[Wetttipps] Sehr umfangreich

Fjoergyn

New member
Aug. 28, 2005
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Dies ist eine PN vom MH82, hoffe ihr könnt was draus lernen ^^

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Sind ein paar Punkte, an die man sich halten sollte. Ist nicht von mir und aus einem anderen Forum. Aber im Großen und Ganzen sind es die Punkte, an die sich jeder Profiwetter hält. Aufgeschrieben hat die Erfahrungswerte sozusagen mein "Lehrer".


1. Es gibt immer einen Besseren
Wer meint er hätte die Wettweisheit mit Löffeln gefressen, der wird über kurz oder lang pleite gehen. Nur wer offen ist und lernt, wird sich den verändernden Wettbegebenheiten anpassen können. Dort draussen ist immer jemand, der besser ist und wer davor die Ohren verschliesst, beraubt sich einer möglichen Verbesserung. Bonmot von Hermann Löwenstein (Einer eurer besten Winzer btw): Wer den Weg nie verlässt, bleibt auf der Strecke. Nein im Ernst, hätt ich immer so getippt, wie ich angefangen hab, dann wär mein Wettkontostand nicht nur unzählige Male 0 gewesen, sondern ich wär wohl auch bald einmal pleite gegangen oder hätte (so hoff ich doch) aufgehört zu wetten. Doch glücklicherweise hatte ich immer Leute um mich, die mir besseres Wettverhalten aufzeigten und glücklicherweise gehör ich nicht zur Gattung Homo Sapiens Ignoriansis, die sich solchen Ratschlägen fast notorisch verschliessen. Insofern hab ich die Wandlung eines Gelegenheitswetters, geboren aus vermeintlichem Sportwissen zum ernsthaften Wetter innert kürzester Zeit absovieren dürfen. Diese Regel ist für mich die wichtigste aller Wettregeln. Ich lern jeden Tag dazu, bin offen für alle ernsthaften Ratschläge und beziehe alle Bedenken betreffend einzelner Paarungen, wichtiger noch, ganzer Wettsysteme und meines Wettverhaltens in meine Ueberlegungen ein. Insofern auch ein Dank an alle, die mitgeholfen haben, dass ich heute halbwegs erfolgreich zu wetten im Stande bin. Dies ist und bleibt imo die wichtigste aller Wettregeln.


2. Wetten ist Mathematik
Natürlich ist das Sportwissen wichtig, aber nie in dem Masse, wie es anfangs erscheint. Schlussendlich lässt sich jede Wette auf pure Mathematik reduzieren. Am besten lässt sich dies an einem Beispiel zeigen:
Bayern – Gladbach 1 @ 1.33: Geh ich davon aus, dass Bayern dieses Spiel, falls es zehn Mal in gleicher Ausgangslage gespielt wird, acht mal gewinnt, dann spiel ich diese Quote weil sie value ist. Geh ich aber davon aus, dass Bayern nur sieben Spiele gewinnt, dann lass ich es, weil ich on the long run so alles verliere. Relativ einfach nachzurechnen, die Quote von 1.33 entspricht bei einem optimalen Quotenschlüssel von 100% einer Chance von ca. 75%.
Dies ist die Grundlage jeglichen Wettens. Die angebotene Quote muss in jedem Fall höher als die eigene Einschätzung sein um langfristig Gewinn zu machen. Entspricht die eigene Einschätzung halbwegs der Wirklichkeit, wird so eben langfristig Gewinn gemacht. Wie man zu solchen halbwegs valablen Einschätzungen (Estimations) kommt, versuch ich später aufzuzeigen. Wer meint er könne ohne jegliche Mathematik wetten, der hat schon per se verloren, weil schlussendlich, ob jetzt wahrhaftig mit Zahlen (was besser, weil gründlicher ist) oder mehr intuitiv (was nur dem erfahrenen und mit der Materie bestens vertrauten Wetter anzuraten ist) jegliche Selektion des Wettangebotes durch eben diese Mathematik erfolgt. Je näher die Estimations an die Realität herankommen, desto höher ist der zu erwartende Gewinn, vice versa gilt es natürlich leider auch.


3. Absolute Estimations

Estimations sind die Grundlage jeglichen Wettens. Jeder macht Estimations, meistens intuitiv ohne grundlegende Ueberlegungen, was meistens on the long run verlustreich ist, ausser man weiss seine Erfahrungswerte richtig einzuschätzen. Mal abgesehen von Live-bets, Motivationswetten, fixed games, etc sind, gesetztenfalls man ist dazu halbwegs in der Lage, gültige Estimations die Grundlage des erfolgreichen Wettens. Schnell reich wird man dadurch nicht, aber stimmen die Berechnungen halbwegs, dann sollte man in der Lage sein den Value einer Quote zu erkennen und demzufolge seine 10, 20% ROI per anno zu machen.

Nachfolgend zeig ich mal kurz auf, wie ich absolute Estimations mache. Die Gewichtung der einzelnen Parameter hängt von der jeweiligen Liga ab und ändert sich lauffend. Mit Hilfe von Tabellen und Algorithmen findet man meist eine gute Annäherung. Voraussagend aber bleibt festzusetellen, das dies mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden ist, mehr als zwei Ligen kann man aufgrund der zeitintensiven News-Recherche kaum abdecken, auch wenn man fast Vollzeitwetter ist:

20%: Ausgangspunkt meiner Estimationsberechnung ist die langjährige Verteilung von Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg einer Liga (Daten gibt’s dazu z.B bei betexplorer), wobei das laufende Jahr deutlich höher gewichtet wird als die vorherigen Saisons.

10%: je 5% für die totale 1X2-Bilanz der beiden Teams über die letzten Saisons gerechnet. Insgesamt geh ich bei allen Berechnungen von vier Saisons aus, wobei das Verhältnis der Gewichtung in etwa 50; 30, 12, 8 ist.

10%: je 5% für die jeweilige home- und away-Bilanz der beiden Teams.

5%: H2H, was die Kompatibiltät der beiden Spielsysteme der jeweiligen Teams ziegt. Auch hier gewichtet nach Saison.

