Suns @ Celtics
Suns +7 @1,95 6/10
Suns ML @3,73 2/10
Denkt nicht, dass ich irgendwie neuerdings die Sunsbrille aufhabe oder so. Es ist ganz einfach Fakt, dass sie das Team sind, wo man am meisten sieht, dass sie die Playoffs unbedingt erreichen wollen. Kein anderes Team bringt diese Mentalität in Form von tollen Ergebnissen derzeit so rüber wie das Team aus Arizona. Bestes Beispiel war das letzte Spiel, als man das Momentum, die Kondition und die Halle gegen sich hatte und all den Problem am Ende noch strotzte, nachdem man das Spiel schon längst hätte gewinnen können. Hier zeigte sich Siegeswillen und mentale Einstellung der Suns.
Ich liebe die Celtics, dass was sie auch dieses Jahr wieder leisten und wie sie als Team funktionieren. Hier sind es weniger die Individualisten die so sehr für Furore sorgen, obwohl sie atemberaubende Spieler sind, sondern es ist eher der Teamgedanke, den man dem Team aus Boston ansieht. Wenn mich jemand fragen würde, welches Team ist für dich am meisten ein echtes TEAM, dann würde ich mit "Celtics" antworten. Dennoch sehe ich hier eine großartige Chance für die derzeit im absoluten "Playoff-Jagd-Modus" spielenden Suns. Ich denke dass sie das Spiel auf jeden Fall sehr eng gestalten können und könnte mir hier einen Überraschungssieg sehr gut vorstellen.
Ganz wichtig erstmal die einzige bisherige Partie dieser beiden Teams gegeneinander in der laufenden Spielzeit
01/28/11
PHO 88 - BOS 71
Schaut man sich erstmal das Ergebnis an, dann ist der erste Gedanke "Ah, da haben bestimmt einige gefehlt bei Boston". Wenn man sich dann aber die Boxscores anschaut ist man überrascht, das Rondo, Allen, Garnet, Pierce und sogar O'Neal als Starter im Lineup waren. Ein Sieg mit 17! Punkten, gegen das Beste Team im Osten (ohne jeden Zweifel) und meiner Meinung nach eines der 3 besten Teams in der NBA, das sagt eine Menge aus. Offensichtlich kommt Phoenix mit dem Spiel Bostons ganz gut zurecht. Damals war die Linie übrigens bei Phoenix +4,5. Man coverte also mit 21,5 Punkten. Heute die Linie natürlich etwas höher, schließlich spielt Phoenix auswärts. Um ehrlich zu sein sehe ich aber die Chance heute hier zu überzeugen um einiges höher als damals. Dafür gibt es einige Gründe.
1. Phoenix kommt mit einer Menge Momentum in die Partie. Man gewann die letzten 4 Spiele. Davon 2 in der Overtime. In beiden Overtime Spielen führte man klar und war das bessere Team und am Ende kam der Gegner jeweils ran und erzwang die Overtime. Phoenix hat es in beiden Spielen geschafft nach verlorenem Momentum im Spiel, den Fokus nicht ganz zu verlieren und sich so "zurückzukämpfen", dass man beide Male einen Sieg einfuhr, obwohl die Chancen in dem jeweiligen Moment einfach nur gegen sie sprachen. Diese Spiele geschahen sogar back-to-back. Das beste daran es waren auswärts Spiele, das steigert die Leistung die dahinter steckt nocheinmal. Auch wenn es "nur" Indiana und New Jersey waren, das waren keine einfachen Spiele. Indiana immerhin Playoffanwärter und heimstark und New Jersey zu Hause klar besser und jetzt mit D-Will einen neuen Schwung nach oben bekommen. Denke das Phoenix erstens in einer Topform ist und das auch weis und dass die Stimmung und Moral im Team besser nicht sein könnte. Man brauch sich nur mal die Anzahl der Bankpunkte aus dem letzten Spiel anschauen. Phoenix ist derzeit in einer Verfassung, wo man jedes Team schlagen kann und das wissen sie denke ich auch, das gibt Selbstvertrauen und lässt sie mit stolzgeschwellter Brust auch gegen Top-Teams wie Boston antreten.
