Formel 1 - Saison 2004

Provisorische Liste der Formel-1-WM-Piloten 2004:

1. Michael Schumacher (GER) Ferrari
2. Rubens Barrichello (BRA) Ferrari [[winkewinke]]

3. Juan-Pablo Montoya (KOL) Williams-BMW
4. Ralf Schumacher (GER) Williams-BMW

5. David Coulthard (GBR) McLaren-Mercedes
6. Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes

7. Jarno Trulli (ITA) Renault
8. Fernando Alonso (ESP) Renault

9. Jenson Button (GBR) BAR-Honda
10. Takuma Sato (JPN) BAR-Honda

11. Giancarlo Fisichella (ITA) Sauber-Petronas
12. Felipe Massa (BRA) Sauber-Petronas

14. Mark Webber (AUS) Jaguar-Cosworth
15. Christian Klien (AUT) Jaguar-Cosworth

16. Cristiano da Matta (BRA) Toyota
17. Olivier Panis (FRA) Toyota

18. noch nicht fixiert Jordan-Ford
19. noch nicht fixiert Jordan-Ford

20. noch nicht fixiert Minardi-Cosworth
21. noch nicht fixiert Minardi-Cosworth
 
Neuer Ferrari schon ab Melbourne


München - Ferrari hat wohl aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt. Zu Beginn holte da nämlich Michael Schumacher aus den ersten drei Rennen nur magere acht Punkte.

Der Grund dafür lag auf der Hand - der Weltmeister musste mit dem Vorgängermodell an den Start gehen.

Neues Auto schon in Melbourne

Aber 2004 wird alles anders. "Schumi" wird bereits am 7. März in Melbourne mit dem neuen Ferrari F2004 an den Start rollen.

"Wir wollen das Auto schon im Januar vorstellen und vom ersten Rennen an damit fahren", sagt Sportdirektor Jean Todt in der "Gazzetta dello Sport".

Zufriedenstellende Tests

Und es scheint bei den "Roten" alles nach Wunsch zu laufen. "Wir arbeiten intensiv am neuen Auto, die Tests sind zufriedenstellend", so Todt weiter.

Und zu dem neuen Auto gab es auch noch eine "Liebeserklärung" vom Sportchef für den sechsfachen Weltmeister. Todt möchte unbedingt, dass Schumacher seinen Vertrag, der bis 2006 läuft, erfüllt.

Todts "Liebeserklärung"

"Denk dran: Wir haben bis 2006 unterschrieben. Ich erwarte noch drei Helme", schrieb der Franzose in einem Offenen Brief im Magazin "MAX".

Schumacher bedankt sich bei seinem Chef traditionell nach jeder Saison für die vom ganzen Team geleistete Arbeit, indem er dem Franzosen seinen Rennhelm schenkt.

Vater-Sohn-Verhältnis

Die beiden Protagonisten des Ferrari-Teams verbindet fast ein Vater-Sohn-Verhältnis. Seit seinem Wechsel zur Scuderia im Jahr 1996 hat der Kerpener alle Höhen und Tiefen bei dem Traditions-Rennstall aus Maranello erlebt.

"Du hast uns förmlich angesteckt mit deinem unbändigen Siegeswillen. Diese Zeit zwischen Zweifel und Kampfeslust hat uns zusammengeschweißt", schreibt Todt: "Unser Verhältnis, zunächst rein beruflich, entwickelte sich zu einer Freundschaft. Heute verbindet uns eine fast familiäre Nähe."

70 Siege in 193 Rennen

Todt verdankt seine inzwischen unumstrittene Position bei der Scuderia Ferrari vor allem den Erfolgen Michael Schumachers. Der 34-Jährige hat in 193 WM-Rennen 70 Siege eingefahren.

Sechs WM-Titel sieht Todt gar als "Rekord für die Ewigkeit". Seine Professionalität wurde Schumacher, der mit seiner Familie in der Schweiz lebt, oft als "Kälte" ausgelegt.

Aufgeregter Sportdirektor

Doch Todt sieht das anders: "Du bist ein treuer Freund. Es gibt Menschen, die sagen, du seist kalt, distanziert. Ich kenne dich anders. Als jemanden, der Menschen respektiert. Der da ist, wenn er gebraucht wird. Meist im Stillen."

In den gemeinsamen Familien-Urlauben im Winter ist Spaß Trumpf. "Ich liebe es, wenn du versuchst, mich, der doch keinen Alkohol mag, mit Schnaps abzufüllen", gesteht Jean Todt und gab zu: Vor der neuen Saison sind alle Ferraristi schon wieder "aufgeregt wie kleine Kinder und nervös wie Rennpferde".
 
Hat sich Ralf verpokert??



München - Zu hoch gepokert und alles verloren? Diese Frage muss sich seit heute wohl BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher stellen.

Der Kerpener befindet sich seit Monaten in Verhandlungen mit seinem Arbeitgeber, um seinen Ende 2004 auslaufenden Kontrakt zu verlängern. Man sei sich prinzipiell einig, es hapere nur noch an Kleinigkeiten.

Der Punkt, um den sich die Streitigkeiten drehen, lautet: Gehaltsforderung. Der WM-Fünfte möchte auch weiterhin die Kleinigkeit von 15 Millionen Dollar verdienen, Teamchef Frank Williams will aber nur neun Millionen Dollar jährlich herausrücken.

Frank Williams mit Geduld am Ende

Jetzt ist der Konflikt eskaliert: Dem Briten sei nach Angaben der Zeitung "Bild" der Geduldsfaden endgültig gerissen, und er habe sein Vertragsangebot an Ralf Schumacher zurückgezogen.

