Kinder bei Olympia

Lachmann

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Apr. 1, 2003
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Tirol
Und die sollen 16 Jahre alt sein

Chinas Turn-Kinder sorgen in Peking für Diskussionen. Währendinländische Medien sie als Heldinnen feiern, will im Ausland niemand andie Echtheit der Pässe der jungen Siegerinnen glauben.



PEKING - Erst ließen sie sich feiern wie neue Volkshelden, dann prasselten unbequeme Fragen auf sie hinein: Chinas Turn-Kinder haben im "Kampf der Systeme" die US-Girls bezwungen und am Mittwoch zum ersten Mal olympisches Gold in der Team-Konkurrenz gewonnen.

In einem dramatischen Duell vor 18 000 Zuschauern im NationalenHallenstadion von Peking hielten die Amerikanerinnen zwar lange mit,zwei Stürze von Alicia Sacramone am Balken und am Boden besiegeltenaber die Niederlage der Weltmeisterinnen. Bronze gewann Rumänien, das damit zum neunten Mal in Serie seit 1976 eine Olympia-Medaille mit nach Hause nimmt. Das deutsche Team war zuvor nach enttäuschender Leistung mit Platz zwölf im Vorkampf gescheitert.

"Eine Chinesin hatte ja noch eine Zahnlücke, wo gerade ein Milchzahn herausgefallen ist. Ich bin überzeugt, dass zumindest drei Turnerinnen das Mindestalter noch nicht erreicht haben", stichelte US-Team-Chefin Martha Karolyi nach dem großen Duell in der Mixed Zone.
"Aber ich kann es nicht beweisen", fügte siekleinlaut hinzu. Schon im Vorfeld der Spiele waren die spindeldürrenMädchen He Kexin, Yang Yilin und Jiang Yuyuan in die Schlagzeilengeraten, weil selbst ältere chinesische Aufzeichnungen und Meldelistensie mit anderen Altersangaben führten, als nun plötzlich ihre Pässeausweisen.

"Nie im Leben sind die 16. Sie sind 12,höchstens 14 Jahre alt. Ich bin viele Jahre Turn-Trainer gewesen undich weiß, wie Mädchen mit 14, 15 oder 16 aussehen", entrüstetesich Bela Karolyi, der vor Jahren die Turn-Geschäfte an seine Frauübergab und nun als NBC- Kommentator in Peking weilt.

"Aber die meiste Frustration habe ich wegen der Arroganz derChinesen. Die denken doch wirklich, wir sind alle dumm", fügte er hinzu. "Es darf doch nicht sein, dass solche Kinder sich hier durchsetzen. Ich hatte gehofft, dass sich die Fraulichkeit der Amerikanerinnen durchsetzt", erklärte die deutsche Cheftrainerin Ulla Koch.

Inder Pressekonferenz mussten sich die strahlenden Siegerinnen dannplötzlich von ausländischen Medienvertretern völlig ungewohnte Fragenanhören, bei denen es immer wieder um ihr Alter ging. "Ich bin 16. Und was andere sagen, interessiert mich nicht", bekräftigte die zierliche, nur 33 Kilo schwere He Kexin - und das ohne rot zu werden.
Die internationalen Reporter ließen trotzdem nicht locker, bis hinzu der Fangfrage, wie He ihren 15. Geburtstag gefeiert habe. "Ganznormal, im Kreise der Team-Gefährtinnen", antwortete sie, laut Pass am1. Januar 16 geworden war.

Für den Weltverband FIG gelten solche Aussagen nicht als authentisches Material.Selbst das Eingeständnis von Bronzemedaillen- Gewinnerin Yang Yun, dievor TV-Kameras zugegeben hatte, 2000 in Sydney nicht 16, sondern erst14 gewesen zu sein, gilt für den Weltverband FIG nicht als Beweis. "Ein delikates Thema", räumte FIG- Präsident Bruno Grandi zwar vielsagend ein. Aber sein Generalsekretär Andre Gueisbuehler bleibt starr: "Wir können uns nur auf die Pässe verlassen."
Vom kommenden Jahr an sollen neue, für jeden Verband kostenpflichtige Lizenzen, die schon für den ersten internationalen Junioren-Start nötig werden, ein wenig Licht in das Alters-Dunkel bringen. (dpa)



 
Energienudel schrieb:
wo ist das problem mit dem alter?
ob nun olympia oder nicht, trainiert wird anderswo genausohart, und auch wesentlich frueher.

meine ausserdem was von einer 12jaehrigen schwimmerin gelesen zu haben... wo ist da das thema?


Kein Problem mit dem Alter aber Problem mit den Bestimmungen



Vor allem Turnerinnen haben in jungenJahren aufgrund körperlicher Vorraussetzungen einen gewissen Vorteilgegenüber den älteren Kolleginnen. In den 70er-Jahren sank dasDurchschnittsalter der Weltspitze zusehends, Befürchtungen wurden laut,der frühe Einstieg in das äußerst anspruchsvolle Training desSpitzensportes könne zu körperlichen und seelischen Entwicklungsschädenführen.

