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1. Bundesliga Wett Tipps: Dirk Paulsen analysiert Spieltag 22

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Aktualisiert: 11.02.2026

Auch der 22. Spieltag der 1. Bundesliga verspricht wieder spannende Spiele. Vor allem im Abstiegskampf rücken die Teams immer näher zusammen. Wett-Experte Dirk Paulsen konnte insgesamt sieben Tipps mit Value in sechs Partien finden. Lest hier alle seine Analysen & Vorhersagen!

1. Bundesliga trophy
Sieben Tipps mit Value konnte Dirk Paulsen für den 22. Spieltag der 1. Bundesliga finden.

1. Bundesliga Tipps & Vorhersagen zum 22. Spieltag

Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 (Pass)

Der Markt zahlt 1,55 auf Dortmund. Auf den ersten Blick wirkt das durchaus mutig und man denkt kurz über eine mögliche Abweichung nach. Betty liegt jedoch bei 1,60, damit ist die Einschätzung praktisch deckungsgleich. Es ergibt sich also keine spielbare Indikation, weder auf den Heimsieg noch auf X2.

Auch Over/Under ist sauber eingepreist. Der Markt liegt hier exakt im erwartbaren Bereich, sodass sich auch auf die Tore kein Ansatz ergibt. Inhaltlich passt das Bild: Mainz ist sehr gut drauf, Dortmund ebenfalls. Die Kräfteverhältnisse sind klar, aber eben auch korrekt bewertet. Genau in solchen Konstellationen ist es schwer, echte Abweichungen zu finden.

Fazit: Kein Tipp bei diesem Spiel. Wir nehmen es zur Kenntnis und gehen weiter.

Bayer Leverkusen – FC St. Pauli (Tipp)

Hier ist der Markt auffällig: der Heimsieg von Leverkusen wird niedriger bewertet als Dortmund gegen Mainz, obwohl Betty den Leverkusen-Sieg sogar noch etwas unwahrscheinlicher einschätzt. Das ist zumindest bemerkenswert. Inhaltlich können wir uns dieser vorsichtigeren Einschätzung anschließen. St. Pauli kommt insgesamt zu schlecht weg. Die Leistung gegen Stuttgart war stark, auch schon im Spiel davor.
Leverkusen dagegen hat in den letzten Wochen weder spielerisch noch ergebnistechnisch überzeugt, steht auch im Performance-Ranking nicht gut da. Wir haben sie mehrfach unterstützt – ohne Ertrag.

Damit ergibt sich eine hauchdünne, aber zu argumentierende Indikation auf X2. Wir bekommen 2,74, fair liegt bei 2,61 für St. Pauli verliert nicht. Das ist kein starker, aber ein vertretbarer Value-Ansatz.

Auf die Tore ergibt sich kein Tipp. Auffällig ist allerdings, dass auch der Markt dieses Spiel klar als Under-Spiel einstuft. Das deckt sich mit unserer Einschätzung: Wenn wenige Tore erwartet werden und Leverkusen aktuell nicht für hohe Durchschlagskraft steht, steigt automatisch die Wahrscheinlichkeit für X oder 2. Insofern ist die Logik hinter dem X2 konsistent, auch wenn wir keine Under-Wette daraus machen.

Tipp: X2 – St. Pauli verliert nicht @ 2,74 (fair 2,61).

Eintracht Frankfurt – Borussia Mönchengladbach (Pass/Over)

Brisant ist die Partie vor allem wegen der Trainerkonstellation in Frankfurt. Ja, sie haben bei Union nicht verloren – aber das Ergebnis täuscht. Frankfurt war defensiv keineswegs stabil, hat eher mehr zugelassen, und Union hätte das Spiel spät sogar gewinnen können oder müssen. Der neue Trainer hat also keinen belastbaren Effekt gezeigt, sondern eher einen kosmetischen. Auf die Seite ergibt sich daraus keine saubere Indikation. Weder Frankfurt noch Gladbach drängen sich auf, und jede Richtung wäre konstruiert. Das lassen wir konsequent.

Die einzige klare Indikation ist das Over – und ja, das wirkt auf den ersten Blick paradox, weil beide Mannschaften uns zuletzt genau damit enttäuscht haben: Frankfurt 1:1 bei Union (Over verloren), Gladbach 1:1 gegen Leverkusen (Over verloren).

