Anfang August gab es im Trierischen Volksfreund einen Bericht der voller Lügen aufgebaut war.
Spendenquittung statt Sponsoring-Vertrag
Durch das Werbeverbot für die Sportwette Oddset musste Lotto Rheinland-Pfalz seine Sportförderung neu ordnen. Während andere Lotto-Landesblocks kein Geld mehr für den Sport geben, tritt hierzulande die Lotto-Stiftung als Mäzen auf. Für den Amateurfußball gibt es künftig 720 000 Euro pro Saison.
Koblenz. 3,2 Millionen Euro für das rheinland-pfälzische Dream Team für Peking, hohe sechsstellige Summen für die Fußball-Zweitligisten Koblenz, Mainz und Kaiserslautern, viel Geld für Spitzen- und Breitensport im Land - wenn es um Sportförderung geht, lässt sich Lotto Rheinland-Pfalz nicht lumpen. Doch nach zahllosen Urteilen, Gesetzen und Staatsverträgen darf der staatliche Lotterie- und Sportwetten-Anbieter nicht mehr in der Öffentlichkeit werben, sei es für den Lottoschein oder für die Tipps bei Oddset.
Schon die erste Lüge. Am vergangenen Freitag blinkte es beim 2. Liga-Spiel Mainz - Osnabrück im ganzen Rund voller Lotto-Banden.
Da Lotto Rheinland-Pfalz aber den drei regionalen Sportbünden gehört, fließt weiter Geld in die Vereine und Verbände. Nun wird ein neuer Weg beschritten: Nicht mehr das Unternehmen, sondern die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz tritt als Mäzen auf. "Wir sind kein Sponsor mehr, denn es gibt keine Verträge mit den Vereinen über Gegenleistungen.
Und die zweite Lüge ! So so, man ist kein Sponsor mehr. Na hier steht aber was anderes: http://www.mainz05.de/sponsoren.html
Wir spenden das Geld, das vorrangig für Jugendförderung eingesetzt werden soll", sagte Frank Zwanziger, Sohn von DFB-Präsident Theo Zwanziger und Geschäftsführer der Lotto-Stiftung, bei der Präsentation des Konzepts "Förderung des hochklassigen Amateurfußballs" in Koblenz.
Na da weht der Wind also her. Das erklärt dann auch, warum Herr Zwanziger im Gegensatz zu Herrn Rauball gegen private Wettanbieter ist. Er will dem Sohnemann das Geschäft nicht vermiesen.
Insgesamt 520 000 Euro gibt die Stiftung an alle rheinland-pfälzischen Vereine, die in der Regional-, Ober- oder Verbandsliga spielen. Regionalligist Eintracht Trier erhält zum Beispiel 50 000 Euro aus diesem Topf, die hiesigen Rheinlandligisten jeweils 5000 Euro. Jeweils 100 000 Euro zahlt die Stiftung zudem an die Fußballverbände Rheinland (FVR) und Südwest für Talentförderung. "Die Summen sind deutlich höher als die bisherige Unterstützung der jeweiligen Ligen", sagte FVR-Präsident Walter Desch. Bisher erhielten ein Regionalligist 15 000 Euro, ein Oberligist 4000 Euro und ein Verbandsligist 1000 Euro von Lotto. Ziel der Förderung sei es, so Desch, "den Fußball-Standort im Südwesten zu stärken und die Talente hierzuhalten".
Naiver gehts wohl net mehr. So`n 1000er reicht im Jahr natürlich, um ein großes Talent dran zu hindern den großen Sprung zu wagen. Da denkt sich bestimmt jeder Vereins-Präsident, geil, 1000€, jetzt geht unser großes Talent bestimmt net mehr zum Probetraining nach Frankfurt, Schalke oder München.
Wenn Bandenwerbung verboten ist und die Clubs keine Gegenleistungen erbringen müssen - wo liegt dann der Gegenwert für Lotto? "Wir setzen auf Sympathie. Wir wollen, dass die Vereine ihre Spieler oder Zuschauer, die an Sportwetten interessiert sind, überzeugen, dass es sinnvoller ist, Oddset zu spielen, als das Geld bei der Konkurrenz einzusetzen", sagte Zwanziger.
Jaaah ist klar.
Die dritte Lüge. Erstens passt der Begriff "staatliches Unternehmen" und "Sympathie" net zusammen und zweitens schenkt einem der Staat nichts. Wo liegt wohl der Gegenwert ? Vielleicht u.a. in der Steuereinnahme.
Ich gebe dem Verein via staatlichem Unternehmen Geld, hole es mir aber über immer höhere Steuereinnahme doppelt und dreifach zurück.
"Lotto ist eigentlich der einzig erlaubte Anbieter von Sportwetten, darf aber nicht werben. Konkurrenten wie Bwin, die im Gegensatz zu Lotto kein Geld an soziale, kulturelle oder sportliche Einrichtungen geben, werben dagegen weiter - und zahlen ihre Steuern in Gibraltar", sagte Desch, der darauf hofft, dass die nationalen und internationalen Gerichte endlich ein Grundsatzurteil zu Wettanbietern verkünden.
Und die vierte Lüge ! Private Wettanbieter würden ja gerne Geld in den Sport investieren, aber warum hat man den Vereinen wie 1860, Werder Bremen oder auch VFB Stuttgart denn mit drastischen Sanktionen gedroht ?
Wer hat denn dem AC Milan 100.000€ Strafe aufbegrummt, weil diese mit bwin-Aufdruck beim Championsleague-Spiel in München aufliefen ?
"Wir haben nichts gegen die Konkurrenz, aber alle sollten gleiche Wettbewerbs-Chancen haben." Zwanziger gab zu, dass die Einnahmen bei Oddset aufgrund des Werbeverbots zurückgegangen sind. "Wir verdienen mit Abstand am meisten Geld mit Fußballwetten und hoffen darauf, dass dieses Geschäft auch durch unsere Vereinsaktion wieder anzieht", sagt der Stiftungs-Geschäftsführer. Auf TV-Nachfrage bekräftigte er aber auch, dass andere Trierer Spitzensportclubs wie die TBB oder die "Miezen" weiterhin unterstützt werden: "Mit denen haben wir natürlich auch gesprochen."
Und die fünfte Lüge ! Klar, man hat rein gar nichts gegen die Konkurrenz. Man sperrt private Wettbüros in Städten nur aus Gaudi zu und bwin ist bereits in 2 Bundesländern verboten, weil man nichts gegen Konkurrenz hat.
"Alle sollen die gleichen Wettbewerbschancen haben". Heißt das jetzt, dass bwin nur erlaubt werden darf, wenn die ihre Quoten auf Oddset-Niveau herabsetzen und die 3er-Kombi-Pflicht einführen ?
Wenn Scheiße schreien könnte, wären diese Herren nur am brüllen.
Willkommen im Bananenstaat Deutschland !