Fährt nach Juan Pablo Montoya auch noch der zweite BMW-Williams-Pilot seine letzte Saison bei den Weiß-Blauen?

Diese Variante scheint nach Lage der Dinge im Bereich des Möglichen, denn Frank Williams gilt in Formel-1-Kreisen als ein Mann, der zu seinen Entscheidungen steht - und seien sie auch noch so hart.

Zu hohe Gehaltsforderungen von Ralf Schumacher

Für den 61-Jährigen liegt das Thema Vertragsverlängerung nun erstmal auf Eis, die Kommunikation zwischen beiden Parteien scheint ebenfalls eingefroren zu sein. (Waren Ralfs Gehaltsforderungen übertrieben? Diskutieren Sie mit anderen Usern im Motorsport-Forum!)

Möglicherweise hat Ralf Schumacher, in Form seines Managers Willi Weber, den Bogen einfach überspannt. Nach dem Abschied von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist der Kerpener nach seinem Bruder Michael Schumacher der Bestverdiener unter den Formel-1-Piloten.

Und das wäre er selbst mit einem Gehalt von neun Millionen Dollar. Denn seine Kollegen Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen setzen sich bereits für eine Summe von jeweils sechs Millionen Dollar hinter das Steuer.

Weber brachte Toyota ins Spiel

Vielleicht fühlte sich Ralf Schumacher ein wenig zu sicher, was seine Position im Team angeht. Anders lässt sich kaum erklären, warum Willi Weber vor kurzem den Namen Toyota in das große Verhandlungsspiel brachte. Einzig, um den Preis für seinen Schützling in die Höhe zu treiben.

Und auch der 28-Jährige selber glaubte, den Druck auf seinen Arbeitgeber erhöhen zu können: "Mein Ziel für 2005 ist natürlich ein besserer Vertrag als der aktuelle. Klar fühle ich mich wohl bei BMW-Williams - aber es gibt auch noch andere schlagkräftige Teams."

Mit Aussagen wie diesen hat sich Ralf Schumacher wohl mehr selber geschadet. Jeder bei BMW-Williams weiß um die guten Leistungen des Kerpeners, doch auch bei Frank Williams gibt es eine Schmerzgrenze - die nun überschritten zu sein scheint.
 
Schumi gegen Kampfjet


Grosseto - Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher lässt sich am Donnerstag auf ein Duell der besonderen Art ein.

Der Deutsche misst sich auf dem Militär-Flughafen in Grosseto mit einem Eurofighter-Kampfjet. Schumacher tritt dabei mit dem Ferrari F2003-GA (900 PS) gegen den Astronauten und Testpiloten Maurizio Chelli im Kampfbomber mit 80-mal mehr Leistung (rund 74.500 PS) an.

Großer Zuschauerandrang

Über 500, 1000 und 1500 m werden in drei Versuchen die besseren Beschleunigungswerte ermittelt.

Über 70.000 Zuschauer werden in Grosseto erwartet, zu ihnen zählt auch Ferrari-Sportdirektor Jean Todt. Auch Ferrari-Boss Luca di Montezemolo wird wahrscheinlich auf der Ehrentribüne das Rennen beobachtet, das der Staatssender RAI 1 ab 10.40 Uhr live übertragen wird.

Duelle Bolide gegen Jet geschichtlich verankert

Im Internet wird bereits gewettet, wer die Herausforderung gewinnen wird. 400 ausländische Journalisten werden in Grosseto erwartet.

Duelle zwischen Autos und Jets sind keine Neuigkeiten in Italien. 1981 kämpfte Gilles Villeneuve mit seinem 126 CTK Turbo gegen einen Jet F-104 und siegte auf einer ein Kilometer langen Strecke mit einer Sekunde Vorsprung.

1931 duellierte sich der legendäre Tazio Nuvolari am Steuer eines Alfa Romeo 2300 mit dem Flugzeug Caproni 100. Nuvolari verlor.
 
Berger Als Teamchef zu Toyota??

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Wien - Schön war die Abschiedsrede von Gerhard Berger als Motorsportdirektor bei der BMW-Motorsport-Party im österreichischen Seefeld. Die Wehmut war Berger förmlich anzumerken, aber scheinbar hat sich der 44-Jährige schon nach einem neuen Betätigungsfeld umgesehen.

Der Tiroler wird mit dem Teamchef-Posten bei Toyota in Verbindung gebracht.

Wie die Kölner Zeitung "Express" berichtet, liebäugelt der 44-Jährige nach einem Jahr Pause ab 2005 mit einer Rückkehr in die Formel 1 - zu Toyota! Beim japanischen Rennstall soll Teamchef Ove Andersson 2005 im Alter von 65 Jahren passenderweise in Pension gehen.

"Das wäre eine reizvolle Aufgabe"

"Das wäre eine reizvolle Aufgabe. Ich wäre nicht abgeneigt, ein Team zu leiten", wird Berger auf Toyota angesprochen zitiert.

Bei Toyota würde Berger beinahe paradiesische Voraussetzungen vorfinden.

Mit angeblich 500 Millionen Euro sollen die in Köln ansässigen Japaner das größte Budget der gesamten Königsklasse haben. Das Ziel ist klar: Der WM-Titel muss her.