Aber genau deshalb lohnt der zweite Blick: Frankfurt ist weiterhin deutlich im Plus in der Goal-Performance, das 1:1 war leistungsmäßig kein defensiver Durchbruch. Gladbach ist nur leicht im Minus, keineswegs ein echtes Under-Team. Ein neuer Trainer, der sich zu Hause „einmauert“, ist kein realistisches Szenario – im Heimspiel muss Frankfurt anders auftreten. Fußball bleibt Fußball: Es wird nicht plötzlich kollektiv aufgehört, Chancen zu produzieren, nur weil zwei Overs verloren gingen. Und entscheidend: der Kurs. Wir bekommen 1,67 auf das Over, fair liegt bei 1,43. Das ist kein Grenzfall, das ist ein massiver Abstand. Ja, emotional ist das Over unangenehm. Rational ist es klar gerechtfertigt.

Tipp: Over 2,5 Tore @ 1,67 (fair 1,43).

Hamburger SV – Union Berlin (Pass)

Hier gibt es keine Indikation – und zwar aus guten Gründen. Beide Teams sind zuletzt positiv aufgefallen: der Hamburger SV mit dem 2:2 gegen Bayern und generell sehr ordentlichen Heimauftritten. Union Berlin stabil, organisiert, schwer zu bespielen. Die Seite: Beide Modelle haben den HSV leicht vorne, was angesichts der Heimstärke absolut nachvollziehbar ist. Aber: leicht vorne ist eben keine Wette. Es fehlt jeder Hebel, jede echte Abweichung. Also Pass.

Die Tore: Auffällig ist, dass wir hier den höchsten Over-Kurs des Spieltags sehen: 2,06. Betty liegt sogar bei 2,17. Genau das ist interessant – allerdings nicht zum Wetten, sondern als Qualitätsmerkmal: Markt und Modell sind sich einig, dass hier wenige Tore zu erwarten sind. Das spricht für saubere Einschätzung, nicht für Aktionismus.

Fazit: Kein Tipp auf die Seite, kein Tipp auf die Tore. Das Spiel bestätigt die Modellqualität – führt aber nicht automatisch zu Wetten. Genau so soll es sein.

Werder Bremen – FC Bayern München (Tipp)

Der Absturz von Werder Bremen ist inzwischen kaum noch zu übersehen. Platz 16, eine Serie negativer Ergebnisse, und selbst das letzte Spiel in Freiburg, das leistungsmäßig ordentlich war, endete wieder mit einer Niederlage. Rote Karte, Spielverlauf verzerrt – am Ergebnis hat es nichts geändert, und für uns schon gar nichts. Over verloren, Seite verloren, nichts gewonnen. Bremen steckt damit klar in der Krise. Tiefer kann man sportlich fast nicht fallen, wenn man sich anschaut, wo sie herkommen und wie sie zuletzt performen.

Auf der anderen Seite steht der FC Bayern München. Die kurze Ergebniskrise – zwei Spiele ohne Sieg, inklusive der Heimniederlage gegen Augsburg und dem 2:2 in Hamburg – ist mit dem 5:1 gegen Hoffenheim faktisch beendet worden. Leistung, Dominanz, Chancenverwertung: alles wieder auf dem erwartbaren Niveau. Und genau hier wird es interessant aus Quotensicht: Marktquote Bayern-Sieg: 1,36, faire Quote (betty): 1,23. Das ist eine ungewöhnlich große Abweichung, vor allem im Vergleich zum Bayern-Auswärtsspiel in Hamburg, wo der Markt deutlich vorsichtiger war – und das bei einem HSV, der heimstark ist und tabellarisch besser dasteht als Bremen.

Hier dagegen: Bremen im freien Fall, Bayern wieder stabilisiert, trotzdem ein höherer Kurs als zuletzt. Man kann völlig nachvollziehen, wenn man emotional nicht gegen Bremen spielen will. Man kann auch nachvollziehen, dass es sich genau nach dem Spiel anfühlt, in dem Bayern nicht gewinnt – gerade, weil wir sie nehmen. Aber nach Zahlen ist der Tipp sauber.

Tipp: 2 – Bayern München gewinnt @ 1,36 (fair: 1,23).

