Sechs Tage vor Beginn der Tour de France soll bei den Ermittlungen im spanischen Radsport-Dopingskandal nach Informationen der Zeitung "El País" auch Jan Ullrich ins Visier der Fahnder geraten sein.
Die Polizei habe bei Hausdurchsuchungen mit Codes versehene Blutkonserven entdeckt und prüfe nun, ob es eine Verbindung zu dem T-Mobile-Kapitän gebe, berichtete das Blatt. Einige dieser Präparate seien mit der Aufschrift "Hijo Rudicio" (Sohn Rudicio) gekennzeichnet gewesen. Hinter "Rudicio" könne sich Teamchef und Ullrich-Intimus Rudy Pevenage verbergen, schrieb "El País" unter Berufung auf den eigentlich als geheim geltenden Ermittlungsbericht. Mit dem "Sohn" könne demnach Ullrich selbst gemeint gewesen sein...
...Die mit roten Blutkörperchen angereicherten Blutkonserven sollen nach Angaben des Blattes "Hijo Rudicio" am 1. Mai, wenige Tage vor dem Beginn des Giro d'Italia verabreicht worden sein. Eine weitere Transfusion sei für den 20. Juni geplant gewesen, also kurz vor dem Start der Tour de France. Die Fahnder seien zudem bei den Hausdurchsuchungen auf Inventarlisten von in Kühlschränken gelagerten Substanzen aus dem Jahr 2004 mit dem Eintrag "Jan" gestoßen...
...Der nach Überzeugung der Ermittler von dem Sportarzt Eufemiano Fuentes geleitete Doping-Ring war Ende Mai zerschlagen worden. Damals hatte der spanische Radiosender Cadena Ser berichtet, Ullrich habe Verbindungen zu dem Mediziner gehabt. Ullrich hatte eine Verstrickung in den Skandal während des Giro d'Italia dementiert. "Es ist eine Frechheit, meinen Namen in diesem Zusammenhang zu nennen", sagte er bei Bekanntwerden der Affäre...
..."Vor zwei Jahren war die Organisation noch kleiner und die Namen der Rennfahrer stehen direkt auf den Blutbeuteln", schrieb "El Pais". Der Name "Jan" habe auch auf Quittungen für Käufe von Dopingmitteln im Wert von 1900 Euro gestanden, die die Ermittler fanden, so die Zeitung weiter...
quelle: dpa (Meldung vom 26.06.2006 20:25 Uhr)
Die Polizei habe bei Hausdurchsuchungen mit Codes versehene Blutkonserven entdeckt und prüfe nun, ob es eine Verbindung zu dem T-Mobile-Kapitän gebe, berichtete das Blatt. Einige dieser Präparate seien mit der Aufschrift "Hijo Rudicio" (Sohn Rudicio) gekennzeichnet gewesen. Hinter "Rudicio" könne sich Teamchef und Ullrich-Intimus Rudy Pevenage verbergen, schrieb "El País" unter Berufung auf den eigentlich als geheim geltenden Ermittlungsbericht. Mit dem "Sohn" könne demnach Ullrich selbst gemeint gewesen sein...
...Die mit roten Blutkörperchen angereicherten Blutkonserven sollen nach Angaben des Blattes "Hijo Rudicio" am 1. Mai, wenige Tage vor dem Beginn des Giro d'Italia verabreicht worden sein. Eine weitere Transfusion sei für den 20. Juni geplant gewesen, also kurz vor dem Start der Tour de France. Die Fahnder seien zudem bei den Hausdurchsuchungen auf Inventarlisten von in Kühlschränken gelagerten Substanzen aus dem Jahr 2004 mit dem Eintrag "Jan" gestoßen...
...Der nach Überzeugung der Ermittler von dem Sportarzt Eufemiano Fuentes geleitete Doping-Ring war Ende Mai zerschlagen worden. Damals hatte der spanische Radiosender Cadena Ser berichtet, Ullrich habe Verbindungen zu dem Mediziner gehabt. Ullrich hatte eine Verstrickung in den Skandal während des Giro d'Italia dementiert. "Es ist eine Frechheit, meinen Namen in diesem Zusammenhang zu nennen", sagte er bei Bekanntwerden der Affäre...
..."Vor zwei Jahren war die Organisation noch kleiner und die Namen der Rennfahrer stehen direkt auf den Blutbeuteln", schrieb "El Pais". Der Name "Jan" habe auch auf Quittungen für Käufe von Dopingmitteln im Wert von 1900 Euro gestanden, die die Ermittler fanden, so die Zeitung weiter...
quelle: dpa (Meldung vom 26.06.2006 20:25 Uhr)