Ralf Schumacher flirtet mit Toyota

Dafür wird auch auf dem Fahrersektor mächtig Gas gegeben. Ganz offen flirtet Willi Weber, Manager von Ralf Schumacher, mit Toyota über einen Wechsel seines Schützlings ab der Saison 2005.

Vermutlich ein Ablenkungsmanöver, um den Druck auf BMW-Williams wegen der ins Stocken geratenen Verhandlungen über einer vorzeitige Verlängerung des Ende 2004 auslaufenden Vertrags zu erhöhen.

Berger und Ralf wieder vereint?

Ralf selbst ist genervt: "Zurzeit weiß ich wirklich noch nicht, in welchem Wagen ich dann sitze. Geld ist weniger das Thema."

Berger und Ralf Schumacher gemeinsam zu Toyota? Ausschließen kann man es nicht. Und dass die beiden ein Team aufbauen können, haben sie ja schon bei BMW beweisen.
 
Raikkönen 2005 - Bleibt er oder geht er??


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München - McLaren-Mercedes hat für 2005 mächtig aufgerüstet. Mit Juan Pablo Montoya kommt von BMW-Williams ein Fahrer, der das Ziel Weltmeister-Titel vor Augen haben wird.

Ähnlich wie Kimi Räikkönen. Der junge Finne wird - nachdem er 2003 nur knapp an Michael Schumacher gescheitert war - in den nächsten beiden Jahren versuchen, die Krone nach Stuttgart zu holen.

"Wer sagt, dass ich dann noch bei McLaren bin?"

Vorausgesetzt, er wird auch 2005 noch für die Silbernen am Start sein.

Denn das scheint noch lange nicht geklärt. "Juan Pablo Montoya wird 2005 mein Teamkollege? Und wer sagt, dass ich dann noch bei McLaren bin?", ließ Räikkönen jüngst aus Finnland verlauten.

Angst vor Duell mit Montoya?

Plant Räikkönen seinen Weggang von McLaren-Mercedes, um ein teaminternes Duell mit Montoya zu vermeiden? Schwer vorstellbar, aber begeistert ist er von seinem neuen Teamkollegen mit Sicherheit nicht. Vielmehr hoffte der Ehrgeizling wohl nach seiner tollen Leistung 2003 darauf, in Zukunft - Schumi-gleich - von der Teamleitung einen Nummer-1-Status garantiert zu bekommen.

Die Ausssagen Räikkönens implizieren dann auch einen gewissen Trotz: "Was auch immer in der nächsten Saison zwischen Montoya und mir auf der Strecke geschehen wird, es wird nichts damit zu tun haben, was 2005 passieren könnte."

Montoya voller Tatendrang

Räikkönen weiter: "Ich sehe ihn einfach als weiteren Gegner, genauso wie David das auch ist. Ich versuche immer meinen Teamkollegen zu schlagen, egal um wen es sich dabei handelt."

Klar ist in jedem Fall, dass auch Montoya im Kampf gegen den Finnen nicht einen Millimeter zurückweichen wird. Der Kolumbianer strotzt vor Selbstvertrauen, Rücksicht ist für ihn auf der Strecke nur selten maßgebend.

Was macht Coulthard?

Interessant auch die Aussagen von Martin Brundle, Ex-Rennfahrer und jetziger Manager von David Coulthard. Bislang galt als sicher, dass der Schotte eben für Montoya seinen Platz räumen muss.

Brundle sieht das ein wenig anders: "Alles hängt von der Form 2004 ab." Im Klartext: Überzeugt Coulthard, ist ein Verbleib bei McLaren-Mercedes durchaus im Bereich des Möglichen. (Aufhören oder Weitermachen: Was raten Sie David Coulthard?)

"Bis 2005 ist es noch ein langer Weg"

"Es ist verständlich, dass viele meinen, dass die Fahrerpaarung für 2005 Räikkönen und Montoya heißen wird, aber das steht noch nicht fest", macht Brundle deutlich. "Wenn dem so wäre, dann hätte McLaren das längst gesagt. In 18 Monaten Formel 1 kann viel passieren. David sieht die Unterzeichnung von Montoya sicher nicht als eine gute Neuigkeit an, aber bis 2005 ist es noch ein langer Weg."

Coulthard gibt also noch lange nicht auf. Und ob Räikkönen sich wirklich auf ein Duell mit Montoya einlässt, ist fraglich. Vielleicht informiert er sich vorher noch einmal bei Ralf Schumacher...
 
Barrichello in Jerez der Regengott


München - Regen scheint Ferrari weiter am besten zu liegen. Bei strömendem Niederschlag im andalusischen Jerez de la Frontera fuhr Rubens Barrichello die schnellste Zeit.

Der Brasilianer benötigte für seine schnellste Runde auf dem Circuito de Jerez 1:26,052 Minuten. Barrichello saß seit dem Abschluss der Saison 2003 in Suzuka zum ersten Mal wieder im Ferrari F2003-GA. Parallel drehte Luciano Burti in Fiorano seine Runden. (Sie kennen sich in der Formel 1 aus? Dann spielen Sie den PS-Experten!)

BAR im Aufwind

Eine überzeugende Vorstellung bot in Jerez auch der BAR-Pilot Takuma Sato. Der Japaner - natürlich ebenfalls auf Regenreifen unterwegs - benötigte für eine Umdrehung 1:26,709 Minuten und zeigte, dass der weiterentwickelte BAR-Honda 005 bereits ganz gut funktioniert. Auch Satos Teamkollege Anthony Davidson wusste zu überzeugen (1:27,687 Minuten).