Das Over wäre rechnerisch ebenfalls fast indiziert (Quote ~1,31 bei klarer Over-Performance), wird hier aber nicht benötigt.

TSG Hoffenheim – SC Freiburg (Pass/Over)

Die Paarung TSG Hoffenheim gegen SC Freiburg ist auf den ersten Blick ein klassisches „gut gegen gut“-Spiel. Freiburg kommt mit einem Sieg gegen Werder, der ergebnistechnisch passt, aber leistungsmäßig durchaus glücklich war. Hoffenheim hat in München klar verloren (1:5), allerdings unter Umständen, die man nicht überbewerten sollte: frühe rote Karte, Spiel früh gekippt, Erwartungswert ohnehin klar gegen sie. Das ordnen wir ein, ohne daraus falsche Schlüsse zu ziehen. Die Marktquote von 1,76 auf Hoffenheim ist für uns nicht spielbar.
Unsere faire Quote liegt bei 1,90, aber das reicht nicht, um daraus eine Gegenbewegung (X2 oder Freiburg) abzuleiten. Dafür sind die Abstände zu klein und die Leistungen beider Teams zu stabil. Kein Tipp auf die Seite.

Tore: Hier ergibt sich dagegen eine klare Indikation auf das Over. Marktquote Over: 1,66 Faire Quote: 1,51. Das ist eine deutliche Abweichung, die sich auch inhaltlich erklären lässt: Freiburg ist in der Goal-Performance nur leicht im Minus, Hoffenheim ist klar im Plus.

In der Summe ergibt sich kein defensives Profil, sondern ein Spiel mit Torszenarien. Dass Freiburg zuletzt kein Over gespielt hat, ist bekannt – aber: Werder hatte Chancen, der Spielverlauf war offen. Einzelne Spiele (rote Karten) verzerren Over/Under-Bewertungen ohnehin stark. Hoffenheim wäre nicht im Plus der Goal-Performance, wenn dort nicht regelmäßig Tore gefallen wären. Das 1:5 in München ist dabei kein Ausreißer gegen das Over, sondern eher ein Bestätiger für Toranfälligkeit in beide Richtungen.

Tipp: Over 2,5 Tore @ 1,66 (fair: 1,51).

VfB Stuttgart – 1. FC Köln (Tipp)

Eine auf dem Papier kuriose Paarung, die sich bei genauerem Hinsehen aber erstaunlich klar liest. Der VfB Stuttgart kommt aus einer desolaten Leistung beim 1:2 auf St. Pauli. Das war nicht nur ein Ausrutscher, sondern leistungsmäßig schwach, auch nach allen Kennzahlen. Gerade deshalb greift hier das Standardargument „zu Hause wird alles repariert“ nicht automatisch – zumindest nicht, wenn die Zahlen etwas anderes sagen. Der 1.FC Köln dagegen hat gegen Leipzig ein sehr gutes Spiel gemacht. Der verweigerte Elfmeter ist unstrittig, ein Punkt wäre absolut verdient gewesen. Ergebnis und Leistung klaffen hier deutlich auseinander – genau das ist der Punkt, den unsere Modelle aufgreifen.

Seite:Wir haben eine sehr klare Indikation auf Köln X2 (Köln verliert nicht). Marktquote: 2,63 (zuletzt von 2,58 gestiegen), faire Quote: 2,11. Das ist keine kleine Abweichung, sondern eine massive. Und sie wäre auch ohne das schwache Stuttgart-Spiel in St. Pauli vorhanden gewesen – die jüngsten Eindrücke verstärken sie nur, sie sind nicht die Ursache. Dass der Kurs zuletzt weiter gestiegen ist, ist eigentlich kein so gutes Zeichen. Was weiß der Markt, was wir nicht wissen? Wir können aber nicht anders – obwohl uns der Ausgang schon heute “bekannt” ist.

Tipp 1: Köln X2 @ 2,63 (fair: 2,11).

Tore: Parallel dazu ist auch das Under indiziert – was die Seitenlogik stützt. Marktquote Under: 2,64, faire Quote: 2,49. Statistikbasiertes Modell: sogar noch etwas niedriger. Goal-Performance: beide Teams im Minus Das Bild ist konsistent:

Tipp 2: Under 2,5 Tore @ 2,64 (fair: 2,49).

