Nationales Einzahlungslimit

Na man kann ja zu gewissen Dingen stehen wie man will, Fakt ist aber auch, dass sich der Glücksspielmarkt verändert. Für die Wetter natürlich in die falsche Richtung. Aber selbst in England ist es angedacht, die Wettkonten in Zukunft zu kontrollieren. Dort möchte man dass man in Zukunft max. 100 Pfund auf ein Pferd setzen kann, wenn die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Die Trainer sagen dazu nur, man darf sich ein Pferd für 100.00 Pfund kaufen aber nur noch 100 Pfund setzen. Das wäre der Tod für die Pferderennen. Also nicht nur in Deutschland wird Blödsinn gemacht.
 
Na man kann ja zu gewissen Dingen stehen wie man will, Fakt ist aber auch, dass sich der Glücksspielmarkt verändert. Für die Wetter natürlich in die falsche Richtung. Aber selbst in England ist es angedacht, die Wettkonten in Zukunft zu kontrollieren. Dort möchte man dass man in Zukunft max. 100 Pfund auf ein Pferd setzen kann, wenn die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Die Trainer sagen dazu nur, man darf sich ein Pferd für 100.00 Pfund kaufen aber nur noch 100 Pfund setzen. Das wäre der Tod für die Pferderennen. Also nicht nur in Deutschland wird Blödsinn gemacht.

Der Markt verändert sich das ist absolut richtig. Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung in Europa, dass Glücksspiel per se nicht der Dienstleistungsfreiheit unterliegt, sondern es im Interesse der Nationalstaaten sein kann, die Steuereinnahmen durch Lizenzen zu lenken, vorgeschoben wird dabei der Spielerschutz und das im Rahmen der EU-Gesetze dann auch noch gedenkt ist.
Also Leckerli kommt natürlich immer, wie moral schlimm Wetten ist, wie schlimm der Wettbetrug ist, Ethisch es nicht verantwortlich ist das Leute Ihre Existenzen verzocken usw...
Für Österreich kann ich sagen, dass einige Prozesse der Casinos Austria in den letzten 20 Jahren schon sehr interessant waren, wie es dort trotz höchsten Ansprüchen für Spielerschutz möglich ist, dass Menschen sich um Ihre Existenz bringen.

Es steht für mich ausser Frage, dass es Kunden, gibt die eigentlich unter Sachwalterschaft gestellt gehören, weil Sie nicht in der Lage sind mir Ihren Ausgaben hauszuhalten, dafür gibt es dann die Suchterkrankung, wobei kein Mensch bei der Moral fragt, ob diese Leute sich noch einen Flachbild-TV um 2.000 Euro im Media-Markt mittels Ratenzahlung eigentlich leisten können oder die 17 Bestellung bei Amazon, Zalando oder was weiß ich wo machen und eigentlich schon komplett Pleite sind. Mit Moral kommt dort halt bisher wenig... die Konsumgesellschaft.

So gesehen gibt es viele Gründe, Ansätze für Kunden mit problematischen Verhalten das richtig zu lenken, zu steuern und diese vor sich selber zu schützen. Das finde ich gar nicht so schlecht, aber nun kommen mit diesen ganzen Regeln auch alle anderen zum Handkuss, die mit Sportwetten kein Problem haben, die es Hobby betreiben und womöglich ein bisserl was verdienen.

Mit den Regeln in Deutschland wird es eigentlich verunmöglicht, maximal-Umsätze über alle Anbieter, Sperren Anbieterübergreifend........
Also wird man zu jenen Anbietern gezwungen, die übrig bleiben.

Betreffend UK, hast du recht dort wird auch an Schrauben gedreht seit einigen Jahren. Eine der letzten Großen Einschnitte war das Kreditkarten-Zahlungen für Wettanbieter nicht mehr zugelassen werden. Da fallen dann 30% der Einzahlungsmöglichkeiten für Kunden weg, wobei es genügend Möglichkeiten gibt für jene die Ausweichen wollen, aber eben wieder eine Hürde......

Was man beim deutschen Glücksspielstaatsvertrag immer im Auge behalten muss ist, dass Sportwetten in Deutschland Glücksspiel ist, was in Österreich nicht der Fall ist. Sportwetten stehen also in direkter Konkurrenz zum breit aufgestellten Glücksspielangebot.
In Deutschland gibt es an jeder Ecke Spielautomaten, Spielhallen, Spielbanken und auch Online legale Anbieter von Casino-Webseiten.
Der Spielerschutz ist somit ein Spagat oder eine Mischung aus bestehenden Einschränkungen, Abkühlphasen, Bremsen wie man es auch nennen möchte, der mitunter von jenen INTERESSENTEN die aus dem Glücksspielsektor kommen.

Wenn ich mich auch recht erinnere, dann war eine Evaluierung bzw. Überarbeitung des bestehenden Gesetzes geplant, und es könnten noch Nachbesserungen stattfinden, wenn man herausfindet was nicht gut funktioniert.
 