Für eine Überraschung sorgte Felipe Massa an seinem zweiten Tag des Sauber-Comebacks. In 1:26,950 Minuten landete der Brasilianer auf dem dritten Rang in der Zeitentabelle.

Alonso mit Problemen

Bei BMW-Williams konzentrierte man sich angesichts der problematischen Bedingungen auf Tests der Regenreifen von Michelin. Juan-Pablo Montoya hatte am Ende über 1,2 Sekunden Rückstand (1:27,397 Minuten), asbolvierte dabei aber 48 Runden. Teamkollege Marc Gene lag über 2,5 Sekunden hinter der Spitze.

Ebenfalls in Jerez am Start: Supertalent Fernando Alonso. Der Spanier benötigte im Renault 1:28,660 Minuten. Teamkollege Franck Montagny war schneller und fuhr 1:27,397 Minuten.

Klien mit Steigerungspotenzial

Das fleißigste Team war Jaguar. Mark Webber und Christian Klien brannten jeweils 41 Runden in den Asphalt. Der Australier verlor auf die Bestzeit mehr als 1,5 Sekunden (1:27,855 Minuten), der Österreicher war sogar 4,5 Sekunden langsamer als Barrichello (1:30,520 Minuten).

Eine schwache Vorstellung bot McLaren-Testpilot Alexander Wurz. Der Österreicher brachte es lediglich auf elf Runden und landete mit 1:32,387 Minuten auf dem letzten Rang.

Die Testfahrten in Jerez werden am Mittwoch fortgesetzt.
 
Magny-Cours ist im Kalender 2004 dabei


12.12.2003 (SID) - Die großen finanziellen Probleme der Streckenbetreiber machen den Großen Preis von Frankreich auch weiterhin zu einem Wackelkandidaten. Dennoch steht das Rennen unter Vorbehalt im Formel-1-Kalender für 2004. Der Automobil-Weltverband FIA hat allerdings den vorgesehenen Termin mit dem England-GP getauscht, der jetzt am 11. Juli in Silverstone stattfinden und damit dem Wimbledon-Finale und dem Endspiel der Fußball-EM in Portugal ausweicht. Beide Großereignisse finden am 4. Juli statt, der jetzt für Magny-Cours reserviert ist.

GP von Kanada ist gesichert

Endgültig gesichert ist jetzt der Große Preis von Kanada in Montreal am 13. Juni, für dessen Rückkehr in den Kalender eine finanzielle Einigung mit den Teams wegen des Tabakwerbeverbotes gefordert war. Das teilte die FIA am Freitag nach dem World Motor Sport Council in Paris offiziell mit.

Für die Austragung des Rennens in Frankreich hat die FIA zwei Bedingungen gestellt. Zum einen muss dem Verband bis zum 31. Dezember 2003 ein bestehender Vertrag zwischen dem französischen Automobil-Verband und den Formel-1-Promotern vorgelegt werden. Zum anderen müssen alle in der WM engagierten Teams einverstanden sein. Der Frankreich-GP war von den Organisatoren vor einigen Wochen für 2004 abgesagt worden, nachdem das Rennen in den vorigen beiden Jahren rote Zahlen geschrieben hatte. 2002 gab es ein Defizit von 1,4 Millionen Euro, in der abgelaufenen Saison betrug das Loch in den Kassen gar 4,5 Millionen Euro. Für den Zeitraum zwischen 2005 und 2009 hatte Magny-Cours allerdings mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wieder einen Vertrag über die Austragung des Rennens abgeschlossen. Zuletzt hatte der französische Motorsport-Verband (FFSA) Gespräche mit Vertretern aus der Wirtschaft zur Rettung der Veranstaltung gestartet, um fehlende sieben Millionen Euro für den Grand Prix 2004 aufzutreiben.
Saison startet am 7. März

Das erste der beiden deutschen Rennen findet wie schon beim letzten World Council am 15. Oktober festgelegt am 23. Mai auf dem Nürburgring statt (Großer Preis von Europa), der Große Preis von Deutschland in Hockenheim steigt am 25. Juli. Saisonbeginn ist am 7. März in Melbourne/Australien, das Finale wird am 24. Oktober in Brasilien ausgetragen.
 
Minardi verpflichtet Gianmaria Bruni für 2004

Nun ist es offiziell: Minardi befördert Testpilot Gianmaria Bruni vom Test- zum Stammpiloten
Ralf Schumacher darf auf dem Bahrain International Circuit fahren. am 16.12.04

BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher wird der erste Fahrer sein, der auf dem nagelneuen 5,410 Kilometer langen Bahrain International Circuit fahren darf. Am kommenden Dienstag wird sich der Kerpener nach Bahrain begeben und mit einem BMW X5 erste Eindrücke sammeln.
 
Wird Räikkönen neuer Formel-1-Krösus?

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München - Dass Kimi Räikkönen einer der talentiertesten Fahrer der Formel 1 ist und eine große Zukunft vor sich hat, ist nichts Neues.

Neu ist hingegen die Erkenntnis, dass sich sein Arbeitgeber McLaren-Mercedes die Dienste des "Iceman" offenbar enorm viel kosten lässt.

Kimi soll mehr verdienen als Schumi

Laut Informationen des Magazins "BusinessF1" wird Räikkönen im Laufe seines Vertrags mit den Silbernen, der bis zum Ende der Saison 2006 gültig ist, eine Gesamtsumme von 134 Millionen Euro verdienen. Allein 69 Millionen Euro davon soll sein Salaire für die Saison 2006 betragen.

