Glücksspielstaatsvertrag - was ändert sich 2020-2021?

Den Kommentar von Schröck finde ich sehr interessant und würde ihn gerne zur Diskussion stellen:
Kann der Staat bei den geplanten Änderungen überhaupt die Verwaltungskosten decken!?

Bei 1.000 Eur Limit im Monat, vielleicht sogar verteilt auf alle Books, fällt ein erheblicher Umsatz der Books weg. Wir reden schließlich nicht von Verlustlimit, sondern Einsatzlimit.
Bei 10% Marge kann kein Kunde mehr als im Schnitt etwa 100 Eur pro Monat verlieren.
Das typische "Gewinne neu einsetzen" fällt aufgrund des Limits weg.
Die richtigen Whales fallen komplett raus. "Ich bin nen toller Rapper und setz mal eben 10k auf City". Ist nicht mehr. Da gehen dem Book nicht nur 500-1000 Eur Profit aus der einzelnen Wette verloren, sondern in der Realität wahrscheinlich eine Summe nah an den kompletten 10k, da bei nem Win das Geld auf der nächsten "todsicheren" Wette landet.
Die Frage wäre auch wieviele Kunde ins "Illegale" abwandern. Der Kleinwetter hat grade nen Lauf, macht aus seinen 50 Euro schnell 500 - und dann kommt ne Meldung "es ist der 7. Die nächsten drei Wochen dürfen sie nicht mehr wetten". Da guckt sich doch jeder Kunde nach Alternativen um.

Ich kann die Folgen grade nicht abschätzen, aber ich würde spontan sagen für alle ausser den größten Books lohnt sich damit der deutsche Markt gar nicht mehr.

Die Kosten für den Staat müssten hoch sein. Datenschnittstelle erstellen, eine Verwaltung, die alles kontrolliert (und die Thematik überhaupt nicht kennt).
Im Vergleich zur aktuellen Situation entstehen hohe Mehrkosten bei deutlich weniger Umsatz der Books.
 
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Zum Thema Casino folgender Absatz aus der Bild: Ebenfalls reguliert wird der Online-Casinomarkt. Der Staat will das Internet quasi abschließen! Für drei Stunden am Tag soll kein Casino-Spiel (u.a. Roulette, Blackjack Automaten) möglich sein.

Der Nanny-Staat will doch nur sicherstellen, dass der geknechtete Bürger auch ein wenig schläft. Ist doch nett.
Einfach nur noch lächerlich, was in diesem Land mittlerweile abläuft.
 
Von 2016 aber immerhin eine Zahl:

Laut dem letzten im Handelsregister von Malta veröffentlichten Abschluss
hat Tipico 2016 bei einem Umsatz von 537 Millionen Euro 153 Millionen Euro Gewinn gemacht.
Die Zahl der Wetten wurde um sieben Prozent gesteigert,
der jährliche Umsatz pro Kunde auf stolze 650 Euro.
Noch lukrativer war das deutlich kleinere Onlinecasino.
Bei rund 26 Millionen Euro Umsatz warf es fast 19 Millionen Euro Gewinn ab.

Wir können ja hier im Forum eine Umfrage starten wer wie viel Umsetzt und Gewinnt, dann haben wir auch eine Diskussiongrundlage wie viele Leute hier im Forum das Ganze betreffen würde.
 
Ich kann die Folgen grade nicht abschätzen, aber ich würde spontan sagen für alle ausser den größten Books lohnt sich damit der deutsche Markt gar nicht mehr.

Würd eher sagen diejenigen die sich auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren sind gearscht. Ausländische Anbieter wie z.B. dafabet als Beispiel, können sich ja locker immer noch etwas Kleingeld hier mitnehmen. Auf Deutschland angewiesen waren und werden sie nie sein.
 
Von 2016 aber immerhin eine Zahl:

Laut dem letzten im Handelsregister von Malta veröffentlichten Abschluss
hat Tipico 2016 bei einem Umsatz von 537 Millionen Euro 153 Millionen Euro Gewinn gemacht.
Die Zahl der Wetten wurde um sieben Prozent gesteigert,
der jährliche Umsatz pro Kunde auf stolze 650 Euro.
Noch lukrativer war das deutlich kleinere Onlinecasino.
Bei rund 26 Millionen Euro Umsatz warf es fast 19 Millionen Euro Gewinn ab.

Wir können ja hier im Forum eine Umfrage starten wer wie viel Umsetzt und Gewinnt, dann haben wir auch eine Diskussiongrundlage wie viele Leute hier im Forum das Ganze betreffen würde.

Die Zahlen sind etwas seltsam, bzw. sehr vereinfacht. Ich nehm an um auf die 650 Euro pro Kunde zu kommen wurde einfach der Umsatz auf die Kundenanzahl umgelegt. Nur ist die Kundenanzahl per se nicht sehr aussagekräftig, da grob geschätzt wohl max. 10% der jemals registrierten Kunden aktiv sein dürften.

Und beim Casinoumsatz frag ich mich ernsthaft was da als Umsatz hergenommen wurde (die Einzahlungen?). Der wirkliche Umsatz am Slot/ Table etc. dürfte bei weitem höher sein. Ansonsten würde auch die exorbitante Marge von 73% keinen Sinn machen. [[nixweiss]]


Bei den Hintergründen fällt mir ein Spruch von Jürgen Klopp ein, der sinngemäß meinte wenn man mit dem Konkurrenten nicht auf höchsten Niveau mithalten könne, dann muss man ihn halt auf sein Niveau herunterziehen. Was hat das jetzt mit dem Glücksspielstaatsvertrag zu tun? Ganz einfach: Oddset!

Jedes Bundesland hat eine Lottogesellschaft, die auch mit Oddset Geld machen. Während in anderen Wirtschaftszweigen Politiker sich den einen oder anderen Groschen durch Posten in Aufsichtsräten und Co hinzuverdienen können das Politiker in der Wettbranche bisher nur in den einzelnen Lottogesellschaften. Nur ist Oddset einfach nicht konkurrenzfähig. Was könnte man also tun, um das Ungleichgewicht zwischen Oddset und dem Rest der Wettbranche ein wenig zu seinen Gunsten zu verschieben? Richtig, man erlässt unter dem Deckmantel des Spielerschutzes einfach ein paar idiotische Gesetze... [[feuer]]
 
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