Glücksspielstaatsvertrag - was ändert sich 2020-2021?

Das ist nicht deren Entscheidung. Der Staat untersagt es ihnen ihr Wettangebot anzubieten. Wer dies trotzdem macht, bekommt eine Unterlassungsklage. Wie oben im Link beschrieben.

ich denke es wird bei den Agenten schon weiterhin Möglichkeiten geben - das Ganze ist heute ja schon genau so "illegal" wie es morgen oder nächstes Jahr sein wird, aber es handelt sich dabei einfach um so einen kleinen Nischenmarkt, dass es nicht wirklich ins Gewicht fällt. Mag sein dass die Finanzabwicklung etwas komplizierter wird und man Bitcoin statt Skrill o.ä. verwenden muss, aber mehr Einschnitte sehe ich da eigentlich nicht kommen.

Und die oben angesprochenen 1000 Euro pro Anbieter pro Monat (die ja, wie schon mehrfach angesprochen, auch eh nicht fix sind) sind übrigens erstmal korrekt - eine anbieterübergreifende Kontrollplattform ist erst für 2021 geplant.
 
Das Geschäftsmodell der Asiaten besteht ja gerade darin, Leuten aus Ländern, in denen die Anbieter nicht offiziell operieren dürfen, Zugang zu den Märkten zu verschaffen. Warum soll damit bitte jetzt auf einmal Schluss sein? Ich glaube auch nicht, dass plötzlich alle Anbieter am 01.01. ein Einsatzlimit haben.
 
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Ich habe mal meine Kontakte spielen lassen, da ich wahrscheinlich einen viel besseren Draht als man anderer hat. Bisher ist noch nix durch! Diese 1000 Euro Verlustlimit würden mir das Genick brechen;-(
Also folgendes, die können diese 1000 Euro Anbieterübergreifend nicht durchsetzen, da dies Spielerdaten "Sharing" voraussetzen würde und mit der DSGVO / GDPR ist das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit! Dann gibt es wohl für Spieler die Möglichkeit, diese 1000 Euro anheben zu lassen,wenn man Liquide Mittel nachweisen kann (wie das genau aussieht, weiß bisher auch keiner). Geschweige denn gibt es auch keine zentrale "Überwachungsstelle" für alle Spieler. Einige meiner Anbieter meinten auch, Notfallshalber wechseln Sie auf eine andere Lizenz und dann betrifft Sie das auch nicht.
Ich denke auch nicht,das die Buchmacher sich das gefallen lassen werden, das sind Umsatzeinbrüche in Millardenhöhe! Also was bleibt ist letztendlich nur bis Jan/Feb abzuwarten und sehen was rauskommt.
 
Einige meiner Anbieter meinten auch, Notfallshalber wechseln Sie auf eine andere Lizenz und dann betrifft Sie das auch nicht.
Ich denke auch nicht,das die Buchmacher sich das gefallen lassen werden, das sind Umsatzeinbrüche in Millardenhöhe! Also was bleibt ist letztendlich nur bis Jan/Feb abzuwarten und sehen was rauskommt.

Beid enen kannst du aus Deutschland aber dann nicht mehr wetten, weil sie dann Klagen ins Haus stehen haben. Entweder mit deutscher Lizenz oder gar nicht auf dem deutschen Markt. UK, Frankreich und Italien machen es leider schon vor, da läuft es genauso ab :(
 
Beid enen kannst du aus Deutschland aber dann nicht mehr wetten, weil sie dann Klagen ins Haus stehen haben. Entweder mit deutscher Lizenz oder gar nicht auf dem deutschen Markt. UK, Frankreich und Italien machen es leider schon vor, da läuft es genauso ab :(

Die Asiaten operieren sogar in den USA, wo die Strafen bekanntlich nicht höher sein könnten. Du betreibst hier Schwarzmalerei, obwohl noch nichts wirklich klar ist, auch wenn sich sicherlich nicht viel zum Positiven wenden wird.
 