Das würde bedeuten, dass Räikkönen Michael Schumacher als bestverdienenden Fahrer in der "Königsklasse" ablöst. Der sechsfache Weltmeister bringt es im Vergleich zu den Zahlen, die das Magazin nennt, bei Ferrari angeblich nur auf ein "bescheidenes" Jahreseinkommen von 32 Millionen Euro.

Sparkurs ad absurdum geführt

De facto hieße das, dass der junge Finne 2006 mehr als doppelt so viel Geld verdienen würde wie Schumacher.

In Zeiten, in denen auch die großen Formel-1-Teams ans Sparen denken müssen, sind derartige Zahlen schwer zu glauben, aber wenn die Schätzungen von "BusinessF1" nur annähernd der Realität entsprechen, dann führt McLaren-Mercedes alle Sparbemühungen im Falle Räikkönen ad absurdum.

Wird Montoya zweiter Großverdiener?

Und das vor dem Hintergrund, dass mit Juan Pablo Montoya ab der Saison 2005 noch ein zweiter Shooting-Star den silbernen Overall tragen wird.

Der Kolumbianer, der bei seinem jetzigen Arbeitgeber BMW-Williams im Gehaltsgefüge noch hinter Kollege Ralf Schumacher anstehen muss, wird sich sicher nicht mit sehr viel weniger Geld zufrieden geben als Räikkönen.

Ferrari müsste ein Vermögen zahlen

Vor dem Hintergrund der genannten Zahlen erscheinen auch Gerüchte, dass Räikkönen eventuell McLaren-Mercedes nach der kommenden Saison verlässt und zu Ferrari wechselt, unwahrscheinlicher denn je.

Denn die Scuderia müsste schon einen in der Formel 1 noch nie da gewesenen finanziellen Kraftakt vollführen, um sich die Dienste eines Kimi Räikkönen zu erkaufen.
 
Schumi hat noch viel vor


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München - Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher will seine Karriere noch einige Jahre fortsetzen. "Mir macht es noch so viel Spaß", sagte der sechsmalige Champion bei einem Fernsehauftritt.

Er habe das Gefühl, dass er vom Alter und vom Kopf her "noch gut mithalten kann und da auch noch einige schöne Jahre vor mir habe". Er fühle sich im Kopf "wesentlich jünger" als 34.

Warten auf stärkeren Gegner

Der Ferrari-Star hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass der Zeitpunkt für ein Karriere-Ende offen ist. Schumacher will dies auch von seiner persönlichen Form und seiner Konkurrenzfähigkeit abhängig machen.

"Wenn jemand kommt, der bei mir im Team ist und mir die Butter vom Brot nimmt, und ich einfach nicht mehr schnell genug bin", dann sei der Zeitpunkt gekommen. Denn dann müsse man sehr viel Risiko eingehen, "mehr, als vernünftig wäre". (Wie lange ist Schumi noch gut genug für die Formel 1? Diskutieren Sie jetzt im Motorsport-Forum!)

Mehr Zeit für die Familie

Der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte feiert am 3. Januar seinen 35. Geburtstag. Sein aktueller Kontrakt mit Ferrari läuft bis 2006.

Schumacher bespricht sich vor Vertragsverlängerungen immer mit seiner Frau Corinna. Wenn seine Familie unter seinem Beruf leiden würde, würde er nach eigenen Angaben ihr zuliebe aufhören. Doch der Ferrari-Job lasse ihm genügend Zeit für die Familie.

Dank an das Team

"Man muss dem Team ein Riesenkompliment machen. Es lässt uns wirklich die Möglichkeit, nach dem Rennen die Zeit mit der Familie zu verbringen und auch zwischen den Testfahrten immer wieder Ruhe zu haben." Wenn das nicht der Fall wäre, würde er "ganz klar nein" sagen. (Sichern Sie sich jetzt Ferrari-Fanartikel. Besuchen Sie den Sport1-Shop!)

"Wir haben Kinder in die Welt gesetzt, weil wir auch beide davon etwas haben möchten. Wenn ich die ganze Zeit nur unterwegs wäre, wäre das nicht Sinn der Sache", so Schumacher.

Verständnis für "Fall Deisler"

Angesprochen auf den Fall des erkrankten Fußball-Profis Sebastian Deisler äußerte Schumacher Verständnis dafür, dass Spitzensportler unter dem Rummel um ihre Person leiden.

Er könne nachvollziehen, dass jemand mit dem Druck von Medien und dem großen Interesse der Zuschauer nicht zurechtkomme.

Für ihn sei es damals wichtig gewesen, "den Lebensmittelpunkt dahin zu verlegen, wo wir dem ausweichen und ein bisschen Abstand gewinnen können".

Dies sei in der Schweiz, wo er mit seiner Familie lebt, sehr gut gelungen. "Wenn das nicht der Fall wäre, wenn wir immer wieder irgendwo unter Beobachtung wären, dann kann es schwierig werden."
 
"Nick war erstklassig"


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München - Sollte Nick Heidfeld im nächsten Jahr nicht bei Jordan Formel 1 fahren, dann liegt das sicher nicht an seinem Können.

Denn bei den Testfahrten für das Team von Eddie Jordan in der vergangenen Woche in Jerez hat "Quick Nick" einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. (Sichern Sie sich jetzt Jordan-Fanartikel. Besuchen Sie den Sport1-Shop!)

Großes Lob für Heidfeld

Besonders Jordan-Chefdesigner John McQuilliam zeigte sich gegenüber dem britischen TV-Sender "ITV" begeistert. "Vom fahrerischen Standpunkt aus gesehen hätte es mit Nick Heidfeld gar nicht besser laufen können", erklärte er.