2. Phoenix hat hier absolut garnichts zu verlieren. Jetzt könnte man gegenargumentieren und sagen "ja, aber sie brauchen ja Siege für die Playoffs". Das ist richtig, aber das sind in allererster Linie die Spiele, wo man von vorn herein sieht "das müssen sie gewinnen". Wenn man alle Pflichtaufgaben löst und die anderen paar mal patzen sind es sie Siege die man aufholt gegenüber den Gegnern. Niederlagen in Spielen wie gegen Boston, Miami, Orlando, L.A. oder San Antonio, davon sammeln auch die direkten Mitkonkurrenten um die Playoff-Plätze genug, sodass man hier eine Niederlage verdauen kann. Gleichzeitig allerdings sollte man nicht vergessen, was so ein Sieg bringt. Wenn zum Beispiel alle Gegner im Playoffrennen gegen Boston verlieren und man selbst gewinnt, dann ist das ein klarer Pluspunkt. Und letztendlich würde ein Sieg für Phoenix mehr bringen als für die Celtics. Miami hat schließlich auch gepatzt, sodass man auch mit einer Niederlage keine große Einbuße hätte. Zusammenfassend muss man hier sagen, dass Phoenix auf der einen Seite nichts zu verlieren hat, da man mit den letzten 4 Siegen klar im Soll ist und ein Sieg gegen Boston auch nicht "fest eingeplant" ist, wie ein Sieg gegen New Jersey beispielsweise. Auf der anderen Seite allerdings wäre ein Sieg gegen Boston ein doppeltes Plus im Playoff rennen, eben weil der Sieg nicht unbedingt erwartet wird und man somit noch mehr Selbstvertrauen gewinnt auf dem richtigen Weg zu sein.
3. Boston muss seit dem Trade erst "lernen". Klingt blöd, ist aber so. Mit Perkins hat man einen fähigen Big Men abgeben und ihn gegen einen Nenad Krstic eingetauscht, von dem behauptet wird, dass nicht gern sitzt und deswegen mit entsprechenden "Möbelstücken" die für eben jenes gedacht sind, um sich wirft.:mrgreen: Kleiner Scherz am Rande, allerding ist Krstic wohl wirklich nicht der beste Verteidiger. Ich denke da haben die Celtics nach dem Trade klare einbußen. Außerdem kennt Krstic das Team noch nicht so lange, dass man davon sprechen könnte er kennt das System zu 100%. Das geht natürlich garnicht. Gleiches gilt für den Trade von Nate Robinson gegen Jeff Green. Jeff Green zu holen ist für mich nicht der schlechteste Schachzug gewesen, hat man doch jetzte einen athletischen, schnellen und beweglichen Backup für Paul Pierce um es in der Verteidigung mit Spieelrn wie LeBron ewas besser aufnehmen zu können, ohne das Pierce seine ganze Offense opfert um seine Energie dafür zu verbraten Herrn James das ganze Spiel über hinterher zu rennen. Insgesamt Jeff Green allerdings einfach ein Gewinn in seiner Vielseitigkeit. Mit Perkins und Robinson hatte man eben einen Center und einen Point Guard. Mit Green hat man einen Small Forward, der als Backup für Pierce agieren kann, was längst überfällig war und der auch auf der 4 oder zur Not gar als Guard spielen kann. Allerdings finde ich, dass die Celtics durch den Wegfall von Robinson leider ihre Stärke auf der Point Guard Position etwas verloren haben. Rondo zweifelohne einer der besten PGs der Liga, aber ihn hat eben auch besonders gefährlich gemacht, dass man mit Robinson ein Backup hatte, was letztendlich völlig anders spielte aber den Gegner genauso forderte, somit konnte man den Gegner immer wieder aus dem Rhythmus bringen. Jetzt hat man Rondo und dann? Genau, dann siehts dünne aus. Rondo kann nicht jedes Spiel 40+ Minuten spielen, dafür spielt er einfach zu intensiv. Und auch er baut bei einer sehr langen Spielzeit ab. Und gerade heute hat man mit Nash einen Routinier auf der PG Position, der zwar auch teilweise seine Macken hatten, aber eben genug Erfahrung hat um mit wirklich JEDEM Gegenspieler zurecht zu kommen. Mit Brooks dazu ein sehr gutes Backup, was allerdings auch noch in der Eingewöhnungsphase ist. Zumal beide Werfen können, denke ich das Rondo heute viel arbeiten muss in der Defense, was seine ohnehin nicht so tolle Offenseleistung (auf Punkte bezogen) einfach beeinflussen wird.