Als Reaktion erhöhte der internationale Turnverband FIG im Jahr 1981das Mindestalter für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele von 14auf 15 Jahre hinauf. 1997 wurde das derzeit gültige Limit von 16 Jahrenfestgelegt. Eine Ausnahme-Regelung besteht für die Jahre vorOlympischen Spielen - hier dürfen auch Athleten bei FIG-Veranstaltungenantreten, die erst im Olympia-Jahr die Altersbeschränkung erreichen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Fälle bekannt beidenen das Alater von Athletinnen falsch angegeben wurde. Allerdingswurden vom FIG erst einmal Strafen verhängt: 1991 wurde die damals11-jährige Nordkoreanerin Kim Gwang Suk von den Weltmeisterschaftenausgeschlossen.
 
auch keinen plan was die sich dabei denken...
typisches politkdenken mal wieder. problem taucht auf und wird entweder geduldet oder es kommt zu irgendwelchen voellig sinnlosen aktionen.

das gros der leute die schon sehr frueh mit leistungssport beginnen schafft es nicht und behaelt koerperliche schaeden fuer den rest des lebens. kenne beispiele von sportlern die nichtmal 20 sind und schon invalide (und damit meine ich nicht nen gebrochenen finger oder sowas, sondern richtig kaputten ruecken usw). gerade auch aus dem fussballbereich gibt es sehr viele mit fuss/knie und lendenproblemen.
da aendert das einstiegsalter für wettbewerbe herzlich wenig. und wie man sieht fruchten nichtmal solche restriktionen...
ansonsten ist die grundlage jeden wettbewerbs ja ungleiche chancen der teilnehmer.
frage ist also, was sollen die restriktionen? fairen wettbewerb (was ja kaese ist, sowas gibts eh nicht... ist nur gleichmacherei... )? oder jugendschutz (auch quatsch, wie bereits erlaeutert)?
erklaert auch die teilnahme der 11jaehrigen nicht (hab diese info jetzt aber nicht gepreuft, nur mehrfach gelesen)...

hab da ehrlich gesagt mehr den eindruck dass das wieder in so eine diskussion ausartet á la der osten bescheisst (dopen, staatliche kaderschmiede, usw) den westen. wobei der einzige unterschied zwischen beiden in der art und weise des bescheissens liegt...
denn ob ich nun privat hochgezuechtet werde (wer faengt schon mit leistungssport nach der pubertät an ?) oder staatlich...
dope ich staatlich organisiert (und recht plump) oder zahl ichs ueber sponsorengelder aus eigener tasche und machs weniger auffaellig...
 
So ist es, kann dieses auf die Tränendrüse drücken bzgl China nicht mehr hören.

Wenn das IOC zu blöd ist das überprüfen zu können dann bitteschön. Bei anderen Dingen gehts ja nun auch immer bis auf den mm genau zu.

Und das was Energienudel sagt stimmt auch absolut. Finds ja lächerlich wie sich alles aufgeilt an den Trainingsmethoden der Chinesen. Klar funktioniert denen ihr System quasi ohne Rücksicht auf Verluste (hörte letztens sogar ne GEschichte das eine Atheltin 1 Jahr ihren Mann nicht sehen durfte ). Aber wer glaubt denn das Leute wie Phelps, Bernard... alles zufliegt, die haben sicherlich nen ähnlichen Trainingsumfang. Oder ein Hambüchen der mit 15 Oberarme hatte von denen die meisten nur träumen können.

Wenn die Spiele nicht in China wären würden sich sehr sehr wenige dafür interessieren was dort abgeht. Jetzt tun alle so als ob die Chinesen der Mittelpunkt des bösen der Welt wären. Gibt ganz andere Orte auf der Kugel wo es wesentlich dramatischere Zustände gibt.
 
Wo ist da jetzt was neues ? China hat eine Kommunistendiktatur und seit Jahrzehnten wissen wir aus dem ehemaligen Ostblock wie das läuft. Lug und Betrug, Unterdrückung und Menschenrechte mit Füssen getreten (Stichwort Tibet, Platz des himmlischen "Friedens" etc).
Und nur aus wirtschaftlichen Gründen werden von skrupellosen Funktionären dorthin olympische Spiele vergeben.
Und jetzt regt sich irgendwer über diese Begleiterscheinungen auf ? Geh bitte !
 
herby schrieb:
Wo ist da jetzt was neues ? China hat eine Kommunistendiktatur und seit Jahrzehnten wissen wir aus dem ehemaligen Ostblock wie das läuft. Lug und Betrug, Unterdrückung und Menschenrechte mit Füssen getreten (Stichwort Tibet, Platz des himmlischen "Friedens" etc).
Und nur aus wirtschaftlichen Gründen werden von skrupellosen Funktionären dorthin olympische Spiele vergeben.
Und jetzt regt sich irgendwer über diese Begleiterscheinungen auf ? Geh bitte !

...und wetten tuns auf die Ereignisse doch auch alle, sorgen für reichlich Umsatz bei den Anbietern, das Geschäft Olympia funktioniert also.

Alles wie geplant....läuft.
 
Re: Turnen

Re: Turnen

Robär schrieb:
Richtig oder nicht richtig, gerecht oder nicht gerecht, völlig egal.

Ich würde jede Dame starten lassen im Turnen, nur eines würde ich vorschreiben


50kg Mindestgewicht


und aus Ende


Robär

Was würde das bringen? Siehst ja dass Bestimmungen nicht eingehalten werden.

Mindestalter 16 Jahre , trotzdem Kinder am Start

Die Argumente oben sind schon richtig, aber für was braucht zukünfitig dann Regeln im Sport

IOC,Fifa, Uefa, wie sie alle heissen, Bürokratie ohne Ende, zig Tausend Vorschriften, aber bei den Chinesen schaut man halt nicht so genau hin , oder wie