Kippt das staatliche Wettmonopol nun doch ?

Daniel

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März 30, 2003
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zu Hause, wo sonst ?
Quelle: www.sport1.de

Gutachten gegen Wettmonopol

München - Die von den Ministerpräsidenten der Länder beschlossene Aufrechterhaltung des Sportwetten-Monopols verstößt gegen das Grundgesetz und das Europarecht.

Zu diesem Ergebnis kommen die Experten Prof. Rupert Scholz und Prof. Clemens Weidemann in einem Gutachten, das vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Deutscher Fußball-Liga (DFL) in Auftrag gegeben wurde.
Das Gutachten ist für DFB und DFL Grundlage einer erneuten politischen Initiative.

Post für Merkel und Co.

Es wurde unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Justizministerin Brigitte Zypries, Finanzminister Peer Steinbrück, Wirtschaftsminister Michael Glos sowie an die Ministerpräsidenten der Länder und die Fraktionsvorsitzenden aller Landtage geschickt.
Der ehemalige Verteidigungsminister Scholz und Weidemann kommen zu dem Ergebnis, dass der Staatsvertrag die Grundrechte von privaten Sportwettanbietern, Sportveranstaltern, Vereinen, werbetreibender Medien und anderen Interessengruppen verletzt.

Glücksspielvertrag verletzt Eigentumsrechte

Betroffen sind laut Gutachten die in Artikel 12 des Grundgesetzes verbriefte Berufsfreiheit, das Recht auf Eigentum (Artikel 14 GG), die allgemeine Handlungsfreiheit (Artikel 2 GG), die Medienfreiheit (Artikel 5 GG) und der Gleichheitssatz (Artikel 3 GG).
Der Glücksspielvertrag verletze außerdem die Eigentumsrechte von Sportwettanbietern mit erworbener DDR-Lizenz wie etwa der Firma bwin.
Europarechtlich beschränke er die Dienstleistungsfreiheit (Artikel 43 EG) und die Niederlassungsfreiheit (Artikel 49 EG) und verstoße aufgrund der uneinheitlichen Bundes- und Landesgesetzgebung gegen das Europarecht.
 
Nobody schrieb:
So was gibt es öfters, ohne dass es leider von der deutschen Politik Ernst genommen würde.
Aber wir warten ja alle erst mal auf das EuGH-Urteil vom 6. März. [[winkewinke]]

In Saarbrücken gabs letzten Monat einen ähnlichen Fall. Der holländischen Apotheke DocMorris wurde letztes Jahr verboten, hier in Deutschland Arzneimittel zu verkaufen. Haben dann geklagt und dank EU-Recht, durften sie letzten Monat wieder öffnen mit dem Hinweis auf das Recht des freien Wettbewerbs. [[grin]]
 
Nobody schrieb:
So was gibt es öfters, ohne dass es leider von der deutschen Politik Ernst genommen würde.
Aber wir warten ja alle erst mal auf das EuGH-Urteil vom 6. März. [[winkewinke]]

yep...und genauso wirds nach dem 6.3. weitergehen
politik/staat wird sich einen dreck um das urteil scheren(es sei denn,es könnte zugunsten promonopol ausgelegt werden)

die ziehen ihr ding durch,schleswig-holstein fällt irgendwann auch wieder um....
und wenns seitens der EU verklagt,sanktioniert usw werden,wird das der politik egal sein--so etwas zieht sich eh unheimlich in die länge--die werden das mit allen mitteln versuchen 4 weitere jahre auszusitzen
 
Skepsis ist immer angebracht. Aber ich denke auch, dass die dt. Politik die Urteile aus Brüssel gar nicht länger ignorieren könnte, wenn endlich mal paar Buchmacher mehr offensiv in den Markt eintreten würden, wie es ja Bwin versucht. Dann sollen halt mal 3 andere Buchmacher noch als Sponsor von Fußballvereinen auftreten, dann ist das Echo gleich viel größer.
Und wenn die dt. Politik sich dann querstellt, dann klagen diese Buchmacher eben vor dem EuGH und bekommen Recht, fertig. Genauso ist es ja z. B. in Italien gelaufen. Aber irgendwie sind die großen Buchmacher mit Ausnahme von Bwin hier in Deutschland komischerweise sehr zurückhaltend. Warum nur!? [[nixweiss]] So machen sie es der Politik ja auch sehr leicht.
 
