der erste post hat seltsamerweise einiges verschluckt, deshalb nochmals.
bin beim tnf völlig bei bystrow. arizona ist 11-2 saisonübergreifend, was das beeindruckende darin ist - sie kommen in kaum einen spiel über 20 punkte hinaus, der maximale score in der spanne waren 27 in week 3 dieser saison gegen philly, als michael vick völlig von der rolle war und die cards u.a. einen fumble über knapp 95 yards mit ablauf der 1st half clock zum td returnierten. ein weiterer td resultierte durch ein muffed punt und short field für arizona. desweiteren hat arizona bis auf gegen philly/week 3 kein spiel mit mehr als einem score gewonnen, gar 5x nach overtime. vom record her spricht eigentlich vieles für arizona, aber ich mag mich nicht anfreunden. es gibt eine menge, menge faktoren die ich hier mit einbeziehe, was den rahmen aber völlig sprengen würde. deshalb in verkürzter weise.
zunächst einmal kommt die relativ kurze reisestrecke, die das team aus glendale in dieser spanne zurücklegen musste, denn 9 von 13 spielen fanden in der timezone der cards statt; eine absolute seltenheit für ein team von der west coast. 4x flog man in eine andere time zone..
13 nov '11 @ philly -> 21-17 win nach 4th quarter rally; philly zu dem zeitpunkt die enttäuschung der saison nachdem man als dream team gehandelt wurde.
27 nov '11 @ st louis -> 23-20 win. st. louis im letzten jahr das schwächste team gegen den run durch eine sehr schwache (u.a. wegen verletzungen) front line. cards qb john skelton war 12/23 114yds 2int mit einem 30.0 passer rating, was den ausschlag jedoch gegeben hat war beannie wells ground attack von 228 yards. ein extrem wichtiger punkt, zudem ich gleich noch komme.
24 dec '11 @ cincinnati 16-23 -> erster wirklich langer road trip nach 1.5 monaten, 23-0 rückstand nach drei vierteln, ehe die bengals nervös wurden, da sie mit dem potenziellen sieg zum ersten mal nach jahren wieder in die playoffs einziehen konnten bzw eingezogen sind.
16 sep '12 @ new england 20-18 -> upset win vom papier her, new england aber damals mit extrem viel verletzungspech, hauptaugenmerk war die verletzung von tight end aron hernandez (ankle) im ersten quarter. new england's gameplan ist auf eine double tight end formation ausgelegt. verletzt sich gronk oder hernandez, verliert die offense an enormer, und damit mein ich wirklich enormer ausschlagskraft (siehe u.a. late playoffs '12 mit der verletzung von gronk).
fakt ist, dass die cardinals eine sehr, sehr gute defense haben. wer gewinnt schon 11 von 13 spielen wenn die offense keine 2 td's pro siel aufs board bringen kann?
jetzt zum punkt. st. louis ist ein anderes team als im letzten jahr, eigentlich als in den letzten jahren und spagnuolo. mit jeff fisher haben sie einen der besten und erfahrensten coaches an der line, der absoluten wert auf disziplin der der defense legt. die rams haben mittlerweile mind. eine top-16 defense, würden schon 3-1 stehen können wenn man in detroit nicht spät verloren hätte. man spielt verbessert gegen den run und exzellent gegen den pass. die offense strauchelt, da man keine richtigen waffen hat, aber man hat in zuerlein einen kicker der 60 yards kick versenken kann, sodass die offense nur bis in die gegnerische hälfte kommen muss, um schon scoren zu können.
warum genau ich heut auch auf st. louis bin. i tell you what.
arizona hat 10 der 11 spiele mit weniger als einem score gewonnen. dies liegt daran, dass man eine west coast offense spielt. eine west coast offense ist auf das passspiel ausgelegt. die o-line wird vermehrt aus pass protection als auf run blocking besetzt und trainiert. mit beanie wells, der im letzten jahr für 228 yards gelaufen ist, hat man einen großen, robusten tailback, der die yards auch ohne gutes blocking rausholen kann. dieser fällt aber die nächsten 2 monate aus. mit back up ryan williams springt nun ein weitaus kleinerer back an den #1 spot, der nicht ins schema eines no1 backs in einer wco passt, eher als change of pace running back gedacht ist. kolb musste im comeback win gegen miami 48x passen, so viel wie noch nie zuvor in seiner karriere, was ebenfalls ein wichtiger punkt ist. quarterbacks, die normalerweise nicht zu häufig passen bzw noch nie so viel geworfen haben, haben im nächsten spiel oft sehr große probleme, ihren rhythmus zu finden, sozusagen rusty sind. gegen eine gute rams defense, ahah, nicht so gut.
aus meiner sicht ist es ein letdown spot für arizona. kolb muss mit einem müden arm (wegen short week) gegen eine starke pass defense spielen, die cards kommen aus einen emotional ot win gegen miami und müssen in einer short week eine ganze strecke reisen. st. louis coach jeff fisher ist in night games 9-1 ats als coach der titans gewesen, er weiß also wie man sein team auf so ein spiel vorbereitet. die nfc west ist ohnehin eine sehr heimlastige division. seattle war favorit bei den cards, in st louis, beides male konnte man sie aber nicht anspielen, da seattle besser daheim im qwest field ist als on the road, beider male hat seattle verloren. nfc west teams sind 8-0 @ home, in diesem huge letdown spot für arizona gehe ich nicht davon aus, das man nach dem spiel heute von 8-1 bzw den five zip cardinals sprechen wird.
st louis ist, aus meiner sicht, unter jeff fisher in einem night game, in diesem spot, kein underdog daheim gegen overperforming cardinals. quoten um 2-2.1 kann man durchaus mit 3-4 units anspielen.
jetzt hab ich genug gesagt. [[dreh]]