichtweise etwas nach unten korrigieren; ich denke Braunschweig wird wieder mit dem dem Abstiegskampf zu tun haben. Man wollte nach dem Katastrophenstart in der letzten Saison unbedingt einen Negativbeginn verhindern aber hat mit fünf Gegentore auf Schalke einfach gleich mal wieder für Schlagzeilen gesorgt. Trotzdem muss man auch hier vorsichtig sein, bei Schalke lief einfach alles an dem Abend, auch wie die Tore zustande kamen. Braunschweig hatte gute Phasen, kam fast zum Ausgleich. Aber, ja, ich denke sie werden am Ende wieder kämpfen müssen.

Ulm hat ziemlich blöd verloren gegen Lautern, das sah eigentlich gut aus bis zum individuellen Fehler. Wie Preußen werden sie Mannschaften begegnen, die individuell massiv besser sind und das jedes mal mit mannschaftlicher Geschlossenheit wettzumachen, da brauchst du halt auch Nerven und Geduld. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie gegen Lautern verlieren, aber die Leistung, was man hört, war absolut in Ordnung. Vlt. wurden sie mit zu viel Lob bedacht und es wird doch einfach auch richtig eng aber ich bleibe dabei, sie werden normal nicht absteigen.

Dann ist glaub ich zu fast allen Teams etwas gesagt, ich bin happy, dass ich die Saisonanalyse gewagt habe, trotz Zeitmangel und widriger Umstände. Von Beginn an personell und auch taktisch so gut es geht drin zu sein in der 2. Bundesliga ist Gold wert und macht sich bezahlt. Die Liga ist immer attraktiver, vom Zuschauerschnitt ja sowieso brutal und ich denke ich werde so viel diese Liga gucken wie noch nie, obwohl ich nicht mal einen Verein habe, naja Ulm drücke ich die Daumen und Lautern auch. Oben bin unentschlossen, wem ich den Aufstieg gönne.

Ich will auch noch eine Abschlusstabelle machen, auch wenn sie total anders aussehen wird am Ende [[respect]]

Am schwersten fällt es mir die Hertha und den Glubb einzuschätzen, auch bei Köln bin ich erstaunlich überrascht, wie schwer ich mir damit tue
sie als sicheren Aufstiegskandidaten zu sehen (vom Gefühl her). Wir werden sehen ....

1. HSV
2. Hannover 96
3. 1. FC Köln
4. Hertha BSC
5. Fortuna Düsseldorf
6. FC Schalke 04
7. SC Paderborn
8. Karlsruher SC
9. SpVgg Greuther Fürth
10. SV Darmstadt 98
11. 1. FC Nürnberg
12. 1. FC Kaiserslautern
13. 1. FC Magdeburg
14. SSV Ulm 1846
15. Eintracht Braunschweig
16. SV Elversberg
17. Preußen Münster
18. Jahn Regensburg
 
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So Leute, hier wird gar nicht lange gefackelt, es sind nur noch etwas mehr als zwei Wochen bis zum Bundesligastart!

Auch wenn es bei vielen Teams noch viel Bewegung auf dem Transfermarkt gibt, will ich früh dran sein, um mir einen Überblick über alle Mannschaften zu verschaffen.

Die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison startet Jetzt! Wir fangen dieses mal an von Süd und arbeiten uns vor nach Nord :mrgreen:
 
SC Freiburg

Der Abgang von Christian Streich beendet in Freiburg eine Trainer-Ära, die 2011 begann und nun ihr verdientes Ende gefunden hat. Streich hätte sich seine letzte Saison sicher einfacher vorgestellt. Viele Verletzungen (Günter, Philipp, Lienhart) und Formschwankungen sorgten dafür, dass der SC am Ende nur als Zehnter ins Ziel einlief und sogar noch das europäische Geschäft verpasste, was sehr ärgerlich war, weil man die gesamte Saison besser platziert war. Das Schneckenrennen um Europa verlor der SC schließlich, weil man mit 17 Punkte aus 17 Spielen eine sehr bescheidene Rückrunde ablieferte, wobei man sich nach Darmstadt und Bochum die meisten Gegentore einfing, ganze 32 an der Zahl. Der Schuh drückte vor allem in der Abwehr, die sich nicht mehr so stabil präsentierte, wie man das vom SC normal gewohnt war. Auch die Offensive brachte es in der gesamten Saison auf "nur" 45 Tore, was immerhin der schlechteste Wert seit sechs Jahren darstellt.