Und er ging noch weiter: "Nick war erstklassig, was die Abstimmungsarbeit anbelangt. Es ist eine Sache, dass ein Fahrer eine gute Schnelligkeit mitbringt, doch ein Team ist auf mehr angewiesen."

Finanzielle Lage weiter offen

Noch mehr als auf das fahrerische Können Heidfelds ist Jordan jedoch weiterhin auf finanziellen Rückenwind angewiesen. Doch noch haben die Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren zu keinem konkreten Ergebnis geführt.

Wahrscheinlich auch wegen dieser finanziellen Ungewissheit ziehen sich sämtliche Pläne bezüglich des neuen Autos weiter in die Länge.

Neues Auto kann gebaut werden

Nach den Tests in Jerez konnte der Chefdesigner aber zumindest verkünden, dass "nach monatelangem Test von Tausenden von Form-Variationen für das neue Auto im Windkanal" jetzt ein Computer-Modell des neuen EJ14 fertiggestellt werden konnte.

Auf der Grundlage dieser Grafiken soll endlich der Bau der einzelnen Teile beginnen.
 
Montezemolo will neues Punktesystem


München - Ein Jahr ist das neue Punktesystem, das den ersten acht eines Grands Prix Zählbares beschert, nun in Kraft.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo würde die Punktevergabe jedoch am liebsten schon 2005 wieder ändern.

"Räikkönen kann die Saison nicht mit nur zwei Punkten Rückstand abschließen, wenn er nur ein Rennen gewonnen hat, Michael dagegen sechs. Das macht keinen Sinn. Wir werden versuchen, das von 2005 an zu ändern", beschwert sich Montezemolo gegenüber der "Gazetta dello Sport".
 
18.12.2003 (SID) - Der Brasilianer Rubens Barrichello verschwendet keinen Gedanken an einen Abschied vom Formel-1-Rennstall Ferrari. Geht es nach "Rubinho", so wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Weltmeister Michael Schumacher auch über 2004 hinaus fortgesetzt. Eine Verlängerung seines im kommenden Jahr auslaufenden Vertrages soll bis zum Beginn der neuen Saison im März erfolgreich abgeschlossen werden. "Ich habe mir bei Ferrari eine Situation geschaffen, die an der Seite von Michael niemand für möglich gehalten hätte. Ich habe den gleichen Status wie Michael und fühle mich in dem Team sehr wohl", erklärte der WM-Vierte der englischen Fachzeitung Autosport Magazine: "Deswegen möchte ich auch gerne bis zum ersten WM-Rennen Klarheit über meine Zukunft haben."

Ferrari-Sportdirektor Jean Todt sendete bereits positive Signale in Richtung des Vize-Weltmeisters von 2002. "Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Rubens. Ich sehe keinen Grund, warum wir nach 2004 nicht mit dem bisherigen Team weitermachen sollten", meinte der Franzose.
 
Der FW26 ein Quantensprung?


München - Sam Michael, Chef-Techniker bei WilliamsF1, äußerte nach den letzten Jerez-Tests: "Die nächsten Wochen werden alles andere als ein Urlaub sein, denn die gesamte Fabrik wird damit beschäftigt sein, den FW26 für seinen ersten Test, der kurz nach Neujahr stattfinden wird, vorzubereiten."

Dabei scheint es sich nur noch um Feinarbeit zu handeln. Denn mit dem neuen BMW WilliamsF1 FW26 scheint ein Quantensprung gelungen zu sein.

Revolutionäres Getriebe

So beeindruckte das Getriebe des FW26, das ohne Zugkraftunterbrechung hochschaltet und damit pro Runde ein paar Zehntel bringt, zuletzt durch sehr gute Testergebnisse. Und im Sommer 2004 geht der neue, hoch moderne Windkanal ans Netz.

BMW-Williams ist auf diesem Gebiet deutlich weiter als seine Gegner Ferrari und McLaren-Mercedes.

P84 erneut ein Meisterwerk?

Und auch in punkto Motor setzen die Münchner die Maßstäbe. Der P83, von jeher die Messlatte in der Königsklasse, wird im FW26 durch den P84 ersetzt, der bei den Tests ohne Probleme wie ein Kätzchen vor sich hin schnurrte.

BMW-Motorspordirektor Mario Theissen bestätigte erst jüngst: "Wir konnten die geplanten Distanzen zurücklegen, ohne dass irgendwelche Probleme aufgetreten wären. Gleichzeitig haben wir wichtige Set-up-Daten gesammelt. Deshalb war es ein positiver Test für das Team."

"Werden einen großen Vorteil haben"

Und auch Marc Gene, Testpilot, zeigt sich mehr als zufrieden: "Ich freue mich wirklich über die Zuverlässigkeit des neuen Motors und des Getriebes. Wir haben mit beiden Teilen 800 Kilometer zurückgelegt, und das demonstriert, dass BMW und WilliamsF1 sehr hart gearbeitet haben."

Auch WM-Aspirant Juan Pablo Montoya ist sich sicher: "BMW hat sehr gute Arbeit geleistet und ich denke, wir werden im nächsten Jahr einen großen Vorteil haben."

Vorteil durch neue Regel?