ridle schrieb:
Hängt alles ab vom Placanica Urteil - anfang März gibt es endlich die Entscheidung 6. oder 16. bin mir jetztn icht ganz sicher...

schön wärs,wenn placanica richtungsweisend wäre....würde mir nix mehr wünschen
dennoch drücken unsere politiker derzeit unmissverständlich aus:

"placanica ist uns absolut schnuppe(es sei denn,es fällt promonopol aus)--

dienstleistungsfreiheit hin oder her/ein monopol ist dann zulässig,wenn bei liberalisierung gefahr für die bürger bestehen würde...diese besteht 100% in form von spielsucht"

wir alle wissen,dass dies nur ein mäntelchen ist,mit dem sich D sehr gerne zudeckt(auch die politiker wissen das)...dennoch wird diese schiene gnadenlos verfolgt....selbst kümmert man sich einen dreck um suchtprävention(siehe u.a.Keno...oder Vertriebswege bestehen auch immer noch vielzuviele)
 
Wettfuxx schrieb:
ein monopol ist dann zulässig,wenn bei liberalisierung gefahr für die bürger bestehen würde

Das kann man meiner Einschätzung nach nicht sagen. Denn dann müsste man ja auch z. B. die Prohibition einführen (oder ein staatliches Bier-Monopol!?), weil bei Alkoholkonsum die Gefahr bestehen könnte, süchtig zu werden.

Der EuGH hat ganz klar vorgegeben, dass eine Kontrolle des Marktes nur mit den Mitteln erlaubt ist, die im Mindesten notwendig sind, um Gefahren abzuwenden.
Das heißt ganz konkret, wenn die Gefahren von Spielsucht durch eine kontrollierte Liberalisierung ebenso abgewandt werden könnten, dann ich ein Monopol zu drastisch und nicht zulässig.
 
Nobody schrieb:
Wettfuxx schrieb:
ein monopol ist dann zulässig,wenn bei liberalisierung gefahr für die bürger bestehen würde

Das kann man meiner Einschätzung nach nicht sagen. Denn dann müsste man ja auch z. B. die Prohibition einführen (oder ein staatliches Bier-Monopol!?), weil bei Alkoholkonsum die Gefahr bestehen könnte, süchtig zu werden.

Der EuGH hat ganz klar vorgegeben, dass eine Kontrolle des Marktes nur mit den Mitteln erlaubt ist, die im Mindesten notwendig sind, um Gefahren abzuwenden.
Das heißt ganz konkret, wenn die Gefahren von Spielsucht durch eine kontrollierte Liberalisierung ebenso abgewandt werden könnten, dann ich ein Monopol zu drastisch und nicht zulässig.

alles richtig was du sagst...ich weiss das--du weisst das--die politiker wissen das...dennoch ist es ihnen sch...egal,weil es ein millardenmarkt ist,den sie nicht hergeben wollen
wäre das monopol bislang in händen eines privaten unternehmens,wärs schon längst gekippt....aber es ist in den klauen des staates und da wird halt jede idee(und sei sie noch so hanebüchen) verfolgt um die privaten aussen vor zu lassen
deshalb befürchte ich,dass die politik diese depperte suchtpräv.schiene bis zum letzten verfolgt und sich notfalls auch von allen seiten an- und verklagen lässt...das primäre ziel wird sein,das monopol wenigstens noch 4 jahre zu halten--koste es(den steuerzahler)was es wolle
 
APA

Der Europäische Gerichtshof sieht Strafen gegen ausländische Anbieter von Internet-Wetten als rechtswidrig an und stärkt damit die Position privater Wettbanbieter. Die Luxemburger Richter betonten am Dienstag in ihrem Urteil zu einem Fall in Italien, dass ein Mitglied wegen nicht erfüllter Verwaltungsformalitäten, keine Sanktionen verhängen darf, wenn es selbst deren Erfüllung verhindert hat.