Der neue, längst auserkorene Nachfolger auf der Trainerbank, Julian Schuster, hat also gleich drei große Aufgaben vor sich. Erstens muss er in die riesigen Fußstapfen eines Kult-Trainers treten. Zweitens muss er den Negativtrend aus der Rückrunde abstellen und im besten Fall umkehren. Drittens muss er sich mit seinen gerade einmal 39 Jahren als Trainer bei einer Profimannschaft erst beweisen, auch wenn es sich um seinen heimeligen und familiären SC Freiburg handelt. Es gibt sicher leichtere Aufgaben als erste echte Trainerstation als in Freiburg Nachfolger von Christian Streich zu werden.

Mannschaft & Taktik:
Umso erleichterter dürfte der Trainer-Novize Schuster sein, dass ein personeller Umbruch so gut wie ausblieb und Stand jetzt sämtliche Leistungsträger auch in der kommenden Saison dem SC erhalten bleiben. Die einzigen nennenswerten Abgänge sind Siquet (Brügge) und Schlotterbeck (FCA). Ablösefrei gingen zudem Keitel (VfB) und TW Uphoff (Hansa). Bei Attila Szalai endete die Leihe (TSG). Wagner kam aus Fürth zurück, wurde aber direkt wieder verliehen (Pauli). Auf der Seite der Zugänge hat sich ebenfalls nicht viel getan: Wichtigste Neuzugänge sind Erne Dinkci (Werder), der in HDH eine überragende Saison gespielt hat. Aus Bochum kommt Osterhage ins zentrale Mittelfeld. Maximilian Philipp wurde nach Leihe aus Wolfsburg nun fest verpflichtet als hängende Spitze. Er spielte ja früher schon für den SC. Huth kommt als Ersatz-TW vom SCP. Mit Yilmaz, Ogbus und Manzambi rücken Talente aus der zweiten Mannschaft auf. Der SC hat eine bewährte Substanz an Stammspielern im Kader. Es ist erfreulich, dass die besten Torschützen und Scorer (Grifo, Gregortisch, Doan, Höler) bleiben und wenn der SC nicht wieder so viel Verletzungspech hat, dürfte man mit diesem Kader für die Liga und den Pokal gut gerüstet sein. Dass zum Trainerumbruch es mal eine Saison ohne Europa-Beteiligung gibt, ist insofern für die Integration unter dem neuen Coach vlt. gar nicht so dramatisch. In der Verteidigung baut man auf Talente (Yilmaz, Ogbus), die evtl. schneller auf sich aufmerksam machen werden, als so manchem arriviertem Spieler lieb ist; auf großartige Transfers hat man im Abwehrbereich daher auch verzichtet, obwohl das, nicht zuletzt aber eben verletzungsbedingt, etwas die Baustelle gewesen ist. Offensiv würde der eine oder andere SC-Fan noch gerne einen qualitativ hochwertigen Stürmer sehen oder Mittelfeld-Akteur sehen, doch auch mit dem jetzigen Kader von nicht weniger als 180 Mio. Marktwert sollte der SC im Angriff konkurrenzfähig sein.​

Von der Taktik her dürfte sich unter Schuster nicht viel ändern. Im 4-2-3-1 oder 4-4-2 schieben die Außenverteidiger mit nach vorne, um beim Spielaufbau zu helfen. Aus dem Zentrum rückt ein Spieler weiter nach hinten, so ergeben sich zwei dynamische Dreierketten, die die Spieleröffnung flexibel machen und vor allem den Gegner anlocken sollen. Nicht selten erfolgt dann sogar ein langer Ball, sehr gerne aber ein Vertikalspiel und dynamische Tiefenläufe über die Flügel, die beim SC eine herausragende Rolle spielen und den Großteil der Angriffszonen ausmachen. Die Überladung der Flügel ist ein probates Mittel, und erfordert vom Gegner maximale Handlungsschnelligkeit und Entscheidungsfreudigkeit, um sortiert zu bleiben. Mannschaftliche Geschlossenheit, einen überragenden Teamgeist und ein gutes Gegenpressing haben den SC in den vergangenen Jahren ausgezeichnet. Julian Schuster, der ja mit einigen Akteuren noch selbst gespielt hat, kennt den SC Freiburg natürlich in- und auswendig und weiß worauf es ankommt. Er hat angedeutet, dass er das Umschaltspiel wieder verbessern möchte (auch in der Defensive), andererseits legt er auch viel Wert auf eine gute Vorbereitung beim Spielaufbau, ich denke tendentiell werden wir unter Schuster den SC mit etwas mehr Ballbesitz erleben. Auch die Standard-Stärke des SC hat Schuster extra nochmal erwähnt. Im Großen und Ganzen wird der SC Freiburg taktisch ähnlich auftreten, wie man es von ihm in den Streich-Jahren bekannt war.