FC Augsburg – 1. FC Heidenheim (Tipp)

Tabellarisch ist die Lage klar: Augsburg liegt deutlich vor Heidenheim, sowohl nach Punkten als auch nach Tordifferenz. Der Markt spiegelt das mit einem klaren Favoritenbild wider. Genau hier setzen unsere leisen Zweifel an. Leistungsmäßig ist der Abstand nicht so groß, wie es Tabelle und Markt suggerieren. In der Performance der letzten Spiele steht Heidenheim sogar vor Augsburg. Das heißt nicht, dass Heidenheim besser ist – sondern dass sie ihre Erwartungen etwas mehr übererfüllen als es Augsburg tut. Wobei wir absolut nichts gegen Augsburg haben. Man kann es auch “Sympathietipp” nennen.

Wir bekommen für X2 Heidenheim eine Quote von 2,00, die faire Quote liegt bei 1,99. Das ist kein Value-Tipp, sondern eine Grenzentscheidung: Der Markt unterstellt einen Leistungsunterschied, den wir in dieser Höhe nicht sehen. Die Quote ist damit gerade noch zahlbar, mehr aber auch nicht. Auf der Torlinie ergibt sich keinerlei Indikation. Weder Over noch Under sind spielbar.

Tipp: X2 Heidenheim – @ 2,00 (fair 1,99).

RB Leipzig – VfL Wolfsburg (Pass)

Auf der Seite gibt es keinerlei Indikation. Der Markt zahlt 1,46 auf Leipzig, unsere faire Quote liegt bei 1,53. Die Übereinstimmung ist hoch, der Markt liegt innerhalb unserer Bewertung. Mehr Bestätigung braucht es nicht – kein Tipp. Wolfsburg hat zuletzt ordentlich gespielt, Leipzig hat in Köln gewonnen, mit etwas Spielglück. Beides ändert nichts an der Bewertung. Die Zahlen sind klar, und wenn Markt und Modell so nah beieinander liegen, spielen wir nicht.

Auf der Torlinie wäre ein Under ganz leicht indiziert: Quote 2,94, fair 2,78. Das ist jedoch grenzwertig und wird zusätzlich durch die Goal-Performance konterkariert: Wolfsburg klar im Plus (+7,32), Leipzig ebenfalls im Plus (+1,16). Damit fehlt jede Grundlage für eine spielbare Under-Wette. Pass.

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Fazit von Dirk Paulsen:

Mit Ach und Krach haben wir diesmal ein paar Tipps gefunden – mehr war schlicht nicht drin. Auch auf den Goallines ist etwas dabei, darunter ein Under, was in der Bundesliga eher die Ausnahme ist. Begeisterung kommt dabei keine auf. Wir glauben an gar nichts, schon gar nicht daran, dass etwas „kommen muss“. Wir glauben ausschließlich an Wahrscheinlichkeiten – und die kommen genau so oft, wie sie berechnet sind. Eine 37%-Wahrscheinlichkeit kommt nicht „gefühlt“, nicht „jetzt aber mal“, sondern langfristig eben zu 37 %. Mehr ist es nicht, weniger auch nicht. Ob das im einzelnen Spiel eintritt oder nicht, ist Fortuna – und die ist bekanntlich launisch. Die Tipps sind nach Zahlen gerechtfertigt, nicht mehr und nicht weniger. Dass sie deshalb gewinnen, folgt daraus ausdrücklich nicht. Unsere aktuelle Verfassung ist entsprechend katastrophal – inhaltlich sauber, ergebnistechnisch unerquicklich. So ist es nun einmal.

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Allmählich ist nicht einmal mehr Frust das passende Wort – es kippt ins Absurde. Zwölf Tipps, vier richtig, acht falsch, dazu ein Minus von 5,16 Einheiten. Die Bilanz ist katastrophal und selbst hier nutzen wir das vorhandene Steigerungspotenzial, selbst wenn das noch nicht ultimativ ausgeschöpft ist. Damit sind wir an einem Punkt angekommen, an dem man sich ernsthaft fragt, warum überhaupt noch vier Tipps richtig waren. Es wäre doch vom Schicksal konsequenter gewesen, alles falsch zu haben – dann hätte man wenigstens ein verlässliches Gegenmodell. In dieser Disziplin wären wir inzwischen Weltklasse: der schlechteste Tippgeber als präzisester Kontraindikator. So ist es aber in der Hinsicht auch schon gut genug: “Schaut auf die Tipps hier – und setzt dagegen. Da bleibt immer was für euch kleben.”