Die Asiaten operieren sogar in den USA, wo die Strafen bekanntlich nicht höher sein könnten. Du betreibst hier Schwarzmalerei, obwohl noch nichts wirklich klar ist, auch wenn sich sicherlich nicht viel zum Positiven wenden wird.

Fakten sind Schwarzmalerei?

Deutschland macht jetzt das gleiche wie die benannten Länder auch und da ist es genau so inzwischen. Wieso sollte es dann hier anders laufen? Manche wollen gewisse Dinge vielleicht auch nicht wahr haben.

Man muss auch mal einsehen, das viele Bookies wohl wegbrechen werden auf Dauer und diejenigen die eine deutsche Lizenz haben, wohl aufgrund der genannten Dinge komplett unbrauchbar sein werden. Für mich auf jeden Fall.
 
Hier mal ein Beispiel wie es in Schweden läuft:

Dass das Online-Glücksspiel in Schweden seit Jahren floriert, ist eigentlich bekannt. Doch die Glückspielbehörde Spelinspektionen hält seine wachsame Hand über die Online-Casinos. Ziel ist die Überwachung, damit die iGaming-Betreiber die Bestimmungen zum Glücksspiel einhalten. Wenn wir es genau nehmen, ist eine solche Behörde für Deutschland ebenfalls geplant. Bei der Umsetzung hängen wir aber viele Jahre zurück. Sicherlich können sich die Deutschen in Schweden einiges abschauen. Doch dabei sollte die aktuelle Entwicklung ebenfalls studiert werden. Denn durch sehr strenge Vorlagen gegenüber den lizenzierten Betreibern, profitieren jetzt allem Anschein nach die illegalen Glücksspielanbieter. Daraus resultiert aktuell eine größere Unzufriedenheit eines in Schweden ansässigen Fachverbandes zum Thema iGaming.

Tatsächlich lässt sich der Kritikpunkt mit relativ exakten Zahlen beziffern. In Schweden finden sich aktuell 85 bis 87 Prozent der Spieler im regulierten Glücksspiel wieder. Somit sind es jedoch auch 13 bis 15 Prozentpunkte, die auf illegale Angebote zurückgreifen. Und genau hier setzt Branschföreningen för Onlinespel (BOS) aus Schweden an. Denn diese Zahlen sind schlechter als Schätzungen, die vor der Einführung der Regeln von der Glücksspielbehörde gemacht worden sind. Zudem liegen sie unterhalb der Grenze von 90 Prozent, welche in den Plänen der schwedischen Regierung zum Thema schriftlich fixiert sind. Kurz lassen sich die Beschwerden von BOS in wenigen Sätzen zusammenfassen: Die Regulierung trifft lizenzierte Betreiber zu hart. Strenge Vorschriften erschweren es, attraktive Angebote zu bieten. Daher weichen viele Spieler auf den nicht regulierten, aber attraktiveren Markt aus.

Quelle: https://www.online-casino.de/nachri...hweden-muss-strenge-regeln-ueberdenken-30604/
 
Ehrlich gesagt sehe ich der Änderung ab Januar relativ entspannt entgegen.

Der wichtigste Grund: Es handelt sich um ein Provisorium. Schon 2021 werden die Länder einen neuen Staatsvertrag aushandeln. Die Anstrengungen seitens der Behörden, gegen unreguliertes Glücksspiel vorzugehen, dürften sich aufgrund der kurzen Laufzeit des neuen Staatsvertrags also eher in Grenzen halten. Zumal es bis heute keine einzige Behörde in Deutschland gibt, die illegales Online-Glücksspiel systematisch bekämpfen würde/könnte. Solche Strukturen schafft man nicht über Nacht. Die Einrichtung einer neuen Behörde ist immer mit finanziellem, bürokratischem und personellem Aufwand verbunden. Viele Bundesländer, insbesondere solche mit klammen Kassen, werden sich zweimal überlegen, ob und in welcher Höhe sie Mittel für eine solche Behörde bereitstellen werden. Die Bekämpfung illegalen Glücksspiels ist nicht gerade ein Thema, mit dem man politisch punkten könnte. Insofern glaube ich auch nicht, dass man diesem Aufgabengebiet eine besonders hohe Priorität zuweisen wird.
Und selbst wenn man die Behörden komplett aus der Rechnung rausließe und von einer Situation ausginge, in der die Wettanbieter von sich aus und ohne Zutun deutscher Behörden alle deutsche Kunden ausschließen würden, selbst dann wird es Schlupflöcher und Alternativen geben. Einige davon wurden in diesem Thread ja bereits genannt.