5%: H2H at home

20%: Form der beiden Teams, wobei Siege auswärts mehr zählen und solche gegen stärkere Teams natürlich auch. Ev müssen gewisse Resultate je nach Leistung hinsichtlich ihrer Gewichtung revidiert werden. Demzufolge ist nicht nur die Kenntnis der Resultate wichtig, entscheidender ist wie sie zustande kamen.

10%: Personelles, d.h. Ausfälle, unmotivierte Spieler, handicapierte Spieler, schwach besetzte Bank etc. Je nach Umstand und Tragweite kann sich der Einfluss auf die Estimations bei mir auf bis zu 20% erhöhen.

10%: Motivation, wobei insbesondere gegen Schluss der Saison, dieser Parameter z.T. deutlich stärker gewichtet werden muss, ohne gleich in den Bereich der Motivationswetten abzudriften.

10%: Besonderes, wie Platzverhältnisse, Trainerwechsel, etc. Hier gibt es inhaltliche Ueberschneidungen zu den beiden oben genannten Punkte.

Dies sind meine Punkte, aus denen ich, so hoffe ich wenigstens, halbwegs gültige absolue Estimations ableite um dann den Value-Gehalt der Quoten erkennen zu können. Da dies im besten Fall passable Annäherungen sind, werden nur solche Wetten platziert, deren Quotendifferenz über ein bestimmtes Mass hinausgehen und/oder die Eintretenswahrscheinlichkeit ausgesprochen hoch ist. Wie gesagt, es gibt viele Wege Estimations zu berechnen, dies ist nur ein Weg und wie es mir das letzte Jahr gezeigt hat, sicher nicht der Schlechteste. Optimierungsbedarf herrscht ständig.

Langfristiges Wetten ohne halbwegs gültige Estimations (bzw der daraus abgeleitete Valuegehalt einer Quote) ist eine Einbahnstrasse in den Ruin.


4. Relative Estimations:
Ich habe angefangen meine Estimations dahingehend zu verfeinern, als dass ich versuche, die Leistungen eines Teams der Stärkeklasse x gegen Teams der Stärkeklasse Y einzubeziehen. Ausgangslage dazu sind die Tabellen der letzten Saison. Dort wird die durchschnittliche Punktzahl der einzelnen Teams pro Runde errechnet und in einer Rangliste in Gruppen eingeteilt. Z.B ist Gruppe A dann Teams die pro Runde über 2 Punkte im Schnitt machen und um den Meistertitel mitspielen. Gruppe B sind die Teams die zwischen 1.5 und 2 Punkte pro Runde machen und demzufolge so um Platz drei spielen. Die Punktangabe bezieht sich hier auf die Schweizer Super League. In anderen Ligen, wo es zum Beispiel mehr Teams hat, muss dies anders eingeteilt werden. Im Gesamten unterscheide ich fünf verschiedene Stärkeklassen.
In einem nächsten Schritt werden alle Ergebnisse im Sinne von Klasse B gegen Klasse D katalogisiert. Das ergibt dann eine Wahrscheinlichkeit, wie Teams der Stärke B gegen Teams der Stärke D spielen, daheim und separat natürlich away. Imo die etwas feinere Analyse und als Ausgangswert sicher höher einzuschätzen, als die normale 1X2-Verteilung einer Liga.
Problem hier ist natürlich in einer Anfangsphase einer Liga die Einschätzung der jeweiligen Teams. Ich mache dies so, in dem ich meine Erfahrungswerte mit den Analysen aller relevanten Quellen, dazu gehören Sportseiten, Zeitungen, Foren, etc vermische und so hoffe, dass daraus eine halbwegs stimmige Einschätzung der Teams entsteht. Im Verlauf einer Meisterschaft wird es natürlich einfacher.
Der nächste Schritt ist dann folgerichtig wie ein Team gegen Teams der Stärkeklasse X spielt, je nach Match home oder away und so hat man ein gutes Instrument zum Arbeiten. Natürlich erfordert dies viel Aufwand und Zeit, aber es aus Erfahrung (nicht nur meiner) zeigen sich die Vorteile dieser Herangehensweise relativ bald, da es flexibler als die absoluten Berechnungen ist.

In der Praxis verwende ich ein System, dass sowohl absolute, als eben auch relative Estimations miteinbezieht. Wobei in am Anfang eher unübersichtlicheren Ligen (wo man viele der neuen Spieler nicht richtig einschätzen kann), wie der Schweizer Challenge League eher absolute Estimations dominieren.

https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettwiki
 
5: Staking Plan
Der nächste Knackpunkt ist das Money Management, bzw die Einsatzverteilung auf die einzelnen Wetten. Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen, von denen einige auf nachfolgender Seite ziemlich simpel dargestellt werden: http://www.betting-systems.ws/

Ich rate jedem sich mal damit auseinanderzusetzen, auch wenn die Seite kaum auf Vor- und Nachteile eingeht.
Dazu einige Gedanken: Martingale und Konsorten ist Mumpitz on the long run. Flat rate bringts auch nicht, weil die Missachtung der unterschiedlichen Values eine Gewinnoptimierung verhindern. Durchgesetzt hat sich meist eine Abwandlung von Kelly. Einzelne entkoppeln die Eintretenswahrscheinlichkeit ab, andere bauen einsatzvermindernde Faktoren ein.

Kelly: Das mathematisch beste System zur Gewinnoptimierung mit dem Risiko zu hoher Einsätze. Dementsprechend erfolgreich, wenn die eigenen Estimations gut genug sind. Persönlich halt ich mich annähernd an Kelly, aber ich baue einen zusätzlichen, die Einsätze verringernden Faktor X ein. In etwa so: X= 1 falls die Informationen, die ich habe aus zwei verschiedenen sehr guten und zuverlässigen Quellen kommen. X= 0.8, falls die Informationen aus einer zuverlässigen und sehr guten Quelle kommen und X= 0.6 falls die Infos nicht aus einer als mir zuverlässig bekannten Quelle kommen. Die Quellenbewertung ergibt sich aus der Erfahrung, eine Quelle kann ein Kumpel, eine Internetseite, etc sein. Damit lassen sich die Einsätze imo etwas besser steuern.