Es ist keine Momentaufnahme mehr, kein einzelner Ausrutscher, kein „unglücklicher Spieltag“. Die Serie ist zu lang, das Minus zu klar, die Wiederholung zu konstant. Selbst der Sarkasmus wird müde, weil er Woche für Woche dieselben Sätze benutzen müsste. Natürlich können wir – und werden wir – bei den einzelnen Spielen wieder erklären, warum die Tipps nachvollziehbar waren, warum die Zahlen gepasst haben, warum Spielverläufe gegen uns liefen. Das stimmt alles weiterhin. Nur hilft es nichts mehr, wenn das Ergebnis immer dasselbe bleibt. Und damit gehen wir jetzt trotzdem sachlich weiter, Spiel für Spiel – nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir es konsequent zu Ende denken müssen.

HeimteamAuswärtsteamTore erwartet HTore erwartet AXGoals HXGoals ATore should HTore should AErgebnis HErgebnis A
UnionFrankfurt1,401,681,530,141,290,8711
St. PauliStuttgart0,991,731,770,881,531,2621
FreiburgWerder1,811,500,460,830,961,9310
MainzAugsburg1,601,132,310,701,371,4320
HeidenheimHSV1,211,371,531,481,771,4702
WolfsburgDortmund1,121,961,451,271,602,5612
GladbachLeverkusen1,302,390,710,791,111,1311
FC KölnRB Leipzig1,591,651,051,921,341,5412
FC BayernHoffenheim3,440,775,642,042,691,1351
  14,4714,2016,4510,0513,6613,321410
erwartetXGshouldreal
Total goals28,6626,5026,9824
Toreschnitt3,182,943,002,67
Heimvorteil1,011,241,011,17

Rückblick auf den 21. Spieltag (Spiel für Spiel)

  1. Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1

    Gespielt wurde Over sowie Frankfurt verliert nicht. Am Ende ging nur das Over verloren: 1:1. Nach Zahlen war Union haushoch überlegen – sowohl bei den X-Goals als auch bei den Should Goals. Frankfurt hatte kaum Zugriff, kam aber dennoch zum Tor. Der Over-Tipp war rückblickend grundfalsch, was sich auch aus dem Kontext erklärt: neuer Trainer, defensiver Ansatz, Verunsicherung. Das wurde im Vorfeld thematisiert. Wer dauerhaft gegen Trainerwechsel wettet, mag damit Geld verdienen – wir haben uns bewusst an den Statistiken orientiert. Das Ergebnis zeigt: Der Ansatz war falsch, das Spiel schlecht, der Effekt des Trainerwechsels gleich null. Immerhin: kein Totalausfall, nur das Over weg.

  2. FC St. Pauli – VfB Stuttgart 2:1

    Wir hatten Stuttgart. Schon früh war klar: komplett falsche Seite. St. Pauli war aggressiv, dominant, präsent – Stuttgart reiner Mitläufer, statistisch wie spielerisch. Die Zahlen bestätigen das Bild eindeutig. Verdienter Sieg für St. Pauli, unser Tipp chancenlos.

  3. SC Freiburg – Werder Bremen 1:0

    Gespielt wurden Seite und Over – Ergebnis: 0:1 verloren, beides weg. Ein absurdes Resultat. X-Goals und Should Goals zeigen klar: Werder war die bessere Mannschaft, hätte mindestens ein Tor erzielen müssen. Auch der Spielverlauf und alle Kommentare bestätigen das. Trotzdem fällt kein Tor – klassisches Beispiel für ein Spiel, das man nie verlieren darf, aber verliert. Sicher hat hier eine rote Karte gegen Freiburg “geholfen” – aber nur für die Spielstatistiken, nicht für das Ergebnis.