Asianconnect z.B. akzeptiert Spieler aus den USA, obwohl diese offiziell vom Spielangebot ausgeschlossen sind. Der Workaround funktioniert hier über Bitcoin. SportOdyssey z.B. wurde nur für diesen Zweck geschaffen.

Spieler aus Frankreich, Spanien und Italien, wo bereits seit längerer Zeit eine sehr scharfe Glücksspielregulierung herrscht, berichten in internationalen Foren über Agenten und Workarounds, um weiterhin in Asien wetten zu können (wenngleich die Auswahl der verfügbaren Agenten natürlich eingeschränkt ist). Der Zugang zum asiatischen Wettmarkt wird sich also womöglich verengen, aber grundsätzlich weiterhin erhalten bleiben. Wohingegen das softe Angebot stark reduziert sein und sich auf einige wenige, außerhalb Europas lizenzierte Bookies beschränken wird. Großes Potential sehe ich auch hier für Bitcoin only Books.
Selbstverständlich wird es auch die Möglichkeit geben, über Strohmänner bzw. Drittkonten und VPN/VPS bestehende Regulierung zu umgehen, unabhängig davon, ob der jeweilige Bookie deutsche Kunden akzeptiert oder nicht. Da eine Strafverfolgung gegen Teilnehmer am unregulierten Glücksspielmarkt aufgrund der fehlenden Strukturen vorerst auszuschließen ist, muss man sich imo auch keine Gedanken um rechtliche Konsequenzen machen. Wenn überhaupt werden sich die Behörden bei der Bekämpfung illegalen Glücksspiels auf Maßnahmen gegen die Veranstalter beschränken, siehe Filesharing/Filehosting etc.

tl;dr: Das Thema wird heißer gekocht als gegessen.
 
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Es ist absolut krank zu sehen, wie der Staat gegen das Glücksspiel vorgeht, weil sich daraus nicht genug Steuergewinne erzielen lässt (ähnlich z.b. Cannabis). Es dürfen sich z.b. keine 10 erwachsenen Leute zusammensetzen und um Geld poker spielen (selbst wenn die blinds 1cent2cent sind), aber an jeder ecke steht ein Zigarettenautomat oder man kann sich billig mit alk zuschütten. Hauptsache, das Geld durch Tabaksteuer oder die MWST des Alkohols füllt den Geldbeutel des Staates. Es geht nicht um Spielerschutz, es geht nur ums Geld
 
The Minister for the Interior in the German state of Hesse has claimed no operator has filed an application for a federal sports betting licence, warning that companies will face immediate action if they continue to operate without certification.

Minister Peter Beuth said that operators would be expected to temporarily cease offering sports betting until their licence application has been processed by the Regional Council of Darmstadt, the state body that will oversee the process.

While Beuth pointed out that the Council has been accepting permits “for months”, no operator has filed its application to date. Operators have until the end of the year to file these applications.

“I therefore urgently warn operators that from January 2020, sports betting is subject to authorisation, and there will be no more toleration [of unlicensed offerings],” Beuth said. "We will consistently prohibit illegal offerings. If you do not have permission then you are liable for prosecution, and the state will be forced to act.

“Advertising for sportsbook providers would then no longer be shown, whether on television or in stadia.”

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Kein großer Buchmacher, der sich bis jetzt beworben hat.

Ist das jetzt eigentlich nur ein hessische Drohkulisse, weil er auch weiter davon spricht, wenn die anderen Bundesländer nicht so mitziehen wollen, machen sie das im Alleingang (in Hessen)?