Mittwoch, 30.12.2015

Mittwoch, 30.12.2015


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wayne

wayne

Der Prophet von Almeria

im letzten jahrtausend war es. Ja, ich weiss noch ganz genau.
Andy und ich unterwegs wie so oft, doch diesmal auch in anderen lokalitäten unterwegs.
Wir hatten tickets gekauft, 4 wochen zugfahren in europa, naja in vier oder fünf ländern.
Und irgendwann standen wir in Almeria, diese Küstenstadt im süden spaniens, die uns erstmal voll verarscht hatte. Wir kamen an und nahmen ein taxi in irgendeine richtung, richtung strand. Der taxifahrer sagt irgendwas und los gings.
Wir fuhren eine landstrasse, sie lag recht hoch. Und bot uns eine aussicht richtung meer.
Wir dachten und schauten und meinten, hey schau dort ist das meer. Bis wir dann plötzlich merkten, dass das nicht das meer war, sondern endlos lange und viele viele gewächshäuser bzw. irgendwelche plastiktunnel, die da am horizont standen und sich in der sonne spiegelten, wo dann irgendne tomate oder gurke für uns angebaut wird.

Ach *******gal. Irgendwann waren wir am strand, zeltplatz und so. zwei drei nächte und weiter.
Dann standen wir an diesem busbahnhof, keine ahnung warum wir am busbahnhof standen, wir hatten doch freitickets für die züge, nur nicht für die ganz schnellen.
Vielleicht hat almeria gar keinen zugbahnhof, ich glaub wir kamen schon mit dem bus an, weil wir in malaga den zugfahrplan nicht kapiert haben und die züge nicht fuhren, welche wir nehmen wollten, dann sind wir glaub mit dem bus nachts richtung almeria, wegen diesem punk-lied von The Clash?.
Whatever, wir standen nun wieder da, an dem busbahnhof und da tauchte er plötzlich auf.
Der prophet. Der prophet von almeria.
Er sprach deutsch, das war schon mal gut, wir konnten ihn verstehen.
Wir tranken bier mit ihm, viel bier.
Er erzählte viel und wir lauschten und tranken noch mehr. Bier am busbahnhof von alemria. Göttlich.
Naja wie dann in jedem guten film, ist dann irgendwann das bier alle und wir gleich mit.

Am busbbahnhof gabs kein bier, da gabs nur busse, also los, wir zogen in die nahe gelegene stadt.
Doch gott war mit uns und daher waren wir glücklos, für den moment.
Die spanier machen fiesta, da machen die supermärkte und alle instituionen, die das gottes gesöff rauslassen gegen bares, na die hatten alle zu, so wie wir.

Die restaurants bzw. die kellener verstanden uns nicht und wir sie auch nicht, auf jeden fall, wollten die uns auch nichts zum mitnehmen verkaufen. Kein beer to go.
Da konnte auch unsere prophet nichts dran ändern, gegen siesta ist selbst der deutsche prophet von almeria nicht gefeit.

Naja wir endeten wieder am busbahnhof, er stieg irgendwo ein, er war schon lange lange auf der reise, monate, jahre, leben ?
Weiss nich mehr. Ich kenne nur noch seine botschaft. Sie war ihm ganz wichtig, wir waren ja noch jung und er schon etwas älter unterwegs, er sagte immer wieder:
„Es ist ganz wichtig, ganz wichtig immer wieder mal ne Cola zwischendrin zu trinken. Man solle nicht den ganzen Tag nur Bier trinken, nein auch immer wieder mal ne Cola zwischen durch.“
Dann fuhr der Bus mit ihm ab, er schob das kleine fenster noch zur seite und winkte uns.
Ja, Almeria war schön, aber ****** auf cola und siesta.

(C) gingenie