Noch der eine oder andere gute Link, der Sachen behandelt, die ich bisher gestreift habe, also MM, Value, Estimations, etc:
http://www.sportsdiscover.com/3/MoneyManagement.pdf

http://www.sportsdiscover.com/3/Philosophy.pdf

http://www.princeton.edu/~bayesway/ProbThink/

Auf jeden Fall ist ein in sich stringenter Staking Plan eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Wetten. Wer einfach nach Gusto seine Einsätze festlegt, verliert im schlimmsten Fall alles oder bringt sich im besten Fall um zusätzliche Gewinne. Wer wie was einsetzt, ist natürlich auch von persönlichen Vorlieben abhängig, nur sollte man sich mal mit den einzelnen Systemen auseinander gesetzt haben. Eventuell werde ich später noch auf lohnende Teilaspekte einzelner Staking Plans vertiefend eingehen.


6: Quoten
Der nächste wichtige Punkt, ist die richtige Quote. Wie in den letzten Posts gesagt und ausdrücklich noch mal betont, eine Quote die nicht value ist, wettet man nicht. So simpel ist es, aber dennoch backen tausend Trottel jedes Wochenende blind jeden 1.3 Favo, ohne sich vorher über den Value-Gehalt informiert zu haben. Das heisst nun lange nicht, dass diese NQ nicht value sein können, aber es braucht hier ebenso eine Berechnung wie bei höheren Quoten.
Hab ich mich nun entschieden eine Quote (man beachte: nicht ein Team! Es geht um Quoten, nie um Teams) zu wetten, dann ist es einfach nur blöde, wenn ich nicht die höchste nehme. Warum soll ich freiwillig auf die sagen wir mal 10% Quotenunterschied verzichten und mich so um den Grossteil meiner möglichen Gewinne bringen. Dies macht oftmals den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Wetter und einem verlustierenden Wetter aus.
Dies aber bedingt, dass der einzelne Wetter mehrere Konten unterhält bei verschiedenen Buchmacher. Wobei eigentlich solche, deren Quotenschlüssel mau sind, also fast alle, gemieden werden sollten. Einfach gesagt und ich werde sicher später darauf noch zurückkommen, wettet man bevorzugterweise bei Börsen und asiatischen Bookies. Wer immer noch ausschliesslich bei Dingern wie baw, IW, gb, etc wettet, bringt sich um mindestens 10%. Selber schuld, lässt sich da nur sagen, insbesondere seit es neuerdings auch Asias gibt, die Kombis zulassen (z.B pinnacle, 10bet, pointbet).
Quotenübersichtseiten gibt es ein paar. Ich verwende hauptsächlich betbrain.com/ , manchmal http://www.tipex.com/ und wenn’s schnell gehen muss http://www.betbase.info/ .
In den nächsten Punkten geh ich auf weitere quotenrelevante Aspekte ein.


7. Einschätzungen der Buchmacher
Nicht von ungefähr gilt die englische Premier League als eine der schwierigsten zu wettenden Ligen. Das gilt übrigens für alle grossen Ligen, genau so wie für die amerikanischen Sportarten.
Warum? Nun die Sache ist so banal wie einleuchtend. Die Quotenmacher haben dort alle relevanten Infos, da diese dank des Netzes, persönlicher Kontakte etc ziemlich schnell verbreiten. Somit sind Unterschiede zwischen Qouten und Estimations relativ selten und meistens gering, also der Value kaum zu finden. In niedrigeren Ligen, Exotensportarten ist das Wissen der Quotenmacher natürlich begrenzter. Darum ist es einfacher dort zu gewinnen, als zum Beispiel in der BuLi. Natürlich schön für den Buchmacher, dass der gemeine Sportwetter am liebsten Bundesliga wettet, weil er dort ja am meisten Ahnung hat. Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass bei allen relevanten Bookies auf solche Ligen deutlich mehr gewettet werden darf als auf untere Ligen. Warum wohl?
Es soll also kein User meinen, dass wenn auf nem öffentlichen Forum eine eventuell spielentscheidende Infos gepostet wird, dass diese nicht bereits in den Quoten der Bookies involviert ist. Wer dies meint, verliert. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind bevorzugterweise in Nischensportarten und unteren Ligen zu finden. Aber niemals wird hier auf WP eine quotenrelevante Aussage gepostet zu ner ausländischen Liga, die nicht bereits in den Quoten drin ist. Anderes zu behaupten, ist grob fahrlässig.


8. Der frühe Vogel fängt den Wurm
Eine immer wiederkehrende und ebenso sinnlose Diskussion ergibt sich immer wieder um den Zeitpunkt der Wettabgabe. Es gibt Wetter die möglichst früh wetten und solche, die warten, bis zum letzten Ende. Die Antwort darauf ist aber ziemlich eindeutig und schnell bewiesen.
Derjenige der wartet bis zuletzt, geht davon aus, dass er alle Aspekte berücksichtigen will, insbesondere Spielerausfälle. Wobei wir gleich beim ersten grossen Missverständnis sind. Entweder sind diese Ausfälle dem Bookie und dem guten Wetter schon bekannt, sei es durch Karten oder Verletzungen im Training und zweitens werden diese Ausfälle meist viel zu hoch übergewichtet. Selten gibt’s ne Paarung wo Ausfälle mehr als 20% der Estimations (siehe Punkt 3 und 4) ausmachen. Generell und dies ist eine Tatsache und muss nicht diskutiert werden, werden Ausfälle viel zu hoch gewichtet. Ersatzleute sind oftmals motivierter, sind spritziger und es gibt genügend Teams auch in unteren Ligen, die über eine gute Bank verfügen heutzutage.
Jedoch, und eingedenk der Tatsache der letzten Regel, sind solche, falls es sich dann um ernsthafte quotenrelevante Aspekte handelt, meist eh bereits in die Quoten einbezogen, so dass sich eine späte Wettabgabe dadurch nie erklären lässt. Desweiteren sei hier hingewiesen, dass solche Gerüchte desöfteren entstehen und sich imo keine Tendenz gezeigt hat, dass heisst Teams die mit mehreren Auswechselspielern angetreten sind, haben im Rahmen der Estimations abgeschnitten. Hier sei z.B. auf Süd-Amerika hingewiesen, wo desöfteren solche B-Teams die A-Teams anderer Klubs ziemlich hoch geschlagen haben. Meine Erfahrung und die statistische Auswertung eben dieser besagt, dass Spielerausfälle zu hoch gewichtet werden und dass sogenannte B-Teams viel öfters gewinnen, als man solche Quoten zu spielen braucht.
Warum aber früh wetten? Ist klar, weil es dann die besten Quoten gibt. Trennen wir mal Asias und normale Bookies, warum werd ich später mal aufzeigen. Da der grosse Teil hier aus welchen Gründen auch immer noch bei den Europäern wettet, geh ich mal darauf ein. Unter diesen gibt es einzelne Quotenführer, also solche die als erstes mit den Quoten rauskommen, vielfach keine Ahnung haben und überhöhte Quoten anbieten. Und glaubt mir diese werden ziemlich schnell erkannt und somit werden diese aufgrund hoher Einsätze angepasst (meistens passiert dies über die Asias, aber darüber sprech ich später). Insofern ist dieser Quotenvorteil und der kann leichthin mal 20-30% betragen der entscheidende Vorteil um langfristig Gewinn zu machen. Spielerausfälle, etc sind nie derart wichtig, dass sie Quotenverluste von über 20% zur Makulatur machen.
 