Die neue Motorenregelung für 2004 - ein Motor muss über das gesamte Rennwochenende halten - scheint BMW entgegen zu kommen. Theissen erklärt: "Seit unserem Wiedereinstieg in die Formel 12000 haben wir das Netz der Qualitätskontrolle immer enger geknüpft und damit eine wichtige Basis für 2004 gelegt. Denn mit der Ein-Motoren-Regel kommt der Zuverlässigkeit nochmals höhere Bedeutung zu."

Gerade diese Zuverlässigkeit aber passe bereits jetzt. "Wir waren hundertprozentig zufrieden mit der Standfestigkeit unserer Motoren."

Alles Indizien dafür, dass BMW-Williams sich schon zu Saisonbeginn in Melbourne in Top-Form präsentieren wird. Im Gegensatz zum letzten Jahr wird man den Start nicht verschlafen - dafür ist die Entwicklung des neuen Autos zu weit vorangeschritten.
 
F1-Zukunft: GPWC & Banken unterschreiben Absichtserklärung
Es ist vollbracht: Die GPWC-Hersteller sowie die SLEC- Banken haben sich auf einen Kompromiss geeinigt und die Zukunft der Königsklasse gesichert.


Was sich bereits in den letzten Wochen angekündigt hatte, wurde nun am heutigen Freitag offiziell bestätigt: Noch vor Jahresende haben die in der GPWC vereinigten fünf großen Automobilhersteller sowie die FOA und die SLEC F1-Holding ein Statement über die Zukunft der Formel 1 veröffentlicht.

Darin wird bestätigt, dass die GPWC sowie die Anteilseigner-Banker der SLEC Holding und F1-Boss Bernie Ecclestone eine Absichtserklärung über die zukünftige Struktur der Königsklasse des Motorsports unterzeichnet haben und dabei unter anderem die folgenden Punkte festhielten:

1. Die Einnahmen der Teams werden über die bislang im aktuellen Concorde Agreement festgelegten Summen angehoben.

2. Die GPWC wird durch drei Direktoren in der SLEC vertreten werden, um einen langfristigen Erfolg durch das eigene Hintergrundwissen zu stärken.
3. Die Anteile an der SLEC werden sich nicht signifikant verändern, womit die Bayerische Landesbank, JP Morgan und Lehman Brothers auch weiterhin die Mehrheit der Anteile halten werden.
4. Bernie Ecclestone wird der FOA auch weiterhin als CEO erhalten bleiben.
5. Alle Beteiligten verpflichten sich kurz- bis mittelfristig ein Emissionskonzept zu erarbeiten.

Zudem wird eine Erweiterung des aktuellen Concorde Agreements über das Jahr 2007 hinaus ebenfalls zum Umfang des Vertrages gehören und damit die Gefahr einer Konkurrenzserie endgültig beseitigt. Die endgültigen Verträge sollen Mitte des kommenden Jahres unterzeichnet werden.
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Für die die sich da nicht so auskennen
Es geht darum, daß die 5 größten Automobilhersteller nicht mehr damit einverstanden sind, daß Bernie , daß meiste Geld was von der gesamt F1 einommen wird (z.b. Tv Rechte, Sponsoren rund um die Strecke etc..)
Bernie und seine Banken einstreift.
Jetzt wurde beschlossen, dßa das Geld besser verteilt wird und die Teams mehr Geld bekommen.
 
München - Zwei Streckenrekorde bescherte der neue McLaren-Mercedes MP4-19 dem britisch-deutschen Formel-1-Team bei ersten Testfahrten.

Jetzt verrät Testfahrer Pedro de la Rosa seine ersten Eindrücke vom neuen Silberfpeil: "Das neue Auto ist ein Riesenschritt nach vorn. Schon als ich das erste Mal damit fuhr, merkte ich, dass es viel schneller ist, als der MP4-17D."

Mit dem MP4-19 will das Team "im nächsten Jahr ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitsprechen," so de la Rosa zur BBC.
 
Montoya Wechsel "bedeutet eine große Schwächung"


München - Auch 2004 wird Ralf Schumacher einen Versuch unternehmen, seinem Bruder Michael die WM-Krone abzujagen.

Trotz aller Fortschritte, die Schumacher schon vor Saisonstart bei BMW-Williams ausmacht, werde dieses Unterfangen aber "ungleich schwerer, weil die Spitzenautos noch ausgeglichener sein werden", so Schumacher gegenüber Sport1.

Vor allem ein Aspekt lässt den 28-Jährigen dabei nachdenklich werden: der Abschied von Juan Pablo Montoya.

"Das bedeutet eine große Schwächung für das Team, und das ist schade! Vielleicht hätte man sich früher und intensiver darum bemühen sollen, ihn zu halten", beschwert sich der Familienvater.

Sport1: Sie haben bereits Testfahrten für die kommende Saison hinter sich gebracht. Wie sind die Eindrücke?

Ralf Schumacher: Die Eindrücke sind sehr positiv, ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass wir in der neuen Saison ein Auto haben werden, das schon vom ersten Rennen an konkurrenzfähig sein wird.

Sport1: Welche Komponenten des FW26 haben Sie, bzw. das Team - neben dem P84 Motor - bereits getestet?

Schumacher: Ich will da gar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber natürlich waren ein paar aerodynamische Änderungen dabei, und vor allem haben wir sehr, sehr viele Reifentests gefahren.

Sport1: Ist die neue Haltbarkeits-Regelung für die Motoren ein Vorteil für BMW?

Schumacher: BMW hat in den vergangenen Jahren einen sensationellen Job gemacht, also wüsste ich nicht, warum andere Anforderungen daran etwas ändern sollten. Technisch kenne ich mich aber zu wenig aus, um sagen zu können, wie sich die neuen Regelungen auswirken können.