Mögliche Startelf und Prognose:

TW: Atubolu
Abwehr: Sildillia (Kübler) - Ginter - Lienhart - Günter (Yilmaz)
Mittelfeld: Doan - Eggestein - Höfler (Osterhage) - Grifo (Weißhaupt)
Angriff: Röhl - Höler (Gregoritsch, Adamu)


Der SC Freiburg dürfte unter dem neuen Trainer Julian Schuster eingespielt sein und normalerweise auch taktisch und spielerisch nahtlos da anknüpfen, wo Christian Streich aufgehört hat. In Freiburg ist das Kollektiv wichtiger als einzelne Personalien. Auch wenn Streich eine Legende war/ist war der Übergang zu Schuster ein möglichst sanfter und geräuscharmer. Der neue Trainer und seine Spieler kennen sich bereits bestens, teilweise hat man noch zusammen auf dem Platz gestanden. Mit dem erfahrenen Stammpersonal plus ein paar interessanten Talenten, an denen auch andere Vereine interessiert waren, ist die Kadermischung des SCs in der kommenden Saison auf jeden Fall eine gute und interessante und voller Potential in der zweiten Reihe. Trotzdem sehe ich, dass sie wieder ans Limit gehen müssen, wie jedes Jahr, um ganz oben mitzuspielen.

Wenn nur ein paar Variablen zu ihren Ungunsten laufen, ist es mit der Konstanz schnell vorbei, das hat man vergangene Saison anhand der Verletzungsmisere erkennen können. Obwohl der Kader hier und da in der Breite etwas mehr Power vertragen könnte, ich finde vor allem im Sturm und im defensiven Mittelfeld täten ein, zwei Optionen noch gut, muss man sagen, dass der SC dank einem Zusammenhalten des Kaders und dem Festhalten an der Jugendarbeit sowie einer nach wie vor bodenständigen Herangehensweise normalerweise wieder eine grundsolide bis gute Saison abliefern dürfte. Mir fällt kein rationaler Grund ein, warum dem nicht so sein sollte. Mit Schuster kommt eine benötigte Frische und Unverbrauchtheit auf die Trainerposition, die Harmonie und die Eingespieltheit, auch in taktischer Hinsicht, dürften beim SC ohnehin vorhanden sein. Von dem her sind sie automatisch schon besser aufgestellt als so manch anderer Verein, bei dem ständig Unruhe herrscht oder es häufig zu Veränderungen auf der Trainerposition kommt. Ich denke Schuster wird die erste Saison nach Streich gut meistern und der SC dürfte ähnlich abschließen wie in der Vorsaison, mit dem Blick aber auf jeden Fall eher nach oben als nach unten. Wenn die Konkurrenz wieder so schläft wie vergangene Saison dürfte sich der SC für Europa qualifizieren. Mein Tipp: Platz 6-9.
 
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FC Bayern München

In der Vorschau von Süd nach Nord geht es weiter mit dem großen FC Bayern München. Oder muss man inzwischen wieder FC Hollywood sagen? Es würde den Rahmen sprengen die teilweise irritierenden Ereignisse in München der letzten zwei Jahre Revue passieren zu lassen. Wichtig für diese Vorschau ist nur, dass Neutrainer Vincent Kompany alle Hände voll zu tun haben wird, die Bayern in der kommenden Saison wieder zu einer gefürchteten Einheit zu verschmelzen. Ob das gelingen wird, kann niemand so richtig beantworten. Für die einen ist Kompany eine Art Notlösung und waghalsiges Trainerexperiment, für die anderen ist er genau der ehemalige Vorzeigeprofi, den es jetzt braucht; der durchaus alte Tugenden abverlangt und Bodenständigkeit vorlebt, vor allem aber den Spielern wieder menschlicher und warmherziger, aber nicht weniger professionell, begegnet. Ich denke, dass die Persönlichkeit Kompany durchaus gut gewählt ist, denn der kaltschnäuzige, akribisch-analytische Thomas Tuchel vermittelte zu wenig echte Vaterqualitäten, die der Gefühlsverein Bayern München auf der Trainerposition schon immer gebraucht hat.

