Kippt das staatliche Wettmonopol nun doch ?

ich find´s doch auch gut, daß sich was tut. vermutlich hat man jetzt endgültig nach den Äußerungen von Seiten der EU-Kommission gemerkt, daß man das wettmonopol nicht erhalten kann.

der begriff "lenkungsabgabe" macht mir noch etwas sorgen. weiß nicht , was da kommt.

es ist halt wichtig, daß die quoten so gut sind , wie sie derzeit bei den bookies sind. und noch wichtiger: auch meine betfair-gewinne dürften nicht noch mit zusatzabgaben belastet werden. ich weiß ja nicht , was da geplant ist. aber zu hohe abgaben, machen das wetten dann irgendwann unattraktiv. mal schau´n ...
 
der britische wettmarkt macht´s doch vor. ich weiß nicht, wieviel steuern die anbieter dort zahlen, aber es funktioniert. und die quoten sind dennoch sehr zufriedenstellend. insbesondere wenn man den markt nutzt.

hier in D fällt es wohl den bislang von den wetteinnahmen begünstigten institutionen/gruppen schwer, zu akzeptieren, wenn´s in zukunft weniger gibt. wenn man sich erst einmal an eine subvention gewöhnt hat ...

andererseits mussten doch in den vergangenen jahren die meisten bürger lernen zu verzichten (gehaltseinbußen, weihnachtsgeld gestrichen, ...).

auch die staatlichen werden sich dem wettbewerb nun stellen müssen.
 
das wäre aber wirklich hart:

dann würde z.B. aus einer Quote 1.8 effektiv eine 1.62

ich weiß nicht, das wäre dann doch zu hart

mal als beispiel: quoten ohne abgabe:

1.8
3.2
5.2

buchmachermarge: 106 %

effektive quoten nach den 10 % einsatzsteuern:

1.62
2.88
4.68

marge: 117.8

das ginge dann in richtung oddset. und da wollen doch viele wegen der schlechtén quoten nicht hin. also mit solch schlechten bedingungen wird´s auch vor die wand gefahren.
 
trollerboy schrieb:
effektive quoten nach den 10 % einsatzsteuern:

1.62
2.88
4.68

marge: 117.8

das ginge dann in richtung oddset. und da wollen doch viele wegen der schlechtén quoten nicht hin. also mit solch schlechten bedingungen wird´s auch vor die wand gefahren.

Mach es bei einer Kombi nicht schlimmer als es ist:
(1.8*3.2*5.2)/1.1 und nicht jede einzelne Quote gekürzt.

Ich schätze, es kommt dann eher das Modell Digibet (15%/10%/0% auf Einzel/Double/Tipple)
 
trollerboy schrieb:
du hast mich missverstanden. ich meinte mit meinen 3 quoten die quoten auf heimsieg , unentschieden und auswärtssieg (1x2) eines einzigen fussballspiels.

kombis mache ich generell nicht. das senkt die "strike rate" zu sehr, so daß es zu lange dauert , bis sich die statistik einstellt.

Da kannst Du halt nichts machen. Ist rechtlich sauber und in Polen und Tschechien usus. Aber welcher Deutsche/Ösi wettet denn heute bei Tipsport?
Damit wäre diese ganzen ganzen Überlegungen betreff Internetsperrenschnulli weg. Das ist doch das wichtigste. Zudem glaube ich nicht, daß Internetanbieter nach Staatsangehörigkeit unterscheiden werden. Höchstens BWin, aus Angst um ihre deutsche Lizenz, aber doch nicht Centrebet oder Pinaccle.
 
Wollte nur nochmal zwischendurch anmerken:

Was sich finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktionen in einer
Sitzung zusammenfaseln ist erstmal völlig unerheblich. Entscheidend
ist, was die Ministerpräsidenten der Länder machen/wollen.

Allerdings kann es gut sein, dass noch der eine oder andere
CDU-Präsi umkippt, wenn sein eigener Laden schon nicht dahinter-
steht.