4. Reboundschwäche der Celtics. Die Celtics, auch wenn man es kaum glaubt mit einer exorbitanten Reboundschwäche gegen sämtliche Teams der NBA. Wenn man sich die Finals des letzten Jahres anschaut, denkt man fast, sie sind beim Rebounding nur so schlecht, solange sie nicht besser sein müssten. Komischerweise sind die C's beim Rebounding immer gegen die Lakers stark, während sie gegen viele Teams einfach outrebounded werden. Keine Ahnung warum das wirklich so ist, aber das besprechen wir mal an anderer Stelle. Zurück zu den Suns. Bei den Suns sind Lopez, Gortat und Frye hervorragend drauf. vorallem Gortat stets mit tollen Leistungen und sehr vielen Double-Doubles für einen Bankspieler. Frye derzeit bester Rebounder bei den Suns, was durchaus Vorteile bringen kann, wenn man gegen Garnett einige Rebounds sammelt.
5. Die Teamchemie der Suns ist ganz wichtig hier. Ich hatte es unter dem ersten Punkt schon erwähnt, dass es sensationell ist, wie bei den Suns derzeit einer für den anderen einspringt. Ich erwähne ihn immer wieder gerne als Beispiel Marcin Gortat. Seit er bei den Suns ist und diese Leistungen abruft, hale ich von ihm viel viel mehr. In Orlando fiel er mir seltenst auf, obwohl ich schon immer fand, dass er eigentlich gute körperliche Vorraussetzungen hat. Er steuert ständig 2stellige Punktzahlen von der Bank aus zum ergebnis bei, er sammelt öfters Double-Doubles und er hat ständig wirklich beachtliche Wurfquoten. Er befindet sich in der Form seines Lebens und das macht ihm Spaß wie man sieht. Fakt ist er ist derzeit noch stärker einzuschätzen, als er im Januar gegen die Celtics spielte. Allerdings machte er schon damals ein tolles Spiel. Mit 19 Punkten und 17 Rebounds (Genau das wird er heute wieder gegen Reboundschwache C's machen können) trug er den wohl größten Teil zum Sieg bei. und auch so finde ich hier einige Matchups interessant und nicht sooo eindeutig, wie man zuerst denkt. Grant Hill/ Paul Pierce und Vince Carter/ Ray Allen sind wohl ausgeglichenere Matchups als man denkt. Wo Pierce und Allen sonst immer einen riesegen Erfahrungsbonus gegenüber den direkten Gegnern haben, ist das hier nicht so. Hill und Carter 2 Spieler, die ihre Matchups genau kennen und mit ihnen auh umgehen können anstatt sich gnadenlos vorführen zu lassen. Nash/Rondo ähnliche Sache, Nash der einzige, der Rondo in der Assiststatistik wirklich noch überholen kann. Er hat dazu klar mehr Erfahrung, wie ich weiter oben schon erwähnte. Channing Frye ein Top-Werfer. Solche Spieler gerade auf dieser Position schwerer zu verteidigen, als Spieler die nur zum Korb ziehen können und nur von sehr naher Distanz treffen. ich finde dass die Suns wegen ihrer Besetzung viel bessere Matchupaussichten haben, als andere Teams, die vielleicht eigentlich gar stärker einzuschätzen sind. Phoenix ein Team, womit sich Boston schwer tut, da bin ich überzeugt von. Und zu guter letzt haben wir auf Grund der Trades und der verletzten Situation auf Seiten von Phoenix derzeit eine Bank, die im Vorteil ist gegenüber der der C's. Die Bank der Suns gefiel mir vorallem gegen die Nets richtig gut. über 50 Punkte erzielte man. Man steigerte mit solchen Performances auch die Flexibilität des Teams, da man den Startern etwas mehr Ruhephasen geben kann ohne eben einen risigen Leistungseinbruch zu geben.
Alles in Allem dürfte das ein schweres Spiel werden für die Celtics, die sich noch in der "Eingewöhnungsphase" nach den Trades befinden und letztendlich auch mit Abstand der vorerst klar ausreicht auf Platz 1 der Conference sind. Phoenix wird mit dem Momentum und dem Wissen die Suns schon geschlagen zu haben, hier mit stolzgeschwellter Brust auftreten und einfach Spaß am Basketball haben. Sie haben wie gesagt nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen. Unter dieser Maßgabe sollte man sie in dieser Form nicht unterschätzen. "Wenns läuft, dann läufts" davon aknn eben nicht nur Borussia Dortmund in der Fußball Bundesliag dieses Jahr ein Lied singen, sondern im Moment auch das Basketballteam rund um Star-Point Guard Steve Nash.