9. Asias vs normale Bookies
normale: Baw, IW, gb, admiral, b-a-h, etc
Asias: 10bet, pointbet, singbet, pinnacle, 3starb, etc
Mal abgesehen davon, dass die Asias eh den besseren Quotenschlüssel haben und demzufolge als einzige (und imo bessere) Alternative zu den hier propagierten Börsen zählen, gibt es ein paar grundlegende und für den Wetter entscheidende Unterschiede:
Europäer sind relativ starr in ihrer Quotenentwicklung, mal abgesehen von ein paar handvoll Exotenligen, bei denen baw und Konsorten die Quoten schon anpassen, wenn ein mittleres Taschengeld drauf liegt. Als besonders resistent will ich hier mal nur IW benennen (das ist im Fall, für die es sofort nicht schnallen eine enorm wettrelevante Information, wie sie sich desöfteren hier in Nebensätzen finden).
Anders die Asias: Setz ich z.B auf ne 2.0 Quote 2000, dann sinkt die Quote, auch wenn mein Konto nicht geflagged ist, auf Minimum 1.95. Sprich die Intension der Bookies ist ne andere. Regulieren Europäer die Quoten von Hand, d.h. sie passen bei Bedarf, sprich wenn zu viel auf einer Seite ist, die Quote an, so lassen Asias den Markt spielen, ähnlich wie Börsen. Insofern und dies auch nur am Rande, lassen sich so einige Sure-Bets oder zumindest Value-Bets bei den normalen Bookies finden.
Senkt ein Asia die Quote, ziehen die anderen in Minutenfrist nach. An sich interessant zu wissen, welcher Asia etwas länger braucht, wer als erster raus kommt, etc. Matchentscheidende Fragen, auf die ich in nem späteren Stadium vielleicht eingehen werde.
Abschliessend zu diesem Punkt, ohne genauer auf die einzelnen Anbieter einzugehen, lässt sich festsetelllen, dass es sich dabei um zwei ziemlich verschiedene Märkte handelt. Ueber Aspekte wie Trading, Sicherheit (siehe game2bet), etc werd ich sicher noch später zu reden kommen.


10. EW versus Kombis
Wer Kombis spielt und dies gerne tut, soll dabei bleiben. Wer Monster-Kombis spielt, ist ein I**** oder gehört zu der Gattung Wetter, die ich mit diesem Thread nicht ansprechen will (siehe erstes Post).
Ich selber spiele liebend gerne Kombis, allerdings small-staked und immer nur solche Quoten, die Value sind. Am liebsten und eigentlich immer nur AH-Quoten, also bei pinn, pb, 10bet, früher bei IW. Denn die Rechnung ist ganz einfach. Spiel ich Quoten die nicht value sind, potenzier ich meine Verluste on the long run. Wenn man Kombis spielen will, dann nur solche Wetten darin berücksichtigen, die value sind, alles andere ist kumulierter Wettselbstmord (Auf den Value-Gedanken geh ich jetzt nicht mehr ein, wer dies bis lang nicht geschnallt hat, der soll um Gottes oder Morgoths Willen aufhören zu wetten). Persönlich spiel ich Kombis nur bis 2/10, alles above sind EW und diese Kombis müssen aus Wetten bestehen, die erstens quotentauglich und zweitens value sind.
Systeme wie 3/6 etc sind nur Bookievorteil, also dahingehend zu verfrachten, wo es besonders dunkel scheint.


11. Wettsysteme
Hier auf WP hat man diesem Thema ein eigenes Sub-Forum gewidmet, ich werde mich dazu etwas kürzer auslassen, weil imo mehr, Verschwendung wäre. Kurz gesagt, es gibt keine erfolgreichen Systeme. Dass irgendwie gestaffelte Einsatzsysteme in den Bankrott führen, sollte jedem jetzt klar sein. Systeme die auf Sportarten, bzw Wettarten basieren, wie es bei WP in diesem Subforum desöfteren der Fall ist, sind an und für sich keine Systeme, sondern auf ein Gebiet spezialisierte Wetttagebücher, über deren Erfolg die unter Punkt 1-10 behandelten Aspekte entscheiden und nicht ein irgendwie diffuser Erklärungsansatz, der in seiner Stringenz an Welterklärungstheorien einiger Untergangssekten gemahnt. Die restlichen Systeme, die wirklich als solche zu betrachten sind, sind nicht profitabel on the long run und verschwendete Zeit und Geld. Der Beweis ist relativ schnell zu erbringen. Gäbe es eben diese eierlegende Wollmilchsau, dann wäre sie sicher schon entdeckt worden. Und wäre sie entdeckt worden oder ist sie entdeckt worden, weil limitierte, temporär gültige Varianten eines erfolgreichen Systems gibt es immer, dann haben die Bookies dementsprechend darauf reagiert. Als Vergleich würd ich mal hier die Geschichte des Black Jacks in den letzten Jahrzehnten heranziehen, als die Casinos immer wieder auf den Einfallsreichtum der Spieler adäquat reagiert haben.
Insofern ist jeder Versuch ein System zu entwickeln, dass sich selber trägt, fern von jeglicher Analyse gemäss den vorher genannten Punkten 1-10 reine Zeit- und Geldverschwendung. Falls sich ein Genie, bevorzugterweise in den mathematischen Bereichen unter uns befindet, bin ich möglicherweise bereit von meiner Aussage abzulassen. Anderenfalls lass ich sie so stehen und wünsch den Usern, die das Wettsystem-Forum mit Leben füllen die notwendige Hartnäckigkeit, um über dieser Erkenntnis zu stehen. Frei nach dem Motto: Wenn man etwas genügend lange ignoriert, dann existiert es auch nicht.