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Gestern gab es eine Adhoc von bet-at-home zum Thema:

Zuständige Aufsichtsbehörde in Deutschland fordert zur Anwendung von Einzahlungslimits nach Glücksspielstaatsvertrag 2021 bis zum 1. Juli 2022 auf

(...)

Die Tochtergesellschaft der bet-at-home.com AG, die bet-at-home.com Internet Ltd., Malta, bietet in Deutschland Online-Sportwetten und Online-Casino Produkte an. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV2021) sieht in Deutschland vor, dass grundsätzlich ein anbieter- und produktübergreifendes Einzahlungslimit von monatlich EUR 1.000 einzuhalten ist. Bestimmungen zum Einzahlungslimit sind aber bisher auf Grund von erhobenen Klagen gegen die entsprechenden Regelungen des GlüStV2021 lediglich auf Ebene des Anbieters im Bereich Online-Casino umgesetzt worden.

Die zuständige Aufsichtsbehörde hat nunmehr gegenüber der bet-at-home.com Internet Limited mitgeteilt, dass die Einzahlungslimits unter Beachtung der Voraussetzungen der Gewährung eines erhöhten Limits bis zum 1. Juli 2022 insgesamt einzuhalten sind. Die bet-at-home.com Internet Ltd. beabsichtigt, sich hiergegen im Weg eines Eilantrags gerichtlich zur Wehr zu setzen.

(...)
Quelle: https://www.dgap.de/dgap/News/adhoc...taatsvertrag-bis-zum-juli-auf/?newsID=1587827
 
Email von Sportingbet:

aufgrund regulatorischer Bestimmungen musst du zukünftig zentrales Einzahlungslimit für Slots festlegen.

Dieses zentrale Einzahlungslimit pro Monat ist verpflichtend und umfasst alle lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland. Das zentrale Einzahlungslimit pro Monat gilt nur für Slots-Einzahlungen bei sportingbet.de.
  • Das zentrale Einzahlungslimit für Slots gilt jeweils pro Kalendermonat.
  • Das Limit umfasst alle lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland.
  • Einzahlungen für Sportwetten verbrauchen zwar das zentrale Einzahlungslimit, sind aber von weiteren Einschränkungen ausgenommen. Das bedeutet, du kannst nach Erreichen des zentralen Einzahlungslimits weiterhin ohne Probleme in unser Sportwetten-Produkt einzahlen.
  • Das zentrale Einzahlungslimit kann sich je nach regulatorischer Situation auf weitere Produkte ausweiten.

Auch wenn ich leider bei Bwin/Sportingbet/Ladbrokes schon seit einiger Zeit nicht mehr wetten kann, gibt das vielleicht etwas Hoffnung, dass das erst mal so allgemein der Stand sein wird. Der letzte Punkt lässt aber natürlich auch jeglichen Spielraum, dass es doch so kommt, wie von MyBet und Interwetten umgesetzt und kommuniziert.
 
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Bei Tipico kannst du jetzt via Bankdatenverifizierung das Limit von 1000 EUR erhöhen lassen

Ich hatte und habe bei Tipico nach wie vor kein Limit. Bezieht sich das vielleicht nur auf Slots?


Neobet hat seinen 150 Euro Bonus jetzt mit "Nur noch bis 1.7." markiert. Könnte mit den Umstellungen zusammenhängen und das ja im Vertrag auch stehen soll, das man nur noch 100 Euro Bonus im Jahr anbieterübergreifend bekommen dürfte. [[wc]]

Hast du dafür auch eine Quelle? Die Regelung wäre mir gänzlich neu.
 
jeder bookie macht was anderes, weil keiner sich auskennt und niemand irgendeine ahnung hat.. Du kannst bei sovielen Bookies weiterhin mehr als 1k einzahlen im Monat als Deutscher, gibt doch schon genügend stories, dass sich "Wettsüchtige" Das Geld zurückholen wollen, weil bookie nicht eingeschritten hat, erst letztens bei der tipico story.
 
Hast du dafür auch eine Quelle? Die Regelung wäre mir gänzlich neu.

Nein, das ist mir aber immer wieder über den Weg gelaufen und betway hat das so auch seit einem Jahr drin. Ob das wirklich irgendwo im Vertrag steht weiß ich nicht. Gehört aber zu den immer wiederkehrenden Gerüchten, Anbieter wissen aber auch nichts davon.

Neobat hat übrigens im Chat bestätigt das auch bei ihnen ab 1.7. das Einzahlungslimit gilt. Vor allem bietet neo ja keine Slots an, also gilt das wirklich auch für Sportwetten [[wc]]
 
Wurde nicht zuerst kommuniziert, dass das Einzahlungslimit anbieterübergreifend ist, und man max. 1000 Euro im Monat, Sportwetten, einzahlen darf? email von bwin sagt aber was anderes

aufgrund regulatorischer Bestimmungen musst du zukünftig ein zentrales Einzahlungslimit für Slots & Poker festlegen. Zudem ist auch ein monatliches Sportwetten-Einzahlungslimit vorgeschrieben. Alle Details zu den beiden Einzahlungslimits sind unten zusammengefasst.


