Manipulationen im Sport schaden den Wettanbietern

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wettforum

News Agent
Aug. 16, 2009
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Vor Kurzem hat eine Brüsseler Aufsichtsbehörde erstmals konkrete Zahlen zu Manipulationen im Sport veröffentlicht. Danach stammen etwa 75 Prozent aller Fälle aus dem Tennis. Die Sports Betting Integrity (ESSA) wird von Buchmachern in ganz Europa kontaktiert, wenn auf ein Ereignis verdächtig hohe Einsätze getätigt werden. Bei 73 von 100 gemeldeten Fällen handelte es sich um Tennis-Matches. Nachdem bereits am Rande der Australien Open Manipulationsvorwürfe laut wurden, hatten die Verantwortlichen im Profi-Tennis unter dem Namen „Independent Review Panel“ (IRP) eine Task-Force eingerichtet. Mit den ersten Ergebnissen ist jedoch frühestens in rund einem Jahr zu rechnen. Nach Informationen der BBC sind rund 16 der besten 50 besten Tennisspieler in Manipulationen verwickelt.

Tennis ist gut für Wettbetrug geeignet

Geht es um Wettbetrug gehört Tennis sicher zu den am besten geeignetsten Sportarten. Zum einen sind nur wenige Personen beteiligt und zum anderen werden pro Match eine große Zahl an Punkten vergeben. Wem fällt dabei schon auf, dass der Doppelfehler im zweiten Spiel des ersten Satzes absichtlich zustande kam. Durch solche Manipulationen geraten auch Sportwetter immer wieder zu Unrecht in die Kritik. Schließlich werden Buchmacher durch einen Wettbetrug selbst geschädigt, da höhere Einsätze als die zuvor berechnete Quote ausgezahlt werden müssen. Daher behalten die Wettanbieter das aktuelle Wettgeschehen genau im Auge. Auf diese Weise waren es auch die Buchmacher, die den aktuellen Wettskandal aufgedeckt haben.

Kritiker vertreten die These, dass ein Wettbetrug erst durch das Angebot von Sportwetten möglich gemacht wird. Mathias Dahms, der Vorsitzende des Deutschen Sportwettenverbands hält dagegen, dass nur das eigene Angebot auch kontrolliert werden kann. Tatsächlich werden die meisten Wetten manipulierte Sportereignisse bei asiatischen Wettanbieter aufgegeben. Werner Becher, der Geschäftsführer von Interwetten stellte zudem klar, dass es ohne die seriösen und regulierten Wettanbieter noch weit mehr Betrügereien geben würde.

Tennisverband in Kooperation mit Sportradar

Um künftigen Wettmanipulationen auf die Spur zu kommen arbeitet der Tennisverband mit dem Unternehmen Sportradar zusammen. Der Anbieter erhebt Daten zu allen Matches, inklusive der zahlreichen kleinen Turniere weltweit. Und genau an diesem Punkt setzte der Betrug von Schiedsrichtern an. So haben diese Punkte direkt in das Betradar System eingetragen. Innerhalb eines gewissen Zeitfensters hatten Live-Zuschauer dann die Möglichkeit sichere Wetten zu platzieren.

Gegen solche kriminelle Machenschaften gibt es nur ein Gegenmittel, und zwar eine zweite Datenquelle heranziehen. Möglich wird diese Lücke in erster Linie durch den aktuellen Exklusiv Vertrag mit Betradar. Könnte noch ein zweites Unternehmen beauftragt werden, ließen sich die Daten problemlos miteinander abgleichen.
 
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