12. Reduktion versus Diversifikation:
Ein guter Freund von mir hier, hat letzthin versucht einen Thread unter dem Namen "Reduktion" zu starten. Leider und leider erwarteterweise hat sich dieses Projekt infolge Mangels an Posts im Sand verlaufen. Nun dabei handelt es sich um eine höchst interessante Fragestellung, also wie viele Wetten man spielen soll pro Tag, pro Woche, etc. Die Antwort an und für sich ist so einfach, wie sie schwierig zu praktizieren ist. Man soll jede Wette spielen, die value ist. Nur ist jedem ernsthaften Wetter klar, dass eine ernsthafte Abklärung ob ne Wette value ist, nicht in fünf Minuten gemacht ist, sondern in etwa mindestens eine bis zwei Stunden verbraucht. So gesehen ist es unmöglich, sich zig Wetten pro Tag anzusehen, bzw diese zu platzieren.
Abhilfe gibt es auf Foren, Tipp-Seiten etc. Doch hier ist Vorsicht angebracht. Als Grundregel gilt: Die Anzahl der Wetten steigt mit der Höhe der zur Verfügung stehenden ernsthaften Quellen. Bezieht man darin ein, dass viele Quoten bereits Geschichte sind, wenn sie von einigermassen berühmten (dadurch folgen ihnen User, bzw wichtiger deren Geld) Puntern vorgeschlagen werden, dann bleibt dem normalen User nicht viele übrig, als sich auf seine Estimations zu verlassen.
Es gibt auf nem öffentlichen Foren meist eine Handvoll Leute deren Picks man blind nachspielen kann und in etwa noch mal so viele, deren Infos gut sind, die aber von Value/Staking Plan/Estimations Null Ahnung haben. Den Rest kann man getrost vergessen, leider ist das Lesen dieser Tipp-Posts nur Verschwendung von Zeit, so leid es mir auch tut, dies hier so deutlich zu sagen. Insofern findet die Reduktion hier statt, bei der Auswahl welcher User man vertrauen kann. Hat man erst so und so viele Leute denen man vertraut und von denen man weiss, dass sie on the long run erfolgreich sind, dann spart man sich ne Menge Zeit und kann seine Gewinne im Idealfall deutlich steigern.
Abschliessedn zu diesem Punkt die Regel: Je mehr gute Wetter man kennt, desto mehr Wetten soll man platzieren. Simpel, aber kaum befolgt.


13. Live-Wetten
Vorab, dies ist nicht mein Feld und wird es wohl auch kaum jemals werden, also seit nachsichtig. Ich benutze live-wetten eigentlich nur zum Traden und Absichern. Aber da diese Wettart anscheinend einen irgendwie suggestiven Einfluss auf gewisse Wetter ausübt und da auf Wettpoint dies schon fast als heiliger Gral angesehen wird, nur zwei klitzekleine Fragen dazu von mir:
Wenn Live-Wetten der goldene Schlüssel zum Wettparadies sind, warum bieten dann immer mehr Bookies immer ausgefallerene Live-Wetten an? Wohl nicht, weil sie den Wettern das Geld gönnen. Ein Schelm wer böses denkt.
Und zweite Frage: Wenn, und ich geh davon aus, dass jetzt bald einmal alle begriffen haben, dass man nur Quoten spielt die Value sind, man also nur solche Value-Quoten spielen soll, wie berechnet man diesen Value-Gehalt in so nem volatilen Markt wie ner Live-Wette in nützlicher Zeit, wenn dies ansonsten bis zu mehreren Stunden dauert?
Ich will hier nicht sagen, dass man mit live-wetten nicht Geld verdienen kann, dass man es kann haben genügend Leute hier bewiesen. Aber der gewöhnliche Wetter ohne lange Erfahrung wird dies nicht tun, denn diese Wettart verunmöglicht (bzw erschwert) gültige Estiamtions, was on the long zu Verlusten führt. Dass dem so ist, beweisen die immer zahlreicheren Möglichkeiten zum Live-Wetten. Der Schlüssel liegt hier in der Erfahrung, bzw dem Trading.


14. Grosse Ligen
Wie bereits erwähnt ist es aufgrund des Informationsvorteils wesentlich einfacher in unteren Ligen, bzw Exotensportarten einen höheren ROI zu erzielen, als in den grossen Ligen. Warum dennoch auf die grossen Ligen (v.a. Eng1, Ger1, Ita1, Spa1, NBA, MLB, NHL, NFL, etc) gewettet wird, ist aufgrund der höheren Limits nachvollziehbar. Alle anderen Argumente sind Schall und Rauch. Nun man kann selbstverständlich in diesen Ligen Gewinn erzielen, aber nicht in dem man überzeugt ist, dass Team A gegen Team B gewinnt. In Ligen, in denen der Informationsvorsprung des Wetters gegenüber des Bookies gegen Null tendiert und dies ist in allen grossen Ligen so, ist es sehr schwer irgendwelchen value zu finden, d.h. on the long run und damit ist im absoluten Minimum eine Saison gemeint, erfolgreich zu sein. Schaut man sich auf den einschlägig bekannten Wettseiten um, gibt's selten mal einen erfolgreichen Tipper der über ein Jahr hinweg in diesen Ligen nen Roi von 10+ hat. Warum sollte jetzt klar sein.
Es gibt zwei Wege imo, wie man aus diesem Kries herauskommt. Erstens, wie früher geschrieben, in dem man die Quoten am Anfang backt. Dazu gehört das Wissen, wer als erster rauskommt mit den Quoten und welche Quotenmacher gut und welche nur passabel sind.
Der zweite Weg hat sich in diesen Ligen auch als ziemlich erfolgreich bestätigt, wiederspricht dem ersten Ansatz aber nur offensichtlich: Normalerweise sinkt die Favo-Quote je näher das Spiel rückt. Bei den Asias schneller als bei den normalen Books. Nun wartet man, bis die Masse sich genügend auf Bayern, Juve, Real, etc eingeschossen hat und setzt dagegen, weil kurz vor Schluss fast alle und ich betone dies, fast alle Dog-Kurse Value sind. Favos backed man am besten bei Quoteneröffnung und nie am Schluss!