Unter diese nicht erfüllten Formalitäten fallen unter anderem das Anbieten von Sportwetten ohne entsprechende Konzession in dem betroffenen Land. Konkret geht es in dem Fall "Placanica" um mehrere Wettbürobetreiber in Italien, die für den britischen Sportwetten-Anbieter Stanleybet Sportwetten vermitteln. Italien hatte dem Unternehmen eine Konzession verweigert, weil nach italienischem Gesetz Kapitalgesellschaften vom Glücksspiel ausgeschlossen sind. Die italienischen Gerichte hatten den EuGH um seine Einschätzung gebeten.

Schon 2003 hatte der Gerichtshof in einem ähnlichen Fall entschieden, dass solche Beschränkungen nur zulässig sind, wenn damit allgemeine Interessen, wie der Schutz vor Spielsucht oder vor Geldwäsche verfolgt werden. Experten erwarten durch das Urteil Auswirkungen auf das nationale Glücksspielmonopol in vielen EU-Ländern, darunter auch Österreich.
 
jetzt kotz ich aber gleich [[kotz]]

Deutscher Weg des Glücksspielmonopols bestätigt von heute

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Sache Placanica entschieden, dass die italienische Glücksspielregelung nicht europarechtskonform ist. In Italien gibt es ein begrenztes Konzessionsmodell, das nicht mit dem deutschen Glücksspielmonopol vergleichbar ist. Daher ist das Urteil ohne unmittelbare Bedeutung für das deutsche Glücksspielmonopol.

leider ist die site von isa-casinos mehr down als ok....deshalb konnte ich den ganzen artikel net lesen,aber die überschrift stinkt schon genug [[bang]]
 
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Sache Placanica entschieden, dass die italienische Glücksspielregelung nicht europarechtskonform ist. In Italien gibt es ein begrenztes Konzessionsmodell, das nicht mit dem deutschen Glücksspielmonopol vergleichbar ist. Daher ist das Urteil ohne unmittelbare Bedeutung für das deutsche Glücksspielmonopol.

"Das Urteil betrifft die Rechtslage in Italien", sagte Dr. Friedhelm Repnik, Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks. "Der Europäische Gerichtshof bezieht sich in seinem Urteil nicht auf das deutsche Glücksspielmonopol und auch nicht auf den neuen Glücksspielstaatsvertrag, den die Ministerpräsidentenkonferenz am 13. Dezember 2006 beschlossen hat", sagte Dr. Repnik.

Das italienische Gesetz sieht eine begrenzte Konzessionierung von kommerziellen Anbietern vor und hält Unternehmen mit Sitz in anderen EU-Ländern vom italienischen Markt fern. Begründet wird dies mit dem Argument der Kriminalitätsbekämpfung, die allein durch italienische Behörden und deren Zulassung gewährleistet sei. Dies sieht der EuGH als eine unzulässige Beschränkung der europäischen Marktfreiheiten an.

"Die Lage in Italien ist eine vollkommen andere als in Deutschland. Dort gibt es eine teilweise Marktöffnung, hier bei uns ein klares staatliches Monopol, dessen zentrale Anliegen der Spielerschutz und die Suchtprävention sind. Der EuGH hat stets die Position vertreten, dass Glücksspielmonopole europarechtlich zulässig sind, wenn sie sich an diesen Zielen ausrichten", so Repnik. "Da das vorliegende Urteil keine Änderung der Rechtsprechung zur generellen Zulässigkeit von Glücksspielmonopolen gebracht hat, stehen der Ratifizierung des Staatsvertrages in den Bundesländern nun keine europarechtlichen Bedenken mehr entgegen."


Quelle isa-casinos http://isa-casinos.de/articles/15436.html
 
man sollte grundsätzlich immer darauf achten, ob ein lottolandesfürst wie repnik oder casinos austria das gerichtsurteil begutachten.
im spiegel online steht genau das gegenteil.

schleswig-holstein publiziert heute einen alternativen lottostaatsvertrag. mal abwarten.

.....es ist eh interessant, wie planwirtschaftlich ausgewiesene marktwirtschaftler in sachen sportwetten denken......

ben
 
Sehr eigenwillige Interpretation des Urteils von dt. Politikern. Im Moment wird anscheinend um die Deutungshoheit über das Urteil gekämpft.

