Unibet CEO in Holland festgenommen!

Nobody

Ehemaliger WF-Poker-Champ
März 28, 2003
9,541
5
Unibet CEO in Holland auf Veranlassung Frankreichs festgenommen!

07-10-29
Der CEO der Online Glücksspielfirma Unibet, wurde Anfang letzter Woche von den Holländischen Behörden festgenommen. Petter Nylander war beim Einchecken für einen Flug, welcher ihn zurück nach England bringen sollte, als er am Flughafen auf Veranlassung der Französischen Regierung festgenommen wurde.

Unibet sagte, dass Nylander in Schwierigkeiten war, weil er angeblich gegen die französischen Glücksspielgesetze verstoßen hätte. Dadurch bedingt kam es zu einem Rechtsstreit zwischen Unibet und den französischen Monopolisten PMU und FDJ. Der Prozess wurde im Jahr 2006 eröffnet und begründet sich auf der Annahme, dass Nylander gegen französische Gesetze aus dem Jahr 1836 und 1891, welche geschaffen wurden um das Staatseigene französische Glücksspielmonopol zu schützen, verstoßen hätte.

Ein Sprecher von Unibet gab folgendes Statement ab:" Unibet ist empört darüber dass Frankreich die europäischen Gesetze missachtet um ihr eigenes Glücksspielmonopol zu schützen, wobei das französische Glückspielmonopol von der EU als rechtswidrig betrachtet wird."

Die Europäische Kommission hat ihre Bedenken betreffend der Inhaftierung zum Ausdruck gebracht und folgendes Statement abgegeben:" Als wir über diese Angelegenheit informiert wurden, waren wie sehr besorgt darüber, dass aus unserer Sicht in diesem Fall jemand festgenommen wurde, welcher nach Eu-Recht unschuldig ist. Wir glauben, dass das französische Sportwettengesetz nicht konform mit dem EU Recht ist": sagte Oliver Drewes, ein Sprecher der EU.

Bis zur Freilassung von Nylander, wurde Unibets momentaner CFO und stellvertretender CEO Ragnar Hellenius vom Unibet Vorstand zum CEO ernannt.

Ragnar Hellenius, sagte im Bezug auf die Festnahme:" Diese Situation ist ohne Zweifel unakzeptabel und einzigartig in der gesamten Industrie. Nach unserer Ansicht ist diese Anwendung dieser grenzübergreifenden Aktionen ein ganz klarer Verstoß gegen die eigentlichen Ziele dieser Verordnungen und in jeder Art und Weise unangemessen. Unibet ist in England, Malta und Italien für Glücksspiel lizenziert und ist an der OMX Nordic Stock Exchange gelistet. Unsere Firma fällt also eindeutig unter europäisches Recht.

Dies ist sicherlich ein Verstoß gegen die EU-Gesetze und die fundamentalen Prinzipien der Europäischen Union. Wir sind entsetzt über diesen Gesetzesverstoß und über die Schikanen gegen unsere Firma und einen Bürger der Europäischen Union. Wir werden alles nur mögliche Unternehmen, um in diesem Fall Gerechtigkeit zu erhalten. Die Kriminalisierung eines bestimmten Individuums ist eine Taktik, welche die Französischen Behörden in der Vergangenheit bereits mehrfach angewendet hat und das werden wir auf keinen Fall tolerieren. Wir fordern eine Garantie, dass Petter Nylander, sofort freigelassen wird."

Dies ist nicht dass erste Mal, dass Unibet mit Frankreich im Clinch liegt. Unibets Radsport Team wurde in diesem Jahr von der Tour de France ausgeschlossen, weil die französischen Gesetze vorschreiben, dass keine Werbung für ausländische Glücksspielfirmen gemacht werden darf, interessanterweise ist der Hauptsponsor der Tour de France der staatseigene Pferdewetten Monopolist PMU.
Quelle: pokerspieleonline.de/Neuigkeiten/2007/10/29/unibet-ceo-in-holland-festgenommen.htm

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frankreich und Deutschland mit solchen Aktionen vor der EU durchkommen ...
 