15. Kleine Ligen und Exoten
Wie im vorherigen Poist bereits gesagt, ist es im Schnitt aufgrund des Informationsvorteils deutlich gewinnbringender kleinere Ligen, bzw Exoten zu wetten. Nun dies ist in der Theorie der Fall, in der Praxis gibt's leider solche Sachen wie Limits. Zum Glück gibts, da bei den Börsen das ganze meist bei der Liquidität scheitert, neuerdings Asias die auch die vorletzte Liga anbieten. 10bet, pointbet par example bieten ziemliche viele lower leagues mit nem limit von 1000 Euros auf unveränderten Quoten an.
Insofern ist dies sicher ein enorm grosser Vorteil, mal schaun wie lange sie dies anbieten, bin ich doch der Meinung, dass sie damit nie die gleich grosse Rendite erzielen, wei bei den grossen Ligen. Also was spricht dagegen sich auf solche komischen Sachen zu spezialisieren. Nun eben diese Limits. Exoten-Sportarten kann man nicht überall tippen und meistens nur bei solchen Bookies wie baw und Konsorten. Sprich im Normallfall tiefe Limits, im Gewinnfall noch tiefere Limits und hat man mal die grosse Summe ausbezahlt gar noch tiefere Limits.
Hab einen weiteren Freund hier, der hat sich auf MLB-Strike Outs-Wetten teilspezialisiert.Diese werden grundsätzlich nur von baw und zudem fallweise von nen paar Amis (allerdings meist realistischere Lines) angeboten.Dies hatte zur Folge, dass die falschen, weil value-haltigen Lines mit Wetten zugedeckt wurden. Sprich bald gabs Gewinnlimits, bald Einsatzlimits und schlussendlich haben sie sogar die Kombi-Möglichkeit gestrichen, das einzige Mittel, dass übrig geblieben ist, einigermassen vernünftige Einsätze zu wetten. Somit bleibt unter dem Strich die leidige und bittere Erkenntnis, dass es sich nicht lohnt Mühe, Zeit und auch Geld in ein System unterer Ligen und Exotensportarten aufzuwenden, wenn kein Markt existiert, der diese Mühen lohnt. Also wettet nur, d.h. setzt eure Zeit nur dann in die Recherche einzelner Begegnungen ein, wenn sich dies auch für euch lohnt, sprich ihr dazu berechtigt seit auf diesen Märkten genügend Geld gemäss euren Vorstellungen und Verhältnissen zu wetten. Es hat keinen Sinn der ultimative Top-Tipper in der dritten Polo-Liga in Eritrea zu sein, wenn ihr bei baw maximal fünf Pesos auf eine Begegnung dieser Liga wetten könnt. Aufwand und Ertrag müssen in einem richtigen Verhältnis sein.


16. Informationsbeschaffung:
Ich gehe mal von der Annahme aus, dass jeder der dies liest, sich hier angemeldet hat um seine Picks mit Infos zu untermauern, bzw neue Picks aufgrund der zur Verfügung gestellten Informationen auszuwählen.
Statistische Informationen sind wichtig. Tabellen, H2H, letzte Spiele, Torverhältnis etc sind auf den bekannten Seiten schnell zu finden. Es bietet sich an, diese Informationen in einem Tool (ich machs wie viele mit Excel-Tabellen) so zu sammeln/verarbeiten, dass man daraus die ersten Parameter der Estimations relativ schnell erarbeiten kann. Spart enorm viel Zeit, wenn man mal genügend Daten hat.
Etwas schwerer ist die Beschaffung von soften Informationen. Will man eine Liga abdecken, braucht man gewisse Informationskanäle und muss diese ständig aktuell halten. Ich persönlich hab mir eine sehr umfangreiche, gut und hierarchisch geordnete Linkliste erarbeitet. Ausgangspunkt jeglicher Informationsbeschaffung ist die allgemeine Seite einer Liga. Dazu kommen die Team-Homepages. Sowie News-Portale und ähnliche Seiten. Daneben gibt es heute selbst in den unteren Ligen unzählige Fan-Foren, wo man im besten Fall die heissesten Infos bekommt. Ausserdem sollte man die wichtigsten Zeitungen lesen und/oder die Online-Ausgaben durchstöbern. Foren und Tipp-Seiten gehören natürlich auch in die Liste rein. Desweiteren zahlen sich natürlich persönliche Kontake aus und wenn man die pflegen kann, sind die mehr wert alles alles andere.
Es gibt sicher noch andere Kanäle, aber aus diesen genannten lässt sich doch ziemlich viel Information herausziehen. Es ist wohl allen klar, dass dies mit einem nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand verbunden ist. Deshalb spart eine gute Organisation dieser Quellen viel Zeit und Arbeit.
Das Sammeln der Informationen ist jedoch nur der erste, und auch leichtste Punkt. Im nächsten Post geht es um die Gewichtung eben dieser gewonnenen Informationen.