Sport1: In welchen Bereichen ist das BMW WilliamsF1 Team Ferrari und McLaren überlegen?

Schumacher: Das werdet ihr beim ersten Rennen in Melbourne sehen! Nein, Spaß beiseite, vom Motor her stehen wir sehr gut da, und vor allem das Zusammenspiel zwischen unserem Auto und den Michelin-Reifen klappt immer besser.

Sport1: Welche Fortschritte erwarten Sie vom FW26 gegenüber seinem Vorgängermodell?

Schumacher: Dass er auch schon das erste Rennen in Australien gewinnen kann - aus eigener Kraft.

Sport1: Können Sie Montoyas Wechsel zu McLaren nachvollziehen?

Schumacher: Es steht mir nicht zu, das zu beurteilen. Tatsache ist aber, dass das eine große Schwächung für das Team bedeutet, und das ist schade! Vielleicht hätte man sich früher und intensiver darum bemühen sollen, ihn zu halten.

Sport1: Viele Experten gehen davon aus, dass das BMW WilliamsF1 Team aufgrund von Montoyas Weggang 2004 ganz auf Sie setzt. Wäre das für Sie ein Problem?

Schumacher: Nein, aber abgesehen davon, dass das nicht passieren wird, weil das Team weiterhin auf beide Fahrer setzen wird, brauchst du zur Weiterentwicklung des Autos zwei sehr, sehr gute Fahrer. Da kann einer allein nichts ausrichten.

Sport1: Nach Montoyas Abschied sucht das BMW WilliamsF1 Team für 2005 einen neuen Teamkollegen für Sie. Wenn Sie freie Wahl hätten, wen sähen Sie gerne an Ihrer Seite?

Schumacher: An diesen Spielchen möchte und werde ich mich nicht beteiligen, abgesehen davon ist ja selbst meine Situation für 2005 noch nicht in trockenen Tüchern.

Sport1: 2003 war die WM offen wie lange nicht. Wen erwarten Sie 2004 ganz vorn?

Schumacher: Ich schätze, das werden wieder die fünf Fahrer sein, die sich auch im Verlauf der letzten Saison Chancen auf den Titel ausrechnen konnten.

Sport1: Nach der Saison sagten Sie: "Es war noch nie so einfach Weltmeister zu werden, wie 2003". Wird es 2004 noch einfacher oder wieder schwerer?

Schumacher: Ich denke, 2004 wird ungleich schwerer, weil die Spitzenautos noch ausgeglichener sein werden.
 
Webber von neuen Michelins begeistert


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München - Während sich die Schumi-Fans schon wieder Sorgen machen müssen, ob die neuen Bridgestone-Reifen 2004 zu alter Stärke zurückfinden, scheint es bei der Konkurrenz schon vor dem Jahreswechsel wieder rund zu laufen.

Die ersten Wintertests haben nicht nur bei Mark Webber für Begeisterung gesorgt: "Michelin macht einen tollen Job", lobte der Jaguar-Pilot die neuen französischen Pneus.

Auch bei den Herstellern selber ist man mit dem frühen Stand der Entwicklung alles andere als unzufrieden.

Dupasquier mit Auftakt zufrieden

"Wir befinden uns momentan im Anfangsstadium, aber das Feedback unserer Partner-Teams auf die neuen Komponenten und Konstruktionen ist bisher sehr positiv gewesen. Besonders was die neuen Hinterreifen betrifft", erklärt Michelin-Motorsportchef Pierre Dupasquier. (Ist Michelin der japanischen Konkurrenz schon einen Schritt voraus? Diskutieren Sie mit anderen Usern im Motorsport-Forum!)

Bei Jaguar wurde bis zum Testverbot fieberhaft an der Reifenentwicklung gearbeitet. Der Siebte der Gesamtwertung hat sich für die kommende Saison einiges vorgenommen, genau wie sein Top-Fahrer Mark Webber.

Auch der australische Shootingstar weiß, welche Bedeutung die schwarzen Gummis im Kampf um die Podiumsplätze spielen wird: "Momentan müssen wir noch versuchen, die Reifenperformance noch besser zu verstehen, damit wir während eines Grand Prix noch effektiver mit ihnen umgehen können."

Optimismus für 2004

Trotz des positiven Auftakts wartet auch auf die "Raubkatzen" bis zum Saisonstart im März eine Menge Arbeit. Besonders die Wirkung der Aerodynamik des neuen Autos und des haltbareren Motors in Verbindung mit den Michelin-Reifen muss genauestens analysiert und aufeinander abgestimmt werden.

Webber ist nach den ersten Eindrücken guter Hoffnung für die Saison 2004 und will an seine starken Leistungen vom Vorjahr anknüpfen. (Sie suchen Jaguar-Fanartikel? Jetzt im Sport1-Shop einkaufen!)

Wilson vor ungewisser Zukunft

Wie stark der 27-Jährige in seiner zweiten F-1-Saison auftrumpfte, bekam Kurzzeit-Teamkollege Justin Wilson deutlich zu spüren. Der Brite konnte Webbers Speed nie mitgehen und wurde kurzerhand durch Youngster Christian Klien ersetzt.

Für Wilsons F-1-Zukunft bleibt derzeit nur noch die Hoffnung, dass die Regel für den dritten Fahrer des Freitagstrainings doch noch aufgehoben wird und er zumindest als Testpilot für die Grünen am Steuer sitzen kann.