Die Aktie von Bwin geht steil bergauf, hier ein Zitat aus dem Spiegel-Artikel von heute.
Der deutsche Wettanbieter Fluxx Chart zeigen begrüßte das Urteil. "Das heutige Urteil des EuGH bedeutet faktisch das Ende staatlicher Monopole", hieß es in einer Mitteilung. Aktien von privaten Wett- und Lottoanbietern wie bwin und Tipp 24 sind am Vormittag deutlich gestiegen. bwin legte in Wien am Vormittag um 8,15 Prozent auf 27,34 Euro und Tipp24 in Framkfurt 3,86 Prozent auf 16,15 Euro zu. Auch Fluxx-Titel drehten ins Plus.
 
Nobody schrieb:
Sehr eigenwillige Interpretation des Urteils von dt. Politikern. Im Moment wird anscheinend um die Deutungshoheit über das Urteil gekämpft.

Nach dieser Interpretation ist die Polizei auch nicht zur Kontrolle der Verkehrssicherheit polnischer LKW auf deutschen Straßen befugt.

Und Nobody ist noch DDR-Bürger. [[bussi]]

Aber wer hat denn was anderes erwartet? [[sleep]] [[kotz]] [[stupid]] [[wc]] [[hammer]]
 
hmm,mittlerweile seh ich das urteil nun doch entspannter

die einzigen,die meinen,das ganze wäre promonopol sind casino austria und der deutsche lottoblock...

in sämtlichen nachrichtensendern im fernsehen wird das ganze aber als proliberalisierung verkauft....
was auf jeden fall ad acta sein dürfte ist das geschwafel von internetverboten und dergleichen

werden jetzt wohl noch ein paar stunden vergehen,um was endgültiges sagen zu können....aber nachdem ich mich nun durch sämtliche fernsehkanäle gezappt und isa-casinos studiert habe scheint der silberstreifen am horizont deutlich grösser geworden zu sein
 
Also klar ist: Wenn jemand behauptet, dass dieses Urteil mit der Situation in Deutschland überhaupt nichts zu tun hat, dann stellt sich die Frage, warum das nicht schon vorher so dargestellt wurde. :mrgreen:
Außerdem wäre es dann auch in keinem Fall eine Bestätigung des Monopols - man kann ja nicht beides gleichzeitig behaupten (hat nichts damit zu tun, ist aber Bestätigung [[stupid]] ).
 
Hamburger Abendblatt
http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/06/701148.html

EuGH Richter lassen private Sportwetten in Italien zu
Deutsches Sportwetten-Monopol gerät ins Wanken
Ein am Dienstag über Italien verhängtes Urteil des Europäischen Gerichthofes (EuGH) hat in Deutschland die Forderung nach einem dualen Staatsvertragssystem für Glücksspiele laut werden lassen.
 
Italien: Staatliches Glückspielmonopol geknackt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das staatliche Glückspielmonopol in Italien geknackt. Die Richter urteilten in Luxemburg, dass auch private Anbieter von Wetten bei der Vergabe von Konzessionen zugelassen werden müssen. Die private europäische Glückspielbranche erhofft von dem Urteil den Zugang zu staatlich kontrollierten Märkten wie beispielsweise in Deutschland
 
Leider sehe ich in dem Urteil auch keine Relevanz für Deutschland und den neuen Staatsvertrag, und schließe mich der Deutung (nicht der Polemik) von Casino Austria an.
Der "Freispruch" bezieht sich imo ausschließlich auf das fehlerhaft umgesetzte Konzessionsmodell in Italien, sagt aber nichts Neues in Bezug auf die generelle Rechtmäßigkeit von Staatsmonopolen im Glücksspielsektor aus. Ganz im Gegenteil wiederholt es im 2.ten der 4 Urteilssätze seine eigene Nichtzuständigkeit.
"Es ist Sache der vorlegenden Gerichte, zu prüfen, ob die nationale Regelung, soweit sie die Anzahl der im Glücksspielsektor tätigen Wirtschaftsteilnehmer begrenzt, tatsächlich dem Ziel entspricht, der Ausbeutung von Tätigkeiten in diesem Sektor zu kriminellen oder betrügerischen Zwecken vorzubeugen."
Randnotiz 47: "Nach Ansicht des EuGH sind nationale Einschränkungen der Dienst- und Niederlassungsfreiheit im Glücksspielbereich u. a. aus „zwingenden Gründen des Allgemeininteresses“, des „Verbraucherschutzes“, der „Betrugsvorbeugung“ sowie zur „Verhütung der Störung der sozialen Ordnung“ gerechtfertigt. „Sittliche, religiöse und kulturellen Besonderheiten“ eines Landes sind hierbei zu beachten. Den nationalen Gesetzgebern und den staatlichen Stellen kommt dabei ein ausreichender „Ermessensspielraum“ zu, um entsprechende Beschränkungen (Monopol bis Verbot) zu statuieren."