  4. 1. FSV Mainz 05 – FC Augsburg 2:0

    Wir hatten Augsburg. Nach allen Zahlen ist Augsburg vorne. Das Spiel kippt früh durch einen nicht nachvollziehbaren Elfmeter. Augsburg-Trainer Baum sagt nach dem Spiel, er sehe keine Berührung, die Bilder bestätigen das. Trotzdem 1:0 Mainz. Augsburg erspielt sich danach ausreichend Chancen zum Ausgleich. Der zweite Elfmeter gegen Augsburg ist korrekt, das 0:2 am Ende steht. Statistisch sauber, spielerisch mindestens ausgeglichen – Ergebnis unglücklich, Tipp verloren.

  5. 1. FC Heidenheim – HSV 0:2

    Wir hatten den Heimsieg. X-Goals und Should Goals sprechen für Heidenheim. Sie sind die bessere Mannschaft, machen aber kein Tor. Ein später Treffer wird ihnen aberkannt – warum, weiß niemand. Typische Szene im Sinne von „Hauptsache kein Tor“. Am Ende 0:2. Selbst ein Anschlusstreffer hätte nichts mehr geändert. Wieder ein Spiel, das nach Leistung nicht verloren werden darf, aber verloren geht.

  6. VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund 1:2

    Hier kam das Wunder. Wir hatten Dortmund und Over – beides gewonnen durch einen späten Siegtreffer. Laut Kommentaren nicht verdient, laut Zahlen gerade noch vertretbar. Der Tipp war nicht schlecht, das Over ebenfalls nicht. Endlich einmal ein Spiel, das nicht komplett gegen uns läuft.

  7. Borussia Mönchengladbach – Bayer Leverkusen 1:1

    Wir hatten Leverkusen und Over. Leverkusen war schwach, Gladbach klar besser. Kaum Torchancen, kein Spielfluss, kein Over-Charakter. Beide Tipps chancenlos verloren. Ein Spiel, in dem schlicht nichts passieren wollte – und auch nichts passiert ist.

  8. 1. FC Köln – RB Leipzig 1:2

    Ein Spiel voller absurder Szenen. X-Goals sprechen für Leipzig, Should Goals eher für ein Remis. Der Eindruck bestätigt das.

    Ein Elfmeter für Köln (Handspiel auf der Torlinie) wird verweigert. Nicht mehr nachvollziehbar, auch nicht für alle Kommentierenden. Auch die kalibrierte Linie zeigt nur “gleiche Höhe”, und das Eingreifen des Spielers höchstens durch Rumstehen gegeben. Fehlentscheidung. Köln wird der verdiente Ausgleich verwehrt. Leipzig gewinnt, aber das Ergebnis ist doch recht fragwürdig.

  9. Bayern München – TSG Hoffenheim 5:1

    Rot noch in Hälfte 1, danach Einbahnstraße. Hier gibt es nichts zu diskutieren. Verdient, dominant, klar. Ironisch nur, dass wir Bayern eine Woche früher hatten – beim Ausrutscher.

Torbilanz & Einordnung

Die Torbilanz fällt diesmal sachlich aus: 14:10, also +4 Tore für die Heimmannschaften – identisch zur zweiten Liga. Auffällig ist lediglich die umgekehrte Verteilung: In der zweiten Liga fielen diesmal viele Tore, in der ersten Liga vergleichsweise wenige. Zuletzt war es meist eher umgekehrt. Zeigt nur: es sind zufällige Schwankungen, und davon sind viele möglich.  In der Erwartungslage ergibt sich kein klares Ungleichgewicht: 24 Tore real, 28,66 Tore erwartet. X-Goals: 26,5, Should Goals: 26,98. Die Should Goals deuten auf ein insgesamt recht ausgeglichenes Torbild hin, ebenso die grundsätzliche Erwartung. Die X-Goals hingegen sehen einen klaren Heimvorteil von über sechs Toren, was sich im Wesentlichen durch mehrere eingerechnete Elfmeter erklärt. Der Heimvorteil war damit real vorhanden, obwohl er nach der Erwartungslage nicht zwingend hätte auftreten müssen. Das ist statistisch unauffällig und kommt regelmäßig vor.

Fazit dieses Blocks: Kein besonderer Ausreißer, keine strukturelle Auffälligkeit – außer, dass wir erneut konsequent auf der falschen Seite gelandet sind.

