Warum wird Martingale so verschrien?

KnoedelKnoetsch

New member
Aug. 21, 2017
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Verstehe nicht warum Martingale beim Sportwetten immer als unfunktionabel und zum Totalverlust führend beschrieben wird? Klar, beim Roulette wird das langfristig aufgrund des Zufalls nicht gehen, aber beim Sportwetten?

Man darf natürlich nicht mit einer Bankroll von 1000€ und Starteinsatz 100€ anfangen. Hab früher mit einer 500€ Bankroll und 50ct angefangen und bei regelmäßigen Wetten kamem da gut 10-15€ am Tag mühelos zusammen. Höchster Einsatz waren 64€ auf Bouchard beim Winbledon Halbfinale 2014. Seit Betfair wieder Sportsbook ohne Steuer anbietet mache ich es dort aus Langeweile gerne mal mit Tennis/Volleyball/Handball Punktwetten, funktioniert auch super.
 
Okay du hast mit 500€ angefangen und warst im 8.Spiel mit 64€ Einsatz, Spiel 9 wären 128€ gewesen und Spiel 10 dein absolutes Ende deiner Bankroll mit 250€ Einsatz und 250€ Verlust!

Wie hättest du weitergemacht? und 10-15€ hört sichja super an, aber da du ja nur mit 50cent getippt hast musst du ja am Tag 20-30 Tipps gemacht haben! Wie hast du dass gemacht?

Mit 5000€ Kapital wären das ja 100-150€ am Tag ganz nette Summe!
 
Naja es bleibt entscheidend wie du deine Wetten auswählst. Martingale wird oft angepriesen und mit dem Zusatz versehen, man müsse sich nicht intensiv mit dem Sport auseinandersetzen, solange man nur konsequent bei Verlust den Einsatz erhöht.

Und das kann wirklich in die Hose gehen. In deinem Beispiel, 50ct und 500,- Bankroll warst du bei 64,- Einsatz. Du hast also 7 mal hintereinander verloren. Mit welcher Quote hast du durchschnittlich gespielt? Alleine bei einer Durchschnittsquote von 2,0 ist es nichts außergewöhnliches 12 Mal hintereinander zu verlieren. Da wäre deine Bankroll geplatzt und du hättest 500€ Miese gemacht.

Wenn man sicher ist Valuequoten zu haben kann man diese so und so zu Geld machen, da gibt es viele andere Möglichkeiten, und wenn man den Nervenkitzel will eben auch Martingale.

Nur Martingale alleine, ohne den richtigen Wetten dazu, ist langfristg quatsch!
 
Um entsprechende Gewinne einzufahren, werden natürlich schnelle Livewetten benötigt, wenn du da 1X2 spielst und zwei Stunden aufs Ergebnis wartest wird das schwer. Habe zumeist First Half Goals, 5-7 Minuten vor Pause/Ende entscheiden ob noch eine Ecke kommt, und Tennis Spielwetten gemacht. Da kommt es dann auch nicht auf Value an sondern auf das richtige Decision Making. Das war damals alles ziemlich wacklig, war auch gerade erst 18 und hatte meine Abi-Klausuren geschrieben. Würde ich es jetzt nochmal versuchen, würde ich eher mit 10000 Startkapital versuchen um nicht bei 32€ schon in Not zu geraten, und vorher Psychologie-Kurse besuchen.
 
Verstehe nicht warum Martingale beim Sportwetten immer als unfunktionabel und zum Totalverlust führend beschrieben wird? Klar, beim Roulette wird das langfristig aufgrund des Zufalls nicht gehen, aber beim Sportwetten?

Man darf natürlich nicht mit einer Bankroll von 1000€ und Starteinsatz 100€ anfangen. Hab früher mit einer 500€ Bankroll und 50ct angefangen und bei regelmäßigen Wetten kamem da gut 10-15€ am Tag mühelos zusammen. Höchster Einsatz waren 64€ auf Bouchard beim Winbledon Halbfinale 2014. Seit Betfair wieder Sportsbook ohne Steuer anbietet mache ich es dort aus Langeweile gerne mal mit Tennis/Volleyball/Handball Punktwetten, funktioniert auch super.

Martingale wird so verschrien, weil es nur funktioniert, solange keine lange Verlustserie kommt, die aber statistisch unvermeidbar ist. Sportwetten haben keinen sicheren Ausgang, sodass irgendwann dein Einsatz die Bankroll oder Einsatzlimits sprengt, selbst wenn der nächste Wetteinsatz „nur noch“ die Verluste ausgleichen soll.

Viele unterschätzen diese exponentiellen Einsätze und glauben, Martingale sei sicher, bis sie einmal alles verlieren.