Der einzig positive, aber in Bezug auf unsere Politiker wohl leider unbedeutende, Aspekt ist die einseitige Deutung des Urteils in den deutschen Medien.

Mein Fazit: Ausgangslage genauso wie vor dem Urteil.
-> Staatsvertrag wird durchgedrückt
-> Verfassungsbeschwerden
-> Jahre vergehen
-> Karlsruhe entscheidet Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen / zu deutliche finanzielle Interessen des Staates und fordert den Staat auf ein Konzessionsmodell zu entwickeln.
 
nunja, das Urteil kann ein jeder Politiker und Organisation deuten wie er will . Fakt ist, schon der pressepolitische Druck zwecks Wettliberalisierung wird etwas größer . Mal abwarten, ober der Staatsvertrag in Monopolform so durchgedrückt wird . Ich glaube, 13 von 16 Bundesländern müssen da zustimmen, eine Bundesland war ja schon im Vorfeld dagegen ... .

Desweiteren und mMn der größte Pluspunkt für - jedenfalls - Bwin, Interwetten, Gera, wetten.de sollte sein, das die erteilten DDR -Konzessionen im Einigsvertrag zur deutschen Einheit festgeschrieben und somit Bestandteil wurde . Und ich glaube mal einfach , das daran nicht zu rütteln ist . Okay Bayern kam vorletztes Jahr auf die Idee, für diese besagten Wettanbieter die Wettlizenz nur für die ehamlige DDR gelten zu lassen, quasi ne Wettmauer durch Deutschland [[stupid]] .

Auch für mich ist dieses Urteil auf den ersten Blick nicht so richtungsweisend , das machen schon die Rechtsverdreher .

Aber, jede Wette , das Bwin & Co. auch nach einen vllt. durchgedrückten Monopolstaatsvertrag weiter agieren dürfen , siehe Einigsvertrag .

Meine Meinung - und ich seh das nicht so eng . Die Herren Politiker bekommen schon so 'ne Menge Applaus fürs Nichtstun [[bang]] und labbern seit Jahren nur noch rum .
Der Himmel stinkt [[yo]] .

Greetz
 
Nobody schrieb:
* Viva Los tioz * schrieb:
Ich glaube, 13 von 16 Bundesländern müssen da zustimmen

So wie ich das vernommen hab, geht der Staatsvertrag nur, wenn alle Bundesländer zustimmen. [[nixweiss]]
"Zulässigkeit der 13/16-Regelung?
Der Entwurf des Staatsvertrags sieht vor, dass er bereits bei einer Ratifizierung durch 13 der 16 Länderparlamente in Kraft tritt. Dies ist mit dem Grundsatz des Föderalismus nicht vereinbar und verletzt die Rechte der Länderparlamente. Offen bleibt, was in und mit den bis zu drei Ländern passiert, in denen der Staatsvertrag dann nicht in Kraft tritt."