Re: Unibet CEO in Holland festgenommen!

matchup schrieb:
Nobody schrieb:
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frankreich und Deutschland mit solchen Aktionen vor der EU durchkommen ...
Frankreich und Deutschland sind aber im Prinzip die EU. Deshalb wurde das EU-Recht in dieser Sache ja auch noch nicht durchgesetzt.

sorry aber das ist völliger unsinn, sonst hätte das land niedersachsen immer noch die "goldene aktie" bei VW und auch einige andere entscheidungen wären anders ausgefallen. das problem ist einfach, dass es ewig und drei tage dauert bis ein verfahren beim eugh vorliegt und auch verhandelt wird.
 
http://www.welt.de/welt_print/article1400121/Kein_Gluecksspiel_sondern_Geschicklichkeit.html

"Kein Glücksspiel, sondern Geschicklichkeit"

"Neue Studie gibt privaten Anbietern Rückendeckung - Rechtliche Trennung von Sportwetten und Lotterien möglich"

Was jeder mit ein wenig Verstand sich eigentlich so denken kann ...
 
Nobody schrieb:
http://www.welt.de/welt_print/article1400121/Kein_Gluecksspiel_sondern_Geschicklichkeit.html

"Kein Glücksspiel, sondern Geschicklichkeit"

"Neue Studie gibt privaten Anbietern Rückendeckung - Rechtliche Trennung von Sportwetten und Lotterien möglich"

Was jeder mit ein wenig Verstand sich eigentlich so denken kann ...

was im übrigen im österreichischen Gesetz genau so verankert ist - und daher bei uns nie die Gefahr einer Sportwettensperre war und sein wird.
Wird Zeit dass dies endlich auch in die verbohrten Hirne der deutschen Gesetztgebung einfliesst.
 
Nobody schrieb:
http://www.welt.de/welt_print/article1400121/Kein_Gluecksspiel_sondern_Geschicklichkeit.html

"Kein Glücksspiel, sondern Geschicklichkeit"

"Neue Studie gibt privaten Anbietern Rückendeckung - Rechtliche Trennung von Sportwetten und Lotterien möglich"

Was jeder mit ein wenig Verstand sich eigentlich so denken kann ...

Zitat aus besagtem Artikel

"Laut Bundesverwaltungsgericht ist ein Spiel dann kein Glücksspiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel, wenn die Trefferquote mindestens 50 Prozent beträgt", sagt Dannecker. Im Schnitt lag die Quote bei den untersuchten Spielen knapp darüber: Bei Bet 3000 betrug sie 52,14 Prozent, bei dem Online-Wettanbieter 50,72 Prozent.

wie darf ich das verstehen?
Hunde und Pferde oder Golf sind also Glücksspiel?
bei was weiss ich wie vielen Startern kann eine Trefferquote von 50% ja nie erreicht werden;gut es gibt noch sowas wie Platzierungswetten,aber das meiste in dieser Sportart dürfte doch auf Sieg/Einlauf gewettet werden
 
@Stefan: .com hat wohl die Lizenz in Gibraltar. Die alte DDR-Lizenz gilt nur für .de, deshalb.

Jedenfalls hat dieser Glücksspielvertrag noch reichlich Unterhaltungspotenzial. Schade, dass Honnecker das nicht mehr miterleben kann. Was passiert als Nächstes, werden die westdeutschen Lottogesellschaften eine Mauer an der ehemaligen(??) Grenze bauen, um die Sportwetten-Flüchtlinge aufzuhalten!?
 
@Nobody
wo hastn das ausgegraben?

leider schon eher in die kategorie galgenhumor einzuordnen
dass der vetrag kommt dürfte inzwischen auch dem letzten klar geworden sein;das einzige was mich aktuell wirklich noch interessiert ist die geplante(oder doch nicht?) übergangsfrist für internetwetten von einem jahr

bin mal gespannt ob es diese frist wirklich geben wird,und wenn,mit welchen klauseln diese frist als nichtig betrachtet werden kann...irgendwas lassen diese vollpfosten sich doch bestimmt einfallen
 
@Wettfuxx: Selbst wenn es diese Übergansfrist nicht geben sollte, ist eigentlich nicht klar, warum ausländische EU-Buchmacher nicht mehr übers Internet in Deutschland tätig sein sollten.
Die Mehrheit der dt. Gerichte hat bereits festgestellt, dass ein solches Internet-Verbot gar nicht machbar ist. Selbst wenn, dann müsste ein Gesetz auf dem Weg gebracht werden, dass dt. Internet-Provider in die Pflicht nimmt.
Denn: Warum sollte Bet365 z. B. von sich aus ab 2008 dt. IPs sperren, wozu!? Oder warum sollte Alice DSL dir die IP von Bet365 sperren, das interessiert die dich überhaupt nicht. Also wo genau siehst du nun ab 2008 ganz konkret das Problem? Das hab ich bisher noch nicht nachvollziehen können.
 