1. Zentrales Einzahlungslimit für Slots & Poker (pro Monat):

Das zentrale Einzahlungslimit pro Monat ist verpflichtend, umfasst alle zukünftig lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland und gilt nur für Slots & Poker-Einzahlungen bei bwin.de zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Das zentrale Einzahlungslimit für Slots & Poker gilt jeweils pro Kalendermonat.
  • Das Limit gilt anbieterübergreifend und umfasst alle zukünftig lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland.
  • Einzahlungen für Sportwetten verbrauchen zwar das zentrale Einzahlungslimit, sind aber dem individuellen Sportwetten-Einzahlungslimit unterworfen, das je nach gesetztem Wert höher sein kann. Das bedeutet, du kannst nach Erreichen des zentralen Einzahlungslimits weiterhin in unser Sportwetten-Produkt einzahlen.
  • Das zentrale Einzahlungslimit kann sich je nach regulatorischer Situation auf weitere Produkte ausweiten.

2. Sportwetten-Einzahlungslimit (pro Monat):

Im Rahmen der Glücksspielneuregulierung ist zukünftig auch ein monatliches Sportwetten-Einzahlungslimit vorgeschrieben. Dieses Einzahlungslimit gilt nicht anbieterübergreifend und betrifft nur Einzahlungen in unser Sportwetten-Produkt.
  • Das Einzahlungslimit für Sportwetten gilt jeweils pro Kalendermonat und tritt ab Juli 2022 in Kraft.
  • Dieses Limit betrifft ausschließlich Sportwetten-Einzahlungen bei bwin.de. Einzahlungen bei anderen lizenzierten Anbietern werden nicht miteingerechnet.
  • Das vorgegebene Sportwetten-Einzahlungslimit liegt automatisch bei 1.000 € und kann jederzeit geändert werden.
  • Das Einzahlungslimit kann niedriger sein als deine bisherigen Einzahlungen in unser Sportwetten-Produkt. Ein höheres Sportwetten-Einzahlungslimit kann individuell festgelegt werden.
  • Bei deiner nächsten Anmeldung kannst du ganz einfach ein höheres Sportwetten-Einzahlungslimit festlegen.
Bei weiteren Fragen oder Problemen kannst du unseren Kundenservice jederzeit kontaktieren.
 
Wurde nicht zuerst kommuniziert, dass das Einzahlungslimit anbieterübergreifend ist, und man max. 1000 Euro im Monat, Sportwetten, einzahlen darf? email von bwin sagt aber was anderes
...
Reine Spekulation / Interpretation meinerseits:

Ich vermute, bwin.de will keine Prüfung & Verantwortung für höhere anbieterübergreifende Limits übernehmen, siehe mein Edit hier:

Edit: Man stelle sich vor, Buchmacher A prüft und gewährt ein höheres Einzahlungslimit, der Spieler erzielt hohe Verluste bei Buchmacher B und klagt erfolgreich gegen Buchmacher A auf Rückzahlung seiner Verluste bzw. Schadensersatz wegen schlechter Prüfung!

Gleichzeitig wollen sie höhere Einzahlungen bestimmter Kunden bei sich ermöglichen.
Und würden wohl - so meine Interpretation - im Fall einer [erfolgreichen] Klage wegen unzureichender/m Prüfung/Spielerschutz die bei bwin.de entstandenen Kundenverluste zurückzahlen.
[[nixweiss]]


Lang geratenes Edit: Ich fände es schade, wenn dieses Modell zulässig ist.

Denn dann könnte ein Süchtiger doch wieder alles und mehr in kurzer Zeit bei diversen lizensierten Buchmachern verspielen.
Und würde vor Gericht vielleicht auch noch stets verlieren, weil er Einzahlungen bei anderen Buchmachern bei den Prüfungsunterlagen verschwiegen hat. [[nixweiss]]

Mal abgesehen davon, was man vom nationalen Einzahlungslimit hält, die Verortung der Prüfung auf Erhöhung des anbieterübergreifenden Limits ist für mich die große Schwachstelle der Idee.

Eine staatliche Organisation dürfte dies wohl aus verschiedenen Rechtsbedenken niemals tun und die einzelnen Buchmacher werden das Risiko scheuen.
Wiederum die Gründung einer (nur dafür eingerichteten) Dachorganisation aller lizensierten Buchmacher, bei der das finanzielle Risiko durch (umsatzabhängige?) Mitgliedszahlungen gedeckt wird, erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Es reicht ja ein Buchmacher der die Teilnahme verweigert ...

Wie vor 2 Monaten geschrieben, sehe ich den Gesetzgeber in der Pflicht, konkrete rechtssichere Vorschriften für die Prüfung à la "x% des Einkommens", "y% des Vermögens" vorzugeben.
 
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