Und die Frage heißt wieder mal: Scheren sich die Herren Politiker mal wieder nicht um geltendes Recht und lassen lieber Andere das Ganze in jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen ausfechten? [[bang]]
 
andor schrieb:
http://www.hans-joern-arp.de/Alternative_Ueberlegungen_zum_Gluecksspielwesen.pdf

Hab nur den Anfang gelesen, aber dort auch ein interessanter Aspekt, der bisher viel zu wenig betont wurde:
Um zu verhindern, dass dt. Sportwetten-Interessierte an unseriöse Buchmacher aus Übersee geraten (was ntürlich nicht heißen soll, dass alle Buchmacher außerhalb der EU unseriös sind), die nicht der staatlichen Kontrolle innerhalb der EU unterliegen, ist ein Oddset-Monopol in Deutschland vollkommen ungeeignet.
Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass kein Wetter in Deutschland mehr versuchen wird, zu anderen Buchmacher übers Internet zu gelangen, wenn die einzige Wahl, die er in Deutschland hätte, der wohl mieseste Buchmacher auf dem ganzen Planeten, nämlich Oddset, ist. Dieser Laden ist in keiner Weise konkurrenzfähig. Die Auswahl ist sehr rar (wenige Spiele, meist nur 1X2), die Quoten sind unter alle Sau (regelmäßig letzter Rang im Auszahlungsschlüssel auf OddsOddsOdds.Com) und dazu herrscht auch noch Kombipflicht.
So ein derart grottenschlechtes Angebot ist selbstverständlich in Form eines Monopols in keiner Weise geeignet, um die Sportwetten-Aktivitäten von dt. Bürgern zu kontrollieren. Unter Konkurrenz wäre Oddset auf der Stelle mausetot, wenn sie sich nicht verändern.
Also etwas mehr Realismus wäre ohnehin mal angebracht bei den Politikern, aber das erkennt man wohl nicht nur bei dieser Thematik ...
Ob die nun versuchen, das Monopol durchzusetzen oder nicht, kein vernünftiger Mensch wettet bei Oddset - was leider wegen der fehlenden staatlichen Kontrolle privater Anbieter dazu führen wird, dass man leichter an unseriöse Anbieter gelangt, die etwa nicht auszahlen. Hier Verantwortung zu übernehmen in Form einer kontrollierter Marktöffnung, das wäre wirklich mal wirksamer Spielerschutz!
 
http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga/artikel/672/105567/

meine fresse...eben bei isa-casinos gelesen


Monopol für vier Jahre
Der Staat sichert sich Sportwetten: Sportfans müssen sich darauf einstellen, in den nächsten vier Jahren nicht mehr bei privaten Wettanbietern auf Spiele oder Rennen tippen zu dürfen. Das Verbot gilt insbesondere für Wetten im Internet.
u.a. ich zitiere

Bei der Anhörung in Brüssel ging es um einen Gesetzentwurf der Länder. Diese wollen private Konkurrenten von 2007 bis einschließlich 2010 ausschließen. Die EU habe keine grundsätzlichen Einwände gehabt, sagte Stadelmaier. Er gehe davon aus, dass die Ministerpräsidenten bei einem Treffen in der kommenden Woche das Vorhaben abschließend behandelten.
Aus anderen Ländern war zu hören, aus Brüssel sei nur mit einzelnen Auflagen zu rechnen. Die EU halte es beispielsweise für überflüssig, den Vertrieb von Glücksspielen über das Internet generell zu verbieten. Lotto fördere nicht die Spielsucht und solle daher weiterhin über das Internet zugänglich sein. Anders könne es bei Sportwetten sein. Die Länder wollen deswegen den Markt nicht öffnen. Kommerzielle Wettunternehmen werfen den Ländern dagegen vor, sie wollten sich dadurch die Lotto-Erlöse sichern.
 
Also wenn die damit durchkommen, dann verliere ich den letzten Glauben in die Politik.
Die EU wird doch nicht ernsthaft glauben, dass Deutschland für ein privates Lizenzierungsmodell 3 Jahre benötigt - wer soll denen das abkaufen.
Und in dieser Zeit müssen natürlich unbedingt ausländische Anbieter übers Internet blockiert werden, damit man nur bei Oddset wetten und süchtig werden kann, klar, macht Sinn. [[stupid]]
In welchem Staat leben wir hier eigentlich, hier werden Sportwetten ja mit Kinderpornos und Neonazis auf eine Stufe gestellt.
Sollte diese Anhörung Erfolg haben, widerspricht das allen bisherigen Urteilen und Rechtsauffassungen der EU, deshalb kann ich den Optimismus beim dt. Lottoblock nicht ganz nachvollziehen ...