Nobody schrieb:
@Wettfuxx: Selbst wenn es diese Übergansfrist nicht geben sollte, ist eigentlich nicht klar, warum ausländische EU-Buchmacher nicht mehr übers Internet in Deutschland tätig sein sollten.
Die Mehrheit der dt. Gerichte hat bereits festgestellt, dass ein solches Internet-Verbot gar nicht machbar ist. Selbst wenn, dann müsste ein Gesetz auf dem Weg gebracht werden, dass dt. Internet-Provider in die Pflicht nimmt.
Denn: Warum sollte Bet365 z. B. von sich aus ab 2008 dt. IPs sperren, wozu!? Oder warum sollte Alice DSL dir die IP von Bet365 sperren, das interessiert die dich überhaupt nicht. Also wo genau siehst du nun ab 2008 ganz konkret das Problem? Das hab ich bisher noch nicht nachvollziehen können.

es interessiert doch die macher des staatsvertrages gar nicht,ob iP-sperre machbar oder nicht...
wenn ein internetverbot(ob technisch unmöglich oder nicht) bestandteil des vertrages ist,und eine missachtung des verbotes kriminalisiert wird interessiert mich das natürlich...
 
Wettfuxx schrieb:
eine missachtung des verbotes kriminalisiert wird
Genau das würde ich ja gerne erfahren. Wie exakt soll das kriminalisiert werden? Du bist freier EU-Bürger und darfst entsprechend der Dienstleistungsfreiheit von dir aus ganz selbst verständlich Buchmacher aus anderen EU-Ländern konsultieren. Wie soll der Staat das verhindern!? Der aktuelle Entwurf ist dafür jedenfalls nicht ausreichend, ich werde 2008 genau wie zuvor Wetten übers Internet abschließen, Punkt.
 
Nobody schrieb:
Wettfuxx schrieb:
eine missachtung des verbotes kriminalisiert wird
Genau das würde ich ja gerne erfahren. Wie exakt soll das kriminalisiert werden? Du bist freier EU-Bürger und darfst entsprechend der Dienstleistungsfreiheit von dir aus ganz selbst verständlich Buchmacher aus anderen EU-Ländern konsultieren. Wie soll der Staat das verhindern!? Der aktuelle Entwurf ist dafür jedenfalls nicht ausreichend, ich werde 2008 genau wie zuvor Wetten übers Internet abschließen, Punkt.

Wetten ist verboten. Somit auch die ist auch die Teilnahme illegales Glückspiel.

Der Schäuble-Überwachungsparagraph wird zwar keinen einzigen Terroranschlag verhindern, aber garantiert derart aufgeweicht, daß er benutzt wird um "Kleingauner" wie MP3-Brenner, Zigaretten-aus-dem-Ausland-Besteller oder eben illegale Glückspieler zu erwischen.

Anwälte und Richter werden einen weiteren Aufschwung erleben.
 
Oje, mit Berusfs-Pessimisten, die allen Ernstes Glauben, a) Schäuble verklagt mich 2008, weil ich ne Sportwette im Internet spiele und b) damit durchkommt, kann man nicht diskutieren ...
Ich versteh nicht, warum ihr euch selbst das Leben schwer macht, aber ist ja eure Sache.
 
Nobody schrieb:
Oje, mit Berusfs-Pessimisten, die allen Ernstes Glauben, a) Schäuble verklagt mich 2008, weil ich ne Sportwette im Internet spiele und b) damit durchkommt, kann man nicht diskutieren ...
Ich versteh nicht, warum ihr euch selbst das Leben schwer macht, aber ist ja eure Sache.

Irgendwo hast Du auch recht.
Da nur die Verbindungsdaten gespeichert werden, rufe ich natürlich Pinnacle, Bet365 etc. nur auf, um zu sehen, ob meine geplanten Oddsetwetten quotentechnisch spielbar sind.

Aber mein Vertrauen in Vernunft beim deutschen Rechtsstaat ist mittlerweile stark limitiert.