Die Situation hier ist paradox, trotz oder gerade wegen dem Verbot privater Wetten, bzw. der fehlenden gesetzlichen Handhabung für solche. In der Schweiz gilt nämlich noch das Glücksspielmonopol des Staates (Lotteriegesetz; Anbieter Swisslos und Lotterie romande), es gibt KEINE Wettbüros [ausländische und zum Beispiel türkische Internetshops bieten vor Ort oder über Prepaid-Karten diese Möglichkeit mittlerweile manchmal trotzdem an, wobei statt Geld Punkte ausgewiesen werden. Es sind einige Fälle von polizeilichen Razzien bekannt geworden]
Grundsätzlich bleibt dem Schweizer Wettbegeisterten anders als in Deutschland oder Österreich "nur" das Internet. Schweizer Recht kann hier NICHT zur Anwendung gelangen, weil die Unternehmen aus dem Ausland operieren und nicht unter die Hoheit der einheimischen Gesetzgebung fallen.
Internet-Adressen ausländischer Wettanbieter werden aus pragmatischen Gründen NICHT gesperrt, was zudem Sache der einzelnen Kantone wäre (Föderalismus).
Anders als im seit zwei Jahren regulierten Glücksspielmarkt Frankreich gibt es für Wetten im Netz so weder eine Aufsichtsbehörde (ARJEL - Autorité de régulation des jeux en ligne), noch werden auf die Einsätze wie neuerdings in Deutschland (oder wie in Frankreich über schlechtere Quoten, bzw. die hohe Besteuerung der Anbieter) Steuern erhoben. Jedoch ist für Private jegliche Werbung und Sponsoring in der Schweiz untersagt.
Es sind Diskussionen im Gang, den Online-Bereich moderat zu legalisieren und ähnlich wie in den umliegenden Ländern Konzessionen zu erteilen.