Hallo Leute,
ich hab mich mal bzgl. Athletik schlau gemacht:
Dreisprung Männer; 20.8. 8:55 Quali (wäre gut, wenn die Zeit und Datum immer dabeisteht)
Dreisprung (Quelle: Leichtathletik.de)
Der schwedische Weltmeister Christian Olsson liegt in der Weltjahresbestenliste nur auf Platz fünf. Vor ihm haben sich Melvin Lister (USA), Jadel Gregório (Brasilien), Danila Burkenya (Russland) und Walter Davis (USA) eingereiht. Für den blonden Skandinavier wird es also kein Selbstläufer, zumal mit Kenta Bell (USA) und Marian Oprea (Rumänien) noch zwei weitere Athleten zum Medaillenanwärterkreis zählen, die ihm in den letzten Wochen schon ordentlich die Zähne zeigten. Der deutsche Vize-Europameister Charles Friedek (Leverkusen) kam nach einem ordentlichen Saisonstart wegen einer Verletzung wieder von einem aussichtsreichen Olympiakurs ab. Wenn er aber einen guten Sprung auf?s Brett bringt, ist er ein Finalkandidat.
Bayer04 Pressemitteilung:
?Wenn Charles den einen Sprung trifft, dann kann auch er eine Medaille gewinnen?, glaubt Paul Heinz Wellmann in Bezug auf Dreispringer Charles Friedek. Die größte Herausforderung für den Weltmeister von 1999 und EM-Zweiten von 2002 dürfte nach seinem Anlaufproblemen im Vorfeld von Olympia aber die Qualifikation sein. Schafft der 32-Jährige den Finaleinzug, ist einiges möglich, denn in dieser Saison gibt es auch im Dreisprung keinen überragenden Athleten. Die Siegesserie von Weltmeister Christian Olsson, der 28 Triumphe in Folge feierte, ist gerissen. Gewänne Friedek eine Medaille, wäre es zugleich das wohl schönste Geburtstagsgeschenk für seinen Trainer Bernd Knut, der am Finaltag (22.8.) 64 Jahre alt wird.
NZ-Online:
Olympia 2004
Getrockneter Angstschweiss
Der Dreisprung-Weltmeister Olsson weist den Jahresbesten Lister in die Schranken
fcl. Irgendwann, wenige Meter vor dem Absprungbalken, dachte Melvin Lister an Autos. Nicht an jene, in die er noch kürzlich berufshalber während 35 Stunden pro Woche elektronischen Schnickschnack wie DVD-Geräte oder Stereoanlagen einbaute. Nein, er dachte an ein ganz spezielles Fahrzeug. Vor einigen Jahren, im College in Arkansas, hatte er versucht, der Länge nach über eine parkierte Corvette zu springen. Das Experiment scheiterte knapp, Lister schlug mit dem Hinterteil neben der Kühlerfigur auf.
Am Freitagabend fehlten mehr als nur ein paar winzige Zentimeter. Anders als im Juli in Sacramento, als der 26-jährige Amerikaner aus dem Nichts heraus mit einem «hässlichen, letzten Sprung» die Jahresweltbestleistung im Dreisprung (17,78 Meter) an sich gerissen hatte, schaute er sich in der Sandgrube um und stellte fest, dass es diesmal nicht gereicht hatte. Der gebürtige New Yorker war klar hinter der Vorgabe des schwedischen Weltmeisters Christian Olsson zurückgeblieben. Der als «Duell der Giganten» angekündigte Wettkampf der beiden, die sich vorher noch nie persönlich begegnet waren, war überdeutlich (17,46 gegen 16,92 Meter) zugunsten des Jüngeren, des Erfahreneren und weit Erfolgreicheren ausgegangen. Der fünfte Rang war eine herbe Enttäuschung für den US-Athleten, der sich gerne als «Flyer», als Flieger, charakterisiert.
