Atl. Paraná spielte einen wirklich tollen Angriffsfußball, der für den Gegner aufgrund großer Flexibilität nie auszurechnen war. Neben Fernandinho erwachte zunehmend auch Fabricio zum Leben, so dass sich im offensiven Mittelfeld zwei technisch beschlagene Akteure tummelten, von denen jeder in der Lage war, das entscheidende Zuspiel anzubringen. Aus meiner Sicht muss man sich freilich den Vorwurf gefallen lassen, das Schönspiel etwas zu sehr übertrieben zu haben, denn angesichts der Gummipuppe im Tor wäre es vermutlich schon ausreichend gewesen, den Ball in irgendeiner Weise in die Nähe des Ziels zu bringen; Sportsfreund Talavera hätte für den Rest sicherlich gesorgt. Sei es drum, für den Zuschauer war der Kombinationsfußball selbstredend schön anzusehen und des weiteren geeignet, die Abwehr der Mexikaner stetig orientierungsloser zu machen. Mitunter war es eine Katastrophe, was die Chivas unter ‚Deckungsarbeit’ verstanden – da rückten die beiden Innenverteidiger einfach mal nach vorne, obwohl für jeden klar ersichtlich war, dass hinten noch ein die ‚Abseitsfalle’ auflösender Verteidiger stand.