Die vergangene Saison muss aus Sicht der Bayern als nicht befriedigend bezeichnet werden, auch wenn lange nicht alles so schlecht war, wie es gemacht wurde; in der Liga wurde man am Ende nicht einmal Vizemeister und musste den VfB noch passieren lassen, im Pokal schied man blamabel bereits in der 2. Runde gegen Saarbrücken aus. In der Champions League dagegen, spielte man gut auf und hatte Sieger Real Madrid im HF am Rande einer Niederlage. Die erwähnte dauernde Unruhe im und um den Verein herum muss diese Saison imo. deutlich reduziert werden, wenn man wieder in die gewohnte Erfolgsspur gelangen möchte, ich erhoffe mir von Kompany, dass er den Bayern wieder einen Stil und ein Auftreten verpasst, das diesem Verein würdig ist. Personell wird sich bei den Bayern auch auf der ein oder anderen Spieler-Position etwas tun, eine größere Verjüngungs- oder Radikalkur steht aber nicht an.

Mannschaft & Taktik:
Die Bayern haben inzwischen die 1 Mrd. - Grenze geknackt, was den Marktwert ihres aktuellen Kaders anbelangt und damit sind sie in der Bundesliga natürlich einsame Spitze. In der vergangenen Saison waren vor allem die Statik im Spiel und die fehlende Kreativität sowie eine zu löchrige Abwehr überhaupt nicht Bayern-like. In der Liga kassiert man von den Top 5 die meisten Niederlagen und die meisten Gegentore. Die Offensive lieferte dagegen mit 94 Liga-Toren eine starke Saison ab, Harry Kane wurde standesgemäß Torschützenkönig. Die Bayern haben sich punktuell und gezielt verstärkt, dazu soll der Kader auf den Flügeln und in der Abwehr ausgedünnt werden. De Ligt soll verkauft werden, dafür soll Tah kommen, vlt. stecken da schon Überlegungen für 2025 drin, weil Wirtz bekanntlich ein guter Kumpel von Tah ist. Mit Ito hat man schon einen der besten Verteidiger der letzten Saison vom VfB eingekauft. Mit Palhinha kommt ein Wunschspieler, an dem man schon länger Interesse hatte, ins defensive Mittelfeld. Mit dem jungen Rechtsaußen Olise, der mit Frankreichs U23 bei Olympia im Finale steht und dort mit starken Leistungen auf sich aufmerksam macht, hat man einen weiteren spektakulären Transfer getätigt. Diers Klausel wurde ja schon länger gezogen, so dass er auch im kommenden Jahr in Bayerns Abwehr zu sehen sein wird. Eine ganze Reihe an verliehenen Spielern wurde größtenteils gleich wieder weiterverliehen, das lasse ich aus Platzgründen mal weg, wichtigste kaderrelevante Personalie ist hier Leihrückkehrer Stanisic (Leverkusen).

Neben de Ligt soll auch Mazraoui im Fokus des Interesses von Manchester United stehen, ein weiterer Verkauf deutet sich bei Zaragoza an, der kaum zum Einsatz kam und den es nach Spanien zurückzieht. Bei Goretzka gibt es immer wieder Gerüchte aber er soll sich in München nach wie vor sehr wohl fühlen. Coman ist mit seiner Verletzungsanfälligkeit schwer vermittelbar, von ihm könnte man sich aber vorstellen, sich zu trennen. Was mit Gnabry ist weiß niemand so genau, seine Zukunft scheint ungewiss. Was mit Davies ist, weiß ich überhaupt nicht, es gibt aber das Real Gerücht für 2025.