17. Informationsgewichtung:
Es ist in einer alles anderen als gläsernen Welt davon auszugehen, dass die verschiedenen Informationskanäle nicht 100% gleich sind betreffend der Seriosität ihrer übermittelnden Information. Und gesetztenfalls, dass diese Kanäle die vorliegenden Informationen wertungsfrei und zeitverzugslos transportieren, besteht doch immer noch der Verdacht, dass nicht alle Informationen wahr sind oder solche Informationen zurückgehalten werden. Immer wieder gesehen bei der Frage ob der wichtige Spieler X im wichtigen Spiel Y jetzt spielen kann, als eines der vielen Beispiele, die unter diesem Problem fingieren. Es liegt halt manchmal im Interesse der Teams, die Informationshoheit nicht aus der Hand zu geben um so im Vorfeld der Partie gegebenfalls auf den Gegner Einfluss nehmen zu können.
Für den Wetter stellt sich also die Frage, welche seiner Informationen gut sind, welche eher fraglich und welche spekulativ. Diese Gewichtung erfordert viel Erfahrung, als neuer User ist es schwer den Wahrheitsgehalt der hier geschriebenen Posts zu bewerten. Erst mit der Zeit erkennt er, wem zu trauen ist und wem eher nicht.
Das selbe gilt für den geneigten Leser von Sportzeitungen, da ist es etwas subtiler, sprich schwerer an die entscheidenen Differenzen ran zu kommen. Oftmals hilft es irgendwas rauszufinden, wie der entsprechende Journalist zu der lokalen Mannschaft steht (liest man häufig was drüber in der Fan-Szene). Solche Erkenntnisse lassen die Texte besser beurteilen hinsichtlich der neg/pos Uebertreibung gewisser Fakten.
Schwerer ist dies in der Fan-Szene, aber meiner Erfahrung nach, gibt es in jedem Forum vernünftige Elemente. Meist und nicht ohne Grund sind dies Admin/Mods und/oder solche User die schon länger dabei sind. Hier ist eine Gewichtung schwerer, aber ein User der sich vor allem mit Beschimpfungen des Gn, überhöhten Tipps auf die eigene Mannschaft hervortut, der disqualifiziert sich ziemlich schnell für den informationssuchenden Wetter. Btw es hat sich gezeigt, wenn mehr oder weniger ein ganzes Fan-Forum betreffend der nächsten Partie negativ eingestimmt ist, dann wird die Mannschaft auch signifikant mehr verlieren, als die die reinen Estimations verdeutlichen. Foren, die vor allem von Ultras, Hools und solchen betrieben werden, erkennt man relativ leicht und sind betreffend Informationsgewinnung eh zu meiden.

Eingedenk der von mir schon erwähnten Tatsache, dass wenn eine Info auf Wettforen erscheint, sie meist schon in den Quoten eingespiesen ist und somit die Halbwertszeit von Infos stark reduziert ist, gibt es natürlich Mittel um diesen Informationsnebel etwas zu lichten.
Grundvoraussetzung ist Erfahrung, ohne die läuft nichts. Das ist das wichtigste.
Daneben gibt es zwei Möglichkeiten der Informationsverifizierung. Erstens ich überprüfe jede einzelne Information. Sicherer aber extrem zeitintensiv oder aber und dies hat sich in den letzten Monaten bei mir bezahlt gemacht: Ich verifiziere nicht mehr die Infos, die ich auf den Kanälen bekomme, sondern ich verifiziere die Kanäle. Dies ist etwas aufwendiger, aber wenn man mal weiss, auf welchem Kanal welche Infos als erste oder als einzige ankommt oder was auch immer, lassen sich die Quellen gewichten. Nach einiger Zeit hat man eine Gewichtung der Quellen und diejenigen, die man als seriös eingestuft hat, vorzüglich auch noch schnell (betreffend fallender Quoten), deren Informationen bedürfen in Zukunft keiner Verifizierung mehr. Sprich man spart enorm viel Zeit und Aufwand. Also Quellen überprüfen und nicht Informationen lautet mein Rat.
Zweites Mittel wie ich mit dieser Unsicherheit umgehe, ist der bereits im Kapitel "Staking Plan" genannte Faktor mit dem ich Kelly's Criteria relativiere, also Picks, die vorzugsweise auf Infos der Kategorie topserös basieren werden höher gespielt als solche aus eher diffusen Quellen. Dieser Faktor hilft nicht nur Geld zu sparen, sondern ist auch ein wichtiger Parameter in der Informationsgewichtung.


18. Informationsauswertung:
An und für sich hab ich ja schon in den Punkten drei und vier erklärt, wie ich die einzelnen Informationen im Normallfall gewichte, werde aber hier noch mal auf gewisse Punkte zurückkommen.
Erste und wichtigste Regel dazu: Man macht keinen Pick aufgrund einer einzelnen Information. Also dass Bayern ohne sieben Stammspieler antritt, befreit einem noch lange nicht von irgendwelchen Estimations, sondern verändert diese nur um den Faktor X. Wer ausschliesslich aufgrund einer Information Y einen Pick Z spielt, geht pleite langfristig. Nun aber die Frage inwiefern solche Infos in den Estiamtions zu gewichten sind. Hierbei ist leider alles Erfahrungssache und lässt sich nicht mit exakten Zahlen definieren und ist ausserdem von Liga zu Liga unterschiedlich.
Dazu einige Lehren aus dem Gefecht: Allgemein lässt sich sagen, dass Spielerausfälle tendenziell überestimiert werden, selten machen diese aber mehr als 20% aus, ausser wenn wirklich mehr als die halbe Stammmannschaft ausfällt.
Ausfälle, die besonders gewichtet werden, sind solche bei denen ein Spielsystem auf eben diese ausgerichtet ist. Desweiteren fallen Spielmacher unter diese Kategorie, genau so wie Führungsspieler auf und neben dem Platz. Torhüterausfälle, bzw IV-Ausfälle werdem meist auch hinsichtlich over-Wetten überbewertet, da im Generellen dann Mannschaften deutlich defensiver spielen, als üblich.