Die Poker-und Casinogeschichte war offenbar nicht anthematisiert,
was seltsam ist. Na ja eigentlich ist in diesem Lande überhaupt einiges
seltsam [[rofl]]
Lenkungsabgabe....der absolute Knaller Lenkrad=Steuer...
Denke mal so wie dargestellt will der Staat dann die eingenommenen
Steuern zweckgerichtet/gebunden verwenden. Wer's glaubt. Das ist
schon oft angekündigt worden, aber noch nie in vollem Umfang geschehen. Sieht dann wahrscheinlich so aus, dass der Staat meinetwegen 100 Millionen einnimmt, 1 Million für die Suchtprävention und 49 Millionen für Oddsetwerbung und 50 Millionen in die maroden Länderhaushalte :mrgreen:
 
Heute hat der europäische Gerichtshof wieder ein Urteil in Richtung "Dienstleistungsfreiheit" gefällt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ging es da um Krankenhauswahl im Ausland.
Hat zwar auf den ersten Blick nichts mit dem Wetten zu tun, läuft aber im Endeffekt aufs Gleiche hinaus (Dienstleistungsfreiheit).

Hab mir schon einen Wof gesucht, aber find keinen Bericht drüber. [[bang]]
Habs heute Mittag nur am Rande in den Nachrichten mitbekommen.
 
LOL... als ob unsere Damen und Herren Politiker sich für IRGENDWAS interessieren würden was von der EU kommt... [[rofl]] [[rofl]]

Im Konflikt um das staatliche Lottomonopol riskieren die Bundesländer nach einem Bericht des Magazins Focus ein Vertragsverletzungsverfahren der EU. Die Einwände der EU- Kommission gegen den von der Mehrheit der Länder geplanten Staatsvertrag sollen in der kommenden Woche zurückgewiesen und der Vertragsentwurf unverändert als endgültige Fassung vorgelegt werden. Das gehe aus einem Schreiben der Länder hervor, berichtet Focus. Nun drohe ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission.

Brüssel melde vor allem Bedenken gegen ein Verbot von privaten Lotterie- und Sportwetten im Internet an. Als Kompromiss hatten jüngst die haushalts- und finanzpolitischen Sprecher der Unions-Fraktionen der Länder angeregt, zumindest den Wettmarkt zu liberalisieren. Dies lehnt Schleswig-Holsteins Innenminister Ralf Stegner (SPD) ab. Er sagte: "Das Sportwetten- und das Lottorecht lassen sich nicht trennen."

Auf gut Deutsch:

"Uns scheissegal was ihr in Brüssel entscheidet, wenns euch nicht passt könnt ihr uns verklagen. Und das wiederum ist uns auch scheissegal weil wir lieber ein bischen Geldbusse zahlen als daß wir uns die eierlegende Wollmilchsau schlachten lassen !"
 
azzla schrieb:
Als Kompromiss hatten jüngst die haushalts- und finanzpolitischen Sprecher der Unions-Fraktionen der Länder angeregt, zumindest den Wettmarkt zu liberalisieren. Dies lehnt Schleswig-Holsteins Innenminister Ralf Stegner (SPD) ab. Er sagte: "Das Sportwetten- und das Lottorecht lassen sich nicht trennen."

Dabei war es doch, wenn ich mich nicht irre, ausgerechnet Schleswig Holstein, die vor kurzem noch als einziges Bundesland für eine Liberalisierung waren. [[rofl]] [[rofl]] [[stupid]]

Können die Politiker froh sein, dass von ihnen keiner das Pinocchio-Gen hat. Die hätten Nasen bis zum Mittelmeer. [[rofl]] [[rofl]]
 
Jap, ich gehe gleich morgen zur Polizei und beschwere mich darüber, dass mich der dt. Staat nicht vor diesem Sündenpfuhl beschützt hat. [[rofl]]

Außerdem verstehe ich immer noch nicht, warum für solche gefährlichen Länder wie Spanien keine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt verhängt wird!! Was brauchen die denn noch für Hinweise als diese Bandenwerbung da! [[lol]]
 