Leistung gegen Erwartung (Performance letzte acht Spiele)

Torerwartungen fürTorerwartungen gegenerw.Diff f-gXGoals fürXGoals gegenXG Diff f-gshould goals fürshould goals gegenshould Diff f-greal goals fürreal goals gegenreal diff„effort over exp“
Heidenheim7,9016,30-8,4112,4716,23-3,7611,5513,84-2,29719-12+6,12
Union9,6312,71-3,0813,988,21+5,7712,5310,06+2,471012-2+5,55
Augsburg9,9415,56-5,627,8313,64-5,8111,2111,34-0,13712-5+5,49
Werder11,4115,18-3,787,8210,74-2,9212,3511,31+1,04415-11+4,82
HSV8,7012,12-3,438,1910,99-2,809,5110,21-0,7079-2+2,73
Hoffenheim12,6415,70-3,0611,5314,08-2,5511,7912,46-0,67199+10+2,39
St. Pauli8,4412,73-4,308,4111,77-3,369,7012,57-2,87910-1+1,43
Mainz9,9513,03-3,0814,0414,71-0,6711,5113,43-1,92149+5+1,16
FC Köln11,5913,47-1,8810,0713,21-3,1412,1713,10-0,93813-5+0,95
Stuttgart13,9610,73+3,2314,809,31+5,4913,559,57+3,98176+11+0,75
Wolfsburg10,4013,48-3,0810,8916,41-5,5211,2714,58-3,311221-9-0,23
Freiburg10,7912,11-1,3312,7010,52+2,1810,8713,00-2,131211+1-0,80
RB Leipzig14,1810,54+3,6513,3015,03-1,7313,6510,83+2,821215-3-0,83
Gladbach11,9815,05-3,078,2213,41-5,198,6014,40-5,80815-7-2,73
Frankfurt15,1412,81+2,338,7711,80-3,039,4112,52-3,111317-4-5,44
Dortmund17,538,34+9,1916,439,19+7,2414,3010,65+3,65209+11-5,54
Leverkusen15,559,51+6,0412,038,50+3,5310,5510,22+0,33118+3-5,71
FC Bayern25,555,88+19,6727,6111,34+16,2718,188,61+9,573010+20-10,10
 225,28225,280,00219,09219,090,00212,70212,700,0022022000

(dieses Ranking ist sortiert allein nach der Differenz zwischen Erwartung und Leistung. Die Leistung ist die von den Should Goals berechnete; man kann viele verschiedene Sortierungen vornehmen, aber man kann natürlich auch hier die anderen Werte ablesen; was sagen die xGoals dazu, was die Ergebnisse?)

Performance

In der Performance steht Heidenheim vorne. Das erklärt sich daraus, dass sie extrem negative Erwartungen haben. Ihre X-Goals und Should-Goals sind ebenfalls negativ, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie es die reinen Ergebnisse zeigen. Die 7:19 Tore auf den betrachteten Zeitraum sind extrem schwach und liegen sogar unter den ohnehin niedrigen Erwartungen. Nach Leistung sind sie näher dran, als es die Ergebnisse vermuten lassen – genau dieser Widerspruch macht die Einordnung komplex.

Union spielt weiterhin recht ordentlich, Augsburg ebenfalls stabil. Werder fällt ergebnistechnisch klar ab (4:15 Tore aus den letzten acht Spielen), die Leistungen sind jedoch besser, als es diese Bilanz nahelegt – auch im aktuellen Spiel wieder. Der HSV steht noch leicht im Plus.
Ganz unten taucht Bayern auf – das ist offensichtlich nicht aussagekräftig und modellbedingt falsch, da die Conversion-Rate hier nicht berücksichtigt wird. Gleiches gilt für Leverkusen und Dortmund: die bekannten Kandidaten, bei denen dieses Modell die tatsächliche Stärke nicht korrekt abbildet. Dafür sind andere Kennzahlen notwendig. Insgesamt zeigt sich eine hohe Ausgewogenheit im Performance-Ranking. Klare Abstände oder extreme Auffälligkeiten gibt es kaum.

