Deutschland vs. England, 29.06.2009, 20.45 Uhr (kick-off)
Competition: UEFA-U21-Europameisterschaft
Spieltag / Runde: Finale / Endspiel
Austragungsort: Schweden (Malmö)
Stadion: Malmö-New-Stadium (Malmö)
Alle guten Dinge sind drei: Historischer Sieg für den DFB-Nachwuchs?
Im Finale der U21-Europameisterschaft 2009 in Schweden kommt es zu einem echten Klassiker: Deutschland vs. England! Die beiden Teams trafen bereits am dritten bzw. letzten Spieltag der Gruppenphase aufeinander und trennten sich 1:1-Unentschieden. Damals spielte England mit einer vermeintlichen "B-Elf" und Deutschland agierte äußerst vorsichtig, um sich das Ticket fürs Halbfinale zu lösen. Heute werden die Karten neu gemischt. Bei den Buchmachern gelten die DFB-Junioren als "Underdog", dennoch gibt es viel Grund für Optimismus! Anstoß ist um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt live.
Team - Deutschland
Die Hrubesch-Schützlinge können heute mit einem Titel-Gewinn Geschichte schreiben: Ein Sieg im Finale gegen England würde den ersten EM-Triumph einer deutschen U21 bedeuten und den DFB nach dem Gewinn der EM-Titel bei der U17 und der U19 als ersten Verband in den Besitz aller drei Kontinental-Titel im Junioren-Fußball bringen.
Der Weg ins Finale:
In einer starken Gruppe B qualifizierte sich der DFB-Nachwuchs mit fünf Punkten und einem Torverhältnis von 3:1 als Gruppenzweiter für das EM-Halbfinale. Im Auftaktsspiel gegen die "Wunderkinder" aus Spanien verpasste Deutschland einen perfekten Start. Die Iberer begannen engagiert und hatten zunächst die besseren Torchancen, doch in der zweiten Hälfte dominierte die spielstarke und einsatzfreudige DFB-Elf klar das Geschehen. Am spanischen Torhüter Asenjo war aber einfach kein Vorbeikommen. So mussten sich die Hrubesch-Schützlinge trotz hochkarätiger Chancen mit einem Punkt begnügen. Folglich stand man bereits im zweiten Gruppenspiel gegen zum Siegen verdammte Finnen gehörig unter Druck. Die Skandinavier erwiesen sich als der im Vorfeld erwartet zähe Gegner und machten der deutschen Elf das Leben schwer. Erst als der Schalker Benedikt Höwedes eine Standardsituation zum 1:0 (59.) nutzte, war der Bann gebrochen. Der beim VFL Wolfsburg unter Vertrag stehende Ashkan Dejagah erhöhte nur 120 Sekunden später auf 2:0 (61.) und stieß damit das Tor zum Halbfinale weit auf. Im dritten und letzten Gruppenspiel kam es dann zum Klassiker schlechthin: Deutschland vs. England. Während die Engländer bereits vor der Partie für das Halbfinale qualifiziert waren, benötigten die DFB-Junioren mindestens einen Zähler, um aus eigener Kraft die Runde der letzten Vier zu erreichen. Castro erzielte gegen eine englische "B-Elf" die frühe Führung (5.), ehe Rodwell in der 29. Spielminute zum 1:1 ausgleichte.In der Folge flachte die Partie stark ab. Erst in der Schlussphase intensivierten beide Teams nochmals ihre Angriffsbemühungen, doch sie kamen nicht mehr zu zählbarem Erfolg. So reichte der DFB-Elf ein unspektakuläres 1:1-Unentschieden, um erstmals seit 27 Jahren wieder in ein U21-Halbfinale einzuziehen. Dort revanchierte man sich an den Italienern für die WM-Halbfinal-Niederlage 2006, indem man die "Azzurrini" mit 1:0 aus dem Turnier kickte.
Kader / wer fehlt?
Die DFB-Junioren verfügen über einen enorm starken Kader. Mit Neuer, Beck, Höwedes, J. Boateng, Aogo, Ebert, Özil, Castro und Khedira haben etliche Spieler bereits Bundesliga-Luft geschnuppert und sich auf höchstem Niveau bewiesen. Insbesondere Neuer, Özil und Khedira halte ich - heute - für die (aller-)wichtigsten Stützen im DFB-Team. Aber auch die übrigen Akteure wie Johnson oder Wagner haben in der 2. Liga mehrfach gezeigt, wie viel Potenzial in ihnen steckt. Insgesamt ist das ein guter "Mix" aus taktischem Bewusstsein und der deutschen Mentalität, kombiniert mit der Qualität und der Kreativität von Spielern wie Özil und Khedira. Marin (verletzt) und Dejagah (Gelb-Sperre) fallen jeweils aus. Kapitän Khedira kehrt dafür zurück. Eine Änderung wird es auch im Angriff geben. Der beim MSV Duisburg unter Vertrag stehende Sandro Wagner beginnt das erste Mal während des bisherigen Turnierverlaufs in der Startelf.
Team - England
Die englische Mannschaft ist technisch enorm versiert, physisch stark und taktisch gut ausgebildet. Heute muss Chef-Trainer Stuart Pearce allerdings auf einigen Positionen Änderungen vornehmen, da drei wichtige Spieler ausfallen.
Der Weg ins Finale:
England konnte die beiden ersten Gruppenspiele für sich entscheiden. Nachdem man Finnland im ersten Spiel mit 2:1 besiegen konnte, setzte es im darauf folgenden Spiel gegen Spanien sogar ein 2:0. Damit führte man souverän die Gruppe B an und war bereits für das EM-Halbfinale qualifiziert, ehe es am dritten und letzten Spieltag der Vorrunde zum Duell mit Deutschland kam. Dort traten die Pearce-Schützlinge mit einer vermeintlichen "B-Elf" an und erreichten ein 1:1-Unentschieden. Im Halbfinale dominierte man Gastgeber Schweden - zumindest in der 1. HZ - auf sensationelle Art und Weise. Doch durch Nachlässigkeiten im Deckungsverhalten ließ man die Schweden zurück ins Spiel kommen und zitterte sich erst über das Elfmeterschießen ins Finale.
Kader / wer fehlt?
England-Coach und Ex-Profi Stuart Pearce hat deutlich größere Sorgen als sein Gegenüber Horst Hrubesch. Bei ihm sind Torhüter Joe Hart sowie die Stürmer Gabriel Agbonlahor und Fraizer Campbell jeweils gesperrt.
Fazit: Das deutsche Team ist in meinen Augen eindeutig variabler als das englische. Im gesamten Turnier hat Deutschland lediglich einen Gegentreffer kassiert. Die Ausfälle der Engländer werden sich spätestens in der 2. HZ bemerkbar machen.
Mein Tipp: Deutschland @ 3.00 partybets
Mein Tipp: Deutschland (0:1 HC) @ 7.00 partybets (small)
Mein Tipp: over 2, 5 @ 2.30 partybets