Lieber Pate, das ist ein piefkinesisches Wort und der Beweis dafür, weswegen ich vor einigen Jahren hier mit einigen Leuten gestritten habe: BAYERN ist ein FREISTAAT und gehört nicht zu Deutschland ! Und darum kennt ein echter Bayer (genauso wie ein echter Österreicher) dieses und manch anderes Wort eben nicht! [[winkewinke]] :mrgreen: [[yo]]
 
herby schrieb:
Lieber Pate, das ist ein piefkinesisches Wort und der Beweis dafür, weswegen ich vor einigen Jahren hier mit einigen Leuten gestritten habe: BAYERN ist ein FREISTAAT und gehört nicht zu Deutschland ! Und darum kennt ein echter Bayer (genauso wie ein echter Österreicher) dieses und manch anderes Wort eben nicht! [[winkewinke]] :mrgreen: [[yo]]
Na dann bin ich ja beruhight Herby! [[bussi]]
 
herby schrieb:
Lieber Pate, das ist ein piefkinesisches Wort und der Beweis dafür, weswegen ich vor einigen Jahren hier mit einigen Leuten gestritten habe: BAYERN ist ein FREISTAAT und gehört nicht zu Deutschland ! Und darum kennt ein echter Bayer (genauso wie ein echter Österreicher) dieses und manch anderes Wort eben nicht! [[winkewinke]] :mrgreen: [[yo]]

Dann gehört Rheinland-Pfalz wohl auch nicht zu Deutschland. Noch nie gehört dieses Wort. [[help]]

Sündenpfuhl hört sich eher wie ein weiblisches Geschlechtsorgan an. [[nixweiss]]
 
http://www.welt.de/wirtschaft/article871200/Einzelhaendlerin_will_Wettmonopol_kippen.html