Goal Performance

erwarteteingetrXGoalsshouldPerformance
1FC Bayern31,434038,9526,79+7,61
2Wolfsburg23,883327,3025,85+7,32
3Frankfurt27,953020,5721,93+6,52
4Dortmund25,872925,6224,95+3,52
5Hoffenheim28,332825,6124,25+1,94
6RB Leipzig24,722728,3324,48+1,16
7Heidenheim24,202628,7025,39-0,10
8Freiburg22,902323,2223,87-0,33
9Union22,342222,1922,59-0,37
10Gladbach27,042321,6323,00-0,89
11Stuttgart24,692324,1123,12-0,97
12St. Pauli21,171920,1822,27-2,21
13Mainz22,972328,7524,94-2,55
14Leverkusen25,061920,5320,77-3,12
15FC Köln25,072123,2825,27-3,54
16HSV20,821619,1819,72-3,91
17Werder26,591918,5623,66-3,94
18Augsburg25,501921,4722,55-4,17
  450,55440,00438,18425,40+1,96

(Wir wollen sehen, wo viele Tore fallen. Die Performance selbst rechnet aber alle drei Spalten mit ein. Es soll also möglichst verlässlich in einer Zahl ausgedrückt werden, ob sie “Over” oder “Under” performen. Das ist allerdings kein so leichtes Unterfangen, auch nicht in der Interpretation. Grundsätzlich gilt für die letzte Spalte: Plus ist gut für Over, Minus eher für Under, oder somit schlecht für Over.)

Quotenvergleich

Im Quotenvergleichzeigt sich erneut eine hohe Übereinstimmung. Das führt zwangsläufig dazu, dass es nur wenige Indikationen gibt – und aktuell auch keine mit echter Überzeugungskraft. Das ist allerdings kein schlechtes Zeichen. Im Gegenteil: Wenn Markt und betty – beziehungsweise das zugrunde liegende Modell – häufig nahe beieinanderliegen, spricht das eher für die Qualität und Kalibrierung des Modells. Eine hohe Übereinstimmung bedeutet nicht, dass „nichts stimmt“, sondern dass der Markt die Spiele momentan sauber und präzise einpreist. Vereinzelte Abweichungen gibt es natürlich weiterhin. Diese sollte man aber nicht reflexhaft als Unsinn abtun, nur weil die jüngsten Ergebnisse enttäuschend waren. Value entsteht nicht dauerhaft, sondern situativ – und manchmal eben nur punktuell.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: wenige Indikationen, noch weniger echte Überzeugung, möglicherweise 2–3 Ansätze bei den Goal-Lines, ansonsten Zurückhaltung. Das ist kein spannender Befund – aber ein ehrlicher.

13 Feb 2026Home TeamAway Team1X2
20:30DortmundMainz1.554.365.24
14 Feb 2026Home TeamAway Team1X2
15:30Bayer LeverkusenSt. Pauli1.454.376.92
15:30Eintracht FrankfurtB. Monchengladbach1.943.713.57
15:30Hamburger SVUnion Berlin2.493.152.90
15:30HoffenheimFreiburg1.763.874.12
15:30Werder BremenBayern Munich6.625.611.36
18:30StuttgartFC Koln1.504.595.46
15 Feb 2026Home TeamAway Team1X2
15:30AugsburgHeidenheim1.813.744.06
17:30RB LeipzigWolfsburg1.464.855.76

Quoten von oddsportal.com vom 09.02.2026, ständigen Änderungen unterworfen.

Halten wir die Quoten von betty, unserer Wettsoftware (als WebApp für jedermann kostenfrei verfügbar unter betty.works) dagegen:

Home TeamAway TeamHome WinDrawAway Win
Borussia DortmundFSV Mainz 051.604.576.33
Bayer 04 LeverkusenSt. Pauli1.624.486.25
Eintracht FrankfurtBorussia Mönchengladbach2.024.323.67
Hamburger SVFC Union Berlin2.653.443.02
Werder BremenFC Bayern München14.718.421.23
TSG HoffenheimSC Freiburg1.904.304.14
VfB StuttgartFC Köln1.904.124.33
FC AugsburgHeidenheim2.013.993.98
RB LeipzigVfL Wolfsburg1.535.206.46
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Weiterer Tipp

Umfangreiche Spieler-, Team-, und Wettmarktstatistiken zur 1. Fußball-Bundesliga findet ihr unter 1. Bundesliga Statistiken. Reinschauen lohnt sich!

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