Hamburger SV vs. SV Werder Bremen, 22.04.2009, 20.30 Uhr (kick-off)
Competition: DFB-Pokal
Runde / Spieltag: Halbfinale
Stadion: HSH-Nordbank-Arena (Hamburg)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Team - Hamburger SV
Der HSV spielt bislang eine sehr gute Saison. Folglich hat die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Jol noch alle Chancen, sowohl in der Bundesliga als auch im UEFA-Cup sowie im DFB-Pokal einen Titel zu gewinnen. Während man im "Oberhaus des deutschen Fußballs" mit 54 Punkten und einem Torverhältnis von 42:38 auf dem 3. Platz der aktuellen Tabelle rangiert und lediglich drei Zähler Abstand zur Tabellenspitze hat, sicherte man sich gegen den Milliardärs-Klub von Vorstandsmitglied und Geldgeber Sulaiman al-Fahim den Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups. Dort kommt es zu einem deutsch-deutschen Duell mit dem heutigen Gegner von der Weser. Sollte heute ein Sieg über die Schaaf-Schützlinge gelingen, würde man sich darüberhinaus das Ticket für Berlin einlösen.
Der Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale
1:3 (1:0) (A) vs. FC Ingolstadt 04 (1. Runde)
2:0 (1:0) (H) vs. VFL Bochum (2. Runde)
3:1 (1:0) (H) vs. 1860 München (Achtelfinale)
2:1 (2:0) (H) vs. SV Wehen Wiesbaden (Viertelfinale)
Was fällt auf?
Nach 45 Minuten lag der HSV in allen (!) Spielen mit mindestens 1:0 in Front. Pro Spiel erzielten die Hamburger im Schnitt 2, 5 Tore. Außer dem Sturm-Trio um Guerrero, Olic und Petric konnte kein HSV-Akteur einen Treffer beisteuern.
Torschützen im DFB-Pokal:
Olic (5), Petric (3), Guerrero + 1 Eigentor
Team - SV Werder Bremen
Während der HSV noch auf drei Hochzeiten tanzt (Bundesliga, UEFA-Cup, DFB-Pokal), befinden sich die Weser-Schützlinge mit Tabellenplatz zehn im Niemandsland der Liga. Sowohl im UEFA-Cup als auch im DFB-Pokal ist indes aber noch alles möglich. In beiden Partien trifft man im Halbfinale auf den Hamburger SV, gegen den man sich in der Hinrunde der Bundesliga mit 2:1 geschlagen geben musste (14. Spieltag). Auch damals trat der SV Werder Bremen auswärts an und auch damals sorgte der überragende HSV-Angriff für die Entscheidung. Olic und Guerrero markierten nämlich die zwei Siegtreffer für die "Rothosen".
Der Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale
3:9 (1:4) (A) vs. Eintracht Nordhorn (1. Runde)
1:2 (1:1) (A) vs. FC Erzgebirge Aue (2. Runde)
1:2 (1:0) (A) vs. Borussia Dortmund (Achtelfinale)
2:5 (2:2) (A) vs. VFL Wolfsburg (Viertelfinale)
Was fällt auf?
Bremen kassierte in jedem Spiel mindestens ein Gegentor. Sogar gegen den Oberliga-Vertreter Eintracht Nordhorn setzte es drei Gegentreffer. Zur Halbzeit lag man ausschließlich gegen Eintracht Nordhorn in Front. Bremen hatte im laufenden Wettbewerb noch kein einziges Heimspiel.
Torschützen im DFB-Pokal:
Rosenberg (5), Hugo Almeida (4), Pizarro (4), Diego (2), Sanogo, Vranjes, Özil
Fazit:
Der HSV tanzt noch auf drei Hochzeiten und pränsetiert sich im Gegensatz zu Bremen spielerisch sehr konstant. Womöglich ist aber genau dies ein kleines Plus für die Weser-Elf in der nordischen Version des "Best-of-Four". Doch der Annahme, dass den "Rothosen" bald die Luft ausgehen müsste, widersprachen die Hanseaten zuletzt auf ein Neues. Nach einer unglücklichen 1:0-Pleite im Liga-Endspurt beim VFB Stuttgart zeigte man im darauf folgenden Heimspiel Charakter und besiegte Hannover 96 mit 2:1. Wie sollte es auch anders sein: Auch in dieser Partie war wieder ein Stürmer der "man of the match". Mladen Petric traf gleich doppelt und wahrte dem HSV damit alle Titelchancen. Ich denke nicht, dass Bremen innerhalb der regulären Spielzeit den HSV bezwingen kann. Die Tatsache, dass Bremen lediglich in der 1. Runde gegen einen Amateurverein nach 45 Minuten in Front lag, beskräftigt diese These.
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