Ursula Stoß ist empört. Seit 15 Jahren leitet die 63-Jährige ein kleines Tabakwarengeschäft im Industriegebiet der hessischen Kleinstadt Karben. Sportwetten hätten der Rettungsanker für die Einzelhändlerin werden sollen, doch damit ist es im Zuge des Tauziehens um das Sportwetten-Monopol wohl vorbei.
In den vergangenen Jahren, sagt Ursula Stoß, liefen die Geschäfte längst nicht mehr so gut wie früher. Doch die Einzelhändlerin wusste sich zu helfen. Seit Anfang 2006 vermittelt Stoß in ihrem Tabakladen Sportwetten der Österreichischen Wettfirma Happybet. "Die Wetten liefen hervorragend und haben unseren Umsatz um ein Drittel erhöht", sagt Stoß. Die Betonung liegt auf "liefen", denn seit 1. August 2006 darf die Einzelhändlerin keine Wetten mehr vertreiben. Das Ordnungsamt hat es untersagt. "Ich verstehe das nicht", sagt sie. "Wir machen doch nichts Verbotenes."
800 bis 1000 Wettbüros von deutschen Behörden geschlossen
Genau über diese Frage herrscht in Deutschland Uneinigkeit. Private Wettanbieter bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Viele Jahre wurden die meisten kleinen Wettannahmestellen toleriert, dabei 2006 war die Stimmung gegen die privaten Anbieter gekippt. Seit März 2006 wurden nach Schätzung des Verbands Europäischer Wettunternehmer (VEWU) 800 bis 1000 Wettbüros von deutschen Behörden geschlossen.
Wenn es nach den Bundesländern geht, soll es künftig gar keine privaten Sportwettfirmen mehr geben. So sieht es der Entwurf eines neuen Glücksspielstaatsvertrags vor, der im Januar 2008 in Kraft treten soll. Obwohl die Europäische Kommission den Vertrag für eu-rechtswidrig erklärt hat, halten die Länder an ihrem Plan fest.
Ursula Stoß und ihr Sohn Markus könnte den Ländern nun einen Strich durch die Rechnung machen. Wie viele andere Wettanbieter hat auch Markus Stoß versucht, sich zu wehren. Mit Erfolg: Das zuständige Verwaltungsgericht Gießen hat den Fall zur Vorlage an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitergeleitet. "Der Vorlagebeschluss hat Bedeutung für die Sportwetten-Verfahren in ganz Deutschland", sagt Roland Reichert von der Kanzlei Redeker, der die Familie Stoß vertritt.
Erstes Sportwett-Verfahren des EuGH gegen Deutschland
Nimmt der EuGH die Klage auf, wäre es das erste Deutschland betreffende Sportwett-Verfahren des europäischen Gerichts. Inhaltlich ist die Auffassung der EU klar: "Das Verbot verstößt gegen die Dienstleistungsfreiheit, da die Länder im Ausland lizenzierten Wettanbietern nicht untersagen dürfen, in Deutschland Geschäfte zu machen", sagt Michael Schmittmann, Medienrechtexperte der Wirtschaftssozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek. Doch bislang wurde noch kein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet.
Langfristig, so sind sich fast alle Rechtsexperten einig, wird die EU den Ländern das geplante staatliche Wettmonopol verbieten. Die Klage der Familie Stoß könnte das Verfahren deutlich beschleunigen.
Bayern muss Wettbürobetreiber Schadensersatz zahlen
Für die Länder wird die Lage damit immer bedrohlicher. Vor kurzem hatte das Münchner Amtsgericht erstmals einer Schadensersatzklage des Wettbürobetreibers Simon Springer stattgegeben. Der 58-Jährige musste 2004 seine Wettfirma verkaufen, weil ihm über Wochen das Bayerische Landeskriminalamt sämtliche Geschäfts- und Privatkonten gesperrt hatte. Weil er Mieten und Gehälter nicht mehr zahlen konnte, blieb ihm nur der Notverkauf. Er bekam gerade mal einen sechsstelligen Betrag, laut Springer sei die Firma 15 bis 20 Mio. Euro wert gewesen.
"Das Urteil ist richtungsweisend", sagt der Verfassungsrechtler Rupert Scholz. Es zeige den Behörden, dass ihr Handeln teure Folgen haben könnte. Wenn die EU sich mit ihrer Rechtsauffassung durchsetzt, müssen die Länder wohl mit hohen Klagen rechnen. Der Branchenverband VEWU geht von einem zwei- bis dreistelliger Millionenbetrag aus.
Es bliebe jedoch ein fader Beigeschmack, sagt VEWU-Präsident Markus Maul: "Die Millionenzahlungen werden die deutschen Steuerzahler tragen müssen und viele Unternehmen sind bis dahin pleite." Auch für Ursula Stoß könnte es eng werden, wenn sie Wettannahmestelle nicht bald wieder öffnen darf. "Es geht um unsere Existenz", sagt die Geschäftsfrau.
 
Es gab doch mal ne Aufregung drüber dass beim CL Spiel zwischen Bayern und Milan in München es den Mailändern verboten werden sollte mit Bwin auf der Brust aufulaufen.....
Dass da was vom Freistaat Bayern nicht erlaubt war...

Hat sich seitdem irgendwas verändert? Denn heute im Liga Pokal waren doch alle Banden mit Bwin Werbung voll, und gespielt wurde ja auch in Nürnberg........

Hmmm

[[nixweiss]]
 
bigos schrieb:
Es gab doch mal ne Aufregung drüber dass beim CL Spiel zwischen Bayern und Milan in München es den Mailändern verboten werden sollte mit Bwin auf der Brust aufulaufen.....
Dass da was vom Freistaat Bayern nicht erlaubt war...

Hat sich seitdem irgendwas verändert? Denn heute im Liga Pokal waren doch alle Banden mit Bwin Werbung voll, und gespielt wurde ja auch in Nürnberg........

Hmmm

[[nixweiss]]

Laut einer Meldung des "kicker" von heute ist die DFL als Veranstalter des Matches wegen dieser Werbeaktion zu einem Zwangsgeld von 50.000 EUR verdonnert worden...