Wer auch immer noch kommt und gehen mag. Die Bayern haben, so viel steht fest, für die kommende Saison einen Top-Kader zur Verfügung, der in der Lage ist auf mehreren Hochzeiten erfolgreich zu sein. Kompany will die Bayern auf jeden Fall wieder dynamischer machen, ohne auf einen modernen, dominanten Ballbesitzfußball verzichten zu wollen, der flexibel auf die Stärken und Schwächen des Gegners eingeht. Entscheidend für den taktischen Aufbau unter Kompany dürften inverse Außenverteidiger sein und natürlich die Flügelspieler, die das Spiel sehr breit machen, während das Mittelfeldzentrum nach vorne schiebt. So ergeben sich im Idealfall auch viele Dreiecke, die ein anspruchsvolles Kurzpassspiel ergeben, man darf den Guardiola-Einfluss auf Kompany wohl nicht unterschätzen. Im Tor steht nach wie vor Manuel Neuer, davor ergibt sich eine Viererkette, davor ein defensiver Mittefeldmann, zwei zentrale Spieler, wobei einer eine vorgeschobene Spielmacherrolle einnimmt und zwei offensive Flügelspieler und und vorne mit Kane ein kompletter Stürmer.

Mögliche Startelf und Prognose:

TW: Neuer
Abwehr: Kimmich (Boey)- Tah (Upamecano) - Kim (Dier, Ito) - Davies (Guerreiro)
Mittelfeld: Palhinha (Laimer)- Musiala (Müller) - Pavlovic (Stanisic, Goretzka)
Angriff: Olise (Gnabry) - Kane - Sané


Also wenn die Bayern mit diesem Kader nicht Deutscher Meister werden und mindestens in das Halbfinale der Champions League einziehen, dann muss man eigentlich sagen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Wenn Tah wirklich noch kommt und Ito seine Verletzung auskuriert hat, Davies bleibt und zu Form zurückfindet, dann kann man sich nicht mal in der Abwehr beschweren, die anderen Positionen sind ohnehin sehr gut besetzt, Palhinha und Olise werden den Bayern gut tun, da bin ich mir sicher. Wenn Kane von Verletzungen weitgehend verschont bleibt und er seine Finalniederlage verdaut hat, wovon ich ausgehe, wird er wieder an die 30+ Tore schießen dürfen. Ich bin auch zuversichtlich, dass Kompany den Spielern gut tun wird und nach den turbulenten Jahren rund um Nagelsmann, Kahn, Brazzo und Tuchel kann es jetzt erst mal eigentlich nur ruhiger werden.

Ich denke die Bayern-Ehre wird angekratzt genug sein, dass man sich nicht die Blöße geben will und zweimal in Folge eine Saison titellos abschließt. Ich denke, dass die Bayern von Beginn an eine konzentrierte Saison spielen und normal im Spiel nach vorne so große Überlegenheit und Qualität haben, dass, wenn sie ihre defensive Schwächen minimieren und mehr als Einheit auftreten, sie sehr gute Chancen haben eine sehr erfolgreiche Saison zu spielen. Wenn Kompany es schafft die Stars bei Laune zu halten und intelligent durchwechselt, die Teamchemie einigermaßen stimmt, dann dürfte die Bayern kaum jemand gefährden können kommende Saison. Lediglich auf der Torwartposition sehe ich Neuer einfach von Jahr zu Jahr schlechter werden, ich bin von ihm nicht mehr so überzeugt wie noch vor ein paar Spielzeiten. Aber für diese Saison wird es noch reichen.

Das ist natürlich ein Positivszenario, was ich aufspanne, so rosig und ohne Querelen wird es natürlich nicht laufen. Es kann auch sein, dass Kompany als Trainer bei Bayern einfach scheitert, wie das auch schon vielen Trainern vor ihm gegangen ist, obwohl man vor der Saison dachte, dass das eigentlich gut zusammenpasst. Die Konkurrenz wird jedenfalls alles Erdenkliche tun, den Bayern auch in der neuen Saison so viel Schaden wie möglich zuzufügen. Allein ich will nicht glauben, dass Leverkusen nochmal so eine gigantische Saison gelingt, der VfB hat massiv an Qualität verloren und wird seine Leistung nicht so ohne Weiteres wiederholen können, auch wegen der Mehrbelastung, der BVB befindet sich in einer kleinen Umbruchsphase mit neuem Trainer, wo noch viele Fragezeichen stehen bleiben und RB Leipzig wird man abwarten müssen, ob sie wirklich schon ein Meisterkandidat sind, ich denke nicht. Mein Tipp: Platz 1
 
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