Was glauben unsere Politiker eigentlich, warum die EU schon in der Vergangenheit von sich aus Verfahren gegen die deutsche Sportwetten-Praxis eingeleitet hat - nur so zum Spaß, damit sie es jetzt plötzlich von heute auf morgen doch gutheißen? [[stupid]] [[rofl]]
 
Nobody schrieb:
hier werden Sportwetten ja mit [...] Neonazis auf eine Stufe gestellt.

Schlimmer noch... ein Nazi darf in seinen eigenen vier Wänden Fahnen mit Hakenkreuzen und Bilder von Adolf Hitler hängen haben (nur halt nicht öffentlich sichtbar). In seinen eigenen vier Wänden darf man aber nicht mehr wetten...

Aber von uns geht sowieso heutzutage die größte Gefahr aus... wer wettet finanziert die Taliban, die Hamas, die Bush-Regierung und andere terroristische Organisationen... [[stupid]]
 
Übrigens, dieses "Notifizierungsverfahren" hier ist kein EU-Genehmigungsverfahren. Das heißt, es hat keinerlei Verbindlichkeit.
Jetzt kapiere ich auch, warum die dt. Politik überhaupt diese Anhörung sucht, die ja nur zum Nachteil von Oddset sein kann. Wenn die EU nächste Woche sagt, diese Pläne sind nicht haltbar, dann können sie trotzdem machen, was sie wollen, müssen nur kurz Stellung beziehen ...
 
MH82 schrieb:
Schlimmer noch... ein Nazi darf in seinen eigenen vier Wänden Fahnen mit Hakenkreuzen und Bilder von Adolf Hitler hängen haben (nur halt nicht öffentlich sichtbar). In seinen eigenen vier Wänden darf man aber nicht mehr wetten...

So kann mans auch sagen.
Und sie schaffen es nicht mal, alle Kinderpornos aus dem Internet zu verbannen, aber Hauptsache, die IPs von EU-Buchmachern werden mal blockiert, das ist viel wichtiger.
Durch Kinderpornos hat der dt. Staat ja auch keine Einnahmeverluste - also ist klar, was hier Priorität hat ...
 
Nobody schrieb:
Übrigens, dieses "Notifizierungsverfahren" hier ist kein EU-Genehmigungsverfahren. Das heißt, es hat keinerlei Verbindlichkeit.
Jetzt kapiere ich auch, warum die dt. Politik überhaupt diese Anhörung sucht, die ja nur zum Nachteil von Oddset sein kann. Wenn die EU nächste Woche sagt, diese Pläne sind nicht haltbar, dann können sie trotzdem machen, was sie wollen, müssen nur kurz Stellung beziehen ...


das verstehe ich nicht. kannst du mir das erläutern?

und nebenbei gefragt: wie ist denn dieses Wettmonopol zu verstehen?
Bezieht es sich auf deutsche Staatsbürger, auf Leute mit (Haupt-)Wohnsitz in D oder auf solche , die sich zum Zeitpunkt der Wettabgabe in D befinden?
 
Was denn erläutern, welcher Teil davon war unklar? [[nixweiss]]

Wenn sie versuchen sollten, IPs zu sperren, dann betrifft es alle, die sich in Deutschland aufhalten.
Wenn sie die Banken anweisen wollen, keine solchen Überweisungen mehr zu tätigen, dann betrifft es wohl nur Personen ohne ausländisches (also nicht-deutsches) Bank-Konto. :mrgreen: Wie sie dann aber PSC regulieren wollen, weiß ich auch nicht ... (wobei da dann ja die Auszahlung wieder problematisch sein könnte)

Mehr können sie eigentlich nicht machen. Den ausländischen Buchmachern verbieten, Wetten von Leuten mit Wohnsitz in Deutschland, wird schwer durchzusetzen sein, warum sollte sich jemand darauf einlassen.

Aber wenn es die dt. Politik wirklich ernst meint und selbst daran glaube, was sie da verzapfen, dann müssten sie konsequenterweise auch in den nächsten 3 Jahren alle Auslandsreisen von Deutschen verbieten, denn die könnten dann ja mit anderen Buchmachern als Oddset in Kontakt kommen. [[bang]] [[nuts]]