Was passiert 2026?

waspassiert

Gesperrt
Dez. 11, 2025
1
1
0
CARF und DAC8

googelt es einfach mal. Wenn es euch kein Begriff ist.

Sowie ich gelesen habe, müssen dann Crypto Anbieter bis spätestens Mitte 2027 alle Bewegungen dem Finanzamt mitteilen, damit die Steuer auf Gewinne berechnen können.

Für Sportwetter und Co. ist das natürlich doof.

Wenn man jetzt per Crypto 1000€ wo einzahlt, dann sich 2000€ wieder auszahlen tut, wieder einzahlt, usw....

Für den Staat zählt ja dann der Umsatz oder nicht? die sehen ja nur Geldeingang, Geldausgang.

Ist das Wetten somit 2026 vorbei bei Crypto Wettanbieter?

Hat hier jemand Lösungen für Glücksspieler?
 
  • Like
Reaktionen: zucki
Hier wird es kompliziert, aber nicht problematisch.

Ich hab mir das jetzt nur für Österreich angesehen, für Deutschland könnte es anders sein.

du erwirbst (ich nehme der einfacheren rechnung halber xrp) 100 xrp bei 2,0 usd
du zahlst die 100 xrp bei einem kryptowettanbieter ein, bei dem dein guthaben in der kryptowährung weiter existiert (hier gibt es auch wettanbieter, die deine coins sofort in fiat umwandeln).

du spielst 3 wetten.

bei kurs von 2,0 gewinnst du 50 xrp (1. wette)
bei kurs von 2,3 verlierst du 30 xrp (2. wette)
bei kurs von 2,8 gewinnst du 20 xrp (3. wette)

jede gewinnwette wäre nach steuerrecht eine art anschaffungswert deiner xrp.
bei jeder verlustwette zählt das first-in first out prinzip.

insgesamt: nicht unmöglich, aber sehr genaue dokumentation sinnvoll!
soll heißen: jede wette, jeder kurs zum zeitpunkt deines wettgewinns.
 
  • Like
Reaktionen: waspassiert
Einfaches Beispiel versucht:

Ich zahle 1000€ ein bei einem Crypto Anbieter nach Wahl. Tausche Geld in XRP um. Zahle bei Wettanbieter 1000€ ein.

Finanzamt sieht: 1000€ wurden einbezahlt, und in XRP umgetauscht, Kurs an dem Tag 2Dollar

Ich setze die 1000€ auf eine Kombiwette Quote 10 von mir aus. Ich gewinne. Lasse mir 10.000€ auszahlen auf mein Crypto Anbieter.

Finanzamt sieht: 10.000€ Geldeingang, und XRP Kurs 20% + gemacht.

Ich möchte doch weiterwetten, also zahle ich die 10.000€ wieder beim Wettanbieter an, aber diesesmal verliere ich die kompletten 10.000€

Finanzamt sieht: 10.000€ Geldausgang

Jetzt könnte das Finanzamt ja behaupten, ich habe 1000€ einbezahlt und 9000€ Gewinn gemacht, zusätzlich ist der XRP Kurs noch um 20% gestiegen. Finanzamt sagt z.b. "Wir wollen 30% vom Win haben, den 9000€" Ich bekomme ein Schreiben, wo ich aufgefordert werde 2700€ ans Finanzamt zu überweisen.

Dabei hab ich aber in Wirklichkeit 1000€ verloren.


Um dem Ärger aus dem Weg gehen, ab 2026 niewieder wetten? Ansonsten riskiert man eine Dicke Untersuchung durch das Finanzamt und Mega Problemen wahrscheinlich.
 
Du verkomplizierst das Beispiel, wenn du zuerst 10000 (1000 + 9000) Gewinn auszahlst, und danach wieder einzahlst.
Und du musst bei deinem Beispiel bitte genauer angeben von wo wohin du jetzt was zahlst. Also von Bank zu Kryptoanbieter, oder von Kryptoanbieter zu Kryptowettanbieter usw.

by the way gibt es unzählige Kryptoanbieter, und bei weitem nicht alle sind bei DAC8 dabei. Im Endeffekt nur die mit Hauptsitz innerhalb der EU.

und nochmal: reiner Wettgewinn = eine Anschaffung von krypto (zb xrp) zum Zeitpunkt des Wettgewinns. ein Handel ist erst dann abgeschlossen, wenn du die Kryptowährung wieder veräußerst.
Beim Kryptowettanbieter gilt für das Finanzamt FIFO = first in first out. deine ersteinzahlung zb bei xrp = 2 usd wird zuerst aufgebraucht bei einem Verlust. danach das, was du als nächstes gewonnen hast.
zb 100 xrp reingewinn bei einem kurs von zb 2,30 usd. oder 100 xrp reingewinn bei einem kurs von 1,50 usd (kann ja auch fallen).

Wettsteuer hab ich vorhin natürlich vergessen. Wenn das Finanzamt wirklich tief graben möchte, dann würde es auch über die Wettsteuer deiner Wetteinsätze reden wollen.
Ich weiß grad aber nicht, ob das im das Problem des Kryptowettanbieters ist, oder das des Wettenden selbst.

In der reality wird das Finanzamt allerdings nicht jede deiner Transaktionen auf Herz und Nieren überprüfen, das wird erst bei sehr hohen Beträgen wahrscheinlicher.
 
ich denke es ist exakt so wie Zucki es erklärt hat! Bei sehr hohen Beträgen könnte es natürlich passieren, dass das genauer geprüft wird, und dann auch die anderen Transaktionen. Wie das halt bei sonstigen Finanzprüfungen auch ist. Wegen paar 100 Euro wird das nicht so wahrscheinlich sein.