Ein paar weitere Lehren:
- Mannschaften, die in einem neuen Stadion spielen, sind signifikanter erfolgreich, als in den letzten Saisons.
- Speziell bei SA-Teams können Spielerausfälle, bzw B-Teams für ganz andere Ergebnisse sorgen, als man denkt. Finger weg, wenn man nicht nen Spezi hat, der sich wirklich auskennt.
- Trainerwechsel wirken sich meist positiv aus.
- Mannschaften, die kurz vor nem Trainerwechsel stehen, sollte man meiden, da diese oft gegen den Trainer spielen (Tendenz hier über 70%).
- Schlechtes Wetter bevorzugt signifikant technisch schlechtere Teams.
- Ein schlechter Rasenzustand bevorzugt signifikant das Heimteam

Es gibt unzählige solche signifikante, also wettrelevante Aspekte, hier hab ich nur mal ein paar aufgezählt, die in den letzten Jahren deutlich wurden. Weitere werden folgen.
 
[[respect]] [[respect]] [[respect]]

[[cheers]] [[winkewinke]] [[yo]]

grossartig geschrieben [[grin]]

Ps:und wenn man bedenkt daß erfolgreiche Wetter immer alle diese Faktoren und noch einiges mehr jederzeit berücksichtigen müssen/sollen/wollen.....wird einem erst richtig bewusst,wie komplex das Thema Wetten an sich zwangsläufig ist und erklärt warum die meisten hier und generell langfristig an dieser Materie scheitern werden/müssen!

[[bussi]]
 
[[yo]] Super Beitrag...Danke Stepi für den Hinweis im anderen Thread [[bussi]] ...Fände es auch nicht verkehrt, wenn der Thread oder zumindest der Text der ersten drei Beiträge irgendwo "oben festgedeichselt", wie es Stepi glaube ich ausdrückte, wird. [[yo]]

Eine Frage zu den 10-20% hätt ich allerdings...
Als Anfänger schmeißt man ja nicht unbedingt gleich mal einen vierstelligen Betrag aufs Wettkonto. Mit 50-200€ Startkapital aber, wäre man mit 10% jährlich über den Daumen gepeilt in 20 Jahren bei einem vierstalligen Bereich....Das kann ja nicht Sinn und Zweck der Sache sein, auch wenn es ein Marathon ist....Was wäre da die Empfehlung der Profis?
 
chinaboy schrieb:
10% bezieht sich aber auf Umsatz, nicht auf Startkapitel.
Bei ein Startkapitel 1000 Euro kann man in einem Jahr locker 10T Umsatz(ohne Surebet) machen, vorausgesetzt, man bleibe auf Siegstrasse.
bei 10% Rendit bedeutet hier schon Gewinn von 1000 Euro.

Sorry, aber ich blick das einfach nicht....10% vom Umsatz?Und das sind bei 1000€ Startkapital schon 1000€? [[nixweiss]]
 
schurik187 schrieb:
112chris schrieb:
Der chinaboy ging von 10.000 € Umsatz aus !!!

Was ist denn mit Umsatz gemeint? [[nixweiss]]

Gesetzte Geldbeträge in einem bestimmten Zeitraum.

Ich platziere z.B. bei einem normalen skandinavischen Eishockeytag um die 500 € auf die verschiedensten Wetten. In einer Woche mit 3 Spieltagen habe ich also einen Umsatz von 1.500 €.

Alles klar ???
 
tach,
schon lange lese ich in diesem forum,finde ich wirklich gut, u werde ab jetzt auch mal versuchen,andere von meinen tipps profitieren zu lassen.

hut ab vor diesem beitrag. echt fett. wette seit ca. 10 jahren, natürlich mit riesen verlusten. aber nachdem ich diese seite mal durch gearbeitet habe, komm ich mir wie ein depp,ein totaler anfänger, vor.

habe in der letzten zeit auch versucht mit einzelwetten geld zu machen, aber durch meine disziplinlosigkeit ( ohne infos: ach, die 1,25er-quote geht schon durch, im verlustfall nochmal dick nachlegen, aus langeweile noch einfach irgendwas tippen uuuuuu ) auch da dick im minus.

der beitrag wirft bei mir noch einige fragen auf:
70% der zu berücksichtigen daten stehen ja schon nach dem aktuellen spieltag fest. sehe ich das richtig?
lasst ihr auch mal ein spiel weg wegen schlechtem bauchgefühl ( z.b angstgegner, macht ja eigentlich nur 10% aus)
kann ich diese vorlage auch für over spiele anwenden? muss ich doch nur die genauen ergebnisse mehr berücksichtige,oder?

besten dank
 
Luigi schrieb:
Soviel ich weiss ist der beitrag von einem gewissen herrn Chrigel geschrieben worden in einem nachbar forum will den namen hier nicht erwahnen ( konkurenz ) :mrgreen:
Aber der beitrag ist 1 A [[yo]] [[yo]] [[yo]]

jupp, Lorbeeren sammeln, mit andermanns Beiträgen [[schwitz]]


hier der ganze Beitrag von Chrigel findet ihr auf Wettpoint.com
[[bussi]]
 
Luigi schrieb:
Soviel ich weiss ist der beitrag von einem gewissen herrn Chrigel geschrieben worden in einem nachbar forum will den namen hier nicht erwahnen ( konkurenz ) :mrgreen:
Aber der beitrag ist 1 A [[yo]] [[yo]] [[yo]]
Ähm, ich habe den Beitrag tatsächlich mal vor längerer Zeit in ein anderes, auch wenns kein echtes Konkurentforum ist,m gestellt. allerdings mit einem Eindeutigen Verweis, wer es geschrieben hat. Da es bei meinem Forum aber kein Wettforum ist, sondern es zwischen den alltäglichen geschreibsel ein sportwettenthread gibt, in dem es 4 Stammposter gibt, bin ich hoffentlich nicht gemeint
 
Lewski schrieb:
jupp, Lorbeeren sammeln, mit andermanns Beiträgen [[schwitz]]
hier der ganze Beitrag von Chrigel findet ihr auf Wettpoint.com
[[bussi]]
Hm, wie kommst Du auf die Idee, er würde sich mit fremden Federn schmücken?

Fjoergyn schrieb:
Dies ist eine PN vom MH82, hoffe ihr könnt was draus lernen ^^
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Sind ein paar Punkte, an die man sich halten sollte. Ist nicht von mir und aus einem anderen Forum. Aber im Großen und Ganzen sind es die Punkte, an die sich jeder Profiwetter hält. Aufgeschrieben hat die Erfahrungswerte sozusagen mein "Lehrer".