Und dabei hatte sich der «grosse Blonde» aus Göteborg noch «schockiert» gezeigt, als ihn die Nachricht aus Kalifornien erreichte. Die beste Weite im Dreisprung seit zwei Jahren, erzielt von einem Amerikaner, der Olsson höchstens als passabler Weitspringer bekannt war. Dass Lister aber gleich 82 Zentimeter weiter gesprungen war als jemals zuvor, liess Olsson aufhorchen. Ausgerechnet dieser unbekannte Kerl, der über keinen Schuhsponsor verfügt und sich in den Jahren nach den Olympischen Spielen in Sydney nach einer langwierigen Leistenverletzung als Elektroinstallateur über Wasser halten musste, sollte ihm künftig vor der Sonne stehen? Jemand, der nach einer Zwangspause erst Mitte des letzten Jahres wieder wettkampfmässig Dreisprung betrieben hat? Einer, der erst jetzt ernsthaft begann, im Keller mit den ungeliebten Gewichten zu trainieren, weil er zuvor befürchtet hatte, die schweren Hanteln würden ihn zu sehr nach unten ziehen? Nicht doch. Inzwischen ist der kalte Angstschweiss auf Olssons Gesicht getrocknet. Die Leistung Listers in Zürich hat ihn nicht weiter beunruhigt. Dennoch machte Olsson jüngst kein Hehl daraus, dass er in seiner Entwicklung stagnierte. «Ich bin keineswegs unschlagbar», hatte er in den Medien immer wieder betont. Ende Juli in Stockholm war dies für jedermann ersichtlich. Nach 29 Siegen in Serie lehrte der Rumäne Oprea (in Zürich mit 17,27 Metern im 3. Rang) den Skandinavier wieder das Verlieren - Olsson war entzaubert. Doch bereits vorher war der Weltmeister, den zu Beginn der Saison eine langwierige Verletzung am Oberschenkel behindert hatte, nicht wunschgemäss auf Touren gekommen. Die in Turin erzielte Saisonbestweite von 17,61 Metern konnte für jemanden nicht genügen, der sich auch schon als «der kommende 18,50-Meter-Mann» bezeichnet hatte.
Die Herausforderung aus den USA hat der 24- Jährige dankbar angenommen. Und vielleicht muss er dabei gar nicht so sehr auf Lister als vielmehr auf den gebürtigen Texaner Kenta Bell achten, der ihm in Zürich als Zweitplacierter bis auf acht Zentimeter nahe gekommen ist. Bereits an der Konkurrenzsituation mit dem inzwischen zurückgetretenen britischen Weltrekordhalter Jonathan Edwards (18,29 Meter) war Olsson gewachsen - bis er den Ziehvater schliesslich überragte. Mit dem Sieg im Letzigrund hat Olsson nicht nur die Olympiahauptprobe für sich entschieden. Er bleibt auch im Rennen um den Golden-League- Jackpot im Wert von einer Million Dollar.
Doch mehr als für den Mammon interessiert sich Olsson für einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Er träumt davon, die magische Grenze von 18 Metern zu überspringen. Neben Edwards hat offiziell erst ein Athlet diese Weite erreicht, der Amerikaner Kenny Harrison an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta. «Ich wäre eingeschüchtert durch jeden Athleten, der diese Marke knackt», hat Olsson einmal gesagt. Sollte er selber diese Grenze überspringen, wird er eine verängstigte Gegnerschaft zurücklassen. Am liebsten wäre ihm dies an den Olympischen Spielen in Athen.
Neue Zürcher Zeitung, 7. August 2004
Die Wetten:
Ich hab jeweils bei centre, baw, uni, nordic und BF verglichen
Lister @ 18,5 Betfair
Gregorio@9,2 BF
Burkenya@11 BF
Davis@ 21 BF
Friedek @ 67 Centrebet
Absicherung cashback Bell @ 9 Betfair.
Die 2004 Best Performers findet ihr unter:
http://www.athens2004.com/en/AthleticsMen/results?rsc=ATM062901&frag=ATM062901_C51F
Gruss
Prive